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 15 - Museumsbahn-Forum 

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Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge. Dazu zählen auch Beiträge zu Bahnen, die planmäßig Dampfbetrieb anbieten, sowie Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen.
Dieses Forum dient NICHT zum Veröffentlichen von Sichtungsbildern - diese gehören in die Bild-Sichtungen. Bildberichte über Museen und historische Fahrzeuge, sowie die damit in Verbindung stehende Infrastruktur sind jedoch willkommen.
Für Veranstaltungsankündigungen bitte die Termine-Seiten verwenden. Weiterführende Informationen sind hier gestattet, Berichte über Veranstaltungen aber bitte auf eine Diskussion je Veranstaltung begrenzen. Berichte über Veranstaltungen aus früherer Zeit (älter als 10 Jahre) sind nach wie vor im Historischen Forum willkommen.
Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB
Hallo alle miteinander!

Kommen wir nun zum zweiten Teil meiner Streckenbereisung der Jagsttalbahn: Nächster Bahnhof nach Bieringen war Westernhausen: Die Strecke von hinten aus Möckmühl kommend ist heute im einstigen Bahnhofsbereich unterbrochen:

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Der Blick in die andere Richtung: Nicht viel deutet heute noch darauf hin, dass hier mal der Bahnhof von Westernhausen gewesen ist. Anstelle des kleinen Fachwerk-Stationsgebäudes steht hier heute ein Buswartehäuschen. Für die Dampfzüge gab es hier einen Wasserkran:

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Ein Zeltsupermarkt steht heute auf der alten Gleistrasse:

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Da die Jagsttalbahn bis heute (abgesehen vielleicht vom Abschnitt Möckmühl-Widdern) formal nicht stillgelegt und entwidmet ist, dürfen natürlich auch keine festen Bauten auf der Trasse errichtet werden. Der gegenwärtig errichtete Supermarkt soll sowieso wieder abgebaut werden, wenn ein Neubau an anderer Stelle fertiggestellt ist. Nichtsdestotrotz bleibt bei mir der Eindruck haften, in Westernhausen möchte man lieber heute als morgen endgültige Fakten mit der Bahntrasse und dem Bahnhofsgelände schaffen:

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Hinter dem Zeltsupermarkt befindet sich noch die alte Laderampe: Eine HF 110 C wie rechts abgebildet wird hier wohl nie wieder fahren (Blick nach Dörzbach):

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Die Ausfahrt aus dem Bahnhof: Die Trasse wird für die Wasserleitung zum Supermarkt genutzt, nur dürfen die Schienen noch nicht für eine endgültige unterirdische Leitung herausgerissen werden, daher muss die Leitung auf Gerüsten über die Straßenquerungen geführt werden:

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Nochmal der Blick zurück zum Bahnhof:

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Am Ortsausgang von Westernhausen der Blick zurück nach Möckmühl:

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...und Richtung Dörzbach: Auch hier ist das Tal geweitet und die Bahn führt relativ eben durch die Felder. Die Schienen liegen noch, sind aber auch hier vollkommen zugewachsen:

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Kurz vor Winzenhofen überquert die Bahn, die bislang auf der Südseite des Flusses verlaufen ist/war, die Jagst und wechselt auf die Nordseite. Erst kommt diese Vorflutbrücke:

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Die Brücke von der anderen Seite: So ähnlich sah auch die Seckachbrücke in Möckmühl aus, allerdings lagen die Gleise oben auf den Trägern auf:

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Die Brückenfahrbahn von unten:

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...und von oben (Blick nach Dörzbach):

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Blick zurück nach Möckmühl: Auch hier ist alles zugewachsen:

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Ein Bahnübergang zwischen Vorflut- und Strombrücke:

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Die große Jagstbrücke von Winzenhofen von Norden aus gesehen:

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Der kleine Brückenträger von Süden aus:

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Der Mittelpfeiler:

