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[AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: tbk

Datum: 03.11.21 23:23

Am 3. november wurden investitionen in höhe von 18,2 milliarden € über einen zeitraum von sechs jahren beschlossen. Die projekte sind großteils bereits bekannt.
Näheres ist beim ministerium einzusehen (landkarte, tabelle und präsentation):

[www.bmk.gv.at]

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
ja alles bekannt und gewohnt "langweilig" weil es ja Kontinuität ohne Ende gibt

überraschendes gibt es wiegesagt nicht, was man erwähnen kann ist die Finanzierungszusage für Schaftenau - Radfeld, war zu erwarten das das kommt aber ja jetzt ist es fixiert, der nächste Abschnitt wäre der sogenannte Brenner Nordzulauf und mal schauen wielange Deutschland braucht bis sich da wirklich was bewegt

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: hhouse

Datum: 04.11.21 09:50

Stadlau-Marchegg heißt es Fertigstellung 2025.. ich dachte, hier erfolgt die Betriebnahme Ende 2023?
Handelt es sich hier nur um den kompletten zweigleisigen Ausbau oder wird auch der elektrische Betrieb der Züge Wien-Bratislava erst 2025 beginnen?

Toll auch die Streckenauslastung... St. Margrethen-Lauterach wird gerade ausgebaut und ist auf 100%. Da fragt man sich, was sich die Planer dabei gedacht haben, als sie die Rheinbrücke eingleisig gebaut haben und dass man jetzt auch nicht gleich durchgehend Lauterach-Lustenau zweigleisig ausbaut, sondern nur Hard-Lauterach...

Selbe für perspektivische Geschwindigkeitsanhebung auf 120km/h im Arlbergtunnel. Wieso hat man das nicht schon beim zweigleisigen Ausbau gemacht?
In Summe hat man leider das Gefühl, dass in Österreich kein gesamthafter Plan beim Ausbau besteht... sollte man sich mal ein Beispiel an der Schweiz nehmen.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: 4076

Datum: 04.11.21 18:20

Das ganze ist gut inszeniert, nachdem die Projekte schon mehrmals von Bund und Ländern angekündigt wurden erfolgte nun der Beschluss im Ministerrat zu dem Zeitpunkt, wo die UN-Klimakonferenz stattfindet.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: chnookie

Datum: 04.11.21 18:49

Zitat
Stadlau-Marchegg heißt es Fertigstellung 2025.. ich dachte, hier erfolgt die Betriebnahme Ende 2023?
Handelt es sich hier nur um den kompletten zweigleisigen Ausbau oder wird auch der elektrische Betrieb der Züge Wien-Bratislava erst 2025 beginnen?
Offenbar hat man das nun in einer Zeile zusammengefasst.


Zitat
Toll auch die Streckenauslastung... St. Margrethen-Lauterach wird gerade ausgebaut und ist auf 100%. Da fragt man sich, was sich die Planer dabei gedacht haben, als sie die Rheinbrücke eingleisig gebaut haben und dass man jetzt auch nicht gleich durchgehend Lauterach-Lustenau zweigleisig ausbaut, sondern nur Hard-Lauterach...

Selbe für perspektivische Geschwindigkeitsanhebung auf 120km/h im Arlbergtunnel. Wieso hat man das nicht schon beim zweigleisigen Ausbau gemacht?
In Summe hat man leider das Gefühl, dass in Österreich kein gesamthafter Plan beim Ausbau besteht... sollte man sich mal ein Beispiel an der Schweiz nehmen.

Der Rahmenplan ist ein Instrument der mittelfristigen Budgetplanung und kein langfristiger Infrastrukturplan. Letzteres ist (aktuell) das Zielnetz 2025+.
Ohne Details zu wissen: Womöglich ist genau das (eingleisige Brücke; keine Anhebung auf 120km/h im Arlbergtunnel) das Ergebnis der langfristigen Planung.


