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 08/02 - Alpenlandforum 

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no-night schrieb:Zitat:
Wenn Ostbahn elektrisch wird, soll entweder Gleichenberger Bahn umgespannt werden, oder die Fahrzeuge dafür geeignet sein - wer bezahlt die Mehrkosten dazu?
Ein entscheidender, völlig ungeklärter Punkt wäre ja auch noch die Fahrzeugfrage: Die gängigen E-Modelle auf dem Markt sind allesamt viel zu groß für das Fahrgastaufkommen der Gleichenberger Bahn. Mit ihnen würde man jede Menge heiße Luft durch die Gegend kutschieren. Kleinere Modelle gibt es nur in der Dieselvariante. Eine E-Spezialfertigung wäre daher sicherlich ziemlich teuer.
Avala schrieb:
Endgültig gestorben ist die LH ja an der Neubaustrecke westlich von Lambach.
Ja, das war der letzte Mosaikstein. Aber die von mir genannten Argumente hätten m.A.n. auch so bei einer nicht-ideologischen Abwägung für die Umstellung auf Busbetrieb gesprochen.

kaufhalle schrieb:Zitat:
Die ÖBB als Inhaber wollten aber vorher schon nicht mehr.
Zur Erläuterung für die Nicht-LH-Kenner: Die Streckeninfrastruktur gehörte den ÖBB. StH besorgte die Betriebsführung. Die ÖBB hatten schon lange nur wenig Interesse an der LH und stellten zuletzt auch zu wenig Geld für den Streckenunterhalt zur Verfügung, so dass die Gleislage streckenweise ziemlich schlecht war. 2004 oder 2005 drohte bereits einmal die Einstellung des Betriebs. Der faule Kompromiss war dann der Weiterbetrieb bei ausgedünntem Fahrplan.

Beim Ausbau der Westbahn wollten die ÖBB keine niveaugleiche Ausfädelung der LH wie bisher akzeptieren. Für eine niveaufreie Ausfädelung gab es keine Finanzierungsmöglichkeit.
Patrick Rudin schrieb:Zitat:
Weltbewegend nicht, aber der Pendlerverkehr mit dem Bus ist da, am stärksten am Freitag und am Sonntag.
Ich würde auch nicht bestreiten, dass es Pendlerverkehr gibt. Aber ich bezweifle, dass dieser ausreichen würde, um den Bahnbetrieb auf halbwegs gesunde Füße zu stellen.
no-night schrieb:Zitat:
Wenn Ostbahn elektrisch wird, soll entweder Gleichenberger Bahn umgespannt werden, oder die Fahrzeuge dafür geeignet sein - wer bezahlt die Mehrkosten dazu?

Auf einem teil der strecke sind ohnehin schon isolatoren für 15 kV eingebaut, so dass nur noch umgeschaltet werden müsste.

Bernhard Martin schrieb:
Ein entscheidender, völlig ungeklärter Punkt wäre ja auch noch die Fahrzeugfrage: Die gängigen E-Modelle auf dem Markt sind allesamt viel zu groß für das Fahrgastaufkommen der Gleichenberger Bahn. Mit ihnen würde man jede Menge heiße Luft durch die Gegend kutschieren. Kleinere Modelle gibt es nur in der Dieselvariante. Eine E-Spezialfertigung wäre daher sicherlich ziemlich teuer.

Die Steiermarkbahn hat drei elektische GTW 2/6 (4062), allerdings ist der 001 wohl immer noch nicht wieder im einsatz (nach dem zusammenstoß 2015 wurde bei Stadler aus den beiden unfallfahrzeugen ein betriebsfähiger triebzug 002 zusammengebaut). Allerdings immer noch doppelt so groß wie die aktuell eingesetzten triebwagen.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Bernhard Martin schrieb:
Avala schrieb:
Endgültig gestorben ist die LH ja an der Neubaustrecke westlich von Lambach.
Ja, das war der letzte Mosaikstein. Aber die von mir genannten Argumente hätten m.A.n. auch so bei einer nicht-ideologischen Abwägung für die Umstellung auf Busbetrieb gesprochen.

kaufhalle schrieb:Zitat:
Die ÖBB als Inhaber wollten aber vorher schon nicht mehr.
Zur Erläuterung für die Nicht-LH-Kenner: Die Streckeninfrastruktur gehörte den ÖBB. StH besorgte die Betriebsführung. Die ÖBB hatten schon lange nur wenig Interesse an der LH und stellten zuletzt auch zu wenig Geld für den Streckenunterhalt zur Verfügung, so dass die Gleislage streckenweise ziemlich schlecht war. 2004 oder 2005 drohte bereits einmal die Einstellung des Betriebs. Der faule Kompromiss war dann der Weiterbetrieb bei ausgedünntem Fahrplan.

Beim Ausbau der Westbahn wollten die ÖBB keine niveaugleiche Ausfädelung der LH wie bisher akzeptieren. Für eine niveaufreie Ausfädelung gab es keine Finanzierungsmöglichkeit.
Mit ein Grund für die Einstellung der LH war, dass auf der Donauuferbahn im Abschnitt Linz-Perg die Fahrgastzahlen stark anstiegen, aber für eine Fahrplanverdichtung dem OÖVV das Geld fehlte. Mit der Einstellung der LH konnte das Angebot auf der Donauuferbahn erhöht werden. Jetzt wäre interessant, ob in der Steiermark ähnliches angedacht ist.
Bernhard Martin schrieb:
kaufhalle schrieb:Zitat:
Die ÖBB als Inhaber wollten aber vorher schon nicht mehr.
Zur Erläuterung für die Nicht-LH-Kenner: Die Streckeninfrastruktur gehörte den ÖBB. StH besorgte die Betriebsführung.

Das ist auf allen Bahnen von Stern und Hafferl so. Die besitzen keine einzige Strecke selbst, die Strecken und (mit wenigen Ausnahmen) die Fahrzeuge gehören der jeweiligen rechtlich selbstständigen Lokalbahn, bzw. im Fall von Lambach - Haag den ÖBB. Lediglich die Eigentumsverhältnisse differieren, bei den Normalspurbahnen hat(te) Stern und Hafferl entweder gar keinen Anteil oder nur einen kleinen. Die Meterspurbahnen dagegen sind weit mehrheitlich (Vöcklamarkt - Attersee) oder komplett (Gmunden - Vorchdorf) Teil von Stern und Hafferl.

Diese Konstruktion ist grundsätzlich anders als bei der Steiermarkbahn, wo es keine separaten Inhaber gibt.
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