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Insgesamt zeigen sich die Überbauten als noch relativ gut erhalten. Sicher war mein Vergleich mit der Müngstener Hochbrücke damals etwas übertrieben. Aber gerade die Winzenhofener Jagstbrücke war neben dem allgemeinen Zustand des Oberbaus Grund für die Streckensperrung 1988. Der bröckelnde Lagerstein indiziert einen sicherlich auch kostentechnisch nicht zu unterschätzenden Bauschaden:

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Der Stromüberbau von Süden: Der Fluss muss ein Paradies sein für Kanufahrer:

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Hinter der Jagstbrücke, am Bahnhof von Winzenhofen ist das Gleis wieder völlig zugewachen (Blick nach Dörzbach):

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Links nebenan steht noch das kleine Stationsgebäude von Winzenhofen: Das Bahnhofsgelände dient heute einem Baustoffhandel:

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Blick von der Landstraße hinunter auf die Bahntrasse (links nach Dörzbach, auch hier liegen noch Gleise): Die Jagst verläuft nun ganz hinten am anderen Ende des Tals:

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Kurz vor Marlach schmiegt(e) sich die Bahn wieder an die Straße (rechts) an (Blick zurück nach Möckmühl):

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Blick in die andere Richtung: Die Bahn überquert(e) hier einen kleinen Bachlauf, der ein Seitental entwässert:

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Die Brücke ist minimalistisch und besteht im Wesentlichen aus zwei Stahlprofilen:

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Gleich hinter der Bachbrücke wurde die Talstraße gekreuzt:

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...und gleich darauf folgte der Bahnhof von Marlach: Die Gleise liegen noch, aber nur der Weichenstellhebel ist noch sichtbar (Blick nach Dörzbach):

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Das Stationsgebäude ist auch noch erhalten (Bahnsteigseite):

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Straßenseite: Der Bau wird heute privat genutzt:

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Der Landhandel hat für den landwirtschaftlichen Güterverkehr einst eine gewisse Bedeutung besessen:

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Hinter Marlach führt(e) die Bahn unmittelbar unter der Felswand entlang (rechs nach Dörzbach):

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Kurz darauf hat sich die Trasse wieder an die Straße herangeschmiegt: Vereinzelt sieht man die Gleise noch unter dem Gestrüpp (Blick zurück nach Möckmühl):

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Blick nach Dörzbach: Die Bahntrasse liegt hier erhöht und ist teilweise mit Stützmauern befestigt:

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Vor Gommersdorf der Blick zurück: Die Schienen liegen direkt neben der Straße, hier ist aber alles zugewachsen:

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Der Blick in die andere Richtung: Am Ortseingang von Gommersdorf liegt das Gleis noch im BÜ: In den letzten Jahren der Jagsttalbahn wurde parallel zur Bahntrasse rechts eine Umgehungsstraße gebaut:

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Im Bereich des früheren Bahnhofs von Gommersdorf sind die Gleise heute entfernt (Blick zurück nach Möckmühl): Vom kleinen Bahnhof ist nichts mehr zu erkennen:

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Der Blick Richtung Dörzbach: Gerade hier, im Abschnitt Winzenhofen – Assamstadt-Horrenbach, wo die Bahn fast immer neben der engen, stark befahrenen Straße folgt, wäre eine Umwandlung der Trasse in einen Radweg zu begrüßen. Gerade hier ist Radfahren lebensgefährlich:

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Am östlichen Ortsrand von Gommersdorf fangen die Schienen wieder an (Blick zurück nach Möckmühl):

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Blick nach Dörzbach: Die Bahn liegt weiter links neben der Straße:

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Ein weiterer Bachdurchlass:

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Zwischen Gommersdorf und Krautheim sind stellenweise Stützmauern für die erhöhte Bahntrasse nötig gewesen:

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Kurz vor Krautheim driftet die Bahn leicht von der Straße ab: Blick den Hang hinauf in die Streuobstwiese:

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Kurz vor dem Bahnhof Krautheim hat ein Bestattungsunternehmen seine Grabsteine auf den Schienen ausgestellt - irgendwie hat das was Metaphorisches...:

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Der gleich darauf folgende BÜ über die Talstraße ist entfernt und nur noch am Asphaltflicken zu erkennen:

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Am gleich darauf folgenden Bahnhof von Krautheim finden sich noch Gleisreste: Nach einem Brand musste hier der Silokomplex in den 60ern einem Neubau rechts weichen, der ursprüngliche Anschluss befand sich links und verfügte über eine Rollbockabsetzgrube:

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Das Bahnhofsgebäude (Gleisseite) ist sehr schön gepflegt und dient als Kneipe. Das Umfeld wird als Parkplatz und Busbahnhof genutzt:

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Das Gleisareal ist heute mit Kies angefüllt (Blick nach Dörzbach):

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Der Blick zurück nach Möckmühl:

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Die Ausfahrt aus Krautheim: Zwischen den Häusern ging es aus der kleinen Stadt wieder hinaus:

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Schwenk nach links: Der Ortskern mitsamt alter Burg liegt reizvoll oben auf dem Berg:

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Nochmal der Blick zurück über das (einstige) Bahnhofsareal:

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Nachdem die Bahn einige Häuser umfahren hatte, schmiegte sie sich von links kommend wieder der Talstraße nach Dörzbach an: Dieser restliche Streckenabteil ist Anfang der 2000er Jahre durch die Jagsttalbahnfreunde selbst fast komplett abgebaut worden im Hinblick auf einen geplanten Neubau, der dann aber nie stattgefunden hat:

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An dieser Stelle soll der berühmte Götz von Berlichingen vor fast 500 Jahren seinen ebenso berühmten Spruch getätigt haben. Ein Gedenkstein erinnert daran, und die Jagsttalbahn führt(e) direkt daran vorbei und rechts neben der Straße weiter Richtung Dörzbach:

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In der Zufahrt zur Firma Wöhrle liegt noch dieser BÜ-Gleisrest. Die Stahlbaufirma wurde noch bis zuletzt bedient und besaß einen Gleisanschluss:

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Es bleibt derb: Vom Zug aus konnte man auf der anderen Straßenseite den so genannten „Krautheimer Kuharsch“ erblicken, eine kleine Quelle, deren Ablagerungen eben zu genannter Formassoziation führen...:

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Gut einen Kilometer hinter Krautheim wechselte die Bahn von hinten links kommend die Straßenseite nach vorne rechts: Der einstige BÜ ist kaum noch auszumachen:

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Der Blick in die andere Richtung: Die Bahn folgte links dem rötlichen Unkraut Richtung Dörzbach:

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Auch der BÜ am einstigen Haltepunkt Assamstadt-Horrenbach an der Landstraße nach Assamstadt ist längst verschwunden (Blick zurück nach Möckmühl):

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Der Blick nach Dörzbach: Hier im Gestrüpp muss sich der Haltepunkt befunden haben:

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Nur der kleine Brückenträger unmittelbar hinter dem Haltepunkt zeugt noch von der Bahn (Blick nach Dörzbach):

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Hinter Assamstadt-Horrenbach verläuft die Bahntrasse wieder abseits der Straße am Fuße des Nordhangs des Tals entlang (rechts nach Dörzbach):

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Hier eine Panorama-Reihe vom Bahndamm kurz vor Klepsau:

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Kurz vor dem früheren Haltepunkt von Klepsau stehen noch drei alte Güterwagen auf freier Strecke (Blick zurück nach Möckmühl): Der vordere Pufferwagen kippt allmählich vom Bahndamm:

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Blick nach Dörzbach: Nur ein paar Meter Gleis blieben hier liegen, weil ja die Waggons auf ihnen stehen:

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Am früheren Haltepunkt von Klepsau weist noch diese P-Tafel auf die Bahnvergangenheit hin (Blick nach Dörzbach):

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Der Blick zurück: Klepsau besaß ein Ladegleis und ein kleines Stationsgebäude:

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Die Bachbrücke gleich darauf wurde mitsamt Brückenträger entfernt, nur die Widerlager und die Begrenzungssteine sind noch vorhanden:

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Der leere, zugewachsene Bahndamm Richtung Dörzbach:

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Hinter Klepsau wurde die Landstraße nach Laibach überquert (Blick zurück nach Möckmühl):

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Beim Abbau der Bahn hat man hier die alten Schwellen gelagert, die nun langsam verrotten:

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Blick Richtung Dörzbach:

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Kurz vor Dörzbach ist der Bahndamm inzwischen wieder völlig zugewachsen (Blick zurück nach Möckmühl):

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Der Blick in die andere Richtung: Die Bahn bog hier nach rechts ab vom parallelen Feldweg (links) auf die Wiese, der genaue Bahnverlauf ist hier kaum mehr auszumachen:

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Danach ging es in einer S-Kurve durch die Felder, die langsam von Dörzbacher Gewerbebetrieben überbaut werden:

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Der letzte BÜ über die Max-Planck-Straße, kurz vor dem Bahnhof Dörzbach: Die Weinberge boten auf alten Aufnahmen der Jagsttalbahn immer ein schönes Hintergrundmotiv:

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...durch die Überbauung der Wiesen und Felder ist das Umfeld aber inzwischen völlig unansehnlich geworden (Blick zurück nach Möckmühl):

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Blick zum Bahnhof Dörzbach: Ab hier beginnen die wieder instandgesetzten Gleise des Jagsttalbahnvereins:

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Die Einfahrweiche (Blick zurück nach Möckmühl): Die Gleise sind hier schon geschottert, aber offenbar noch nicht wirklich ausgerichtet:

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Der Blick über das Bahnhofsareal mit diversen abgestellten Fahrzeugen:

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Weitere Ansichten des noch nicht abgeschlossenen Gleiswiederaufbaus (Blick nach Möckmühl):

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Blick nach Dörzbach: Der Landhandelsschuppen rechts wird noch rege genutzt, wenngleich auch nicht mehr durch die Bahn: Links gibt es sogar eine doppelte Kreuzungsweiche:

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Zum Einbau kommen offenbar altbrauchbare, gedübelte und gekürzte Normalspurschwellen:

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Am Gleisende befindet sich der Lokschuppenkomplex: Vor dem Lokschuppen befand sich einst eine Drehscheibe, vermutlich zum Wenden des Dampftriebwagens, der hier zwischen den Kriegen eingesetzt war:

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Blick von den Lokschuppen aus zurück nach Möckmühl:

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Schwenk nach rechts: Ob dieser Schuppenanbau erst zu Museumsbahnzeiten entstand und wofür er gedient hat?

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Während der zweigleisige Werkstatt- und Lokschuppen links ein Fachwerkbau ist, ist der kleine Schuppen am Gleisende aus Stein. Erschreckend fand ich den baulichen Zustand des Fachwerkschuppens: Die Balken geben nach und das Gefache unter dem linken Fenster hätte man so herausziehen können...:

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Schwenk nach rechts: Wie in Bieringen auch steht hier in Dörzbach dieser luftige Lagerschuppen nahe bei den Lokschuppen:

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Die beiden Schuppen mal von der Rückseite aus gesehen: Theoretisch könnte man den Fachwerkschuppen nach hinten verlängern und noch mehr Abstellfläche unter Dach schaffen, ohne das die Optik des Ensembles von der Gleisseite aus gesehen nennenswert leiden würde: Der Anbau an den steinernen Schuppen wurde unlängst repariert:

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Die Nordseite des Fachwerkschuppens: Er wurde später in reiner Ziegelbauweise nach vorne verlängert:

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Das Bahnhofsgebäude von Dörzbach wurde mit großer Liebe zum Detail restauriert: Hier die Bahnsteigseite:

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...und hier nochmal zusammen mit dem VT 303 ex Osterode-Kreiensen:

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Ob der Triebwagen von hier aus je noch mal wieder irgendwohin abfahren wird?

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Die Beschriftung erinnert mich irgendwie an Western-Filme: Wo bitte geht’s zum nächsten Saloon?

