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[AT] ÖBB beabsichtigen, Doppelstock-Wendezüge zu mieten

geschrieben von: J-C

Datum: 13.02.21 11:50

Link

Zitat:
Die ÖBB-PV sondiert den Markt nach einem geeigneten Lieferanten der gebrauchte Eisenbahn Doppelstock-Fahrzeuge, selbstständig oder mit Hilfe von Sublieferanten, zum Verkauf oder zur Miete anbieten kann. Diese gebrauchten Doppelstock-Fahrzeuge sollen in Form von nicht angetriebenen Einzelwagen (exklusive Triebfahrzeug) bereitgestellt werden. Die geforderte Mindestmenge umfasst mindestens 10 Stück (opitional bis zu 15 Stück) vierteilige Garnituren aus Eisenbahn Doppelstock Steuer- und Zwischenwagen mit einer maximalen Länge von 110 Metern (4-teilige Garnitur inklusive Steuerwagen, exklusive Triebfahrzeug).

Sofern positive Rückmeldungen im Zuge der Markterkundung eingehen, wird die ÖBB-PV diese Leistungen voraussichtlich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben und die Gebrauchtfahrzeuge entweder ankaufen oder für die Laufzeit von voraussichtlich 10 Jahren anmieten. Es ist anzumerken, dass alle Fahrzeuge, unabhängig ob Kauf oder Leasing, spätestens zum 1. Januar 2023 einsatzbereit sein müssen.

Die bereitgestellten Garnituren müssen mindestens die nachfolgenden Anforderungen erfüllen (Mindestanforderungen):

— Wendezugfähige Fahrzeuge (Garnituren mit Steuerwagen),

— Einsatz auf nicht elektrifizierten Strecken,

— Uneingeschränkte seitenselektive Türsteuerung,

— Temperaturabsenkanlage (Fahrgastraum und Führerstand),

— geschlossenes Toilettensystem (mind. 1 barrierefreies WC).

Die bereitgestellten Garnituren können darüber hinaus, optional die nachfolgenden Zusatzkriterien erfüllen (Sollanforderungen):

— Genehmigung für den Einsatz in den Ländern Deutschland, Slowakei oder Tschechien,

— Ausstattung der Sicherheitseinrichtungen (PZB 90, Sifa, GSMR-Tripple Mode Zugfunk, Notbremsüberbrückung und Notsprechstelle in jedem Einstiegsbereich),

— Barrierefreier Einstieg für Rollstuhlfahrer inkl. Hebe Lift (mind. 1 Einstieg je Fahrzeugseite erforderlich),

— Niveaugleicher Einstieg von 380 mm bis 550 mm Bahnsteighöhe SOK (Schienenoberkante),

— Mindestens 2 Rollstuhlplätze pro Garnitur,

— ca. 400-500 Sitzplätze pro Garnitur,

— ca. 10 Fahrradplätze pro Garnitur,

— Akustisch-visuelles Fahrgastinformationssystem, mit 2 Bildschirmen in jedem Fahrzeug,

— 230 V Steckdosen bzw. 1-fach USB-Anschluss je 4 Sitze.

Die Markterkundung läuft bis 21. Februar, dann soll eine Ausschreibung erfolgen.

Hintergrund dürfte der rechtliche Disput um die Beschaffung von Doppelstocktriebzügen sein, da offenbar sämtliche Bieter vorhaben, die Vergabe an wen auch immer zu beeinspruchen.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.21 20:16.
Bin mal gespannt, wie die ÖBB im Ausland Resiezugwagen mit ÖBB-Fernsteuerkonzept finden werden.


Viele Grüße aus Erlangen,

Christof

DOPPELstock zu mieten zu mieten:=) (o.w.T)

geschrieben von: 44 115

Datum: 13.02.21 15:08

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
J-C schrieb:
Hintergrund dürfte der rechtliche Disput um die Beschaffung von Doppelstocktriebzügen sein, da offenbar sämtliche Bieter vorhaben, die Vergabe an wen auch immer zu beeinspruchen.
Ich denke eher, dass es wieder einmal nur darum geht auszuloten ob das Modernisierungsprogramm der vorhandenen Wagen wirtschaftlich ist.

? wer weiss was?

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 13.02.21 15:41

Ein Link ins Leere ...

