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[AT][DE] Railjet Frankfurt(M.)-Lindau-Feldkirch-Wien?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 10:37

Liebe Railjet-Experten,

laut diesem DSO-Beitrag tut sich etwas in Sachen Railjet via Südbahn Ulm-Lindau:

[www.drehscheibe-online.de]

Ist dazu in Österreich mehr bekannt? So ein Laufweg Frankfurt(M.)-Lindau-Feldkirch-Wien ist ungewöhnlich, aber a) vom Umlauf her sinnvoll und b) bietet er neue Direktverbindungen (Frankfurt-Arlberg, Bodensee/Oberschwaben-Wien).

Soll der RJ aus Frankfurt in Feldkirch mit einem RJ aus Zürich nach Wien verbunden werden? Oder ist das zu verspätungsanfällig?

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg
Die Züge Richtung Bregenz und Zürich werden immer getrennt geführt. Es gibt keine diesbezüglichen Vereinigungen/Trennungen in Feldkirch mehr.
Sollte der RJ-Umlauf so realisiert werden bleibt zu hoffen, dass der von Frankfurt kommende Zug verlässlicher verkehrt als der IC 119. Dieser schafft es ja fast täglich, durch seine Permanentverspätung den Nahverkehr in Vorarlberg zu beeinträchtigen.
Markus Rabanser schrieb:
Die Züge Richtung Bregenz und Zürich werden immer getrennt geführt. Es gibt keine diesbezüglichen Vereinigungen/Trennungen in Feldkirch mehr.
Sollte der RJ-Umlauf so realisiert werden bleibt zu hoffen, dass der von Frankfurt kommende Zug verlässlicher verkehrt als der IC 119. Dieser schafft es ja fast täglich, durch seine Permanentverspätung den Nahverkehr in Vorarlberg zu beeinträchtigen.
Hallo,

das hört sich aber sehr nach Vorarlberger Argumentation an. Demnach muss die S-Bahn perfekt funktionieren. Züge aus Deutschland stören da nur, FV auch. So bummelt aktuell der RJ gen Bregenz hinter dem Nahverkehr her.

So funktioniert Eisenbahn nicht. Fernverkehr ist elementarer Bestandteil des Systems Schiene. Und ja, dann muss man bei einem so erfreulich dichten Verkehr wie in Vorarlberg "Störungen" in Kauf nehmen. Aber ich erlebe das in letzter Zeit immer mehr, dass angesichts zunehmend dichter Nahverkehrstakte der Fernverkehr als ein störendes Element angesehen wird ("beeinträchtigen").

Wir sehen hier die Grenzen des Wachstums. Früher war das kein Problem, eine S-Bahn mal zur Seite zu nehmen. Heute droht dann gleich der ganze Takt für Stunden aus den Fugen zu geraten.

Also hier positioniere ich mich sehr deutlich: Vorrang für den FV ist gut. Angesichts so extrem dichter Nahverkehrstakte muss der FV noch Luft zum Atmen haben. So eine apodiktische Verteufelung des FV als verspätungsanfällig und daher störend finde ich nicht gut. Die Debatte gibt es auch in Deutschland. Aber gerade Vorarlberg zieht das knallhart durch. Die früheren Ideen, Züge aus Ulm bis Bluzdenz fahren zu lassen, sind an dieser Vorarlberger Abschottung gescheitert.

Sprich: Es braucht Toleranz für regelmäßige Verspätungen. Der FV an sich ist ja nicht unpünktlich, sondern hängt selbst irgendwo hinter einem Güterzug, einer S-Bahn oder vor einem kaputten Signal. Ohne guten FV bekommen wir keine Verkehrswende weg vom Flugzeug und vom Auto. Das Gegeneinander schadet allen. Auch der FV leidet an Verspätungen einer S-Bahn. Wir brauchen eine ganzheitliche Sicht.

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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.21 12:03.
Nachdem ich da ja offensichtlich etwas überinterpretiert wurde, möchte ich zu dieser Thematik nochmals eine Klarstellung posten:
Ja, als Vorarlberger argumentiere ich durchaus (auch) aus Vorarlberger Sicht. Es geht mir keinesfalls um eine Verteufelung des Fernverkehrs. Es geht mir darum, dass die Erfahrungswerte bezüglich Verspätungen beim IC 119 (sollte er nicht nur von Lindau aus starten) einfach grottenschlecht sind. Ich nehme an, bei den endemischen Verspätungen des 119er wird auch der Nahverkehr in Tirol noch negativ beeinträchtigt wird. Doch das ist lediglich eine Annahme, die Vorarlberger Situation kenne ich selbst sehr gut.
Nachdem sich die DB hier diesbezüglich einen denkbar schlechten Ruf geschaffen hat, gibt es Zweifel, ob das beim geplanten RJ besser läuft oder ob dieser Zug auch mehr oder weniger nach dem Zufallsprinzip fahren wird. Aber ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Der RJ Budapest - Feldkirch - Zürich läuft beispielsweise deutlich besser als der genannte IC. Also spricht nichts gegen den Fernverkehr an sich und so wollte ich das ursprüngliche Posting meinerseits auch keinesfalls verstanden wissen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.21 12:43.
Sehe ich durchaus anders.

In der Schweiz wird ja auch versucht, verspätungsanfälligen Fernverkehr aus dem Ausland bestmöglich zu isolieren, was sich dann halt v.a. an Zuglauf-Brüchen in Basel SBB bemerkbar macht (Verbindungen aus Stuttgart und - bis dato - München sind weniger anfällig).

Ein solcher RJ aus Ulm müsste eben mit ausreichend Fahrzeitreserve auf deutscher Seite bestückt werden, damit er ins Vorarlberger (und später auch Tiroler, bayerische, Salzburger und ostösterreichische) Taktgefüge reinpasst. Die vielen Einspurabschnitte am Arlberg lassen auch nicht viel Flexibilität zu. Wieviel Reserve auf deutscher Seite nötig wäre, dafür fehlen mir vertiefte betriebliche Kenntnisse.

FV der DB

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 12:52

Hallo,

meines Erachtens wird das auf absehbare Zeit nicht wirklich besser mit dem FV der DB.

Das liegt an den vielen Baustellen und der zunehmenden Dichte des Verkehrs. Der FV hat ja lange nicht so stark zugenommen wie der Nahverkehr. Beispiel Baden-Württemberg: Dort gibt es eine massive Ausweitung des Nahverkehrs, teilweise mit Halbstundentakten. Und das alles mit Uralt-Infrastruktur.

Andererseits dürfte für den Tourismus die Anbindung an Frankfurt sehr wichtig sein. Gerade für den Tourismus in Vorarlberg!! Auch für die Wirtschaft, Stichwort Flüge ab Altenrhein.

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Re: FV der DB

geschrieben von: J-C

Datum: 16.04.21 12:58

Vielleicht wird's mit dem Wendezug und dem Entfall der Lokwechsel besser laufen? Ein Speisewagen wäre jedenfalls sicher wünschenswert. Und wenn man künftig wenigstens eine umsteigefreie Verbindung zwischen Wien und Lindau bzw. darüber hinaus kriegt, ist das sicher auch nicht schlecht.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Packwagen schrieb:
Markus Rabanser schrieb:
Die Züge Richtung Bregenz und Zürich werden immer getrennt geführt. Es gibt keine diesbezüglichen Vereinigungen/Trennungen in Feldkirch mehr.
Hallo,
das hört sich aber sehr nach Vorarlberger Argumentation an. Demnach muss die S-Bahn perfekt funktionieren. Züge aus Deutschland stören da nur, FV auch. So bummelt aktuell der RJ gen Bregenz hinter dem Nahverkehr her.
Soweit ich es in Erinnerung habe (coronabedingt ist das jetzt schon fast zwei Jahre her) fährt man ein sehr übersichtliches Taktsystem.

- stündlich Railjet Wien-Feldkirch, ab dort alternierend nach Zürich oder Bregenz
- Halbstundentakt der S-Bahn Bludenz-Bregenz, St. Margrethen-Bregenz und Bregenz- Lindau, wobei nur die Durchläufe variieren
- neben dem Halbstundentakt der S-Bahn noch ein REX-Halbstundentakt Bludenz-Bregenz (teils durchgebunden bis Lindau, s. oben). In diesen Takt sind die RJ Wien-Bregenz mit geringen Haltabweichungen eingebunden und soll offenbar der Nachfolger des IC 118 eingebunden werden

Insgesamt in meinen Augen ein vorbildliches und gut funktionerendes Konzept, das krasse Gegenteil des täglichen Chaos an Rhein und Ruhr.
I

Fahrzeit-Reserven

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 13:26

Wrzlbrnft. schrieb:
Sehe ich durchaus anders.

In der Schweiz wird ja auch versucht, verspätungsanfälligen Fernverkehr aus dem Ausland bestmöglich zu isolieren, was sich dann halt v.a. an Zuglauf-Brüchen in Basel SBB bemerkbar macht (Verbindungen aus Stuttgart und - bis dato - München sind weniger anfällig).

Ein solcher RJ aus Ulm müsste eben mit ausreichend Fahrzeitreserve auf deutscher Seite bestückt werden, damit er ins Vorarlberger (und später auch Tiroler, bayerische, Salzburger und ostösterreichische) Taktgefüge reinpasst. Die vielen Einspurabschnitte am Arlberg lassen auch nicht viel Flexibilität zu. Wieviel Reserve auf deutscher Seite nötig wäre, dafür fehlen mir vertiefte betriebliche Kenntnisse.
Ja. Sehe ich auch so. Fahrplänen brauchen mehr Reserven. Das gilt aber eher für den Nahverkehr, der viel zu knappe Haltezeiten berechnet bekommt.

Beispiel IC 118/119: Dieser Fernzug fährt mit seinen Dieselloks schon ab Stuttgart. Der Lokwechsel in Ulm entfällt. Falls nur eine 218 am Zug ist, wird auf der Geislinger Steige nachgeschoben. Es sind also fette 10 Minuten in Ulm vorhanden. De facto hilft das aber auch nicht. Ab Dez. 2021 ändert sich das nicht, nur dass dann 1116 statt 2x218 eingesetzt wird.

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Packwagen schrieb:
Hallo,

das hört sich aber sehr nach Vorarlberger Argumentation an. Demnach muss die S-Bahn perfekt funktionieren. Züge aus Deutschland stören da nur, FV auch. So bummelt aktuell der RJ gen Bregenz hinter dem Nahverkehr her.
.....
Naja, man muss aber doch auch zugeben dass der Zug innerhalb Österreichs doch eine Durchschnittsverspättung von 30 min hatte, auch 1-2 Stunden, waren keine Seltenheit. Da kann man schon verstehen, dass man da nicht so begeistert ist. Insbesondere weil er ja auch im Grunde in einer REX Trasse fährt. In Östereich gibt es im Grunde keinen separaten Fernverkehr wie in Deutschland, sondern halt Züge welche länger unterweg sind, welche Fernverkehr heißen. Dazu kommt dass der Zug im Grunde Abends im Berufsverkehr fährt, welcher eigentlich auch gerne von Arbeitern am Feierabend auf dem Heimweg Richtung Arlberg, St. Anton und Co aus Feldkirch, Dornbirn und Bregenz gerne benutzt wird. Für die ist es nicht schön wenn der Zug stets mit notorrischer Verspätung glänzt, warte mal in Feldkirch auf den Zug, wenn der dort pünktlich ist, kannste rot im Kalender eintragen, so etwa 1-2 mal im Monat an einem Werktag.

Wobei es halt verschiedene Gründe der Verpätungen gibt, einmal der häufige Lokwechsel, das D-Netz allgemein, aber auch die eingleisige Strecke Friedrichshafen - Lindau. Die meiste Verspätung liegt im Grunde bei dem Zug schon auf der Strecke Stuttgart - Lindau, trotz ordentlich Fahrzeitpuffer. Selbst wenn der Zug bis Friedrichshafen pünktlich war, bzw. bloß 5 min Verspätung hatte, hab ich oft schon erlebt ist er in Lindau dennoch dann schon 30-45 min zu spät.
Zumindest der Lokwechsel fällt in Zukunft ja schon mal weg, bzw. wird stark reduziert, dass dürfte der Pünktlichkeit schon sehr behilflich sein, wie vielleicht auch die bessere Beschleunigung einer E-Lok. Was bleibt ist halt immer noch der problematische eingleisige Abschnitt FN-LI, wenn da halt ein Zug Verspätung bereits hat, wird es sehr problematisch da ne freie Trasse zu bekommen, um dort dann den Zug mit Verspätung durchzuschleussen, ohne weitere Verspätungen an zu Häufen.
Es wird sich rächen, dass man da nicht mehr ausgebaut hat, auf der Strecke am See.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.21 13:32.
junglok13 schrieb:
[...]In Östereich gibt es im Grunde keinen separaten Fernverkehr wie in Deutschland, sondern halt Züge welche länger unterweg sind, welche Fernverkehr heißen.[...]
Wie kommst du denn auf die Idee?
Eigentlich sind Richtungswechsel immer ein guter Puffer um Verspätungen aufzuholen. Insb. wenn die Lok getauscht werden muss. Denn bei einem Richtungswechsel kannst du nicht einfach nur 2 min Haltezeit einplanen, sondern es min. 5 min. Aus dieser Sicht sollte jeder Richtungswechsel dazu beitragen, eine eventuelle Verspätung einzudämmen.
Aber es gibt auch 1000 andere Gründe, wie Eingleisigkeit, dass die Verspätung nicht wett gemacht werden kann. Das Betriebspersonal sollte nur im Ausnahmefall daran Schuld sein ("Verspätete Bereitstellung").

Mit freundlichen Grüssen
SwissExpress

Meine hier wiedergegebenen Äusserungen sind einzig und allein meine private Meinung.

Teilweise sind meine Beträge bewusst provokant und/ oder zynisch verfasst.

Richtungswechsel

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 13:57

SwissExpress schrieb:
Eigentlich sind Richtungswechsel immer ein guter Puffer um Verspätungen aufzuholen. Insb. wenn die Lok getauscht werden muss. Denn bei einem Richtungswechsel kannst du nicht einfach nur 2 min Haltezeit einplanen, sondern es min. 5 min. Aus dieser Sicht sollte jeder Richtungswechsel dazu beitragen, eine eventuelle Verspätung einzudämmen.
Aber es gibt auch 1000 andere Gründe, wie Eingleisigkeit, dass die Verspätung nicht wett gemacht werden kann. Das Betriebspersonal sollte nur im Ausnahmefall daran Schuld sein ("Verspätete Bereitstellung").
Hallo,

beim IC118/119 bleibt das Umfahren in Friedrichshafen mit neu 1116 statt 2x218 (so der Zeuge Desiros im Allgemeinen Forum. Siehe Link oben zu dem Beitragsbaum). Da gibt es nichts zu holen. Aber der Zug kann evtl. via Lindau-Reutin durchrauschen. Kurzer Halt, kein Richtungswechsel.

RJ ist einfacher. Der hat einen Steuerwagen.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.21 14:38.

Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 14:01

Hallo,

denkbar wäre beim RJ Frankfurt-Lindau-Wien, dass in Feldkirch eine zweite RJ-Garnitur angekuppelt wird. Ist der Zugteil aus Frankfurt extrem zu spät, bricht der Feldkircher Zugteil pünktlich auf nach Wien. Reisende aus Norden kommen bei großer Verspätung (>30 Min.) dann mit dem nächsten Takt-RJ ab Feldkirch (1-Stundentakt) nach Osten und v.v.

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Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: Jutila

Datum: 16.04.21 16:42

Guten Tag

Zu folgendem Zitat nur diese Bemerkung:

"Hallo,

denkbar wäre beim RJ Frankfurt-Lindau-Wien, dass in Feldkirch eine zweite RJ-Garnitur angekuppelt wird. Ist der Zugteil aus Frankfurt extrem zu spät, bricht der Feldkircher Zugteil pünktlich auf nach Wien. Reisende aus Norden kommen bei großer Verspätung (>30 Min.) dann mit dem nächsten Takt-RJ ab Feldkirch (1-Stundentakt) nach Osten und v.v."

Die Züge von Vorarlberg nach Wien sind entweder ab Innsbruck oder Salzburg immer in Doppeltraktion gemäss meinem Kenntnisstand. Ein verspäteter Railjet aus Deutschland könnte somit nur am Arlberg problemlos mit dem nächsten Taktzug vereinigt weiterverkehren.

Gruss Christian

Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 17:30

Jutila schrieb:
Guten Tag

Zu folgendem Zitat nur diese Bemerkung:

"Hallo,

denkbar wäre beim RJ Frankfurt-Lindau-Wien, dass in Feldkirch eine zweite RJ-Garnitur angekuppelt wird. Ist der Zugteil aus Frankfurt extrem zu spät, bricht der Feldkircher Zugteil pünktlich auf nach Wien. Reisende aus Norden kommen bei großer Verspätung (>30 Min.) dann mit dem nächsten Takt-RJ ab Feldkirch (1-Stundentakt) nach Osten und v.v."

Die Züge von Vorarlberg nach Wien sind entweder ab Innsbruck oder Salzburg immer in Doppeltraktion gemäss meinem Kenntnisstand. Ein verspäteter Railjet aus Deutschland könnte somit nur am Arlberg problemlos mit dem nächsten Taktzug vereinigt weiterverkehren.

Gruss Christian
Hallo,

genau. Die Doppelführung würde dann eben in Feldkirch und nicht erst in Innsbruck beginnen und v.v.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
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Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: 2143005

Datum: 16.04.21 17:44

Packwagen schrieb:
genau. Die Doppelführung würde dann eben in Feldkirch und nicht erst in Innsbruck beginnen und v.v.
Funktioniert so aber nicht: Eine Stunde später ist die Doppelführung erst ab Salzburg. Was willst du mit dem Zugteil von München dann tun?

Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: Brennersee

Datum: 16.04.21 17:52

Sers.

So wie ich andernorts im Forum gelesen hab wird es der 867. Der wird zumindest derzeit noch in Salzburg mit dem RJ 67 vereinigt.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 17:58

2143005 schrieb:
Packwagen schrieb:
genau. Die Doppelführung würde dann eben in Feldkirch und nicht erst in Innsbruck beginnen und v.v.
Funktioniert so aber nicht: Eine Stunde später ist die Doppelführung erst ab Salzburg. Was willst du mit dem Zugteil von München dann tun?
Verstehe ich nicht. Es geht um einen eventuell verspätungsanfälligen RJ aus Frankfurt-Lindau. Der soll ja durchlaufen via Feldkirch nach Wien, im normalen RJ-Stundentakt.

Um den Fahrplan ab Feldkirch bis Wien innerhalb Österreichs stabil zu halten, fährt der Zug zwischen Feldkirch und Innsbruck bereits 2-teilig. Denn wenn in Feldkirch schon die zweite Garnitur steht, kann sie pünktlich alleine losfahren, sollte der Zug aus Frankfurt extrem verspätet sein. Dann bleibt der Frankfurter Zug in Feldkirch stehen oder fährt in der Stunde später mit dem RJ aus Zürich weiter nach Wien.

Genügend Züge vorausgesetzt, was über Wolfurt gesichert werden könnte. Oder man schickt eben einen Ersatzzug ab dem Wolfurter Werk nach Bregenz, um dort bei extremer Verspätung des Frankfurter RJ pünktlich gen Wien zu starten. Man kann betrieblich also schon was machen in Sachen Resilienz.

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Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: kmueller

Datum: 16.04.21 18:28

Jutila schrieb:
Zu folgendem Zitat nur diese Bemerkung:

"Hallo,

denkbar wäre beim RJ Frankfurt-Lindau-Wien, dass in Feldkirch eine zweite RJ-Garnitur angekuppelt wird. Ist der Zugteil aus Frankfurt extrem zu spät, bricht der Feldkircher Zugteil pünktlich auf nach Wien. Reisende aus Norden kommen bei großer Verspätung (>30 Min.) dann mit dem nächsten Takt-RJ ab Feldkirch (1-Stundentakt) nach Osten und v.v."

Die Züge von Vorarlberg nach Wien sind entweder ab Innsbruck oder Salzburg immer in Doppeltraktion gemäss meinem Kenntnisstand. Ein verspäteter Railjet aus Deutschland könnte somit nur am Arlberg problemlos mit dem nächsten Taktzug vereinigt weiterverkehren.
Die Züge Bregenz-Wien werden (einzelne Ausnahmen insbes. am Tagesrand bestätigen die Regel) zwischen Salzburg und Wien mit einem Zug München-Budapest vereinigt. Da paßt kein dritter Zugteil mehr dran.

Die Züge zwischen Zürich-Wien erhalten großteils (Ausnahmen am Tagesrand) zwischen Westösterreich und Wien einen zweiten Zugteil, wobei der Ort des An- bzw. Abkuppelns in Abhängigkeit von Wochentag, Uhrzeit und Jahreszeit variiert: in Feldkirch, in Innsbruck (meistens) oder in Salzburg.

Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: junglok13

Datum: 16.04.21 18:30

2143005 schrieb:
Packwagen schrieb:
genau. Die Doppelführung würde dann eben in Feldkirch und nicht erst in Innsbruck beginnen und v.v.
Funktioniert so aber nicht: Eine Stunde später ist die Doppelführung erst ab Salzburg. Was willst du mit dem Zugteil von München dann tun?
Wenn dann müsste man schon einen bereits existierenden RailjetX Bregenz - Wien, nach Frankfurt verlängern, in der aktuellen Fahrlage besteht dieses Problem natürlich.
Aber als Tagesrandverbindung könnte es schon etwas haben. Wobei die Frage ist ob es da nicht teils zu Verwirrungen der Fahrgäste kommt in Wien, wenn es da ICEs nach Frankfurt, den RJx66 nach Frankfurt und dann nochmal nen RJ nach Frankfurt mit wiederum anderem Laufweg.
Wobei der Anfang, ja eigentlich war, dass da ne RJ Garnitur auf der KRM Probefährt. Dass wäre dann eher eine weitere Verlängerung des Zuges nach Köln oder NRW und nicht durchs Rheintal. Wurde daher eher von einem RJX, als einen RJ sprechen.

RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 18:33

Hallo,

hier gibt es inzwischen mehr Details:

[www.drehscheibe-online.de]

Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.21 18:33.

Re: Möglicher betrieblicher Puffer in Feldkirch

geschrieben von: Brennersee

Datum: 16.04.21 18:53

Genau das wird gemacht. Derzeit ist es so:
Doppelführung ab Salzburg als RJX 67(München- Budapest)/867(Bregenz - Flughafen Wien), ab Salzburg 15.08, an Wien Hbf 17.30.

Richtung Osten ab Feldkirch eine Stunde nach RJX867 verkehrt RJX165 von Zürich nach Budapest, ab Feldkirch oder Innsbruck doppelt, das variiert.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 16.04.21 19:13

Packwagen schrieb:
Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon

Das sind rundrum überzeugende Prioritäten. Hauptsache, der Zug hat einen Namen. Er darf auch gern Verspätung haben, der Nahverkehr macht ihm gern Platz. Und bei noch mehr Verspätung stellen die ÖBB gern einen zusätzlichen Lokführer, damit die andere Hälfte schon mal vorfahren kann. Ist ja wurscht, dass diese Hälfte allerspätestens ab Salzburg, eher schon ab Inbsbruck, aus allen Nähten platzen wird.

Im Ernst: Du hast ziemlich schräge Vorstellungen von zeitgemäßem Fernverkehr.

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 19:44

kaufhalle schrieb:
Packwagen schrieb:
Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon
Das sind rundrum überzeugende Prioritäten. Hauptsache, der Zug hat einen Namen. Er darf auch gern Verspätung haben, der Nahverkehr macht ihm gern Platz. Und bei noch mehr Verspätung stellen die ÖBB gern einen zusätzlichen Lokführer, damit die andere Hälfte schon mal vorfahren kann. Ist ja wurscht, dass diese Hälfte allerspätestens ab Salzburg, eher schon ab Inbsbruck, aus allen Nähten platzen wird.

Im Ernst: Du hast ziemlich schräge Vorstellungen von zeitgemäßem Fernverkehr.
Ohjeoje. Ein wenig Spaß darf man ja haben. Da gibt es endlich einen neuen Fernverkehrszug. Und schon werden lauter Probleme gesehen, anstatt sich zu freuen.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
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Zum Thema Nahverkehr/ IC 119 in Vorarlberg:

Da ich beruflich damit seit Jahren zu tun habe, kenne ich diese Problematik sehr gut.
Der Nahverkehr in Vorarlberg ist nach der Wiener S-Bahn der dichteste in ganz Österreich. Die aktuelle Pünktlichkeit liegt auf alles Strecken zwischen 95% und fast 99%, was sehr erfreulich ist.
Der 119 ist, wenn er nicht in Lindau beginnt, seit vielen Jahren das "Sorgenkind", da er (und das ist nachweisbar) von der DB fast täglich stark verspätet an die ÖBB übergeben wird. Es wurde sogar ein extra REX 5583 (außerhalb des Taktgefüges) geschaffen, der in Bregenz um 15:57 beginnt, um den Fahrgästen die Verspätung des 119 zu ersparen. Wenn der 119 verspätet ist, passt er einfach nicht mehr in den Fahrplan, der eingleisige Abschnitt Lochau - Bregenz und der Umstand, dass einzelne S-Bahnen in Lochau wenden, erschweren das "Durchschleusen" des 119. Ein Überholen auf dem Gegengleis ist auch nur selten möglich. Beim klassischen "Vorfahren" in einem Bahnhof unterwegs fasst die betroffene S-Bahn gleich mal 5 bis 8 min Verspätung aus, was unter Umständen dazu führt, dass Pendler ihre Busverbindungen nicht mehr erreichen. Beschwerden sind da alltäglich.

Das klassische Verfahren der Eisenbahn von früher (Fernzug = wichtig und hat somit Vorrang) ist mittlerweile nicht mehr up to date - da gibt es heute ganz andere Richtlinien. Zudem erfolgt auch die Disposition in Österreich mittlerweile aus den BFZn, teilweise wird auch von der VLS (Zentrale Verkehrsleitstelle des PV) hier mit entschieden. In der Schweiz wird dies, so habe ich es zumindest vernommen (Man möge mich korrigieren, wenn ich damit falsch liege), sehr radikal gehandhabt. HAt ein RJ von den ÖBB bei der Ankunft in Buchs SG einen bestimmten Verspätungslevel überschritten, verliert der Zug seinen "Slot" und seinen "Vorrang".

Eine Aufwertung der internationalen FV-Verbindungen via Bregenz/Lindau ist durchaus zu begrüßen - im Zulauf von Stuttgart muss sich in Sachen Pünktlichkeit aber definitiv noch viel zum Besseren ändern. Dass es geht, zeigt die Strecke durch das Allgäu. Während vor Jahren die DB die EC-Züge München - Zürich ab Lindau Hbf mit durch die Bank mit mindestens 10 bis 15 min. Verspätung übergeben hatten, läuft es hier seit Jahren eigentlich sehr zufriedenstellend mit nur recht kleinen Verspätungen (größere Verspätungen wegen einem Ereignis wie PU etc kann man eh nicht verhindern).

Fdl_wo

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 16.04.21 21:17

Packwagen schrieb:
kaufhalle schrieb:
Packwagen schrieb:
Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon
Das sind rundrum überzeugende Prioritäten. Hauptsache, der Zug hat einen Namen. Er darf auch gern Verspätung haben, der Nahverkehr macht ihm gern Platz. Und bei noch mehr Verspätung stellen die ÖBB gern einen zusätzlichen Lokführer, damit die andere Hälfte schon mal vorfahren kann. Ist ja wurscht, dass diese Hälfte allerspätestens ab Salzburg, eher schon ab Inbsbruck, aus allen Nähten platzen wird.

Im Ernst: Du hast ziemlich schräge Vorstellungen von zeitgemäßem Fernverkehr.
Ohjeoje. Ein wenig Spaß darf man ja haben. Da gibt es endlich einen neuen Fernverkehrszug. Und schon werden lauter Probleme gesehen, anstatt sich zu freuen.

Spaß? Mit einem Fernverkehrszug, bei dem Du es schon vorher völlig in Ordnung findest, dass er Verspätung mitbringen wird? Und das im Umfeld des Arlbergs, wo die Fahrzeit der Railjets eh schon zu knapp berechnet ist und der daher eine 1A-Verspätungsquelle ist? Und wenn er nicht pünktlich ist (er wird so gut wie nie pünktlich sein), dann fährt er halt eine Stunde später? OK, der Zug fährt zwar auf den Balkan, aber deswegen muss er doch nicht gleich Fahrplantreue nach Balkanart praktizieren.

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 16.04.21 21:23

Mit der Logik können wir den internationalen FV einstellen....

Nein, gut dass Herr Dr. Nagl Wort gehalten hat und eine Kooperation mit der ÖBB via Südbahn macht. Siehe hier: [www.drehscheibe-online.de]

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.21 21:43.

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: junglok13

Datum: 16.04.21 21:54

Packwagen schrieb:
Hallo,

hier gibt es inzwischen mehr Details:

[www.drehscheibe-online.de]

Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon
Die RJ hatten Namen, aber eher so etwas wie Allianzarena. Meist Namen von Firmen und Vereinen, bzw. Personengruppen : RJ Wiener Rechtsanwälte. Würde aber vor Jahren abgeschafft.
Wrzlbrnft. schrieb:
Sehe ich durchaus anders.
...
Ein solcher RJ aus Ulm müsste eben mit ausreichend Fahrzeitreserve auf deutscher Seite bestückt werden, damit er ins Vorarlberger (und später auch Tiroler, bayerische,...) Taktgefüge reinpasst. .....
Guten Abend an Alle,

ins bayrische Taktgefüge muß der Rail-Jet garnicht reinpassen. Im Gegenteil, es wird der Österreichischen Bundesbahn ein Hochgenuß sein, der Deutschen Bahn AG die Verspätungen unter die Nase zu reiben, die die Deutsche Bahn AG in Lindau verursacht hat.
Selber habe ich so etwas vor vielen Jahren bei den Tschechen erlebt: ich kam mit den Euro-City von Bad Schandau nach Prag (natürlich schon von Dresden aus verspätet), in Prag hat der Nachtzug nach Nürnberg auf den Euro-City aus Dresden gewartet, das Umsteigen in Prag hat wunderbar funktioniert. Für die Tschechen war es ein Genuß der DB AG die Verspätung des Nachtzugs mit der Verspätung des Euro-City aus Dresden unter die Nase zu reiben.
Gruß
Hartmut

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 16.04.21 22:13

junglok13 schrieb:
Packwagen schrieb:
Hallo,

hier gibt es inzwischen mehr Details:

[www.drehscheibe-online.de]

Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon
Die RJ hatten Namen, aber eher so etwas wie Allianzarena. Meist Namen von Firmen und Vereinen, bzw. Personengruppen : RJ Wiener Rechtsanwälte. Würde aber vor Jahren abgeschafft.


Nicht zu vergessen die Pneumokokken ab 50 ...

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: Tz 4683

Datum: 16.04.21 22:18

kaufhalle schrieb:
Packwagen schrieb:
Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon

Das sind rundrum überzeugende Prioritäten. Hauptsache, der Zug hat einen Namen. Er darf auch gern Verspätung haben, der Nahverkehr macht ihm gern Platz. Und bei noch mehr Verspätung stellen die ÖBB gern einen zusätzlichen Lokführer, damit die andere Hälfte schon mal vorfahren kann. Ist ja wurscht, dass diese Hälfte allerspätestens ab Salzburg, eher schon ab Inbsbruck, aus allen Nähten platzen wird.

Im Ernst: Du hast ziemlich schräge Vorstellungen von zeitgemäßem Fernverkehr.
So kennen wir ihn...

Gruß
Tz 4683
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Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: IC 533 Lienzer Dolomiten

Datum: 16.04.21 23:01

junglok13 schrieb:
Packwagen schrieb:
Hallo,

hier gibt es inzwischen mehr Details:

[www.drehscheibe-online.de]

Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon
Die RJ hatten Namen, aber eher so etwas wie Allianzarena. Meist Namen von Firmen und Vereinen, bzw. Personengruppen : RJ Wiener Rechtsanwälte. Würde aber vor Jahren abgeschafft.
Diese Namen, wie z.B. Licht für die Welt, Rote Nasen, Wiener Tafel oder pneumokkokenab50at wurde ja schon vor Jahren abgeschafft. Aber es gibt in Österreich seit einigen Jahren wieder teilweise Zugnamen, auf die schnelle fallen mir folgende ein: Lienzer Dolomiten, Transalpin, Dachstein, Croatia, Porta Moravica, Ennstal, Wienerwald, Blauer Enzian, Dolomiten/Dolomiti, Kitzsteinhorn, San Marco, Gondoliere, Gasteinertal, Donauwalzer. Für den Durchschnittsreisenden sind die Namen aber weitgehend unbekannt, da sie fast nirgendwo aufscheinen. Weder auf Anzeigen und Durchsagen im Bahnhof, nicht beim RJ auf Displays, und auch nur selten bei den Begrüßungsansagen im Zug.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.21 23:02.
Packwagen schrieb:
das hört sich aber sehr nach Vorarlberger Argumentation an. Demnach muss die S-Bahn perfekt funktionieren. Züge aus Deutschland stören da nur, FV auch. So bummelt aktuell der RJ gen Bregenz hinter dem Nahverkehr her.
Da der RJ sowieso in Bregenz (ver-)endet macht es keinen Sinn andere Züge aus dem Takt zu schmeissen, nur damit der RJ dann 5 Minuten früher in der Endstation eintrifft.

Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 17.04.21 00:26

Packwagen schrieb:
Mit der Logik können wir den internationalen FV einstellen....

Darum geht es doch nicht. Internationaler (und auch nationaler) FV bringt eben vor allem dann etwas, wenn er verlässlich verkehrt und sich dieser, so irgend möglich, auch in ein nationales Taktgefüge hineinbringen lässt. Dann haben sowohl der Zug, vor allem aber auch die Reisenden auch etwas von vorhandenen nationalen Taktknoten und Systemanschlüssen, welche das Angebot wiederum für weitere Fahrgastkreise attraktiv macht, nämlich jene, deren Start und/oder Ziel nicht direkt an diesem Zuglauf liegt. In Österreich ist dies u.a. dank findigen und sehr gut mit den Nachbarbahnen vernetzten Leuten weitestgehend umgesetzt. Ebenso in der Schweiz, wo es aber halt vor allem aus Deutschland mit den Langläufer-ICEs aus Hamburg / Berlin immer wieder Probleme gibt, ebenso mit dem Fernverkehr aus Milano, der auf italienischer Seite gegenüber dem Nahverkehr die niedrigere Priorität genießt.

An diese Problematik heranzugehen, mögliche Probleme / Risiken bei der Schaffung einer neuen Fernverkehrs-Direktverbindung vorausschauend zu beleuchten und entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen kann wohl kaum mit der Sinnhaftigkeit der Einstellung des internationalen FV gleichgesetzt werden.

Als Zugsnamenvorschlag werfe ich indes mal den "RJ 867 / 860 Modellregion Vorarlberg" in den Ring.
Gute Nacht allerseits.

Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 08:44

Wrzlbrnft. schrieb:
Packwagen schrieb:
Mit der Logik können wir den internationalen FV einstellen....
Darum geht es doch nicht. Internationaler (und auch nationaler) FV bringt eben vor allem dann etwas, wenn er verlässlich verkehrt und sich dieser, so irgend möglich, auch in ein nationales Taktgefüge hineinbringen lässt. Dann haben sowohl der Zug, vor allem aber auch die Reisenden auch etwas von vorhandenen nationalen Taktknoten und Systemanschlüssen, welche das Angebot wiederum für weitere Fahrgastkreise attraktiv macht, nämlich jene, deren Start und/oder Ziel nicht direkt an diesem Zuglauf liegt. In Österreich ist dies u.a. dank findigen und sehr gut mit den Nachbarbahnen vernetzten Leuten weitestgehend umgesetzt. Ebenso in der Schweiz, wo es aber halt vor allem aus Deutschland mit den Langläufer-ICEs aus Hamburg / Berlin immer wieder Probleme gibt, ebenso mit dem Fernverkehr aus Milano, der auf italienischer Seite gegenüber dem Nahverkehr die niedrigere Priorität genießt.

An diese Problematik heranzugehen, mögliche Probleme / Risiken bei der Schaffung einer neuen Fernverkehrs-Direktverbindung vorausschauend zu beleuchten und entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen kann wohl kaum mit der Sinnhaftigkeit der Einstellung des internationalen FV gleichgesetzt werden.

Als Zugsnamenvorschlag werfe ich indes mal den "RJ 867 / 860 Modellregion Vorarlberg" in den Ring.
Gute Nacht allerseits.
Klar. Kann man so sehen. Dann sperrt man eben Züge aus den unzuverlässigen Staaten Deutschland und Italien aus. Die Wirtschaft in Österreich wird sich freuen...

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Re: RJ 867/860 - Name?

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 09:00

Tz 4683 schrieb:
kaufhalle schrieb:
Packwagen schrieb:
Wie wird denn der nette Zug heißen? Haben Railjets einen Namen? Ich meine: Ja.

Meine Ideen:

- Pfänder
- Vorarlberg
- Arlberg
- Oberschwaben
- Alpenrhein
- Montafon
Das sind rundrum überzeugende Prioritäten. Hauptsache, der Zug hat einen Namen. Er darf auch gern Verspätung haben, der Nahverkehr macht ihm gern Platz. Und bei noch mehr Verspätung stellen die ÖBB gern einen zusätzlichen Lokführer, damit die andere Hälfte schon mal vorfahren kann. Ist ja wurscht, dass diese Hälfte allerspätestens ab Salzburg, eher schon ab Inbsbruck, aus allen Nähten platzen wird.

Im Ernst: Du hast ziemlich schräge Vorstellungen von zeitgemäßem Fernverkehr.
So kennen wir ihn...
Siehe oben. Man kann seine Weltsicht schon sehr einengen. Anstatt sich zu freuen über ein neues Angebot, sucht man hier krampfhaft ein Haar in der Suppe.

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Packwagen schrieb:
Klar. Kann man so sehen. Dann sperrt man eben Züge aus den unzuverlässigen Staaten Deutschland und Italien aus. Die Wirtschaft in Österreich wird sich freuen...

Du hast nicht kapiert, was ich meine, stimmt's?

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 09:57

Wrzlbrnft. schrieb:
Packwagen schrieb:
Klar. Kann man so sehen. Dann sperrt man eben Züge aus den unzuverlässigen Staaten Deutschland und Italien aus. Die Wirtschaft in Österreich wird sich freuen...
Du hast nicht kapiert, was ich meine, stimmt's?
Doch. Sehr gut. Zu gut?

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Zu eine Frage kam noch niemand: soll es so viel railjets geben, daß diese Leistung noch 'rauskommt? Auch zweites Wien-Venedig kostete eine Umstellung des Lienzer Zuges zu herkömmliche Garnitur...
no-night schrieb:
Zu eine Frage kam noch niemand: soll es so viel railjets geben, daß diese Leistung noch 'rauskommt? Auch zweites Wien-Venedig kostete eine Umstellung des Lienzer Zuges zu herkömmliche Garnitur...
Nachdem der Eigentümer der Railjets wohl in diese Planungen eingebunden ist würde ich davon ausgehen, das sich das ausgeht. Möglicherweise mit Umschichtungen von Umläufen und/oder Umstellung von Zügen, bei denen die technischen Parameter der aktuellen Railjets nicht zwingend erforderlich sind.

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 17.04.21 11:12

Packwagen schrieb:
Wrzlbrnft. schrieb:
Packwagen schrieb:
Klar. Kann man so sehen. Dann sperrt man eben Züge aus den unzuverlässigen Staaten Deutschland und Italien aus. Die Wirtschaft in Österreich wird sich freuen...
Du hast nicht kapiert, was ich meine, stimmt's?
Doch. Sehr gut. Zu gut?

Es reicht nicht, dass da ein lustiger Fernverkehrszug fährt. Er muss fahrplantechnisch robust konstruiert sein. Frankfurt - Bregenz - Wien ist ein Zuglauf, den niemand in ganzer Länge fahren wird. Von Frankfurt nach Linz und weiter östlich fährt man über Passau, von Frankfurt nach Salzburg, Innsbruck und wahrscheinlich sogar Landeck fährt man über München. Für diesen Zug bleiben als Nachfrage nur begrenzt relevante Direktverbindungen wie Frankfurt - Vorarlberg, vielleicht auch Ulm - Innsbruck. Die Hauptaufgabe dieses RJ ist die Abdeckung von Bregenz - Wien und allem, was dazwischen liegt. Insofern unterscheidet er sich nicht von seinen Nachbarn im Taktfahrplan mit 2 h Abstand, wenn man Bregenz durch Feldkirch ersetzt, ist es ein Stundentakt. Dieser Quer-durch-Österreich-RJ hat selbst schon genug Probleme, aber wenn der schon in Bregenz mit 20 min Verspätung abfährt, dann ist das äußerst ungünstig. Da sind dann die Auswirkungen auf den Nahverkehr in Vorarlberg (OK, in der genannten Richtung dürfte das in den verkehrsschwachen Spätvormittag fallen), durch die Verspätung schubst er auf dem Arlberg den Gegenzug nach Zürich aus seiner Fahrplanlage (Konsequenz: Zugkreuzung in Nendeln wird verpasst, Slot in Buchs ist weg, schleicht bis Zürich dem Nahverkehr hinterher, je nach Anschlusssituation + 30 oder + 60 für Anschlüsse ab Zürich). Für die Transitstrecke durch Rosenheim verpasst er dann selbst Slot und Vorrang und hat in Salzburg eher noch mehr Verspätung. Der Anschluss auf den "kleinen" RJ ist dann schon lange kaputt, macht + 60 min für die Ziele Vöcklabruck, Attnang-Puchheim und Wels und alles, was dort dranhängt.

So, und all das stört Dich nicht, weil es ja ein schöner Fernverkehrszug ist, über den man sich gefälligst freuen soll. Man kann diesen Zug einführen, aber man sollte ausreichend Puffer in den Fahrplan einbauen.

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 12:00

kaufhalle schrieb:
Packwagen schrieb:
Wrzlbrnft. schrieb:
Packwagen schrieb:
Klar. Kann man so sehen. Dann sperrt man eben Züge aus den unzuverlässigen Staaten Deutschland und Italien aus. Die Wirtschaft in Österreich wird sich freuen...
Du hast nicht kapiert, was ich meine, stimmt's?
Doch. Sehr gut. Zu gut?
Es reicht nicht, dass da ein lustiger Fernverkehrszug fährt. Er muss fahrplantechnisch robust konstruiert sein. Frankfurt - Bregenz - Wien ist ein Zuglauf, den niemand in ganzer Länge fahren wird. Von Frankfurt nach Linz und weiter östlich fährt man über Passau, von Frankfurt nach Salzburg, Innsbruck und wahrscheinlich sogar Landeck fährt man über München. Für diesen Zug bleiben als Nachfrage nur begrenzt relevante Direktverbindungen wie Frankfurt - Vorarlberg, vielleicht auch Ulm - Innsbruck. Die Hauptaufgabe dieses RJ ist die Abdeckung von Bregenz - Wien und allem, was dazwischen liegt. Insofern unterscheidet er sich nicht von seinen Nachbarn im Taktfahrplan mit 2 h Abstand, wenn man Bregenz durch Feldkirch ersetzt, ist es ein Stundentakt. Dieser Quer-durch-Österreich-RJ hat selbst schon genug Probleme, aber wenn der schon in Bregenz mit 20 min Verspätung abfährt, dann ist das äußerst ungünstig. Da sind dann die Auswirkungen auf den Nahverkehr in Vorarlberg (OK, in der genannten Richtung dürfte das in den verkehrsschwachen Spätvormittag fallen), durch die Verspätung schubst er auf dem Arlberg den Gegenzug nach Zürich aus seiner Fahrplanlage (Konsequenz: Zugkreuzung in Nendeln wird verpasst, Slot in Buchs ist weg, schleicht bis Zürich dem Nahverkehr hinterher, je nach Anschlusssituation + 30 oder + 60 für Anschlüsse ab Zürich). Für die Transitstrecke durch Rosenheim verpasst er dann selbst Slot und Vorrang und hat in Salzburg eher noch mehr Verspätung. Der Anschluss auf den "kleinen" RJ ist dann schon lange kaputt, macht + 60 min für die Ziele Vöcklabruck, Attnang-Puchheim und Wels und alles, was dort dranhängt.

So, und all das stört Dich nicht, weil es ja ein schöner Fernverkehrszug ist, über den man sich gefälligst freuen soll. Man kann diesen Zug einführen, aber man sollte ausreichend Puffer in den Fahrplan einbauen.
Erstens: zum Puffer habe ich ja Vorschläge gemacht (2. Zug in Feldkirch). Im Übrigen fährt er ab Stuttgart morgens gegen die Lastrichtung. Er dürfte stabil in Bregenz ankommen.

Zweitens: FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.

Drittens: Es werden hier völlig realitätsfremde Forderungen an den FV durch Deutschland aufgestellt. Habe ich ja schon beschrieben. Das sind Laborbedingungen, die es nicht gibt.

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Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 17.04.21 12:27

Packwagen schrieb:
Erstens: zum Puffer habe ich ja Vorschläge gemacht (2. Zug in Feldkirch). Im Übrigen fährt er ab Stuttgart morgens gegen die Lastrichtung. Er dürfte stabil in Bregenz ankommen.

Zweitens: FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.

Drittens: Es werden hier völlig realitätsfremde Forderungen an den FV durch Deutschland aufgestellt. Habe ich ja schon beschrieben. Das sind Laborbedingungen, die es nicht gibt.
Deine Argumentation passt aber nicht zusammen. Um die von dir vorgeschlagene Lösung mit Ersatzzug ab Feldkirch umzusetzen (was macht denn der Rest von Vorarlberg? ), muss man planmäßig einen zweiten Zugteil über den Arlberg fahren, den dort niemand braucht. Nicht nur das, der muss auch noch planmäßig eine Stunde früher zur Verfügung stehen, damit er im Bedarfsfall den Langläufer ersetzt.

Kommt es dann dazu, verlieren alle Fahrgäste die über Feldkirch hinaus wollen, eine ganze Stunde. Ab welcher Einbruchsverspätung möchtest du dieses Verfahren also anwenden? In der Schweiz gibt es praktisch immer einen Halbstundentakt, das ist ein gewaltiger Unterschied wenn man dort dann so vorgeht.

Auf der anderen Seite argumentierst du aber mit der Wirklichkeit, wenn man diese beiden Langläufer verknüpft um den kurzen Abschnitt Bregenz- Bludenz nicht doppelt bedienen zu müssen.

Was sind jetzt die Konsequenzen aus den unrealistischen Forderungen an den deutschen Verkehr? Fährt man jetzt lieber den österreichischen Verkehr regelmäßig über den Haufen, oder verzichtet man auf diese Verbindung?

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 12:47

MrEnglish schrieb:
Packwagen schrieb:
Erstens: zum Puffer habe ich ja Vorschläge gemacht (2. Zug in Feldkirch). Im Übrigen fährt er ab Stuttgart morgens gegen die Lastrichtung. Er dürfte stabil in Bregenz ankommen.

Zweitens: FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.

Drittens: Es werden hier völlig realitätsfremde Forderungen an den FV durch Deutschland aufgestellt. Habe ich ja schon beschrieben. Das sind Laborbedingungen, die es nicht gibt.
Deine Argumentation passt aber nicht zusammen. Um die von dir vorgeschlagene Lösung mit Ersatzzug ab Feldkirch umzusetzen (was macht denn der Rest von Vorarlberg? ), muss man planmäßig einen zweiten Zugteil über den Arlberg fahren, den dort niemand braucht. Nicht nur das, der muss auch noch planmäßig eine Stunde früher zur Verfügung stehen, damit er im Bedarfsfall den Langläufer ersetzt.

Kommt es dann dazu, verlieren alle Fahrgäste die über Feldkirch hinaus wollen, eine ganze Stunde. Ab welcher Einbruchsverspätung möchtest du dieses Verfahren also anwenden? In der Schweiz gibt es praktisch immer einen Halbstundentakt, das ist ein gewaltiger Unterschied wenn man dort dann so vorgeht.

Auf der anderen Seite argumentierst du aber mit der Wirklichkeit, wenn man diese beiden Langläufer verknüpft um den kurzen Abschnitt Bregenz- Bludenz nicht doppelt bedienen zu müssen.

Was sind jetzt die Konsequenzen aus den unrealistischen Forderungen an den deutschen Verkehr? Fährt man jetzt lieber den österreichischen Verkehr regelmäßig über den Haufen, oder verzichtet man auf diese Verbindung?
Nein. Man verzichtet nicht auf die Verbindung. ÖBB und DB sind erfreulicherweise so mutig, etwas Neues anzubieten.

Es ist unglaublich, wie hier voller Zaudern nur auf lokale Interessen geschaut wird. Dass die Eisenbahn auch Komfort bieten soll - sprich kein Umstieg - wird ausgeblendet, weil den Bahnfans hier das nix ausmacht. Ist ja nett, wenn man beim Umstieg noch ein paar Züge fuzzen kann ;-)

Es ist die gleiche Debatte wie aktuell bei den Corona-Apps. Die theoretische Möglichkeit von Missbrauch wird dafür genutzt, alle Chancen in Bausch und Bogen klein zu reden. Bei der Debatte hier wird nur auf mögliche Verspätungsrisiken geschaut. Nicht darauf, dass eine attraktive Fernverbindung mehr Fahrgäste auf die Schiene bringt. Wenn man den hier vorgebrachten Argumenten zu den Verspätungsrisiken folgen würde, dürfte man Eisenbahn nur noch maximal 100km zwischen größeren Bahnhöfen pendeln lassen. Der Fahrgast stört da nur. Wer von Frankfurt an die Alpen will, soll halt fünf Mal umsteigen.

DB und ÖBB haben jahrelang an dieser Lösung getüftelt. Da kann man getrost davon ausgehen, dass sie die betrieblichen Herausforderungen (Eingleisigkeit Friedrichshafen-Bregenz), Baustellen, Flügeln und Stärken, Auslastung, Lastrichtung genau im Blick haben. Ich habe den Beitrag von Dr. Nagl bereits zitiert.

Also Leute. Entspann euch und freut euch, dass es mehr Fernverkehr geben wird.

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Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: junglok13

Datum: 17.04.21 13:06

Ich glaube man muss beides mal betrachten.
Man kann von der Vergangenheit nicht unbedingt auf die Zukunft schließen, ich denke Stichwort E-Lok und Vmax 160 km/h auf der Südbahn, wie eben auch, einen wenig anspruchsvollen Fahrplan, sollte schon reichen, um den Zug in der Zukunft weniger Verspätungsanfällig zu machen, als in der Vergangenheit. Dazu wenn man über Lindau Reutin, statt der Insel fährt, wie geplant, spart auch Fahrzeit ein, bzw. eine zusätzliche Verspätungschance wird ausgeschaltet.
Der Fahrplan muss halt insbesondere im Bereich Friedrichshafen - Bregenz so gestaltet sein, dass man da auch Verspätungen von 10-15 min rausfahren kann. Also eben keine theoretischen 20 min Fahrzeit, sondern eher 30-35 min Fahrzeit dazwischen.
In Zukunft sollte die Fahrzeit in der Theorie, mit kaum Fahrzeitpuffer, mit den angestrebten Zwischenhalten Biberach, Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau Reutin zwischen Ulm und Bregenz 1 Stunde 15 min sein. Wenn diese Fahrzeit auf 1 Stunde 30-35 min ausdehnt wird, hat man schon sehr viel an Reserve gewonnen.
Wobei ich aber auch die Befürchtung habe, dass man im Grunde zuviel Zeitpuffer auf dem Abschnitt Ulm - Friedrichshafen legen wird und viel zu wenig Zeitpuffer auf den eingleisigen Abschnitt Friedrichshafen - Bregenz.

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 13:25

junglok13 schrieb:
Ich glaube man muss beides mal betrachten.
Man kann von der Vergangenheit nicht unbedingt auf die Zukunft schließen, ich denke Stichwort E-Lok und Vmax 160 km/h auf der Südbahn, wie eben auch, einen wenig anspruchsvollen Fahrplan, sollte schon reichen, um den Zug in der Zukunft weniger Verspätungsanfällig zu machen, als in der Vergangenheit. Dazu wenn man über Lindau Reutin, statt der Insel fährt, wie geplant, spart auch Fahrzeit ein, bzw. eine zusätzliche Verspätungschance wird ausgeschaltet.
Der Fahrplan muss halt insbesondere im Bereich Friedrichshafen - Bregenz so gestaltet sein, dass man da auch Verspätungen von 10-15 min rausfahren kann. Also eben keine theoretischen 20 min Fahrzeit, sondern eher 30-35 min Fahrzeit dazwischen.
In Zukunft sollte die Fahrzeit in der Theorie, mit kaum Fahrzeitpuffer, mit den angestrebten Zwischenhalten Biberach, Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau Reutin zwischen Ulm und Bregenz 1 Stunde 15 min sein. Wenn diese Fahrzeit auf 1 Stunde 30-35 min ausdehnt wird, hat man schon sehr viel an Reserve gewonnen.
Wobei ich aber auch die Befürchtung habe, dass man im Grunde zuviel Zeitpuffer auf dem Abschnitt Ulm - Friedrichshafen legen wird und viel zu wenig Zeitpuffer auf den eingleisigen Abschnitt Friedrichshafen - Bregenz.
Danke. Zumal wenn man die laut DS-Print veröffentlichten sehr langsamen, vollgepufferten Fahrzeiten auf der elektrifizierten Südbahn ansieht.

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Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: JumpUp

Datum: 17.04.21 16:54

Im deutschem Abschnitt liegen die Fahrzeiten verdächtig nahe am EC 217/217 (Saarbrücken - Graz), und das in beiden Richtungen! Wird dieser EC beibehalten, so dass auf deutschem Abschnitt der RJ eine zusätzliche Leistung darstellt?

Zwischen Stuttgart und Ulm sind ja nicht viele zusätzlich Trassen für Fernverkehr frei...

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: kmueller

Datum: 17.04.21 17:50

Packwagen schrieb:
FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.

Einseitig

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 18:19

kmueller schrieb:
Packwagen schrieb:
FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.
Wie bitte? Der IC118/119 kommt aus Norden gen Abend in die Alpen. Aus NRW. Der neue RJ 867/860 kommt schon vor Mittag ins Alpengebiet. Das ist schon für die Relation Frankfurt-Bodensee relevant. Und für den Tourismus in Vorarlberg und am Arlberg ist der Zug aus Frankfurt ein Segen.

Leute, die Welt besteht nicht nur aus Verspätungsrisiken. Die bestreitet doch niemand. Wenn man Eisenbahn aber nur so einseitig durch die Brille der Verspätungsrisiken sieht, kann ja anfangen, den Nahverkehr massiv auszudünnen. Dann ist alles wie vor 20 Jahren und alle Züge haben Platz.

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mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: 146 227

Datum: 17.04.21 22:56

kmueller schrieb:
Packwagen schrieb:
FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.
Es muss doch einfach im gesamten passen und dann ist der Kuchen mit seinen Krümmeln glücklich. Etwa ab 18 Uhr von Friedrichshafen ohne Umstieg über Stuttgart hinaus zu kommen ist doch eine Super Sache. Genau so die umgekehrte Anbindung südwärts.. wenn auch sehr früh. Das ist auf lange Sicht eine sinnvolle Sache für den östlichen Bodensee. Um mal einen Vergleich zu machen zum Raum Hegau-Bodensee (Schaffhausen-Singen-Konstanz) zu Bodensee-Oberschwaben (Ravensburg-Friedrichshafen-Lindau)


- keine durchgehende Autobahn/Kraftfahrstraße von Süden nach Norden (A81, A98, B33, B31neu, CH-A4)
- keine nähe zu einem großen Flughafen (Zürich ca. 1 Stunde, Stuttgart 1h20), Friedrichshafen kann man nicht wirklich Ernst nehmen und denen wird der Geldhahn noch zu gedreht... einzige Alternative ist hier Memmingen aber naja..
- die Anzahl der Verbindungen und möglichen gesamt Verbindungen ist relativ human, von Singen aus komme ich direkt Stündlich nach Basel, Stuttgart, Karlsruhe, Zürich, Von Friedrichshafen gerade mal nur nach Ulm und Stuttgart, nach Basel nur Zweistündlich.

Daher sofern die FV keine Takttrassen zerstört oder Nachteile für den SPNV hervorruft nur her mit diesen Zügen und gerne Aller Art (Railjet, Eurocity [..]). Wie schön es doch wäre wenn der IC Schwarzwald auch Mo-Do fahren würde. Denn 3h43 sind zu 3h30 mit Umstieg nach Mannheim vom Bodensee akzeptabel.. gut die Uhrzeit mag nicht immer passen aber alleine die Möglichkeit!!

Achja und zum Namensvorschlag Alpenrhein fände ich sehr gut!

Außerdem wenn das Angebot angenommen wird besteht sicher die Möglichkeit die NJ die dort enden evtl. bis Friedrichshafen zu verlängern (oder weiter bis Ulm oder Singen wenn man der Fahrtdraht hängt)
Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Grüßli Müsli




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.21 22:59.
Packwagen schrieb:


das hört sich aber sehr nach Vorarlberger Argumentation an. Demnach muss die S-Bahn perfekt funktionieren. Züge aus Deutschland stören da nur, FV auch. So bummelt aktuell der RJ gen Bregenz hinter dem Nahverkehr her.

So funktioniert Eisenbahn nicht. Fernverkehr ist elementarer Bestandteil des Systems Schiene. Und ja, dann muss man bei einem so erfreulich dichten Verkehr wie in Vorarlberg "Störungen" in Kauf nehmen. Aber ich erlebe das in letzter Zeit immer mehr, dass angesichts zunehmend dichter Nahverkehrstakte der Fernverkehr als ein störendes Element angesehen wird ("beeinträchtigen").

[...]

Also hier positioniere ich mich sehr deutlich: Vorrang für den FV ist gut. Angesichts so extrem dichter Nahverkehrstakte muss der FV noch Luft zum Atmen haben. So eine apodiktische Verteufelung des FV als verspätungsanfällig und daher störend finde ich nicht gut. Die Debatte gibt es auch in Deutschland. Aber gerade Vorarlberg zieht das knallhart durch. Die früheren Ideen, Züge aus Ulm bis Bluzdenz fahren zu lassen, sind an dieser Vorarlberger Abschottung gescheitert.

Es gibt hier auch noch eine Vorarlberg-Spezifität: In Vorarlberg gibt es kaum Durchgangsfernverkehr (von den Zürcher Zügen mal abgesehen). Der FV dient eher dem Ziel- und Quellverkehr dort. Viele müssen trotzdem auf die S-Bahn umsteigen, weil der FV nicht hält. Daher kommt auch die für Aussenstehende eigenartige Prioritätensetzung.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 17.04.21 23:41

kmueller schrieb:
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.
Das ist aber aktuell nicht geplant.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: junglok13

Datum: 18.04.21 14:08

146 227 schrieb:
Friedrichshafen kann man nicht wirklich Ernst nehmen und denen wird der Geldhahn noch zu gedreht... einzige Alternative ist hier Memmingen aber naja..
Es geht da ja hauptsächlich um die internationalen Geschäftbeziehungen der Firmen, ZF, Zeppelin Stiftung, MTU(RollsRoyce), Aerospace, Airbus, Liebherr etc.. Vorallem die ersten pumpen halt da ordentlich Geld in den Flughafen, weil man vielfach auch einfach Geld wie Heu hat. Damit man schnell nach London, Paris, Moskau, Tokio, NewYork und und und kommt, aber eben meist über den Hub Frankfurt. Da schiebt ja u.a. EU demnächst den Riegel vor. Zumal fraglich ist ob Lufthansa diese Flüge auch in Zukunft anbieten wird, bzw. sie überhaupt in diesem Maße gebraucht werden, Stichwort Videokonferenz.
Wobei wenn man es mal umrechnet, könnten die Firmen sich auch ebenso gemeinsam zusammen tun und einfach die passenden Züge Mo-Fr 3-4 Züge täglich, je Richtung über Stuttgart Flughafen und Frankfurt Flughafen ausschreiben lassen, würde aufs Jahr am Ende wohl gleich viel kosten. Insbesondere mit zusätzlichen Fahrentgelder von anderen Fahrgästen dürfte das wohl kaum teurer sein, als die Summe welche man für den Flughafen zahlt. Der einzige Nachteil wäre halt wohl die Fahrzeit von knapp 3 Stunden nach Frankfurt.
Man merkt mittlweile vielfach dass die Vorarlberger welche ja früher auch regelmässig den Friedrichshafener Flughafen genutzt haben, entweder auf Memmingen oder gleich auf Zürich ausweichen. Nach Memmingen nun die direkte und schnelle Autobahnverbindung, kein Pfänderstau mehr, wie auch Busshuttle. Und naach Zürich mittlerweile, mit dem Zug nicht mehr noch zusätzlich in St. Gallen umsgestiegen werden muss, sondern stündlich von St. Margrethen direkt hinkommt mit dem IR13.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: sptnk

Datum: 18.04.21 15:06

Wobei speziell die genannten Firmen ihre Kunden grundsätzlich per Taxi zum/vom Flughafen transportieren, da kein Interesse besteht dass sich Kunden im Zug treffen, ins Gespräch kommen, womöglich Preise und Konditionen vergleichen und so ihre Verhandlungsposition stärken. Da ist das Taxi eine durchaus sinnvolle Investition.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 19.04.21 11:03

sptnk schrieb:
Wobei speziell die genannten Firmen ihre Kunden grundsätzlich per Taxi zum/vom Flughafen transportieren, da kein Interesse besteht dass sich Kunden im Zug treffen, ins Gespräch kommen, womöglich Preise und Konditionen vergleichen und so ihre Verhandlungsposition stärken. Da ist das Taxi eine durchaus sinnvolle Investition.
Dann können sie sich aber genau so gut im Flugzeug treffen.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: junglok13

Datum: 19.04.21 14:09

sptnk schrieb:
Wobei speziell die genannten Firmen ihre Kunden grundsätzlich per Taxi zum/vom Flughafen transportieren, da kein Interesse besteht dass sich Kunden im Zug treffen, ins Gespräch kommen, womöglich Preise und Konditionen vergleichen und so ihre Verhandlungsposition stärken. Da ist das Taxi eine durchaus sinnvolle Investition.
Wieso sollten die Kunden von verschiedenen Firmen, alle den selben Termin haben? Da wird doch eher im Normalfall Einer nach dem Anderen, mit Zwischenzeit, Zwischentag geplant.
Zumal es doch eher genau anderes herum ist, in der Regel geht man zum Kunden. Und da sind gerade diese Firmen auch vielfach eben auch selbst Kunden von anderen Firmen, vergeben eben selbst fleißig Aufträge. Man muss vor Corona Zeiten nur einfach zu gewissenen Uhrzeiten im Zug sein, da hört an dann schon ob man den Auftrag XY erhalten hat und entweder wie schlecht gelaunt bzw. euphorisch über den Geschäftsabschluss geredet wird, es ist schon bisher nicht so, dass alle mit den Flugzeug anreisen, insbesondere aus Deutschland.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: J-C

Datum: 19.04.21 14:37

Oder sie wollen ihren Kunden möglichst den Aufwand mehrerer Umstiege ersparen.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Supercity

Datum: 19.04.21 16:50

JumpUp schrieb:
Im deutschem Abschnitt liegen die Fahrzeiten verdächtig nahe am EC 217/217 (Saarbrücken - Graz), und das in beiden Richtungen! Wird dieser EC beibehalten, so dass auf deutschem Abschnitt der RJ eine zusätzliche Leistung darstellt?

Der EC wird wohl kaum angetastet werden. Aber möglicherweise ein ICE in entsprechender Lage zwischen Frankfurt und Stuttgart...

LG

http://www.bilder-hochladen.net/files/ii7i-e9-3cf1.jpg