DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!

[AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: tkautzor

Datum: 02.03.21 22:13

Lt. franz. Zeitschrifft "Rail Passion" hat die Schweizer Firma Molinari Rail AG mit Sitz in Winterthur 43 abgestellte 1144.0 von der ÖBB abgekauft. Die Loks sollen in der Ukraine auf 25 kV 50 Hz umgerüstet werden und auf den von Yapi Merkazi (TK) in Äthiopien (Awash - Kombolcha - Weldiya, 392 km) und Tansania (Dar es Salam - Makutopora, 726 km) neuerbauten Strecken zum Einsatz kommen.

Weiss jemand vielleicht um welche Lok-Nummern es sich handelt?

Gruss, Thomas.

Re: 2 x Link zu Nummern

geschrieben von: Cuneo56

Datum: 03.03.21 00:15

Hallo,
Z.b. Hier: Link nach schieneweg.at oder auch hier Link nach Bahnbilder sind teilweise nummern zu lesen

Ciao.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.21 00:16.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: FFrEE

Datum: 03.03.21 16:22

38 Stück stehen in Linz Vbf:

[ibb.co]

1144 003 - 1144 006 - 1144 007 - 1144 008 - 1144 015 - 1144 017 - 1144 018 - 1144 019 - 1144 020 - 1144 023 - 1144 024 - 1144 025 - 1144 027 - 1144 028 - 1144 030 - 1144 031 -
1144 032 - 1144 034 - 1144 035 - 1144 042 - 1144 045 - 1144 048 - 1144 050 - 1144 053 - 1144 054 - 1144 055 - 1144 057 - 1144 058 - 1144 059 - 1144 060 - 1144 064 - 1144 068 -
1144 071 - 1144 079 - 1144 082 - 1144 089 - 1144 ??? - 1144 ???

Nummern ohne Gewähr

Fred

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: tkautzor

Datum: 03.03.21 16:36

Danke! Interessant das zuerst vermuttet wurde die Loks würden in der Türkei zum Einsatz kommen.

Auf einem verlinkten Post [schienenweg.at] werden auch drei in Wels abgestellte 2043 005/010/062 erwähnt, für die Molinari Rail Anfang 2020 Interesse für Äthiopien zeigte. Ist bekannt ob etwas daraus wurde? Bis jetzt wurden dort ausschliesslich Rumänische Bauzugloks zu sehen (BR 60 und 80).

Die Tanzania Railway Corp. (TRC) hat übrigens im 01.2020 direkt sechs neue Euro Duals bei Stadler für den Einsatz auf ihrer neuen Normalspurbahn bestellt.

Gruss, Thomas.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.21 16:45.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: tbk

Datum: 03.03.21 17:54

Interessant, dass 1144 schon in größeren stückzahlen verkauft werden, andererseits auf die 1142.5 immer noch nicht verzichtet werden kann (ich sehe immer wieder mal welche im einsatz).
Aber vielleicht sind die 1144 dank thyristortechnik einfacher für 50 Hz umzurüsten? Mischstrommotoren sind wohl weniger frequenzempfindlich als einphasen-reihenschlussmotoren.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: 2143005

Datum: 03.03.21 18:10

tbk schrieb:Zitat:
Interessant, dass 1144 schon in größeren stückzahlen verkauft werden, andererseits auf die 1142.5 immer noch nicht verzichtet werden kann (ich sehe immer wieder mal welche im einsatz).
Aber vielleicht sind die 1144 dank thyristortechnik einfacher für 50 Hz umzurüsten? Mischstrommotoren sind wohl weniger frequenzempfindlich als einphasen-reihenschlussmotoren.
Oder man will einfach die ältesten 1144 mit der komplizierten Thyristortechnik eher loswerden als die technisch robusten 1142. Es wurde ja einige im Zuge des 1144 Verkauf wieder reaktiviert. Da beide Reihen immer mehr in untergeordnete Dienste gedrängt wurden und werden, spielen die geringen Unterschiede bei Leistung und Vmax kaum eine Rolle.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Lok35

Datum: 03.03.21 18:22

die ÖBB bekommen noch genug VECTRON, da kann man den Bestand schon einmal bereinigen.

