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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hallo und guten Morgen,

auch wenn es der gefühlt 100. Beitrag zur Achenseebahn ist und sicherlich einige, (meist immer die Gleichen, die meinen zu jedem Thema was zu sagen zu haben) sie lieber als völlig überflüssig stillgelegt sehen würden, denke ich, daß die Meldung in der TT von heute , 03.02.2021, für die meisten doch positiv ist.

Laut dieser Meldung macht das Land 10 Mio. EUR in den nächsten 4 Jahren locker und bis Ostern soll dann alles, Zustimmung der Anrainergemeinden vorausgesetzt, unter Dach und Fach sein. Es besteht also trotz des merkwürdigen Verhaltens der Denkmalschutzbehörde, die sich vor allem um Wasserdurchlässe aber nicht um das große Ganze gekümmert hat, Aussicht, daß es bald weiter geht. Und vielleicht ist es sogar ganz gut, daß nicht alles unter Denkmalschutz gestellt wird, so bestehen doch Chancen, daß es einen Mischbetrieb, historisch und ÖPNV geben kann. Aber das ist ja wieder eine andere, in DSO dutzendfach durchgekaute Angelegenheit.

Schönen Gruß

Norbert

Bahn benutzen - nicht nur fotografieren!
Ich habe die Bahn vor zwei oder drei Jahren besucht, und habe damals noch gar nichts von diesem Drama mitbekommen. War bei meiner Mitfahrt sehr begeistert, landschaftlich und technisch. Mit dem See und der benachbarten Seilbahn lässt sich doch touristisches Potential abschöpfen!
bergeundmeer83 schrieb:
Laut dieser Meldung macht das Land 10 Mio. EUR in den nächsten 4 Jahren locker und bis Ostern soll dann alles, Zustimmung der Anrainergemeinden vorausgesetzt, unter Dach und Fach sein. Es besteht also trotz des merkwürdigen Verhaltens der Denkmalschutzbehörde, die sich vor allem um Wasserdurchlässe aber nicht um das große Ganze gekümmert hat, Aussicht, daß es bald weiter geht. Und vielleicht ist es sogar ganz gut, daß nicht alles unter Denkmalschutz gestellt wird, so bestehen doch Chancen, daß es einen Mischbetrieb, historisch und ÖPNV geben kann. Aber das ist ja wieder eine andere, in DSO dutzendfach durchgekaute Angelegenheit.
Mit folgender Aussage ist die Diskussion über einen Mischbetrieb bzw. einer Modernisierung beendet: „Unser Ziel war es immer, die Bahn als wertvolles Kulturgut und Attraktion der Achenseeregion zu erhalten“, sagt LHStv. Josef Geisler.
4076 schrieb:
bergeundmeer83 schrieb:
Laut dieser Meldung macht das Land 10 Mio. EUR in den nächsten 4 Jahren locker und bis Ostern soll dann alles, Zustimmung der Anrainergemeinden vorausgesetzt, unter Dach und Fach sein. Es besteht also trotz des merkwürdigen Verhaltens der Denkmalschutzbehörde, die sich vor allem um Wasserdurchlässe aber nicht um das große Ganze gekümmert hat, Aussicht, daß es bald weiter geht. Und vielleicht ist es sogar ganz gut, daß nicht alles unter Denkmalschutz gestellt wird, so bestehen doch Chancen, daß es einen Mischbetrieb, historisch und ÖPNV geben kann. Aber das ist ja wieder eine andere, in DSO dutzendfach durchgekaute Angelegenheit.
Mit folgender Aussage ist die Diskussion über einen Mischbetrieb bzw. einer Modernisierung beendet: „Unser Ziel war es immer, die Bahn als wertvolles Kulturgut und Attraktion der Achenseeregion zu erhalten“, sagt LHStv. Josef Geisler.

Dann übernimmt das Land in Zukunft auch das laufende Defizit?
Operativ hatte die Bahn nie wirklich Probleme, da hat man immer eine schwarze 0 geschafft, nur die Infrastruktur konnte man nicht finanzieren. Das Ziel ist jetzt wieder operativ die schwarze 0 zu schaffen und für die Infrastruktur gibt es wieder öffentliche Gelder. Unter den Voraussetzungen hätte auch die alte Führung das Unternehmen nicht komplett an die Wand gefahren, aber mit den sinnlosen Impulskäufen hat man da halt nicht unbedingt das Vertrauen des Landes erworben, und die komischen Geschichten mit dem Beratervertrag und dem Rechtsstreit mit dem alten Vorstand waren halt auch nicht hilfreich.

