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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hallo zusammen,

willkommen zum dritten Teil unserer kleinen Tour am Dreiländereck bei Basel. Im zweiten Teil hatten wir das grenzüberschreitende Tram von Weil am Rhein nach Basel und die Strecke der Birsigtalbahn besucht. Heute steht die Waldenburgerbahn und die Rückfahrt von Basel nach Konstanz auf dem Programm.

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Teil 3: Liestal – Waldenburg – Liestal – Basel – Radolfzell – Konstanz

Nachdem wir mit dem InterRegio aus Basel in Liestal angekommen sind, geht es nun auf Schmalspurgleisen weiter: wir befahren jetzt die Strecke der Waldenburgerbahn. Als einzige schweizerische Bahn im Personenverkehr fährt sie (noch) auf einer Spurweite von 750 Millimetern.

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Für etwa einen Kilometer führen die Schmalspurgleisen parallel zu den normalspurigen Gleisen der Hauensteinlinie der SBB, dann zweigt die Strecke nach Süden ab und führt in das Waldenburgertal. Die Strecke folgt dabei dem Fluss Frenke, das Tal heißt deshalb auch vorderes Frenkental. Die Strecke führt parallel zu einer Straße über den breiten Talboden.

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Nett anzusehen ist das Stationsgebäude von Bad Bubendorf. Der Ort Bubendorf liegt etwas abseits der Bahnlinie, der Namenszusatz „Bad“ erinnert an die Solbäder, die es früher hier gab.

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Während die Strecke anfangs durchs Grüne führt, ändert sich nun der Charakter und die Gleise verlaufen durch mehrere Dörfer, die sich wie eine Perlenschnur entlang von Straße, Fluss und Bahnstrecke aneinanderreihen. Hier sind wir in Hölstein. Die Waldenburgerbahn bedient 11 Unterwegshalte, einige davon sind Bedarfshalte.

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Die Gleisen führen eng neben der Straße, zu Füßen der Kirche St. Peter in Oberdorf wechselt die Bahn die Straßenseite. Die Waldenburgerbahn hat den Charakter einer Überlandstraßenbahn, sie ist dem Basler Tramnetz zugeordnet und hat formal die Liniennummer 19. Da die Linie jedoch keine Verknüpfung zu den übrigen Tramlinien hat, ist die Nummer vor Ort nicht präsent.

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Die Bahnstrecke ist eingleisig, sie wird tagsüber im Halbstundentakt bedient mit Verdichtern in den Spitzenzeiten. Die Strecke von Liestal bis Waldenburg ist insgesamt 13 Kilometer lang, die Streckenhöchstgeschwindigkeit liegt bei 75 km/h.

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Und hier sind wir am Endbahnhof Waldenburg angekommen, in Waldenburg befindet sich auch das Depot. Seit 2016 gehört die Waldenburgerbahn zur Baselland Transport (BLT), die wir bereits im letzten Teil bei der Birsigtalbahn kennengelernt haben.

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Waldenburg hat gerade einmal gut 1.000 Einwohner, wirkt mit einem mittelalterlichen Stadtkern aber größer und städtischer. Der Ort wird um 1244 erstmals urkundlich erwähnt, er lag an einer wichtigen Verkehrsachse zum Gotthardpass und erlangte dadurch früh das Stadtrecht. Hier stehen wir vor dem Oberen Stadttor.

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Das Untere Stadttor existiert nicht mehr, es stand auf Höhe der reformierten Pfarrkirche. Die Kirche selbst entstand aus dem Umbau eines Kornhauses, nur der Kirchturm wurde neu erbaut. Die Hauptstraße führt im Zentrum durch eine Engstelle, einst herrschte hier reger Güterverkehr mit Fuhrwerken zwischen Basel und dem schweizerischen Mittelland. Von Waldenburg führt der historische Weg über die Passhöhe am Oberen Hauenstein nach Balsthal, dort befindet sich heute die Endstation der Oensingen-Balsthal-Bahn (dort waren wir auch schon, zum Reisebericht). Mit der Eröffnung des Bahnverkehrs auf der Hauensteinstrecke kam der Verkehr durch das Waldenburgertal zum Erliegen und der Ort drohte wirtschaftlich ins Abseits zu geraten.

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Man bemühte sich deshalb, Industriebetriebe wie Uhrenproduktion anzusiedeln und die Verkehrsanbindung des Tals zu verbessern. Als preiswerteste Alternative konnte sich eine 750-mm-Schmalspurbahn auf der bestehenden Straße durchsetzen. Nach dem Wegfall der Fuhrwerke war die Straße ohnehin überdimensioniert. Die Waldenburgerbahn wurde 1880 eröffnet, der Betrieb wurde zunächst mit Dampflokomotiven abgewickelt. Pläne zur Umspurung auf Meterspur und zur Elektrifizierung wurden aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs damals nicht weiterverfolgt.

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Die Strecke wurde erst in den Jahren 1952/1953 elektrifiziert, die Spurweite von 750 mm wurde damals jedoch beibehalten.
Den nächsten größeren Wandel gab es 1985 mit der Auslieferung der ersten neuen Pendelzüge, die aus Triebwagen und Steuerwagen bestehen. Aufgrund steigender Fahrgastzahlen wurden 1992 weitere Pendelzüge der gleichen Bauart beschafft.

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Aktuell steht die Waldenburgerbahn vor dem nächsten gewaltigen Umbruch, denn die Strecke wird auf Meterspur umgebaut. Die Umspurung kommt fast einem Neubau gleich, es entstehen neue Doppelspurabschnitte, Haltestellen und Bahnhöfe werden erneuert, Hochwasserschutzbauten an der Vorderen Frenke errichtet. Bei Stadler wurden für die Strecke 10 Stadtbahn-Fahrzeuge vom Typ Tramlink bestellt.

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Am 5. April 2021 (Ostermontag) endet der Betrieb der Schmalspurbahn in ihrer bisherigen Form, die Bauarbeiten sollen dann bis Dezember 2022 dauern. Während dieser Zeit verkehrt ein Schienenersatzverkehr. Das bisherige Rollmaterial aus sieben Trieb- und zehn Steuerwagen wurde an die Waldbahn Čiernohronská železnica (Schwarzgranbahn) in der Slowakei verkauft, welche bis 2025 elektrifiziert werden soll. Die Weichen der Waldenburgerbahn gehen nach Österreich zur Zillertalbahn.

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Mit der Einfahrt in den Bahnhof Liestal endet unser Ausflug zur Waldenburgerbahn. Es tut mir leid, wenn ich mit diesem Reisebericht das Fernweh geweckt habe und es für viele hier aufgrund der aktuellen Situation wahrscheinlich nicht mehr möglich sein wird, diese Bahn nochmals im alten Zustand zu besuchen. Wie man hört, sollen schon vorbereitende Bauarbeiten an der Strecke laufen und die Strecke damit ohnehin bereits ein Stück weit entstellt sein.
Auch am Bahnhof Liestal wird sich Einiges ändern, im Rahmen eines Vierspurausbaus wird die Einbindung der Waldenburgerbahn in den Bahnhof neu gestaltet.

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Bevor es weitergeht, machen wir einen kleinen Abstecher in die Altstadt von Liestal. Wahrzeichen der historischen Altstadt ist das Törli. Auf dem nächsten Bild sehen wir links das Rathaus aus dem Jahr 1568.

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Seit 1854 ist Liestal an das Bahnnetz angeschlossen, damals erreichte die Hauensteinstrecke von Basel her die Stadt, dieser Abschnitt wurde damals als erster eröffnet.
Mit einem Intercity fahren wir nach Basel. Der Zug hat etwas Verspätung, das wird knapp für den Umstieg in Basel SBB.

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Von der Fahrt zwischen Liestal und Basel habe ich nur ein Bild vom Rangierbahnhof Basel-Muttenz. Der Anschluss in Basel SBB auf die S 6 zum Badischen Bahnhof klappt in letzter Minute, für Bilder reicht es aber nicht mehr.

http://www.bahnreiseberichte.de/098-Triregio-Basel/98-101BR612-Basel-Bad.JPG

Auf der deutschen Seite des Hochrheins fahren wir nun nach Hause an den Bodensee. Auf der IRE-Linie werden Neigetechnik-Züge der Baureihe 612 in der baden-württembergischen Version eingesetzt.

