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Rapskanten statt Bahnsteigkanten in drei Bildern

geschrieben von: JLW

Datum: 13.04.14 19:49

Hallo in die Runde, zwei Beiträge weiter unten herrscht wieder (zurecht) der Sturm der Entrüstung wegen dieser unseligen Aufnahme mit den "Unbelehrbaren" anlässlich des Dresdner Dampflokfestes.

Naja, wenn man über die 50 ist, geht man gelassener ran, nein falsch: weiter weg...

Nachfolgend drei Aufnahmen vom heutigen Geschehen nahe des heimatlichen Feuers, Aufnahmen sind zum "Komfort-Anschauen" mit 750 px skaliert, also 1 Aufnahme mit Textzeile bei 100%-Einstellung
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Heute morgen knapp am Wolkenschaden vorbei toben 03 1010 und 23 1097 (warum, zum Teufel fahren beide 23/35er wieder mit dieser alten Beschilderung?) nahe Jessen nach Riesa:

http://www.abload.de/img/1vxjez.jpg
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Abends nach Infoanruf noch mal an die Stelle oberhalb Oberaus, wo man egal auf welcher Strecke was daherkommt, auslösen kann: 203 648 bringt den SVT nach Delitzsch "oben rum"
http://www.abload.de/img/21fjmh.jpg
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Zweckmäßigerweise "unten herum" kehrt 23 1019 mit einem Wagen nach Cottbus zurück, genialerweise ist oben ein Fc-Zug unterwegs.

http://www.abload.de/img/307ju2.jpg
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So hat eben jeder seinen Stil, um Eisenbahn abzubilden.

Schöne Woche wünscht Jörg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:13:19:50:53.
Herrlich!

Du hast Farbe an meinen Schreibtisch gebracht...dafür danke ich dir.

Hendrik.

http://www.hendrikbloem.de/wp-content/uploads/2015/03/Hendri-Bloem_www.hendrikbloem.de_PS.jpg

" Ist das Kunst, oder kann das weg?"

geschrieben von: roverator

Datum: 14.04.14 15:08

Hallo Jörg,

das sind sehr schöne Bilder. Eisenbahn in der Landschaft, das gefällt mir ausgezeichnet.
Die Frage im Betreff hat auch weniger mit deinen schönen Bildern zu tun, sondern eher mit folgenden Schilderungen.

Zum Dresdner Event kann ich selbst leider nicht sehr viel Positives berichten. Ich war mit Freunden am Freitag dort, wir planten die Teilnahme an einer der Sonderfahrten, erhielten aber schon in der Vorbestellzeit keine Rückinfo zu unseren Anfragen nach Fahrkarten. Deshalb wollten wir trotzdem in Dresden vor Ort sein und waren von dem, was am Freitag Vor- und Nachmittag geboten wurde, ziemlich entäuscht. Das liegt aber wohl hauptsächlich am fehlenden Engagement der DB und nur zum Teil an den völlig überforderten Organisatoren.
In Dresden angekommen, wurden wir von einem Schweizer Tourismusverband mit Reiseangeboten zur Furka-Bahn etc. empfangen (wie sinnig). Von Festwoche zum 175. Jahrestag der LDE war nichts zu sehen. Es gab keine Ausschilderung bezüglich Weg zum BW Dresden Alt, keine Infos zu irgendeiner Art Shuttle-Service oder BW-Pendel, keinerlei Willkommensgruß für die vielen internationalen Eisenbahnfreunde, die schon in unserem frühen Zug aus Leipzig kommend, mit angereist waren. Ganz toller Auftritt, liebes Management der Bahn AG...

Es war traurig am ersten Tag des groß angekündigten Spektakels, vom wohl berühmtesten Fotostandpunkt dieses Bw's aus, über eine leere Drehscheibe in einen ebenso leeren Rundschuppen zu sehen, in dem dann doch in die äusserste "Ecke" geklemmt, wenigstens die 01 509 vor sich hin säuselte.
Eine Reko 52er spulte bimmelnd ihr Führerstandsmitfahrtenprogramm ab, ausser der blöden Bimmelei gabs von der im Leerlauf dahin rollernden Lok nicht wirklich was zu hören (echt erbärmlich). Wenigstens roch es beim Vorbeigehen irgendwie ein ganz klein wenig nach Dampf und Öl, ich hätte sonst echt gedacht, die 52er fährt mit Akkus. Die vor dem zweiten Rundschuppen auf ihrem Weg vom Schuppengleis zur Drehscheibe "fahrende" NS4 generierte mit ihrem Diesel jedenfalls erheblich mehr Immissionen (sowohl geräusch- als auch geruchsmäßig)...

Die Präsentation solch edler Stücke wie 03 001, 62 015, pr.S10, Sachsenstolz und der 78er auf dem Schiebebühnenfeld, war völlig unpassend. Von keiner Seite konnte man vernünftig fotografieren, ausser man hat entsprechend teures Fotoequipment mit Weitwinkelfunktionen und ofenrohrartigen Objektiven.
Die Loks standen zu eng und irgendwie machte alles einen lieblos zusammengewürfelten Eindruck. Es zeigte sich, dass die Örtlichkeit des BW Dresden Alt, so wie man sie heute vorfindet, eben nicht wirklich geeignet für ein derartiges Fest ist.

Die 03 001 und die 62er waren nur halb zu sehen, näher ran konnte man auch nicht, weil sie auf einer Seite mit Bauzaunelementen "gesichert" waren, an anderer Stelle der Pappschilderwald eines überflüssigen Info- oder Händlerstandes die Sicht versperrte. Und als ob es damit nicht genug wäre, wurde der 03 001 in nahezu blasphemischer Weise ein abstoßend hässliches Warnband um den fordern Pufferträger drapiert.
Auch die von Dir hinterfragte Beschilderung einiger Loks (hier vornehmlich DRG-Messing), sorgte mehr für Kopfschütteln unter den Experten, als für Zustimmung. Eine Messingbeschriftung aus DRG-Zeiten passt einfach nicht zu einer Lok, die noch mehrere DR-typische Attribute schmücken.
So kam die berechtigte Frage auf "Ist das Kunst, oder kann das weg?"

Auf dem Heimweg konnten wir im Hbf. Dresden den VT137 der Bauart Köln betrachten. Der Blick aus der Nähe fällt leider weniger romantisch aus, als dein Foto. Eine vor wenigen Jahren gemachte Aufarbeitung hat bereits ihren Glanz verloren, der Rost blüht an allen möglichen Stellen und droht die noch gute Substanz zu vernichten.

Ein wirkliches Highlight gab es für uns trotzdem: Die Rückfahrt vom BW zum Bahnhof in der Rakete, dem alten Ikarus66 in Überlandausführung. Dies hatte das Kaliber, uns in eine längst vergangene Zeit zurückzuversetzen. Der Rest reichte nicht mal für nostalgische Erinnerungen, an die legendären Dresdner Dampflokfeste der 1990er Jahre.

Grüße aus Halle
Thomas

Re: " Ist das Kunst, oder kann das weg?"

geschrieben von: Meterspurgleisbauer

Datum: 15.04.14 09:03

Also, wenn ich hier die Bilder anschaue, die gemacht wurden, dann kann ich deine Kritik nicht so richtig verstehen.

Kann es sein, daß du eigentlich schon satt bist?
Hast du schon so viele Dampflokfeste miterlebt, daß jetzt eigentlich alles was noch kommt für dich nur noch ein lauwarmer Aufguss ist? Weil eine Steigerung einfach nicht mehr möglich ist?

Bei uns gibts ein Sprichwort: "Wenn'd Maus satt isch, ischs Mehl bitter."

Gerald

erster Besuch in Dresden

geschrieben von: 970-222

Datum: 15.04.14 09:15

Hallo Thomas,

Du warst scheinbar das erste Mal in Dresden? Schön dass Du da warst - und so wie Du haben es trotz kleiner Ausschilderungsmängel mehrere Tausend andere Eisenbahnfreunde auch ins Bw geschafft! (Bahnbetriebswerk muss übrigens bitte immer mit Bw abgekürzt werden, BW steht für Baden-Württemberg oder Bundeswehr .../Wer wie Du den Unterschied zwischen Messingschild und EDV-Nummernschild begreift, sollte bitte auch diese Feinheiten immer beherzigen!)

Soooo schlecht können die Hinweise demnach übrigens ja gar nicht gewesen sein, wenn auch Du es letztendlich ins Bw geschafft hast?!

Dass dort zwischen den Gleisen einfach nicht mehr Platz war, dürfte jeder begreifen, der den Abstand zwischen den Gleisen gesehen hat und bemerkt hat, dass die wenigen noch vorhandenen Gleisen mit Loks und Wagen vollgestellt waren. Wie hätte man denn Deiner Meinung nach die vielen Fahrzeuge aufstellen sollen?

Wenn Du die Fahrzeuge einmal mit weniger Menschen sehen willst, sei herzlich eingeladen, an einem der übrigen Öffnungstage des Bw Dresden-Altstadt nach Dresden zu kommen.

Was die zurecht kritisierten Messingziffer-Nummerschilder angeht - solche Schilder sind vor allem an den Loks des DB-Museum Nürnberg zu finden. Wenn sich die Mitglieder der IG Bw Dresden-Altstadt e.V. "erdreisten" würden, diese Schilder durch EDV-Nummernschilder zu ersetzen (wer bezahlt deren Anfertigung - Du?), ist mit Ärger aus Nürnberg zu rechnen - siehe Neumünster.

Wenn Du die LDE-Ausstellung im Johanneum nicht besucht hast, dann tut mir das leid für Dich. Dass andere Eisenbahnen (auch aus dem Ausland, z.B. der Schweiz und Tschechischen Republik) das Fest mit ihren Fahrzeugen und Informationsständen bereichert haben, empfand ich als toll.

Es verwundert mich immer wieder, mit welchen Vorstellungen und Erwartungen manche Besucher solche Feste wie das am Wochenende besuchen. Mein Tipp dafür: In Halle, Halle-Dölau, Dessau oder anderswo in Deiner Nähe in einen Verein eintreten, einmal selbst etwas mit organisieren - und Erfahrungen sammeln, wie sich Deine Ansprüche in der Realität umsetzen lassen.

Gern kannst Du auch die SVT-Freunde dabei unterstützen, den Rost am 137 856 zu bremsen. Wie fast jeder Verein freuen sich auch diese Eisenbahnfreunde über neue Mitstreiter.

Gern lese ich in einer Zeit X, über welche Erfahrungen Du dann aus der Arbeit Deines Vereins und von Veranstaltungen Deines Vereins berichten kannst.

Darauf freut sich schon heute mit herzlichen Grüßen

André aus Dresden



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:15:13:24:30.

Re: erster Besuch in Dresden

geschrieben von: E30er-Fan

Datum: 15.04.14 11:58

Lieber Jörg Lempe!
Danke für die schönen Raps-Bilder!
Ich habe mir erlaubt, Dein Bild von unserem SVT "etwas" zu bearbeiten!
Wenn nun der Kritiker roverator bei uns mitmacht und womöglich € 75,-- Beitrag / Jahr opfert, kann unserer SVT nicht nur ohne Bremswagen wie nach Dresden zuvor sondern auch ohne Schlepplok fahren!
Mitgliedanträge gibt es für ihn unter [www.svt-koeln.de]
Axel - R. Krahn vom SVT-Förderverein

SVT in Weinböhla ohne V 100..jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:15:11:58:46.

Re: erster Besuch in Dresden

geschrieben von: roverator

Datum: 15.04.14 12:08

Hallo André,

nein, ich war nicht das erste mal in Dresden. Ich wollte mir und anderen nur gern dieses Früher-war-alles-besser-Geschwafel ersparen. Der Verweis auf die Mitgliedschaft in einem Verein erübrigt sich, denn wir sind alle in Vereinen organisiert. Ja, auch wir können mit Stolz behaupten, einer aussterbenden Gattung anzugehören...
Ein Kollege ist aktiv im Verein der Freunde der HHE, der andere Kollege im Förderverein 03 1010 und einem thüringischen Eisenbahnverein. Ich selbst bin Gründungsmitglied in unserem ortsansässigen Bürgerverein, der sich zwar nicht vorrangig um die Erhaltung von Eisenbahnen, sondern um die Schaffung von Identität, die Erhaltung schützenswerter Natur, Gebäude und Flächen wie Friedhöfe und Spielplätze etc. (also deutlich zum Gemeinwohl)bemüht. Die Schwierigkeiten bei der Vereinsarbeit, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Behörden und z.B. der Bahn, sind uns allen bewusst. Wir verstehen auch nicht, warum bisweilen erschreckend wenig Unterstützung, teils unerhört hohen Hürden gegenüberstehen.
Soviel ist uns also gemein, was die Arbeit in einem Verein mit öffentlichem Interesse anbelangt. Und glaube mir, großartige Unterschiede gibt es da nicht.

Für den Freitag, an dem wir drei Eisenbahnfreunde uns zusammen Zeit nehmen konnten, um nach Dresden zu fahren, gilt genau das, was ich oben geschrieben hab. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn an Samstag und Sonntag mehr "los war" und tausende und abertausende Interessenten vor Ort waren, haben die vielleicht etwas anderes gesehen als wir. Sei allen gegönnt...

Grundsätzlich muss also gelten, jede Manöverkritik ist zulässig, sie ist sogar äusserst wichtig.
Tut mir also leid, wenn ich meine rosarote Brille abgelegt habe und Deine Friede-Freude-Eierkuchen-Auffassung nicht ganz teilen konnte.


Grüße aus Halle
Thomas

Re: erster Besuch in Dresden

geschrieben von: roverator

Datum: 15.04.14 12:24

Hallo Axel,

Eure Internetseite kenn ich. Schaue immer mal wieder dort vorbei. Ich bin überrascht, dass der Zug wieder selbst fahren soll. Nach unseren letzten Informationen hatte Euer Verein lediglich vor, einen der Fahrmotoren instand zu setzen, damit der Zug rangieren kann. Dies wurde uns jedenfalls mal gesagt, als der Zug in Halle war und wir nach den Perspektiven dafür fragten. Das ist ja nun schon eine Weile her, daher freut man sich, dass es größere Pläne gibt.
Einen Mitgliedsantrag für euren Verein werde ich mir trotzdem nicht herunterladen, auf mehreren Hochzeiten kann man einfach nicht tanzen.


Grüße aus Halle
Thomas

Gut, dass deine Meinung die einer Minderheit ist...

geschrieben von: 35 1113-6

Datum: 15.04.14 13:25

Tach,

>>…wir planten die Teilnahme an einer der Sonderfahrten, erhielten aber schon in der Vorbestellzeit keine Rückinfo zu unseren Anfragen nach Fahrkarten.<<

Etwa 2500 Fahrgäste am Wochenende konnten da andere Erfahrungen machen. Insofern fällt es schwer zu glauben, dass der Fehler beim Veranstalter liegen soll. Gegebenenfalls ist auch zu beachten, dass es mehrere Anbieter für die unterschiedlichen Sonderfahrten gab und nicht alle über einen Kamm zu scheren sind.



>>Das liegt aber … nur zum Teil an den völlig überforderten Organisatoren.<<

Einspruch! Ich war dreieinhalb Tage als Aktiver dabei und oftmals quasi Zuschauer der ersten Reihe. Beim Rangieren gab es von Anfang an eine klare Struktur, schnelle Rangierer und ich ziehe meinen Hut vor deren Leistung. Selten habe ich so gut organisierte Planung erlebt. Und das trotz der Großzügigkeit der Entfernungen (zwischen Bw Haus 1 und Schiebebühne, zwischen Bw und den hintersten Winkeln des Bahnhofs DD-Altstadt und erst recht zwischen Altstadt und Hauptbahnhof. Wenn es Verzögerungen gab, lagen die Ursachen dafür in externen Einflüssen. Ich kenne außerdem die Organisatoren des Festes und der vom Verein angebotenen Sonderzüge persönlich und teilweise über viele Jahre und kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass von denen KEINER überfordert war, weder im Zuge der (ein dreiviertel Jahr andauernden!) Vorbereitung, noch während des Festwochenendes. Kleine Schwierigkeiten gibt es immer, jedoch sind die souverän und ruhig gelöst worden.



