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Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 17.11.20 10:20

Das wird das Weltbild einiger erschüttern...
Es ist übrigens sehr wahrscheinlich, das dein Beitrag gelöscht wird - du hältst dich nicht an die Standards für Verlinkungen...

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: Christof_2016

Datum: 17.11.20 12:13

In diesem Zusammenhang ist eine Meldung aus der letzten (?) Eisenbahn-Revue interessant.

Offensichtlich haben sich Leser darüber beklagt, dass es zwar in jedem Heft ein bis zwei Seiten zu den Problemen beim FV-Dosto gibt (inkl. genauer Statistiken und Stellungnahmen), aber nie etwas zum Giruno.

Antwort der Redaktion: Wir würden ja gerne, aber im Gegensatz zum FV-Dosto wird beim Giruno sowohl von der SBB, als auch vom Hersteller eisern gemauert.


Honi soit qui mal y pense.


Viele Grüße aus Erlangen,

Christof

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: Pio

Datum: 17.11.20 14:33

Und wenn SBB und DB gemeinsam geplant, ausgeschrieben und bestellt hätten, hätte Bombtrans nur an einer Front kämpfen müssen.
Und beide EVU hätten eine einheitliche Wartung, Instandhaltung, Erhaltung und Lagerhaltung. Und diese Kompromisslösung IC 2 mit seinen Unterbauarten/Varianten hätte man sich ersparen können. Ich wünsche der SBBviel Erfolg mit ihren Twindexen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 17.11.20 14:36

Pio schrieb:
Und wenn SBB und DB gemeinsam geplant, ausgeschrieben und bestellt hätten, hätte Bombtrans nur an einer Front kämpfen müssen.

Moin.

Und das hat ja bei den 185/482/485 bereits so gut geklappt ...

Grüsse, Krischan.

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe ist es mir völlig egal!"

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Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: tkautzor

Datum: 17.11.20 14:48

Christof_2016 schrieb:
In diesem Zusammenhang ist eine Meldung aus der letzten (?) Eisenbahn-Revue interessant.

Offensichtlich haben sich Leser darüber beklagt, dass es zwar in jedem Heft ein bis zwei Seiten zu den Problemen beim FV-Dosto gibt (inkl. genauer Statistiken und Stellungnahmen), aber nie etwas zum Giruno.

Antwort der Redaktion: Wir würden ja gerne, aber im Gegensatz zum FV-Dosto wird beim Giruno sowohl von der SBB, als auch vom Hersteller eisern gemauert.


Honi soit qui mal y pense.

Lt. dem AZ-Artikel war das beim FV-Dosto ja früher auch so, Zitat: "Auch um die Informationen ist es gut bestellt. Hielten sich SBB und Herstellerin Bombardier lange mit Auskünften zurück, so haben sie inzwischen eine Kehrtwende vollzogen und versorgen die Öffentlichkeit über die Webseite swissdosto.ch transparent mit Informationen."

Vermutlich wird Stadler (im Gegensatz zu Bombardier) diese Probleme in kürzester Zeit lösen.

Gruss, Thomas.

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: 4076

Datum: 17.11.20 19:02

tkautzor schrieb:
Vermutlich wird Stadler (im Gegensatz zu Bombardier) diese Probleme in kürzester Zeit lösen.

Gruss, Thomas.
Da wäre ich mir nicht so sicher, Stadler kämpft an mehreren Fronten mit Pannen-Triebzügen. Vor einigen Monaten haben etliche (kleinere) Unternehmen ihre Unzufriedenheit mit neuen Stadler-Zügen vermeldet, wie in der NZZ zu lesen war.

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: alfrede

Datum: 17.11.20 21:01

4076 schrieb:
Da wäre ich mir nicht so sicher, Stadler kämpft an mehreren Fronten mit Pannen-Triebzügen. Vor einigen Monaten haben etliche (kleinere) Unternehmen ihre Unzufriedenheit mit neuen Stadler-Zügen vermeldet, wie in der NZZ zu lesen war.
Welche Probleme haben die denn genau?

