Es ist aber auch nicht die Aufgabe eines Eisenbahnunternehmens Museen zu betreiben.Das kommt eben darauf an:
geschrieben von: Alexander Bergner
Datum: 29.08.25 16:38
Solange die Staatsbahn aber flächendeckend DAS (mehr oder weniger einzige) Eisenbahnunternehmen war/ist/wäre, gehört so etwas durchaus dazu, weil es eine wichtige Aufgabe der Eisenbahn ist, auch ihre Geschichte zu bewahren und für sich zu werben.Nein, diese Aufgabe gibt es – leider – nicht! Sie ist rein freiwilliger Natur. Letztlich ist auch eine (staatliche) Eisenbahngesellschaft nur ein Unternehmen, und die einzige Aufgabe eines Unternehmens ist und bleibt es, möglichst Gewinne und keine Verluste zu erzielen. Alles andere, von der Schaffung von Arbeitsplätzen bis hin zur Bereitstellung von Produkten oder Dienstleistungen für den Markt bzw. die Allgemeinheit ist nur ein erwünschter Nebeneffekt, sozusagen die Wirkung der Ursache nach „Gewinnstreben“. Daher ist die Idee mit der Stiftung vielleicht gar nicht so verkehrt – in Deutschland oder der im verlinkten Beitrag als positives Beispiel erwähnten Schweiz hätten die großen (staatlichen) Bahngesellschaften in den letzten Jahrzehnten bestimmt deutlich mehr historisch wertvolle Schienenfahrzeuge dem Schrottplatz zugeführt, wenn sich deren Unterhalt direkt in den Jahresbilanzen negativ niedergeschlagen hätte! Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Eisenbahn, so wie ihr Betrieb hier in Europa aufgezogen und abgewicklet wird, eher ein Verlust- und Zuschussgeschäft ist und wohl auch bleiben wird.
Ich bin mir nebenbei bemerkt ziemlich sicher, dass auch die hier immer wieder gerne genannten Autohersteller in ihren Werksmuseen ebenfalls „ausmisten“ werden, wenn es mit deren wirtschaftlicher Situation so weiter geht und sich im Zweifelsfall das historische Erbe noch irgendwie zu Gewinn machen lässt! Denn auch die betreiben ihre Marketing-Museen nur aus purer Publicity und nicht, weil sie eine so große Liebe zur eigenen Historie hätten (die zudem bei vielen Automobilproduzenten nicht immer bedenkenlos „vorzeigenswert“ war, und damit ist nicht nur die Zeit des Zweiten Weltkrieges gemeint). Die heute eher im Mittelklasse-Segment (sofern es das überhaupt noch gibt) vertretenen Hersteller wie Opel oder Ford oder auch die anderen Marken deren Mutterkonzerne hatten übrigens noch nie eigene Museen oder Ausstellungszentren...Sowohl Opel als auch Ford besitzen eigene Fahrzeugsammlungen, in denen die Firmengeschichte archiviert wird. Die von Opel ist sogar äußerst umfangreich. Auch die anderen Hersteller haben mehr Fahrzeuge als die, die in den Werksmuseen ausgestellt sind. Daimler-Benz besitzt mehrere über das Stadtgebiet verteilte unscheinbare Hallen, in denen hunderte Fahrzeuge eingelagert sind. Prototypen, Studien, aber auch z.B. das jeweils letzte produzierte Exemplar einer jeden Baureihe. Vom Flügeltürer z.B. hat man neben den im Museum gezeigten Fahrzeugen noch ein gutes Dutzend weitere Exemplare in verschiedenen Zuständen. Da stehen aber auch zig unscheinbare C-, E- oder S-Klassen, die man nur ab und an für Presseveranstaltungen ans Tageslicht holt.
geschrieben von: Alexander Bergner
Datum: 30.08.25 18:57
Sowohl Opel als auch Ford besitzen eigene Fahrzeugsammlungen, in denen die Firmengeschichte archiviert wird. Die von Opel ist sogar äußerst umfangreich. Auch die anderen Hersteller haben mehr Fahrzeuge als die, die in den Werksmuseen ausgestellt sind. Daimler-Benz besitzt mehrere über das Stadtgebiet verteilte unscheinbare Hallen, in denen hunderte Fahrzeuge eingelagert sind. Prototypen, Studien, aber auch z.B. das jeweils letzte produzierte Exemplar einer jeden Baureihe. Vom Flügeltürer z.B. hat man neben den im Museum gezeigten Fahrzeugen noch ein gutes Dutzend weitere Exemplare in verschiedenen Zuständen. Da stehen aber auch zig unscheinbare C-, E- oder S-Klassen, die man nur ab und an für Presseveranstaltungen ans Tageslicht holt.Hallo Björn,
Es ist aber auch nicht die Aufgabe eines Eisenbahnunternehmens Museen zu betreiben.Das ist falsch!
Es ist aber auch nicht die Aufgabe eines Eisenbahnunternehmens Museen zu betreiben.Es ist insbesondere nicht Aufgabe eines Eisenbahnunternehmen, die permanenten Schlechtleistungen auch noch durch eine inakzeptabel besch...ene Informationspolitik formzuvollenden!!!
tmmd schrieb:Hallo zusammen,Es ist aber auch nicht die Aufgabe eines Eisenbahnunternehmens Museen zu betreiben.Warum hat denn die selige Deutsche Reichsbahn einen äußerst umfangreichen Traditionspark aufgebaut?
Jetzt überlegen wir mal, wo hier die Parallelen zum Heute sind?
Warum könnte es jetzt sinnvoll sein, ein wenig Geld für Werbung und Nachwuchsförderung so anzulegen wie unsere Vorfahren?
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