Bild:


Screenshot (31).png

Re: ? wer weiss was?

geschrieben von: J-C

Datum: 13.02.21 16:22

Hab gar nicht damit gerechnet, dass der Bereich für Gäste gesperrt ist. Es geht um einen Artikel, der, wie ich grade feststellte, hinter einer Bezahlschranke verborgen ist. Dann kann ich das eben nicht weiter ausführen, schätze ich :/

Wobei die Anforderung des Einsatzes auf nicht elektrifizierten Strecken vermuten lässt, dass man sich aus guten Gründen für Wendezüge und nicht für Triebwagen bei der Markterkundung entschieden hat.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Einsatz auf nicht elektrifizierten Strecken als Ersatz für die Elektro Triebzüge?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.21 16:53.
Und um welche nicht elektrifizierten Strecken ginge es, die den Bedarf hätten, Doppelstock-Wendezüge zu benötigen?
Meyer-schlom schrieb:
Und um welche nicht elektrifizierten Strecken ginge es, die den Bedarf hätten, Doppelstock-Wendezüge zu benötigen?
Aspangbahn? Aber natürlich nicht alle Züge.
Die Beschaffung könnte mehrere Gründe haben: Um die Verkehrsdiensteverträge zu erfüllen, braucht man barrierefreie Doppelstockzüge - und zwar mehr als man derzeit zur Verfügung hat.

Gleichzeitig könnten die weiteren Optionen Rückschlüsse auf mögliche Einsatzgebiete ziehen lassen. Das folgende ist jetzt nur meine wilde und kaum faktisch begründete Spekulation und dementsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Zulassung nach Deutschland: Die Talent3-Geschichte in Vorarlberg ist ja immer noch nicht in trockenen Tüchern. Schon jetzt hat man erwägt, Doppelstockzüge aus der Ostregion nach Vorarlberg zu transferieren, damit sie die Kapazitäten aufbringen können, die man mangels Talent3 nicht so hat.

Konkret könnte da ein Einsatz zwischen Bludenz und Lindau drin sein, dort werden ja bereits Doppelstockzüge eingesetzt und es gäbe Cityshuttles, die man dort ablösen könnte. Die Ausschreibung zu einer möglichen Ersatzbeschaffung zu den Talent 3-Zügen muss ja noch einmal erneut gestartet werden.

Zulassung nach Tschechien: Es gibt nur 4 Züge pro Tag, welche zwischen Linz und Budweis mit modernen klimatisierten Wagen verkehren. Ansonsten hat man da die Cityshuttles, die auch nicht barrierefrei sind. Mit Doppelstock-Wendezügen könnte man hier für eine Verbesserung sorgen.

Zulassung in die Slowakei: Die REX Linie Wien - Marchegg - Bratislava wird ja noch für eine ganze Weile mit lokbespannten Dieselzügen fahren müssen, die Elektrifizierung ist zwar im vollen Gange, wird aber eben noch ein paar Jahre brauchen. Und die Züge, die eingesetzt werden, sind zwar seitens der ZSSK schonmal klimatisiert, aber immer noch nicht barrierefrei.

Gerade letzteres könnte ein heißer Kandidat sein, haben wir doch eine nicht elektrifizierte Strecke ins Ausland auf einer nicht unbedeutenden Relation.

Es gibt natürlich noch weitere nicht elektrifizierte Strecken im Inland, eine wurde ja genannt, mir fiele auch sonst noch die Strecke Freilassing - Salzburg - Braunau, da werden ja auch noch vereinzelt Cityshuttles unter Dieselbespannung eingesetzt. Davon abgesehen gibt es noch auf vielen "S-Bahn"-Netzen lokbespannte Cityshuttle-Kompositionen. Und das eben auch in 2023.

Wie man sieht, es gäbe so einige potenzielle Kandidaten bezüglich eines Einsatzes. Doppelstockwagen mögen für die meisten Zwecke abwegig klingen, allerdings kenne ich nicht besonders viele einstockige barrierefreie klimatisierte lokbespannte Wendezüge. Und die Married-Pairs haben m.W.n. auch keine Einstiegshöhe von 55cm.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.21 18:30.
J-C schrieb:
...

Zulassung nach Deutschland: Die Talent3-Geschichte in Vorarlberg ist ja immer noch nicht in trockenen Tüchern. Schon jetzt hat man erwägt, Doppelstockzüge aus der Ostregion nach Vorarlberg zu transferieren, damit sie die Kapazitäten aufbringen können, die man mangels Talent3 nicht so hat.

