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no-night schrieb:
Zu eine Frage kam noch niemand: soll es so viel railjets geben, daß diese Leistung noch 'rauskommt? Auch zweites Wien-Venedig kostete eine Umstellung des Lienzer Zuges zu herkömmliche Garnitur...
Nachdem der Eigentümer der Railjets wohl in diese Planungen eingebunden ist würde ich davon ausgehen, das sich das ausgeht. Möglicherweise mit Umschichtungen von Umläufen und/oder Umstellung von Zügen, bei denen die technischen Parameter der aktuellen Railjets nicht zwingend erforderlich sind.

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 17.04.21 11:12

Packwagen schrieb:
Wrzlbrnft. schrieb:
Packwagen schrieb:
Klar. Kann man so sehen. Dann sperrt man eben Züge aus den unzuverlässigen Staaten Deutschland und Italien aus. Die Wirtschaft in Österreich wird sich freuen...
Du hast nicht kapiert, was ich meine, stimmt's?
Doch. Sehr gut. Zu gut?

Es reicht nicht, dass da ein lustiger Fernverkehrszug fährt. Er muss fahrplantechnisch robust konstruiert sein. Frankfurt - Bregenz - Wien ist ein Zuglauf, den niemand in ganzer Länge fahren wird. Von Frankfurt nach Linz und weiter östlich fährt man über Passau, von Frankfurt nach Salzburg, Innsbruck und wahrscheinlich sogar Landeck fährt man über München. Für diesen Zug bleiben als Nachfrage nur begrenzt relevante Direktverbindungen wie Frankfurt - Vorarlberg, vielleicht auch Ulm - Innsbruck. Die Hauptaufgabe dieses RJ ist die Abdeckung von Bregenz - Wien und allem, was dazwischen liegt. Insofern unterscheidet er sich nicht von seinen Nachbarn im Taktfahrplan mit 2 h Abstand, wenn man Bregenz durch Feldkirch ersetzt, ist es ein Stundentakt. Dieser Quer-durch-Österreich-RJ hat selbst schon genug Probleme, aber wenn der schon in Bregenz mit 20 min Verspätung abfährt, dann ist das äußerst ungünstig. Da sind dann die Auswirkungen auf den Nahverkehr in Vorarlberg (OK, in der genannten Richtung dürfte das in den verkehrsschwachen Spätvormittag fallen), durch die Verspätung schubst er auf dem Arlberg den Gegenzug nach Zürich aus seiner Fahrplanlage (Konsequenz: Zugkreuzung in Nendeln wird verpasst, Slot in Buchs ist weg, schleicht bis Zürich dem Nahverkehr hinterher, je nach Anschlusssituation + 30 oder + 60 für Anschlüsse ab Zürich). Für die Transitstrecke durch Rosenheim verpasst er dann selbst Slot und Vorrang und hat in Salzburg eher noch mehr Verspätung. Der Anschluss auf den "kleinen" RJ ist dann schon lange kaputt, macht + 60 min für die Ziele Vöcklabruck, Attnang-Puchheim und Wels und alles, was dort dranhängt.

So, und all das stört Dich nicht, weil es ja ein schöner Fernverkehrszug ist, über den man sich gefälligst freuen soll. Man kann diesen Zug einführen, aber man sollte ausreichend Puffer in den Fahrplan einbauen.

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 12:00

kaufhalle schrieb:
Packwagen schrieb:
Wrzlbrnft. schrieb:
Packwagen schrieb:
Klar. Kann man so sehen. Dann sperrt man eben Züge aus den unzuverlässigen Staaten Deutschland und Italien aus. Die Wirtschaft in Österreich wird sich freuen...
Du hast nicht kapiert, was ich meine, stimmt's?
Doch. Sehr gut. Zu gut?
Es reicht nicht, dass da ein lustiger Fernverkehrszug fährt. Er muss fahrplantechnisch robust konstruiert sein. Frankfurt - Bregenz - Wien ist ein Zuglauf, den niemand in ganzer Länge fahren wird. Von Frankfurt nach Linz und weiter östlich fährt man über Passau, von Frankfurt nach Salzburg, Innsbruck und wahrscheinlich sogar Landeck fährt man über München. Für diesen Zug bleiben als Nachfrage nur begrenzt relevante Direktverbindungen wie Frankfurt - Vorarlberg, vielleicht auch Ulm - Innsbruck. Die Hauptaufgabe dieses RJ ist die Abdeckung von Bregenz - Wien und allem, was dazwischen liegt. Insofern unterscheidet er sich nicht von seinen Nachbarn im Taktfahrplan mit 2 h Abstand, wenn man Bregenz durch Feldkirch ersetzt, ist es ein Stundentakt. Dieser Quer-durch-Österreich-RJ hat selbst schon genug Probleme, aber wenn der schon in Bregenz mit 20 min Verspätung abfährt, dann ist das äußerst ungünstig. Da sind dann die Auswirkungen auf den Nahverkehr in Vorarlberg (OK, in der genannten Richtung dürfte das in den verkehrsschwachen Spätvormittag fallen), durch die Verspätung schubst er auf dem Arlberg den Gegenzug nach Zürich aus seiner Fahrplanlage (Konsequenz: Zugkreuzung in Nendeln wird verpasst, Slot in Buchs ist weg, schleicht bis Zürich dem Nahverkehr hinterher, je nach Anschlusssituation + 30 oder + 60 für Anschlüsse ab Zürich). Für die Transitstrecke durch Rosenheim verpasst er dann selbst Slot und Vorrang und hat in Salzburg eher noch mehr Verspätung. Der Anschluss auf den "kleinen" RJ ist dann schon lange kaputt, macht + 60 min für die Ziele Vöcklabruck, Attnang-Puchheim und Wels und alles, was dort dranhängt.

So, und all das stört Dich nicht, weil es ja ein schöner Fernverkehrszug ist, über den man sich gefälligst freuen soll. Man kann diesen Zug einführen, aber man sollte ausreichend Puffer in den Fahrplan einbauen.
Erstens: zum Puffer habe ich ja Vorschläge gemacht (2. Zug in Feldkirch). Im Übrigen fährt er ab Stuttgart morgens gegen die Lastrichtung. Er dürfte stabil in Bregenz ankommen.

Zweitens: FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.

Drittens: Es werden hier völlig realitätsfremde Forderungen an den FV durch Deutschland aufgestellt. Habe ich ja schon beschrieben. Das sind Laborbedingungen, die es nicht gibt.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 17.04.21 12:27

Packwagen schrieb:
Erstens: zum Puffer habe ich ja Vorschläge gemacht (2. Zug in Feldkirch). Im Übrigen fährt er ab Stuttgart morgens gegen die Lastrichtung. Er dürfte stabil in Bregenz ankommen.

Zweitens: FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.

Drittens: Es werden hier völlig realitätsfremde Forderungen an den FV durch Deutschland aufgestellt. Habe ich ja schon beschrieben. Das sind Laborbedingungen, die es nicht gibt.
Deine Argumentation passt aber nicht zusammen. Um die von dir vorgeschlagene Lösung mit Ersatzzug ab Feldkirch umzusetzen (was macht denn der Rest von Vorarlberg? ), muss man planmäßig einen zweiten Zugteil über den Arlberg fahren, den dort niemand braucht. Nicht nur das, der muss auch noch planmäßig eine Stunde früher zur Verfügung stehen, damit er im Bedarfsfall den Langläufer ersetzt.

Kommt es dann dazu, verlieren alle Fahrgäste die über Feldkirch hinaus wollen, eine ganze Stunde. Ab welcher Einbruchsverspätung möchtest du dieses Verfahren also anwenden? In der Schweiz gibt es praktisch immer einen Halbstundentakt, das ist ein gewaltiger Unterschied wenn man dort dann so vorgeht.

Auf der anderen Seite argumentierst du aber mit der Wirklichkeit, wenn man diese beiden Langläufer verknüpft um den kurzen Abschnitt Bregenz- Bludenz nicht doppelt bedienen zu müssen.

Was sind jetzt die Konsequenzen aus den unrealistischen Forderungen an den deutschen Verkehr? Fährt man jetzt lieber den österreichischen Verkehr regelmäßig über den Haufen, oder verzichtet man auf diese Verbindung?

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 12:47

MrEnglish schrieb:
Packwagen schrieb:
Erstens: zum Puffer habe ich ja Vorschläge gemacht (2. Zug in Feldkirch). Im Übrigen fährt er ab Stuttgart morgens gegen die Lastrichtung. Er dürfte stabil in Bregenz ankommen.

Zweitens: FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.

Drittens: Es werden hier völlig realitätsfremde Forderungen an den FV durch Deutschland aufgestellt. Habe ich ja schon beschrieben. Das sind Laborbedingungen, die es nicht gibt.
Deine Argumentation passt aber nicht zusammen. Um die von dir vorgeschlagene Lösung mit Ersatzzug ab Feldkirch umzusetzen (was macht denn der Rest von Vorarlberg? ), muss man planmäßig einen zweiten Zugteil über den Arlberg fahren, den dort niemand braucht. Nicht nur das, der muss auch noch planmäßig eine Stunde früher zur Verfügung stehen, damit er im Bedarfsfall den Langläufer ersetzt.

Kommt es dann dazu, verlieren alle Fahrgäste die über Feldkirch hinaus wollen, eine ganze Stunde. Ab welcher Einbruchsverspätung möchtest du dieses Verfahren also anwenden? In der Schweiz gibt es praktisch immer einen Halbstundentakt, das ist ein gewaltiger Unterschied wenn man dort dann so vorgeht.

Auf der anderen Seite argumentierst du aber mit der Wirklichkeit, wenn man diese beiden Langläufer verknüpft um den kurzen Abschnitt Bregenz- Bludenz nicht doppelt bedienen zu müssen.

Was sind jetzt die Konsequenzen aus den unrealistischen Forderungen an den deutschen Verkehr? Fährt man jetzt lieber den österreichischen Verkehr regelmäßig über den Haufen, oder verzichtet man auf diese Verbindung?
Nein. Man verzichtet nicht auf die Verbindung. ÖBB und DB sind erfreulicherweise so mutig, etwas Neues anzubieten.

Es ist unglaublich, wie hier voller Zaudern nur auf lokale Interessen geschaut wird. Dass die Eisenbahn auch Komfort bieten soll - sprich kein Umstieg - wird ausgeblendet, weil den Bahnfans hier das nix ausmacht. Ist ja nett, wenn man beim Umstieg noch ein paar Züge fuzzen kann ;-)

Es ist die gleiche Debatte wie aktuell bei den Corona-Apps. Die theoretische Möglichkeit von Missbrauch wird dafür genutzt, alle Chancen in Bausch und Bogen klein zu reden. Bei der Debatte hier wird nur auf mögliche Verspätungsrisiken geschaut. Nicht darauf, dass eine attraktive Fernverbindung mehr Fahrgäste auf die Schiene bringt. Wenn man den hier vorgebrachten Argumenten zu den Verspätungsrisiken folgen würde, dürfte man Eisenbahn nur noch maximal 100km zwischen größeren Bahnhöfen pendeln lassen. Der Fahrgast stört da nur. Wer von Frankfurt an die Alpen will, soll halt fünf Mal umsteigen.

DB und ÖBB haben jahrelang an dieser Lösung getüftelt. Da kann man getrost davon ausgehen, dass sie die betrieblichen Herausforderungen (Eingleisigkeit Friedrichshafen-Bregenz), Baustellen, Flügeln und Stärken, Auslastung, Lastrichtung genau im Blick haben. Ich habe den Beitrag von Dr. Nagl bereits zitiert.

