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Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - TCB

Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: reisendehr

Datum: 01.10.13 13:00

Hallo an Alle,

auch wenn es schon mehrfach am Rande erwähnt wurde: in Österreich kämpfen Bahnfreunde gerade um die Ybbstalbahn.

Aus meiner Sicht gibt es auch für Interessierte hierzulande eine Menge Gründe, diesen Kampf und konkret die Onlinepetition zu unterstützen !

Tatsache ist, dass die scheinbar heile Welt der Schmalspurbahnen in D nur mit sehr großen öffentlichen Mitteln aufrecht erhalten wird und weitaus weniger stabil ist, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Der neue Winterfahrplan der HSB zeigt, wie schnell die Räder stillstehen können, im Weißeritztal sucht man nach wie vor nach einem zukunftsfähigen Betriebskonzept, das ehrgeizige Projekt um Schönheide steht vor dem Aus, diverse Museumsbahnprojekte kämpfen ums Überleben...

Es gibt jenseits von vertaktetem Nahverkehr nach wie vor kaum beispielhafte Lösungen, wie Ausflugsverkehr in Gegenden mit geringem Verkehrsbedarf attraktiv gestaltet und dauerhaft betrieben werden kann.

Im Ybbstal gibt es die Chance, dass dafür neue Ansätze gefunden werden !
Dies sollten wir unterstützen: [www.openpetition.de]


Hans

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: MichiS

Datum: 01.10.13 18:03

Hallo Hans,

während die Vorgänge im Ybbstal wohl wirklich nur kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen werden können und die politischen Entscheidungen eher wie aus den 60er oder 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts anmuten, sehe ich gerade die HSB auf einem guten Weg. Der Dialog nach dem deutlich vernehmbaren Poltern aus Nordhausen klingt wieder versöhnlicher und der Sparfahrplan, der lediglich im November gilt, dürfte Bauarbeiten geschuldet sein. Der meiste Verkehr findet nun einmal auf den Brocken und im Sommer statt, aber auch und gerade vor diesem Hintergrund setzt man im Selketal mit dem durchgehenden Dampfzugpaar nach Eisfelder Talmühle im Sommerfahrplan an Do-Sa zumindest positive Akzente.

Ebenso dürften die sächsischen Schmalspurbahnen von einem "Aus" weit entfernt sein, man identifiziert sich dort mit dem "Bahn'l" auf eine Weise, wie ich das sonst bisher nur in der Schweiz kennengelernt habe.

Besonders hervorzuheben ist jedoch m.E. der Molli, wo seit 2009 immerhin die neueste Dampflok der Welt ihre Runden dreht.

Gruß
Michi

Neubau Schmalspurbahnen auf alten Trassen

geschrieben von: Pio

Datum: 01.10.13 18:39

Wie hier ja schon zu lesen war, wird ab 2014 auf der Trasse des "Kaffeebrenners" der 600 mm betrieb aufgenommen.
Eine Verlängerung bis Grevesmühlen ist in Planung.

Von Wächtersbach nach Bad Orb ist gleiches bereits geschehen.

In Polen z.Bsp.ehemalige Wirsitzer Kreisbahn

Seit 2008 steht die noch vorhandenen Reste der Bahn unter Denkmalschutz. Der örtliche Verein Towarzystwo Wyrzyska Kolejka Powiatowa in Białośliwie kümmert sich seit 2001 um die Erhaltung der Fahrzeuge und die Betriebsbereitschaft der Strecke. Zugfahrten veranstaltet er allerdings derzeit nur auf Bestellung. Seit dem 1. April 2009 gehört die Bahnanlage dem Powiat Pilski (Landkreis Piła), der es von der PKP übernahm. Seit 2011 ist der Abschnitt Białośliwie (Weißenhöhe)–Kozik Młyn (Koczik Mühle) in Betrieb. Im Einsatz ist Dampflok Px38-805.