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: 4076

Datum: 18.11.20 09:26

Wie auch die anderen Hersteller kämpft Stadler vorrangig mit Software-Problemen, welche die Zuverlässigkeit neuer Züge schwinden lässt, berichtete die NZZ. Nach langem Schweigen äußerten einige Verkehrsunternehmen ihre enttäuschenden Erfahrungen bei der Inbetriebsetzung neuer Züge: "Die neuen Züge sind störungsanfällig und unzuverlässig, der Hersteller ordne alles dem Prestige-Projekt "Giruno" unter, wir fühlen uns von Stadler in Stich gelassen." Das war mit ein Grund für den Führungswechsel bei Stadler. Hinzu kommt, dass sich nach und nach erfahrene Ingenieure in die Pension verabschieden.

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 19.11.20 10:57

Grüssech Zäme;

vielen Dank für die Verlinkung. Ja, den Artikel las ich neulich auch. Es freut mich, dass die FV-Dostos nun endlich in die Gänge kommen. Mitte Oktober hatte ich mal die Gelegenheit, einen Solchen zu nutzen. Ich sass ganz vorne im Steuerwagen. Dort empfang ich schon noch, dass er etwas schwankt. Ansonsten aber schien er gut zu laufen. Ich fragte dann mal die Zugbegleiterin. Sie sagte, der Zug fahre nun immer besser, und Kinderkrankheiten gebe es bei allen Zügen. Sie meinte, dass bei diesem Zug eben viel mehr Lärm gemacht wurde, da er eben von Bombardier war und nicht von Stadler. Bei Stadler würde man weniger Lärm machen, da Stadler eben e Schwyzer Firma sig. Dieser Argumentation kann ich nur teilweise folgen. Viel mehr kann ich die Aussage vom Herrn Meyer, dies sei eine "Zangengeburt" viel mehr zustimmen.

Dass da soviel Lärm gemacht wurde, weil er eben ein Bombardier-Zug ist, weiss ich nicht. Aber dieser Zug war eine "Zangengeburt", da eierlegende Wollmilchsau und eben auch das Pflichtenheft x mal noch geändert werden musste, aufgrund von Klagen. Gut, sicher hat da Bombardier nicht gerade sich von der besten Seite gezeigt, aber die SBB hat - so denke ich - da auch einige Fehler gemacht. Naja, aber ich freue mich, wenn dieser Zug nun endlich in Fahrt kommt. Lieber zu spät als nie.

Herzliche Grüsse
Martin

Vielen Dank, Martin!

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 19.11.20 11:03

Guten Morgen.

Das ist die beste Zusammenfassung der gesamten Geschichte, welche ich bislang gelesen habe. Leider sieht das nicht jeder so und viele schieben es eben auf die böse, böse Bombardier"; auch mit dem Hinblick "Wie konnte man nur?". Dies deckt sich vollkommen auch mit meiner Meinung; möchte aber keiner lesen.

(Wenn sich jetzt noch ein MoBa-Hersteller bequemen würde ... )

Grüße, Krischan.

Weltreisender schrieb:
Grüssech Zäme;

vielen Dank für die Verlinkung. Ja, den Artikel las ich neulich auch. Es freut mich, dass die FV-Dostos nun endlich in die Gänge kommen. Mitte Oktober hatte ich mal die Gelegenheit, einen Solchen zu nutzen. Ich sass ganz vorne im Steuerwagen. Dort empfang ich schon noch, dass er etwas schwankt. Ansonsten aber schien er gut zu laufen. Ich fragte dann mal die Zugbegleiterin. Sie sagte, der Zug fahre nun immer besser, und Kinderkrankheiten gebe es bei allen Zügen. Sie meinte, dass bei diesem Zug eben viel mehr Lärm gemacht wurde, da er eben von Bombardier war und nicht von Stadler. Bei Stadler würde man weniger Lärm machen, da Stadler eben e Schwyzer Firma sig. Dieser Argumentation kann ich nur teilweise folgen. Viel mehr kann ich die Aussage vom Herrn Meyer, dies sei eine "Zangengeburt" viel mehr zustimmen.

Dass da soviel Lärm gemacht wurde, weil er eben ein Bombardier-Zug ist, weiss ich nicht. Aber dieser Zug war eine "Zangengeburt", da eierlegende Wollmilchsau und eben auch das Pflichtenheft x mal noch geändert werden musste, aufgrund von Klagen. Gut, sicher hat da Bombardier nicht gerade sich von der besten Seite gezeigt, aber die SBB hat - so denke ich - da auch einige Fehler gemacht. Naja, aber ich freue mich, wenn dieser Zug nun endlich in Fahrt kommt. Lieber zu spät als nie.