Konkret könnte da ein Einsatz zwischen Bludenz und Lindau drin sein, dort werden ja bereits Doppelstockzüge eingesetzt und es gäbe Cityshuttles, die man dort ablösen könnte. Die Ausschreibung zu einer möglichen Ersatzbeschaffung zu den Talent 3-Zügen muss ja noch einmal erneut gestartet werden.
Das macht es wohl am meisten Sinn, wäre da nicht das Kriterium "Einsatz auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken". Dann könnte man die Geschichte mit dem Talent 3 auch ad acta legen. Oder muss da die Ausschreibung unbedingt neugestartet werden?

Zitat
Zulassung nach Tschechien: Es gibt nur 4 Züge pro Tag, welche zwischen Linz und Budweis mit modernen klimatisierten Wagen verkehren. Ansonsten hat man da die Cityshuttles, die auch nicht barrierefrei sind. Mit Doppelstock-Wendezügen könnte man hier für eine Verbesserung sorgen.
Die CD-EC sind zwar moderne und klimatisierte Wagen, aber auch nicht barrierefrei. Zumindest benötigt man einen Lift, also teil barrierefrei. Kann man eigentlich mit einem Hublift in einen CS-Wagen gehoben werden? Ist das überhaupt möglich. Wenn ja, wäre nur das Manko, dass man keine 1. Klasse und Speisewagen hat. Wenn nein, wäre es eine Möglichkeit.


Zitat
Zulassung in die Slowakei: Die REX Linie Wien - Marchegg - Bratislava wird ja noch für eine ganze Weile mit lokbespannten Dieselzügen fahren müssen, die Elektrifizierung ist zwar im vollen Gange, wird aber eben noch ein paar Jahre brauchen. Und die Züge, die eingesetzt werden, sind zwar seitens der ZSSK schonmal klimatisiert, aber immer noch nicht barrierefrei.

Gerade letzteres könnte ein heißer Kandidat sein, haben wir doch eine nicht elektrifizierte Strecke ins Ausland auf einer nicht unbedeutenden Relation.

Es gibt natürlich noch weitere nicht elektrifizierte Strecken im Inland, eine wurde ja genannt, mir fiele auch sonst noch die Strecke Freilassing - Salzburg - Braunau, da werden ja auch noch vereinzelt Cityshuttles unter Dieselbespannung eingesetzt. Davon abgesehen gibt es noch auf vielen "S-Bahn"-Netzen lokbespannte Cityshuttle-Kompositionen. Und das eben auch in 2023.

Wie man sieht, es gäbe so einige potenzielle Kandidaten bezüglich eines Einsatzes. Doppelstockwagen mögen für die meisten Zwecke abwegig klingen, allerdings kenne ich nicht besonders viele einstockige barrierefreie klimatisierte lokbespannte Wendezüge. Und die Married-Pairs haben m.W.n. auch keine Einstiegshöhe von 55cm.
Einstöckige Triebwagen ergeben hier schon Sinn, aber auf einer Strecke von Freilassing - Branau, wo man bisher mit einer 628 oder einen 5047 auskommt, braucht man plötzlich lokbespannte Wendezüge mit vier Wagen? Da passt aber etwas gewaltig nicht zusammen. Und zur ZSSK: Wie wird sich dann die ZSSK an den Verkehren beteiligen? Abgesehen vom IC Wien - Kosice und vom saisonalen, nur an zwei Tagen in der Woche, verkehrenden Nachtzug Bratislava - Split haben die auch keine Beteiligung.
Wie gesagt, ich spekuliere nur.

Und es gibt ja wie gesagt einzelne Umläufe mit Cityshuttles zwischen Freilassing und Braunau. Zur HVZ besteht halt durchaus ein Bedarf an mehr Kapazität.

Es gab den Versuch, wegen der schlechten Performance bei der Zulassung der Talent 3 auf Optionen dort zu verzichten und stattdessen mit einer neuen Ausschreibung eben einen Hersteller zu finden, der dann Züge besser liefert. Aufgrund eines Einspruchs wurde diese jedoch abgebrochen, jetzt versucht man es noch einmal mit mehr Bietern.