Seit Mai 2013 ist der Abschnitt nördlich der S10 Niezychowo-Czajcze (Heinrichsfelde)- Wissek wieder befahrbar. Alljährlich Anfang Juni findet ein großes Schmalspurtreffen mit mehreren Gastlokomotiven statt

HSB

geschrieben von: totrameta

Datum: 01.10.13 19:32

Also, auf die Anfrage meinerseits direkt an die HSB zur vorübergehende starke Betriebseinschränkung im November 2013 bekam ich ganz schnell die Antwort mit folgenden Worten:
"Vom 04.11. – 29.11.2013 sind druch Bauarbeiten auf einigen Streckenabschnitten mit eingeschränkten Fahrzeiten zu rechnen.
Ab dem 30.11. – 25.04.2014 gilt dann wieder der normale Winterfahrplan."

Also warum deswegen heimlich in Panik geraten und ggf. wilde Gerüchte in die Welt setzen anstatt mal direkt anzufragen.

Angenehmen Abend noch.

Dirk

P.S. Trotz allem wünsche ich den Österreichern viel Glück!

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: Thomas Mueller

Datum: 01.10.13 19:57

reisendehr schrieb:
-------------------------------------------------------

> Der neue Winterfahrplan der HSB zeigt, wie schnell
> die Räder stillstehen können, im Weißeritztal
> sucht man nach wie vor nach einem zukunftsfähigen
> Betriebskonzept, das ehrgeizige Projekt um
> Schönheide steht vor dem Aus, diverse
> Museumsbahnprojekte kämpfen ums Überleben..

Wie wäre es wenn "Reisendehr" mit "h" (*LOL*) mal Fakten vorbringt? Auf der Webseite der Museumsbahn Schönheide weiß man nichts von einem AUS und welche anderen Vereine mit regelmäßigen Fahrbetrieb auf schmaler Spur kämpfen denn ums Überleben?

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: reisendehr

Datum: 01.10.13 21:37

@ Thomas Mueller

guckst du: [www.freiepresse.de]


Beispiele für gescheiterte bzw. kämpfende Projekte:

- Grubenbahn Knappenrode
- Umspurung Malente-Lütjenburg
- Kleinbahn Waldheim-Kriebstein
- Wiederaufbau Feldabahn


Natürlich ist meine Sichtweise subjektiv und ich deute bestimmte Informationen auf meine Weise!
Es steht jedem anderen frei, z.B. den augenscheinlichen Eindruck im Harz und die HSB-Statistik ([www.selketalbahn.de]) als Beweis blühenden Lebens zu interpretieren.
Auf mich wirkt das allerdings bestenfalls wie Stagnation ...

Die weitgehende Konzentration auf (teuren!) Dampfbetrieb finde ich inzwischen fragwürdig, insbersondere dort, wo einerseits der historische Kontext weitgehend verloren ist und andererseits auch kaum positive Effekte auf die Region erkennbar sind.

Mein Eindruck ist, dass Projekte, die weniger üppig subventioniert werden als die einschlägigen Bahnen in Ostdeutschland, häufig kreativere, interessantere und zukunftsfähigere Lösungen hervorbringen.

Darum fände ich es gut einer neuen Ybbstalbahn eine Chance zu geben und darum habe ich die Petition verlinkt !


Hans

Schönheide

geschrieben von: bahamas

Datum: 01.10.13 23:25

reisendehr schrieb:
-------------------------------------------------------
> @ Thomas Mueller
>
> guckst du:
> [www.freiepresse.de]
> H/Gruenbach-schickt-Dampfbahn-aufs-Abstellgleis-ar
> tikel8547572-1.php