Herzliche Grüsse
Martin

"Theoretisch müsste ich mich eigentlich aufregen - aber der Gesundheit zu liebe ist es mir völlig egal!"

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Re: Vielen Dank, Martin!

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 19.11.20 12:22

Christian Snizek schrieb:
(Wenn sich jetzt noch ein MoBa-Hersteller bequemen würde ... )

Aber bitte mit funktionsfähiger WaKo.

Re: Vielen Dank, Martin!

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 19.11.20 13:24

Christian Snizek schrieb:
Guten Morgen.

Das ist die beste Zusammenfassung der gesamten Geschichte, welche ich bislang gelesen habe. Leider sieht das nicht jeder so und viele schieben es eben auf die böse, böse Bombardier"; auch mit dem Hinblick "Wie konnte man nur?". Dies deckt sich vollkommen auch mit meiner Meinung; möchte aber keiner lesen.

Grüss Dich,

danke vielmal für die Anerkennung. Mir fällt jetzt noch ein: Wenn da beim Giruno und bei anderen Stadler-Neubau-Produkten es vermehrt Software-Probleme gibt, dann - so denke ich - dürfte dies ein Problem sein, auf das wir uns in Zukunft im Allgemein verstärkt gefasst machen müssen. Die Software wird ja auch immer anspruchsvoller und komplexer und damit dürften auch die Anfangsprobleme zunehmen, egal bei welchem Hersteller.
Wenn es im Artikel heisst, dass zahlreiche Bahnen sich von Stadler allein gelassen fühlen, da Stadler sich auf den Giruno konzentriere, dann ist das natürlich eine unschöne Sache, die nicht gerade für Stadler spricht. Kann es aber sein, dass auch bei Stadler das qualifizierte Personal knapp ist, und sie auch nicht allen Gewährleistungsansprüchen nachkommen können? Das kann natürlich schon sein und spricht nicht gerade für Stadler. Andererseits könnte ich mir auch da vorstellen, dass dieses Problem in Zukunft auch vermehrt bei ALLEN Produzenten auftreten KANN; es muss selbstverständlich nicht, aber es kann. Vielerorts werden ja die Fachkräfte händeringend gesucht.

Herzliche Grüsse
Martin

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: ThomasR

Datum: 19.11.20 20:45

alfrede schrieb:
4076 schrieb:
Da wäre ich mir nicht so sicher, Stadler kämpft an mehreren Fronten mit Pannen-Triebzügen. Vor einigen Monaten haben etliche (kleinere) Unternehmen ihre Unzufriedenheit mit neuen Stadler-Zügen vermeldet, wie in der NZZ zu lesen war.
Welche Probleme haben die denn genau?
Zu schnell gewachsen, zuviele Produkte, Unterschiede in der Technik

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: Ernst

Datum: 20.11.20 10:42

Ich denke, übertreiben soll man es auch nicht. Man ist bei einem MDBI Wert von 6000 km, die Twindexx bei 8000 km. Wie lange brauchten diese um den Wert zu erreichen? Warten wir noch ein wenig und vergleichen dann.

Generell denke ich, dass Stadler etwas schnell wuchs und die Anstellung resp. Ausbildung von qualifiziertem Personal da nicht ganz Schritt halten konnte.

Gruss
Ernst

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: 4076

Datum: 20.11.20 12:01

Ernst schrieb:
Ich denke, übertreiben soll man es auch nicht. Man ist bei einem MDBI Wert von 6000 km, die Twindexx bei 8000 km. Wie lange brauchten diese um den Wert zu erreichen? Warten wir noch ein wenig und vergleichen dann.

Generell denke ich, dass Stadler etwas schnell wuchs und die Anstellung resp. Ausbildung von qualifiziertem Personal da nicht ganz Schritt halten konnte.

Gruss
Ernst
Ja, aber die technische Ausstattung beim Twindexx ist weitaus komplexer. Und es handelt sich um verschiedene Zugtypen, für die die Software angepasst werden muss. Hinzu kommt, die SBB konnte laut Eigenaussage bei der Inbetriebnahme der Giruno die Erfahrungswerte mit dem Twindexx einbringen.

