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Seiten: 1 2 All Angemeldet: -

Frage zum ÖBB Zielkonzept 2025

geschrieben von: 103612

Datum: 27.04.21 10:32

Hallo,

ich wollte mal fragen wie sich die Fahrzeiten in Österreich nach Fertigstellung des Flauchgau-Tunnels verschieben werden.

Im D-Takt sind ja zwei stündliche IC's Innsbruck - Salzburg eingezeichnet, wobei die Linien Salzburg zur Minute 08 und 31 Richtung Linz verlassen. Wird mit der Abfahrt um 31 dann der Nullknoten in Linz erreicht?
Im Internet habe ich die Diskussion beim ICE-Treff von 2010 gefunden, aber das ist ja nun sehr lang her... [www.ice-treff.de]

Vielen Dank für sachdienliche Antworten

Re: Frage zum ÖBB Zielkonzept 2025

geschrieben von: Avala

Datum: 27.04.21 12:51

Zitat
Wird mit der Abfahrt um 31 dann der Nullknoten in Linz erreicht?
Der RJX braucht heute 1:06, der RJ 1:16. Somit stellt sich nicht die Frage nach dem 0, sondern ob der Zug den 30 oder den 45 Knoten in Linz erreicht, was einzig und allein davon abhängig ist, ob es ein "schneller" oder ein "langsamer" Zug ist. Und das ist wohl unabhängig vom Deutschlandtakt.
103612 schrieb:
Hallo,

ich wollte mal fragen wie sich die Fahrzeiten in Österreich nach Fertigstellung des Flauchgau-Tunnels verschieben werden.

Im D-Takt sind ja zwei stündliche IC's Innsbruck - Salzburg eingezeichnet, wobei die Linien Salzburg zur Minute 08 und 31 Richtung Linz verlassen. Wird mit der Abfahrt um 31 dann der Nullknoten in Linz erreicht?
Im Internet habe ich die Diskussion beim ICE-Treff von 2010 gefunden, aber das ist ja nun sehr lang her... [www.ice-treff.de]

Vielen Dank für sachdienliche Antworten
Hallo,

zum Flachgautunnel habe ich u. a. folgendes gefunden:
[infrastruktur.oebb.at]
Der Tunnel wird somit wohl erst weit nach 2025 (frühestens 2032...2033 lt. der von User chnookie verlinkten Präsentation) fertig.
Zum genauen Stand (Priorisierung und Verschiebung von Projekten in Österreich) habe ich leider keine aktuelleren Informationen.


Ich kenne nur das ÖBB-Zielkonzept 2025 mit den aktuellen Fahrzeiten in diesem Abschnitt.
Die ÖBB-Veröffentlichung dazu habe ich nicht mehr gefunden. Allerdings findet sich das Zielkonzept auch in dieser Präsentation:
[news.wko.at]

Während z. B. Semmering-Basistunnel, Koralmtunnel und Brenner-Basistunnel (trotz dessen seinerzeit geplanten Fertigstellung erst 2027) unterstellt sind, sind die Fahrzeiten im Bereich Flachgau unverändert unterstellt.
RJX wäre analog heute, die RJ-Linie (ex IC-Linie) würde mit den unterstellten Fahrzeiten einen 30-Knoten Linz erreichen, wie in der Präsentation ersichtlich.
Was für ein Zug der xx:31 ab Salzburg Hbf wäre, ist leider nicht dargestellt. Er könnte aber auf jeden Fall schon mit der aktuellen Infrastruktur schon vor einem 00-Knoten in Linz sein, wie auch von User Avala dargestellt.

Deutschlandtakt: Der letzte mir bekannte Stand ist für die RJX-Züge (über Mühldorf) und die RJ-/EC-Züge jeweils der 00-Knoten Salzburg, also in etwa Status Quo. Somit wäre der schnelle RJX aus Deutschland nicht der Zug xx:31 ab Salzburg.


MfG
tram-train



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.21 16:38.
103612 schrieb:
103612 schrieb:
ich wollte mal fragen wie sich die Fahrzeiten in Österreich nach Fertigstellung des Flachgau-Tunnels verschieben werden.

Im D-Takt sind ja zwei stündliche IC's Innsbruck - Salzburg eingezeichnet, wobei die Linien Salzburg zur Minute 08 und 31 Richtung Linz verlassen. Wird mit der Abfahrt um 31 dann der Nullknoten in Linz erreicht?
Im Internet habe ich die Diskussion beim ICE-Treff von 2010 gefunden, aber das ist ja nun sehr lang her... [www.ice-treff.de]
Gemäß dieser Präsentation (Seite 5) wird der Tunnel im FV 5 Minuten bringen. Das sollte für die rund 60 Minuten Kantenfahrzeit reichen.
[docplayer.org]

Die aktuelle Version der Karte findet sich in der Präsentation des Rahmenplans auf Seite 8 (Achtung 61MB):
Präsentation zu den Inhalten des Rahmenplanes (PDF, 59 MB)

Interessant ist mE die Veränderung der Kapazitätsauslastung im Vergleich zu den Karten aus dem ICE Treff - trotz der massiven Investitionen sind die "roten" Strecken aktuell eher mehr geworden. Wenn ich es mir recht überlege ist das eigentlich unlogisch, die Belastung ist ja zumindest unverändert mit "Verkehrsprognose 2025+" angegeben.
tram-train schrieb:
.....


Deutschlandtakt: Der letzte mir bekannte Stand ist für die RJX-Züge (über Mühldorf) und die RJ-/EC-Züge jeweils der 00-Knoten Salzburg, also in etwa Status Quo. Somit wäre der schnelle RJX aus Deutschland nicht der Zug xx:31 ab Salzburg.


MfG
tram-train
keine Ahnung was sich die Deutschlandtakt - KONZEPT - planer dabei gedacht haben aber realistisch ist die Linie tot bevor sie jemals gefahren ist

ja der Laufweg via Simbach/Braunau wäre von der reinen Streckenlänge kürzer, aber die reine Strecke macht den km Vorteil zunichte weil sooft/lange langsam gefahren werden muss bzw zumindest kleiner und das Österreich dann dafür den Halt in Salzburg opfert mit keinem bzw minimalen Fahrzeitgewinn, realistisch nicht mal dran zu denken würde ich sagen
Christian_AT schrieb:
keine Ahnung was sich die Deutschlandtakt - KONZEPT - planer dabei gedacht haben aber realistisch ist die Linie tot bevor sie jemals gefahren ist

ja der Laufweg via Simbach/Braunau wäre von der reinen Streckenlänge kürzer, aber die reine Strecke macht den km Vorteil zunichte weil sooft/lange langsam gefahren werden muss bzw zumindest kleiner und das Österreich dann dafür den Halt in Salzburg opfert mit keinem bzw minimalen Fahrzeitgewinn, realistisch nicht mal dran zu denken würde ich sagen
Glaube, man wollte hier auch einmal der progressive Partner sein.
Tatsächlich steht der Ausbau bis Simbach schon mehr oder weniger und jetzt will man den ÖBB auch mal aufzeigen, dass man zu erst fertig ist und jetzt auf der anderen Inn-Seite etwas erwartet.