4076 schrieb:
Das ganze ist gut inszeniert, nachdem die Projekte schon mehrmals von Bund und Ländern angekündigt wurden erfolgte nun der Beschluss im Ministerrat zu dem Zeitpunkt, wo die UN-Klimakonferenz stattfindet.
Das ist mE Unsinn. Der Rahmenplan wird immer (Ausnahmen bestätigen die Regel) zeitnah zum Budget beschlossen und veröffentlicht. Die Projekte darin kommen naturgemäß solange vor bis sie umgesetzt sind.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: def

Datum: 04.11.21 19:05

hhouse schrieb:
Stadlau-Marchegg heißt es Fertigstellung 2025.. ich dachte, hier erfolgt die Betriebnahme Ende 2023?
Handelt es sich hier nur um den kompletten zweigleisigen Ausbau oder wird auch der elektrische Betrieb der Züge Wien-Bratislava erst 2025 beginnen?
Ich denke, die verschiedenen Fertigstellungsjahre haben tatsächlich mit dem gewachsenen Maßnahmenumfang zu tun - ursprünglich war ein bis 2023 ein partieller Ausbau geplant, nun soll die Strecke statt bis 2030 in den nächsten Jahren auf ganzer Länge zweigleisig ausgebaut werden.

***

Insgesamt, wie schon von anderen Usern genannt, scheint mir im Rahmenplan viel alter Wein in neuen Schläuchen zu sein. Das hat aber wahrscheinlich weniger mit dem Rahmenplan an sich als viel mehr mit dessen Vermarktung zu tun, die ziemlich hohe Erwartungen weckt.

Eine Frage zur Traisentalbahn: warum wird eigentlich immer von einer Elektrifizierung bis Freiland gesprochen, obwohl der Personenverkehr in Schrambach endet? Gibt es bis Freiland Güterverkehr? Ist eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs bis Freiland vorgesehen?

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: Avala

Datum: 04.11.21 20:05

Zitat
Insgesamt, wie schon von anderen Usern genannt, scheint mir im Rahmenplan viel alter Wein in neuen Schläuchen zu sein. Das hat aber wahrscheinlich weniger mit dem Rahmenplan an sich als viel mehr mit dessen Vermarktung zu tun, die ziemlich hohe Erwartungen weckt.
Wie schon oben angedeutet: Der Rahmenplan bildet immer die kommenden 6 Jahre (deshalb 2022-2027) ab. Somit wird idealerweise jedes Jahr ein aktualisierter Rahmenplan verabschiedet. Projekte mit einem Umsetzungszeitraum von 7 Jahren sind somit mindestens 13 Jahre im Rahmenplan.

Zitat
Eine Frage zur Traisentalbahn: warum wird eigentlich immer von einer Elektrifizierung bis Freiland gesprochen, obwohl der Personenverkehr in Schrambach endet? Gibt es bis Freiland Güterverkehr? Ist eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs bis Freiland vorgesehen?
Es gibt Güterverkehr sogar bis hinter Freiland. Elektrifiziert wird aber nur bis Schrambach, da ja die nicht mehr im ÖBB-Eigentum befindliche Strecke ebenfalls nicht elektrifiziert wird.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: def

Datum: 05.11.21 05:21

Danke für die Antwort.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
hhouse schrieb:
Stadlau-Marchegg heißt es Fertigstellung 2025.. ich dachte, hier erfolgt die Betriebnahme Ende 2023?
Handelt es sich hier nur um den kompletten zweigleisigen Ausbau oder wird auch der elektrische Betrieb der Züge Wien-Bratislava erst 2025 beginnen?

Toll auch die Streckenauslastung... St. Margrethen-Lauterach wird gerade ausgebaut und ist auf 100%. Da fragt man sich, was sich die Planer dabei gedacht haben, als sie die Rheinbrücke eingleisig gebaut haben und dass man jetzt auch nicht gleich durchgehend Lauterach-Lustenau zweigleisig ausbaut, sondern nur Hard-Lauterach...