Schade um die Alpen-Staubsauger 😒 (o.w.T)

geschrieben von: 144 504

Datum: 03.03.21 22:09

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

? ÖBB 1144 auf 25kV/50Hz umrüsten

geschrieben von: Saxobav

Datum: 03.03.21 23:29

tbk schrieb:
...
Aber vielleicht sind die 1144 dank Thyristortechnik einfacher für 50 Hz umzurüsten? Mischstrommotoren sind wohl weniger frequenzempfindlich als Einphasen-Reihenschlussmotoren.
Hallo tbk,

ich habe mir gerade mal das PDF-Dokument zur Technik über den WP-Link durchgelesen. Nach meinem Verständnis haben die Loks Gleichspannungsmotoren. Diese werden mit gleichgerichteter Wechselspannung gespeist. Und damit hat man prinzipiell alle Möglichkeiten zur Gleichstromspeisung, egal ob aus Akku oder Oberleitung. Und auch zur Rückspeisung.
Somit bleibt aus meiner Sicht die Aufgabe, den Primärtrafo und die Spannungserzeugung für den Zwischenkreis anzupassen. Sofern der Trafo keine unbeschriebenen vorbereiteten Möglichkeiten hat, wird er wohl ersetzt werden müssen. Und ebenso wird man den Sekundärteil zwischen Trafo, Zwischenkreis und Motorspeisung mit den alten Halbleitern neu denken müssen. Damit verbleiben Chassis, Aggregate (ggf. mit anderen Elektroantrieben) und Fahrwerk als zugelassene Komponenten erhalten. Bei der zentralen Loksteuerung (Leittechnik) und der Führerstandseinrichtung könnte eine Blockerneuerung auch günstiger als ein Gefrickel sein.

Wenn man sich das so betrachtet, hätte dieser Rekonstruktionsweg sehr große Ähnlichkeit mit der aktuell laufenden Modernisierung der "Knödelpressen" Reihe 163 von Skoda in Tschechien. Dort wird die 50Hz-Fähigkeit nachgerüstet, unter Einbau des Trafos und moderner Wechselrichtertechnik. Auch die Leistungsklasse der Loks ist sehr ähnlich. Es könnte also der Gedanke aufkommen, den tschechischen Einbausatz auch für diese Baureihe zu verwenden.

Das ist natürlich sehr schädlich für die hiesige Lok-Industrie, die hiermit 100+ Neubauaufträge verlieren kann. In Analogie könnte man natürlich auch die Hennigsdorfer Loks nach dem Trafo mit Wechselrichtern ausstatten und die Hauptfahrmotoren auf Drehstrom umbauen. Am mechanischen Laufverhalten schein es ja nichts auszusetzen zu geben. Aber in D entwickeln sich die Dinge anders, wie man ja an der Abstellung der BR120 oder der ICE-TK-Modernisierung sehen kann.

Ich bin neugierig, wie sich die Sache entwickelt.

Schönen Abend, Gruß Saxobav.

Re: ? ÖBB 1144 auf 25kV/50Hz umrüsten

geschrieben von: tbk

Datum: 04.03.21 09:11

Saxobav schrieb:

ich habe mir gerade mal das PDF-Dokument zur Technik über den WP-Link durchgelesen. Nach meinem Verständnis haben die Loks Gleichspannungsmotoren. Diese werden mit gleichgerichteter Wechselspannung gespeist. Und damit hat man prinzipiell alle Möglichkeiten zur Gleichstromspeisung, egal ob aus Akku oder Oberleitung. Und auch zur Rückspeisung.