Völlig aus der Luft gegriffen kann das Ding aber gar nicht sein. Potenzialanalysen standen für den dritten Entwurf ja an erster Stelle.
Und da wurde einiges rausgekickt, die Linie kam aber erst neu rein.
Außerdem baut man ja jetzt für 200 und will dementsprechend "was sehen".
Siggis Malz schrieb:
Christian_AT schrieb:
keine Ahnung was sich die Deutschlandtakt - KONZEPT - planer dabei gedacht haben aber realistisch ist die Linie tot bevor sie jemals gefahren ist

ja der Laufweg via Simbach/Braunau wäre von der reinen Streckenlänge kürzer, aber die reine Strecke macht den km Vorteil zunichte weil sooft/lange langsam gefahren werden muss bzw zumindest kleiner und das Österreich dann dafür den Halt in Salzburg opfert mit keinem bzw minimalen Fahrzeitgewinn, realistisch nicht mal dran zu denken würde ich sagen
Glaube, man wollte hier auch einmal der progressive Partner sein.
Tatsächlich steht der Ausbau bis Simbach schon mehr oder weniger und jetzt will man den ÖBB auch mal aufzeigen, dass man zu erst fertig ist und jetzt auf der anderen Inn-Seite etwas erwartet.

Völlig aus der Luft gegriffen kann das Ding aber gar nicht sein. Potenzialanalysen standen für den dritten Entwurf ja an erster Stelle.
Und da wurde einiges rausgekickt, die Linie kam aber erst neu rein.
Außerdem baut man ja jetzt für 200 und will dementsprechend "was sehen".
Mühldorf - Simbach baut Deutschland garnicht aus bis jetzt, während in Österreich die Elektrifizierung fix beschlossen ist, wer ist da wohl der der aufzeigt ?

Es ändert aber trotzdem nichts an der eingleisigkeit, an den Bogenradien und damit geringen Geschwindigkeiten, das alles zehrt an dem Vorteil des kürzeren laufweges, selbst wenn die Strecke minimal schneller sein sollte in Summe wird der Vorteil sicher nicht so groß sein das Österreich die Landeshauptstadt Salzburg "abhängt",
Als alternativer Notlaufweg gerne , sonst nicht das ist der realistische Status aber dazu muss Deutschland erstmal die Elektrifizierungslücke schliessen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.04.21 07:32.
Christian_AT schrieb:
tram-train schrieb:
.....


Deutschlandtakt: Der letzte mir bekannte Stand ist für die RJX-Züge (über Mühldorf) und die RJ-/EC-Züge jeweils der 00-Knoten Salzburg, also in etwa Status Quo. Somit wäre der schnelle RJX aus Deutschland nicht der Zug xx:31 ab Salzburg.


MfG
tram-train
keine Ahnung was sich die Deutschlandtakt - KONZEPT - planer dabei gedacht haben aber realistisch ist die Linie tot bevor sie jemals gefahren ist

ja der Laufweg via Simbach/Braunau wäre von der reinen Streckenlänge kürzer, aber die reine Strecke macht den km Vorteil zunichte weil sooft/lange langsam gefahren werden muss bzw zumindest kleiner und das Österreich dann dafür den Halt in Salzburg opfert mit keinem bzw minimalen Fahrzeitgewinn, realistisch nicht mal dran zu denken würde ich sagen
So wie ich es verstehe wäre die Linie über Simbach wäre ja zusätzlich und die Hauptroute weiterhin über Salzburg (ohne Halt in Mühldorf). Ohne den genauen Plan zu kennen: Wenn der Zug zwischen Wien und Wels den Takt der Linie nach Passau zu einem Stundentakt ergänzt, Ried und Braunau einigermaßen schnell mit Wels-Wien verbindet und zugleich der 2h Takt nach Wien verdichtet wird, scheint mir das auch aus österreichischer Sicht nicht ganz dumm.
chnookie schrieb:
So wie ich es verstehe wäre die Linie über Simbach wäre ja zusätzlich und die Hauptroute weiterhin über Salzburg (ohne Halt in Mühldorf). Ohne den genauen Plan zu kennen: Wenn der Zug zwischen Wien und Wels den Takt der Linie nach Passau zu einem Stundentakt ergänzt, Ried und Braunau einigermaßen schnell mit Wels-Wien verbindet und zugleich der 2h Takt nach Wien verdichtet wird, scheint mir das auch aus österreichischer Sicht nicht ganz dumm.
Ein Takt bis Wels bringt gar nichts, die Westbahn wird bereits von zwei Railjet/h befahren.
chnookie schrieb:
Christian_AT schrieb:
tram-train schrieb:
.....