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Immer wieder nett: der Blick aus dem Zug vom badischen Laufenburg über den Hochrhein auf das schweizerische Laufenburg. Beim nächsten Bild blicken wir auf das Kraftwerk Waldshut, es handelt sich um ein Pumpspeicherkraftwerk, das zugehörige Oberbecken liegt im Südschwarzwald, als Unterbecken fungiert der Rhein.

http://www.bahnreiseberichte.de/098-Triregio-Basel/98-104Fahrt-Pumpspeicherkraftwerk-Waldshut.JPG

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Nach der Fahrt durch den Klettgau und den schweizerischen Abschnitt bei Schaffhausen erreichen wir schließlich Singen und dann Radolfzell. In Radolfzell steigen wir das letzte Mal um.

http://www.bahnreiseberichte.de/098-Triregio-Basel/98-106Einfahrt-SWB-Radolfzell.JPG

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Mit einem Zug der Schwarzwaldbahn fahren wir nun die letzte Etappe am Ufer des Untersees nach Konstanz. Mit einem Blick über den Markelfinger Winkel beenden wir diesen Reisebericht.

Vielen Dank für das Interesse und fürs Mitkommen.


Viele Grüße und einen schönen Sonntag

Tobias

PS: meine bisherigen Reiseberichte gibt’s unter http://www.bahnreiseberichte.de.

http://www.bahnreisefuehrer.de - Deutschland aus der Fahrgastperspektive
Der Weg ist das Ziel: Meine Bahnreiseberichte.de.
Das mit dem Fernweh stimmt wohl ... aber danke für die schönen Eindrücke, die leiser aus Wien kommend derzeit unerreichbar sind.
Danke, tolle Bilder und Story, vielen Dank fürs Mitnehmen!

ICh habe noch nie eine Kirche so direkt an der Straße und Gleisen gesehen...die muss ja spitzenmäßig gegen Lärm isoliert sein...
Hallo Tobias

Herzlichen Dank für deinen tollen Bericht und die super Fotos!

Für mich ist es "natürlich" kein Fernweh, dafür umso mehr Wehmut... So kann ich Euch bez. Fernweh leider beruhigen - der aktuelle Anblick ist alles andere als schön. Die Bahn gleich bereits einer grossen Baustelle, der "grüne" Abschnitt ist gesäumt von Bauabschrankungen und Bauarbeiten an der Strasse (Gewinnen des Raums für die Arbeiten an der Bahn), Niederdorf "glänzt" mit riesigen Turmdrehkranen, die für die Arbeiten an den Verbauungen der Frenke benötigt werden - die Krane überragen das Dorf markant, sehr ungewohnt in der ländlichen Umgebung.

Ich bin in einem Seitental der WB aufgewachsen und mit ihr jahrelang zur Schule, in die Lehre und zur Arbeit gefahren. Gerne erinnere ich mich an die Schulzeit zurück (im Nachhinein erinnert man sich an das Schöne und Gute). Gerade zur Zeit des Generatioswechsel von den ersten el. Zügen zu den noch heute verwendeten Zügen wechselte ich in die weiterführende Schule in Oberdorf (WB Hölstein - Oberdorf). Vor allem ein Winter ist mir in Erinnerung mit Temp. von unter -15°C über mehrere Wochen. Die hydraulischen Türantriebe der alten BDe 4/4 1-3 machten da nicht mehr mit, Abhilfe wurde durch offen lassen der Antriebskästen geschaffen... Mitfahren konnte man auch gut im nicht besetzten Führerstand. Die Heizung der alten Wagen war so stark, dass mir einmal eine Schuhsohle angeschmolzen ist...

Die neuen Triebzüge (BDe 4/4 11-14) waren dann natürlich das Highlight! Der gemischte Betrieb sehr interessant, leider dauerte dieser nur ganz kurz. Später begegnete ich den Zügen in der Lehre (Schindler Waggon) - leider auch den schwer beschädigten Wagen vom Unfall in der Station Altmarkt - ein tief gehendes Erlebnis, die Wagen wurden direkt vom Unfallort und sehr rasch nach Pratteln gebracht.