>>Es war traurig am ersten Tag … vom wohl berühmtesten Fotostandpunkt dieses Bw's aus, über eine leere Drehscheibe in einen ebenso leeren Rundschuppen zu sehen …<<

Solange es derartige Feste gibt, ist der Freitag der Anreisetag und ab Sonntagnachmittag beginnen die „Aufräumarbeiten“. Da du ja selbst der Meinung bist, die Szene zu kennen, sollte das für dich nicht neu oder gar überraschend sein.



>>Eine Reko 52er spulte bimmelnd ihr Führerstandsmitfahrtenprogramm ab, ausser der blöden Bimmelei gabs von der im Leerlauf dahin rollernden Lok nicht wirklich was zu hören (echt erbärmlich).<<

Mal davon abgesehen, dass eine Lok nur zur Eigenbewegung nun mal nicht sonderlich viel Leistung benötigt, frage ich mich ernsthaft, wo du warst. In Dresden-Alt jedenfalls hat die Berliner 52 am Freitag jedenfalls ganz ordentlich Krach gemacht und der nicht zimperliche Führer hat „gut hingelangt“. Dass man nicht mit geöffnetem Regler ans Sperrsignal ranfährt, sollte auch der schwierigste Eisenbahn“freund“ verstehen…
Das „Bimmeln“ ist für Kinder jedenfalls sicher alles andere als erbärmlich!



>>Die Präsentation solch edler Stücke … auf dem Schiebebühnenfeld, war völlig unpassend.

Das definierst du? Vielleicht kannst du ja dann auch noch passende Lösungsvorschläge liefern, wie man die vielen Fahrzeuge hätte besser unterbringen können. Seit dem Umbau ist Dresden nunmal „etwas“ beengt. Und das Haus 1 gehört den warmen Loks.



>>Von keiner Seite konnte man vernünftig fotografieren, ausser man hat entsprechend teures Fotoequipment mit Weitwinkelfunktionen und ofenrohrartigen Objektiven.<<

Das Fest dient in erster Linie zur Betrachtung der ausgestellten Fahrzeuge. Ruß, Öl, Kohle etc. zu „spüren“, die kalten Loks sind vor allem für die Kinder spannend, weil man da auf die Führerstände kann und sich (im gewissen Rahmen) „austoben“. Das Schiebebühnenfeld ist aufgrund des Sonnenstands ohnehin überwiegend ungeeignet für Fotos.



>>Die Loks standen zu eng … lieblos zusammengewürfelten Eindruck. Es zeigte sich, dass die Örtlichkeit …, so wie man sie heute vorfindet, eben nicht wirklich geeignet für ein derartiges Fest ist.<<

Nochmal die Frage: Das definierst du? Soll man deshalb ganz darauf verzichten, oder ist der gewählte Weg, das Beste daraus zu machen, vielleicht doch der elegantere? Die Besucherzahlen verraten die Antwort…



>>Die 03 001 und die 62er waren nur halb zu sehen<<

Zur Erinnerung: Als die Loks noch betriebsfähig waren, standen sie im Haus 1 ebenfalls maximal mit der Rauchkammer im Licht. Das Gelände um die Scheibe war damals völlig unzugänglich und außer den kurzen Momenten, in denen es für die jeweilige Maschine ein Schaudrehen gab, waren sie nicht sonderlich gut zu sehen…



>>Und als ob es damit nicht genug wäre, wurde der 03 001 in nahezu blasphemischer Weise ein abstoßend hässliches Warnband um den fordern Pufferträger drapiert.<<

Ein Tribut an die selbsternannten Experten, Fotografen und sonstige Pufferküsser, die ohne solche Maßnahmen konsequent Grenzen überschreiten würden, die (eigentlich) schon der gesunde Menschenverstand schaffen sollte!



>>Der Rest reichte nicht mal für nostalgische Erinnerungen, an die legendären Dresdner Dampflokfeste der 1990er Jahre.<<

Seit dem Umbau des Bw Dresden-Alt ist die formals historische Atmosphäre zweifellos zerstört, die moderne Regio-Werkstatt hat das Gelände in zwei Teile getrennt und somit ein großes Fest wie in den Neunzigern zerstört. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn das neue Dampfloktreffen hat keinesfalls den Anspruch an alte Zeiten unverändert anzuknüpfen. Es will etwas neues darstellen und dabei die Begeisterung für alte Technik dennoch am Leben halten und zeigen, dass man auch im Jahr 2014 noch großartige Feste auf die Beine stellen kann.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls froh, dass ich dabei sein durfte und meinen Teil zu einem unvergesslichen Wochenende beitragen – in vielerlei Hinsicht! Ich freue mich auf das 7.Fest im Jahr 2015!

