Moin zusammen,
im Juli waren meine Brüder und ich wieder unterwegs, um unserer Museumseisenbahn, der Härtsfeldbahn, unseren Jahresbesuch abzustatten. Diesmal hatten wir ein Hotel in Nördlingen ausgesucht, was natürlich dann auch dazu verleitete, Donnis Museum einmal wieder zu besuchen. Hier der Link: [
www.bayerisches-eisenbahnmuseum.de]
Und ich wollte endlich einmal Donni auch persönlich kennenlernen.
Sofort an unserem Ankunftstag,
Donnerstag, 2.7.26, machten wir uns abends zu Fuß auf, um schon einige Eindrücke zu bekommen. Die Fußgängerbrücke über die Gleisanlagen lud dazu bereitwillig ein, und wir entdeckten direkt am Bahnhof (Mitte oben) diverse Schätzchen, die dort herumstanden; zuvorderst die altrote V100 2100
(Bild 1):
Weiter hinten, im Museumsfreigelände, wurde 52 3548 schön von der Abendsonne ausgeleuchtet
(Bild 2):
Auch 41 364 und der Akku 515 011 mit seinem Steuerwagen 815 672 ließen sich bescheinen
(Bild 3):
Direkt unter uns stand VIRGILIO, ein Dreikuppler von der Ferrovia Ferrara-Suzzara, von Maffei 1902 unter der Fabriknummer 2311 hergestellt
(Bild 4):
Auch zwei 3. Klasse-Donnerbüchsen konnte ich aufnehmen; vorne 84797 München (die heute 75 80 24-29 178-6 D-BYB heißt)
(Bild 5):
Am Bahnhofsvorplatz trafen wir auf Maffei 4273, eine 700mm-Schmalspurlok aus dem Jahr 1924
(Bild 6):
Auf den Abstellgleisen standen gleich mehrere der vielen V60 des BEM bzw. der BayernBahn, wie diese 362 848
(Bild 7):
Auch die wieder altrote V60 661 war zugegen
(Bild 8):
Einen wunderbar restaurierten E-Wagen mit der Nummer 40 80 510 0 005-3 konnte ich aufnehmen, ungebremst und mit Sprengwerk versehen. Hier interessiert mich, welche Gattungsbezeichnung er früher hatte, es ist ja schließlich kein Omm 52.
Edit: Stefan ergänzte, der Wagen komme von der Augsburger Localbahn, daher hat er wohl keine frühere Gattungsbezeichnung
(Bild 9):
Die nun blau-schwarze 362 558 war früher beim Bw Ingolstadt eingesetzt worden
(Bild 10):
Und hinter ihr fand sich mit 212 284 eine weitere V100
(Bild 11):
Auch zwei Schneepflüge konnte ich aufnehmen. Hier sehen wir den Schneepflug SPM 302 von Regio Infra Service Sachsen GmbH
(Bild 12):
Direkt dahinter und vor einer größeren Anzahl von VT2E-Einheiten stand der Klimapflug 30 80 973 5 055-4, von Henschel 1965 unter der Fabriknummer 30010270/15 auf einem alten P8-Tender der Bauart 2'2'T21,5 aufgebaut
(Bild 13):
Die beiden V60 im
Bild 14, 362 407 und 365 214, konnten nur über den hohen Zaun aufgenommen werden, wobei mir mein Bruder Ulli dankenswerterweise half:
Vom Bahnsteig schließlich wurden noch die beiden Schienenbusse 998 724 (von MAN)…
(Bild 15):
… und 798 522, ein waschechter Uerdinger, aufgenommen
(Bild 16):
Am
Samstag, den 4.7.26, hatte das Museum geöffnet und so machten wir einen Besuch dort. Doch zuvor musste ich noch einmal in Bahnhofsnähe die hinzugekommene 295 087 aufnehmen
(Bild 17):
Am Eingang fragte ich hoffnungsfroh nach Donni, doch Donni war wohl an diesem Tag nicht anwesend – schade! Stefan – vielleicht mal irgendwann anders, ich würde mich sehr freuen!