Selbe für perspektivische Geschwindigkeitsanhebung auf 120km/h im Arlbergtunnel. Wieso hat man das nicht schon beim zweigleisigen Ausbau gemacht?
In Summe hat man leider das Gefühl, dass in Österreich kein gesamthafter Plan beim Ausbau besteht... sollte man sich mal ein Beispiel an der Schweiz nehmen.
Stadlau-Marchegg sind schon die nächsten Ausbaustufen vorgezogen worden

St.Margrethen-Lauterach ist die Prognose auf 80-100% Auslastung, wieso man diese Definition und klare Darstellung hier jetzt auf 100% umdeutet hab ich keine Ahnung, genauso wo der massive zusätzliche Verkehr herkommen soll der die Strecke dann sehr weit in der Zukunft überlastet, es ist genau richtig so wie man es gemacht hat, wieso Geld verschwenden in einen Ausbau der real nicht gebraucht wird

Geschwindigkeitsanhebung Arlbergtunnel kann eigentlich nur "softwaretechnisch" gemacht werden, der Tunnelquerschnitt ist einfach zu eng und der wird sich nicht vergrößern, heißt rein praktisch gesehen schneller fahren geht nur wenn nur 1 Zug im Tunnel ist

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: Twindexx

Datum: 05.11.21 10:18

Christian_AT schrieb:
St.Margrethen-Lauterach ist die Prognose auf 80-100% Auslastung, wieso man diese Definition und klare Darstellung hier jetzt auf 100% umdeutet hab ich keine Ahnung, genauso wo der massive zusätzliche Verkehr herkommen soll der die Strecke dann sehr weit in der Zukunft überlastet, es ist genau richtig so wie man es gemacht hat, wieso Geld verschwenden in einen Ausbau der real nicht gebraucht wird
Geplant sind halbstündliche S-Bahnen St. Margrethen-Bregenz, stündliche Schnellzüge (EC und S7 abwechselnd je zweistündlich) und auch noch weitere S-Bahnen St. Margrethen-Dornbirn direkt, zusätzlich noch Güterverkehr und wie aktuell hin und wieder auch Umleiterverkehr. Unterschätzt werden darf das Verkehrsaufkommen auf dieser Linie also nicht. Die Prognose 80-100% unterstreicht das auch und das heisst nichts anderes, als dass die Linie zeitweise 100% Auslastung erreicht und damit an der Kapazitätsgrenze liegt.

Der Verkehr wird sicher nicht wieder abnehmen, eher ist vorstellbar, dass künftig das Angebot weiter ausgebaut wird. So wird ab 2035 der EC Zürich-Lindau stündlich statt zweistündlich verkehren (geplanter Angebotsschritt 2035 in der Schweiz), vorstellbar wären dann in 15 Jahren Bestrebungen, die S7 ebenfalls stündlich zu führen, halbstündlich versetzt zum EC um ein halbstündliches Schnellzugsangebot zu schaffen. Auch das Angebot der direkten Züge St. Margrethen-Dornbirn könnte künftig weiter ausgebaut werden. Von dem her wäre es einfach wichtig, dass in zehn bis 15 Jahren ein weiterer Ausbau auch zeitnah umgesetzt werden könnte, sobald sich diese Entwicklung weiter konkretisiert.


Christian_AT schrieb:
Geschwindigkeitsanhebung Arlbergtunnel kann eigentlich nur "softwaretechnisch" gemacht werden, der Tunnelquerschnitt ist einfach zu eng und der wird sich nicht vergrößern, heißt rein praktisch gesehen schneller fahren geht nur wenn nur 1 Zug im Tunnel ist
Das finde ich jetzt aber intressant. Der Arlbergtunnel hat einen Querschnitt von 41 m², im Gotthardtunnel mit 45.1 m² wurde bis zur Eröffnung des GBT mit 140 km/h gefahren ohne derartige Restriktionen. Seither wurde der Unterhalt etwas reduziert, es sind aber noch immer 120 km/h im klar längeren Gotthardtunnel zulässig. Machen diese 4.1 m² wirklich den Unterschied?
Und kreuzen sich die Schnellzüge nicht genau im Arlbergtunnel? Dann wäre Vmax 120 km/h ohne die Möglichkeit zu kreuzen ja völliger Schwachsinn, da man dann das ja gar nicht nutzen könnte.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.11.21 10:27.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: tbk

Datum: 05.11.21 14:09

Im rahmenplan kommen vorbereitungen (wie probebohrungen) für einen neuen Bosrucktunnel nicht vor (zwischen Windischgarsten und Selzthal). In [de.wikipedia.org] wird erwähnt, dass es überlegungen für einen neuen tunnel gibt: weniger steil, möglicherweise zweigleisig und nach aktuellen sicherheitsstandards gebaut. Laut Andreas Matthä aber erst bis 2040.
Immerhin wird auf der Pyhrnbahn ein abschnitt (Hinterstoder - Vorderstoder) zweigleisig und einige stationen erneuert.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: AustrianZRH