Beste Grüße aus Leipzig
Martin


"Es ist auch mein Land und ich will nicht, dass ein viertes Reich draus wird" (Die Toten Hosen - "Willkommen in Deutschland")




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:04:15:13:25:55.
Hallo zusammen,

ich zweifel dran, daß der Kritiker nur einen leisesten Hauch Ahnung hat, wieviel Stunden Arbeit von wievielen Leuten dahinter stecken, solch ein Großveranstaltung auf die Beine zu stellen.

Ich kann nur sagen, wie lange es manchmal dauert, bis man zu Zweit oder zu Dritt ein gutes Programm bei uns auf der Thüringerwaldbahn gestrickt hat, wo dann auch keine Wünsche offen bleiben. Wenn dann noch Parallelfahrten auf der Friedrichrodaer Bahn anstehen, dann macht das noch mehr Arbeit. Solange alle Beteiligten mitmachen und gut unter einen Hut zu kriegen sind, macht das auch Spaß, aber auch diese und jene Durststrecke ist zu meistern, bis alles paßt.

Kopfschüttelnde Grüße

Ronny
Hallo Martin,

um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass es irgendeine Relevanz hat, ob meine/unsere Ansicht die einer Minderheit ist. Hauptsächlich deshalb, weil Eisenbahnfans und -interessenten gesellschaftlich unterrepräsentiert sind. Das heißt, eine Minderheit sind wir hier alle! Und genau darin liegt das Problem.
Du verweist auf 2500 Sonderfahrtteilnehmer, die alle offenbar fähiger waren an Karten zu kommen als wir (kein Problem für mich) und auf die Gesamtbesucherzahl (16000 laut MDR). Ein Dynamospiel (2.Liga) mobilisiert für ein 90-Minutendebakel ..äh Spektakel in der Sasion 2013/2014 durchschnittlich 26600 Zuschauer, RB Leipzig ca. 13800 und der HFC immerhin noch(7900), die obendrein alle gewillt sind, mehr Eintritt zu bezahlen (und das jede Woche).
Fällt Dir da was auf?

Ich habe in meinem ersten Beitrag genau die Eindrücke geschildert, die wir hatten und zwar mit einem gehörigen Abstand von drei Tagen (also mehrmals drüber geschlafen). In vielen Teilen sehe ich mich von den Antworten hier auch deutlich bestätigt (Örtlichkeiten, Wege, leere Schuppen, Lokschilder etc.).

Dein Verweis darauf, dass der Freitag ein Anreisetag und der Sonntag ein Aufräumtag ist und man dieses als Szenekenner doch weiß, ist eben nur die eine Seite der Medaille. An jedem dieser Tage wird der volle Eintrittspreis verlangt und nicht nur Samstag, wo das "volle Programm" geboten wird. Das ist die andere Seite der Medaille.
Und wie Du dir vielleicht denken kannst, ist es für die Nichtkenner der Szene oder für Leute, die Samstag wegen Arbeit, Bereitschaftsdiensten etc. keine Möglichkeit haben, die Veranstaltung zu besuchen, eben nicht einfach nur persönliches Pech. Es ist schlimm genug, dass sich in der Szene offenbar widerspruchslos damit abegfunden wird, dass Veranstaltungen an zwei von drei groß angekündigten Tagen, nur mit "halbem Kesseldruck" gefahren werden. Der Begriff "Dampfmangel" bekommt hier schlagend eine neue Bedeutung!

