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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hallo!

Im Jahr 2019 hieß es vom Leiter des Amts für ÖV in St. Gallen, dass die S7 Romanshorn-Lindau frühestens im Jahr 2023 kommt. Nun las ich diesen Monat im Magazin von thurbo, dass, sofern die Finanzierung geklärt wird, bereits ab Ende 2021 diese Verbindung kommen könnte (zumindest einzelne Züge). Wie wahrscheinlich ist dies?
Und weiß wer, wie viele Zugpaare zu Beginn hier geplant sind? Laut dem Bericht sollen nicht sofort alle EC-Lücken hier befüllt werden, sondern das Angebot stufenweise (der Nachfrage entsprechend) hochgefahren werden.

Und noch eine zusätzliche Frage... Mitte dieses Jahrzehnts soll ja die IR-Verbindung Sargans-St. Gallen zum Halbstundentakt verdichtet werden. Kommt es hier dann zu einer Verlängerung des IC5 ab Rorschach? Oder wird der Zug ebenfalls mit einer Dosto-Garnitur geführt und die Verlängerung des IC5 ist nur ein Zwischenkonzept?

Gruß
Guten Morgen,

In der Tat wird die S7 ab 12. Dezember 2021 bis Lindau-Reutin fahren, zur Insel erst ab 2023. Soweit mein Stand noch aktuell ist soll diese auch im Zwei-Stunden-Takt verkehren. Was mir nicht bekannt ist, ob die Taktlücken des EC auch mit der S7 aufgefüllt werden. Die erste Ankunft in Lindau um 08:10 h, die letzte Abfahrt um 19:50, eventuell auch 21:50.

Der IC 5 wird bis auf weiteres in Rorschach enden. Der Halbstundentakt des IR wird mit Dosto-Kompositionen durchgeführt.

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg
18 610 schrieb:
Guten Morgen,

In der Tat wird die S7 ab 12. Dezember 2021 bis Lindau-Reutin fahren, zur Insel erst ab 2023. Soweit mein Stand noch aktuell ist soll diese auch im Zwei-Stunden-Takt verkehren. Was mir nicht bekannt ist, ob die Taktlücken des EC auch mit der S7 aufgefüllt werden. Die erste Ankunft in Lindau um 08:10 h, die letzte Abfahrt um 19:50, eventuell auch 21:50.

Der IC 5 wird bis auf weiteres in Rorschach enden. Der Halbstundentakt des IR wird mit Dosto-Kompositionen durchgeführt.
Danke für die schnelle und informative Antwort! Hoffentlich wird dann das Angebot auch gut angenommen.

Kurze Frage noch zu IC5/IR: Also wird es dann sowohl den IC5 bis Rorschach als auch zwei IR-Verbindungen St. Gallen-Sargans geben? (+zusätzlich noch die EC-Verbindungen) Ich hatte gedacht, die IC5-Verbindung wird dann ab 2024 wenn der IR-Halbstundentakt realisiert wird, verlängert als IR geführt.
hhouse schrieb:
Im Jahr 2019 hieß es vom Leiter des Amts für ÖV in St. Gallen, dass die S7 Romanshorn-Lindau frühestens im Jahr 2023 kommt.
Wegen eines altertümlichen Bahnübergangs in Lindau kann das gewünschte Angebot der S7 (RE) leider frühestens Mitte 2023 eingeführt werden.

hhouse schrieb:
Nun las ich diesen Monat im Magazin von thurbo, dass, sofern die Finanzierung geklärt wird, bereits ab Ende 2021 diese Verbindung kommen könnte (zumindest einzelne Züge). Wie wahrscheinlich ist dies?
Sehr wahrscheinlich. ;-)
Es gibt ab Dezember 2021 an Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen acht Zugspaare nach Lindau. Der EC wird zum Stundentakt verdichtet. Montag bis Freitag wird es keine S7 (RE) geben, bis eben in Lindau die Situation mit dem Bahnübergang behoben ist.

hhouse schrieb:
Und noch eine zusätzliche Frage... Mitte dieses Jahrzehnts soll ja die IR-Verbindung Sargans-St. Gallen zum Halbstundentakt verdichtet werden.
Der Halbstundentakt der Linie IR 13 zwischen St. Gallen und Sargans wird per Dezember 2024 eingeführt. Der bisherige IR13-Takt wird auf Zürich-St. Gallen-Sargans eingekürzt und eine halbe Stunde versetzt kommt ein zusätzlicher IR 13-Takt St. Gallen-Chur mit neuen IR-Dosto von Stadler (wurden gerade erst bestellt).

Für den IR 13-Halbstundentakt müssen noch diverse Ausbauten erledigt werden. Von März bis Oktober 2023 wird dazu die Linie Altstätten-Buchs vollgesperrt. Ausgebaut wird hier die Doppelspur Oberriet – Oberriet Nord (2.1 km), die Kreuzungsstation Rüthi SG und die Doppelspur Buchs – Buchs Nord (0.9 km). Die Doppelspur Buchs-Sevelen (4.0 km) wird zwischen Juni 2023 und Dezember 2024 unter laufendem Betrieb bei einzelnen Wochenendsperren erstellt.

hhouse schrieb:
Kommt es hier dann zu einer Verlängerung des IC5 ab Rorschach? Oder wird der Zug ebenfalls mit einer Dosto-Garnitur geführt und die Verlängerung des IC5 ist nur ein Zwischenkonzept?
Die Verlängerung des IC 5 Genève-Aéroport – Biel/Bienne – Zürich HB – St. Gallen stündlich nach Rorschach ist ein separates Vorhaben unabhängig zum Halbstundentakt der IR 13-Linie. Der IC 5 wird bereits im Dezember 2021 nach Rorschach verlängert und wird auch künftig zusätzlich zum IR 13 verkehren.

Allerdings wird es Montag bis Freitag Abends ein Zugspaar geben, welches vorerst noch in St. Gallen gebrochen wird und Rorschach-St. Gallen ein Anschlusszug verkehrt. Grund dafür ist eine ungenügende Anzahl ICN, die spätestens Ende 2025 behoben sein wird. Samstag, Sonntag und allgemeine Feiertage fahren alle stündlichen IC 5 durch bis Rorschach.


Ebenfalls ab Dezember 2021 soll Montag bis Freitag EC 290 Lindau-Reutin (06:52) – Zürich HB (08:27) eingeführt werden.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.21 10:00.
Kann man nicht wenigstens schon die S7 nach Bregenz verlängern, wenn das Problem in Lindau liegt?

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg

S7 und EC München-Zürich, Rollmaterial Ost-Schweiz?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 27.04.21 10:22

Hallo Twindexx,

vielen Dank für die wie immer erhellenden und kompetenten Erläuterungen.

Ist denn schon bekannt, was für Züge für die S7 eingesetzt werden? Ich denke, besonders große Kapazitäten wird man nicht benötigen. Das werden wohl die vorhandenen SOB-Triebwagen?

Ist es nicht so, dass die S7 so eine Art Platzhalter ist? Sollte nicht einmal der EC stündlich ab Bregenz verkehren? Das scheint nicht mehr verfolgt zu werden. Auch um die Durchbindung einzelner ECs von München nach Mailand ist es sehr still geworden. Schade.

Darf ich fragen wegen des Rollmaterials für die Ostschweiz? IC5 nach Rorschach mit ICN (RABDe 500). IR13 bis Sargans mit Twindexx (RABDe 502), IR13 neu St. Gallen-Chur mit neuen Stadler-Dosto-Triebwagen?

Noch eine Frage zum EC290. Gibt es dazu ein Gegenstück. Oder kommt der Zug per Leerfahrt aus Wolfurt?

Vielen Dank.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.21 10:22.
Guten Mittag,

Ähm, die BEG hat die Finanzierung Ende 2019 gesichert. Für einen Verkehr Mo - So. Es war bis anhin so kommuniziert, dass die Züge ab Dezember 2021 bis Dezember 2023 nur ab/bis Lindau-Reutin verkehren.

Gibt es eine Publikation, dass dies nur ein Wochenendangebot sein wird? Von der BEG, ebenso wie aus Vorarlberg, hat man bis dato auch nichts anderes gehört.

Ob das auch so Sinn macht steht auch auf einem anderen Blatt.

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg
J-C schrieb:
Kann man nicht wenigstens schon die S7 nach Bregenz verlängern, wenn das Problem in Lindau liegt?
Dann müsstest du noch überlegen, wo du den GTW zwei Stunden lang hinstellst. Ausserdem besteht ab Bregenz schon mit einmal Umsteigen eine halbstündliche Verbindung in ca. 45 Minuten nach St. Gallen. Es ist wirklich Lindau, wo das Erreichbarkeitsdefizit besteht, wo du eine Stunde brauchst und mindestens zweimal umsteigen musst (wenn nicht grad der EC fährt).