Mittel- bis langfristig denk man schon noch an SPNV, aber ich glaube da nicht wirklich dran. Würde man sich jetzt vollständig auf den ÖV konzentrieren und dementsprechend in Infrastruktur und Fahrzeuge investieren, dann wäre das noch mit halbwegs überschaubarem Aufwand machbar. Wenn man jetzt aber weiter in den Museumsfuhrpark investiert und den ÖV dann irgendwann zusätzlich haben will, dann benötigt man wesentlich mehr Infrastruktur und dann wird es so teuer, dass es wieder keiner bezahlen will.
Ich wage daher die Prognose, dass die Achenseebahn weiter eine reine Touristenbahn bleibt, diese Position vielleicht noch etwas gestärkt wird indem man endlich wieder die Kombination mit der Schifffahrt auch tariflich anbiete. Das ist eben die große Besonderheit am Achensee, wo kann man schon mit einer Zahnradbahn zu einem schiffbaren See hoch fahren.
Eventuell steigen durch den Einstieg des Landes auch die Chancen, dass man Kombitickets mit dem Nahverkehr zur Anreise nach Jenbach schafft. Es ist ja irgendwie auch nicht so toll wenn die Fahrgäste künftig alle ihr Auto in das neue Parkhaus in Jenbach stellen, statt von Innsbruck oder aus dem Zillertal mit dem Zug anzureisen.
MrEnglish schrieb:
Operativ hatte die Bahn nie wirklich Probleme, da hat man immer eine schwarze 0 geschafft, nur die Infrastruktur konnte man nicht finanzieren.

Die laufende Instandhaltung gehört aber zum operativen Betrieb. Und da man bei ehrlicher und letztlich auch tasächlicher Rechnung eben ein Defizit hatte, ist man ins technische KO gefahren. Die schwarze Null war nur eine Lüge.

MrEnglish schrieb:
Das Ziel ist jetzt wieder operativ die schwarze 0 zu schaffen und für die Infrastruktur gibt es wieder öffentliche Gelder. Unter den Voraussetzungen hätte auch die alte Führung das Unternehmen nicht komplett an die Wand gefahren

Andersrum gesagt: Es sieht kein bisschen besser aus als vor dem Konkurs. Aber man ist die größenwahnsinnige Unternehmensführung losgeworden. Deren Investitionspläne waren nicht wirklich sinnig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.02.21 17:53.

? eines Ortsunkundigen

geschrieben von: Zahlenmeisterei

Datum: 03.02.21 19:55

Wer sind eigentlich die Eigentümer der Achsenseebahn? Also jedenfalls bis zum Insolvenzverfahren bzw. bis zu dessen Abschluss.
Die Wiki ist da etwas missverständlich. Sind das mehrheitlich wieder die Tiroler Wasserkraftwerke (und damit indirekt das Land Tirol)? Oder jemand ganz Anderes?

Re: ? eines Ortsunkundigen

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 03.02.21 20:30

Zahlenmeisterei schrieb:
Wer sind eigentlich die Eigentümer der Achsenseebahn? Also jedenfalls bis zum Insolvenzverfahren bzw. bis zu dessen Abschluss.
Die Wiki ist da etwas missverständlich. Sind das mehrheitlich wieder die Tiroler Wasserkraftwerke (und damit indirekt das Land Tirol)? Oder jemand ganz Anderes?

Der Achenseebahn AG. Und die gehört den Anliegergemeinden und ein paar Privatpersonen. So wie ich das nach dem aktuellen Bericht verstehe, wird das ganze Unternehmen übernommen und nicht nur Infrastruktur und nötige Betriebsmittel. Aber in solchen Dingen würde ich mich nicht restlos auf die Berichterstattung verlassen wollen.

Re: ? eines Ortsunkundigen

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.02.21 23:37

kaufhalle schrieb:
Der Achenseebahn AG. Und die gehört den Anliegergemeinden und ein paar Privatpersonen. So wie ich das nach dem aktuellen Bericht verstehe, wird das ganze Unternehmen übernommen und nicht nur Infrastruktur und nötige Betriebsmittel. Aber in solchen Dingen würde ich mich nicht restlos auf die Berichterstattung verlassen wollen.
Besitzverhältnisse Achenseebahn AG
bergeundmeer83 schrieb:
Hallo und guten Morgen,

auch wenn es der gefühlt 100. Beitrag zur Achenseebahn ist und sicherlich einige, (meist immer die Gleichen, die meinen zu jedem Thema was zu sagen zu haben) sie lieber als völlig überflüssig stillgelegt sehen würden, denke ich, daß die Meldung in der TT von heute , 03.02.2021, für die meisten doch positiv ist
Ich kenne niemanden, der die Strecke stillegen möchte. Auf wen konkret beziehst du dich?