Viel schlimmer ist die Wirkung für die ausrichtenden Vereine und die Festivität selbst. Diese werden in der Folge mit ernstzunehmenden Problemen konfrontiert:
1. am ersten und letzten Tag einer dreitägigen Veranstaltung werden die Besucherzahlen sehr wahrscheinlich noch mehr sinken (schlimmstenfalls so tief, dass die Frage nach der Notwendigkeit dieser Tage gestellt werden könnte)
2. am zweiten Tag wird der Veranstaltungsort aus allen Nähten platzen, die Warteschlangen am Eintritt und im Gelände weden noch größer sein und der damit zusammenhängende Zeitverlust und Unmut der Wartenden auch (nicht auszuschliessen, das allein deshalb für viele ein Wiederkommen nicht in Betracht kommt)
3. Eine derartige Ungleichverteilung der Besucher/Tag birgt nicht unerhebliche Risiken für den Veranstalter, bezüglich behördlicher Vorgaben, Risiken für Exponate, die Versorgung der Besucher mit "Kaffe Kuchen Trallalla" usw.
4. Bei Eintreten dieses Szenarios fallen reihenweise Sponsoren, Versorger etc. wegen für sie nicht kalkulierbarer Risiken weg und am Ende steht (rein kalkulatorisch) das AUS für eine solche Festivität schneller im Raum, als das dem Einen oder Anderen hier bewusst zu sein scheint.

Ich persönlich bezweifle, dass es nützlich ist, sich gottgleich jedweder Kritik zu verwehren und den, der sie ausspricht zu diskreditieren. Für die Planung zukünftiger Veranstaltungen ist es sicher nicht falsch, die geschilderten Eindrücke (auch die weniger positiven, die man naturgemäß nicht so gern hört, wenn's ums eigene Baby geht) wirken zu lassen und daraus vielleicht den einen oder anderen Schluß zu ziehen. Das "Minderheitenthema" hatten wir oben, es kommt also in Zukunft darauf an, über den Tellerrand hinauszuschauen und alles dafür zu tun, die ohnehin verhälnismäßig kleine Menge Begeisterter nicht noch mehr schrumpfen zu lassen.

Meinerseits ist zum Thema alles gesagt, nicht zu missionieren ist meine Mission. Wer das versteht, versteht es, wer nicht, der eben nicht...


Grüße aus Halle
Thomas
Hallihallo,

sicherlich wird sich der Veranstalter mit der Kritik beschäftigen, warum auch nicht? Es gibt immer was zu verbessern, keine Frage.
Ich denke aber auch, dass es nicht möglich sein wird, es sozusagen jedem Recht zu machen. Bespiel leeres Haus am Freitag Nachmittag:
Ja, stimmt, leider. Nur konnte der Veranstalter die Verspätungen (bei der 475.111 waren es etliche Stunden bei der Überführung) leider nicht wirklich beeinflussen. Man wird dort nur im Rahmen der eigenen Möglichkeiten gegensteuern können. Ganz viele Dinge hängen von Faktoren ab, für die der Veranstalter nicht verantwortlich zeichnet. Manchmal klappts, manchmal nicht. Ich bin in dem Fall auch sicher, dass der Veranstalter keine geringeren Kosten am Freitag hatte, nur weil einige Fahrzeuge mit Verspätung eintrafen.
Fahrkarten für die Züge waren beispielsweise auch noch direkt am und im Zug erhältlich. Das waren nur noch wenige Restplätze, ok, dann ist das eben so. Aber Sonntag Vormittag nach Riesa wäre noch was frei gewesen, einfach zum Zug kommen, habe problemlos vor Ort welche bekommen ;-) Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, dass da nur mit "halber Kraft" gefahren wurde, war doch am Sonntag lediglich 01 150 früh abgereist, alle anderen Loks waren bis So Abend da. Die Gastsonderzüge aus Cottbus oder Berlin kommen numal nur einen Tag, das kann keine Kritik sein, zumal die 23 1019 am So früh extra nochmal Lz nach Dresden zum Fest kam. Also nichts mit leerem Haus am Sonntag, das ist einfach nicht richtig. Auch die Berliner Kollegen waren umfangreich vertreten und absolvierten mit der "Else" viele viele Führerstandsmitfahrten, hast du die Kindergesichter danach mal gesehen? ;-)
Schauen wir mal, was die Zukunft so bringt, aber so schwarz sehe ich das in DA keinesfalls, ganz im Gegenteil. Ist aber nur meine Meinung.

VG, Herr Kylchap