Die erste Lok, die ich im Museum aufnahm, war Krauss 8478, neben der dieser wunderbar aufgearbeitete MG Midget bewundert werden wollte
(Bild 18):
Danach begaben wir uns zum Drehscheibenrund, wo 701 028, der ehemalige und nun wieder so bezeichnete Mü 6209 ausgestellt war. Die roten Schlusslampen wurden ihm allerdings erst später spendiert
(Bild 19):
Auch der ehemalige Klv 53-0059 wurde präsentiert, nun aber mit seiner neuen Bezeichnung 99 80 9520 016-3 D-BYB
(Bild 20):
Etwas unglücklich, aber grenzzeichenfrei stand 335 011 vor 01 180 – diese Lok war sogar unter Dampf
(Bild 21):
Hinter 294 675 fand sich 362 888 – noch eine V60!
(Bild 22):
Die ex-DR 50 955 hatte nun große Bleche erhalten
(Bild 23):
Sie stand neben den Klv 12-4984 (Mitte) und Klv 51-8712
(Bild 24):
Neben 332 092 (nur angeschnitten) stand Windhoff 144, eine Lok des Typs LW 170, die ehemals beim Städt. Hochbauamt München im Einsatz stand. Schau sie nicht ein bisschen wie eine Dampflok aus?
(Bild 25):
Zwei Gleise weiter stand ein wunderbar restaurierter Eisenbahnkran, vermutlich von Krupp-Ardelt hergestellt?
Edit: Nach Stefans Beitrag wurde dieser selbstfahrende Gleiskranwagen im Jahr 1932 bei den Ardelt-Werken in Eberswalde hergestellt; seine Einsatzstationen waren Weichenlager Limburg (bis 1945) und anschließend bis 1981 der Gleisbauhof München-Neuaubing
(Bild 26):
Danach schaute ich mal im Schuppen nach dem Rechten. Die 163 002 stand am Donnerstag noch draußen – schade, dass man sie hineinggeschoben hatte
(Bild 27):
Mit Krauss 6601 war eine Feuerlose vorhanden, die früher beim Städtischen Krankenhaus in München-Schwabing gebraucht wurde
(Bild 28):
Hinter der E63 war Krauss 2051 versteckt, die Lok "FÜSSEN"
(Bild 29):
Sogar eine Holzgas-Diesellok hatte man zu bieten, von Deutz 1917 mit der Fabriknummer 2692 hergestellt. Die Lok tat früher bei der Papierfabrik Heinrich Nikolaus GmbH in Olching Dienst; auf Holzgasbetrieb wurde sie 1935 umgebaut
(Bild 30):
Sehr schön restauriert war auch Krauss Maffei 15585 anzuschauen, die ehemalige Lok 2 der Bayerischen Zellstoff GmbH in Kelheim
(Bild 31):
Wieder eine alte Bekannte! 050 778 hatte ich schon früher noch im Einsatz fotografiert, 1972 in Minden und 1973 in Lehrte
(Bild 32):
Die Lok 44 546, ehemalige DR-44 2546 und vormalige 44 0546, trägt nun auch wieder ihre ursprüngliche Nummer
(Bild 33):
Wieder draußen in der Sonne habe ich dann den Kla 01-0546 aufgenommen; auch so etwas gehört in ein Eisenbahnmuseum!
(Bild 34):
Daneben standen 64 094 (ehemalige Denkmalslok im Einkaufszentrum Breuningerland in Tamm) und eine Ardelt-Diesellok mit der Fabriknummer 28, die ehemalige Lok A2 der SKW Trostberg AG, Werk Saal (Donau)
(Bild 35):
64 305 konnte wieder aus UK heimgeholt werden, auch sie wurde hier in Nördlingen gezeigt. Daneben stand ihre "Schwester" 364 569
(Bild 36):
Einmal über die Drehscheibe hinüber fotografiert sehen wir noch einmal das Ensemble aus 50 955, Klv 12-4984 und Klv 51-8712
(Bild 37):
Danach ging ich erneut in den Schuppen und nahm die Fronten von 043 381, 18 478 und KrMa 15585 auf
(Bild 38):
Auch 94 1697 war mit von der Partie
(Bild 39):
Wir begaben uns ins Freigelände unter den Fußgängersteg. Dort stand die in Arbeit befindliche 22 064, bei der DR aus der P10 39 165 umgebaut und mit einem Umbautender aus der Bauart 2'2'T31pr versehen
(Bild 40):
Die Akku-Kleinlok Ka 4015 hieß ab 1968 381 101 und war in Haltingen zu Hause
(Bild 41):
Hinter ihr stand ein mechanischer Schienenkran, über den ich so überhaupt keine Informationen besitze – vielleicht weiß ja jemand von euch mehr? Donni?
Edit: Stefan (Donni) ergänzte, dies sei ein Dienstfahrzeug des AW München-Neuaubing gewesen, das dort als Eigenbau entstand
(Bild 42):
Am hintersten Ende der Gleise standen die ex-ÖBB 1020.17 (Edit: Ersatzteilspender für die betriebsfähige E94 192 des BEM) …
(Bild 43):
… und 1020.012 (Edit: Eigner ist die "Elektrische Zugförderung Württemberg" (EZW), Ersatzteilspender für die betriebsfähige E94 088)
(Bild 44):
Dort war auch DWK 639 zu finden, die frühere Lok 1 der Isar-Amper-Werke
(Bild 45):
Außerdem fand ich mehrere Radsätze von ebenfalls einer alten Bekannten vor, der
18 602 (Bild 46):
Mit V36 211 und V36 224 waren auch zwei Wehrmachtsdiesel vorhanden, die beide allerdings nie bei der DB waren. Die hier gezeigte "V36 211" ist die ehemalige VTG 6 aus München-Milbertshofen, die davor stehende "V36 224" die ehemalige VTG 2
(Bild 47):
Erst 1949 von der WLF hergestellt und erst am 13.6.1952 als "16.16" an die BDŽ ausgeliefert, erhielt die Lok hier im BEM die ursprünglich vorgesehene Loknummer 42 2768
(Bild 48):
Auch die ehemalige Rheingoldlok 113 267 konnte ich aufnehmen – die ihr vis-à-vis stehende 103 136 stand zu ungünstig
(Bild 49):
Dafür konnte aber die 120 145 wieder ganz manierlich fotografiert werden
(Bild 50):
Noch mit Stangenpuffern ausgerüstet: Kö 0116
(Bild 51):
Ein ganz uriges zweiachsiges Maschinchen stand noch im Gelände, eine DEMAG ML 15. Mehr ist da leider nicht bekannt, nur noch, dass sie von einem Spielplatz in Unterhaching stammt
(Bild 52):
Die hinter ihr stehende Feuerlose ist Hohenzollern 3869 von der BASF
(Bild 53):
Aus dem Emsland bekannt, die Öl-44 606. Leider fehlte ihr die Schwingenstange, aber sie hatte ihren ungewöhnlichen Öltender ohne Wassernoteinlauföffnungen noch
(Bild 54):
Zu guter Letzt war endlich 335 011 verschwunden, und 01 180 konnte sich für den Folgetag noch präparieren – sie musste noch Kohle bunkern, damit sie später nach Gunzenhausen fahren konnte
(Bild 55):
Das Bekohlen wurde mit diesem Kirow-Kohlenkran EDK 6A durchgeführt, über den ich auch gerne Näheres wüsste.
Edit: Der Kran EDK 6A wurde im Jahre 1959 bei der Firma VEB Schwermaschinenbau S. M. Kirow mit Fabriknummer 17 gebaut und stand früher dem Bw Saalfeld (Saale) zur Verfügung
(Bild 56):
Damit sind wir am Ende unseres Rundganges. Ich hoffe, es hat euch ein wenig Spaß bereitet und ihr seid nicht zu sehr ermüdet, mit 56 Bildern!
;-))
Bis bald mal wieder,
Martin
Hier geht’s nach Neresheim zur Härtsfeldbahn: [
www.drehscheibe-online.de]
Edit: Etliche Ergänzungen durch Stefan (Donni) nachgetragen - Stefan, hab herzlichen Dank!
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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.26 18:40.