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? zu zulässigen Achslasten auf ÖBB-Schmalspurstrecken

geschrieben von: 99 637

Datum: 07.01.21 12:43

Hallo liebe Bahnfreunde!

Ich habe trotz längerer Literaturrecherche zu diesem Thema nichts wasserdichtes finden können, vielleicht gibt es hier einen Experten, der mehr weiß.

Ich interessiere mich dafür, welche maximalen Achslasten für die Schmalspurstrecken der ÖBB galten. Insbesondere interessiert mich die Mariazellerbahn und Krumpe und der Zeitraum 80er und 90er-Jahre.

Hintergrund meiner Frage ist, dass ich Rollwagenzüge vorbildgerecht im Modell nachbilden möchte. Es gibt vierachsige Regelspurwagen, die gerade so auf einen einzelnen sechsachsigen Liliput-Rollwagen passen würden (z.B Shimms), doch ich bin mir nicht sicher, ob dies in Bezug auf die Achslast zulässig wäre, wenn man das maximale Ladegewicht annimmt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn hier jemand Ahnung hat.

Ein frohes neues Jahr!
Ivo
99 637 schrieb:Zitat:
Es gibt vierachsige Regelspurwagen, die gerade so auf einen einzelnen sechsachsigen Liliput-Rollwagen passen würden (z.B Shimms), doch ich bin mir nicht sicher, ob dies in Bezug auf die Achslast zulässig wäre, wenn man das maximale Ladegewicht annimmt.
Zu den Achslasten kann ich zwar keine Details beisteuern, aber die Shimms nach Gresten wurden auf je 2 Rollwagen verladen.
Siehe z.B. https://www.flickr.com/photos/65480188@N07/49777425456/
oder http://schweizer-schmalspurbahn.de/html/die__krumpe_.html



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.21 15:59.
Klosterwappen schrieb:
mWn 7,5 t

SLB mit 8,5 Tonnen - siehe: [de.wikipedia.org]
Gruß Yannis
Klosterwappen schrieb:
mWn 7,5 t
Es gab jedenfalls nur eine Streckenklasse namens "Schmalspur" für die ÖBB-Schmalspurstrecken. Quelle: Streckenklassenkarte aus 2001. Details dazu sind dort jedoch (im Gegensatz zu allen anderen Streckenklassen) nicht vermerkt.

Re: ? zu zulässigen Achslasten auf ÖBB-Schmalspurstrecken

geschrieben von: 16/H

Datum: 07.01.21 21:27

Hallo Ivo,

Slezak (Schmalspurig durch Österreich, Auflage 1975) gibt für die einzelnen Strecken unterschiedliche Achsfahrmassen an. Für die Mariazellerbahn ist "8,5 / 10 t" angegeben, ich nehme an, unterteilt in den Bergabschnitt (geringer Wert) und in die Talstrecken bis Kirchberg a.d. Pielach und Mank (höherer Wert), auf denen Rollbock(!)verkehr eingeführt war. Dafür eingerichtete Strecken hatten generell einen höheren zulässigen Achsdruck (Preding-Wieselsdorf - Stainz gar 12 t). Für Ruprechtshofen - Wieselburg - Gresten (die BBÖ-Neubaustrecke von 1927) ist bei Slezak leider keine zulässige Achsfahrmasse angegeben-

Im Ergänzungsband "Renaissance der Schmalspur" (Slezak / Sternhart, 1986) werden die damals neuen sechsachsigen Rollwagen WW 89700 - 89729 vorgestellt (Anschaffung sowie neue Rollwagenanlage in Wieselburg 1984), die eine Ladelänge (= maximaler Gesamtachstand des geschemelten Normalspurwagens) von 9,00 m und ein Eigengewicht von 9690 kg aufweisen. Als maximal zulässiges Gesamtgewicht geben die Autoren 40,0 t pro Rollwagen an. Es mag also sein, daß ein kurz gebauter Shimms von der Länge her auf einen einzigen Neubauschemel paßt, er dürfte aber bei weitem nicht wirtschaftlich beladen sein geschweige denn sein maximales Ladegewicht auch nur annähernd ausnutzen können. Länge hin oder her, dürften Coiltransporte auf der Grestner Schiene in der Regel stets mit zwei Rollwagen pro Normalspur-Haubendachwagen abgewickelt worden sein.

Ich war aber leider nie dort ...

Im Pinzgau und Waldviertel, wo die Neubau-Rollwagen ebenfalls eingesetzt wurden, waren längere Normalspur-Vierachser (Res für Holz) die Regel, da stellt sich die Frage nicht, weil ohnehin zwei WW für eine solche Fracht notwendig waren.

Kann man von Deiner Schmalspuranlage Bilder im Modellbahnforum oder woanders sehen?

Grüße,
Joachim
Danke für die ausführlichen Antworten. Die Anlage wird noch eine Weile brauchen bis ich sie guten Gewissens vorzeigen werde ;).

Vielleicht gibt es nächste Woche mal ein Zugbild zu sehen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.01.21 21:58.
Der alte (All)gemeine Anhang sagt:

Gmünd - Litschau 10
Alt Nagelberg - Heidenreichstein 7,5
Gmünd - Groß Gerungs 10

Obere Grafendorf - Gresten 10
St.Pölten Alpenbahnhof - Loich 10
Restliche Mariazeller 8,5
Garsten - Klaus 6,5
Zell am See - Krimml 12

Bregenz - Bezau 8,5

Die Meterlasten liegen auf den meisten Strecken zwischen 4,5 und 5
Loich - Gußwerk 2,5 - 5
Garsten - Klaus 2,8
Bregenz - Bezau 2,5 - 5

Bei Rollbockbetrieb Reihungsbeschränkung, also teilweise Zwischenwagen vorgeschrieben.

Die letzte von mir eingetragene Änderung ist mit 22.7.1994.
Ich hoffe ich habe richtig raus geschrieben, und hoffe geholfen zu haben.

Falls noch Fragen zu den Reihungsbeschränkungen auftauchen bitte gerne.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg