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 08/02 - Alpenlandforum 

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Wieder ist ein Jahrzehnt vergangen, doch wie hat es sich auf Österreichs Schmalspurbahnen ausgewirkt? Es ist dies das erste Jahrzehnt, in dem einige bekannte Eisenbahnforen und ihre Benutzer alle Veränderungen begleiten. Deshalb habe ich eine (nicht abschließende) Auflistung der größeren Veränderungen hier zusammengestellt. Ich finde, dass es ein eher durchwachsenes Jahr war. Es gab Modernisierungen (Pinzgauer Lokalbahn, Mariazellerbahn, Zillertalbahn), aber leider auch viele Einstellungen, Reduktionen und Abrissaktionen in diesem Jahrzehnt.

Aber nun zu den (teilweise negativen) Veränderungen (ich beginne im Westen):

- [IRR] Auflassung der Linksseitigen Rheinstrecke 2010, Abbau der Rheinbrücke 2012 und 2020
- [VIW Tschagguns] Abriss des verbliebenen Bahnhofs Tschagguns der VIW 2012 und Abgabe aller noch vorhandenen Schmalspur- und Normalspurfahrzeuge
- [Zillertalbahn] Aufgabe des Güterverkehrs 2013, Einstellung der Hobbylokführerkurse und Abstellung des Hobbyzugs, drastische Reduktion des Dampfzugangebotes
- [Achenseebahn] Insolvenzverfahren, Einstellung des Betriebs ab 2019
- [Kieferer Grenzbahn] Einstellung des Betriebs 2017 auf Grund von Infrastrukturschäden
- [Pinzgauer Lokalbahn] Endgültige Aufgabe des Güterverkehrs 2017, Abbau der Weichenverbindungen aller vorhandenen Anschlussgleise zwischen Zell am See und Mittersill, Abbau aller vorhandenen Anlagen in Tischlerhäusl 2020
- [Höhenbahn Reisseck] Abriss 2014 nach starken Unwetterschäden und dem Bau einer Straße für den Kraftwerksbau
- [Ybbstalbahn] Endgültiger Abbau zwischen Gstadt und Göstling 2014 (Einstellung schon 2009), Abbau zwischen Gstadt und Ybbsitz, weitere Einstellung zwischen Pestalozzistraße und Gstadt 2020, Versteigerung mit anschließender Verschrottung einer großen Anzahl von Rollmaterial
- [Waldviertelbahn] Abriss der umfangreichen Zugförderungsanlagen in Gmünd 2014, Versteigerung mit anschließender Verschrottung einer großen Anzahl von Rollmaterial
- [Mariazellerbahn] Beendigung des Einsatzes der Baureihe 1099 im Planbetrieb nach über 100 Jahren, Abbau der Schmalspurbahnanlagen in St. Pölten Alpenbahnhof und der ehemaligen HW St. Pölten und Versteigerung mit anschließender Verschrottung einer großen Anzahl von Rollmaterial
- [Krumpe] Einstellung 2010, Abbau der Strecke von Wieselburg bis St. Margarethen-Rammersdorf
- [Feistritztalbahn] Endgültige Einstellung des Güterverkehrs, Abbau aller Verlade- und Schmalspurbahnanlagen in Weiz, Verkauf der Strecke vom Land an Privat

Falls es noch Ergänzungen gibt, würde ich mich darüber natürlich freuen.



6-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.21 17:50.
Nix für ungut, aber wenn z.B. "Beendigung des Einsatzes der Baureihe 1099 im Planbetrieb nach über 100 Jahren" als Negativpunkt genannt wird, während der Umstand, dass der heutige Fahrplan wohl der beste ist, den die Mariazellerbahn je gehabt hat (deutlich kürzere Fahrzeiten als 2010, einheitlicher Takt, lückenloser Stundentakt auf der Talstrecke inkl Spätabendangebot), keinerlei Erwähnung findet, dann werde ich den Verdacht nicht los, dass die Aufstellung zu sehr aus der Ferro-Perspektive und nicht im Hinblick auf die tatsächliche Entwicklung der verkehrlichen Bedeutung bzw der Nutzbarkeit der Bahn als Alltagsverkehrsmittel gedacht wurde.