Immer wieder gab es auch Dampffahrten - die Abschiedsfahrten habe ich verpasst.

Die WB war und ist auch berüchtigt für die vielen Unfälle - da gibt es solche, wo man sich fragt, wie "blöd" man sein kann - viel schlimmer sind jedoch die sehr tragischen Unfälle, die es im Laufe der Geschichte auch gab.

Dass die Bahn nun so umgebaut wird, erachte ich nicht gerade als Highlight regionaler schweizerischer Politik. Ich gebe zu, dass ich längst nicht alles darüber weiss, ich mich nicht bemüht hatte. Doch der enorme Aufwand, der hier getrieben wird - ich kann mir nicht vorstellen, dass das dann so viel besser (auch finanziell!) sein soll und kann. Ist aber eine andere Geschichte. Für mich ist diese Politik auch darin sichtbar, dass die Busse der AAGL (Liestal) einen anderen Gelbton bekommen "mussten" und das BLT-Gelb nicht mehr ging - der Kanton BL ist jetzt finanziell nicht gerade auf Rosen gebetet...
Ich bin selbstverständlich Neuem gegenüber aufgeschlossen, doch hätte ich mir hier eine clevere Lösung erhofft, die deutlich kostengünstiger zu haben gewesen wäre.

Selbst wohne ich zwar noch in der Region (am südlichen Ende der Linie 10, die im vorhergehenden Beitrag gezeigt wurde), doch im Kanton Solothurn;-)

Mein Vater hat übrigens noch die G 4/5 in Betrieb erlebt und immer Angst vor der lauten Lokomotive gehabt!

Noch zu Waldenburg: Die abgebildete Engstelle weisst Poller auf, die versenkt werden können. Die Route über den oberen Hauenstein und damit das Waldenburgertal ist eine Route für Schwertransporte, immer wieder wurden und werden(?) da spektakuläre Transporte abgewickelt.

Aktuell ist vor allem der Abschnitt nach Oberdorf und in Hölstein noch so, wie es die letzten Jahre ausgesehen hat. Dort lohnt es sich wohl noch, hinzugehen.

Gruss Christian

Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard-Nord) und Dampfschiffe: [www.flickr.com]
Hallo zusammen,

es gibt Bilder von der letzten Dampfzugfahrt.
Ich hänge den Link von 2018 hier nochmal an.

[www.drehscheibe-online.de]

[www.drehscheibe-online.de]

Bilder sind vom 23.09.2018. Ich hoffe, sie gefallen ein wenig.

Gruss aus Südbaden
Christof 421
11652 schrieb:
Dass die Bahn nun so umgebaut wird, erachte ich nicht gerade als Highlight regionaler schweizerischer Politik. Ich gebe zu, dass ich längst nicht alles darüber weiss, ich mich nicht bemüht hatte. Doch der enorme Aufwand, der hier getrieben wird - ich kann mir nicht vorstellen, dass das dann so viel besser (auch finanziell!) sein soll und kann.

Das geht nur, weil sowohl Strecke als auch Fahrzeuge erneuerungsbedürftig sind. Streckenerneuerung und Fahrzeugbeschaffung für 750 mm wären kaum billiger gewesen.

11652 schrieb:
Ist aber eine andere Geschichte. Für mich ist diese Politik auch darin sichtbar, dass die Busse der AAGL (Liestal) einen anderen Gelbton bekommen "mussten" und das BLT-Gelb nicht mehr ging - der Kanton BL ist jetzt finanziell nicht gerade auf Rosen gebetet...

2019 wollte der Kanton seine beiden Verkehrsunternehmen zusammenlegen. BLT und AAGL haben sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und haben versprochen, die mit der Zusammenlegung beabsichtigten Einsparungen auch ohne Zusammenlegung zu realisieren.
kaufhalle schrieb:
11652 schrieb:
Dass die Bahn nun so umgebaut wird, erachte ich nicht gerade als Highlight regionaler schweizerischer Politik. Ich gebe zu, dass ich längst nicht alles darüber weiss, ich mich nicht bemüht hatte. Doch der enorme Aufwand, der hier getrieben wird - ich kann mir nicht vorstellen, dass das dann so viel besser (auch finanziell!) sein soll und kann.
Das geht nur, weil sowohl Strecke als auch Fahrzeuge erneuerungsbedürftig sind. Streckenerneuerung und Fahrzeugbeschaffung für 750 mm wären kaum billiger gewesen.