Dort wurde berichtet:
" Grünbach schickt Dampfbahn aufs Abstellgleis
Die Gemeinde will das 27 Millionen Euro teure Tourismusprojekt "Via Wilzschhaus" nicht länger mittragen. Per Ratsbeschluss wurde der Ausstieg beschlossen - so wie in Muldenhammer.
Grünbach. "Via Wilzschhaus" muss den nächsten Rückschlag einstecken. Etliche Nummern zu groß für eine kleine Kommune, sagen nun auch Grünbachs Gemeinderäte. Sie haben Bauchschmerzen, dass ihnen das 27 Millionen Euro schwere Tourismus-Projekt über den Kopf wachsen könnte und bei der Sitzung am Mittwoch per einstimmigem Beschluss die Notbremse gezogen. Zu viele Unsicherheitsfaktoren und garantiert zu teuer, heißen die Ausstiegsgründe. Damit erteilt die zweite von ursprünglich sechs beteiligten Gemeinden den Plänen zum Wiederaufbau einer historischen Eisenbahnroute eine Abfuhr. Zeitgleich beschloss der Gemeinderat Muldenhammer den Ausstieg aus dem Projekt.
Finanzierung bereitet Sorge
Seit fünf Jahren wird an der Wiederbelebung der stillgelegten Bahnstrecke Schönheide - Muldenberg gearbeitet. Grünbach als Anrainer hatte das Vorhaben unter der Voraussetzung mitgetragen, dass keine weiteren Kosten entstehen werden. "Weil wir nicht in der Lage sind, uns finanziell einzubringen", erklärte Bürgermeister Ralf Kretzschmann (Initiative Grünbach/Muldenberg). "Das bisher vom Förderverein Via Wilzschhaus Geleistete ist beispielhaft. Aber wir sollten keine Abenteuer eingehen." Außerdem sollten sich seiner Ansicht nach mehr Kommunen und vor allem der Vogtland- und Erzgebirgskreis dazu bekennen. "Wir müssen zuerst an unsere kommunalen Pflichten denken."
Gemeinderat Hermann Fath (Initiative) fühlt sich mit dem Projekt allein gelassen. Und finanziell weit überfordert. "Größere Kommunen wie Eibenstock oder Steinberg haben ganz andere Einnahmen, trotzdem sind alle gleichgestellt, auch von den Kosten her", gab er zu bedenken. Daran knüpfte sein Initiative-Mitstreiter Andreas Schädlich an: Es sei "unklar, ob es der Haushalt in den kommenden Jahren hergibt", argumentierte er. "Das Geld könnten wir zusätzlich haben." Dirk Gruber (CDU) befürchtet höhere Betreibungskosten als die ursprünglich veranschlagten 36.000 Euro.
Bedenken zur Auslastung
Andere Räte äußerten obendrein Skepsis an der Dampfbahn-Auslastung. "Es sind nicht sehr viele Urlauber da, und die Einwohner fahren höchstens einmal damit", meint Erika Reuter (CDU).
Projektziel ist es, in vier Etappen zwischen Wernesgrün und Carlsfeld eine Schmalspurbahn zu errichten und Muldenberg per Regelspur mit Schönheide zu verbinden. Verzögerungen gibt es nach wie vor beim Einbau einer Weiche in Muldenberg. Sie soll das Teilstück Hammerbrücke-Wilzschhaus ans vogtländische Schienennetz koppeln. Verzögerungsgrund ist die Widmung des Abschnittes zwischen Muldenberg und Wilzschhaus als Bahnlinie.
"Via Wilzschhaus" soll von Unternehmen, Privatpersonen, Vereinen und dem Freistaat Sachsen geschultert werden. Für die erste Etappe - Neuwidmung der Bahnstrecke Muldenberg Schönheide/Wilzschhaus - sind eine Millionen Euro im Doppelhaushalt 2013/2014 des Freistaates festgeschrieben. Das Gesamtprojekt, einschließlich der geplanten Schmalspurbahnen, wird auf mehr als 27 Millionen Euro beziffert. Als Zweckbindefrist für die Strecke und Fördergelder sind 25 Jahre veranschlagt."

Was hat es mit dem Widmungsproblem auf sich? Ist sie freigestellt oder nicht? Berührt das überhaupt den Einbau der Weiche?

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: Thomas Mueller

Datum: 02.10.13 09:05

Deswegen steht das Schmalspurbahnmuseum Schönheide nicht vor dem AUS und nur weil einige Projekte (aus welchen Gründen auch immer) pleite sind, ist dies kein Grund Parallelen zur Ybbstalbahn zu ziehen und zu glauben eine Online-Pedition würde massig öffentliche Gelder in irgendwelche Schmalspurbahnen spühlen.
Die Anliegergemeinden haben weit größere und wichtigere Posten als das Fördern einer handvoll Freizeitbahner, besonders bei zweifelhaften Spinnereien.

