DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 25.04.21 02:46

Stupor Mundi schrieb:
Zumal die Verbindung via Schaffhausen mit dem kommenden Fahrplanwechsel wegfällt, dann keine Direktzüge Ravensburg-Schaffhausen mehr und keine passenden Anschlüsse mehr in Friedrichshafen Stadt. Eventuell noch eine Option mit der Fähre Friedrichshafen-Konstanz als eventuelle Alternative zum Bus nach Konstanz, habe jetzt aber die Fahrzeiten nicht extra geprüft.
Hat man es denn endlich geschafft den Katamaran in die Nahverkehrstarife zu integrieren? Andernfalls ist das nicht wirklich eine Alternative.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: Florian Ziese

Datum: 25.04.21 09:32

Twindexx schrieb:
Florian Ziese schrieb:
Ach, rund um Friedrichshafen gibt es überall schon länger Halbstundentakte...?
Das ist nicht das Problem des Kantons Thurgau. Nochmal zur Erinnerung: Der Kanton Thurgau zahlt bereits mehr an den Fährbetrieb als die deutsche Seite, obwohl eine faire Verteilung je Hälftig wäre. Und wer zahlt, schafft an. Damit hat sich der Kanton Thurgau auch durchgesetzt mit der zum Knoten Romanshorn passenden Fahrlage.
Die deutsche Seite darf gerne ihren finanziellen Beitrag erhöhen, um damit mehr Mitsprache in der Angebotsgestaltung zu erhalten.
Klar, wenn man ausser der rein Schweizer Sicht, wo die Fähre alleine dafür da ist, dass man zum billigen Einkaufen nach Friedrichshafen fahren kann, alles andere ausblendet, dann passt es natürlich. Vielleicht bildet das auch die Realität ab und die meisten Fahrgäste fahren zum Einkaufen nach Friedrichshafen.

Aber ansonsten finde ich die Haltung ziemlich arogant. Es war die Schweiz, die die Fahrplanänderung an der Seelinie wollte, bei dem alle Fahrpläne verschoben werden musste. Aber die nötigen Kosten um die Fähre sauber zu verschieben wollte man dann nicht tragen, sondern führt als Billiglösung einen schiefen Takt ein. Und dann sind die Deutschen Schuld, weil sie nicht mehr zahlen wollten?
Genauso ja das Problem mit dem RE St. Gallen-Konstanz, das ist ja genauso ein Opfer des neuen Fahrplans in der Schweiz, da der auch ohne Rücksicht auf die grenzüberschreitenden Anschlüsse um 15 min verchoben wurden (allerdings mit üblicher Symmetrie). Die Mehrkosten für einen Erhalt der Fahrlage mit den guten Anschlüssen war der Schweiz dann doch zu teuer. Und du hast hier ja auch schon gejammert, dass der Zug keinen guten Anschluss in Konstanz hätte, weil BaWü keinen zusätzlichen RE bestellen will, um auszugleichen, dass die Schweiz den Anschluss an den eigentlich vorgesehen Anschluss-Zug durch verschieben um 15 min einfach gekappt hat. Gut, durch das Interimskonzept auf der Gäubahn ist die Sache jetzt ungeplant noch komplizierter, da der RE in Singen keinen Anschluss nach Stuttgart mehr hat, ändert am prinzipiellen Problem nichts.

Gruss

Florian



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.21 09:33.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: RhBDirk

Datum: 25.04.21 09:58

junglok13 schrieb:
Hallo, hab neulich mit Schrecken festgestellt, dass die Fähre mittlerweile in einer völlig verkorksten Lage fährt. Letztes Jahr im Sommer, als ich das letzte mal fuhr, waren die Anschlüsse nur in Friedrichshafen blöd, nun aber in Friedrichhafen und Romanshorn. Wobei man da zumindest bequem die Zeit an der Uferpromenade verschlendern konnte, auf dem Weg von Stadtbahnhof zum Hafen.
Dass die SBB da kein Interresse hat, den Fahrplan nach Deutschland kompatibel zu halten verständlich, aber auch nicht mehr zur Schweiz?
Oder ist das ein Corronafahrplan, damit Reisen eingeschränkt, unattraktiver wird, bzw. verstärkte Zoll, Coronakontrolle.

Ich wollte eigentlich im Sommer, die Hoffnung stirb zu letzt, bzw. hoffe dass ich in Gruppe2 bis Ende Juni geimpft bin, mal wieder ein paar Ausflüge in die Schweiz machen. Hab noch 20 Freizeittagestickes bis Dezember welche ich eigentlich im Sommer anfangen wollte zu verfahren.
Jetzt mal ein wenig vorplanen wollte und siehe da. AHHHHHH; HILFE; Das kann doch nicht wahr sein.

Will die Fähre wirklich nur noch Schweizer Einkaufstouristen, Mittagstischfahrgäste und LKWs, Radler und PKWs als Kunden, keine Bahnkunden mehr.