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: citta dei sassi

Datum: 22.11.20 10:13

Ernst schrieb:
Ich denke, übertreiben soll man es auch nicht. Man ist bei einem MDBI Wert von 6000 km, die Twindexx bei 8000 km. Wie lange brauchten diese um den Wert zu erreichen? Warten wir noch ein wenig und vergleichen dann.

...
Oh, das geht schnell. Die wurden ja gekauft, um zu fahren, denn nur wenn das Zeug rollt verdient es Geld.
Hier ein Vergleichswert: Zitat
Die tägliche Laufleistung eines ICE-Zuges beträgt bis zu 1.800 Kilometer.

[www.forschungsinformationssystem.de]
Machen wir im Schnitt 1500 am Tag draus dann sind die 6000 km nach 4 und die 8000 km nach 5 1/3 Tagen erreicht. 750 km, also eine Fahrt, sind grob über den Daumen gepeilt, einmal Basel - Hamburg. Morgens hin und abends retour ist durchaus ein realistischer Einsatzplan.
(Ist halt so im Vergleich zum PKW. Wenn der läuft wie ein Schienenfahrzeug von der Distanz her, ist der nach Zwei Jahren am Ende seiner technischen Lebenserwartung mit 800000 km angekommen.)

keiner hat die Absicht die Grenzen zu Schließen...
Keiner hat die Absicht eine Ausgangssperre zu verhängen...
Walter Ulbricht: „Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? Ääh, mir ist nicht bekannt, dass solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen, und ihre Arbeitskraft dafür voll ausgenutzt wird, voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

Re: [CH]Zeitungsmeldung zu "Giruno"

geschrieben von: citta dei sassi

Datum: 22.11.20 10:31

Pio schrieb:
...
Und beide EVU hätten eine einheitliche Wartung, Instandhaltung, Erhaltung und Lagerhaltung.
Da ist eine EU-Aussengrenze dazwischen. Mal eben Material verschieben geht da nicht so einfach.

keiner hat die Absicht die Grenzen zu Schließen...
Keiner hat die Absicht eine Ausgangssperre zu verhängen...
Walter Ulbricht: „Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? Ääh, mir ist nicht bekannt, dass solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen, und ihre Arbeitskraft dafür voll ausgenutzt wird, voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

Re: Vielen Dank, Martin!

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 22.11.20 22:29

Weltreisender schrieb:
Grüss Dich,

danke vielmal für die Anerkennung. Mir fällt jetzt noch ein: Wenn da beim Giruno und bei anderen Stadler-Neubau-Produkten es vermehrt Software-Probleme gibt, dann - so denke ich - dürfte dies ein Problem sein, auf das wir uns in Zukunft im Allgemein verstärkt gefasst machen müssen. Die Software wird ja auch immer anspruchsvoller und komplexer und damit dürften auch die Anfangsprobleme zunehmen, egal bei welchem Hersteller.
Wenn es im Artikel heisst, dass zahlreiche Bahnen sich von Stadler allein gelassen fühlen, da Stadler sich auf den Giruno konzentriere, dann ist das natürlich eine unschöne Sache, die nicht gerade für Stadler spricht. Kann es aber sein, dass auch bei Stadler das qualifizierte Personal knapp ist, und sie auch nicht allen Gewährleistungsansprüchen nachkommen können? Das kann natürlich schon sein und spricht nicht gerade für Stadler. Andererseits könnte ich mir auch da vorstellen, dass dieses Problem in Zukunft auch vermehrt bei ALLEN Produzenten auftreten KANN; es muss selbstverständlich nicht, aber es kann. Vielerorts werden ja die Fachkräfte händeringend gesucht.

Herzliche Grüsse
Martin
Grüezi,

leider muss ich da in Sachen Twindexxe meine Enttäuschung anmelden! Nachdem ich auch der Ansicht war, dass die Fahrzeuge ruhiger laufen würden, bin ich in letzter Zeit mehrfach wieder in Rumpelkisten gefahren, egal welche Bauart es waren.
Da sind mir die Fahrten im Giruno bisher immer als angenehmer aufgefallen.