Die Cityshuttles haben neben der mangelnden Barrierefreiheit eben auch keine richtige Klimaanlage. Zumindest keine, die die Temperatur auch absenken kann. Die tschechischen Wagen haben halt eine funktionierende Klimaanlage, WLAN, Steckdosen, theoretisch auch ein Fahrgastinformationssystem...

Beim Verkehr in die Slowakei kann man ja immer noch den ZSSK-Wagen an die Komposition anhängen.

Die Möglichkeit, die Züge auf nicht elektrifizierten Strecken einzusetzen, wurde als Minimum definiert, normalerweise können die selben Wagen auch auf elektrifizierten Strecken eingesetzt werden.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Ich halte es allerdings für wahrscheinlicher das bereits mit PZB90 etc. ausgestattete Steuerwagen einsetzbar sind als das Slowakische oder Tschechische wirtschaftlich für einen Einsatz in Österreich herrichtbar sind.
Bei den 2016 nennen die ÖBB zwar nur "UIC-WTB nach ÖBB Fernsteuerkonzept" - da aber ihre deutschen Schwestern mit Wittenberger Steuerwagen laufen (z.B. auf Leipzig - Chemnitz) sollte aber eine Ausrüstung mit ZWS/ZDS eher ein überschaubares Update auf den Loks erfordern.
Von den 1116 sollten 30 Stück mit ZWS/ZDS ausgerüstet sein.

Re: ? wer weiss was?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 13.02.21 21:43

J-C schrieb:
Wobei die Anforderung des Einsatzes auf nicht elektrifizierten Strecken vermuten lässt, dass man sich aus guten Gründen für Wendezüge und nicht für Triebwagen bei der Markterkundung entschieden hat.
Wenn man nach Triebwagen suchen würde, dann könnte man sich die Markterkundung auch gleich sparen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.21 21:51.

Re: ? wer weiss was?

geschrieben von: J-C

Datum: 13.02.21 21:47

Ja, das auch. Wobei, vielleicht hat die SBB doch noch was über?

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Ich meinte schon die einstockigen ZSSK-Wagen, die ja bereits dort laufen. Die ZSSK braucht ja ihre Doppelstockwagen selbst, da würde ich mich stark wundern, würde sie bieten können.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
J-C schrieb:
Die ÖBB-PV sondiert den Markt nach einem geeigneten Lieferanten der gebrauchte Eisenbahn Doppelstock-Fahrzeuge, selbstständig oder mit Hilfe von Sublieferanten, zum Verkauf oder zur Miete anbieten kann. Diese gebrauchten Doppelstock-Fahrzeuge sollen in Form von nicht angetriebenen Einzelwagen (exklusive Triebfahrzeug) bereitgestellt werden. Die geforderte Mindestmenge umfasst mindestens 10 Stück (opitional bis zu 15 Stück) vierteilige Garnituren aus Eisenbahn Doppelstock Steuer- und Zwischenwagen mit einer maximalen Länge von 110 Metern (4-teilige Garnitur inklusive Steuerwagen, exklusive Triebfahrzeug).
Die ÖBB würde das nicht machen, wenn sie nicht was Konkretes vor Augen hätten. Der Gebrauchtmarkt für Doppelstockzüge ist ja recht übersichtlich, da wird kein Überraschungsgebot kommen.

Wer hat also entsprechende Wagen, auf was wirft man da ein Auge?

Mir fällt da eigentlich nur die DB ein. Entweder Regio-Dostos, die durch Neuausschreibung frei werden. Oder will sich die DB etwa von IC2 trennen? Lok in den Güterverkehr, Wagen zur ÖBB, und man ist das Drama los?