Klar, es gab da und dort Fehlentwicklungen (wirklich vergeigt hat man es mE bei der Ybbstalbahn), aber generell fände ich zB die Entwicklung der tatsächlichen Fahrgastzahlen und der angebotenen Zugkilometer interessanter und aussagekräftiger als die Frage, ob jetzt irgendwelche überflüssig gewordenen Anlagen weggerissen wurden oder ob da oder dort weniger Dampfzüge fahren.

Ein ausgewogener Überblick würde auch auf die tatsächlichen Veränderungen des Regelfahrplans, neues Rollmaterial und Verbesserungen der Infrastruktur (zB selektiv zweigleisige Ausbauten im Zillertal, neue Betriebsanlagen in Gmünd und Laubenbachmühle, diverse Beschleunigungsmassnahmen, Bahnhöfe mit echten Bahnsteigen (die die Bezeichnung Bahnsteig verdienen) etc.) eingehen. Das fehlt mir hier leider.


Provodnik



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.21 15:09.

10 Jahren - nicht immer negativ

geschrieben von: no-night

Datum: 12.01.21 00:32

Und auch wenn man keine moderne Schmalspurbahnen mit Hochleistungen erleben möchte, geht die Welt in Österreich doch nicht unter.

Naja, Mariazellerbahn hat wirklich meistes Flair mit den Treppen verloren, das ist doch mehr spürbar als anderswo... hinzu noch gingen die 4090er weg, die Nostalgiegarnitur ist ein Bißchen kühler geworden... da darf man aber keinesfalls nur die Löcher in der Käse sehen. Die Fahrzeughalle im Alpenbahnhof ist genauso etwas positives, wie die Aktivitäten von Club Mh6 welche auch zur Reaktivierung der - sonst auch mehrheitlich abgetragenen - Krumpe ein Bißchen beibrachten.

Das ist zwar richtig, daß NÖVOG viele Fahrzeuge veräußerte. Das mag zwar nur ein karges Trost sein, daß ein Teil davon die Wiederbelebung vieler rumänischen Betrieben ermöglichte... viele verblieben dagegen innerhalb den Staatsgrenzen, und haben für Zillertal, Steyrtal und insbesondere im Bregenzerwald neue Attraktion bedeutet. Letztere Bahn ließ auch den Mehrzweck- und einen neuen Buffetwagen erbauen... daneben wuchs das Fahrzeugpark der Taurachbahn mit den nachgebauten SKGLB-Zweiachser und einem Original-Vierachser erheblich, dazu sogar eine Fahrzeughalle errichtet, so ein Bauwerk entstand bei der Steyrtalbahn ebenso. Nicht alles ist rosig, das ist klar... man beachte neben den wirklich problematischen Stellen wie Ybbstalbahn oder Feistritztalbahn die bürokratischen Hürden um ÖGLB welche insbesondere die Höllentalbahn lahmlegten, oder das Tauziehen um SKGLB-Museum in Mondsee.

Was zählt übrigens zu Schmalspur, fragt man sich, wenn auch AB und KGB auf der Liste steht. Warum bleibt dann Attergaubahn und Traunseebahn aus, die auch in Modernisierung einbezogen wurden, daneben allerdings auch die historischen Triebwagen instandsetzten. Die Florianerbahn ist zwar weiterhin zu Stillstand verurteilt, pflegt aber das eigene Reich innerhalb des Bahnhöfes mit vieler Liebe. Ob und wie noch Stubaitalbahn als "Schmalspurbahn" und nicht Strassenbahn gilt - unabhängig davon wird auch bei der TMB fleißig weiter gearbeitet.

So schlimm scheint es also doch nicht zu sein... auch wenn viele Sachen sich weiterhin ändern und nicht alle Änderungen positiv sind.

Re: 10 Jahren - nicht immer negativ

geschrieben von: Wrzlbrnft.

