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Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: 215 122-3

Datum: 13.03.21 15:06

Das heißt wohl, Großauftrag für VOEST und ggf. als Subunternehmer für Bender.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Torsten83

Datum: 22.03.21 17:02

215 122-3 schrieb:
Das heißt wohl, Großauftrag für VOEST und ggf. als Subunternehmer für Bender.
Die alte VOEST gibt's nun Jahre nicht mehr. Die heutige voestalpine ist ein Stahlkonzern und kein Schrotthändler. Schrott wird dort zur Stahlerzeugung verarbeitet, kommt dazu vorsortiert an. Hat die Dame aus der va-Stahlwelt auf der Werkstour zumindest so erzählt und ich habe auch keinen Schrottplatz mit zerlegten PKW oder Eisenbahn-Fahrzeugen dort gesehen in Linz. Übrigens auch nicht bei anderen Konzernwerken, wo Stahl produziert wird - weder bei Buderus Edelstahl in Wetzlar, noch bei BÖHLER in Kapfenberg konnte ich einen Schrottplatz für DB oder ÖBB Fahrzeuge ausmachen.

Kannst mal einen Fotobeleg teilen, wo bei der voestalpine Eisenbahnfahrzeuge der ÖBB zerlegt werden?

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: ThomasR

Datum: 22.03.21 19:54

Torsten83 schrieb:
215 122-3 schrieb:
Das heißt wohl, Großauftrag für VOEST und ggf. als Subunternehmer für Bender.
Die alte VOEST gibt's nun Jahre nicht mehr. Die heutige voestalpine ist ein Stahlkonzern und kein Schrotthändler. Schrott wird dort zur Stahlerzeugung verarbeitet, kommt dazu vorsortiert an. Hat die Dame aus der va-Stahlwelt auf der Werkstour zumindest so erzählt und ich habe auch keinen Schrottplatz mit zerlegten PKW oder Eisenbahn-Fahrzeugen dort gesehen in Linz. Übrigens auch nicht bei anderen Konzernwerken, wo Stahl produziert wird - weder bei Buderus Edelstahl in Wetzlar, noch bei BÖHLER in Kapfenberg konnte ich einen Schrottplatz für DB oder ÖBB Fahrzeuge ausmachen.

Kannst mal einen Fotobeleg teilen, wo bei der voestalpine Eisenbahnfahrzeuge der ÖBB zerlegt werden?
Guck mal bei den BSW in Kehl, da sieht man den Schrott, aber auch hier vorsortiert wird der meist per Schiff angeliefert. Die Stahlwerke nehmen nur reinen Stahl an und hauen den zur Kühlung in die Öfen bzw. bei den BSW als Rohstoff ausschließlich in den Elektroofen

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: tbk

Datum: 22.03.21 22:03

Auch voestalpine Donawitz erhält nur eisenerz, kohle und vorsortierten schrott (per zug, die Mur ist nicht schiffbar). Zur sortenreinen zerlegung ausgedienter aggregate gibt es andere unternehmen, nach [bahnbilder.warumdenn.net] beispielsweise in Süßenbrunn.

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 22.03.21 22:03.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: Avala

Datum: 23.03.21 12:58

Zitat
Zur sortenreinen zerlegung ausgedienter aggregate gibt es andere unternehmen, nach [bahnbilder.warumdenn.net] beispielsweise in Süßenbrunn.
Beim Pauer in Micheldorf (zwischen Treibach und Friesach) stehen auch immer wieder ein paar Personenwagen. Jahrelang waren dort Ex-SNCF-Liegewagen, jetzt sinds die blau-weißen Schlieren, die lange zeit in Villach Hbf gestanden sind.

Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: diesel-fan

Datum: 23.03.21 19:59

Avala schrieb:
Zitat
Zur sortenreinen zerlegung ausgedienter aggregate gibt es andere unternehmen, nach [bahnbilder.warumdenn.net] beispielsweise in Süßenbrunn.
Beim Pauer in Micheldorf (zwischen Treibach und Friesach) stehen auch immer wieder ein paar Personenwagen. Jahrelang waren dort Ex-SNCF-Liegewagen, jetzt sinds die blau-weißen Schlieren, die lange zeit in Villach Hbf gestanden sind.
....ist mir auch noch in Erinnerung aus einer Vorbeifahrt aber schon länger her. Das mit den ex SNCF Liegewagen hat mich schon damals etwas gewundert, wie der zu denen kam. Kann es sein, daß er zum Ende des planmäßigen Schlierenwageneinsatzes ebenfalls einige der von Villach aus eingesetzten (und sicher auch ehem. Klagenfurter) Bp, Bpz, BDp, BDpz bzw. Bp-k zum Verwerten bekam ?
Die blau-weißen Schlieren wurden aus den vorher planmäßig eingesetzten gewonnen. Wieviele Wagen gab es denn da bei den weiß - blauen ? Die gehörten aber nicht mehr der ÖBB ? Hieß das nicht mal "Bahnhostalgie Kärnten" ? Herr "Avala" weißt Du da etwas mehr ? Sind die blau-weißen komplett zum Verschrotten jetzt gegangen oder auch wo anders hin ?

Würd mich über nähere Informationen freuen. Als alten Schlierenwagen Freund interessiert mich das.

Vielen Dank im Voraus und Gruß

diesel-fan

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: Avala

Datum: 23.03.21 20:08

Zitat
Das mit den ex SNCF Liegewagen hat mich schon damals etwas gewundert, wie der zu denen kam.
Die standen zuvor in St. Veit beim Funder dort herum. Aber bereits vor >10 Jahren.

Zitat
Die blau-weißen Schlieren wurden aus den vorher planmäßig eingesetzten gewonnen. Wieviele Wagen gab es denn da bei den weiß - blauen ? Die gehörten aber nicht mehr der ÖBB ? Hieß das nicht mal "Bahnhostalgie Kärnten"
Wie es genau hieß weiß ich nicht, aber ja die waren für Sonderzugeinsätze in/ab Kärnten vorgesehen. Meines Wissens gab es nur die 4 Stk, die jetzt eben dort stehen - und davor eben labnge in Villach Hbf.

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: EC 114 Wörthersee

Datum: 23.03.21 20:40

Hallo Gemeinde!

Diese französischen Liegewagen - waren glaube ich Y - Wagen standen zuerst Jahre am Villacher Westbahnhof. Danach kamen sie eben nach Hirt. Dort standen sie dann ewig hinter der Hirter Brauerei. Ich glaube die wollten damit den Optima Epress im Kilometerausgleich fahren. Ist aber nur eine Vermutung.

Zur 44er: Also die Kernfrage beim Umbau sind meiner Meinung nach, ob die Hochspannungskomponenten auch die 25 kV AC aushalten. Der Trafo - ist gegenüber den Drehstromloks - ein massiver Teil in der Lokmitte. Was bei Trafo zu machen wäre ist mir nicht ganz klar. 15 KV Trafos haben viel mehr Eisen als die 25 kV Trafos. Vielleicht braucht man den nur umwickeln, damit die Sekundärspannung gleich bleibt. Die Stromrichter sind so zusammen geschaltet, das eine möglichst kleine Blindleistung entsteht. Sobald aus der Sicht des Netzes Spannung und Strom nicht mehr in Phase sind, entsteht Blindleistung und diese muss im Unterwerk mittels Kondensatoren kompensiert werden. Diese Kondensatoren waren zumindest in Kärnten flächendeckend vorhanden. Dies extra für die 44er. Sie wurden aus welchen Gründen auch immer wieder ausgebaut. Die Motoren der Lok sind Compoundmotoren. Sie sind eine Kombination aus Reihenschluss- und Nebenschlusscharakter mit einem sehr großen regelbaren Bereich und großer Anfahrzugkraft. Sie sind auch beim Anfahren am Berg den Drehstromloks sogar überlegen, weil eine Drehstromlok erst jeden Betriebspunkt ausrechnen muss und die 1144 macht das aufgrund ihrer Motorcharakteristik von alleine. Generell lassen sich reine Reihenschlusscharakteristika schlecht bis gar nicht regeln. Ein Schwachpunkt der Lok sind sicher die hochgezüchtete Leistung und die starke Motorlüftung. Die Motorlüfter haben einen Sommer und Winterbetrieb. In der Türkei oder in Afrika würden diese Maschinen unter der Hitze sehr Leiden. Die Motorlüfter sind Drehstrommotoren mit - was ich mich erinnern kann - 50Hz oder 60 Hz, 75Hz und 100Hz. Bei 100 Hz ist sie dann so laut. Die Umschaltung von Fahrern auf Bremsen erfolgt mit Relaissteuerung und dauert immer ein bisschen. Die Lok besitzt für Drehstrom einen eigenen Umformersatz usw.