Deutschlandtakt: Der letzte mir bekannte Stand ist für die RJX-Züge (über Mühldorf) und die RJ-/EC-Züge jeweils der 00-Knoten Salzburg, also in etwa Status Quo. Somit wäre der schnelle RJX aus Deutschland nicht der Zug xx:31 ab Salzburg.


MfG
tram-train
keine Ahnung was sich die Deutschlandtakt - KONZEPT - planer dabei gedacht haben aber realistisch ist die Linie tot bevor sie jemals gefahren ist

ja der Laufweg via Simbach/Braunau wäre von der reinen Streckenlänge kürzer, aber die reine Strecke macht den km Vorteil zunichte weil sooft/lange langsam gefahren werden muss bzw zumindest kleiner und das Österreich dann dafür den Halt in Salzburg opfert mit keinem bzw minimalen Fahrzeitgewinn, realistisch nicht mal dran zu denken würde ich sagen
So wie ich es verstehe wäre die Linie über Simbach wäre ja zusätzlich und die Hauptroute weiterhin über Salzburg (ohne Halt in Mühldorf). Ohne den genauen Plan zu kennen: Wenn der Zug zwischen Wien und Wels den Takt der Linie nach Passau zu einem Stundentakt ergänzt, Ried und Braunau einigermaßen schnell mit Wels-Wien verbindet und zugleich der 2h Takt nach Wien verdichtet wird, scheint mir das auch aus österreichischer Sicht nicht ganz dumm.
wie viele ICEs fahren an Stuttgart vorbei, da wäre es ja noch einfacher weil die Schusterbahn ist ja da, da müsste gar nichts gebaut werden, richtig es fährt keiner (planmäßig) vorbei weil man eine Landeshauptstadt so nicht links liegen lässt, selbst mit einem zusätzlichen ICE fährt man nicht daran vorbei

es gäbe einfach keinen wirklichen Vorteil, Fahrzeit wäre allenfalls minimal schneller, dazu kommt es bleibt eine eingleisige Strecke und für die Region ist es am wichtigsten die "Spinne Ried" (Taktknoten) aufrecht zu erhalten das 4 Regionalzüge exakt gleichzeitig im Bahnhof stehen um in allen 4 Richtungen alle Umsteigemöglichkeiten anzubieten, jede Expresstrasse ist da sekundär,
wenn überhaupt wäre ein Regionalexpress bzw EC-light Mühldorf - Linz interessant vielleicht mit Durchbindung nach München, aber in der Fahrplangestaltung muss der sich in den genannten Regionalverkehr einpassen
Also, bevor da jetzt noch weiter spekuliert wird:

a) Eine Verbindung (Wien) - Linz - Mühldorf - München wurde von verschiedener Seite immer wieder mal ins Spiel gebracht und erscheint ja durchaus sinnvoll.
b) Wie bereits erwähnt, wird in Österreich in ein paar Jahren elektrifiziert, ebenfalls München-Mühldorf; Simbach-Mühldorf ist derzeit noch nicht zur Elektrifizierung vorgesehen.
c) Es ist völlig klar, dass FV dort nur sinnvoll ist, wenn eine (spürbare) Fahrzeitreduktion im Vergleich zur Route über Salzburg möglich ist
d) Aus b) und c) folgt, dass dazu jedenfalls weitere Maßnahmen in A und D (z.B. Doppelspurinseln; evtl. punktuelle Streckenbegradigungen und natürlich durchgehende Elektrifizierung) erforderlich sind
e) Zumindest in den 20er-Jahren ist also nicht damit zu rechnen, in den 30er-Jahren schaut's schon wieder anders aus.
Avala schrieb:
Also, bevor da jetzt noch weiter spekuliert wird:

a) Eine Verbindung (Wien) - Linz - Mühldorf - München wurde von verschiedener Seite immer wieder mal ins Spiel gebracht und erscheint ja durchaus sinnvoll.
b) Wie bereits erwähnt, wird in Österreich in ein paar Jahren elektrifiziert, ebenfalls München-Mühldorf; Simbach-Mühldorf ist derzeit noch nicht zur Elektrifizierung vorgesehen.
c) Es ist völlig klar, dass FV dort nur sinnvoll ist, wenn eine (spürbare) Fahrzeitreduktion im Vergleich zur Route über Salzburg möglich ist
d) Aus b) und c) folgt, dass dazu jedenfalls weitere Maßnahmen in A und D (z.B. Doppelspurinseln; evtl. punktuelle Streckenbegradigungen und natürlich durchgehende Elektrifizierung) erforderlich sind
e) Zumindest in den 20er-Jahren ist also nicht damit zu rechnen, in den 30er-Jahren schaut's schon wieder anders aus.
Österreich wird bis 2029 fix elektrifiziert, in den 2030ern sieht es wieder anders aus

aber wieso ich so "gegen" die Fernverkehrsvariante bin ist weil ich Realist bin und ca 170km Strecke durch 130km Strecke abzukürzen (Mühldorf - Wels) hört sich zwar gut an, aber von den Bogenradien Geschwindigkeit und 100km Eingleisigkeit ich sehe keine Perspektive für diese Verbindung, also keine realistische weil bei der längeren Strecke habe ich einfach höhere Geschwindigkeiten ohne weitere Ausbauten und das relativiert die Wegersparniss einfach mit dem Nachteil die "wichtige" Stadt Salzburg "abzuhängen" (wie man in Deutschland so schön sagt)

wenn Österreich wo Geld investieren wird auf der Achse dann sind das kurze NBS - Abschnitte im Bereich Köstendorf - Schwanenstadt, hügeliges Gelände, dementsprechend viele Kurven macht die Bestandsstrecke, da gibt es bis heute keine konkreten Projekte weil die 2 Bestandsgleise reichen, aber wenn ich das berühmte Extrageld habe wird das dort reinfließen weil die Beschleunigung der Hauptachse ist ein Österreich internes Interesse
Christian_AT schrieb:
Avala schrieb:
Also, bevor da jetzt noch weiter spekuliert wird:

a) Eine Verbindung (Wien) - Linz - Mühldorf - München wurde von verschiedener Seite immer wieder mal ins Spiel gebracht und erscheint ja durchaus sinnvoll.
b) Wie bereits erwähnt, wird in Österreich in ein paar Jahren elektrifiziert, ebenfalls München-Mühldorf; Simbach-Mühldorf ist derzeit noch nicht zur Elektrifizierung vorgesehen.
c) Es ist völlig klar, dass FV dort nur sinnvoll ist, wenn eine (spürbare) Fahrzeitreduktion im Vergleich zur Route über Salzburg möglich ist
d) Aus b) und c) folgt, dass dazu jedenfalls weitere Maßnahmen in A und D (z.B. Doppelspurinseln; evtl. punktuelle Streckenbegradigungen und natürlich durchgehende Elektrifizierung) erforderlich sind
e) Zumindest in den 20er-Jahren ist also nicht damit zu rechnen, in den 30er-Jahren schaut's schon wieder anders aus.
Österreich wird bis 2029 fix elektrifiziert, in den 2030ern sieht es wieder anders aus

aber wieso ich so "gegen" die Fernverkehrsvariante bin ist weil ich Realist bin und ca 170km Strecke durch 130km Strecke abzukürzen (Mühldorf - Wels) hört sich zwar gut an, aber von den Bogenradien Geschwindigkeit

Von welchen Bogenradien redest du?
Die Strecke Neumarkt-Kalham - Simbach - Mühldorf ist recht gut trassiert, nur im Bereich Ried und im Bereich Braunau - Simbach gibts ein paar engere Bögen. Aber solche gibt es auf der Strecke via Attnang auch.
Tendenziell würd ich sagen, dass die Trassierungsparameter dieser Strecke nicht schlechter sind als der Strecke via Attnang (wo es nur für den kurzen Abshcnitt vor Salzburg eine Perspektive für eine Verbesserung gibt, Attnang - Neumarkt-Köstendorf wird immer so bleiben wie derzeit).