Datum: 12.01.21 05:23

Es ist in Österreich nun einmal enorm Bundesland-abhängig. Während unfähige Machthaber in Pröllistan (aka Niederösterreich) vieles in den Sand gesetzt haben und die Mariazellerbahn als einziges Prestigeprojekt auf Vordermann gebracht wurde, wird im Öffi-freundlichen Salzburg oder Tirol viel in den Ausbau der dortigen Schmalspurstrecken investiert. In Oberösterreich oder der Steiermark wurde, soweit ich beobachten konnte, wenigstens punktuell zum Erhalt oder Ausbau der dort befindlichen Schmalspurstrecken beigetragen.
Provodnik schrieb:
Nix für ungut, aber wenn z.B. "Beendigung des Einsatzes der Baureihe 1099 im Planbetrieb nach über 100 Jahren" als Negativpunkt genannt wird, während der Umstand, dass der heutige Fahrplan wohl der beste ist, den die Mariazellerbahn je gehabt hat (deutlich kürzere Fahrzeiten als 2010, einheitlicher Takt, lückenloser Stundentakt auf der Talstrecke inkl Spätabendangebot), keinerlei Erwähnung findet, dann werde ich den Verdacht nicht los, dass die Aufstellung zu sehr aus der Ferro-Perspektive und nicht im Hinblick auf die tatsächliche Entwicklung der verkehrlichen Bedeutung bzw der Nutzbarkeit der Bahn als Alltagsverkehrsmittel gedacht wurde.

Provodnik
Hallo Das sehe ich auch so; Die 1099 waren halt Pionierloks. Übrigen von der damaligen Nicht Staatsbahn beschafft.
- keine elektrische Bremse, was auf Talfahrten sehr negativ war.
- Ein Dekompressor, der rauchte wie ein Schlot. [www.flickr.com]
- Stangelager, die munter Oel auf der Strecke verteilten,
[www.flickr.com]
So dass man auf den Satellitenbilder sehen könnte, wo der Zug jeweils hielt:
[www.flickr.com]
Und die 4090er waren wohl nicht so gut gelungen.
Fazit also: Bis auf die 3 4090er hat die ÖBB lediglich auf Verschleiss gelebt. Die beiden Grosstaten der letzten 120 Jahren, ging auf Kosten der Privatbahnära!

Man kann jetzt diskutieren, über das Erscheinungsbild: Aber Tatsache ist, dass die Mariazellerbahn heute noch dem Verkehr dient. Ganz im Gegenteil, zum Waldviertel, deren Bahnen nur noch dem Tourismus dienen.

Spätestens, wenn ihr euren Nachwuchs in der Fruchtschale in den Zug wuchten müsst, oder später im Rollstuhl, oder mit dem Rollator einsteigen müsst, werdet ihr den Vorteil von behindertengerechten Zügen schätzen wissen.

[flic.kr]
[flic.kr]
Die "Tourismusbahn" im Waldviertel oben wirkt alledings auch niht als ginge es ihr schlecht. Was hier nicht erwähnt wurde ist dass man in Gmünd ein neues Gebäude errichtet hat und sowohl der Ast nach Litschau als auch jener über Weitra hinaus teilweise gut in stand gesetzt wurden.

Viele der ex- Schmalspurlinien wie zB die Krumpe gingen dazu von nirgendwo nach nirgendwo - mit einer Fahrzeit, die der Bus locker unterbieten kann.
Skimbo schrieb:
Die "Tourismusbahn" im Waldviertel oben wirkt alledings auch niht als ginge es ihr schlecht. Was hier nicht erwähnt wurde ist dass man in Gmünd ein neues Gebäude errichtet hat und sowohl der Ast nach Litschau als auch jener über Weitra hinaus teilweise gut in stand gesetzt wurden.

Viele der ex- Schmalspurlinien wie zB die Krumpe gingen dazu von nirgendwo nach nirgendwo - mit einer Fahrzeit, die der Bus locker unterbieten kann.
Hat auch niemand behauptet: Auch dem DVZO und der Blonay - Chamby gehts nicht schlecht in der Schweiz.
Aber sie dienen nicht mehr dem allgemeinen Verkehr!
Kein Einwohner käme auf die Idee, mit der Bahn nach Gmünd zum einkaufen zu gehen. (mit dem Bus übrigens auch nicht, sehe ich gerade)

Was geschieht, wenn eine reine Touristenbahn ihre Geldgeber verliert, kann man gerade gut in Jenbach sehen: Während die Bahn links, die keinem allgemeinem Verkehr dient, dahinserbelt, und, nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen massiv gefährdet ist, sind die Ausbauten der Bahn rechts, die dem allgemeinen Verkehr dient und einen attraktiven Fahrplan für jedermann bietet, beschlossen und in die Wege geleitet worden.
Und ich wage zu behaupten, dass mit der finanziellen Aufarbeitung der Chinesenseuche, die Gelder nicht mehr so locker fliessen werden für Bahnen des nicht allgemeinen Verkehrs!
Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 05:18.
leofink schrieb:
Und ich wage zu behaupten, dass mit der finanziellen Aufarbeitung der Chinesenseuche, die Gelder nicht mehr so locker fliessen werden für Bahnen des nicht
Aus Staatshaushalt wahrscheinlich nicht. Unter den Alltagsmenschen hatte die ganze Viruserei allerdings nicht nur Verlierer. Wenn sie erneut freigelassen werden, kommen mit erhöhtem Erlebnislust und bei vielen auch mit erspartem Geld auf dem Weg, und davon können neben anderen Freizeitbetrieben auch die Museumsbahnen profitieren.
leofink schrieb:
Kein Einwohner käme auf die Idee, mit der Bahn nach Gmünd zum einkaufen zu gehen. (mit dem Bus übrigens auch nicht, sehe ich gerade)