11652 schrieb:
Ist aber eine andere Geschichte. Für mich ist diese Politik auch darin sichtbar, dass die Busse der AAGL (Liestal) einen anderen Gelbton bekommen "mussten" und das BLT-Gelb nicht mehr ging - der Kanton BL ist jetzt finanziell nicht gerade auf Rosen gebetet...
2019 wollte der Kanton seine beiden Verkehrsunternehmen zusammenlegen. BLT und AAGL haben sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und haben versprochen, die mit der Zusammenlegung beabsichtigten Einsparungen auch ohne Zusammenlegung zu realisieren.
Hallo
Es geht ja nicht nur um die Fahrzeuge, sondern auch um die Strecke: 750mm sind in der Schweiz einfach quer in der Landschaft, auch im Hinblick auf mechanisierte Gleisbaugeräte.
Die Grundlagen sind hier aufgelistet:
[www.baselland.ch]
Ja der Umbau kostet nun mal 200 Millionen: Aber wenn man bedenkt, was uns die Chinesenseuche kostet, ohne dass wir einen Gewinn haben, dann sind das Peanuts!
Ich denke die Bahn dient so dem Tal besser, als je zuvor.
Im Gegensatz zu Schmalspurbahnen in unseren Nachbarländern, (ausdrückliche Ausnahmen: Pinzgau, Zillertal und Mariazell) dient die Bahn immer noch dem Verkehr im Tal. Es ist keine Touristenbahn.
Und mit dem Umbau wird sie komfortabler und schneller. Nicht zu vergessen auch das Behindertengleichstellungsgesetz: Wer heute mit Rollstuhl, Rollator oder Fruchtschale einsteigen will, muss Kraxeln. Zusammen mit dem Ausbau der SBB auf 4 Spur, der Erneuerung der Fahrzeuge, der Erneuerung der Strecke, die alle etwa zum gleichen Zeitpunkt kommen, hat man nun den mutigen Entscheid getroffen, die Bahn zukunftsfähig zu machen. Unsere Kinder werden uns dannzumal dankbar sein!
Wenn in andern Ländern solche Erneuerungen zusammenfallen, dann würde man die Bahn einstellen!

Hätte man 200 Millionen in die Ybbstalbahn investiert, würde sie heute noch bestehen!

Noch 2 Bilder von 1978:
Damals war ich mit einem Kollegen unterwegs Nach Basel zu Ausstellung Eisenbahn Vorbild und Modell. Wir wollten über Oensingen - Balsthal - Postauto - Waldenburg- Liestal nach Basel reisen.
Für Jüngere: Die Tageskarte wurde damals auf den Postautolinien nur zu 50% anerkannt. So überlegten wir uns in Balsthal, ob es eine billigere Lösung nach Waldenburg gab.
Die kam dann auch in der Person von Ferdinand Mollet, damals Präsident vom Eurovapor, der uns, nachdem er festgestellt hatte dass wir Eisenbahnfreunde waren, mit dem Auto nach Waldenburg mitnahm und wir gleich noch im Dampfzug, den er leer nach Liestal bringen musste, mitreiten konnten.
So kamen wir in Bubendorf und Liestal zu Bildern. Leider sieht man die alten Fahrzeuge nur klein im Hintergrund.
Obwohl Triebwagen wurde als Lokomotivbetrieb gefahren: Es hab keine Steuerwagen und der Triebwagen musste den Wagen immer umfahren!
https://live.staticflickr.com/8649/16649314092_7a46df3c13_b.jpg


https://live.staticflickr.com/8615/16030405453_c75987ea86_b.jpg


https://live.staticflickr.com/8570/16030414873_a1d4ee3241_b.jpg


Gruss Leo



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.21 05:40.
Nur die AAGL hat sich gewehrt, die BLT wollte die AAGL übernehmen!