Hallo zusammen,
Tom "TRO" regte eine Beitragskette zu aufgeschnittenen Originalfahrzeugen an, die ich gern mit ein paar Bildern beginnen möchte.
Dampfloks waren bei der Bahn über 100 Jahre "Stand der Technik" und jeder der mit ihr umging (und umgeht) sollte natürlich ihre Funktionen und ihre Abläufe im Inneren wirklich kennen.
Deshalb haben die Verantwortlichen immer mal wieder eine Lok aufschneiden lassen um den theoretisch - von Zeichnungen - bekannten "Inhalt" auch begreifbar anschaulich zu machen. Natürlich nahm man dabei keine neuesten Maschinen her sondern solche die sowieso auf dem Schrottplatz gelandet wären.
Ein spezielles Beispiel ist die 1911 gebaute preußische Schnellzugdampflok 17 008, die bereits 1935 ins Museum kam obwohl damals Mangel herrschte. Aber diese Vierzylinderlok ohne Verbundwirkung hatte sich nicht sonderlich bewährt, hatte aber alle Attribute moderner Dampfloktechnik wie Heißdampf, Vorwärmer mit Speisepumpe usw.
Es wurde an ihr nicht nur der Kessel aufgeschnitten
sondern auch seine "Innereien" in vielen Details
Dazu noch sehr viele betriebstechnisch relevanten Bauteile wie hier einer der Zylinderblöcke
oder der Behälter zur Vorwärmung, hier noch mit Umstellhahn zur Umkehr der Durchflussrichtung des Speisewassers. Davon erhoffte man sich geringere Verkalkungsprobleme was jedoch so nicht eintrat.
Auch ist fast jedes Bauteil bezeichnet
mir gefällt an der Lok besonders diese noch sehr vorsintflutliche, mit viel Mechanik bediente Triebwerksbeleuchtung mit den unverglasten Glühbirnen
Mit diesem Hebel wird die Triebwerksbeleuchtung geschaltet, so steht er auf Ein und würde den Heizer - gewollt - stören
Beim Umlegen des Hebels auf Aus werden die Schutzkappen über die Glühbirnen geschwenkt und der gelbe Schalter bewegt.
Natürlich gibts auch noch eine Verbindungsstange zur anderen Seite. Das alles nur weil man sich scheinbar keine ausreichend stabile Verglasung vorstellen konnte?
Entschuldigt bitte die schlechte Bildqualität.
Habe gestern die eigentlich wichtigste Darstellungsmöglichkeit der 17 008 schlicht vergessen:
Die Lok steht im Deutschen Technikmuseum Berlin auf Rollen und wird mehrmals täglich bewegt, so dass man das Zusammenspiel der Steuerung mit Kolben und Treibstangen beobachten kann.
Wäre schön, wenn sich andere mit Bildern aufgeschnittener Fahrzeuge anschließen würden
Gruß aus
Michael
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:07:29:09:33:15.