Was geschieht, wenn eine reine Touristenbahn ihre Geldgeber verliert, kann man gerade gut in Jenbach sehen: Während die Bahn links, die keinem allgemeinem Verkehr dient, dahinserbelt, und, nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen massiv gefährdet ist, sind die Ausbauten der Bahn rechts, die dem allgemeinen Verkehr dient und einen attraktiven Fahrplan für jedermann bietet, beschlossen und in die Wege geleitet worden.
Nun wurde allerdings ins Waldviertler Schmalspurnetz in den letzten Jahren einiges an Geld investiert, was eine Stilllegung politisch eher erschwert - und zwar sinnvoll und nutzbar, nicht wie in Jenbach für anderswo ausrangierte Fahrzeuge, die im Falle einer Elektrifizierung vielleicht mal zum Einsatz kommen.

Und nur von Einkaufsverkehr kann eine Bahn auch nicht leben, Berufsverkehrs braucht es da schon auch. Und da ist gerade der Ast nach Groß Gerungs völlig vorbei an den Verkehrsströmen, die ja eher Richtung Wien und Linz laufen. (Es gibt übrigens drei Busse pro Tag von Groß Gerungs zur voestalpine in Linz, die ganze Woche hindurch, im Abstand von 8 Stunden - warum wohl?)

Woran man allerdings in der Tat noch arbeiten sollte: an einer besseren Einbindung der Schmalspurbahn ins Tourismuskonzept. Ein Hopping zwischen den Attraktionen des Waldviertels ist zu den Betriebszeiten der Schmalspurbahn praktisch nicht möglich, weil sie zu selten fährt und wenige bis keine Busse unterwegs sind, erst dann hätte sie aber einen Mehrwert über den Selbstzweck hinaus. Ideal wären natürlich einfach mehr Fahrten, aber auch Busverbindungen, die die Lücken füllen, wären schon mal ein großer Mehrwert.

Es ist schon erstaunlich, dass sich die "Klartext"-Fraktion immer am meisten aufregt, wenn man Rassisten "Rassisten" nennt. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Mut zur Wahrheit!
Hallo,

zur Zillertalbahn: Erst neulich wurde hier im Forum über das Projekt zur Reaktivierung des Güterverkehrs berichtet. Vielleicht wird ja was draus.

Viele Grüße Matthias
def schrieb:
leofink schrieb:
Kein Einwohner käme auf die Idee, mit der Bahn nach Gmünd zum einkaufen zu gehen. (mit dem Bus übrigens auch nicht, sehe ich gerade)

Was geschieht, wenn eine reine Touristenbahn ihre Geldgeber verliert, kann man gerade gut in Jenbach sehen: Während die Bahn links, die keinem allgemeinem Verkehr dient, dahinserbelt, und, nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen massiv gefährdet ist, sind die Ausbauten der Bahn rechts, die dem allgemeinen Verkehr dient und einen attraktiven Fahrplan für jedermann bietet, beschlossen und in die Wege geleitet worden.
Nun wurde allerdings ins Waldviertler Schmalspurnetz in den letzten Jahren einiges an Geld investiert, was eine Stilllegung politisch eher erschwert - und zwar sinnvoll und nutzbar, nicht wie in Jenbach für anderswo ausrangierte Fahrzeuge, die im Falle einer Elektrifizierung vielleicht mal zum Einsatz kommen.
Natürlich ist das heute der Fall. aber spätestens, wen sie wieder abgenudelt ist, stellt sich die Frage dann erneut.