Also Leute. Entspann euch und freut euch, dass es mehr Fernverkehr geben wird.

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Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: junglok13

Datum: 17.04.21 13:06

Ich glaube man muss beides mal betrachten.
Man kann von der Vergangenheit nicht unbedingt auf die Zukunft schließen, ich denke Stichwort E-Lok und Vmax 160 km/h auf der Südbahn, wie eben auch, einen wenig anspruchsvollen Fahrplan, sollte schon reichen, um den Zug in der Zukunft weniger Verspätungsanfällig zu machen, als in der Vergangenheit. Dazu wenn man über Lindau Reutin, statt der Insel fährt, wie geplant, spart auch Fahrzeit ein, bzw. eine zusätzliche Verspätungschance wird ausgeschaltet.
Der Fahrplan muss halt insbesondere im Bereich Friedrichshafen - Bregenz so gestaltet sein, dass man da auch Verspätungen von 10-15 min rausfahren kann. Also eben keine theoretischen 20 min Fahrzeit, sondern eher 30-35 min Fahrzeit dazwischen.
In Zukunft sollte die Fahrzeit in der Theorie, mit kaum Fahrzeitpuffer, mit den angestrebten Zwischenhalten Biberach, Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau Reutin zwischen Ulm und Bregenz 1 Stunde 15 min sein. Wenn diese Fahrzeit auf 1 Stunde 30-35 min ausdehnt wird, hat man schon sehr viel an Reserve gewonnen.
Wobei ich aber auch die Befürchtung habe, dass man im Grunde zuviel Zeitpuffer auf dem Abschnitt Ulm - Friedrichshafen legen wird und viel zu wenig Zeitpuffer auf den eingleisigen Abschnitt Friedrichshafen - Bregenz.

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 13:25

junglok13 schrieb:
Ich glaube man muss beides mal betrachten.
Man kann von der Vergangenheit nicht unbedingt auf die Zukunft schließen, ich denke Stichwort E-Lok und Vmax 160 km/h auf der Südbahn, wie eben auch, einen wenig anspruchsvollen Fahrplan, sollte schon reichen, um den Zug in der Zukunft weniger Verspätungsanfällig zu machen, als in der Vergangenheit. Dazu wenn man über Lindau Reutin, statt der Insel fährt, wie geplant, spart auch Fahrzeit ein, bzw. eine zusätzliche Verspätungschance wird ausgeschaltet.
Der Fahrplan muss halt insbesondere im Bereich Friedrichshafen - Bregenz so gestaltet sein, dass man da auch Verspätungen von 10-15 min rausfahren kann. Also eben keine theoretischen 20 min Fahrzeit, sondern eher 30-35 min Fahrzeit dazwischen.
In Zukunft sollte die Fahrzeit in der Theorie, mit kaum Fahrzeitpuffer, mit den angestrebten Zwischenhalten Biberach, Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau Reutin zwischen Ulm und Bregenz 1 Stunde 15 min sein. Wenn diese Fahrzeit auf 1 Stunde 30-35 min ausdehnt wird, hat man schon sehr viel an Reserve gewonnen.
Wobei ich aber auch die Befürchtung habe, dass man im Grunde zuviel Zeitpuffer auf dem Abschnitt Ulm - Friedrichshafen legen wird und viel zu wenig Zeitpuffer auf den eingleisigen Abschnitt Friedrichshafen - Bregenz.
Danke. Zumal wenn man die laut DS-Print veröffentlichten sehr langsamen, vollgepufferten Fahrzeiten auf der elektrifizierten Südbahn ansieht.

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Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: JumpUp

Datum: 17.04.21 16:54

Im deutschem Abschnitt liegen die Fahrzeiten verdächtig nahe am EC 217/217 (Saarbrücken - Graz), und das in beiden Richtungen! Wird dieser EC beibehalten, so dass auf deutschem Abschnitt der RJ eine zusätzliche Leistung darstellt?

Zwischen Stuttgart und Ulm sind ja nicht viele zusätzlich Trassen für Fernverkehr frei...

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: kmueller

Datum: 17.04.21 17:50

Packwagen schrieb:
FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.

Einseitig

geschrieben von: Packwagen

Datum: 17.04.21 18:19

kmueller schrieb:
Packwagen schrieb:
FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.
Wie bitte? Der IC118/119 kommt aus Norden gen Abend in die Alpen. Aus NRW. Der neue RJ 867/860 kommt schon vor Mittag ins Alpengebiet. Das ist schon für die Relation Frankfurt-Bodensee relevant. Und für den Tourismus in Vorarlberg und am Arlberg ist der Zug aus Frankfurt ein Segen.

Leute, die Welt besteht nicht nur aus Verspätungsrisiken. Die bestreitet doch niemand. Wenn man Eisenbahn aber nur so einseitig durch die Brille der Verspätungsrisiken sieht, kann ja anfangen, den Nahverkehr massiv auszudünnen. Dann ist alles wie vor 20 Jahren und alle Züge haben Platz.

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mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: 146 227

Datum: 17.04.21 22:56

kmueller schrieb:
Packwagen schrieb:
FV muss sich rentieren. Da ist das Durchbinden von zwei sinnvollen Relationen (Wien-Bregenz und Bludenz-Frankfurt) wirtschaftlich.
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.
Es muss doch einfach im gesamten passen und dann ist der Kuchen mit seinen Krümmeln glücklich. Etwa ab 18 Uhr von Friedrichshafen ohne Umstieg über Stuttgart hinaus zu kommen ist doch eine Super Sache. Genau so die umgekehrte Anbindung südwärts.. wenn auch sehr früh. Das ist auf lange Sicht eine sinnvolle Sache für den östlichen Bodensee. Um mal einen Vergleich zu machen zum Raum Hegau-Bodensee (Schaffhausen-Singen-Konstanz) zu Bodensee-Oberschwaben (Ravensburg-Friedrichshafen-Lindau)


- keine durchgehende Autobahn/Kraftfahrstraße von Süden nach Norden (A81, A98, B33, B31neu, CH-A4)
- keine nähe zu einem großen Flughafen (Zürich ca. 1 Stunde, Stuttgart 1h20), Friedrichshafen kann man nicht wirklich Ernst nehmen und denen wird der Geldhahn noch zu gedreht... einzige Alternative ist hier Memmingen aber naja..
- die Anzahl der Verbindungen und möglichen gesamt Verbindungen ist relativ human, von Singen aus komme ich direkt Stündlich nach Basel, Stuttgart, Karlsruhe, Zürich, Von Friedrichshafen gerade mal nur nach Ulm und Stuttgart, nach Basel nur Zweistündlich.

Daher sofern die FV keine Takttrassen zerstört oder Nachteile für den SPNV hervorruft nur her mit diesen Zügen und gerne Aller Art (Railjet, Eurocity [..]). Wie schön es doch wäre wenn der IC Schwarzwald auch Mo-Do fahren würde. Denn 3h43 sind zu 3h30 mit Umstieg nach Mannheim vom Bodensee akzeptabel.. gut die Uhrzeit mag nicht immer passen aber alleine die Möglichkeit!!

Achja und zum Namensvorschlag Alpenrhein fände ich sehr gut!

Außerdem wenn das Angebot angenommen wird besteht sicher die Möglichkeit die NJ die dort enden evtl. bis Friedrichshafen zu verlängern (oder weiter bis Ulm oder Singen wenn man der Fahrtdraht hängt)
Gruß

Next Stop Frankfurt Airport Long distance Trains
Grüßli Müsli




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.21 22:59.
Packwagen schrieb:


das hört sich aber sehr nach Vorarlberger Argumentation an. Demnach muss die S-Bahn perfekt funktionieren. Züge aus Deutschland stören da nur, FV auch. So bummelt aktuell der RJ gen Bregenz hinter dem Nahverkehr her.

So funktioniert Eisenbahn nicht. Fernverkehr ist elementarer Bestandteil des Systems Schiene. Und ja, dann muss man bei einem so erfreulich dichten Verkehr wie in Vorarlberg "Störungen" in Kauf nehmen. Aber ich erlebe das in letzter Zeit immer mehr, dass angesichts zunehmend dichter Nahverkehrstakte der Fernverkehr als ein störendes Element angesehen wird ("beeinträchtigen").

[...]

Also hier positioniere ich mich sehr deutlich: Vorrang für den FV ist gut. Angesichts so extrem dichter Nahverkehrstakte muss der FV noch Luft zum Atmen haben. So eine apodiktische Verteufelung des FV als verspätungsanfällig und daher störend finde ich nicht gut. Die Debatte gibt es auch in Deutschland. Aber gerade Vorarlberg zieht das knallhart durch. Die früheren Ideen, Züge aus Ulm bis Bluzdenz fahren zu lassen, sind an dieser Vorarlberger Abschottung gescheitert.

Es gibt hier auch noch eine Vorarlberg-Spezifität: In Vorarlberg gibt es kaum Durchgangsfernverkehr (von den Zürcher Zügen mal abgesehen). Der FV dient eher dem Ziel- und Quellverkehr dort. Viele müssen trotzdem auf die S-Bahn umsteigen, weil der FV nicht hält. Daher kommt auch die für Aussenstehende eigenartige Prioritätensetzung.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt QdLT und Ländertickets

Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 17.04.21 23:41

kmueller schrieb:
Wenn man den 118/119-Nachfolger in den Taktverkehr Bregenz-Innsbruck-Wien einbindet, eröffnet man keine neuen Relationen von Bedeutung und zieht damit auch keine nennenswerte Anzahl neuer Reisender an. Wirtschaftlich kann es sein, zwischen Bregenz und Innsbruck zwei auf diesem Abschnitt schwach ausgelastete Fahrten zusammenzufassen. Diese Wirtschaftlichkeit kann aber schnell ins Gegenteil umschlagen, wenn damit eingeschleppte Verspätungen die wichtige Relation Innsbruck-Salzburg-Wien beschädigen.
Das ist aber aktuell nicht geplant.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: junglok13

Datum: 18.04.21 14:08

146 227 schrieb:
Friedrichshafen kann man nicht wirklich Ernst nehmen und denen wird der Geldhahn noch zu gedreht... einzige Alternative ist hier Memmingen aber naja..
Es geht da ja hauptsächlich um die internationalen Geschäftbeziehungen der Firmen, ZF, Zeppelin Stiftung, MTU(RollsRoyce), Aerospace, Airbus, Liebherr etc.. Vorallem die ersten pumpen halt da ordentlich Geld in den Flughafen, weil man vielfach auch einfach Geld wie Heu hat. Damit man schnell nach London, Paris, Moskau, Tokio, NewYork und und und kommt, aber eben meist über den Hub Frankfurt. Da schiebt ja u.a. EU demnächst den Riegel vor. Zumal fraglich ist ob Lufthansa diese Flüge auch in Zukunft anbieten wird, bzw. sie überhaupt in diesem Maße gebraucht werden, Stichwort Videokonferenz.
Wobei wenn man es mal umrechnet, könnten die Firmen sich auch ebenso gemeinsam zusammen tun und einfach die passenden Züge Mo-Fr 3-4 Züge täglich, je Richtung über Stuttgart Flughafen und Frankfurt Flughafen ausschreiben lassen, würde aufs Jahr am Ende wohl gleich viel kosten. Insbesondere mit zusätzlichen Fahrentgelder von anderen Fahrgästen dürfte das wohl kaum teurer sein, als die Summe welche man für den Flughafen zahlt. Der einzige Nachteil wäre halt wohl die Fahrzeit von knapp 3 Stunden nach Frankfurt.
Man merkt mittlweile vielfach dass die Vorarlberger welche ja früher auch regelmässig den Friedrichshafener Flughafen genutzt haben, entweder auf Memmingen oder gleich auf Zürich ausweichen. Nach Memmingen nun die direkte und schnelle Autobahnverbindung, kein Pfänderstau mehr, wie auch Busshuttle. Und naach Zürich mittlerweile, mit dem Zug nicht mehr noch zusätzlich in St. Gallen umsgestiegen werden muss, sondern stündlich von St. Margrethen direkt hinkommt mit dem IR13.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: sptnk