Es ging immer um zwei Fragen:
- echnisches Denkmal? ÖV? Oder irgendeine Mischung als moderne Touristenbahn?
- Wer bezahlts, und wer entscheidet?

Wie ich es sehe, sind diese Fragen weiterhin offen. Und solange die offen sind, ist die Strecke nicht gerettet.
Vor Ort gibt es schon Leute die die Strecke stilllegen wollen.
MrEnglish schrieb:
Vor Ort gibt es schon Leute die die Strecke stilllegen wollen.
Aber spielen die in der Debatte eine Rolle? Ich sehe einen breiten Konsens die Strecke zu erhalten. Die Frage ist das Wie.

Aktionäre

geschrieben von: chnookie

Datum: 05.02.21 10:35

Hm, wenn ich das zusammenzähle komme ich aber nur auf 76,25%.
Da fehlt offenbar was.
nozomi07 schrieb:
MrEnglish schrieb:
Vor Ort gibt es schon Leute die die Strecke stilllegen wollen.
Aber spielen die in der Debatte eine Rolle? Ich sehe einen breiten Konsens die Strecke zu erhalten. Die Frage ist das Wie.

Es gibt da zwei Kategorien. Das eine sind die Anwohner, insbesondere in Jenbach am Hang, die sich in dem betriebslosen Sommer darüber gefreut haben, dass sie ihre Wäsche ausnahmsweise auch mal draußen trocknen konnten.

Die andere Kategorie sind Aasgeier, die gern eine Seilbahn von Jenbach nach Maurach bauen wollen (natürlich nicht über Eben, sonst hätte die Bahn womöglich noch ÖPNV-Nutzen) und die Zahnradbahntrasse zu einer Sommerrodelbahn umbauen wollen.
kaufhalle schrieb:
nozomi07 schrieb:
MrEnglish schrieb:
Vor Ort gibt es schon Leute die die Strecke stilllegen wollen.
Aber spielen die in der Debatte eine Rolle? Ich sehe einen breiten Konsens die Strecke zu erhalten. Die Frage ist das Wie.
Es gibt da zwei Kategorien. Das eine sind die Anwohner, insbesondere in Jenbach am Hang, die sich in dem betriebslosen Sommer darüber gefreut haben, dass sie ihre Wäsche ausnahmsweise auch mal draußen trocknen konnten.
Und dazu kommt jetzt wohl noch die Diskussion aus der Ecke der Puristen dass man weiter per Kohle fäghrt und "moderne / modernisierte" ölgefeuerte Dampfloks ablehnt.
Die Ölfeuerung brächte zumindest keine Konflikte mehr mit der Wäscheleine der Anwohner und ermöglicht einen wartungsärmeren und effizienteren Betrieb.
De Puristen täte vielleicht mal ein Blick zur Brienz-Rothorn-Bahn oder Schafbergbahn gut.
Gerade die BRB schafft da einen eleganten Spagat zwischen historischen Kompositionen mit Kohle, einem Grundbetrieb mit ölgefeuerten Dampfloks und für "Budget Kunden" per Diesellok. Wobei natürlich die BRB nicht direkt mit der Achenseebahn vergleichbar ist.

Gruß, Ralf
Re465 schrieb:
Zitat:
Gerade die BRB schafft da einen eleganten Spagat zwischen historischen Kompositionen mit Kohle, einem Grundbetrieb mit ölgefeuerten Dampfloks und für "Budget Kunden" per Diesellok.
Wie groß ist der Abschlag für die Diesellokzüge? Finde dazu auf die Schnelle leider nichts auf der Homepage.
10 Millionen für die etwas bessere Feldbahn mit Zahnstange? Wollen die dort die Gleise vergolden? Oder ist jetzt wirklich alles zu Schrott gefahren?
Was haben die mit dem Geld vor?
Rodscha schrieb:
Re465 schrieb:
Zitat:
Gerade die BRB schafft da einen eleganten Spagat zwischen historischen Kompositionen mit Kohle, einem Grundbetrieb mit ölgefeuerten Dampfloks und für "Budget Kunden" per Diesellok.
Wie groß ist der Abschlag für die Diesellokzüge? Finde dazu auf die Schnelle leider nichts auf der Homepage.
Der Frühzüge um 07.36 & 08.36 sind meist Diesel und kostet 49.- statt 61.- Einfach bzw. 75.- statt 94.- Retour.

Gruss, Thomas.
tkautzor schrieb:
Der Frühzüge um 07.36 & 08.36 sind meist Diesel und kostet 49.- statt 61.- Einfach bzw. 75.- statt 94.- Retour.
Alles klar, dachte die fahren auch tagsüber für die erwähnten "Budget-Touristen". Beim 0836-Ticket steht interessanterweise garnichts von der Dieseltraktion.
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