def schrieb:
Und nur von Einkaufsverkehr kann eine Bahn auch nicht leben, Berufsverkehrs braucht es da schon auch. Und da ist gerade der Ast nach Groß Gerungs völlig vorbei an den Verkehrsströmen, die ja eher Richtung Wien und Linz laufen. (Es gibt übrigens drei Busse pro Tag von Groß Gerungs zur voestalpine in Linz, die ganze Woche hindurch, im Abstand von 8 Stunden - warum wohl?)
leofink schrieb:
Kein Einwohner käme auf die Idee, mit der Bahn nach Gmünd zum einkaufen zu gehen. (mit dem Bus übrigens auch nicht, sehe ich gerade)
Nicht immer alles sooo genau nehmen: Das soll als Beispiel dienen, dass der örtlichen Bevölkerung die Bahn nicht in den Sinn kommt, wenn man nach Gmünd muss. Ob es jetzt für Einkaufen, Schule, Arzt, Ausgang, Berufsausübung (hab ich was vergessen?) geht. Die regen sich höchstens auf, wenn an einem Bahnübergang ein Zug kommt.
[www.flickr.com] Bei unserer letzten Fahrt passiert: Der Susi Jeep hat nur dank Schnellbremsung überlebt und dafür den Stinkefinger geteigt!
Abgesehen davon hat in der Schweiz fast jedes Einkaufszentrum einen guten Anschluss an den OeV. Sei es Bus oder Bahn. Dazu kommt noch die geringe Geschwindigkeit. Die Pinzgauer fahren mit 80 und die Waldenburgerbahn mit 75:
Hier ein Diagramm mit dem Wander-GPS aufgenommen von Niederwil nach Liestal:
https://live.staticflickr.com/657/21724442922_c5e73003c3_b.jpg


def schrieb:
Woran man allerdings in der Tat noch arbeiten sollte: an einer besseren Einbindung der Schmalspurbahn ins Tourismuskonzept. Ein Hopping zwischen den Attraktionen des Waldviertels ist zu den Betriebszeiten der Schmalspurbahn praktisch nicht möglich, weil sie zu selten fährt und wenige bis keine Busse unterwegs sind, erst dann hätte sie aber einen Mehrwert über den Selbstzweck hinaus. Ideal wären natürlich einfach mehr Fahrten, aber auch Busverbindungen, die die Lücken füllen, wären schon mal ein großer Mehrwert.
Ja, weil eben die Verantwortlichen mit dem Auto unterwegs sind und denken, dass dass der Otto Normalverbraucher auch macht.
Ist auch in der Schweiz ein Phänomen, dass Resecars voll mit Rentnern und Eisenbahnfreunden in Realp auf die Furka Bergstrecke umsteigen.
[www.hartmann-reisen.eu]
Übrigens auch beim Glacier Express.
[www.buswelt.de]

Ich stelle das auch immer wieder fest, wenn unsere Österreichische und Deutsche Verandt- oder Bekanntschaft zu Besuch ist: Auf die Idee mit dem OEV einen Ausflug zu machen, kommt dort niemand.
Wenn man das vorschlägt, wird man in der Regel entgeistert angesehen. Auch hier: Es handelt sich nicht um Railgeile, sondern um Otto Normalverbraucher!