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Vor dem Bahnhof ist ein Rollbock als Schaustück aufgestellt:

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Das Güterschuppengleis endet vor diesem massiven, nur aus Gleisresten zusammengeschweißten Prellbock:

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Der Güterschuppenanbau ist nicht ganz so schmuckreich: Man beachte das bunte Dach des Wasserturmanbaus:

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Das Stationsgebäude nochmal von der Straßenseite aus gesehen: Es beherbergt das Bahnhofsmuseum und die Vereinsräumlichkeiten:

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Mit einer engen Kurve zweigte ungefähr in Bahnhofsmitte von links anstelle des Lagerschuppens kommend ein Anschlussgleis ab, dessen Reste man noch im Vordergrund sehen kann:

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Der Blick in die andere Richtung: Das Gleis führte zum großen Silokomplex und endet(e) dann stumpf:

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Dörzbach selbst hat mich vom Ortsbild und von den Sehenswürdigkeiten her nicht so umgehauen: Die Kirche ist unscheinbar, genauso wie das versteckte Schloss daneben. Interessant ist da schon eher das Kapellenensemble „St. Wendel am Stein“, etwa einen Kilometer hinter Dörzbach an einem Felsen direkt neben der Jagst gelegen:

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Im nächsten und letzten Teil geht es um die historischen Fahrzeuge der Jagsttalbahn, die ich bislang bewusst übergangen habe.

Bis dahin viel Spaß mit den Bildern,

schöne Grüße,

Dennis Mellerowitz.


Mein DSO-Inhaltsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2015:11:07:02:34:14.
Herrlich !!!

Bahnstern !

Nur echt mit Baureihe 112-114-143-155-156, 485 ( Königsklasse, S-Bahn Berlin )
Ein herrliche bericht
vergangene zeiten aber schön beschrieben und gut dokumemtiert
danke fur den bericht
der DR fan aus den Niederlande

Re: Die Jagsttalbahn 25 Jahre danach (Teil 2: Bieringen-Dörzbach)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 25.10.15 10:55

Eines der traurigsten Kapitel westdeutscher Museumsbahngeschichte! Trotzdem schön und sehenswert dokumentiert.. Ich wünsch mir nach dem wohl endgükltigem Ableben der Jagsttalbahn nur eines, den Gemeinden die sie zu Grabe getragen haben die Pleite an denn Hals!!! Das haben die mit ihren Lokaloligarchen redlich verdient..

http://fs5.directupload.net/images/160314/wr64ge43.jpg
Hallo Herr Mellerowitz,

nun habe ich Ihren Beitrag doch durchgeschaut und mir sind da ein paar Details aufgefallen, die Ihnen bei dem einen Tag im Tal und dem ambitionieren Tagesprogramm wohl nicht im gesamten Zusammenhang erkannt worden sind.
Sie gestatten mir ein paar kurz gehaltene Anmerkungen:

Westernhausen: An der Durchgangsstraße im Tal ist der alte Supermarkt des Ortes abgerissen worden, der größere Ersatzbau ist in Kürze fertig, die Außenanlagen werden gerade hergestellt. Für die Zwischenzeit diente als Interimslösung die Zelthalle, damit die Kundschaft weiterhin ortsnah versorgt werden kann.
Die gedanklichen Ansätze mit Gebäude und Wasserleitung nur provisorisch etc. stimmt also in so weit, die daraus abgeleitete Vermutung, dies sei wegen des bestehenden Gleises etc. so erfolgt, indes nicht.


Einfahrtskurve Bf. Krautheim: Der Steinhauer und örtliche Gewerbevereinsvorsitzende sah es als betriebswichtig an, den Geländestreifen für die Erweiterung seiner Ausstellungsfläche zu nutzen..; ..bis zur Wiederinbetriebnahme.. ; ..die Ausschmückung dieser Stelle ( die einst den engsten Bogenradius der Strecke aufwies.. ) gerade mit Grabsteinen ist in der Tat etwas makaber und verleitet gerne zu Alliterationen.