Zitat:
und 100km Eingleisigkeit

Daher die von Avala angesprochenen Doppelspurinseln.

Zitat:
ich sehe keine Perspektive für diese Verbindung, also keine realistische weil bei der längeren Strecke habe ich einfach höhere Geschwindigkeiten ohne weitere Ausbauten und das relativiert die Wegersparniss einfach mit dem Nachteil die "wichtige" Stadt Salzburg "abzuhängen" (wie man in Deutschland so schön sagt)

Niemand redet davon Salzburg abzuhängen.
Erstens wäre eine solche Linie ja ergänzend zur RJ-Linie via Salzburg gedacht, zweitens wird Wien - Salzburg und Salzburg - München auch durch andere Linien (Wien - Westösterreich, Stmk/Kärnten - Deutschland) abgedeckt.


Provodnik
Christian_AT schrieb:
wie viele ICEs fahren an Stuttgart vorbei, da wäre es ja noch einfacher weil die Schusterbahn ist ja da, da müsste gar nichts gebaut werden, richtig es fährt keiner (planmäßig) vorbei weil man eine Landeshauptstadt so nicht links liegen lässt, selbst mit einem zusätzlichen ICE fährt man nicht daran vorbei
Toller Vergleich mal wieder. Stuttgart ist zwar Landeshauptstadt eines Bundeslands das mehr Einwohner hat als ganz Österreich, aber was solls.
Avala schrieb:
Also, bevor da jetzt noch weiter spekuliert wird:

a) Eine Verbindung (Wien) - Linz - Mühldorf - München wurde von verschiedener Seite immer wieder mal ins Spiel gebracht und erscheint ja durchaus sinnvoll.
b) Wie bereits erwähnt, wird in Österreich in ein paar Jahren elektrifiziert, ebenfalls München-Mühldorf; Simbach-Mühldorf ist derzeit noch nicht zur Elektrifizierung vorgesehen.
c) Es ist völlig klar, dass FV dort nur sinnvoll ist, wenn eine (spürbare) Fahrzeitreduktion im Vergleich zur Route über Salzburg möglich ist
d) Aus b) und c) folgt, dass dazu jedenfalls weitere Maßnahmen in A und D (z.B. Doppelspurinseln; evtl. punktuelle Streckenbegradigungen und natürlich durchgehende Elektrifizierung) erforderlich sind
e) Zumindest in den 20er-Jahren ist also nicht damit zu rechnen, in den 30er-Jahren schaut's schon wieder anders aus.
Natürlich soll es Linz - Mühldorf - München geben, nur eben über Salzburg und ohne Halt in Mühldorf. Nach der Elektrifizierung sollen ja die heutigen Railjet statt über Rosenheim über Mühldorf fahren, die EC bleiben auf der bestehenden Strecke, weil sie ja noch Zwischenhalte bedienen.
Ich weiß nicht was über Simbach alles ausgebaut werden soll, aber bei Fernbahn.de hat Herr Granert zumindest eine Fahrzeitverkürzung von 15 Minuten gegenüber dem Weg über Salzburg unterstellt (2:14 vs. 2:28).