Gruss Leo

Gruss Leo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.21 11:54.
Zitat
zur Zillertalbahn: Erst neulich wurde hier im Forum über das Projekt zur Reaktivierung des Güterverkehrs berichtet. Vielleicht wird ja was draus.
Ja, der Beitrag kam von mir inklusive Bildern. Probahn hat auch darüber berichtet, aber den Beitrag wieder gelöscht. Komische Sache...
leofink schrieb:
Zitat:
Was geschieht, wenn eine reine Touristenbahn ihre Geldgeber verliert, kann man gerade gut in Jenbach sehen: Während die Bahn links, die keinem allgemeinem Verkehr dient, dahinserbelt, und, nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen massiv gefährdet ist, sind die Ausbauten der Bahn rechts, die dem allgemeinen Verkehr dient und einen attraktiven Fahrplan für jedermann bietet, beschlossen und in die Wege geleitet worden.
Dort hat sich aber die Bahn auf der linken Seite leider selber aus dem Rennen genommen, und das in vielerlei Hinischt. Deine Umweltschutzgründe sind davon etwa 3% und ein lächerlicher Versuch, die gemachten Eigenfehler der AB nicht ansprechen zu müssen.
Rodscha schrieb:
leofink schrieb:
Zitat:
Was geschieht, wenn eine reine Touristenbahn ihre Geldgeber verliert, kann man gerade gut in Jenbach sehen: Während die Bahn links, die keinem allgemeinem Verkehr dient, dahinserbelt, und, nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen massiv gefährdet ist, sind die Ausbauten der Bahn rechts, die dem allgemeinen Verkehr dient und einen attraktiven Fahrplan für jedermann bietet, beschlossen und in die Wege geleitet worden.
Dort hat sich aber die Bahn auf der linken Seite leider selber aus dem Rennen genommen, und das in vielerlei Hinischt. Deine Umweltschutzgründe sind davon etwa 3% und ein lächerlicher Versuch, die gemachten Eigenfehler der AB nicht ansprechen zu müssen.
Ui, da binich öppertem uf D Scheiche trampet! :-)
Wo hat die AB Fehler gemacht? Hat sie die Geschäftsleitung der Achenseebahn denn mit vorgehaltener Pistole gezwungen, ihre alten Fahrzeuge zu kaufen?
Dann aber sofort anzeigen, wegen Nötigung.
Zitat von Leo Fink
nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen
Entspricht wohl Deinen 3 %.
Natürlich hat das Mänätschment seine Fehler gemacht. Aber wenn die Bahn dem allgemeinen Verkehr dienen würde, dann wäre es nicht soweit gekommen.
Als weiteres Beispiel kannst ja die Ybbstalbahn nehmen:
Am Schluss waren die Fahrzeiten gegenüber der Strasse offensichlich nicht konkurrenzfähig. Was hat davon überlebt? Die letzten rund 3 Kilometer, die dem allgemeinen Verkehr dienen.
Gruss Leo
Kommt da jetzt die drölfzigste Achsenseebahn-Diskussion?
leofink schrieb:
Ui, da binich öppertem uf D Scheiche trampet! :-)
Wo hat die AB Fehler gemacht? Hat sie die Geschäftsleitung der Achenseebahn denn mit vorgehaltener Pistole gezwungen, ihre alten Fahrzeuge zu kaufen?
Dann aber sofort anzeigen, wegen Nötigung.
Zitat von Leo Fink
nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen
Entspricht wohl Deinen 3 %.
Natürlich hat das Mänätschment seine Fehler gemacht. Aber wenn die Bahn dem allgemeinen Verkehr dienen würde, dann wäre es nicht soweit gekommen.
Als weiteres Beispiel kannst ja die Ybbstalbahn nehmen:
Am Schluss waren die Fahrzeiten gegenüber der Strasse offensichlich nicht konkurrenzfähig. Was hat davon überlebt? Die letzten rund 3 Kilometer, die dem allgemeinen Verkehr dienen.
Gruss Leo
Im Zusammenhang mit der Achenseebahn habe ich AB als Abkürzung für diese genommen, bei den Appenzeller Bahnen orte ich diesbezüglich keine Fehler. Tut mir leid, dass es da zu Missverständnissen kam.

Ja klar, würde die Achenseebahn ein allgemeines Verkehrsbedürfnis stillen würde die Situation anders aussehen. Dazu müsste sie aber völlig anders aufgebaut sein, sich einen heruntergekommenen Elektrotriebwagen auf Halde stellen ist da zu wenig. Die Ybbstalbahn sehe ich nicht als ernsthaft vergleichbar, die diente eben dem allgemeinen Verkehr, das allerdings leider zum Ende hin mehr schlecht als recht. Aber die Diskussion ist müßig, mal sehen was die Zukunft dort zeigt.
Rodscha schrieb:
Ja klar, würde die Achenseebahn ein allgemeines Verkehrsbedürfnis stillen würde die Situation anders aussehen. Dazu müsste sie aber völlig anders aufgebaut sein, sich einen heruntergekommenen Elektrotriebwagen auf Halde stellen ist da zu wenig.

Die Achenseebahn könnte man relativ rationell für den ÖV nutzen, so sehr das mit einer Zahnradbahn und einem Splitterbetrieb überhaupt möglich ist.
Mit zwei modernen Triebwagen (+1 Reserve) lässt sich ein 30 min Takt fahren. Der notwendige Infrastrukturausbau beschränkt dabei auf eine gründliche Sanierung der Strecke, neue Bahnsteige, natürlich die Oberleitung und eine Modernisierung des Bahnhofs Eben. Letzteren müsste man eben mit Rückfallweichen und einem ganz abgespeckten Zugleitsystem ausrüsten.
Was man nicht bräuchte, das sind zusätzliche Ausweichen, auch noch mit Zahnradweichen.
Die Verlängerung nach Pertisau wäre optional auch möglich, und sollte ohne Fahrzeugmehrbedarf und Ausweiche auskommen.

