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[AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: 0815kotter

Datum: 01.10.20 00:07

Ich bin gerade zum ersten mal über die "ÖBB Gleisgeschichten" gestolpert.
Und ich muss sagen ich bin sprachlos und a bissal schockiert.

Meine Meinung habe ich dazu schon vorher unter dem aktuellsten Video gepostet und die kann man teilen oder auch nicht...

Das einzige was ich mich jetzt Frage warum sich die ganzen Vereine für das Marketing der ÖBB prostituieren?
War/wird das so gut bezahlt?
Teilweise werden ja die dahinter stehenden Vereine nicht einmal erwähnt...
"unsereOEBB"... phuu...
Für mich ein sehr starkes Stück und unfassbar dass man bei sowas mit macht.... da kann ma auch gleich dem Luzifer sei Seele verscherbeln.

Siehe:
https://www.youtube.com



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.10.20 00:11.

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 01.10.20 07:44

Aber sonst geht's dir noch gut, oder?

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: 2143005

Datum: 01.10.20 15:46

Was die Leute heutzutage schon alles schockiert. Es wird doch niemand gezwungen hier mitzumachen und die Vereine sehen es als kostenlose Werbung. Außerdem stehen bei den durchaus gut gemachten Beiträgen die Personen und ihre Freizeitgestaltung rund um das Thema Eisenbahn im Mittelpunkt. Bezahlt wird übrigens nichts!

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: 0815kotter

Datum: 08.10.20 00:44

Ok... die zwei Antworten sind für mich aussagekräftig genug.

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: 0815kotter

Datum: 08.10.20 08:36

Ganz so kann ich das jetzt leider nicht stehen lassen.
Weil mir scheinbar an dem Thema "Eisenbahnnostalgie" zu viel liegt...

Es ist schade das scheinbar ein Großteil der Leute hier noch nicht im Geringsten und ansatzweise mitbekommen haben wie Marketing und "neue Medien" im Jahr 2020 funktionieren bzw. funktionieren sollten!
Das ich mich für so etwas NIE und NIMMER als Person hergegeben hätte, ist etwas anderes und können wir als persönliche Einstellung abhaken.
(Oder zumindest nicht so leicht! Ich wüsste zumindest ziemlich genau was sie als Gegenleistung hätten anbieten müssen!)
Aber scheinbar ist den meisten oder niemanden von diesen Schauspielern (hatten ja scheinbar viel Freude am sich "zur Schau stelllen") in den Filmchen auch nur im geringsten bewusst welchen Werte (und im Jahr 2020 kann man dabei von echten Immaterieller Vermögensgegenständen sprechen welche man durchaus mit €-Beträgen mit einigen Nullen VOR dem Koma beziffern kann) sie mit ihren Geschichten einfach an den Konzern ÖBB verschenken!!
Falls da wirklich KEIN Geld geflossen ist oder andere Vereinbarungen im Hintergrund abgeschlossen wurden würde ich sagen es war aus Sicht der Vereine ziemlich DUMM das herzuschenken!


Und dabei von kostenloser Werbung für die Vereine zu sprechen... phuuu... sehr fragwürdig und nicht haltbar!
Die Vereine dahinter werden IM BESTEN FALL in einem Nebensatz erwähnt.


Hier zum Beispiel kann man überhaupt nicht erkennen welcher Verein dahinter steht. (Was auch sehr unwesentlich ist für den Zweck des Filmes.)

Googelt doch einfach einmal welche UNSUMMEN Konzerne und Firmen derzeit und die letzten Jahre für Storytelling verheizen und dann überlegt euch einmal was es der ÖBB gekostet hätte solche Geschichten von sich heraus FÜR SICH aufzubauen!!!

Eigentlich ein grandioser Schachzug der ÖBB, die Beteiligten so schnell über den Tisch zu ziehen, dass sie die entstehende Reibungswärme als "Nestwärme" empfinden!

Aus beruflicher Sicht müsste ich das Feiern hoch zehn dass ihnen das gelungen ist. Leider sehe ich mich noch immer auf den Seiten der Vereine welche ihr einziges Kapital welches sie neben ein paar Tonnen Alteisen besitzen wie "Perlen vor die Säue" einem Konzern in den Rachen schmeißen der ihnen eigentlich über Jahrzehnte hinweg das Leben schwerer und schwerer gemacht hat und macht!!

Und um damit auch MrEnglish zu antworten: Nein, da geht es mir überhaupt nicht mehr gut!


PS.: Wahrscheinlich glauben die meisten hier auch noch das der Wert der Marke "RedBull" auf einem "pick süßen Saftl" basiert!?!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.20 08:37.

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: Avala

Datum: 08.10.20 09:05

Der Beitrag zeigt recht gut, warum die Eisenbahn"freunde"szene so ist wie sie ist.