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: Peter

Datum: 02.10.13 09:20

Hallo!

Du hast ein Problem mit "dem Osten", oder?
Egal. Du verkennst, dass gerade diese Projekte "Leuchtturm-Funktion" in strukturschwachen Gebieten haben.
Da gibt es doch sonst nur wenig bis nix - und Wald koennen sich Touristen ueberall ansehen.
BEtreieb ich aber eine (weitere) Bahn, habe ich ein touristisches Ziel und schaffe damit u. a. Arbeitsplaetze in Hotellerie und Gastronomie. Und damit halte ich die juengeren Menschen wieder in der Region und stoppe die Abwanderung...

Dass das Konzept aufgeht, zeigen die anderen Bahnen, zu denen Besucher aus ganz Deutschland und sogar Europa (besonders NL und GB) anreisen - und darauf fusst ja auch das Konzept der "Dampfbahnroute Sachsen".

Und wenn alle immer nur auf die hoerten, die festlegen, dass es sowieso nicht klappen kann, dann waere die Erde noch heute eine Scheibe... (und die 97 weggerostet - Bahn-Bezug II).

Die Region hat heute schon ein paar tolle Ziele (u. a. Morgenroethe-Rautenkranz, das Raumfahrt-Museum, verschiedene Bahnen) und vertraegt auch ein paar Ziele mehr. Und hier fordert niemand hunderte von Millionen (wie fuer Hahn, den Lausitz-Ring, den Hockenheim-Ring, Solar-Fabriken, Cargo-Lifter, BER oder die Elb-Philharmonie), sondern bewegt sich in realistischen, durchaus realisierbaren Regionen...

Natuerlich verstehe ich die Kommunen auch: Sie sind klamm, muessen gut haushalten und die Pflichtaufgaben meistern.

Aber die Initiatoren als eine "handvoll Freizeitbahner, besonders bei zweifelhaften Spinnereien" zu diffamieren, zeugt nicht von einem gesunden Weltbild...

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: Thomas Mueller

Datum: 02.10.13 11:18

Ich habe kein Problem mit den östlichen Landesteilen und deren Bewohnern, mache dort gern Urlaub. Es gibt dort ein Überangebot an "Museumsbahn" und Draisinenstrecken und gerade weil einige Landstriche strukturschwach sind, wird dort auch niemand hin kommen, wenn das Besondere fehlt. Eine olle Grubenbahn lockt keine Massen an und von einer handvoll Fuzzys (die dann noch mit den Händen in den Hosentaschen an der Spendenbüchse vorbei stürmen) kann so ein Unternehmen nicht leben. Die Bahnen die bereits existieren und recht gut aufgestellt sind haben teilweise Probleme die (wenigen) Züge voll zu bekommen, wenn keine weiteren touristischen Ziele nebenan liegen.
Ich sehe auch nicht wo ich wen diffamiere, nur weil einige den Hang zur Realität verloren haben! (ich sprach hier nicht vom Museum Schönheide!)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:10:02:11:19:08.

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 02.10.13 14:06

reisendehr schrieb:
-------------------------------------------------------

> Im Ybbstal gibt es die Chance, dass dafür neue
> Ansätze gefunden werden !
> Dies sollten wir unterstützen:
> [www.openpetition.de]

Hinweis, dass die Petition heute um Mitternacht geschlossen wird.

Wer noch nicht unterschrieben hat, kann das noch während knapp 10 Stunden tun.

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: kluskurve

Datum: 03.10.13 09:55

HIER gehts um die Ybbstal Bahn!!Niemand will wissen was im Harz oder woanders läuft!!

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: Peter

Datum: 03.10.13 11:07

kluskurve schrieb:
-------------------------------------------------------
> HIER gehts um die Ybbstal Bahn!!Niemand will
> wissen was im Harz oder woanders läuft!!

Hallo!

Erstens waere es schoen, wenn Du nicht so schreist.
Zweitens kann Lesen halfen: In der Ueberschrift steht deutlich "Beispiel Ybbstalbahn".