Datum: 05.11.21 15:14

Twindexx schrieb:
Das finde ich jetzt aber intressant. Der Arlbergtunnel hat einen Querschnitt von 41 m², im Gotthardtunnel mit 45.1 m² wurde bis zur Eröffnung des GBT mit 140 km/h gefahren ohne derartige Restriktionen. Seither wurde der Unterhalt etwas reduziert, es sind aber noch immer 120 km/h im klar längeren Gotthardtunnel zulässig. Machen diese 4.1 m² wirklich den Unterschied?
Und kreuzen sich die Schnellzüge nicht genau im Arlbergtunnel? Dann wäre Vmax 120 km/h ohne die Möglichkeit zu kreuzen ja völliger Schwachsinn, da man dann das ja gar nicht nutzen könnte.

Hallo zusammen, mal ein Gedanke von mir dazu als Neuling: Das kann schon hinkommen. Bei einem - in erster Näherung kreisrunden Querschnitt korrespondieren 10% mehr Querschnitt zu 4.9% mehr Durchmesser. In dem Falle wären wir bei ca. 7.1 m im Gotthardtunnel und 6.75 m im Arlbergtunnel, was auch gut zu den öffentlich einsehbaren Massen passt. Da der Gleisabstand im Arlbergtunnel ca. 3.75 m beträgt bringen diese 35 cm mehr Durchmesser genau die zusätzliche Breite ins Lichtraumprofil, die den Gleismittenabstand auf über 4 m bringt, was IIRC das Minimum für die höhere Geschwindigkeit ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.11.21 15:14.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: chnookie

Datum: 05.11.21 15:53

tbk schrieb:
Im rahmenplan kommen vorbereitungen (wie probebohrungen) für einen neuen Bosrucktunnel nicht vor (zwischen Windischgarsten und Selzthal). In [de.wikipedia.org] wird erwähnt, dass es überlegungen für einen neuen tunnel gibt: weniger steil, möglicherweise zweigleisig und nach aktuellen sicherheitsstandards gebaut. Laut Andreas Matthä aber erst bis 2040.
Immerhin wird auf der Pyhrnbahn ein abschnitt (Hinterstoder - Vorderstoder) zweigleisig und einige stationen erneuert.
Die Planung für den neuen Bosrucktunnel ist ja auch mit 45 Mio € enthalten. Planung ist ja auch ein dehnbarer Begriff, könnte also auch Probebohrungen enthalten.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: Avala

Datum: 05.11.21 19:33

tbk schrieb:
Im rahmenplan kommen vorbereitungen (wie probebohrungen) für einen neuen Bosrucktunnel nicht vor (zwischen Windischgarsten und Selzthal). In [de.wikipedia.org] wird erwähnt, dass es überlegungen für einen neuen tunnel gibt: weniger steil, möglicherweise zweigleisig und nach aktuellen sicherheitsstandards gebaut. Laut Andreas Matthä aber erst bis 2040.
Immerhin wird auf der Pyhrnbahn ein abschnitt (Hinterstoder - Vorderstoder) zweigleisig und einige stationen erneuert.
Es kommen auch die Planungen für zwei weitere Abschnitte, nämlich Nettingsdorf - Rohr-Bad Hall und Kirchdorf - Micheldorf vor.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: hhouse

Datum: 06.11.21 11:30

Twindexx schrieb:
Christian_AT schrieb:
St.Margrethen-Lauterach ist die Prognose auf 80-100% Auslastung, wieso man diese Definition und klare Darstellung hier jetzt auf 100% umdeutet hab ich keine Ahnung, genauso wo der massive zusätzliche Verkehr herkommen soll der die Strecke dann sehr weit in der Zukunft überlastet, es ist genau richtig so wie man es gemacht hat, wieso Geld verschwenden in einen Ausbau der real nicht gebraucht wird
Geplant sind halbstündliche S-Bahnen St. Margrethen-Bregenz, stündliche Schnellzüge (EC und S7 abwechselnd je zweistündlich) und auch noch weitere S-Bahnen St. Margrethen-Dornbirn direkt, zusätzlich noch Güterverkehr und wie aktuell hin und wieder auch Umleiterverkehr. Unterschätzt werden darf das Verkehrsaufkommen auf dieser Linie also nicht. Die Prognose 80-100% unterstreicht das auch und das heisst nichts anderes, als dass die Linie zeitweise 100% Auslastung erreicht und damit an der Kapazitätsgrenze liegt.