Wer käme sonst in Frage? Slowenien hat doch lokbespannte Doppeldecker? Oder Luxemburg? Dänemark? Viel bleibt nicht. Es wird spannend.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.02.21 18:06.
Für mich fehlt hier noch die geforderte Vmax.
Aber für Gebrauchtfahrzeuge solche Markterkundung zu machen, bietet auch den Anbietern schon mal die Gelegenheit sich darüber Gedanken zu machen. Da könnten sich zum Beispiel die DB Resteverwertungsrampe und das (R)AW Wittenberge schon mal entsprechende Projekte , Bauarten und Angebote durchkalkulieren.
Muss eigentlich nach einem solchen Interessenbekundungsverfahren zwangsweise eine Ausschreibung erfolgen, wenn es nur einen Interessenten zur Angebotserstellung gibt.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.02.21 18:21.
nozomi07 schrieb:
J-C schrieb:
Die ÖBB-PV sondiert den Markt nach einem geeigneten Lieferanten der gebrauchte Eisenbahn Doppelstock-Fahrzeuge, selbstständig oder mit Hilfe von Sublieferanten, zum Verkauf oder zur Miete anbieten kann. Diese gebrauchten Doppelstock-Fahrzeuge sollen in Form von nicht angetriebenen Einzelwagen (exklusive Triebfahrzeug) bereitgestellt werden. Die geforderte Mindestmenge umfasst mindestens 10 Stück (opitional bis zu 15 Stück) vierteilige Garnituren aus Eisenbahn Doppelstock Steuer- und Zwischenwagen mit einer maximalen Länge von 110 Metern (4-teilige Garnitur inklusive Steuerwagen, exklusive Triebfahrzeug).
Die ÖBB würde das nicht machen, wenn sie nicht was Konkretes vor Augen hätten. Der Gebrauchtmarkt für Doppelstockzüge ist ja recht übersichtlich, da wird kein Überraschungsgebot kommen.
Wie schon erwähnt bin ich überzeugt die ÖBB haben sogar etwas sehr konkretes vor Augen, nämlich die eigenen modernisierten DoSto Züge. Auch diese sind ja als 4-teiler angedacht. Aber von den 100 Wagen die man letztes Jahr umbauen wollte ist man weit entfernt. (Bei Schienenweg.at war von 18 Stück die Rede)
Offenbar gibt es da irgendwelche Probleme (und Probleme bedeuten ja sicher mal höhere Kosten)
Ich glaube ich kann deinem Gedankengang nicht folgen. Die Verzögerungen beim Umbau sind nicht das große Problem, das sind halt ein bisschen Komforteinschränkungen. Das wirkliche Problem sind die Fahrzeuglieferungen die sich verzögern, z.B. die beeinspruchte DINO Ausschreibung und indirekt auch die Talent 3.
MrEnglish schrieb:
Ich glaube ich kann deinem Gedankengang nicht folgen. Die Verzögerungen beim Umbau sind nicht das große Problem, das sind halt ein bisschen Komforteinschränkungen. Das wirkliche Problem sind die Fahrzeuglieferungen die sich verzögern, z.B. die beeinspruchte DINO Ausschreibung und indirekt auch die Talent 3.
Beide Probleme wirst du nicht mit 10-15 4wagen DoSto ohne Lokomotiven lösen.
nozomi07 schrieb:
J-C schrieb:
Die ÖBB-PV sondiert den Markt nach einem geeigneten Lieferanten der gebrauchte Eisenbahn Doppelstock-Fahrzeuge, selbstständig oder mit Hilfe von Sublieferanten, zum Verkauf oder zur Miete anbieten kann. Diese gebrauchten Doppelstock-Fahrzeuge sollen in Form von nicht angetriebenen Einzelwagen (exklusive Triebfahrzeug) bereitgestellt werden. Die geforderte Mindestmenge umfasst mindestens 10 Stück (opitional bis zu 15 Stück) vierteilige Garnituren aus Eisenbahn Doppelstock Steuer- und Zwischenwagen mit einer maximalen Länge von 110 Metern (4-teilige Garnitur inklusive Steuerwagen, exklusive Triebfahrzeug).
Die ÖBB würde das nicht machen, wenn sie nicht was Konkretes vor Augen hätten. Der Gebrauchtmarkt für Doppelstockzüge ist ja recht übersichtlich, da wird kein Überraschungsgebot kommen.
Wie schon erwähnt bin ich überzeugt die ÖBB haben sogar etwas sehr konkretes vor Augen, nämlich die eigenen modernisierten DoSto Züge. Auch diese sind ja als 4-teiler angedacht. Aber von den 100 Wagen die man letztes Jahr umbauen wollte ist man weit entfernt. (Bei Schienenweg.at war von 18 Stück die Rede)
Offenbar gibt es da irgendwelche Probleme (und Probleme bedeuten ja sicher mal höhere Kosten)
chnookie schrieb:
Beide Probleme wirst du nicht mit 10-15 4wagen DoSto ohne Lokomotiven lösen.
Lösen nicht, aber abmildern. Und Loks hat die ÖBB genug, daran scheitert es nicht. Derzeit werden ja auch noch Vectron geliefert.
Es hat einen Grund warum man ohne Loks ausgeschrieben hat.