LG aus Wien

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: EC 114 Wörthersee

Datum: 23.03.21 20:45

Hallo Avala!

Genau beim Funder waren die auch mal die Typ Y Wagen.

Die blau/weissen Schlieren gehörten mal - so meine Erinnerung- einer Villacher Privatperson. Standen in Villach immer am Ostbahnhof. Diese Privatperson war selber Eisenbahner.

LG und danke für diese Erinnerung

Re: Der Kärntner "Wagenschrotti"...

geschrieben von: tobiobi

Datum: 24.03.21 14:29

Intressantere Frage wäre ob es zu dem Afrika Thema noch was neues gibt?

Verkauf geplatzt

geschrieben von: tbk

Datum: 24.03.21 19:25

tobiobi schrieb:
Intressantere Frage wäre ob es zu dem Afrika Thema noch was neues gibt?
Ich kann dazu nur aus der Eisenbahn Österreich 4/2021 zitieren:
"Kurz vor Redaktionsschluss wurde bekannt, dass das Verkaufsgeschäft mit dem türkischen Unternehmen geplatzt ist. Was mit den betreffenden Lokomotiven nun geschehen soll, ist noch nicht entschieden. Dem Vernehmen nach denken die ÖBB darüber nach, jene zwölf Fahrzeuge, die ihre Laufleistung noch nicht erreicht haben, nach einer Betriebsuntersuchung wieder einsatzbereit zu machen."

mit den allerbesten grüßen aus der Obersteiermark, tobias

Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT][CH][ET][TZ] ÖBB 1144 nach Afrika ?

geschrieben von: kmueller

Datum: 25.03.21 13:54

tbk schrieb:
Interessant, dass 1144 schon in größeren stückzahlen verkauft werden, andererseits auf die 1142.5 immer noch nicht verzichtet werden kann (ich sehe immer wieder mal welche im einsatz).
Aber vielleicht sind die 1144 dank thyristortechnik einfacher für 50 Hz umzurüsten? Mischstrommotoren sind wohl weniger frequenzempfindlich als einphasen-reihenschlussmotoren.
Mit der Frequenz wachsende Probleme der Motoren (Bürstenfeuer am Kommutator) waren ursprünglich der Grund, bei der Bahnelektrifizierung 16.7Hz statt 50Hz zu wählen. Betrieb unter 50Hz würde ziemlich schnell die Motoren ruinieren. Loks, in denen die Motoren mit der Frequenz der Oberleitung gefüttert werden, lassen sich daher gar nicht auf 50Hz~ umrüsten.

Die Motoren früher Thyristorloks sind ebenfalls Reihenschlußmaschinen. Diese arbeiten haber hinter einer Elektronik, die sie nicht mehr mit Wechselstrom füttert, sondern mit Gleich(gerichtetem)Strom, der allenfalls noch in verträglichem Ausmaß pulsiert. Die Umrüstung einer solchen Lok von 16.7Hz auf 50Hz beschränkt sich dadurch auf den Bereich von Trafo und (Teilen der) Leistungelektronik.
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