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 08/02 - Alpenlandforum 

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Am 23.03.2021 konnte ich die Überführungsfahrt der Stadler Kiss Züge für die Westbahn in Lustenau zwischen St. Margrethen und Bregenz bildlich festhalten.

Quelle: YouTube
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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.21 06:26.
Danke. Scheint tatsächlich baugleich mit den zügen von 2017 (die haben sich also bewährt) und die beschriftung unterscheidet sich nur in nuancen.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Guten Morgen!

Danke für die Eindrücke! Ist eigentlich bekannt, warum die Züge nochmal den ursprünglichen Kopf bekommen konnten und nicht den neuen, wie es seit den BLS-Mutz (ich glaube wegen den TSI-Normen?) State of the Art ist?

MfG, ICE 91 Prinz Eugen

Meine Fotodokus bei DSO >>KLICK<< (Neueste Doku vom 30.12.2020: Bdmpee233 der ČD)
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Mein Instagram-Feed: >>KLICK<< (Jeweils Montags und Donnerstags ein neues Bild)
















Der Kopf der zweiten Serie ist bereits eine Überarbeitung des ersten Kopfes, erkennbar an den breiten Holmen und der damit verbunden kleineren Scheibe. Diese Variante erfüllt alle vier Unfallszenarien zu vmtl. günstigeren Kosten weshalb Stadler diese Variante anbot. Die Scheinwerfer sehen auch einfacher, kostengünstiger aus.

Unfallszenario 3 erfordert Verstärkungen im oberen Bereich über dem Puffer (Schwerpunkt des Hindernisses 1,75 m über SOK) was zur verstärkten Frontmaske passt. Erfüllung des Szenarios 4 mit Anforderungen an den Bahnräumer wird bereits für die SBB-Dosto bestätigt.
Auch bei den zügen der ersten serie wurden die frontscheiben bereits umgebaut. Die breitere ursprüngliche scheibe wurde immer wieder mal beschädigt und erwies sich als nicht wirklich hochgeschwindigkeitstauglich.

[railfaneurope.net] Ursprungsfront

[railfaneurope.net] umgebaut

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.21 16:03.
Baleine rouge schrieb:
Der Kopf der zweiten Serie ist bereits eine Überarbeitung des ersten Kopfes, erkennbar an den breiten Holmen und der damit verbunden kleineren Scheibe. Diese Variante erfüllt alle vier Unfallszenarien zu vmtl. günstigeren Kosten weshalb Stadler diese Variante anbot. Die Scheinwerfer sehen auch einfacher, kostengünstiger aus.
Falsch. Weder ist der Kopf überarbeitet (die Scheibe ist nur kleiner, um sie stabiler zu machen, sonst ist da nichts verstärkt), noch sind die Scheinwerfer günstiger (wäre ja ziemlich dämlich, wenn die aktuelle Stadler-Designsprache teurere Lösungen verlangen würde als die frühere Designsprache).


ICE 91 Prinz Eugen schrieb:
Ist eigentlich bekannt, warum die Züge nochmal den ursprünglichen Kopf bekommen konnten und nicht den neuen, wie es seit den BLS-Mutz (ich glaube wegen den TSI-Normen?) State of the Art ist?
Du kannst Züge, solange sie absolut schraubengleich sind, auch einige Zeit später noch in Verkehr setzen ohne die aktuellen Normen zu erfüllen. Im konkreten Fall ist das Zulassungskonstrukt sowieso eine Spezialität, da es sich um eine reine CH-Zulassung mit bilateraler Anerkennung in Österreich handelt. Eine reine CH-Zulassung würde auch im Jahr 2021 keine Erfüllung der TSI erfordern, die Schweiz ist nicht EU (auch wenn es für das BAV bequem ist, im Zweifel diese Normen heranzuziehen, so besteht dafür trotzdem keine Notwendigkeit, und reden kann man über alles).
Die EBA-Zulassung des Sechsteilers 008 konnte auch noch ohne TSI-Konformität durchgeführt werden, ab dem Datum können nun genau sieben Jahre identische Fahrzeuge weiter in Verkehr gesetzt werden.