Der Verkehr wird sicher nicht wieder abnehmen, eher ist vorstellbar, dass künftig das Angebot weiter ausgebaut wird. So wird ab 2035 der EC Zürich-Lindau stündlich statt zweistündlich verkehren (geplanter Angebotsschritt 2035 in der Schweiz), vorstellbar wären dann in 15 Jahren Bestrebungen, die S7 ebenfalls stündlich zu führen, halbstündlich versetzt zum EC um ein halbstündliches Schnellzugsangebot zu schaffen. Auch das Angebot der direkten Züge St. Margrethen-Dornbirn könnte künftig weiter ausgebaut werden. Von dem her wäre es einfach wichtig, dass in zehn bis 15 Jahren ein weiterer Ausbau auch zeitnah umgesetzt werden könnte, sobald sich diese Entwicklung weiter konkretisiert.
Ist schon bekannt, ab wann die Direktverbindung St. Margrethen - Dornbirn angeboten werden soll? Ab Fahrplanwechsel gibt es ja immerhin 4 Direktzüge Lustenau-Dornbirn.
Danke für die Verlinkung des Rahmenplanes!
Eine Frage stellt sich mit bei der Zusammenschau der beiden Schleifen, die eine bessere Anbindung von Eisenstadt Ri. Wien via Pottendorferlinie zur Folge haben werden. Sowohl die Schleife Neufeld - Abzw. Ebenfurth Nord (Umfahrung Ebenfurth) als auch die Schleife Müllendorf - Eisenstadt (Umfahrung Wulkaprodersdorf) sind sehr kleinräumig geplant und umfassen jeweils nur die kürzestmögliche Verbindung beider Strecken (sh. Einzeichnung bei openrailwaymap.org). War es nie angedacht, die Schleifen großräumiger anzulegen und etwa die erstgenannte direkt von Müllendorf nach Wampersdorf entlang der A3 (Südostautobahn) zu führen? Auch die Umfahrung Wulkaprodersdorf könnte schon ab Müllendorf nahe des Kreuzes A3/S31 geführt werden. Wenn schon, dann doch gleich einen großen und fahrzeitoptimierten Wurf - Grundeinlösung, Verträglichkeit und technische Machbarkeit natürlich vorausgesetzt. Es würde mich interessieren, ob es hier mehrere Trassenvarianten gab/gibt.

Zusatzfrage zum Betrieb, wenn die Schleife fertiggestellt sind: Eisenstadt würde dann von Wien schneller via Pottendorferlinie/Wampersdorf denn via Ostbahn/Neusiedl erreicht - wir wird der Verkehr dann neu geordnet? Neben Direktzügen Wien - Eisenstadt (- Purbach?) via Wampersdorf weiterhin Erhalt der Direktzüge Wien - Eisenstadt - Wulkaprodersdorf via Neusiedl, also Überlagerung, oder Kürzung der letzteren auf Eisenstadt oder gar Purbach mit gegenseitigem Anschluß?

Grüße,
Joachim
16/H schrieb:
Danke für die Verlinkung des Rahmenplanes!
Eine Frage stellt sich mit bei der Zusammenschau der beiden Schleifen, die eine bessere Anbindung von Eisenstadt Ri. Wien via Pottendorferlinie zur Folge haben werden. Sowohl die Schleife Neufeld - Abzw. Ebenfurth Nord (Umfahrung Ebenfurth) als auch die Schleife Müllendorf - Eisenstadt (Umfahrung Wulkaprodersdorf) sind sehr kleinräumig geplant und umfassen jeweils nur die kürzestmögliche Verbindung beider Strecken (sh. Einzeichnung bei openrailwaymap.org). War es nie angedacht, die Schleifen großräumiger anzulegen und etwa die erstgenannte direkt von Müllendorf nach Wampersdorf entlang der A3 (Südostautobahn) zu führen? Auch die Umfahrung Wulkaprodersdorf könnte schon ab Müllendorf nahe des Kreuzes A3/S31 geführt werden. Wenn schon, dann doch gleich einen großen und fahrzeitoptimierten Wurf - Grundeinlösung, Verträglichkeit und technische Machbarkeit natürlich vorausgesetzt. Es würde mich interessieren, ob es hier mehrere Trassenvarianten gab/gibt.
Ja beides wurde Anfang der 90er untersucht und verworfen. Kosten/Nutzen stehen da einfach in keinem guten Verhältnis.
Suchstichworte Grosse Schleife Ebenfurth bzw. EWESO und Grosse Schleife Müllendorf (bzw. Eisenstadt).