Packwagen schrieb:
Ist denn schon bekannt, was für Züge für die S7 eingesetzt werden? Ich denke, besonders große Kapazitäten wird man nicht benötigen. Das werden wohl die vorhandenen SOB-Triebwagen?
Es gibt keine dafür vorhandenen SOB-Triebwagen. Das werden thurbo GTW 2/6 mit PZB-Einrichtung (muss wieder in Betrieb genommen werden) und EBA-Zulassung. Ebenfalls braucht es nun noch die vereinfachte Streckenzulassung in Vorarlberg wie sie auch der Astoro bekommen hat.

Packwagen schrieb:
Ist es nicht so, dass die S7 so eine Art Platzhalter ist? Sollte nicht einmal der EC stündlich ab Bregenz verkehren? Das scheint nicht mehr verfolgt zu werden.
Ja, im Fahrplan 2035 mit Eröffnung des Brüttener Tunnels ist die EC-Trasse stündlich von Zürich bis Lindau-Reutin vorgesehen. Die Verhandlungen mit Deutschland über einen Doppelspurausbau im Allgäu werden zu gegebener Zeit auf politischer Ebene geführt. Ziel ist der EC-Stundentakt nach München. Sonst erstmal ab Dezember 2034 jeder zweite EC nur bis Lindau-Reutin.

Packwagen schrieb:
Auch um die Durchbindung einzelner ECs von München nach Mailand ist es sehr still geworden.
Das ist frühestens ab Dezember 2024 möglich. In Zürich fehlt dazu noch eine Weichenverbindung und ausserdem wird sich im Raum Zürich die Fahrzeit des EC im Fahrplan 2024 noch um zehn Minuten verlängern (Vollsperrung Wipkinger Linie von Dezember 2023 bis Dezember 2024 mit entsprechend angepassten Fahrlagen diverser Züge). Ja, die EC werden leider in jenem Jahr den Anschlussknoten 30 In Zürich HB um wenige Minuten verpassen.

Wobei dann die Frage ist, ob man so ein Angebot überhaupt noch einführen soll, wenn Dezember 2034 die Durchbindungen und der Rollmaterialeinsatz mit Eröffnung des Brüttener Tunnels wieder ganz anders aussehen werden. Für München-Milano wird dann mit dem Brenner-Basistunnel die Fahrzeit dortrum auch attraktiver sein. Ausserdem hab ich was läuten gehört, dass ab diesem Dezember ein ETR 610 von Trenitalia als EC Milano-Brenner-München-Brenner-Milano verkehren soll.

Packwagen schrieb:
Darf ich fragen wegen des Rollmaterials für die Ostschweiz? IC5 nach Rorschach mit ICN (RABDe 500). IR13 bis Sargans mit Twindexx (RABDe 502), IR13 neu St. Gallen-Chur mit neuen Stadler-Dosto-Triebwagen?
IC 5 mit ICN, IR 13 St.Gallen-Chur mit IR-Dosto (Kiss) und IR 13 Zürich-St.Gallen-Sargans mit FV-Dosto (Twindexx); wobei hier auch IR-Dosto (Kiss) geprüft werden, um es einheitlich zu haben.

Packwagen schrieb:
Noch eine Frage zum EC290. Gibt es dazu ein Gegenstück. Oder kommt der Zug per Leerfahrt aus Wolfurt?
Der kommt am Morgen als Leerfahrt aus Wolfurt.
Am Abend zuvor (bzw. nach dem Wochenende am Freitagabend zuvor) kommt die Komposition mit EC 197 nach Bregenz. Der Zug muss Montag bis Freitag 17.33 Uhr ab Zürich HB in Doppeltraktion geführt werden, um die Nachfrage am Abend zur Pendlerzeit bis St. Gallen decken zu können. Die hintere Komposition wird ab St. Gallen geschlossen und dann in Bregenz abgehängt. Um die nötige Zeit zum abhängen in Bregenz zu haben, wird EC 197 St. Margrethen ohne Halt durchfahren. Die leere Komposition fährt dann ab Bregenz leer in die Abstellung nach Wolfurt.


18 610 schrieb:
Gibt es eine Publikation, dass dies nur ein Wochenendangebot sein wird? Von der BEG, ebenso wie aus Vorarlberg, hat man bis dato auch nichts anderes gehört.
Ich habs gestern aus äusserst zuverlässiger Quelle mitgeteilt bekommen. In knapp einem Monat startet in der Schweiz die öffentliche Fahrplanvernehmlassung. Dort sollte das dann bereits so ersichtlich sein.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.21 13:18.

Danke!

geschrieben von: Packwagen

Datum: 27.04.21 13:42

Hallo Twindexx,

vielen Dank. Sehr aufschlussreich.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg
Wenn es in Zukunft einzelne oder Taktverdichtungs-EC lediglich zwischen Zürich und Lindau geben soll/wird, dann wäre es doch sinnvoll diese nicht nur ab/bis Reutin verkehren zu lassen, sondern ab/bis Insel.

Re: S7 und EC München-Zürich, Rollmaterial Ost-Schweiz?

geschrieben von: 18 610

Datum: 27.04.21 15:59

Hoi mein Bester,

na Danke für die nicht so schöne Info, wollen hoffen dass da sich doch noch was ändert. Sinnhaft wäre das m. E. so auch nicht unbedingt.

Die von der BEG bestellten Kilometer wären jedenfalls schon ab Dezember für 8 Zugpaare Mo - So. Aber gut, die freut es vielleicht auch wenn sie ein paar Euro fuffzig sparen.

Die nächste Frage wäre natürlich, ob tatsächlich der EC 290 dann erst ab Bregenz oder doch schon ab Lindau kommt. Das wäre m. E. sicher nicht verkehrt, genauso wie etwaige HVZ-Verstärker-EC. Zumindest ab Reutin, das ja eh verknotet wird ab Dezember.

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg
Vielen Dank an Twindexx für die sehr aufschlussreichen Informationen! Toll, dass bereits ein ordentliches Angebot ab Dezember kommt und Sa/So + Feiertage ist besser als gar nichts, vor allem wird das Angebot hauptsächlich für Touristen/Freizeitaktivitäten interessant sein, von dem her schon in Ordnung, wenn man es erstmal nur am Wochenende anbietet mMn.

EC290 klingt sehr toll, verkürzt meine "Standardanreise" Richtung Zürich (und weiter in den Westen) um eine gute Stunde :)

Toll wäre noch, wenn es in mittelfristiger Zukunft wieder mal Regionalzüge Feldkirch-Buchs SG am Wochenende geben würde, damit von Vorarlberg aus auch gut Graubünden & Umgebung für Wochenendausflüge erreichen kann. Erste Zugverbindung (ausgenommen vom Nightjet) ist ja momentan um 9.44 ab Feldkirch, was für einen Tagesausflug doch etwas zu spät ist und mit dem Bus über Liechtenstein ist tariflich leider eher wenig interessant, seit dem der dortige Verkehrsverbund nicht mehr bei der Vorarlberger maximo Karte inkludiert ist.
hhouse schrieb:
Im Jahr 2019 hieß es vom Leiter des Amts für ÖV in St. Gallen, dass die S7 Romanshorn-Lindau frühestens im Jahr 2023 kommt.
Wenn, dann Weinfelden-Lindau, WF-RH als quasi-IC.

Was es brauchen würde, wäre eine Elektrifizierung der Bodensee-Gürtelbahn und eine Spange bei Radolfzell um eine echte Ringlinie zu kreieren.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.04.21 21:57.
Stupor Mundi schrieb:
Wenn es in Zukunft einzelne oder Taktverdichtungs-EC lediglich zwischen Zürich und Lindau geben soll/wird, dann wäre es doch sinnvoll diese nicht nur ab/bis Reutin verkehren zu lassen, sondern ab/bis Insel.
Wäre sicher nett, dieses Detail hat zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine Priorität und Ziel der Züge sollte sowieso München und nicht die Insel in Lindau sein.
Für Lindau-Reutin – Lindau-Insel könnte ich mir jedoch noch ein praktisches Problem vorstellen: Während für Lindau-Reutin – Zürich – [...] eine Kooperation zwischen ÖBB und SBB reicht, bräuchte es für diesen kurzen Abschnitt noch DB Fernverkehr. Und darf man dann ICE-Tarif für diesen Abschnitt zahlen? Oder könnte die BEG auch einen EC bestellen, der sich auch EC nennen darf? Wobei ein EC mit Zugspersonal, Restaurant und elvetino-Personal kostenmässig schon eine andere Hausnummer als ein GTW ohne weiteres Zugspersonal darstellt.

18 610 schrieb:
Die nächste Frage wäre natürlich, ob tatsächlich der EC 290 dann erst ab Bregenz oder doch schon ab Lindau kommt.
Wie oben geschrieben fährt EC 290 um 06.52 Uhr ab Lindau-Reutin. Halt eben nur Montag-Freitag, weil EC 197 auch nur Montag-Freitag in Doppeltraktion ab Zürich fährt. EC 290 ist sozusagen das «Abfallprodukt» dieser abendlichen Verstärkung.

hhouse schrieb:
Toll wäre noch, wenn es in mittelfristiger Zukunft wieder mal Regionalzüge Feldkirch-Buchs SG am Wochenende geben würde, damit von Vorarlberg aus auch gut Graubünden & Umgebung für Wochenendausflüge erreichen kann. Erste Zugverbindung (ausgenommen vom Nightjet) ist ja momentan um 9.44 ab Feldkirch, was für einen Tagesausflug doch etwas zu spät ist und mit dem Bus über Liechtenstein ist tariflich leider eher wenig interessant, seit dem der dortige Verkehrsverbund nicht mehr bei der Vorarlberger maximo Karte inkludiert ist.
Die neue Verkehrsministerin in Liechtenstein wird zeitnah aus dem Kanton St. Gallen mitgeteilt bekommen, dass wir Verbesserungen zwischen Buchs und Feldkirch weiterhin anstreben, trotz verlorener S-Bahn-Abstimmung. Der Druck auf Liechtenstein von seinen Nachbarn bezüglich der Schienenverbindung durch ihr Land wird jedenfalls aufrecht erhalten. Sowohl in Vorarlberg als auch im Kanton St. Gallen wird das Angebot auf der Schiene laufende ausgebaut, nur zwischen Buchs und Feldkirch klafft eine gewaltige Lücke, die überbrückt werden muss..
Derzeit untersucht Liechtenstein Varianten zur Entflechtung Schiene/Strasse in Schaan. Bis im Sommer sollen dazu Ergebnisse vorliegen.

Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
Wenn, dann Weinfelden-Lindau, WF-RH als quasi-IC.
Nein, die S7 von Lindau fährt nicht bis Weinfelden. Während die S7 Rorschach-Romanshorn halbstündlich fährt, ist die Verlängerung nach Weinfelden nur stündlich. In der anderen halben Stunde fährt ja hier der IC 8. IC 8 und S7, beide je stündlich zwischen Romanshorn und Weinfelden, ergänzen sich hier gegenseitig zum Halbstundentakt.
Die S7 aus Lindau trifft nun in Rorschach nicht den Takt nach Weinfelden, sondern denjenigen, der nur bis Romanshorn fährt und dort direkten Anschluss an den IC 8 herstellt.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Re: S7 und EC München-Zürich, Rollmaterial Ost-Schweiz?

geschrieben von: 18 610

Datum: 28.04.21 07:02

Guten Morgen mein Bester,

die Fußnote hatte ich doch tatsächlich überlesen.

Ansonsten bleibt, wie gesagt, nur zu hoffen, dass dieses Wochenendangebot noch nicht das letzte Wort ist. Bis Reutin sollte es ja Infrastrukturmäßig funktionieren.

Wobei nur bis Bregenz im Prinzip auch möglich sein sollte, könnte mit Kurzwende, wenn machbar, sogar eine Garnitur einsparen.

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg
Bezüglich einer Führung von Verstärkerzügen oder ganz konkret dem EC290 bereits ab/bis Lindau-Insel könnte ich mir auch eine Bestellung dieses Zuges durch die BEG vorstellen und dieser wird dann auf dem kurzen Abschnitt zwischen der Insel und Reutin eben als RE geführt. Also RE290 ab Lindau-Insel bis Zürich HB mit Zugnummerwechsel von RE290 auf EC290 in Lindau-Reutin. Da es hier ja sowieso Ausschreibungen und Vergaben (an die ÖBB) gibt könnte man das in einem Paket rein packen.

Und schon könnten alle glücklich sein, lediglich Bayern müßte ein klein wenig Geld auf den Tisch legen, wenig Geld aber im Vergleich zur Wirkung.

Re: S7 und EC München-Zürich, Rollmaterial Ost-Schweiz?

geschrieben von: 18 610

Datum: 28.04.21 12:41

Hallo,

im Prinzip sollte das nicht das große Hindernis darstellen. Wenn, wie Twindexx so schön aufgeführt hat, die BEG für zwei Jahre ein wenig Geld spart, so 40 Zugpaare die Woche, dann sollte das schon ein Weilchen reichen.

Ist aber ohnehin erst ab 2023 möglich. Vorher geht's eh nicht.

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg

Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: Siggis Malz

Datum: 28.04.21 14:25

Twindexx schrieb:
Die neue Verkehrsministerin in Liechtenstein wird zeitnah aus dem Kanton St. Gallen mitgeteilt bekommen, dass wir Verbesserungen zwischen Buchs und Feldkirch weiterhin anstreben, trotz verlorener S-Bahn-Abstimmung. Der Druck auf Liechtenstein von seinen Nachbarn bezüglich der Schienenverbindung durch ihr Land wird jedenfalls aufrecht erhalten. Sowohl in Vorarlberg als auch im Kanton St. Gallen wird das Angebot auf der Schiene laufende ausgebaut, nur zwischen Buchs und Feldkirch klafft eine gewaltige Lücke, die überbrückt werden muss..
Derzeit untersucht Liechtenstein Varianten zur Entflechtung Schiene/Strasse in Schaan. Bis im Sommer sollen dazu Ergebnisse vorliegen.
Da ergeht es Liechtenstein ja gar nicht anders als Deutschland.
Die Nachbarn bauen aus "wie blöd", haben Erfolg damit und in Bayern und Berlin schämt man sich plötzlich und zieht dann am Ende doch mit.
Wahnsinn wie die Deutschen zu ihrem Glück gezwungen werden müssen.

Wie sieht denn mittlerweile die Lage zwischen Lindau und Bregenz Trassentechnisch aus?
Jahrelang soll das schon eng gewesen sein und jetzt sieht man immer mehr Sichtungen von GV und der Personenverkehr (bis zu 8 EC nach Zürich + 2 RJ/EC nach Innsbruck/Wien/ sowie der ganze Nahverkehr) wird auch ausgebaut.
Wie lange geht das gut?
Sowohl der Abschnitt nach St. Margarethen, als auch Lindau selber sind ja ab Dez. nicht mehr die größten Flaschenhälse
(Über alles nördlich von Hergatz wollen wir gar nicht erst anfangen...).

Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 28.04.21 15:44

Lindau-Bregenz hast seine engste Stelle zwischen Lochau-Hörbranz und Bregenz-Hafen, also rein in Österreich, weil es hier aufgrund der Enge zwischen Bergen und See nur zu einem Gleis reicht.

Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 28.04.21 16:05

Stupor Mundi schrieb:
Lindau-Bregenz hast seine engste Stelle zwischen Lochau-Hörbranz und Bregenz-Hafen, also rein in Österreich, weil es hier aufgrund der Enge zwischen Bergen und See nur zu einem Gleis reicht.
Man könnte ja die Seeuferstraße (L190) einspurig zurückbauen... Verkehrswende und so. Und die Bewohner der Laiblachtales werden an Bayern verkauft (ich weiss, dass ersteres keine Option ist und hoffe das ihr merkt, dass zweiteres Ironisch gemeint ist).

Grüße

-chriz

--
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Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: 18 610

Datum: 28.04.21 16:07

Na ja, zwischen Lochau-Hörbranz und Bregenz, und wenn sie den Umbau hinkriegen nur noch zwischen nördlich Bregenz-Hafen und Lochau-Hörbranz, kriegt man schon eine Menge Züge sicher durch. Also so schlecht ist das auch nicht und woher sollen denn die vielen Züge kommen?

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg

Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: Ich verstehe nur Bahnhof

Datum: 28.04.21 16:28

Christoph Zimmermann schrieb:
Man könnte ja die Seeuferstraße (L190) einspurig zurückbauen... Verkehrswende und so.
Oder in einen zweispurigen Radweg umwandeln.
Mit dem Abtragen von Bergen sammelt man gerade im Waldenburgertal Erfahrungen.
Zitat:
Und die Bewohner der Laiblachtales werden an Bayern verkauft
Zu welchem Preis? ;-)
Österreich und Bayern ist ja ohnehin quasi das selbe :-D

Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: 1116-200

Datum: 28.04.21 16:57

Naja, DB Fernverkehr hat damit nichts zu tun (gehabt), mit den alten EC-Zügen, die noch mit Lok und Klassen bespannt waren, weil diese Züge das ÖBB-Personal fuhr und somit keine Zusatzbescheinigung für den DB Fernverkehr nötig war > ÖBB Zug von St. Margrethen bis Lindau Hauptbahnhof ( jetzt Insel ). Das dürfte theoretisch wieder der Fall sein, wenn sich DB Fernverkehr aus dem kurzen Abschnitt raushält.

Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: kmueller

Datum: 28.04.21 17:31

18 610 schrieb:
Na ja, zwischen Lochau-Hörbranz und Bregenz, und wenn sie den Umbau hinkriegen nur noch zwischen nördlich Bregenz-Hafen und Lochau-Hörbranz, kriegt man schon eine Menge Züge sicher durch. Also so schlecht ist das auch nicht und woher sollen denn die vielen Züge kommen?
Soll denn die Linie Romanshorn-Lindau den bestehenden Betrieb aufstocken,oder einfach nur eine der bereits jetzt zwei stündlichen Fahrten zwischen St.Margrethen und Bregenz bzw. Bregenz und Lindau ersetzen?

In den letzten Fahrplänen gab es in St.Margrethen immer einen sehr knappen Anschluß von einer S-Bahn der SBB aus St.Gallen auf eine der ÖBB Richtung Bregenz. Rückwärts sinngemäß. Die betreffenden Fahrten ließen sich ohne weiteres durchbinden, wenn zwischen St. Margrethen und Sargans der Rheintalexpreß von stündlich auf halbstündlich verdichtet wird (meiner Meinung nach geht mehr Verkehr als jetzt auf beiden Seiten gar nicht).

Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: Stupor Mundi

Datum: 28.04.21 18:00

Leider hat sich mit der Betriebsaufnahme von Reutin der offizielle Grenzbahnhof von der Insel dorthin verlagert. Deshalb sehe ich eine "Bestellung" von diesen Zügen durch die BEG zwischen Insel und Reutin als die beste Option.

Re: Unsere Nachbarn machen es möglich.

geschrieben von: Twindexx

Datum: 28.04.21 18:02

Siggis Malz schrieb:
Wie sieht denn mittlerweile die Lage zwischen Lindau und Bregenz Trassentechnisch aus?
Also der halbstündliche Regionalverkehr der ÖBB fährt in Bregenz jeweils um .19 und .49 ab und erreicht Lochau-Hörbranz um .24 und .54. In Gegenrichtung fahren die in Lochau-Hörbranz um .04 und .34 ab und erreichen Bregenz um .09 und .39.

Zwischen .54 und .04 existiert nun eine Lücke und diese wird jeweils vom EC gefüllt, der in Lochau-Hörbranz den Regionalverkehr kreuzt und dann um .00 sich selbst in Bregenz. Die S7, die hier als RE fahren wird, nutzt genau dieselbe Trasse, wie der EC; einfach in jenen Stunden, in denen der EC nicht fährt. Die S7 (RE) ergänzt ja hier den Zweistundentakt des EC zum Stundentakt (inklusive der EC-Taktlücke).

Nun gibt es noch folgende Lücken zwischen Bregenz und Lochau-Hörbranz: .09 bis .19, .24 bis .34 und .39 bis .49.
Während diesen Zeiten können problemlos weitere Züge über diesen Einspurabschnitt geführt werden. Wie eben die beiden Fernzüge über die Südbahn, Güterzüge oder sonst irgendwelche weiteren Züge.


kmueller schrieb:
Soll denn die Linie Romanshorn-Lindau den bestehenden Betrieb aufstocken,oder einfach nur eine der bereits jetzt zwei stündlichen Fahrten zwischen St.Margrethen und Bregenz bzw. Bregenz und Lindau ersetzen?
Der EC ersetzt auch keine bestehende S-Bahn. Und die S7, hier als RE unterwegs, fährt genau die EC-Trasse in jenen Stunden, in denen der EC nicht fährt. Also:

                    S7 (RE)  EC 97   S7 (RE)  EC 99   S7 (RE) EC 191  S7 (RE)
St. Margrethen  ab  07:51    08:51   09:51    10:51   11:51   12:51   13:51
Bregenz         an  07:59    08:59   09:59    10:59   11:59   12:59   13:59
Bregenz         ab  08:01    09:01   10:01    11:01   12:01   13:01   14:01
Lindau-Reutin   an  08:08    09:08   10:08    11:08   12:08   13:08   14:08
usw. usf.
Wie der EC fährt die S7 als RE hier ohne Halt jeweils von St Margrethen nach Bregenz bzw. von Bregenz nach Lindau-Reutin.

kmueller schrieb:
In den letzten Fahrplänen gab es in St.Margrethen immer einen sehr knappen Anschluß von einer S-Bahn der SBB aus St.Gallen auf eine der ÖBB Richtung Bregenz. Rückwärts sinngemäß. Die betreffenden Fahrten ließen sich ohne weiteres durchbinden, wenn zwischen St. Margrethen und Sargans der Rheintalexpreß von stündlich auf halbstündlich verdichtet wird (meiner Meinung nach geht mehr Verkehr als jetzt auf beiden Seiten gar nicht).
Der Rheintalexpress IR 13 verkehrt ab Dezember 2024 von St. Gallen nach Sargans halbstündlich und nicht nur von St. Margrethen nach Sargans. Statt des schlanken Anschlusses von der S3 Ostschweiz auf die S3 Vorarlberg gibt es dann wie in der anderen halben Stunde einen entspannten Anschluss zwischen IR 13 und S3 Vorarlberg mit neun Minuten Umsteigezeit in St. Margrethen. Die S3 Ostschweiz wird wegen des zusätzlichen IR 13 zwischen St. Gallen und St. Margrethen eine leicht andere Fahrlage erhalten und in St. Margrethen keinen Anschluss mehr an die S3 Vorarlberg herstellen (neu St. Gallen ab .57 statt .55 [.55 fährt dann der neue IR 13 ab] und St. Margrethen an .28 statt .23).

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg
18 610 schrieb:
Hoi mein Bester,

na Danke für die nicht so schöne Info, wollen hoffen dass da sich doch noch was ändert. Sinnhaft wäre das m. E. so auch nicht unbedingt.

Die von der BEG bestellten Kilometer wären jedenfalls schon ab Dezember für 8 Zugpaare Mo - So. Aber gut, die freut es vielleicht auch wenn sie ein paar Euro fuffzig sparen.

Die nächste Frage wäre natürlich, ob tatsächlich der EC 290 dann erst ab Bregenz oder doch schon ab Lindau kommt. Das wäre m. E. sicher nicht verkehrt, genauso wie etwaige HVZ-Verstärker-EC. Zumindest ab Reutin, das ja eh verknotet wird ab Dezember.
Fake News. Die BEG hat hier bisher rein gar nichts bestellt.
Twindexx schrieb:
Ich habs gestern aus äusserst zuverlässiger Quelle mitgeteilt bekommen. In knapp einem Monat startet in der Schweiz die öffentliche Fahrplanvernehmlassung. Dort sollte das dann bereits so ersichtlich sein.
Ohne vertragliche und finanzielle Fixierung aller Beteiligter für dieses Verkehrsangebot ist die Fahrplanvernehmlassung (leider) noch nix wert.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.21 22:51.
Twindexx schrieb:

Es gibt ab Dezember 2021 an Samstagen, Sonntagen und allgemeinen Feiertagen acht Zugspaare nach Lindau. Der EC wird zum Stundentakt verdichtet. Montag bis Freitag wird es keine S7 (RE) geben, bis eben in Lindau die Situation mit dem Bahnübergang behoben ist.
In einem späteren Beitrag in diesem Thread schreibst Du, dass die Verdichtung der EC-Fahrlagen auf 1h-Takt erst 2035 kommen soll. Richtig wäre, dass die je zweistündlichen Fahrlagen von EC und S7 ein (nahezu) stündliches Angebot ergeben werden, ab 12/2021 zumindest erstmal am Wochenende und bis Reutin (finanzielle und vertragliche Einigung vorausgesetzt).

Re: S7 und EC München-Zürich, Rollmaterial Ost-Schweiz?

geschrieben von: 18 610

Datum: 04.05.21 23:55

Guten Abend,

Dann muss ich das falsch in Erinnerung gehabt haben.

Die Finanzierung ist wohl Ende 2019 fixiert worden, oder? Die Beauftragung ist aber nicht erfolgt.

Grüßle von der Insel

Hans-Jörg
truestepper schrieb:
Ohne vertragliche und finanzielle Fixierung aller Beteiligter für dieses Verkehrsangebot ist die Fahrplanvernehmlassung (leider) noch nix wert.
Gemäss Kanton St. Gallen ist das Wochenendangebot mit pro Samstag/Sonntag/Feiertag acht Zugspaare für den Fahrplan 2022 final abgestimmt mit Vorarlberg und BEG.


truestepper schrieb:
In einem späteren Beitrag in diesem Thread schreibst Du, dass die Verdichtung der EC-Fahrlagen auf 1h-Takt erst 2035 kommen soll.
Die S7 stellt die Verdichtung des EC zum Stundentakt dar. Aus Schweizer Sicht ohne separate Tarife für Fern- und Regionalverkehr ist diese Ausdrucksweise so üblich. Bei der S7 Weinfelden-Romanshorn sprechen wir entsprechend ebenfalls davon, dass der IC 8 zum Halbstundentakt verdichtet wird (gemeint: S7 und IC 8 je stündlich bilden einen integralen Schnellzug-Halbstundentakt).

Stündliche EC Lindau-Zürich-Bern/Biel-Genève wird es ab Dezember 2034 geben. Bis dahin verdichtet die S7, die als RE nach Lindau verlängert wird, den EC zum Stundentakt. Die S7 dient zur Trassensicherung für das künftige Fernverkehrsangebot.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg
Twindexx schrieb:
Stündliche EC Lindau-Zürich-Bern/Biel-Genève wird es ab Dezember 2034 geben.
Sprich, der IC5 wird zum EC? Das wird die Velofahrer wieder mal freuen...
Aber dann könnte man die Linie gleich bis Lyon verlängern.
Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
Sprich, der IC5 wird zum EC? Das wird die Velofahrer wieder mal freuen...
Aber dann könnte man die Linie gleich bis Lyon verlängern.
Ohne französische Zulassung des Rollmaterials…

Ausserdem habe ich nirgends geschrieben, dass der IC 5 zum EC wird; heute ist da so – ab 2035:
Wenn du genau schaust, habe ich Bern/Biel geschrieben. Derzeit läuft mit dem BAV die weitere Abstimmung zum Angebot. Dabei geht es vor allem auch um die Durchbindungen im Knoten Zürich. Entweder wird der St.Galler Sprinter um .00 oder um .30 nach Bern, der andere nach Biel durchgebunden. Der Zug um .30 in Zürich ist dann einfach der stündliche EC. Ob der EC dann also der IC 1 oder der IC 5 sein wird, wird sich noch ergeben. Bei einer Durchbindung via Bern ist der Einsatz von Doppelstockzügen ein Muss. Aus diesem Grund wird mit dem Ausbauschritt 2035 auch die Voraussetzung geschaffen, zwischen Winterthur und St. Margrethen FV-Dosto mit Wankkompensation nach Reihe W einsetzen zu können. Die entsprechenden RABDe 502 weisen bereits in Einzeltraktion acht Velohaken auf.
Ausserdem sieht das Angebot 2035 in St. Gallen genug Standzeit im Fahrplan vor um die EC-Züge im Schweizer Abschnitt auf Doppeltraktion stärken zu können. Dies ist für die Durchbindung über Zürich hinaus eine zwingende Voraussetzung. Eine Doppeltraktion FV-Dosto bietet mehr Veloplätze als Astoro, ICN oder IC2000, womit sich Velofahrer auf jeden Fall freuen dürften.

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CH hat für 2035 konkretere Pläne als DE für 2023!

geschrieben von: Packwagen

Datum: 05.05.21 08:29

Twindexx schrieb:
Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
Sprich, der IC5 wird zum EC? Das wird die Velofahrer wieder mal freuen...
Aber dann könnte man die Linie gleich bis Lyon verlängern.
Ohne französische Zulassung des Rollmaterials…

Ausserdem habe ich nirgends geschrieben, dass der IC 5 zum EC wird; heute ist da so – ab 2035:
Wenn du genau schaust, habe ich Bern/Biel geschrieben. Derzeit läuft mit dem BAV die weitere Abstimmung zum Angebot. Dabei geht es vor allem auch um die Durchbindungen im Knoten Zürich. Entweder wird der St.Galler Sprinter um .00 oder um .30 nach Bern, der andere nach Biel durchgebunden. Der Zug um .30 in Zürich ist dann einfach der stündliche EC. Ob der EC dann also der IC 1 oder der IC 5 sein wird, wird sich noch ergeben. Bei einer Durchbindung via Bern ist der Einsatz von Doppelstockzügen ein Muss. Aus diesem Grund wird mit dem Ausbauschritt 2035 auch die Voraussetzung geschaffen, zwischen Winterthur und St. Margrethen FV-Dosto mit Wankkompensation nach Reihe W einsetzen zu können. Die entsprechenden RABDe 502 weisen bereits in Einzeltraktion acht Velohaken auf.
Ausserdem sieht das Angebot 2035 in St. Gallen genug Standzeit im Fahrplan vor um die EC-Züge im Schweizer Abschnitt auf Doppeltraktion stärken zu können. Dies ist für die Durchbindung über Zürich hinaus eine zwingende Voraussetzung. Eine Doppeltraktion FV-Dosto bietet mehr Veloplätze als Astoro, ICN oder IC2000, womit sich Velofahrer auf jeden Fall freuen dürften.
Hallo Twindexx,

danke. Das fasziniert mich immer wieder. In Deutschland weiß man noch nicht einmal genau, was in zwei Jahren fahren wird. Und in der Schweiz kennt man schon die Zahl der Velohaken an einem Zug im Jahre 2035. Welch kulturelle Unterschiede!

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Twindexx schrieb:
Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
Aber dann könnte man die Linie gleich bis Lyon verlängern.
Ohne französische Zulassung des Rollmaterials…
Das sollte in der heutigen Zeit eine Formsache sein. In Zeiten von einem (einigermassen) vereinten Europa, Klimadiskussion etc. fänd ich eine bessere Erreichbarkeit von Südfrankreich und Spanien z.B. als essentiell. Das würde man mit einer Durchbindung nach Lyon erreichen.
Aber das ist ein anderes Thema.
Zitat:
Ausserdem habe ich nirgends geschrieben, dass der IC 5 zum EC wird; heute ist da so – ab 2035:
Nein, das war meine Annahme.
Zitat:
Eine Doppeltraktion FV-Dosto bietet mehr Veloplätze als Astoro, ICN oder IC2000, womit sich Velofahrer auf jeden Fall freuen dürften.
Mein Kommentar war nach dem Hintergrund, dass man im EC nach München und Mailand nur international das Velo mitnehmen kann (auch wenn eine Einheit in Chiasso abgehängt wird....). Wenn das dann auch auf der Paradestrecke SG-GE so sein würde, wäre das tragisch.
Allerdings sind die Velohaken im FV-Dosto auch sehr ungünstig platziert, was mir ein Zugbegleiter auch bestätigte. Neulich hatten die (beide) auch eine "Schraube locker", sodass das Velo den kompletten Gang versperrt hätte, hätte ich es eingehängt.
Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
Das sollte in der heutigen Zeit eine Formsache sein. In Zeiten von einem (einigermassen) vereinten Europa, Klimadiskussion etc. fänd ich eine bessere Erreichbarkeit von Südfrankreich und Spanien z.B. als essentiell. Das würde man mit einer Durchbindung nach Lyon erreichen.
Nein, das wird auf lange Sicht keine Formsache sein können.

Das Lichtraumprofil in Frankreich verhindert den Einsatz Schweizer Doppelstockfahrzeuge. Die Tauglichkeit für Deutschland ist schon keine so einfache Sache für die Umsetzung des Behinderten-Gleichstellungsgesetz (BehiG). Im noch engeren französischen Profil ist dies praktisch unmöglich in Einklang zu bringen. Der TGV erfüllt das BehiG nicht.
Die nötige Gleichstromausrüstung ist ein erheblicher Kosten- und Platzfaktor. Deutschland und Österreich ist da relativ einfach, da hier kein separates Stromsystem im platztechnisch hochkomplexen Doppelstockzug untergebracht werden muss. Ausserdem fehlen dir beim FV-Dosto die Platzierungsmöglichkeiten für weitere Stromabnehmer, weshalb die breitere Wippe für DE und AT bereits mit breitenverstellbaren Schleifleisten umgesetzt werden soll.

Deshalb werden für solche Einsatzgebiete eher Spezialflotten wie eben der Giruno beschafft. Der Giruno ist dann jedoch wieder auf den Schweizer Hauptachsen nur sehr begrenzt einsatzfähig, weil die Sitzplatzkapazitäten für Schweizer Verhältnisse relativ gering ausfallen. Auf der West-Ost-Achse wäre der Giruno nicht mehr in den Takt einbindbar. Übrigens: Der Giruno hat unter Gleichstrom eine Vmax von nur 160 km/h, weil er in Italien den 1‘450mm-AC-Stromabnehmer nutzt und keinen spezialisierten DC-Stromabnehmer besitzt.
Für einen Angebotsausbau nach Südfrankreich und Spanien sehen die SBB daher Verbindungen vor, die jeweils in Genève enden oder beginnen und dort Anschluss von und zum Schweizer Inlandstakt bieten. Im Moment ist hier jedoch die grösste Bremse die SNCF, welche die Mehrheit an Lyria SAS hält und Wünsche der SBB aufs Abstellgleis schiebt. Die SBB haben zum einen Ideen, nun selbst TGV-Züge für Verbindungen wie Genève-Barcelona oder nach Lille/Bruxelles anzuschaffen oder eine Giruno-Option mit Zulassung für Frankreich und Spanien zu prüfen. Aber eben: Der Giruno würde mangels Sitzplatzkapazität auch kaum über Genève weiter in die Schweiz durchgebunden werden und beim TGV stellt sich die Frage wegen dem BehiG auch je länger je mehr.
Der geplante Nachtzug Zürich-Barcelona wird mit konventionellen Schlaf- und Liegewagen verkehren und jeweils in Genève einen Lokwechsel durchführen. Die Fahrplantrasse Zürich-Genève wird ausser Takt mit entsprechend erheblich längerer Fahrzeit als die Takt-IC ausfallen.

Eine Durchbindung Schweizer Takt-IC über Genève hinaus nach Frankreich wird aus den genannten Gründen auf Jahrzehnte hinaus eine Unmöglichkeit darstellen.

Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
Mein Kommentar war nach dem Hintergrund, dass man im EC nach München und Mailand nur international das Velo mitnehmen kann (auch wenn eine Einheit in Chiasso abgehängt wird....). Wenn das dann auch auf der Paradestrecke SG-GE so sein würde, wäre das tragisch.
Allerdings sind die Velohaken im FV-Dosto auch sehr ungünstig platziert, was mir ein Zugbegleiter auch bestätigte. Neulich hatten die (beide) auch eine "Schraube locker", sodass das Velo den kompletten Gang versperrt hätte, hätte ich es eingehängt.
Es wird ja wohl in über zehn Jahren mal möglich sein, die Buchungssysteme zu modernisieren. Internationale Züge hängen eben im internationalen Buchungssystem drin (das läuft glaub bei Zügen von/nach Deutschland sogar über die DB).

Die Velohaken im FV-Dosto sind so ausgeführt, wie es die SBB haben wollten. Drei Monate SBB-interne Workshops bis man Bombardier mitteilen konnte, welche Velohaken in welcher Form und in welcher Farbe an welchen Stellen im Zug wie zu montieren seien.

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Twindexx schrieb:
truestepper schrieb:
Ohne vertragliche und finanzielle Fixierung aller Beteiligter für dieses Verkehrsangebot ist die Fahrplanvernehmlassung (leider) noch nix wert.
Gemäss Kanton St. Gallen ist das Wochenendangebot mit pro Samstag/Sonntag/Feiertag acht Zugspaare für den Fahrplan 2022 final abgestimmt mit Vorarlberg und BEG.
Ich dachte, dass Dir bekannt ist, dass eine Fahrplanabstimmung nur ein Teil eines einzuführenden Fahrplankonzeptes bzw. einer zu bestellenden Zugleistung. Man kann natürlich die restlichen Themen auch einfach ausblenden und blind was behaupten.
Twindexx schrieb:
Die S7 stellt die Verdichtung des EC zum Stundentakt dar. Aus Schweizer Sicht ohne separate Tarife für Fern- und Regionalverkehr ist diese Ausdrucksweise so üblich. Bei der S7 Weinfelden-Romanshorn sprechen wir entsprechend ebenfalls davon, dass der IC 8 zum Halbstundentakt verdichtet wird (gemeint: S7 und IC 8 je stündlich bilden einen integralen Schnellzug-Halbstundentakt).

Stündliche EC Lindau-Zürich-Bern/Biel-Genève wird es ab Dezember 2034 geben. Bis dahin verdichtet die S7, die als RE nach Lindau verlängert wird, den EC zum Stundentakt. Die S7 dient zur Trassensicherung für das künftige Fernverkehrsangebot.
Keiner der mir bekannten Schweizer Fachplaner (und das sind gar nicht so wenige) verwendet die von Dir kolportierte "Ausdrucksweise". Es besteht eine stündliche Takttrasse, welche vom EC zweistündlich verwendet wird. Eine Auffüllung der unbelegten Fahrplantrassen dieser stündlichen Takttrasse führt noch lange nicht zu einem EC-Stundentakt.
Der Ursprung der Idee der S7 ist ein anderer und kommt nicht aus der Schweiz.

Ob man mit der S7 eine Trassensicherung für einen späteren stündlichen EC betreiben kann, hängt wohl hauptsächlich von den jeweiligen SNB der einzelnen Infra-Betreiber ab. Ich gehe davon aus, dass Deine diesbezüglichen Aussagen sich wie immer nur auf die Schweiz beziehen.

Deine Ausführungen zur Schweiz lese ich mit Interesse, da diese scheinbar fundiert sind. Bei Deinen Blicken über die Staatsgrenze sieht das ganze leider regelmäßig etwas anders aus. Aber Du hast ja zumindest User Packwagen als treuen Fan beidseits der Grenze. :-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.21 22:52.

Doppelt bitte löschen (o.w.T)

geschrieben von: Packwagen

Datum: 06.05.21 06:48

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 06:51.

Re: Ruhig Blut ;-)

geschrieben von: Packwagen

Datum: 06.05.21 06:49

Packwagen schrieb:
truestepper schrieb:
Twindexx schrieb:
truestepper schrieb:
Ohne vertragliche und finanzielle Fixierung aller Beteiligter für dieses Verkehrsangebot ist die Fahrplanvernehmlassung (leider) noch nix wert.
Gemäss Kanton St. Gallen ist das Wochenendangebot mit pro Samstag/Sonntag/Feiertag acht Zugspaare für den Fahrplan 2022 final abgestimmt mit Vorarlberg und BEG.
Ich dachte, dass Dir bekannt ist, dass eine Fahrplanabstimmung nur ein Teil eines einzuführenden Fahrplankonzeptes bzw. einer zu bestellenden Zugleistung. Man kann natürlich die restlichen Themen auch einfach ausblenden und blind was behaupten.
Hallo, warum so aggressiv? Kein User hier bei DSO, keiner!, kann so fundiert, präzise und gut begründet Beiträge schreiben wie User Twindexx. Wo hier eine blinde Behauptung ist, vermag ich nicht zu erkennen. Und niemand erwartet hier, dass Namen als Quellen genannt werden.

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Was war denn falsch?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 06.05.21 06:55

truestepper schrieb:
Twindexx schrieb:
Die S7 stellt die Verdichtung des EC zum Stundentakt dar. Aus Schweizer Sicht ohne separate Tarife für Fern- und Regionalverkehr ist diese Ausdrucksweise so üblich. Bei der S7 Weinfelden-Romanshorn sprechen wir entsprechend ebenfalls davon, dass der IC 8 zum Halbstundentakt verdichtet wird (gemeint: S7 und IC 8 je stündlich bilden einen integralen Schnellzug-Halbstundentakt).

Stündliche EC Lindau-Zürich-Bern/Biel-Genève wird es ab Dezember 2034 geben. Bis dahin verdichtet die S7, die als RE nach Lindau verlängert wird, den EC zum Stundentakt. Die S7 dient zur Trassensicherung für das künftige Fernverkehrsangebot.
Keiner der mir bekannten Schweizer Fachplaner (und das sind gar nicht so wenige) verwendet die von Dir kolportierte "Ausdrucksweise". Es besteht eine stündliche Takttrasse, welche vom EC zweistündlich verwendet wird. Eine Auffüllung der unbelegten Fahrplantrassen dieser stündlichen Takttrasse führt noch lange nicht zu einem EC-Stundentakt.
Der Ursprung der Idee der S7 ist ein anderer und kommt nicht aus der Schweiz.

Ob man mit der S7 eine Trassensicherung für einen späteren stündlichen EC betreiben kann, hängt wohl hauptsächlich von den jeweiligen SNB der einzelnen Infra-Betreiber ab. Ich gehe davon aus, dass Deine diesbezüglichen Aussagen sich wie immer nur auf die Schweiz beziehen.

Deine Ausführungen zur Schweiz lese ich mit Interesse, da diese scheinbar fundiert sind. Bei Deinen Blicken über die Staatsgrenze sieht das ganze leider regelmäßig etwas anders aus. Aber Du hast ja zumindest User Packwagen als treuen Fan beidseits der Grenze. :-)
Oh, höre ich da Eifersucht heraus? Bis jetzt hat das alles gepasst, was von Twindexx in Richtung Allgäu vorhergesagt wurde. Wo lag er denn falsch? Aber bitte mit Quelle ;-) Sind wir doch froh, wenn ein Insider so gutwillig Auskunft gibt.

Vor allem aber, werter truestepper, wäre es schön, wenn statt In-Frage-Stellen, Verneinung und Kritik auch einmal klare und neue Informationen kämen. Aber immer nur sagen, ein Kollege liege falsch, ist etwas zu wenig.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 07:22.
truestepper schrieb:
Keiner der mir bekannten Schweizer Fachplaner (und das sind gar nicht so wenige) verwendet die von Dir kolportierte "Ausdrucksweise". Es besteht eine stündliche Takttrasse, welche vom EC zweistündlich verwendet wird. Eine Auffüllung der unbelegten Fahrplantrassen dieser stündlichen Takttrasse führt noch lange nicht zu einem EC-Stundentakt.
In der Fachsprache vielleicht nicht, auf Ebene des Nutzens für Fahrgäste zwischen Ostschweiz und Lindau aber schon. Ich bin da jahrzehntelang gefahren und erinnere mich noch an Zeiten, als man faktisch gezwungen war, ein Stück (vom Bf. St.Margrethen zum Bregenzer Stadtbus in Höchst) zu laufen.
Zum Landbus (der blaue Stadtbus Bregenz kommt eigentlich nicht über die Bregenzer Stadtgrenzen hinaus ;-) ).
Aber es stimmt. Es ist beachtlich, wie das Angebot alleine in den letzten 15 Jahren stetig verbessert und ausgebaut wurde. Ein durchgehender Stundentakt St. Gallen - Lindau wäre hier jetzt das letzte fehlende Puzzlestück.
truestepper schrieb:
Ich dachte, dass Dir bekannt ist, dass eine Fahrplanabstimmung nur ein Teil eines einzuführenden Fahrplankonzeptes bzw. einer zu bestellenden Zugleistung. Man kann natürlich die restlichen Themen auch einfach ausblenden und blind was behaupten.
Die restlichen Themen habe ich definitiv nicht ausgeblendet. Du hast eine PM.

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Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 06.05.21 21:55

Packwagen schrieb:
Vor allem aber, werter truestepper, wäre es schön, wenn statt In-Frage-Stellen, Verneinung und Kritik auch einmal klare und neue Informationen kämen. Aber immer nur sagen, ein Kollege liege falsch, ist etwas zu wenig.
Naja, auch in der Schweiz klappt nicht immer als ganz so wie geplant.
Ab letztem Dezember mit dem Twindexx und Wako in 3h30 von Zürich nach München, wenn die trödelnden Deutschen endlich fertig sind, hat ja nicht hingehauen.
Deutschland war zwar spät, ist aber dann doch noch fertig geworden. Nur in der Schweiz (und Österreich) verliert man altuell eine halbe Stunde und ist daher bisher nur wenige Minuten schneller als früher mit 218 und Lokwechsel in Lindau. Mit nur ein Jahr Verspätung klappt es auch in der Schweiz mit der Fahrzeitverkürzung.
Und als man bei den ersten Twindexx-Verspätungen sah man noch kein Problem, da ja lahmen Deutschland noch länger mit der Elektrifizierung benötigen würden. Nun hängt durchgehend die Fahrleitung, aber an der Wako-Twindexx-Zulassung fehlt es aber immer noch. Wobei die Strecken in der Schweiz noch nicht mal für die Wako-Züge hergerichtet sind. Aus dem "wir können sofort mit den Twindexx starten sobald Deutschland fertig ist" wurde ein "Ups, wir schaffen es nicht mal mit den kurzfristig ausgegrabenen ETR 610 als Twindexx-Ersatz rechtzeitig".

Und auch die Planungen in der Schweiz ändern sich immer wieder und 2035 ist sicher ein Ziel, darf aber darf keinesfalls so angenommen werden, dass das wirklich 1:1 so umgesetzt wird. Bahn 2000 sah in den 1980ern bei den Linienführungen und Fahrplänen auch recht anders aus, als die zusammgestrichene Variante aus den 1990ern, die dann wieder Unterschiede zu der letztendlich realisierten Version hatte. Und auch danach gab es immer wieder weitere Pläne, die dann doch wieder anderen Plänen wichen.
Und beim Fahrzeugeinsatz kann noch viel mehr passieren.

Um etwas zum Thema zurückzukehren, wie löst man das eigentlich mit den IR zwischen Rorschach und St. Margrethen? Der EC soll da wohl zukünftig dicht dem IR hinterherfahren und dann einen schnelle Systemwechel in St. Margrethen machen. Die Thurbo-GTW sollen aber mangels ETCS-Baseline 3 angeblich deutlich länger zum Systemwechsel benötigen. Die müssten dann eigentlich dem IR vorausfahren und sich in St. Margrethen überholen lassen. Allerdings sind da heute zwischen Ankunft der S 7 und Abfahrt des IR in Rorschach nur 3 min. Setzt ich da eine Minute Aufenthalt für die S 7 bleiben nur 2 min zum IR, gibt die Blockdichte das her?

Gruß
Florian



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.21 21:57.

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 06.05.21 23:09

Florian Ziese schrieb:
Und auch die Planungen in der Schweiz ändern sich immer wieder und 2035 ist sicher ein Ziel, darf aber darf keinesfalls so angenommen werden, dass das wirklich 1:1 so umgesetzt wird. Bahn 2000 sah in den 1980ern bei den Linienführungen und Fahrplänen auch recht anders aus, als die zusammgestrichene Variante aus den 1990ern, die dann wieder Unterschiede zu der letztendlich realisierten Version hatte. Und auch danach gab es immer wieder weitere Pläne, die dann doch wieder anderen Plänen wichen.
Klassischer Äpfel/Birnen-Vergleich. Man hat bezüglich Finanzierung viel gelernt, FABI ist das Resultat. Hätte man in den 80ern Bahn 2000 so geplant wie den STEP 2035, wäre Bahn 2000 entweder von Anfang an mit weniger Infrastruktur geplant worden oder das Budget wäre deutlich erhöht worden. Der STEP 2035 ist durchfinanziert und die 12.89 Mia CHF sind vom Parlament bewilligt worden.
Daraus resultiert übrigens die seit FABI klar festgelegte Tatsache, dass deine Aussage «die Planungen […] ändern sich immer wieder» bezüglich der Infrastruktur zwangsläufig falsch sind. Weil jede Änderung am beschlossenen Infrastrukturausbau einen vollwertigen Parlamentsentscheid benötigt. Deshalb wird man auf Teufel komm raus an der Infrastruktur des STEP 2035 auch tunlichst nichts mehr verändern wollen. Das BAV muss mit den Infrastrukturbetreibern zwingend schauen, dass die beschlossenen Ausbau im vorgegebenen Budget realisiert werden. Da macht der ZBT II gerade ziemliche Probleme, während der Brüttenertunnel nach Abschluss des Vorprojekts kostenmässig etwa auf Kurs liegt.

Das auf dieser Infrastruktur geplante Angebot kann jedoch laufend verändert werden, jedoch darf dies eben keine weiteren Infrastrukturausbauten auslösen. Ein derartiges Änderungs-Management läuft mit dem BAV auch derzeit. Dort versuchen die Kantone, zusätzliche Angebotsausbauten in den STEP 2035 zu integrieren, die infrastrukturneutral umgesetzt werden können. Für die Kantone St. Gallen und Thurgau betrifft dies die Durchbindungen der IC und IR aus der Ostschweiz im Knoten Zürich Richtung Bern und Biel.
Das Schweizer Parlament kümmert sich übrigens bereits um den STEP 2045. Da werden bereits die politischen Allianzen vorbereitet. So nach dem Motto «Wir Ostschweizer stimmen dem weiteren Ausbau Fribourg-Lausanne zu, wenn ihr Westschweizer für einen Ausbau zwischen Winterthur und St. Gallen stimmt.

Florian Ziese schrieb:
Um etwas zum Thema zurückzukehren, wie löst man das eigentlich mit den IR zwischen Rorschach und St. Margrethen? Der EC soll da wohl zukünftig dicht dem IR hinterherfahren und dann einen schnelle Systemwechel in St. Margrethen machen.
Der Stromabnehmer des EC wird an der Fahrleitungstrennstelle zwischen Staad und Rheineck gewechselt. Der EC kann dem IR 13 trotzdem im Blockabstand folgen, das hat ja nichts mit der Breite des Stromabnehmer zu tun. Das Zuschalten des STM für PZB und GNT erfolgt dann auch während der Fahrt und nicht beim Halt in St. Margrethen.

Das Ausbauprojekt «Zugfolgezeitverkürzung Rorschach – St. Margrethen» wurde planmässig im Dezember 2020 in Betrieb genommen. Die technische Zugfolgezeit beträgt nun 90 Sekunden, planmässige Zugfolgezeit zwei Minuten.

Florian Ziese schrieb:
Die Thurbo-GTW sollen aber mangels ETCS-Baseline 3 angeblich deutlich länger zum Systemwechsel benötigen.
Nein, die technische Komplexität des GTW ist deutlich niedriger als die des Astoro. Der GTW schafft das auch ohne BL3 in einem kurzen Halt. Beim Astoro spielt da die Italientauglichkeit mit rein, welche den Astoro auch in St. Margrethen zu einem deutlich aufwändigeren Transitionsverfahren zwingt. Mit dem ETCS hebelt man das eben aus, ist ja auch beim Giruno in Chiasso das Thema.

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Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 07.05.21 08:59

Florian Ziese schrieb:
Packwagen schrieb:
Vor allem aber, werter truestepper, wäre es schön, wenn statt In-Frage-Stellen, Verneinung und Kritik auch einmal klare und neue Informationen kämen. Aber immer nur sagen, ein Kollege liege falsch, ist etwas zu wenig.
Naja, auch in der Schweiz klappt nicht immer als ganz so wie geplant.

Werter Kollege,

es ging hier nicht um die Frage, was in der Schweiz nicht klappt. Sondern um die Frage, ob wir hier solch persönlichen Angriffe brauchen, die zudem noch ohne jede Begründung daher kommen.

Twindexx ist ja auch immer der erste, der solche Änderungen aus der Schweiz hier berichtet.

Und in der Sache zeigt sich schon, dass in der Schweiz eine ganz andere Planungskultur für die Bahn vorherrscht. Mir ist zwar das deutsche System lieber, das auch echten HGV bietet. Aber die Schweiz ist relativ klein und macht das grandios. (Ich persönlich würde mir z.B. eine markant schnellere Durchbindung Ostschweiz-Genfer See-Frankreich wünschen.)

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.05.21 09:02.

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 08.05.21 16:29

Twindexx schrieb:
Florian Ziese schrieb:
Die Thurbo-GTW sollen aber mangels ETCS-Baseline 3 angeblich deutlich länger zum Systemwechsel benötigen.
Nein, die technische Komplexität des GTW ist deutlich niedriger als die des Astoro. Der GTW schafft das auch ohne BL3 in einem kurzen Halt. Beim Astoro spielt da die Italientauglichkeit mit rein, welche den Astoro auch in St. Margrethen zu einem deutlich aufwändigeren Transitionsverfahren zwingt. Mit dem ETCS hebelt man das eben aus, ist ja auch beim Giruno in Chiasso das Thema.
Jetzt bin ich verwirrt, vor nicht allzulanger Zeit schrieb ein User namens Twindexx hier folgendes (aus [www.drehscheibe-online.de]:
Du hast igendwie nicht begriffen, um was es geht. Du kannst schon ohne ETCS BL3 die Transition machen, da ist gar nichts gefährlich. Du musst einfach sechs Minuten in St. Margrethen halten, um nach dem "Einschalten" die vorgeschriebenen Tests an der Komposition durchzuführen. Und das ist dann nunmal vier Minuten zu lang, um in 3h30 von München nach Zürich zu kommen, weil man sich dann in der IC-Trasse exakt 30 Minuten später wiederfindet.
Bis Ende 2016 ging das eben noch ohne diese Tests in St. Margrethen, weshalb bis dahin der EC in St. Margrethen auch nur zwei Minuten hielt. Aber wie du ja selber nachschauen kannst, wurde per Dezember 2016 die Haltezeit der EC mit Re 421 auf sechs Minuten verlängert. Und wenn dann ETCS BL3 mit der dynamischen Transition kommt, dann macht man die nötigen Tests einmal vor Abfahrt in München und nimmt sie dann bei der Transition mit rüber und muss sie so eben nicht mehr in St. Margrethen nochmal durchführen.


Also ETR 610 kann ich ja vielleicht gerade noch irgendwie nachvollziehen dass der komplexer sein könnte.
Aber was jetzt an einer Re 421 so viel komplexer als bei einem GTW sein soll?

Gruß
Florian

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 08.05.21 18:30

Florian Ziese schrieb:
Aber was jetzt an einer Re 421 so viel komplexer als bei einem GTW sein soll?
Lokbespannter Reisezug vs. moderner Triebzug.
Wenn du beim Reisezug die Bremsprobe machst, muss der Lokführer vom Zugchef am hintersten Wagen für die EP-Bremse unterstützt werden. Das ist bei Triebzügen nicht der Fall und der Lokführer kann es ohne fremde Hilfe in einer deutlich kürzeren Zeit durchführen. Beim Astoro dauert es einfach trotzdem wegen der Italientauglichkeit länger.

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Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: truestepper

Datum: 09.05.21 19:01

Packwagen schrieb:
Florian Ziese schrieb:
Packwagen schrieb:
Vor allem aber, werter truestepper, wäre es schön, wenn statt In-Frage-Stellen, Verneinung und Kritik auch einmal klare und neue Informationen kämen. Aber immer nur sagen, ein Kollege liege falsch, ist etwas zu wenig.
Naja, auch in der Schweiz klappt nicht immer als ganz so wie geplant.

Werter Kollege,

es ging hier nicht um die Frage, was in der Schweiz nicht klappt. Sondern um die Frage, ob wir hier solch persönlichen Angriffe brauchen, die zudem noch ohne jede Begründung daher kommen.

Twindexx ist ja auch immer der erste, der solche Änderungen aus der Schweiz hier berichtet.
Fachliche Kritikfähigkeit müssen wir aber noch lernen.

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: truestepper

Datum: 09.05.21 19:05

Twindexx schrieb:

Das Ausbauprojekt «Zugfolgezeitverkürzung Rorschach – St. Margrethen» wurde planmässig im Dezember 2020 in Betrieb genommen. Die technische Zugfolgezeit beträgt nun 90 Sekunden, planmässige Zugfolgezeit zwei Minuten.
Nur 30 Sekunden Pufferzeit?

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 09.05.21 20:52

Die Zugfolgezeit heißt ja nicht, dass tatsächlich zwangsläufig alle 2 Minuten ein Zug dort drüberfetzt. Vgl. auch [www.fahrplanfelder.ch] .
Aber die theoretische Kapazität kann künftig dahingehend erhöht werden, was punktuell Fahrzeit- und Trassenoptimierungen nach sich ziehen kann, mit denen andernorts heute bestehende Konflikte oder Engpässe beseitigt werden können.

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 10.05.21 10:46

truestepper schrieb:
Nur 30 Sekunden Pufferzeit?
Standard auf Schweizer Hauptlinien. Ein anderer Nutzer dieses Forums hat mal dieses Video hier aufgenommen, wo man das perfekt sieht: [www.youtube.com]

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: kmueller

Datum: 10.05.21 11:08

Twindexx schrieb:
truestepper schrieb:
Nur 30 Sekunden Pufferzeit?
Standard auf Schweizer Hauptlinien. Ein anderer Nutzer dieses Forums hat mal dieses Video hier aufgenommen, wo man das perfekt sieht: [www.youtube.com]
Es haut wirklich bis auf wenige Sekunden genau hin. Etwa 90 Sekunden nach einer Durchfahrt kommt 'grün' und ca. weitere 30 Sekunden später der nächste Zug. Nur der letzte, ein Güterzug, war nach diesem Kriterium um ca. 30 Sekunden verspätet. Das war dann wohl der letzte des Bündels?

Was mir auch aufgefallen ist: das im Video sichtbare Signal fungiert alternierend als (nach deutschen Regeln) 'Hauptsignal' und 'Vorsignal'. Nach 'rot' kommt erst 'gelb' mit darunter angezeigtem Geschwindigkeitslimit (zwei Stufen) und dann 'grün'. Ein Folgezug könnte also - wenn auch langsamer - dem vorherigen noch früher als nach 90 Sekunden folgen. Dasselbe Prinzip verwenden auch andere Bahnen mit dichtem Verkehr. Warum nicht die DB?

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: philipp

Datum: 11.05.21 01:48

kmueller schrieb:
Twindexx schrieb:
truestepper schrieb:
Nur 30 Sekunden Pufferzeit?
Standard auf Schweizer Hauptlinien. Ein anderer Nutzer dieses Forums hat mal dieses Video hier aufgenommen, wo man das perfekt sieht: [www.youtube.com]
Es haut wirklich bis auf wenige Sekunden genau hin. Etwa 90 Sekunden nach einer Durchfahrt kommt 'grün' und ca. weitere 30 Sekunden später der nächste Zug. Nur der letzte, ein Güterzug, war nach diesem Kriterium um ca. 30 Sekunden verspätet. Das war dann wohl der letzte des Bündels?
Abstand ist immer +/-gleich, ca. 120 Sekunden bis zum nächsten Zug, plus ca. 10 Sekunden für Durchfahrt
Zitat:
Was mir auch aufgefallen ist: das im Video sichtbare Signal fungiert alternierend als (nach deutschen Regeln) 'Hauptsignal' und 'Vorsignal'. Nach 'rot' kommt erst 'gelb' mit darunter angezeigtem Geschwindigkeitslimit (zwei Stufen) und dann 'grün'. Ein Folgezug könnte also - wenn auch langsamer - dem vorherigen noch früher als nach 90 Sekunden folgen. Dasselbe Prinzip verwenden auch andere Bahnen mit dichtem Verkehr. Warum nicht die DB?
Wenn der Zug zu früh kommt, führt dies zum Handorgeleffekt und ist daher ungünstig. Denn der Zug muss dann vor dem nächsten Signal langsamer fahren, um nicht abgeschossen zu werden. Im Endeffekt wird damit die Durchlässigkeit verringert.

Re: Was war denn falsch?

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 11.05.21 20:42

kmueller schrieb:
Was mir auch aufgefallen ist: das im Video sichtbare Signal fungiert alternierend als (nach deutschen Regeln) 'Hauptsignal' und 'Vorsignal'. Nach 'rot' kommt erst 'gelb' mit darunter angezeigtem Geschwindigkeitslimit (zwei Stufen) und dann 'grün'. Ein Folgezug könnte also - wenn auch langsamer - dem vorherigen noch früher als nach 90 Sekunden folgen. Dasselbe Prinzip verwenden auch andere Bahnen mit dichtem Verkehr. Warum nicht die DB?
Prinzipiell kann das die DB auch, wenn auch mit ein paar mehr Einschränkungen. Zumindest mit Ks-Signalen an ESTW oder den Hl-Signalen bei ex-Reichsbahn-Strecken, die Bundesbahn verzichtete auf ein Hochsignalisieren bei wegfallenden Gründen für Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Schon vor längerem wurden in der Schweiz die kombinierten Signale als solche abgeschafft, die sowohl Haupt- als auch Vorsignalbilder zeigen konnten. Oder eigentlich umgekehrt, prinzipiell gibt es nun nur noch kombinierte Signale, die daher nicht mehr extra benannt werden müssen.
Hauptsignale sind nun Signale die Halt zeigen können, Vorsignale solche die nicht Halt zeigen können, was an sonstigen Vor-/Hauptsignalbildern noch angezeigt werden kann ist egal.

Gruss
Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.05.21 20:43.