Inzwischen ja. Die 1044 hatte noch keinen umrichter, der beim bremsen auch wieder die richtige wechselspannung erzeugt und zurückspeist, sondern eine fremderregte gleichstromwiderstandsbremse.

In den USA wurde ein teil der 1978 bis 1988 gebauten AEM7 (basierend auf der SJ Rc, eine thyristorlok vergleichbarer generation) ab 1999 in AEM7AC mit drehstromantriebstechnik umgebaut. Das hat die lebensdauer aber auch nicht verlängert, 2016 wurden alle von den neuen ACS64 (Vectron-derivat) abgelöst.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 05.03.21 11:03

Schon vorher wurden 1144 in die Türkei verkauft. Besser 1144 am Bosporos und am Nil, als daheim vervoestet werden.

Re: ? ÖBB 1144 auf 25kV/50Hz umrüsten

geschrieben von: Saxobav

Datum: 05.03.21 13:12

tbk schrieb:
Saxobav schrieb:
ich habe mir gerade mal das PDF-Dokument zur Technik über den WP-Link durchgelesen. Nach meinem Verständnis haben die Loks Gleichspannungsmotoren. Diese werden mit gleichgerichteter Wechselspannung gespeist. Und damit hat man prinzipiell alle Möglichkeiten zur Gleichstromspeisung, egal ob aus Akku oder Oberleitung. Und auch zur Rückspeisung.
Inzwischen ja. Die 1044 hatte noch keinen umrichter, der beim bremsen auch wieder die richtige wechselspannung erzeugt und zurückspeist, sondern eine fremderregte gleichstromwiderstandsbremse.
Es ist bei solchen Rekonstruktionen dann eine Erweiterung, wenn man zusätzlich auch den Austausch der direkten Antriebsmotoren mit betrachtet. Man benötigt ja auch für bisherige Gleichstrommotoren eine neue spezielle Leistungselektronik, behält aber deren höheren Wartungsaufwand. Der Ruf geht dann nach Standardmotoren bestimmter Leistungsklasse, die "nur" ein speziell adaptiertes Einbaugehäuse haben. Es bleibt zunehmend weniger von der Spenderlok übrig. Also muss das Lokchassis dauerhaft gute mechanische Eigenschaften haben, weshalb man den Teilpreis von ggf. mehreren 100 k€ für das mechanisch unveränderte Chassis mit Fahrwerk einsparen kann/will.

Diskussionsbeispiel könnten die BR 13x gegen die BR159 sein. Die Beibehaltung des Diesels (ggf. Betrieb mit Erdgas) und der Ersatz der alten Gleichstromtechnik (Generator, Motoren) gegen neue permanent erregte Fahrmotoren mit Generator könnten so viel Masseneinsparung je Fahrzeug bringen, dass damit ein 4-6MW-Trafo mit an Bord könnte. Optimierungspotential bietet dann noch das Volumen des Treibstofftanks, der ggf. verkleinert werden könnte. Aber auch bisherige hydrodynamische Loks (BR218, Rangierloks) etc. könnten mit ähnlichen Teilekits auf dieselelektrischen Antrieb umgerüstet werden.

So oder ähnlich könnte jede stückzahlreiche oder konstruktionsverwandte Baureihe geprüft werden und ein "grünes" Recycling durch Lebensdauerverlängerung erreicht werden. Man adressiert damit den sogenannten Zweit-Markt, der sich ja aber eben aus den Lieferanten der Premiumhersteller zusammensetzt. Weniger Kapitalstark, aber innovativ. Da die Entscheidungen zum Refurbishing betriebswirtschaftlich fallen, können sie je Land sehr unterschiedlich sein. Falls wirklich die Bahn wieder in die Fläche kommen soll, werden dort deutlich weniger Kilometer gefahren werden. Der Grund, weshalb in der DDR die Loks relativ weniger Laufleistung hatten im Vergleich zum späteren Kilometerfressen auf den Nord-Süd-Strecken am Rhein.