Fakt ist, dass auch Stadler Probleme hat, dies ist nicht von der Hand zu weisen! Habe aber aus Lf-Kreisen gehört, dass vielfach auch Bedienungsfehler Grund zu Störungen waren.
Andererseits ist es aber auch so, dass man z. Teil Vorstellungen hat, wie einfach ein Fahrzeug doch ist, und man Wünsche hat, welche sich nicht realisieren lassen.
Sagte doch der neue SBB-Chef klar, dass man besser weniger IT einsetzen solle, da dort eben Fehlerhaftes zu viel bewirken kann.
Die Wollmilchsau gibt es eben nicht! Die IT ist keine Qualitätsware, dass wissen wir heute doch Alle, sondern Gebastel!
Zusätzlich soll ja alles möglichst billig sein, das hat eben seine Konsequenzen.

Wenn nun KTU's sich enttäuscht zeigen, so sollten sie auch vor der eigenen Türe wischen. Da gibt es Vorstellungen, welche einem Techniker die Haare zu Berge stehen lassen!

Wenn in Zürich erst zwei neue Trams eingesetzt werden und bis Ende Jahr noch bis zu 8 Fahrzeuge kommen sollten, wie es verlautbart wurde (VBZ-Direktion, Stadtrat, Lieferant) fragt man sich, was für eine Glaubwürdigkeit das sein soll! Ob es nun auch in Zürich Twindexxmässig weiter gehen wird, wenn der 4002 dauernd tagelang tagsüber im Gegensatz zum 4001 und allen andern VBZ-Fahrzeuge ohne Beleuchtung herumfährt, lässt dies tief blicken: Vorletzten Freitag morgens 8 Uhr mit 4002 auf der Linie 11 zum HB gefahren, kein Licht, bei der leichten Rechtskurve unterhalb des Beckenhofs gab es Licht. Jetzt hat der Tramfahrer Licht eingeschaltet, dachte ich. Nein - Sekunden später wieder dunkel und dann gings am Stampfenbachplatz in den folgenden Kurven los: Lichtschau wie in der Disco: Ein - Aus -Ein - Aus.
Fachleute kennen das: Es wird bei jedem Zentimeter Kabel oder den Stecker gespart. Qualitätsmerkmal! Wie nur soll da der Benutzer Vertrauen haben, wie das Personal?

Urs
kopfschüttelnd

Re: Vielen Dank, Martin!

geschrieben von: Twindexx

Datum: 23.11.20 19:08

Urs Nötzli schrieb:
Wenn nun KTU's sich enttäuscht zeigen, so sollten sie auch vor der eigenen Türe wischen. Da gibt es Vorstellungen, welche einem Techniker die Haare zu Berge stehen lassen!
Das hat damit nichts zu tun. Wenn ein KTU beim zweiten (!) Abnahmeversuch noch mehrere hundert erhebliche Qualitätsmängel an einem Triebzug beanstandet, dann liegt es nicht am KTU. Seit einiger Zeit liefert Bombardier Villeneuve eine deutlich bessere Verarbeitungsqualität als Stadler Bussnang ab. Da sind bei Stadler auch schon intern die Fetzen die geflogen und Peter Spuhler ist bestrebt, den Kurs zu korrigieren. Das wird aber nicht von heute auf morgen gehen.

Urs Nötzli schrieb:
Wenn in Zürich erst zwei neue Trams eingesetzt werden und bis Ende Jahr noch bis zu 8 Fahrzeuge kommen sollten, wie es verlautbart wurde (VBZ-Direktion, Stadtrat, Lieferant) fragt man sich, was für eine Glaubwürdigkeit das sein soll!
Die Glaubwürdigkeit steht nirgends in Frage. Ich weiss ja nicht, wo du seit Februar so warst, aber wir haben eine globale Pandemie mit erheblichen Auswirkungen auf Lieferpläne. In der Branche besteht zwischen Lieferanten und Kunden ein Konsens, dass man derartige Verzögerungen (die bis zu sechs Monate gehen können) nicht den Lieferanten als Lieferverzug anlastet.
Stadler wird bis Fahrplanwechsel auch nicht wie geplant alle 29 Giruno abliefern und die SOB wird erst 13 statt den vereinbarten 17 Traverso haben (bei 15 Traverso-Umläufen ab Fahrplanwechsel!). Die gesundheitliche Situation wird die Branche noch einige Zeit lang beschäftigen.

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