SBB hat nichts übrig

geschrieben von: felixS

Datum: 15.02.21 07:19

Hallo

Die LION sind nicht Dieseltauglich und Steuerwagen nicht überzählig.

Gruss Felix
chnookie schrieb:
Wie schon erwähnt bin ich überzeugt die ÖBB haben sogar etwas sehr konkretes vor Augen, nämlich die eigenen modernisierten DoSto Züge. Auch diese sind ja als 4-teiler angedacht. Aber von den 100 Wagen die man letztes Jahr umbauen wollte ist man weit entfernt. (Bei Schienenweg.at war von 18 Stück die Rede)
Offenbar gibt es da irgendwelche Probleme (und Probleme bedeuten ja sicher mal höhere Kosten)
Vielleicht ist die Antwort tatsächlich so banal. Die wollen einfach wissen: Lohnt sich das noch.
chnookie schrieb:
Aber von den 100 Wagen die man letztes Jahr umbauen wollte ist man weit entfernt. (Bei Schienenweg.at war von 18 Stück die Rede)
Offenbar gibt es da irgendwelche Probleme (und Probleme bedeuten ja sicher mal höhere Kosten)
Etwas Zeit ist noch: die 100 Stück sollten bis (Ende - ?) 2023 modernisiert werden. Also nicht viel mehr als 25 Wagen pro Jahr; für 2020 waren ohne Corona ~20 Modernisierungen geplant. Dass es zu Problemen kommen kann, war von Beginn an klar und teils sogar Ursache für die Modernisierung. Die ungeschützte Abstellung zwischen den Werken bleibt nicht folgenlos und ist leider von außen nicht sofort erkennbar. Wenn man's erkennt, ist der Wagen großteils zerlegt. Was dann: Rostsanierung oder beiseite stellen und den nächsten öffnen, in der Hoffnung, keine Überraschung zu erleben?
nozomi07 schrieb:
Mir fällt da eigentlich nur die DB ein. Entweder Regio-Dostos, die durch Neuausschreibung frei werden.
Das würde mich interessieren. Als Ostösterreicher verfolge ich schon länger, wie DB Regio Ausschreibungen verliert. Wie ich mir das von auswärts aus vorstelle, müssten doch jetzt irgendwann zu viele Dosto-Wagen in Deutschland vorhanden sein. Und was ist in der nächsten Zeit bei der DB noch an Twindexx-Zugängen zu erwarten?
nozomi07 schrieb:
Mir fällt da eigentlich nur die DB ein. Entweder Regio-Dostos, die durch Neuausschreibung frei werden. Oder will sich die DB etwa von IC2 trennen? Lok in den Güterverkehr, Wagen zur ÖBB, und man ist das Drama los?
Auch wenn ich den IC2 nicht vermissen würde, glaube ich kaum, dass die ÖBB ein wegen Softwareproblemen nicht funktionierendes Bombardier-Produkt durch ein anderes wegen Softwareproblemen nicht funktionierendes Bombardierprodukt ersetzen wird.

MfG Patrick
Eastside50 schrieb:
Wie ich mir das von auswärts aus vorstelle, müssten doch jetzt irgendwann zu viele Dosto-Wagen in Deutschland vorhanden sein.
Es sind auch schon zu viele. Nur sind die zu vielen i.d.R. aus den frühen 1990ern: BA 760 der DR, Schindler-Lizenzbauten BA 750/755 der DB oder erste DBAG-Steuerwagen 761.?. Die stehen u.a. an der Küste bzw. sind schon verkauft: Regiojet hat 750/755 im Raum Bratislava, WFL nutzt gebrauchte 760 und DBuz, SRI hat 750/755 und 761, ... Allerdings sind die Fahrzeuge aus einer längst vergessenen Zeit. HVAC unbekannt, nix Zulassung in CZ, die DB-Wagen mit Hocheinstieg (wobei mir unklar ist, wie niveaugleicher Einstieg von 380 mm bis 550 mm Bahnsteighöhe erfüllbar ist), keine Steckdosen, ... Sicher vieles nachrüstbar - gegen Einwurf kleinerer und größerer Scheine. Ob schon zehn Vierwagengarnituren verfügbar sind: ???
Eastside50 schrieb:
nozomi07 schrieb:
Mir fällt da eigentlich nur die DB ein. Entweder Regio-Dostos, die durch Neuausschreibung frei werden.
Das würde mich interessieren. Als Ostösterreicher verfolge ich schon länger, wie DB Regio Ausschreibungen verliert. Wie ich mir das von auswärts aus vorstelle, müssten doch jetzt irgendwann zu viele Dosto-Wagen in Deutschland vorhanden sein. Und was ist in der nächsten Zeit bei der DB noch an Twindexx-Zugängen zu erwarten?
Twindexx-Zugänge außerhalb von Bestandsnetzen halte ich für fast ausgeschlossen.
Ansonsten wurden 2020 bereits die ersten Klima-Dostos abgestellt.