Um solche "schädlichen" Altbauloks vom Markt zu nehmen, könnte ich mir sogar eine Inzahlungnahme bei Neukauf vorstellen. Andererseits hat Stadler in Mannheim ein neues Kompetenzzentrum als Ingenieurbetrieb für die Renovierung von Bestandsfahrzeugen in Betrieb genommen. Damit könnte man einen weiteren Markt für den Vertrieb vorhandener eigener Baugruppen erschließen, inklusive verkehrsfähiger Zulassungen. ETCS-Nachrüstung könnte ein erstes Thema sein zum Aufbau eines Kundenstamms.

Schauen wir mal auf die 1x44er, wie deren zweites Leben gestaltet wird.

Viele Grüße, saxobav.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: korridor

Datum: 05.03.21 19:50

Schon vorher? Nein, und im Ausgangsbeitrag geht es genau um diese "in die Türkei" verkauften Loks. Die sollen aber gar nicht dort laufen, sondern in Afrika.
Ich bin einmal gespannt, ob dieses Projekt über einen Probeumbau und -einsatz hinauskommt. Molinari ist jetzt nicht irgendwer, aber ambitioniert klingt das schon. Bei den genannten Zielländern hätte ich eher den Umbau in dieselelektrische Maschinen vermutet. Der Mechanteil ist ja robust.

215 122-3 schrieb:
Schon vorher wurden 1144 in die Türkei verkauft. Besser 1144 am Bosporos und am Nil, als daheim vervoestet werden.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: tbk

Datum: 06.03.21 12:41

Äthiopien setzt bereits CRRC-elektroloks ein. Sechsachser mit 7200 kW, damit deutlich leistungsstärker als eine 1144:
[www.sinfin.net]
[www.crrcgc.cc]

Tansania betreibt bisher nur schmalspurbahnen, ist aber dabei, zur normalspur umzubauen, zu elektrifizieren und neue oder gebrauchte züge dafür zu beschaffen:
[www.thecitizen.co.tz]
[www.thecitizen.co.tz]

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Kubiak

Datum: 11.03.21 00:37

Im österreichischen Forum „Bahnforum“ ist heute zu lesen, dass der Verkauf offenbar geplatzt ist.
Der Käufer hat oder konnte bisher nicht bezahlen...

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: chnookie

Datum: 11.03.21 07:16

Fragt sich noch welcher Verkauf: der von ÖBB an Molinari Rail oder der Weiterverkauf nach Afrika?

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: 232 520

Datum: 11.03.21 20:46

Nabend,

Diesem Beitrag zufolge der Verkauf an Molinari Rail.

[www.eurailpress.de]

MfG

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: tbk

Datum: 11.03.21 21:35

War das ein versuch, die loks möglichst weit vom eigenen netz weg zu bekommen, damit nur ja kein privater konkurrent sie nutzen kann? Hmmmm.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Rodscha

Datum: 11.03.21 21:46

tbk schrieb:
War das ein versuch, die loks möglichst weit vom eigenen netz weg zu bekommen, damit nur ja kein privater konkurrent sie nutzen kann? Hmmmm.
Ich glaube nicht das wir jetzt hier auch mit Verschwörungstheorien anfangen sollten. Wer sollte die 1144 in der näheren Umgebung haben wollen, die Loks sind mmn erst nach einem größerem Umbau wieder vernünftig einsetzbar?