Das würde aber erfordern, dass man sich komplett dem Nahverkehr verpflichtet. Neben den, natürlich trotzdem nicht ganz geringen, Investitionskosten würde das das Ende des Dampfbetriebs bedeuten. Das kommt hier natürlich einem Sakrileg gleich. Aber man muss eben mal sehen, dass für den zusätzlichen Dampfverkehr sehr hohe zusätzliche Investitionskosten nötig wären. Man bräuchte zusätzliche Ausweichen, auch im Zahnradabschnitt. Auch die Signaltechnik wird dadurch aufwendiger, nur mit zwei Rückfallweichen (+ Handweichen in Jenbach) kommt man dann nicht auf. Zum Einen kann man im Zahnradabschnitt keine Rückfallweichen bauen, und zum Anderen muss man nicht nur Zugkreuzungen abbilden, sondern auch Überholungen.

Ich kann nir nicht vorstellen, dass man diese hohen Investitionen tätigt. Entweder es wird mehr oder weniger so weitergewurschtelt wie bisher (mit ein paar Optimierungen, vor allem endlich wieder Kombitickets mit def Schifffahrt), oder es wird nur noch Nahverkehr geben.
leofink schrieb:
Was geschieht, wenn eine reine Touristenbahn ihre Geldgeber verliert, kann man gerade gut in Jenbach sehen: Während die Bahn links, die keinem allgemeinem Verkehr dient, dahinserbelt, und, nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen massiv gefährdet ist, sind die Ausbauten der Bahn rechts, die dem allgemeinen Verkehr dient und einen attraktiven Fahrplan für jedermann bietet, beschlossen und in die Wege geleitet worden.
Die Zillertalbahn stellt das zwar immer so hin, aber da ist noch überhaupt nichts beschlossen. Auch dort setzt man die eigene Zukunft auf's Spiel weil sich einzelne Personen profilieren wollen. Man hat nur den Vorteil, dass die Bahn eben dem ÖV dient und daher deutlich mehr öffentliches Geld fließt.
MrEnglish schrieb:
leofink schrieb:
Was geschieht, wenn eine reine Touristenbahn ihre Geldgeber verliert, kann man gerade gut in Jenbach sehen: Während die Bahn links, die keinem allgemeinem Verkehr dient, dahinserbelt, und, nicht zuletzt aus Umweltschutzgründen massiv gefährdet ist, sind die Ausbauten der Bahn rechts, die dem allgemeinen Verkehr dient und einen attraktiven Fahrplan für jedermann bietet, beschlossen und in die Wege geleitet worden.
Die Zillertalbahn stellt das zwar immer so hin, aber da ist noch überhaupt nichts beschlossen. Auch dort setzt man die eigene Zukunft auf's Spiel weil sich einzelne Personen profilieren wollen. Man hat nur den Vorteil, dass die Bahn eben dem ÖV dient und daher deutlich mehr öffentliches Geld fließt.

Allerdings ist dort auch ohne weiteren Ausbau bereits ein recht ordentliches Niveau von Infrastruktur und Angebot erreicht. Natürlich auf Basis öffentlicher Bestellung, aber dafür gibts das Bestellprinzip ja.
Wenn man es mit der Achenseebahn vergleicht schon, aber sonst nicht. Zwar fahren dort zwei Züge pro Stunde, aber das war es dann auch schon.
Die Fahrt dauert ca. 20 min länger als mit dem Auto (und auch im Zillertal ist nicht immer Stau) und da ist noch gar nicht berücksichtigt, dass Start und Ziel selten am Bahnhof liegen.
Die Infrastruktur lässt keinen sauberen und symmetrischen Takt mit den aktuellen Fahrzeugen zu daher hat man immer unterschiedliche Anschlüsse in Jenbach.
Und der Fahrzeugpark kommt langsam auch in die Jahre, zumindest die Triebwagen machen dann irgendwann mal die Krätsche. Wenn das passiert bricht dann der Verkehr zusammen, denn die Möglichkeiten für Leihfahrzeuge sind, im Gegensatz zu Normalspurstrecken, äußerst eingeschränkt.
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