Und auch wenn dort moeglicherweise "alle Messen gelesen sind", kann ihr Beispiel auch auf andere Bahnen uebertragen werden.
Und deshalb kann man an einem solchen Thread durchaus auch ueber den Harz u. a. Bahnen diskutieren.

Also bleib' locker...

Peter

Ich will gar nicht, dass mich jeder mag - im Gegenteil: Die Sympathie oder Zuneigung gewisser Menschen waere mir hochgradig peinlich.

Wenn Sie Rechtschreibfehler finden, so beachten Sie bitte, dass diese beabsichtigt sind. Es gibt immer Menschen, die nach Fehlern suchen. Und ich versuche, allen Lesern etwas zu bieten. Zudem biete ich Patenschaften fuer meine Fehler an.

Fuer manche Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt, fuer manche nicht mal bis zur Tuer.

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 03.10.13 14:02

Hallo,

die Ybbstalbahn, meine Lieblingskleinbahn in Österreich, die ich während meiner Salzburger Zeit fast täglich (immer, wenn ich frei hatte) besucht habe, ist so gut wie tot. Da können noch soviele Petitionen kommen. Die Lokalpolitik dort unten ist "hinderwäldlerich", das merkt man ganz deutlich. Es besteht von seiten der Politik null Interesse an einer Fortführung. Das zeigen so viele Faktoren. Jetzt aktuell wird der Verein 598 in Waidhofen "rausgejagt" und der Bürgermeister von Waidhofen begrüßt das auch noch. Zu Betriebszeiten fuhren die Züge leer durchs Tal, oft war ich im "Ybbstaler" der einzige Fahrgast. Der schlechte Fahrplan (n. Lunz nur 3 Zugpaare) tat sein übriges. Die Bahn ist tot und nächstes Jahr wenn das Geld für den Radweg bewilligt wird, werden wohl vollendete Tatsachen geschaffen... Aber ich hab trotzdem unterschrieben. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber ich glaube, es ist ausichtslos.

Gruß, 219 003-1

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: bahamas

Datum: 03.10.13 15:04

219 003-1 schrieb:
-------------------------------------------------------
> übriges. Die Bahn ist tot und nächstes Jahr wenn
> das Geld für den Radweg bewilligt wird,

Was will man eigentlich mit einem Radweg, und warum ist dafür Geld da, und für die Bahn nicht? Irgendwie verstehen die Entscheidungsträger nie, dass die Fahrradfahrer auch erst mal dort hinkommen müssen. Der Satz "Es sind nicht sehr viele Urlauber da, und die Einwohner fahren höchstens einmal damit, meinte Erika Reuter (CDU)." gilt ebenso wie für Schönheide auch hier. Man sollte mit den Leuten mal eine Fahrradtour machen, dann würden sie vielleicht ahnen, dass eine Bahnstrecke eine sehr lohnenswerte Sache ist, wenn man a) keine Lust mehr hat weiterzufahren b) die Kinder nicht mehr wollen oder können c) es regnet d) man was vergessen hat etc...

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: 219 003-1

Datum: 04.10.13 01:21

Ja, das ist da so gewollt. Die Bahn muss weg. Mit aller Macht. Und der einzige Bahnbefürworter, der Bürgermeister von Großhollenstein, der das Potenzial der Bahn erkannt hatte, ist verstorben. Und die Taktik, die im Ybbstal angewendet wird, kenne ich so aus DDR-Zeiten vom Pressnitztal. Im Ybbstal wurden Beschlüsse gegen die Bahn durchgesetzt, wenn die verantwortlichen Vertreter im Urlaub, bzw. krank waren (um 1 Beispiel zu nennen). Der Fahrplan wurde immer mehr ausgedünnt, nur noch 1 Zug fuhr n. Ybbsitz. Der Güterverkehr lief wie die Sau, er wurde n. Lunz eingestellt. Interessenten wurden abgewiegelt. Es gab ja 2008 und 2009 durchgängige Dampfzüge von Waidhofen bis Kienberg Gaming, die voll besetzt waren und viele Touristen in das Tal lockten. Die Bahn ist unverzichtbar fürs Tal. Und jetzt aktuell wo Wahlen sind, will die Lokalpolitik den Antrag vom Verein pro Ybbstalbahn nochmal überprüfen und verspricht deren Machbarkeit (um gewählt zu werden!) während er hinter dem Rücken den Abbau unterzeichnet.

Gruß, 219 003-1

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: 970-222

Datum: 08.10.13 20:30

Hallo Thomas,

Du spricht von einem Überangebot in Sachsen - das ist Dein gutes Recht, das so zu sehen. Aber genau damit begründest Du tatsächlich, warum der Spuk in Waldheim, die Grubenbahn bei Knappenrode und andere unausgegorene Projekte gescheitert sind. Das ist ein natürlicher Selektionprozeß - Qualität setzt sich durch, anderes stirbt.
So etwas gab und gibt es auch im Westen - ich sehe keinerlei Veranlassung, dass als Alleinstellungsmerkmal für den Osten zu bezeichnen.

Bitte beschäftige Dich aber auch einmal mit den beiden Vereinen in Schönheide. Das eine ist der Verein "Museumsbahn Schönheide e.V.", der die Museumsbahn von Schönheide Mitte nach Stützengrün betreibt. Der hat direkt nichts mit dem Tourismusprojekt nach Carlsfeld zu tun, ist aber für den zweiten Verein, den Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen e.V. (FHWE), als Betriebsführer aktiv.
Der FHWE wäre unmittelbar Nutznießer, wenn es zum Gleisbau nach Carlsfeld käme. Und der FHWE betreibt die regelspurige SKL-Strecke.

MichiS schrieb:

"Besonders hervorzuheben ist jedoch m.E. der Molli, wo seit 2009 immerhin die neueste Dampflok der Welt ihre Runden dreht."

Naja, meines Wissens war die I K Nr. 54 erst nach der Molli-Lok fertig geworden, womit die Molli-Lok maximal unter dem Zusatz "fast täglich eingesetzt" den genannten Superlativ verdient ...

Viele Grüße

AM

Re: Zukunft von Schmalspurbahnen, Bsp. Ybbstal

geschrieben von: tmmd

Datum: 09.10.13 21:02

Dieses Überangebot sehe ich auch und zwar nicht nur auf Sachen bezogen.

Von daher ist es manchmal nicht das Schlechteste, wenn das eine oder andere Projekt gecancelt wird. Das schafft die Möglichkeit die Kräfte zu bündeln um andere Projekte zu stärken.

Wir sollten hierbei den demographischen Wandeln nicht außer Acht lassen. Gerade hier in Ostdeutschland altert die Bevölkerung als man bis drei zählen kann. Das hinterlässt auch bei den Vereinen Spuren und der Tag wird kommen, daß Vereine sich auflösen müssen, weil sie nicht mehr genug aktive Mitglieder zusammenbekommen um das Museum oder die Eisenbahnstrecke entsprechend zu pflegen. Bereits in 15 Jahren dürfte das Thema demographischer Wandel innerhalb der Vereine zu einem Problem werden.

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Zu Schönheide

geschrieben von: MS Baden

Datum: 09.10.13 21:03

Ganz richtig, da erweckt der Beitragschreiber einen völlig falschen Eindruck. Die Museumsbahn Schönheide steht sicher nicht vor dem Aus. Er denkt wohl an das Projekt "via Wilzschhaus" mit dem Wiederaufbau der großen Viadukte bei Schönheide Süd, bei dem wohl zwei Gemeinden aus der Finanzierung ausgestiegen sind bzw. es sich finanziell nicht leisten können, ein Aus bedeutet das aber auch nicht. Die Museumsbahn Schönheide hat mit diesem Projekt nicht direkt zu tun. Der FHWE will sich erst einmal um die Normalspursprecke vor Ort und die historischen Normalspurwagen kümmern, was ja auch völlig richtig ist.

Ich denke nicht, dass die sächsischen Schmalspurbahnen vor einem Aus stehen. Auf diese Art der Tourismusförderung will man in Sachsen sicher nicht verzichten.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2013:10:09:21:11:01.