In den nächsten Tagen berät der Krautheimer Stadtrat über den dritten Anlauf zu einer Neugestaltung des Bahnhofsareals, das sonst gerne offiziell nur als "Parkplatz", "Festplatz" oder "innerörtliche Entwicklungsfläche" benannt wurde..
Wie kürzlich in der Hohenloher Zeitung berichtet wurde, sieht die aktuelle Planung im wesentlichen die Schaffung eingefaßter und befestigter Parkplätze und ansonsten Grünflächen mit Bäumen auf dem ehemaligen Gleisfeld vor. Das ganze hängt von der Bewilligung erhoffter Zuschüsse und der Genehmigung einer (vorübergehenden) Überbauung der eisenbahnrechtlich gewidmeten Flächen ab. Es wird betont, das bei einer denkbaren Wiederinbetriebnahme der Bahn eine Durchfahrt des Geländes baulich nicht verunmöglicht sein soll.
Interessant auch, das die seit rund 15 Jahren mit angedachte Einbeziehung des jetzigen Lagerhaus-Geländes nun in der aktuellen Version des Vorhabens nicht enthalten ist. Hier hatte seinerzeit die Genossenschaftszentrale die baldige Zusammenlegung der Aktivitäten mit einer benachbarten Filiale und den Abriß des Areals angekündigt. Dies hätte bisher auch die Variante ermöglicht, den Fest- bzw. Parkplatz auf diese Seite hin zu verlegen.

Agl zum Lagerhaus der BAG Dörzbach: Das Anschlußgleis wies keine Deutschlandkurve auf. Das im engen Radius -einer der Vorteile der Schmalspur- verlegte Gleis ist ja in weiten Teilen noch erkennbar - mit jeweils nur einer Schiene pro Seite.
Es war bis zum Bau der neuen Schüttguthalle in den Neunziger Jahren noch in Betrieb und bediente den Lagerschuppen der Genossenschaft und nach dem Krieg den heute noch vorhandenen Siloturm. Eine Weiterführung über das im Bild zu sehende Gleisende ( ländlich sparsam seit jeher ohne baulichen Gleisabschluß.. ) gab es nie.


Nebenbei erwähnt: den Hinweis auf St. Wendel als touristischen Ziel bemühte man schon im 19. Jahrhundert bei den Eingaben für einen Bahnbau. Damals war es in der Tat vergleichsweise rege frequentiert und die örtlichen Bauern verdienten sich hier und da mit Fahrdiensten dorthin ein Zubrot. Beim projektierten Weiterbau der Strecke Richtung Hohebach wurde auch immer wieder ein eigener Haltepunkt mit einer eisernen Fußgängerbrücke dorthin aufgeführt.

Mit freundlichen Grüßen

Schwellenleger
Ein wirklich super gemachter und spannender Bericht! Klasse!

Viele Grüße, xBurt.



Meine HiFo-Beiträge: [www.drehscheibe-foren.de]
Hallo,

vielen Dank für den gut gemachten Bericht. Mir gefallen solche Eisenbahn-Archäologischen Berichte grundsätzlich, auch wenn mich manches Bild natürlich traurig stimmt.

Das Anschlussgleich zum Landhandel in Dörzbach wurde im Frühjahr 1997 abgebaut. Damals wurde der Landhandelsschuppen am Bahnhof der bereits zu den Betriebszeiten der Jagsttalbahn existierte um zwei Baufelder erweitert. Deshalb wurde das Anschlussgleis dann an der Erweiterung unterbrochen.
Ich war damals zufällig vor Ort und habe einige Bilder der Baustelle gemacht. Fand das damals interessant, weil es nach meiner Erinnerung das erste Gleisstück war welches abgebaut wurde. Ansonsten war damals die komplette Strecke zwar überwuchert, aber noch vollständig vorhanden. Beim Betrachten der Bilder wird mir bewusst, dass das schon lange her ist..........

Freundliche Grüße

ME Esslingen