München
müsste einige freisetzen, wobei man da auch sicherlich mehr Wagen behält als unbedingt notwendig, weils da häufig auch Einzelleistungen gibt und die sich mit den abgeschriebenen Dostos auch so noch rentieren.
Spätestens mit Abgabe der Züge nach Augsburg in 2022 wird da aber was frei.

Berlin ist ein größerer Umschwung zu erwarten (Stichwort RE 1), aber auch da vermute ich mal, dass man die Bestandsdosto größtenteils behält und nur für die neuen Linien (wie FEX/RE 2) einsetzt.

Hamburg hat meines Erachtens vor 2023 keine allzu großen Umbrüche.

und Frankfurt braucht eher noch mehr als weniger Dostos in den nächsten Jahren vor den großen Ausschreibungen (Stichwort Hessenexpress).

Das sollten die letzten großen Einsatzgebiete mit kommenden Ausschreibungen der klassischen Dostos sein, klar in NRW gibts noch ein paar, aber die, die noch da sind bleiben vermutlich auch als Reserve.

Müsste jetzt jemand zusammenzählen, inwiefern das hinhaut.
nozomi07 schrieb:
[...]
Wer käme sonst in Frage? Slowenien hat doch lokbespannte Doppeldecker? [...].
Tatsächlich? Wie, wo, wann?
Die neuen Stadler-Garnituren (doppelstöckige KISS, einstöckige FLIRT) sind doch Triebzüge.
mfG
T+

Tadej Brezina
TU Wien
tadej_usenet@gmx.at
Da ist wohl die Slowakei gemeint. Ist ja fast das gleiche ;)
Slowakei hat definitiv keine Überkapazitäten. Also da verschwenden wir erstmal keine Gedanken daran.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Zitat
Slowakei hat definitiv keine Überkapazitäten.
Eher ein Problem mit wendezugfähigen Loks. Zumindest sieht man häufig 263 vor Steuerwagen.
J-C schrieb:
Slowakei hat definitiv keine Überkapazitäten. Also da verschwenden wir erstmal keine Gedanken daran.
Was ist mit den ehem. 750/755 der DBAG, die RJ einsetzte? Nicht ausreichend für den Bedarf von zehn Garnituren, aber mit der seltenen Zulassung D+CZ+SK. Von einer Zulassung in AT ist in der Ausschreibung keine Rede, daher u.U. die Suche nach heimischen Einsatzgebieten überflüssig.
Haben die eine Höhe von 55cm, wie in der Markterkundung gefordert? Waren doch m.W.n. Hocheinstiegswagen...

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
J-C schrieb:
Haben die eine Höhe von 55cm, wie in der Markterkundung gefordert? Waren doch m.W.n. Hocheinstiegswagen...
Ja, alle mit Hocheinstieg. Allerdings gibt's überhaupt keine Fahrzeuge, die alle Forderungen sofort erfüllen. Entweder bleibt was offen oder die ÖBB muss nachrüsten (lassen).

Ich hatte "nur" die geforderte Zulassung D+SK+CZ (und nicht AT!) auf dem Schirm: da sind es die einzigen passenden Typen. Eventuell ergänzt um die 761.0 der DBAG, die auch schon abgestellt werden. Die würden die Einstiegshürde schaffen, an vielen anderen Punkten scheitern.
Aufgrund der sehr speziellen geforderten Zulassung sehe ich die oben diskutierten Einsatzgebiete in AT nicht im Fokus der ÖBB-Überlegungen.
kami schrieb:
J-C schrieb:
Haben die eine Höhe von 55cm, wie in der Markterkundung gefordert? Waren doch m.W.n. Hocheinstiegswagen...
Ja, alle mit Hocheinstieg. Allerdings gibt's überhaupt keine Fahrzeuge, die alle Forderungen sofort erfüllen. Entweder bleibt was offen oder die ÖBB muss nachrüsten (lassen).