Datum: 18.04.21 15:06

Wobei speziell die genannten Firmen ihre Kunden grundsätzlich per Taxi zum/vom Flughafen transportieren, da kein Interesse besteht dass sich Kunden im Zug treffen, ins Gespräch kommen, womöglich Preise und Konditionen vergleichen und so ihre Verhandlungsposition stärken. Da ist das Taxi eine durchaus sinnvolle Investition.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 19.04.21 11:03

sptnk schrieb:
Wobei speziell die genannten Firmen ihre Kunden grundsätzlich per Taxi zum/vom Flughafen transportieren, da kein Interesse besteht dass sich Kunden im Zug treffen, ins Gespräch kommen, womöglich Preise und Konditionen vergleichen und so ihre Verhandlungsposition stärken. Da ist das Taxi eine durchaus sinnvolle Investition.
Dann können sie sich aber genau so gut im Flugzeug treffen.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: junglok13

Datum: 19.04.21 14:09

sptnk schrieb:
Wobei speziell die genannten Firmen ihre Kunden grundsätzlich per Taxi zum/vom Flughafen transportieren, da kein Interesse besteht dass sich Kunden im Zug treffen, ins Gespräch kommen, womöglich Preise und Konditionen vergleichen und so ihre Verhandlungsposition stärken. Da ist das Taxi eine durchaus sinnvolle Investition.
Wieso sollten die Kunden von verschiedenen Firmen, alle den selben Termin haben? Da wird doch eher im Normalfall Einer nach dem Anderen, mit Zwischenzeit, Zwischentag geplant.
Zumal es doch eher genau anderes herum ist, in der Regel geht man zum Kunden. Und da sind gerade diese Firmen auch vielfach eben auch selbst Kunden von anderen Firmen, vergeben eben selbst fleißig Aufträge. Man muss vor Corona Zeiten nur einfach zu gewissenen Uhrzeiten im Zug sein, da hört an dann schon ob man den Auftrag XY erhalten hat und entweder wie schlecht gelaunt bzw. euphorisch über den Geschäftsabschluss geredet wird, es ist schon bisher nicht so, dass alle mit den Flugzeug anreisen, insbesondere aus Deutschland.

Re: mal ein paar Argumente für jeden zusätzlichen FV

geschrieben von: J-C

Datum: 19.04.21 14:37

Oder sie wollen ihren Kunden möglichst den Aufwand mehrerer Umstiege ersparen.

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Re: Internationaler FV nur noch mit Ungarn und Schweiz

geschrieben von: Supercity

Datum: 19.04.21 16:50

JumpUp schrieb:
Im deutschem Abschnitt liegen die Fahrzeiten verdächtig nahe am EC 217/217 (Saarbrücken - Graz), und das in beiden Richtungen! Wird dieser EC beibehalten, so dass auf deutschem Abschnitt der RJ eine zusätzliche Leistung darstellt?

Der EC wird wohl kaum angetastet werden. Aber möglicherweise ein ICE in entsprechender Lage zwischen Frankfurt und Stuttgart...

LG

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