Irgendwo wird es das ja her haben.
Zitat
Natürlich soll es Linz - Mühldorf - München geben, nur eben über Salzburg und ohne Halt in Mühldorf. Nach der Elektrifizierung sollen ja die heutigen Railjet statt über Rosenheim über Mühldorf fahren, die EC bleiben auf der bestehenden Strecke, weil sie ja noch Zwischenhalte bedienen.
Danke, das ist bekannt. Gemeint war natürlich über Ried (unabhängig davon, ob es dort einen Halt geben wird) und Mühldorf.
MrEnglish schrieb:
Christian_AT schrieb:
wie viele ICEs fahren an Stuttgart vorbei, da wäre es ja noch einfacher weil die Schusterbahn ist ja da, da müsste gar nichts gebaut werden, richtig es fährt keiner (planmäßig) vorbei weil man eine Landeshauptstadt so nicht links liegen lässt, selbst mit einem zusätzlichen ICE fährt man nicht daran vorbei
Toller Vergleich mal wieder. Stuttgart ist zwar Landeshauptstadt eines Bundeslands das mehr Einwohner hat als ganz Österreich, aber was solls.
ist immer relativ zu sehen, aber das ist man als Österreicher gewohnt das der größere Deutsche alles besser weiß, es kann sich kein Deutscher Bahner/Politiker leisten Stuttgart abzuhängen, genauso ist es in Österreich mit Salzburg
und
bei grenzüberschreitenden Verkehr muss ich beiden Seiten zugestehen das sie jeweils Eigeninteressen verfolgen und es geht da um nichts Anderes


103612 schrieb:
Ich weiß nicht was über Simbach alles ausgebaut werden soll, aber bei Fernbahn.de hat Herr Granert zumindest eine Fahrzeitverkürzung von 15 Minuten gegenüber dem Weg über Salzburg unterstellt (2:14 vs. 2:28).

Irgendwo wird es das ja her haben.
irgendwie hab ich das Gefühl es ist nur eine Überschlagsrechnung bzw optimistische Schätzung aufgrund des Laufweges

wenn ich so drüber rechne bin ich auf:

Mühldorf - Simbach: 15 - 20min
Simbach - Linz: 60 - 80min
=
75 - 100min

(zugrunde lege ich da in Österreich die Fahrzeit des ICE auf der Passauerbahn wo man in den letzten 20 Jahren sehr viel investiert hat und in Deutschland die geplante Fahrzeit Mühldorf - Salzburg)

Mühldorf - Salzburg: 30min
Salzburg - Linz: 60min
=
90min

und dann sind wir genau bei meinem springenden Punkt, wieso sollte ich Salzburg abhängen, für was selbst wenn ich große Summen bereit bin zu investieren um die 75min zu schaffen (Gedankenspiel) dann wird das Österreich garantiert auf der Salzburger Strecke machen, Köstendorf - Schwanenstadt besteht nämlich noch eine Menge Fahrzeitpotential,
die Innkreisbahn zu elektrifzieren ist eine Sache, sie mit Doppelspurinseln, Eisenbahnkreuzungen, Bahnhöfen und Gleisunterbau auf ein Fernverkehrslevel zu heben ist eine ganz andere Geschichte
Christian_AT schrieb:
Zitat:
[.....]
irgendwie hab ich das Gefühl es ist nur eine Überschlagsrechnung bzw optimistische Schätzung aufgrund des Laufweges

wenn ich so drüber rechne bin ich auf:

Mühldorf - Simbach: 15 - 20min
Simbach - Linz: 60 - 80min
=
75 - 100min

(zugrunde lege ich da in Österreich die Fahrzeit des ICE auf der Passauerbahn wo man in den letzten 20 Jahren sehr viel investiert hat und in Deutschland die geplante Fahrzeit Mühldorf - Salzburg)