Die Mutz der BLS sind nur deshalb anders, weil man auf keinen Fall dasselbe wie die SBB haben will. Für die Mutz hat Stadler dann auf Order der BLS die TSI-konforme Version forciert nachdem ursprünglich eine Version identisch zum RABe 511 der SBB offeriert wurde.
Das ist so eine Sache zwischen diesen beiden Bahnen. Die wollen sich unbedingt voneinander abheben. Deshalb wirst du auch bei den Flirt niemals dieselbe Kopfform bei den SBB und der BLS sehen.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Gewollte Unterschiede BLS/SBB

geschrieben von: tbk

Datum: 27.03.21 18:56

Twindexx schrieb:

Das ist so eine Sache zwischen diesen beiden Bahnen. Die wollen sich unbedingt voneinander abheben.

Bei den 460 und 465 beschränkte sich das andersseinwollen auf die farbe und die leistungselektronik, einschließlich einer ganz besonderen lösung zur gemischten mehrfachtraktion.

Bei den EW IV waren es andere sitze (wurden die eigentlich später auf SBB-standard umgebaut?) Auch die EW III erhielten nach ihrem verkauf an die bls nicht nur neue farben, sondern auch komplett neue sitze, nicht nur neue sitzbezüge.

Bei den NPZ allerdings war es die SBB, die gegenüber den zuvor beschafften privatbahntriebwagen ähnlichen konzepts eine neue kopfform wollte.

Und selbst die Vectrons sind zwar von der stange bestellt, weichen aber in etlichen konfigurationsdetails voneinander ab.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

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Twindexx
noch sind die Scheinwerfer günstiger (wäre ja ziemlich dämlich, wenn die aktuelle Stadler-Designsprache teurere Lösungen verlangen würde als die frühere Designsprache).
Kleinstserie für die Westbahn gegen Massenfertigung baugleicher, TSI-konformer Teile für Kiss und Flirt3/4. Design spielt beim Auftrag der Westbahn nur eine untergeordnete Rolle.

Zitat:
Eine reine CH-Zulassung würde auch im Jahr 2021 keine Erfüllung der TSI erfordern, die Schweiz ist nicht EU (auch wenn es für das BAV bequem ist, im Zweifel diese Normen heranzuziehen, so besteht dafür trotzdem keine Notwendigkeit, und reden kann man über alles).
Die EBA-Zulassung des Sechsteilers 008 konnte auch noch ohne TSI-Konformität durchgeführt werden, ab dem Datum können nun genau sieben Jahre identische Fahrzeuge weiter in Verkehr gesetzt werden.
Die Schweiz muss auch kein EU-Mitglied sein um die TSI zu übernehmen. Dies ergibt sich u.a. aus den durch die Schweiz verlaufenden TEN-Korridoren. TSI heißen übrigens CH-TSI in der Alpenrepublik. Eine Serienzulassung ist mit dem vierten Eisenbahnpaket nicht mehr möglich.

Abseits der EU-Korridore eingesetzte Fahrzeuge müssen nicht vollumfänglich TSI-kompatibel sein, vom BAV wurden vergleichbare Anforderungen festgelegt. Schweizer Schmalspurfahrzeuge erfüllen deshalb u.a. die Crashnorm.

Zitat:
Die Mutz der BLS sind nur deshalb anders, weil man auf keinen Fall dasselbe wie die SBB haben will. Für die Mutz hat Stadler dann auf Order der BLS die TSI-konforme Version forciert nachdem ursprünglich eine Version identisch zum RABe 511 der SBB offeriert wurde.
Die BLS bestellte ihre Züge zwei Jahre nach der SBB und auch zwei Jahre nach Veröffentlichung der 2008er TSI. Ein paar Monate vorher bestellte die ODEG bereits Kiss mit Crashfront.

Westbahnkiss der zweiten Serie wurden ebenfalls aktualisierten Normen angepasst (CR Loc&Pas 2011 usw.). Flirt France (RABe 522) ähneln GTW und altem Flirt, erfüllen dabei die Crashnorm.

Was sagst du zum nightjet230? Nach dem ECx der zweite Zug, welcher deiner fachlichen Expertise nach nicht existieren kann.