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Avala

Datum: 12.03.21 09:02

Zitat
War das ein versuch, die loks möglichst weit vom eigenen netz weg zu bekommen, damit nur ja kein privater konkurrent sie nutzen kann? Hmmmm.
Die fahren eh alle mit den Vorgängermodellen ;-)

https://live.staticflickr.com/65535/51026807512_b984f342eb_b.jpg


https://live.staticflickr.com/65535/51026814962_e5b0310636_b.jpg


https://live.staticflickr.com/65535/50788584756_06a9339625_b.jpg

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 13.03.21 15:06

Das heißt wohl, Großauftrag für VOEST und ggf. als Subunternehmer für Bender.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Torsten83

Datum: 22.03.21 17:02

215 122-3 schrieb:
Das heißt wohl, Großauftrag für VOEST und ggf. als Subunternehmer für Bender.
Die alte VOEST gibt's nun Jahre nicht mehr. Die heutige voestalpine ist ein Stahlkonzern und kein Schrotthändler. Schrott wird dort zur Stahlerzeugung verarbeitet, kommt dazu vorsortiert an. Hat die Dame aus der va-Stahlwelt auf der Werkstour zumindest so erzählt und ich habe auch keinen Schrottplatz mit zerlegten PKW oder Eisenbahn-Fahrzeugen dort gesehen in Linz. Übrigens auch nicht bei anderen Konzernwerken, wo Stahl produziert wird - weder bei Buderus Edelstahl in Wetzlar, noch bei BÖHLER in Kapfenberg konnte ich einen Schrottplatz für DB oder ÖBB Fahrzeuge ausmachen.

Kannst mal einen Fotobeleg teilen, wo bei der voestalpine Eisenbahnfahrzeuge der ÖBB zerlegt werden?

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 22.03.21 19:54

Torsten83 schrieb:
215 122-3 schrieb:
Das heißt wohl, Großauftrag für VOEST und ggf. als Subunternehmer für Bender.
Die alte VOEST gibt's nun Jahre nicht mehr. Die heutige voestalpine ist ein Stahlkonzern und kein Schrotthändler. Schrott wird dort zur Stahlerzeugung verarbeitet, kommt dazu vorsortiert an. Hat die Dame aus der va-Stahlwelt auf der Werkstour zumindest so erzählt und ich habe auch keinen Schrottplatz mit zerlegten PKW oder Eisenbahn-Fahrzeugen dort gesehen in Linz. Übrigens auch nicht bei anderen Konzernwerken, wo Stahl produziert wird - weder bei Buderus Edelstahl in Wetzlar, noch bei BÖHLER in Kapfenberg konnte ich einen Schrottplatz für DB oder ÖBB Fahrzeuge ausmachen.

Kannst mal einen Fotobeleg teilen, wo bei der voestalpine Eisenbahnfahrzeuge der ÖBB zerlegt werden?
Guck mal bei den BSW in Kehl, da sieht man den Schrott, aber auch hier vorsortiert wird der meist per Schiff angeliefert. Die Stahlwerke nehmen nur reinen Stahl an und hauen den zur Kühlung in die Öfen bzw. bei den BSW als Rohstoff ausschließlich in den Elektroofen

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: tbk

Datum: 22.03.21 22:03

Auch voestalpine Donawitz erhält nur eisenerz, kohle und vorsortierten schrott (per zug, die Mur ist nicht schiffbar). Zur sortenreinen zerlegung ausgedienter aggregate gibt es andere unternehmen, nach [bahnbilder.warumdenn.net] beispielsweise in Süßenbrunn.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.03.21 22:03.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Avala

Datum: 23.03.21 12:58

Zitat
Zur sortenreinen zerlegung ausgedienter aggregate gibt es andere unternehmen, nach [bahnbilder.warumdenn.net] beispielsweise in Süßenbrunn.
Beim Pauer in Micheldorf (zwischen Treibach und Friesach) stehen auch immer wieder ein paar Personenwagen. Jahrelang waren dort Ex-SNCF-Liegewagen, jetzt sinds die blau-weißen Schlieren, die lange zeit in Villach Hbf gestanden sind.

Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: diesel-fan

Datum: 23.03.21 19:59

Avala schrieb:
Zitat
Zur sortenreinen zerlegung ausgedienter aggregate gibt es andere unternehmen, nach [bahnbilder.warumdenn.net] beispielsweise in Süßenbrunn.
Beim Pauer in Micheldorf (zwischen Treibach und Friesach) stehen auch immer wieder ein paar Personenwagen. Jahrelang waren dort Ex-SNCF-Liegewagen, jetzt sinds die blau-weißen Schlieren, die lange zeit in Villach Hbf gestanden sind.
....ist mir auch noch in Erinnerung aus einer Vorbeifahrt aber schon länger her. Das mit den ex SNCF Liegewagen hat mich schon damals etwas gewundert, wie der zu denen kam. Kann es sein, daß er zum Ende des planmäßigen Schlierenwageneinsatzes ebenfalls einige der von Villach aus eingesetzten (und sicher auch ehem. Klagenfurter) Bp, Bpz, BDp, BDpz bzw. Bp-k zum Verwerten bekam ?
Die blau-weißen Schlieren wurden aus den vorher planmäßig eingesetzten gewonnen. Wieviele Wagen gab es denn da bei den weiß - blauen ? Die gehörten aber nicht mehr der ÖBB ? Hieß das nicht mal "Bahnhostalgie Kärnten" ? Herr "Avala" weißt Du da etwas mehr ? Sind die blau-weißen komplett zum Verschrotten jetzt gegangen oder auch wo anders hin ?

Würd mich über nähere Informationen freuen. Als alten Schlierenwagen Freund interessiert mich das.

Vielen Dank im Voraus und Gruß

diesel-fan

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: Avala

Datum: 23.03.21 20:08

Zitat
Das mit den ex SNCF Liegewagen hat mich schon damals etwas gewundert, wie der zu denen kam.
Die standen zuvor in St. Veit beim Funder dort herum. Aber bereits vor >10 Jahren.

Zitat
Die blau-weißen Schlieren wurden aus den vorher planmäßig eingesetzten gewonnen. Wieviele Wagen gab es denn da bei den weiß - blauen ? Die gehörten aber nicht mehr der ÖBB ? Hieß das nicht mal "Bahnhostalgie Kärnten"
Wie es genau hieß weiß ich nicht, aber ja die waren für Sonderzugeinsätze in/ab Kärnten vorgesehen. Meines Wissens gab es nur die 4 Stk, die jetzt eben dort stehen - und davor eben labnge in Villach Hbf.

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: EC 114 Wörthersee

Datum: 23.03.21 20:40

Hallo Gemeinde!

Diese französischen Liegewagen - waren glaube ich Y - Wagen standen zuerst Jahre am Villacher Westbahnhof. Danach kamen sie eben nach Hirt. Dort standen sie dann ewig hinter der Hirter Brauerei. Ich glaube die wollten damit den Optima Epress im Kilometerausgleich fahren. Ist aber nur eine Vermutung.

Zur 44er: Also die Kernfrage beim Umbau sind meiner Meinung nach, ob die Hochspannungskomponenten auch die 25 kV AC aushalten. Der Trafo - ist gegenüber den Drehstromloks - ein massiver Teil in der Lokmitte. Was bei Trafo zu machen wäre ist mir nicht ganz klar. 15 KV Trafos haben viel mehr Eisen als die 25 kV Trafos. Vielleicht braucht man den nur umwickeln, damit die Sekundärspannung gleich bleibt. Die Stromrichter sind so zusammen geschaltet, das eine möglichst kleine Blindleistung entsteht. Sobald aus der Sicht des Netzes Spannung und Strom nicht mehr in Phase sind, entsteht Blindleistung und diese muss im Unterwerk mittels Kondensatoren kompensiert werden. Diese Kondensatoren waren zumindest in Kärnten flächendeckend vorhanden. Dies extra für die 44er. Sie wurden aus welchen Gründen auch immer wieder ausgebaut. Die Motoren der Lok sind Compoundmotoren. Sie sind eine Kombination aus Reihenschluss- und Nebenschlusscharakter mit einem sehr großen regelbaren Bereich und großer Anfahrzugkraft. Sie sind auch beim Anfahren am Berg den Drehstromloks sogar überlegen, weil eine Drehstromlok erst jeden Betriebspunkt ausrechnen muss und die 1144 macht das aufgrund ihrer Motorcharakteristik von alleine. Generell lassen sich reine Reihenschlusscharakteristika schlecht bis gar nicht regeln. Ein Schwachpunkt der Lok sind sicher die hochgezüchtete Leistung und die starke Motorlüftung. Die Motorlüfter haben einen Sommer und Winterbetrieb. In der Türkei oder in Afrika würden diese Maschinen unter der Hitze sehr Leiden. Die Motorlüfter sind Drehstrommotoren mit - was ich mich erinnern kann - 50Hz oder 60 Hz, 75Hz und 100Hz. Bei 100 Hz ist sie dann so laut. Die Umschaltung von Fahrern auf Bremsen erfolgt mit Relaissteuerung und dauert immer ein bisschen. Die Lok besitzt für Drehstrom einen eigenen Umformersatz usw.