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: KkStB

Datum: 09.10.20 06:35

Wenn man im Konzern sonst nichts mehr interessantes anzubieten hat, versucht man sich mit absoluten Nebensächlichkeiten abzugegeben. Der gemeine Pöbel kennt oder markt den Unterschied eh nicht

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: maybreeze

Datum: 09.10.20 11:31

Warum so aggressiv?

Wenn Herr Alfred seine Lebensgeschichte als Eisenbahner erzählt, ist es wohl seine Geschichte, ob er jetzt dafür Honorar verlangt oder nicht. Im ersteren Fall wird wohl seine Geschichte nicht erscheinen, weil er kein Großkonzern mit Rechtsabteilung für Honorarforderungen für Bildrechte ist. Ihm reicht's wohl, wenn eben seine Geschichte (professionell) dokumentiert ist. Ich könnte übrigens bei den ÖBB vielleicht auch Honorar verlangen, weil ich maßgebich an der Renovierung der 93.1403 im Heizhaus Strasshof beteiligt war .

Ja, die Großkonzerne quetschen uns aus - egal ob Lizenzgebühren für Modelle oder mehr oder weniger abgesprochene Phantasiepreise für irgendwelche Produkte. Ist so - und wird (leider) immer so sein.

Wir sollten uns darüber freuen, dass es nette, gut gemachte Videos über Bahnenthusiasten gibt, die das Erbe der einstigen Helden der Schiene bewahren.

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Grüße aus Wien
Klaus

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: KkStB

Datum: 10.10.20 08:10

Andreas Matthä hat bei einem Vortrag im MCI in Innsbruck, war im Mai 2019, auf Anfrage von Leopold Wedl geantwortet, der Konzern werde sich zu einer soliden Finanzierung und Hilfestellung des nostalgischen Bereiches bekennen, wobei auch die heimische Fahrzeugindustrie ins Boot geholt wird.

Solche Filme sind zwar nett, doch es hilft den Museumsbetrieben nicht. Nach außen wird der Schein gewahrt, doch wie sieht es wirklich darum aus? Wo bliebt die Hilfestellung für Nostalgievereine usw?

Die heimische Nostalgie wurde maßgeblich von Gerhard Soukup aufgebaut und gestaltet, wiewohl 150 Jahre Eisenbahn ein starker Rückenwind war. Was GS aufgebaut hat, haben andere zu nicht gemacht, besonders ein Christian Kern und sowie die Machenschaften nachfolgender Mitarbeiter in diesem Bereich.

Re: [AT] ÖBB Gleisgeschichten

geschrieben von: maybreeze

Datum: 10.10.20 08:33

Das Bekenntnis des Konzernchefs in Ehren: Was ist eine solide Finanzierung? Aus eigener Tasche, aus Bundesmitteln? Hilfestellung? Natürlich freut man sich in Strasshof, wenn jede Menge 2050er Teile daherkommen - weil sie sonst bei den ÖBB im Weg herumstehen, natürlich freut man sich über andere Teile und Fahrzeuge, die aus Aufräumarbeiten und Standortauflassungen bei den ÖBB daherkommen. Diese Dinge sind aber Danaaergeschenke, weil die Beschenkten oftmals keinen Raum haben, wo die Geschenke sicher hinterstellt werden können. Und Hallen schenken die ÖBB leider nicht her.

Gerhard Soukop hat - wie Du auch richtig schreibst - im Fahrtwind der 150 Jahr Feier einiges zusammengebracht und es ist ihm auch ausdrücklich für seinen Einsatz in Sachen Nostalgie zu danken. Heute sind andere am Ruder und ich fürchte, dass auch Herr Matthä unter den Sachzwängen des Budgets (erst recht in Zeiten wie diesen) keine großen Sprünge ("solide") machen kann, von den angeblich ins Boot zu holenden heimischen Herstellern (was können die überhaupt beitragen, sind doch die Fachkenntnisse für die Nostalgiefahrzeuge dort längst nicht mehr vorhanden) ganz zu schweigen.

Die Aufgabe der Erhaltung des Kulturerbes der einstigen Helden des Transports gehört der Kulturstaatssekretärin (Museen) und den regionalen Behörden (aus Gründen Tourismus6Wirtschaftsförderung), vielleicht auch noch dem Arbeitsministerium für eine Eisenbahnmuseums-Stiftung und dem Arbeitsmarktservice.

Und auch hier werden die Gelder für Eisenbahnmuseen und Nostalgiefahrzeuge in Anbetracht der prognostizierten Mega-Budget-Defizits nicht wie Milch und Honig fließen.

Jedes zarte Pflanzerl, wie eben die Gleisgeschichten, sollten wir angesichts der Situation nicht niedermachen sondern uns darüber freuen.

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Grüße aus Wien
Klaus