Ich hatte "nur" die geforderte Zulassung D+SK+CZ (und nicht AT!) auf dem Schirm: da sind es die einzigen passenden Typen. Eventuell ergänzt um die 761.0 der DBAG, die auch schon abgestellt werden. Die würden die Einstiegshürde schaffen, an vielen anderen Punkten scheitern.
Aufgrund der sehr speziellen geforderten Zulassung sehe ich die oben diskutierten Einsatzgebiete in AT nicht im Fokus der ÖBB-Überlegungen.
Sehe ich genau anders herum. Sowohl die Einstiegshöhe als auch die Länderzulassungen sind Sollanforderungen. Man beachte auch das oder bei den Länderzulassungen:
"Die bereitgestellten Garnituren können darüber hinaus, optional die nachfolgenden Zusatzkriterien erfüllen (Sollanforderungen):
— Genehmigung für den Einsatz in den Ländern Deutschland, Slowakei oder Tschechien,
[...]
— Niveaugleicher Einstieg von 380 mm bis 550 mm Bahnsteighöhe SOK (Schienenoberkante),"
chnookie schrieb:
Sowohl die Einstiegshöhe als auch die Länderzulassungen sind Sollanforderungen.
Oder auch nicht. Je nach dem, wie man die Ausschreibung liest. Sollanfoderung steht ergänzend in Klammern. Der Text davor lautet:

Zitat
Die bereitgestellten Garnituren können darüber hinaus, optional die nachfolgenden Zusatzkriterien erfüllen
Abgesehen vom Kommafehler (eines zu viel oder eines zu wenig), kann eine optionales Kriterium keine Sollanforderung sein. Selbst wenn es Sollanfoderungen sind:

chnookie schrieb:
— Genehmigung für den Einsatz in den Ländern Deutschland, Slowakei oder Tschechien,
[...]
— Niveaugleicher Einstieg von 380 mm bis 550 mm Bahnsteighöhe SOK (Schienenoberkante),"
erfüllt kein verfügbares Fahrzeug. Wenn alle Sollanforderungen - nicht nur die zwei genannten - wirklich SOLL und nicht nur Option sind, dann wird die Anfrage genau NULL Treffer erzielen, da es keine Fahrzeuge gibt, die den kompletten Wunschzettel erfüllen.
Carsten Frank schrieb:
Bei den 2016 nennen die ÖBB zwar nur "UIC-WTB nach ÖBB Fernsteuerkonzept" - da aber ihre deutschen Schwestern mit Wittenberger Steuerwagen laufen (z.B. auf Leipzig - Chemnitz) sollte aber eine Ausrüstung mit ZWS/ZDS eher ein überschaubares Update auf den Loks erfordern.
Von den 1116 sollten 30 Stück mit ZWS/ZDS ausgerüstet sein.
Die 1116er gibt es schon lang nicht mehr.
Für ZMS/ZWS/ZDS120 braucht es bloß eine Steckkarte im bereits vorbereiteten Bereich, einen Schalter (über KLIP) und ein Softwareupdate und fertig ist die Lok. Bei der 2016 wird es ähnlich sein.

Beim Vectron ist ZxS bereits vorhanden.
Eastside50 schrieb:
nozomi07 schrieb:
Mir fällt da eigentlich nur die DB ein. Entweder Regio-Dostos, die durch Neuausschreibung frei werden.
Das würde mich interessieren. Als Ostösterreicher verfolge ich schon länger, wie DB Regio Ausschreibungen verliert. Wie ich mir das von auswärts aus vorstelle, müssten doch jetzt irgendwann zu viele Dosto-Wagen in Deutschland vorhanden sein. Und was ist in der nächsten Zeit bei der DB noch an Twindexx-Zugängen zu erwarten?
Nan hat jetzt dchon moderne Dosto im STM auf Rügen stehen, nicht gerade wenige.

Die DB wäre wohl froh sie los zu sein.

ein echter Sylter!
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Zitat:
Zitat:
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Hamburg hat meines Erachtens vor 2023 keine allzu großen Umbrüche.

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RE8 und RE80 werden im Dez 2022 Die Dostos durch Kiss ersetzt.

ein echter Sylter!
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