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 15 - Museumsbahn-Forum 

Dieses Forum dient dem Erfahrungsaustausch über den Erhalt und Betrieb historischer Fahrzeuge und Infrastruktur. Dazu zählen auch Beiträge zu Touristikbahnen, die nicht der Definition von Museumsbahnen im strengeren Sinne entsprechen, außerdem Eisenbahn-Museen, Parkeisenbahnen, Feldbahnen und Denkmalfahrzeuge.
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Ostertalbahn kurz vor dem (wahrscheinlichen) Ende


Für die Ostertalbahn, die letzte aktive Museumseisenbahn des Saarlandes, wird aktuell das Totenglöckchen geläutet. Der Landkreis St. Wendel als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) der Ostertalbahn und Eigentümer des Eigenbetriebes Kreisverkehrs- und Infrastrukturbetrieb St. Wendel als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) hat die Stilllegung der Strecke Ottweiler (Saar) – Schwarzerden zum Jahresende beschlossen. Für den vom Arbeitskreis Ostertalbahn (AKO) durchgeführten Museumsverkehr würde dies das Aus bedeuten.

Daher habe ich den heutigen Betriebstag genutzt, um der Bahn erstmals und vermutlich auch letztmals einen Besuch abzustatten. Fototechnisch ist die Strecke allerdings eine Vollkatastrophe. Sie ist fast auf der gesamten Länge (21 km) von Wald oder Gebüsch umschlossen. Es gibt fast keine Stelle, von der man aus dem Zug die durchaus reißvolle Landschaft sehen könnte oder umgekehrt den Zug in der Landschaft ablichten kann. Die wenigen Stellen, die ich gefunden habe, habe ich für die folgenden Aufnahmen genutzt.

Die Bahn verkehrt mit zwei Köf III, die eine Garnitur aus 3-achsigen Umbauwagen, allesamt ehemalige Bauzugwagen, im Sandwich befördern. Zwischen dem Bahnhof Ottweiler (Saar) an der Nahetalbahn und dem Endbahnhof Schwarzerden gibt es keine einzige (funktionsfähige) Weiche und entsprechend nur Haltepunkte. Zugkreuzungen sind daher nicht möglich.


IMG_9462.JPG

12:13 Uhr: Der Museumszug 2202 mit der Köf 11 032 (332 032-2) des AKO bei der Einfahrt in den Hp Haupersweiler in Richtung Schwarzerden


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12:55 Uhr: Der Museumszug im Endbahnhof Schwarzerden


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16:27 Uhr: Der Museumszug 2205 fährt bei Kilometer 18,1 kurz hinter dem Hp Oberkirchen Süd mit der Köf 11 312 (332 312-8) als Zuglok in Richtung Ottweiler (Saar).


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16:42 Uhr: Der Zug 2205 passiert den St. Wendeler Stadtteil Saal.


IMG_9546.JPG

18:19 Uhr: Zug 2206 nach Schwarzerden, der letzte Zug des Tages, auf der Talbrücke Haupersweiler (83 m)


Mit schönen Grüßen

von der Eifelquerbahn

Eifelquerbahn Andernach - Mayen Ost - Daun - Gerolstein




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.08.26 00:13.
Sehr schade um diese Strecke
Fand aber,dass die Museumsbahn ein Schattendasein führte
Zunächst mein Dank für die Ausführungen und besonders für die Bildmotive.

Ende Juli war zur Ostertalbahn ein größerer Beitrag in der St. Wendeler Zeitung, einer Teilausgabe der Saarbrücker Zeitung.

Bemängelt werden die nur wenigen Fahrtage und damit verbunden auch die zwangsläufig geringen Einnahmen. Die Nachfrage ist verhalten.
Das Umsteigen in Ottweiler scheint bei Bahnanreise nach dem Umbau des Bahnhofs etwas problematisch und soll mit längeren Wegen verbunden sein.
Es stehen Investitionen an, u. a. auch für einen gründlichen Freischnitt entlang der Strecke.
Der Landkreis St. Wendel soll bereit sein, die Strecke an ein anderes Bahnunternehmen abzugeben, wenn dieses nachweislich finanziell in der Lage ist, den Betrieb langfristig weiterzuführen.

Erinnert mich alles etwas an die benachbarte Hochwaldbahn von Türkismühle nach Hermeskeil, die man im Sommer 2012 aufgab. Heute ist dort ein Freizeitweg,

Wollen wir trotzdem DAS BESTE hoffen.

MfG.
Der Mann aus dem Feld schrieb:
Der Landkreis St. Wendel soll bereit sein, die Strecke an ein anderes Bahnunternehmen abzugeben, wenn dieses nachweislich finanziell in der Lage ist, den Betrieb langfristig weiterzuführen.
Lustige Formulierung. Der Landkreis St. Wendel muss ein Verfahren nach §11 AEG umsetzen: Da braucht es keine wohlwollende Bereitschaft des Landkreises. Wenn ein Eisenbahnunternehmen die Strecke ernsthaft übernehmen will und die Voraussetzungen erfüllt, hat dieses einen Rechtsanspruch.

Gruß vom Signal
Signal schrieb:
Wenn ein Eisenbahnunternehmen die Strecke ernsthaft übernehmen will und die Voraussetzungen erfüllt, hat dieses einen Rechtsanspruch.
Und eine Voraussetzung ist die finanzielle Leistungsfähigkeit, siehe AEG § 6c.
LoneStarr27 schrieb:
Signal schrieb:
Wenn ein Eisenbahnunternehmen die Strecke ernsthaft übernehmen will und die Voraussetzungen erfüllt, hat dieses einen Rechtsanspruch.
Und eine Voraussetzung ist die finanzielle Leistungsfähigkeit, siehe AEG § 6c.
Du scheinst mich falsch verstanden zu haben. Dass die finanzielle Leistungsfähigkeit eine Voraussetzung nach § 6 AEG ist, steht außer Frage.

Es ging darum, dass das beschriebene Szenario kein Wollen des Landkreises ist, sondern schlichtweg die Rechtslage - ob der Landkreis will oder nicht.

Gruß vom Signal
Signal schrieb:
Zitat:
Es ging darum, dass das beschriebene Szenario kein Wollen des Landkreises ist, sondern schlichtweg die Rechtslage - ob der Landkreis will oder nicht.
Dann kann der Bieterwettstreit ja beginnen. Sagst Du dann hier Bescheid, wer das große Los gezogen hat?
LoneStarr27 schrieb:
Dann kann der Bieterwettstreit ja beginnen. Sagst Du dann hier Bescheid, wer das große Los gezogen hat?
Ich verstehe nur Bahnhof. Wo ist der Kontext?

Fakt ist, der Landkreis muss die Strecke abgeben, wenn ein Interessent die Voraussetzungen nach § 6 AEG erfüllen sollte - ob er will oder nicht. Das ist die Rechtslage. Darum ging es.

Ob es einen solchen Interessenten als EIU gibt oder nicht, war hier überhaupt nicht Thema. Erst recht nicht, dass diese reihenweise Schlange stehen würden.

Gruß vom Signal



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.09.26 20:26.
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