Mühldorf - Salzburg: 30min
Salzburg - Linz: 60min
=
90min

und dann sind wir genau bei meinem springenden Punkt, wieso sollte ich Salzburg abhängen, für was selbst wenn ich große Summen bereit bin zu investieren um die 75min zu schaffen (Gedankenspiel) dann wird das Österreich garantiert auf der Salzburger Strecke machen, Köstendorf - Schwanenstadt besteht nämlich noch eine Menge Fahrzeitpotential,
die Innkreisbahn zu elektrifzieren ist eine Sache, sie mit Doppelspurinseln, Eisenbahnkreuzungen, Bahnhöfen und Gleisunterbau auf ein Fernverkehrslevel zu heben ist eine ganz andere Geschichte
Du solltest dir den Beitrag von Provodnik mal durchlesen. Normalerweise (ohne Corona) fährt ja stündlich (+/-) Fernverkehr zwischen Salzburg und München. Zweistündlich ohne umsteigen aus Wien. Wien-München nur ein 2-Stunden-Takt (ohne Umstieg in Salzburg) ist nicht so prickelnd. Stündlich geht nicht, weil man die ECs und RJ aus Klagenfurt/Graz in Salzburg brechen müsste. Deshalb wenn ich es richtig verstehe, sollten ZUSÄTZLICH RJs nach München über Simbach fahren, dann hat man dann einen Stundentakt nach München aus Wien (halt über 2 verschiedene Routen).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.04.21 09:31.
Christian_AT schrieb:
Zitat:
Zitat:
Toller Vergleich mal wieder. Stuttgart ist zwar Landeshauptstadt eines Bundeslands das mehr Einwohner hat als ganz Österreich, aber was solls.
ist immer relativ zu sehen, aber das ist man als Österreicher gewohnt das der größere Deutsche alles besser weiß, es kann sich kein Deutscher Bahner/Politiker leisten Stuttgart abzuhängen, genauso ist es in Österreich mit Salzburg
und
bei grenzüberschreitenden Verkehr muss ich beiden Seiten zugestehen das sie jeweils Eigeninteressen verfolgen und es geht da um nichts Anderes
Reicht Dir als Vergleich auch Nürnberg? Da wurde jahrelang dran vorbeigefahren (via Ansbach). An Leipzig fährt auch jeder 2. ICE nach Berlin vorbei. Weiter Beispiele lassen sich bestimmt finden.


Christian_AT schrieb:
und dann sind wir genau bei meinem springenden Punkt, wieso sollte ich Salzburg abhängen, für was selbst wenn ich große Summen bereit bin zu investieren um die 75min zu schaffen (Gedankenspiel) dann wird das Österreich garantiert auf der Salzburger Strecke machen, Köstendorf - Schwanenstadt besteht nämlich noch eine Menge Fahrzeitpotential,
die Innkreisbahn zu elektrifzieren ist eine Sache, sie mit Doppelspurinseln, Eisenbahnkreuzungen, Bahnhöfen und Gleisunterbau auf ein Fernverkehrslevel zu heben ist eine ganz andere Geschichte
Du gehst von der Prämisse aus, dass es über Simbach schneller sein müsste damit es sinnvoll ist - aus meiner Sicht würde es schon reichen wenn es gleich schnell wäre. Die Frage ist ja ob es über Salzburg überhaupt genug freie Trassen gäbe für einen Stundentakt Wien - München, und ob für das Angebot Linz - Salzburg mit dann 3,5 Zügen FV Zügen pro Stunde (inkl. Westbahn) dann eine entsprechende Nachfrage gegenübersteht.
Letztendlich ist da in Österreich sicherlich auch mitentscheidend ob das 123 Ticket so einen Fahrgast-Boom auslöst wie es sich die Grünen erwarten.

Wie hoch die Kosten für einen Ausbau über Ried über die geplante Elektrifizierung hinaus wären kann ich nicht einschätzen. Das ist natürlich ein gewisser Knackpunkt, wobei die Strecke vom Geschwindigkeitsprofil so schlecht ja nicht ist. Die von Dir aufgeworfene Frage der möglichen Zugkreuzungen bzw. Erhalt des Knotens Ried sind da mE relevanter.
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -