Bei der SWK-Strecke, auf der die Museumsbahn fährt, handelt es sich um eine kommunale Schieneninfrastruktur. Und die Stadt Krefeld ist finanziell kurz vor der Haushaltssicherung, nicht zuletzt, weil immer mehr Aufgaben von Land und Bund den Gemeinden aufs Auge gedrückt werden, und die Einnahmen kaum noch für gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben ausreichen (z.B. Schulen, Kindergärten, öffentliche Sicherheit und Ordnung, Soziales). Eine Museumsbahn, so schön sie auch sein mag, gehört definitiv nicht zu den Kernaufgaben einer Kommune, allenfalls zu den sogenannten "freiwilligen Leistungen".Trotzdem ist die Stadt als EIU weiterhin der Pflicht!
Da auf der Infrastruktur offensichtlich auch kein nennenswerter sonstiger Verkehr mehr stattfindet, kann die Infrastruktur auch nicht durch Trasseneinnahmen refinanziert werden.
Freiwillige Leistungen sind bei Haushaltssicherung (Nothaushalt) aber als erstes zu streichen. Oder man müsste die kommunalen Steuern (v.a. Grundbesitzabgaben) erhöhen, was sich bei vielen Bürgern sofort im Portemonnaie negativ bemerkbar macht. Wird bei vielen Bürgern nicht gut ankommen, wenn die Stadt z.B. die Grundbesitzabgaben erhöht, trotzdem kaum die notwendigen Dinge wie Schulen oder Kindergärten instandhalten kann, aber als freiwillige Leistung eine Museumsbahn betreibt. [www.wz.de]
Nicht schön, aber nachvollziehbar.
Wenigstens kündigt man es frühzeitig an - denn falls erst einmal der Sparkommissar des Landes die finanziellen Dinge der Stadt übernimmt (der Rat hat dann keine Finanzhoheit mehr), dann würde der Stecker von "jetzt auf gleich" gezogen.
Bei der SWK-Strecke, auf der die Museumsbahn fährt, handelt es sich um eine kommunale Schieneninfrastruktur. Und die Stadt Krefeld ist finanziell kurz vor der Haushaltssicherung,
... SWK (EIU) kann dann entweder eine ungenutzte Bahnstrecke weiterhin betriebsfähig halten - ... Aber welcher Dritte sollte sich für die kundenlose Strecke wohl interessieren?Ist diese Strecke tatsächlich ungenutzt? Bekommt Altmann keine Ware mehr auf der Bahn?
Ist diese Strecke tatsächlich ungenutzt? Bekommt Altmann keine Ware mehr auf der Bahn?Ja doch, aber das betrifft nur einen kleinen Teil der vom "Schluff" befahrenen Strecke auf dem Ast nach Sankt Tönis.
Die Stadt steht als Eigentümer der Stadtwerke - und damit der Bahn - erstmal in der Pflicht, richtig.Handelt es sich denn um eine öffentliche Eisenbahninfrastruktur? Dann wäre ja seitens des EIU ohnehin jetzt erst mal das Stilllegungsverfahren fällig und abzuwarten. Sollte hier eine Netzzugangspflicht bestehen, würde mich auch nicht wundern, wenn vor dem Hintergrund eines solche der ein oder andere Sonderfahrtenbetreiber hier Netzzugang wünschen und "Abschiedsfahrten" durchführen wollen würde.
Da aber die SWK sowohl als EIU (Streckeneigentümer) als auch als EVU (Museumsbahnbetreiber, de facto letzter Kunde des EIU) auftritt, stellt sich ein Problem.
SWK (EVU) kann jederzeit den Betrieb einstellen. SWK (EIU) kann dann entweder eine ungenutzte Bahnstrecke weiterhin betriebsfähig halten - was wegen der Haushaltslage der Stadt Krefeld kaum darstellbar sein dürfte - oder das Stilllegungsverfahren nach dem AEG (Abgabe an Dritte oder Stilllegung) einleiten, weil die Strecke nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Aber welcher Dritte sollte sich für die kundenlose Strecke wohl interessieren?
Da auf der Infrastruktur offensichtlich auch kein nennenswerter sonstiger Verkehr mehr stattfindet, kann die Infrastruktur auch nicht durch Trasseneinnahmen refinanziert werden.Ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber ist es nicht trotzdem sehr kurzsichtig gedacht, jetzt etwas kaputt zu machen, das über Generationen zur Stadt gehört hat, weil es mal schlecht läuft? Wie wird man da in 10 oder 20 Jahren drauf zurück blicken?
Freiwillige Leistungen sind bei Haushaltssicherung (Nothaushalt) aber als erstes zu streichen. Oder man müsste die kommunalen Steuern (v.a. Grundbesitzabgaben) erhöhen, was sich bei vielen Bürgern sofort im Portemonnaie negativ bemerkbar macht. Wird bei vielen Bürgern nicht gut ankommen, wenn die Stadt z.B. die Grundbesitzabgaben erhöht, trotzdem kaum die notwendigen Dinge wie Schulen oder Kindergärten instandhalten kann, aber als freiwillige Leistung eine Museumsbahn betreibt. [www.wz.de]
Nicht schön, aber nachvollziehbar.
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