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: Twindexx

Datum: 08.11.21 14:49

AustrianZRH schrieb:
Da der Gleisabstand im Arlbergtunnel ca. 3.75 m beträgt bringen diese 35 cm mehr Durchmesser genau die zusätzliche Breite ins Lichtraumprofil, die den Gleismittenabstand auf über 4 m bringt, was IIRC das Minimum für die höhere Geschwindigkeit ist.
Nein, da liegst du falsch. Der Gleisabstand im Gotthardtunnel beträgt meines Wissens 3.60 m!
Im Lötschbergscheiteltunnel zwischen Kandersteg und Goppenstein beträgt der Gleisabstand gar nur 3.50 m, planmässig wird da trotzdem 125 km/h auch mit Zugsbegegnungen gefahren. Und dass es für 120 km/h einen Mindestabstand von 4.00 Metern oder gar mehr braucht, stimmt auch nicht. Auch Neubautunnels in der Schweiz haben nicht in jedem Fall vier Meter Gleisabstand, da hätten wir als jüngstes Beispiel den gerade erst eröffneten neuen Bözbergtunnel für den 4m-Korridor Basel-Chiasso, dieser darf mit 125 km/h bei einem Gleisabstand von 3.80 m befahren werden.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: chnookie

Datum: 08.11.21 16:22

Twindexx schrieb:
AustrianZRH schrieb:
Da der Gleisabstand im Arlbergtunnel ca. 3.75 m beträgt bringen diese 35 cm mehr Durchmesser genau die zusätzliche Breite ins Lichtraumprofil, die den Gleismittenabstand auf über 4 m bringt, was IIRC das Minimum für die höhere Geschwindigkeit ist.
Nein, da liegst du falsch. Der Gleisabstand im Gotthardtunnel beträgt meines Wissens 3.60 m!
Im Lötschbergscheiteltunnel zwischen Kandersteg und Goppenstein beträgt der Gleisabstand gar nur 3.50 m, planmässig wird da trotzdem 125 km/h auch mit Zugsbegegnungen gefahren. Und dass es für 120 km/h einen Mindestabstand von 4.00 Metern oder gar mehr braucht, stimmt auch nicht. Auch Neubautunnels in der Schweiz haben nicht in jedem Fall vier Meter Gleisabstand, da hätten wir als jüngstes Beispiel den gerade erst eröffneten neuen Bözbergtunnel für den 4m-Korridor Basel-Chiasso, dieser darf mit 125 km/h bei einem Gleisabstand von 3.80 m befahren werden.
Vielleicht insgesamt eher eine Frage des Gefahrenbereichs und der Fluchtwege?
Auf Seite 8 dieses Dokuments [www.ilf.com.pl] gibt es einen Querschnitt vom Arlbergtunnel.
Von den angesprochenen schweizer Tunneln habe ich leider nichts vergleichbares gefunden.

Re: [AT] ÖBB-Rahmenplan 2022 bis 2027 verabschiedet

geschrieben von: Twindexx

Datum: 08.11.21 18:47

chnookie schrieb:
Vielleicht insgesamt eher eine Frage des Gefahrenbereichs und der Fluchtwege?
Da schneidet der Arlbergtunnel jedoch besser als der Lötschbergtunnel ab. Im Arlbergtunnel hat es Rettungsstollen zum Strassentunnel rüber, im Lötschbergtunnel gibts keinen einzigen Fluchtstollen. Vom Tunnelprofil her dürften beide Tunnel sonst ziemlich dieselben Abmessungen haben, haben ja auch beide einen Gleisachsabstand von 3.50 m.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg
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