Man verliert über den See im Grunde nun 1 zusätzliche Stunde, als im Vergleich zum Fahrplan vor 2 Jahren, bzw. muss zusätzlich umsteigen.
Friedrichshafen an und erst 2 Stunden später Romanshorn ab nach Zürich.
Im Idealfall sollte der Fahrplan ja so aussehen Ankunft in Friedrichshafen Hafen und eine Stunde später Abfahrt in Romanshorn in Richtung Zürich.

Nun hat man nur Anschlüsse ins direkte Umland von Romanshorn, weiterweg, nur noch mit zusätzlichen Umstiegen verbunden.
So wird dass nichts mit der Verkehrswende.
Bleibt somit eigentlich nur noch den Weg um den See, der ist nun leider konkurrenzlos geworden, durch diesen missglückten Fahrplan.

Gibt es da Hoffnung auf wieder Besserung.
Eigentlich wollte man ja Neue Fähren kaufen, für einen evtl. Halbstundentakt. Aber dann kam ja Corona und damit eben auch Einbruch der Reisen und somit auch der Einnahmen.
Verstehe dein Problem nicht: Von Friedrichshafen Abfahrt Fähre bis Romanshorn Abfahrt Zug vergehen 56min. FN --> ZH 2h4min.
Warum sollte das mit der Verkehrswende nicht funktionieren? In der Schweiz klappen in aller Regel die Anschlüsse.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.04.21 10:20

Florian Ziese schrieb:
Klar, wenn man ausser der rein Schweizer Sicht, wo die Fähre alleine dafür da ist, dass man zum billigen Einkaufen nach Friedrichshafen fahren kann, alles andere ausblendet, dann passt es natürlich. Vielleicht bildet das auch die Realität ab und die meisten Fahrgäste fahren zum Einkaufen nach Friedrichshafen.

Wenn das wirklich so ist mit dem Einkaufstourismus, ist die unsymmetrische Finanzierung auch gerechtfertigt. Am Einkaufstourismus besteht in Deutschland kein öffentliches Interesse, und eine Finanzierung nach Anteil des Wohnsitzes der Fahrgäste hat schon seine Legitimierung.

RhBDirk schrieb:
In der Schweiz klappen in aller Regel die Anschlüsse.

Das ist so pauschal schlichtweg falsch. Die Erfolgsquote mag recht gut sein, aber auch in der Schweiz scheitern Tag für Tag etliche Anschlüsse.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.21 10:27.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: tkautzor

Datum: 25.04.21 11:16

kaufhalle schrieb:
Florian Ziese schrieb:
Klar, wenn man ausser der rein Schweizer Sicht, wo die Fähre alleine dafür da ist, dass man zum billigen Einkaufen nach Friedrichshafen fahren kann, alles andere ausblendet, dann passt es natürlich. Vielleicht bildet das auch die Realität ab und die meisten Fahrgäste fahren zum Einkaufen nach Friedrichshafen.
Wenn das wirklich so ist mit dem Einkaufstourismus, ist die unsymmetrische Finanzierung auch gerechtfertigt. Am Einkaufstourismus besteht in Deutschland kein öffentliches Interesse, und eine Finanzierung nach Anteil des Wohnsitzes der Fahrgäste hat schon seine Legitimierung.
Am Einkaufstourismus besteht in DE aber ein hohes Individualinteresse, und diejenigen die davon profitieren wissen normalerweise wie man die Politik manipuliert um diesen als öffentlichen Interesse maskiert (Arbeitsplätze, EU-Wohlstand, usw...).

Gruss, Thomas.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.04.21 12:45

tkautzor schrieb:
Am Einkaufstourismus besteht in DE aber ein hohes Individualinteresse, und diejenigen die davon profitieren wissen normalerweise wie man die Politik manipuliert um diesen als öffentlichen Interesse maskiert (Arbeitsplätze, EU-Wohlstand, usw...).

Das ist leider so. Aber wenn es darum geht, für Einkaufstouristen Verkehrsleistungen zu bestellen, hört es faktisch dann doch auf. Zum Vergleich in Weil am Rhein: Die Taktverdichtungen, die über jeden zweiten Zug nach Weil hinausgehen (7,5-min-Takt mo - sa nachmittags, 15-min-Takt abends) werden von deutscher Seite nicht bestellt und nicht bezahlt. Wozu auch? Die Einkaufstouristen zahlen ja noch nicht mal die Mehrwertsteuer.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: junglok13

Datum: 25.04.21 13:12

MrEnglish schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Zumal die Verbindung via Schaffhausen mit dem kommenden Fahrplanwechsel wegfällt, dann keine Direktzüge Ravensburg-Schaffhausen mehr und keine passenden Anschlüsse mehr in Friedrichshafen Stadt. Eventuell noch eine Option mit der Fähre Friedrichshafen-Konstanz als eventuelle Alternative zum Bus nach Konstanz, habe jetzt aber die Fahrzeiten nicht extra geprüft.
Hat man es denn endlich geschafft den Katamaran in die Nahverkehrstarife zu integrieren? Andernfalls ist das nicht wirklich eine Alternative.
Nein, der Katamaran, bleibt auch weiterhin Privat, hat wohl kein großes Interesse am öffentlich Verkehr, will eher hauptsächlich ein Freizeitangebot und höchstens noch etwas für Geschäftsreisende, welche aber nur von Ufer zu Ufer wollen und nicht darüber hinaus.
Dafür gilt ja im Regiobus 700 DB-Tickets, Bahncard, aber auch die Bodo ECard (CheckIn/CheckOut), wie auch Handyticket wo es jeweils 20 % Rabatt gibt. Und der Bus fährt seit Fahrplanwechsel stündlich von 5-24 Uhr.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: junglok13

Datum: 25.04.21 13:23

kaufhalle schrieb:
Florian Ziese schrieb:
Klar, wenn man ausser der rein Schweizer Sicht, wo die Fähre alleine dafür da ist, dass man zum billigen Einkaufen nach Friedrichshafen fahren kann, alles andere ausblendet, dann passt es natürlich. Vielleicht bildet das auch die Realität ab und die meisten Fahrgäste fahren zum Einkaufen nach Friedrichshafen.
Wenn das wirklich so ist mit dem Einkaufstourismus, ist die unsymmetrische Finanzierung auch gerechtfertigt. Am Einkaufstourismus besteht in Deutschland kein öffentliches Interesse, und eine Finanzierung nach Anteil des Wohnsitzes der Fahrgäste hat schon seine Legitimierung.

Warum soll der Einkaufstourismus verwundern? Stichwort Franken ist mittlerweile doppelt so stark als früher die DM. Ich kenne noch Zeiten da gabs für 100 Mark(50€) 100 Franken, mittlweile ist es aber ja eher für 100 Euro, gibt es etwa 100 Franken, dafür sind die Lebensmittelpreise in Deutschland 30 % billiger. Damals fuhr man jedes 2te Wochenende nach St. Margrethen zum Migros zum Einkaufen, weil es dort billiger war, dort traff man im Grunde nur Deutsche und kaum Schweizer. Heute ist es eben wegen der Währungsunterschiede genau anders rum, nun sind lauter Schweizer auf deutscher Seite, wenn Corona nicht wäre.
Von den Fußgängern an Board, sind zu 50 % Senioren mit Generalabo, welche bis Fridrichshafen gilt, um eben kurz im Edeka, 500m vom Fähranleger entfernt einzukaufen, davor oder danach noch an der Uferpromenade zu Essen, oder sich nur auf einen Kaffee auszuruhen und zu quatschen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.21 13:27.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: junglok13

Datum: 25.04.21 13:26

MrEnglish schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Zumal die Verbindung via Schaffhausen mit dem kommenden Fahrplanwechsel wegfällt, dann keine Direktzüge Ravensburg-Schaffhausen mehr und keine passenden Anschlüsse mehr in Friedrichshafen Stadt. Eventuell noch eine Option mit der Fähre Friedrichshafen-Konstanz als eventuelle Alternative zum Bus nach Konstanz, habe jetzt aber die Fahrzeiten nicht extra geprü
Naja bis jetzt ist es noch nicht sicher ob der Anschluss in Schaffhausen nicht passt, da man heute ja 30 min Wartezeit in Schaffhausen hat, daher, könnte es durch aus noch klappen, dass es passt. Außer eben den zusätzlichen Umstieg.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: netcurli

Datum: 25.04.21 14:07

junglok13 schrieb:
MrEnglish schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Zumal die Verbindung via Schaffhausen mit dem kommenden Fahrplanwechsel wegfällt, dann keine Direktzüge Ravensburg-Schaffhausen mehr und keine passenden Anschlüsse mehr in Friedrichshafen Stadt. Eventuell noch eine Option mit der Fähre Friedrichshafen-Konstanz als eventuelle Alternative zum Bus nach Konstanz, habe jetzt aber die Fahrzeiten nicht extra geprüft.
Hat man es denn endlich geschafft den Katamaran in die Nahverkehrstarife zu integrieren? Andernfalls ist das nicht wirklich eine Alternative.
Nein, der Katamaran, bleibt auch weiterhin Privat, hat wohl kein großes Interesse am öffentlich Verkehr, will eher hauptsächlich ein Freizeitangebot und höchstens noch etwas für Geschäftsreisende, welche aber nur von Ufer zu Ufer wollen und nicht darüber hinaus.
Dafür gilt ja im Regiobus 700 DB-Tickets, Bahncard, aber auch die Bodo ECard (CheckIn/CheckOut), wie auch Handyticket wo es jeweils 20 % Rabatt gibt. Und der Bus fährt seit Fahrplanwechsel stündlich von 5-24 Uhr.
Den Katamaran kann man seit letztem Jahr auch mit der Bodo eCard nutzen.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: bollisee

Datum: 25.04.21 14:19

MrEnglish schrieb:
Wer bestellt denn die Fährlinie?
Man möge mich korrigieren, aber auf dem Bodensee dürfte nur die private Schiffslinie Wallhausen-Uberlingen mit Zuschüssen operieren.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 25.04.21 14:38

Florian Ziese schrieb:
Aber ansonsten finde ich die Haltung ziemlich arogant. Es war die Schweiz, die die Fahrplanänderung an der Seelinie wollte, bei dem alle Fahrpläne verschoben werden musste. Aber die nötigen Kosten um die Fähre sauber zu verschieben wollte man dann nicht tragen, sondern führt als Billiglösung einen schiefen Takt ein. Und dann sind die Deutschen Schuld, weil sie nicht mehr zahlen wollten?
Ähm Moment mal. Du verdrehst hier etwas die Tatsachen.

Zuerst mal wünscht der Kanton Thurgau den Halbstundentakt der Fähre, was nun sicher keine Billiglösung darstellt, sondern ein ziemlich komfortables Zielkonzept für beide Seiten. Der Kanton Thurgau kann sich auch weiterhin vorstellen, daran etwas mehr als die Hälfte zu zahlen. Zwischen dem, was die deutsche Seite aktuell zahlt und dem, was sie dann aber trotzdem noch zusätzlich zahlen müsste, gibt es jedoch eine ungedeckte Differenz. Nun haben wir aber das Problem, dass die Vorstellungen für guten öV auf der deutschen Seite etwas andere sind und deshalb der deutsche Beitrag dazu fehlt. Nun forderst du praktisch, dass dann bitte die Schweizer Seite dafür einspringen soll? Gehts noch? Genau das wäre nun nämlich arrogant von deutscher Seite (wenigstens verlangst nur du das hier im Forum und nicht die offiziellen Stellen auf deutscher Seite).

Weil wenn du nämlich auf drei Umläufe aufstockst, hast du nämlich die Kosten eines Halbstundentakts. Und ich habe gestern schon geschrieben, dass es schlicht nicht geht, kostenmässig bei einem Halbstundentakt zu liegen ohne den auch zu fahren. Und von einem Halbstundentakt profitieren definitiv beide Seiten und deshalb hat auch die deutsche Seite ihren Anteil dazu beizusteuern. Es kann nicht sein, dass die deutsche Seite profitiert ohne den Beitrag zu leisten, der rechnerisch auf sie abfällt. Das kann und darf nicht Aufgabe des Kantons Thurgau sein.

Der Einwand von oberländer kommt da noch dazu. Du kannst nicht drei Umläufe fahren ohne vier Fähren zu haben. Und wie er ebenfalls anmerkte, sind die bisherigen Fähren schon recht alt. Deshalb sollen ja sowieso neue Fähren angeschafft werden (und auf Wunsch der deutschen Seite ohne fossile Brennstoffe, wie auch immer eine Batteriefähre den ganzen Tag durchhalten soll ohne nachladen?).
Der Kanton Thurgau wird genau die Hälfte davon finanzieren. Wenn von deutscher Seite nun nicht mindestens zwei Fähren bezahlt werden, wird es auch keine total vier Fähren geben und somit kann es auch keine drei Umläufe geben. Und solange es nur zwei Umläufe gibt und der Kanton Thurgau weiterhin den grösseren Beitrag an den Betrieb zahlt, bleibt es somit beim Stundentakt, der im Romanshorner 15-Knoten festgemacht ist.


Florian Ziese schrieb:
Genauso ja das Problem mit dem RE St. Gallen-Konstanz, das ist ja genauso ein Opfer des neuen Fahrplans in der Schweiz, da der auch ohne Rücksicht auf die grenzüberschreitenden Anschlüsse um 15 min verchoben wurden (allerdings mit üblicher Symmetrie). Die Mehrkosten für einen Erhalt der Fahrlage mit den guten Anschlüssen war der Schweiz dann doch zu teuer. Und du hast hier ja auch schon gejammert, dass der Zug keinen guten Anschluss in Konstanz hätte, weil BaWü keinen zusätzlichen RE bestellen will, um auszugleichen, dass die Schweiz den Anschluss an den eigentlich vorgesehen Anschluss-Zug durch verschieben um 15 min einfach gekappt hat. Gut, durch das Interimskonzept auf der Gäubahn ist die Sache jetzt ungeplant noch komplizierter, da der RE in Singen keinen Anschluss nach Stuttgart mehr hat, ändert am prinzipiellen Problem nichts.
Der RE St. Gallen-Konstanz passt genau in dieser Fahrlage zur Durchbindung über Singen und den Hochrhein nach Basel, wie das nach der Hochrhein-Elektrifikation vorgesehen ist. Nun wird der Hochrhein-RE bereits diesen Dezember um 15 Minuten gedreht und hat dann ebenfalls bereits die entsprechende Fahrlage. Das setzt sich so also langsam zu einem Ganzen zusammen und irgendwelche Bestrebungen, den RE St. Gallen-Konstanz zwanghaft in die Lage 00 ab St. Gallen zu pressen, wären damit sowieso überflüssig gewesen. Ich hab dir übrigens schonmal versucht zu erklären, dass der RE St. Gallen-Konstanz auch mit einem Haufen Geld nicht in der Lage 00 ab St. Gallen hätte bleiben können. Aber dann bleibst du eben bei deiner Meinung.


junglok13 schrieb:
Naja bis jetzt ist es noch nicht sicher ob der Anschluss in Schaffhausen nicht passt, da man heute ja 30 min Wartezeit in Schaffhausen hat, daher, könnte es durch aus noch klappen, dass es passt. Außer eben den zusätzlichen Umstieg.
Das sieht eigentlich schon nach der Lage Basel Bad Bf (00) - Waldshut (30) - Schaffhausen (00) - [...] aus. Damit wird der Anschluss in Basel Bad Bf von und nach den ICE von/nach Mannheim um eine Viertel Stunde entspannt und damit deutlich zuverlässiger, was ja das Ziel der ganzen Übung ist. Die Umsteigezeit in Schaffhausen verkürzt sich damit zwar von einer halben auf eine viertel Stunde, dafür gibt es dann neu in Friedrichshafen Stadt im dortigen 30-Knoten eine Umsteigezeit von einer viertel Stunde auf den Dosto-RE weiter nach Ulm.


bollisee schrieb:
Man möge mich korrigieren, aber auf dem Bodensee dürfte nur die private Schiffslinie Wallhausen-Uberlingen mit Zuschüssen operieren.
Ich muss dich korrigieren. Die Fähre Romanshorn-Friedrichshafen wird abgegolten. Sie ist als Teil des Regionalen Personenverkehrs abgeltungsberechtigt durch Bund und Kanton Thurgau. Der Kostendeckungsgrad lag vor der Pandemie bei um die 80%.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.21 14:52.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.04.21 14:43

junglok13 schrieb:
Warum soll der Einkaufstourismus verwundern?

Er verwundert nicht. Aber er ist zumindest auf Seite des besuchten Lands nicht subventionswürdig.

junglok13 schrieb:
Stichwort Franken ist mittlerweile doppelt so stark als früher die DM. Ich kenne noch Zeiten da gabs für 100 Mark(50€) 100 Franken, mittlweile ist es aber ja eher für 100 Euro, gibt es etwa 100 Franken

Das ist 1. nicht der entscheidende Punkt und 2. sachlich falsch. Um Franken gegen DM 1:1 zu haben, musst Du schon 50 Jahre zurückgehen. Darüber hinaus stimmt weder DM zu EUR 2:1, noch sind EUR zu CHF heute 1:1. Vor allem aber haben solche Währungsdifferenzen nur kurzfristige Wirkungen. Der Schweizer Franken war mal per definitionem wertgleich mit italienischer Lira und spanischer Peseta. Relevanz für heute: exakt null.

junglok13 schrieb:
dafür sind die Lebensmittelpreise in Deutschland 30 % billiger.

Internationale Discounterware, die auch bei Migros und Coop einen großen Teil des Sortiments ausmachen, kostet so etwa 50% mehr als in Deutschland. Bei anderen Artikeln kann man durchaus auf den Faktor 2 kommen, gern auch noch mehr.

junglok13 schrieb:
Damals fuhr man jedes 2te Wochenende nach St. Margrethen zum Migros zum Einkaufen, weil es dort billiger war, dort traff man im Grunde nur Deutsche und kaum Schweizer.

Wann soll das denn gewesen sein? In den 70er Jahren?

junglok13 schrieb:
Heute ist es eben wegen der Währungsunterschiede genau anders rum

Nicht wegen der Währungsunterschiede, wegen des Preisniveaus.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: RhBDirk

Datum: 25.04.21 15:36

junglok13 schrieb:
MrEnglish schrieb:
Stupor Mundi schrieb:
Zumal die Verbindung via Schaffhausen mit dem kommenden Fahrplanwechsel wegfällt, dann keine Direktzüge Ravensburg-Schaffhausen mehr und keine passenden Anschlüsse mehr in Friedrichshafen Stadt. Eventuell noch eine Option mit der Fähre Friedrichshafen-Konstanz als eventuelle Alternative zum Bus nach Konstanz, habe jetzt aber die Fahrzeiten nicht extra geprüft.
Hat man es denn endlich geschafft den Katamaran in die Nahverkehrstarife zu integrieren? Andernfalls ist das nicht wirklich eine Alternative.
Nein, der Katamaran, bleibt auch weiterhin Privat, hat wohl kein großes Interesse am öffentlich Verkehr, will eher hauptsächlich ein Freizeitangebot und höchstens noch etwas für Geschäftsreisende, welche aber nur von Ufer zu Ufer wollen und nicht darüber hinaus.
Dafür gilt ja im Regiobus 700 DB-Tickets, Bahncard, aber auch die Bodo ECard (CheckIn/CheckOut), wie auch Handyticket wo es jeweils 20 % Rabatt gibt. Und der Bus fährt seit Fahrplanwechsel stündlich von 5-24 Uhr.
Privat ist auf dem Bodensee im Schiffslinienverkehr kaum was.
Letztlich steckt bei allen deutschen Linienschiffen die Stadtwerke Konstanz dahinter. Aufgeteilt dann aber wiederum in mehrere Betriebsgesellschaften.

KAT = 50/50% Stadtwerke Konstanz und Friedrichshafen
BSB = Betreibergesellschaft Linienschifffahrt unter dem Dach der Stadtwerke Konstanz, bei der Fähre nach Romanshorn 50% Beteiligung BSB (andere 50% SBS) an der Fähre KN<-->FN.
Fähre Meersburg/Konstanz = Stadtwerke Konstanz. Aber selbst hier ist die Fähre nicht direkt in den Konstanzer Tarif inkludiert. Es muss immer noch ein "Fähreticket" zusätzlich gelöst werden (Ausnahme Kombiticket).

Für alle drei [www.stadtwerke-konstanz.de]

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 25.04.21 16:45

kaufhalle schrieb:
Wenn das wirklich so ist mit dem Einkaufstourismus, ist die unsymmetrische Finanzierung auch gerechtfertigt. Am Einkaufstourismus besteht in Deutschland kein öffentliches Interesse, und eine Finanzierung nach Anteil des Wohnsitzes der Fahrgäste hat schon seine Legitimierung
Natürlich hat Deutschland ein Interesse am Einkaufstourismus, wer denn sonst? Die Einzelhändler zahlen ihre Steuern (wenn nicht, dann hängt das nicht mit der Herkunft der Kunden zusammen), und auch die Angestellten zahlen ihre Einkommenssteuer in Deutschland. Wer kein Interesse daran hat, das ist die Schweiz. Die abfließende Kaufkraft fehlt dem Einzelhandel und der zahlt weniger Steuern. Natürlich holen sich die Schweizer die Mehrwertsteuer zurück, aber sie führen dann nicht die schweizer Mehrwertsteuer ab, wie es eigentlich sein müsste. Wundert mich ehrlich gesagt, dass man sich da so schwer tut was gegen diese Form der Steuerhinterziehung zu unternehmen. Kann ja nicht so schwer ein die Rückerstattung der einen an die Zahlung der anderen Verbrauchssteuer zu koppeln. Aber gut, die Motivation in Deutschland in der Schweiz Steuerhinterziehung zu verhindern dürfte äußerst begrenzt sein.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: Rodscha

Datum: 25.04.21 17:11

Twindexx schrieb:
Florian Ziese schrieb:
Aber ansonsten finde ich die Haltung ziemlich arogant. Es war die Schweiz, die die Fahrplanänderung an der Seelinie wollte, bei dem alle Fahrpläne verschoben werden musste. Aber die nötigen Kosten um die Fähre sauber zu verschieben wollte man dann nicht tragen, sondern führt als Billiglösung einen schiefen Takt ein. Und dann sind die Deutschen Schuld, weil sie nicht mehr zahlen wollten?
Ähm Moment mal. Du verdrehst hier etwas die Tatsachen.

Zuerst mal wünscht der Kanton Thurgau den Halbstundentakt der Fähre, was nun sicher keine Billiglösung darstellt, sondern ein ziemlich komfortables Zielkonzept für beide Seiten. Der Kanton Thurgau kann sich auch weiterhin vorstellen, daran etwas mehr als die Hälfte zu zahlen. Zwischen dem, was die deutsche Seite aktuell zahlt und dem, was sie dann aber trotzdem noch zusätzlich zahlen müsste, gibt es jedoch eine ungedeckte Differenz. Nun haben wir aber das Problem, dass die Vorstellungen für guten öV auf der deutschen Seite etwas andere sind und deshalb der deutsche Beitrag dazu fehlt. Nun forderst du praktisch, dass dann bitte die Schweizer Seite dafür einspringen soll? Gehts noch? Genau das wäre nun nämlich arrogant von deutscher Seite (wenigstens verlangst nur du das hier im Forum und nicht die offiziellen Stellen auf deutscher Seite).
Ich kann deiner provokanten Haltung auch wenig abgewinnen, die deutsche Seite hätte gefälligst die Wünsche vom anderen Ufer zu bezahlen.

Und ja, ich bin stark dafür dass es perspektivisch einen Halbstundentakt gibt und die deutsche Seite sich finanziell anteilig an diesem beteiligt. Allerdings nicht unter Zwang.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 25.04.21 17:47

MrEnglish schrieb:
Natürlich hat Deutschland ein Interesse am Einkaufstourismus, wer denn sonst? Die Einzelhändler zahlen ihre Steuern (wenn nicht, dann hängt das nicht mit der Herkunft der Kunden zusammen), und auch die Angestellten zahlen ihre Einkommenssteuer in Deutschland.

Die beteiligten Einzelhandelsunternehmen profitieren, aber der Effekt für die Allgemeinheit ist minimal. Das rechtfertigt keine Subventionierung, auch nicht in Form von Bestellung von Nahverkehr.

MrEnglish schrieb:
Wer kein Interesse daran hat, das ist die Schweiz. Die abfließende Kaufkraft fehlt dem Einzelhandel und der zahlt weniger Steuern.

Das ist die verlogene Theorie, die alle hochhalten - und dann doch klammheimlich im Ausland einkaufen. Als Deutschland die (an sich lächerlich niedrige) Bagatellgrenze von 50 Euro Warenwert eingeführt hat, gab es zumindest in der Basler Lokalpolitik einen Aufschrei der Entrüstung über diese Maßnahme, die besonders Bezieher kleinerer Einkommen besonders hart träfe.

MrEnglish schrieb:
Natürlich holen sich die Schweizer die Mehrwertsteuer zurück, aber sie führen dann nicht die schweizer Mehrwertsteuer ab, wie es eigentlich sein müsste. Wundert mich ehrlich gesagt, dass man sich da so schwer tut was gegen diese Form der Steuerhinterziehung zu unternehmen. Kann ja nicht so schwer ein die Rückerstattung der einen an die Zahlung der anderen Verbrauchssteuer zu koppeln. Aber gut, die Motivation in Deutschland in der Schweiz Steuerhinterziehung zu verhindern dürfte äußerst begrenzt sein.

Es gibt keine Kopplung der Mehrwertsteuerzahlungen in beiden Ländern. Der Eigenimport unterliegt den recht üppigen Freibetragsgrenzen, so dass es in den weitaus meisten Fällen legal ist, sich die Mehrwertsteuer erstatten zu lassen und in der Schweiz keine zu zahlen. Ebenso gibt es keine Doppelbesteuerungsregeln, so dass es (theoretisch) vorkommen könnte, dass man in beiden Ländern zahlt.

Im übrigen ist ein Verkauf im deutschen Einzelhandel an Ausländer mit Absicht des Eigenexports kein "Verkauf ins Ausland". Welche Erstattungsuntergrenzen man ansetzt bzw. ob man überhaupt erstattet, ist eine Frage nationalen Rechts bzw. unterliegt Regeln der EU. Derzeit wären 175 Euro als Bagatellgrenze möglich. Unabhängig davon muss Deutschland die Abfertigung von Warenausfuhren nicht an jedem Grenzübergang durchführen. Es ist also keineswegs eine Selbstverständlichkeit, dass die Schweizer keine Mehrwertsteuer zahlen. Wenn sie sie zahlen müssten, sähe das mit dem öffentlichen Interesse schon anders aus. Zumindest etwas.

Rodscha schrieb:
Ich kann deiner provokanten Haltung auch wenig abgewinnen, die deutsche Seite hätte gefälligst die Wünsche vom anderen Ufer zu bezahlen.

Und ja, ich bin stark dafür dass es perspektivisch einen Halbstundentakt gibt und die deutsche Seite sich finanziell anteilig an diesem beteiligt. Allerdings nicht unter Zwang.

Man darf hier schon danach fragen, wo die Fahrgäste eigentlich wohnen und wo sie Steuern zahlen. Demnach könnte man sich auf den Standpunkt stellen, dass ein (zeitlich symmetrisch passender) Stundentakt das Basisangebot im gemeinschaftlichen Interesse darstellt und von beiden Seiten anteilig zu finanzieren ist, während der Halbstundentakt fahrplantechnisch von Schweizer Seite erzwungen wurde und in erster Linie wegen des Einkaufstourismus angebracht wäre, also auch allein von Schweizer Seite zu finanzieren wäre. Somit wäre ein Halbstundentakt mit 75% Schweizer Finanzierung eine faire Lösung. Gerecht heißt nicht, dass alle das gleiche zahlen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.21 17:48.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: nozomi07

Datum: 25.04.21 19:42

Florian Ziese schrieb:
Klar, wenn man ausser der rein Schweizer Sicht, wo die Fähre alleine dafür da ist, dass man zum billigen Einkaufen nach Friedrichshafen fahren kann, alles andere ausblendet, dann passt es natürlich. Vielleicht bildet das auch die Realität ab und die meisten Fahrgäste fahren zum Einkaufen nach Friedrichshafen.

Aber ansonsten finde ich die Haltung ziemlich arogant. Es war die Schweiz, die die Fahrplanänderung an der Seelinie wollte, bei dem alle Fahrpläne verschoben werden musste. Aber die nötigen Kosten um die Fähre sauber zu verschieben wollte man dann nicht tragen, sondern führt als Billiglösung einen schiefen Takt ein. Und dann sind die Deutschen Schuld, weil sie nicht mehr zahlen wollten?
Was bitte ist das arrogant? Sollen die Schweizer ihren ganzen Taktfahrplan an den Deutschen orientieren, die nicht zahlen wollen, aber mitreden? Da scheint mir eher die deutsche Seite arrogant.

Twindexx hat doch dargelegt, warum Thurgau sich für diesen Taktfahrplan entschieden hat. Und er hat auch die Lösung benannt, Deutschland müsste sich an der Taktverdichtung der Fähre beteiligen. Im übrigen sei die Frage erlaubt, wie viele Reisenden wirklich vom Zug in die Fähre und wieder in den Zug umsteigen, ein klein wenig akademisch scheint mir die Debatte schon.

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 25.04.21 19:44

Jetzt muss ich mich aber auch mal diese Einkaufstourismus-Diskussion einbringen.

Wer als Schweizer in Romanshorn ist und im Deutschen einkaufen will, fährt der 44 Minuten Fähre nach Friedrichshafen oder 16 Minuten RE nach Konstanz? -> Es ist definitiv Letzteres. Die Fähre hat für den Einkaufstourismus eine sehr untergeordnete Rolle. Das ist hier praktisch nicht relevant.

Montag bis Freitag sind es in erster Linie Pendler auf der Fähre. Und wegen der Lohnsituation und der Lebenshaltungskosten sind das fast nur Leute, die auf deutscher Seite wohnen und auf Schweizer Seite arbeiten. Steuertechnisch hat die Schweiz da einfach die Quellensteuer, sonst profitiert davon die deutsche Seite.
Am Wochenende hat es dann einfach viele Tagesausflügler, und zwar von beiden Seiten. Da kann man also nicht sagen, dass da eher die Schweizer oder deutsche Seeseite mehr profitiert. Das hält sich hier die Waage.

Was es sonst noch hat, sind jeweils Messebesucher nach Friedrichshafen und sonstige Reisende.

Ein spannender Punkt ist noch die Hotelsituation. Viele Leute, die in der Region Urlaub machen und dafür in Hotels absteigen, tun das eher auf der deutschen Seite und besuchen dann die Ostschweiz in Form von Tagesausflügen über den See. Der Hauptgrund ist hier übrigens nicht der Preis, sondern das Panorama. Von der deutschen Seite aus kann man sich eher am schönen Bergpanorama erfreuen als auf der Schweizer Seite des Sees. Deshalb sind Hotelnächte auf deutscher Seite gefragter (ja, das weiss man aus Erhebungen). Das würde aber natürlich ohne Fährangebot im gut nutzbaren Taktfahrplan über den See in der Form viel weniger gehen und dann müssten die Leute für die Ostschweiz eben tatsächlich ein Hotel auf der Schweizer Seite des Sees suchen. Also profitiert auch hier die deutsche Seite des Sees erheblich von der Bodenseefähre.

Unter dem Strich muss ich aber nochmal betonen: Einkaufstourismus spielt hier bei der Angebotsgestaltung nicht die geringste Rolle.
Trotzdem ist der Nutzen der Fährverbindung für die deutsche Seite klar nachgewiesen.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Re: Bodenseefähre?

geschrieben von: Fastrider

Datum: 25.04.21 21:26

MrEnglish schrieb:
Natürlich holen sich die Schweizer die Mehrwertsteuer zurück, aber sie führen dann nicht die schweizer Mehrwertsteuer ab, wie es eigentlich sein müsste. Wundert mich ehrlich gesagt, dass man sich da so schwer tut was gegen diese Form der Steuerhinterziehung zu unternehmen. Kann ja nicht so schwer ein die Rückerstattung der einen an die Zahlung der anderen Verbrauchssteuer zu koppeln. Aber gut, die Motivation in Deutschland in der Schweiz Steuerhinterziehung zu verhindern dürfte äußerst begrenzt sein.

Wenns nach mir ginge, dann sollten Einfuhren für den privaten Gebrauch unbegrenzt möglich sein (keine Weitergabe gegen Entgelt). Voraussetzung ist allerdings, dass keine Rückerstattung von Steuern in Anspruch genommen wurde und alle Verbrauchs- und Verkausfsteuern im Kaufland abgeführt wurden. Würde sich dann internationale Einkaufsunion nennen.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets
Seiten: 1 2 3 All Angemeldet: -