LG aus Wien

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: EC 114 Wörthersee

Datum: 23.03.21 20:45

Hallo Avala!

Genau beim Funder waren die auch mal die Typ Y Wagen.

Die blau/weissen Schlieren gehörten mal - so meine Erinnerung- einer Villacher Privatperson. Standen in Villach immer am Ostbahnhof. Diese Privatperson war selber Eisenbahner.

LG und danke für diese Erinnerung

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: tobiobi

Datum: 24.03.21 14:29

Intressantere Frage wäre ob es zu dem Afrika Thema noch was neues gibt?

Verkauf geplatzt

geschrieben von: tbk

Datum: 24.03.21 19:25

tobiobi schrieb:
Intressantere Frage wäre ob es zu dem Afrika Thema noch was neues gibt?
Ich kann dazu nur aus der Eisenbahn Österreich 4/2021 zitieren:
"Kurz vor Redaktionsschluss wurde bekannt, dass das Verkaufsgeschäft mit dem türkischen Unternehmen geplatzt ist. Was mit den betreffenden Lokomotiven nun geschehen soll, ist noch nicht entschieden. Dem Vernehmen nach denken die ÖBB darüber nach, jene zwölf Fahrzeuge, die ihre Laufleistung noch nicht erreicht haben, nach einer Betriebsuntersuchung wieder einsatzbereit zu machen."

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: kmueller

Datum: 25.03.21 13:54

tbk schrieb:
Interessant, dass 1144 schon in größeren stückzahlen verkauft werden, andererseits auf die 1142.5 immer noch nicht verzichtet werden kann (ich sehe immer wieder mal welche im einsatz).
Aber vielleicht sind die 1144 dank thyristortechnik einfacher für 50 Hz umzurüsten? Mischstrommotoren sind wohl weniger frequenzempfindlich als einphasen-reihenschlussmotoren.
Mit der Frequenz wachsende Probleme der Motoren (Bürstenfeuer am Kommutator) waren ursprünglich der Grund, bei der Bahnelektrifizierung 16.7Hz statt 50Hz zu wählen. Betrieb unter 50Hz würde ziemlich schnell die Motoren ruinieren. Loks, in denen die Motoren mit der Frequenz der Oberleitung gefüttert werden, lassen sich daher gar nicht auf 50Hz~ umrüsten.

Die Motoren früher Thyristorloks sind ebenfalls Reihenschlußmaschinen. Diese arbeiten haber hinter einer Elektronik, die sie nicht mehr mit Wechselstrom füttert, sondern mit Gleich(gerichtetem)Strom, der allenfalls noch in verträglichem Ausmaß pulsiert. Die Umrüstung einer solchen Lok von 16.7Hz auf 50Hz beschränkt sich dadurch auf den Bereich von Trafo und (Teilen der) Leistungelektronik.