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[AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: oseYannis

Datum: 29.09.20 19:08

Interessante Pressemeldung der KRONEN Zeitung: [www.krone.at]
Gruß Yannis

ORF Steiermark / 3. Beitrag: [tvthek.orf.at]

Edit: ORF Link hinzugefügt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.20 21:15.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: tbk

Datum: 29.09.20 19:21

Beim kippen werden die kipper ziemlich hoch, das bedeutet, da wo sie abkippen, müssten die fahrleitungen erhöht oder unterbrochen werden ....?


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: EC315Agram

Datum: 29.09.20 19:37

tbk schrieb:Zitat:
Beim kippen werden die kipper ziemlich hoch, das bedeutet, da wo sie abkippen, müssten die fahrleitungen erhöht oder unterbrochen werden ....?
Die Leitung wird nur auf den Hauptförderstrecken installiert, dort müssen die SLKW vollbeladen bergauf fahren. Im "aktiven" Tagbaubereich (wo mit Radlader beladen wird) und auf der Halde (Abkippstellen) wird weiterhin mit Diesel gefahren. Diese Strecken sind aber eben und somit weniger energieintensiv. Außerdem entfällt das Nachziehen der Obereitung mit der sich ständig ändernden Tagbaugeometrie und die SLKW sind weiterhin flexibel einsetzbar.

Der Artikel der SN ist etwas aussagekräftiger: [www.sn.at]
Weiters hat die Kleine Zeitung einen Bericht online, den sehe ich aber hinter der PayWall nicht.

Und bis 6.10. in der TVthek verfügbar gab es einen Videobetrag in "Steiermark heute": [tvthek.orf.at]
(hoffentlich auch außerhalb Östereichs sichtbar, die Nachrichtensendungen sollten vom geoblocking nicht betroffen sein)


edit: Links hinzugefügt



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.20 19:59.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: WBC

Datum: 29.09.20 21:46

Neuartige Technologie? Sowas gab es schon vor über 70 Jahren in der Steiermark in St. Lambrecht: [de.wikipedia.org] und [www.sfu.ca] (Bild)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.20 21:47.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: pelzer

Datum: 30.09.20 08:21

WBC schrieb:
Neuartige Technologie? Sowas gab es schon vor über 70 Jahren in der Steiermark in St. Lambrecht ...
Und in Italien und Russland bereits ab den 1920-er Jahren.

Gruss Pelzer

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: märchenerzähler

Datum: 30.09.20 08:23

Das ist im Prinzip nichts neues da die Großmuldenkipper eine elektrische Kraftübertragung haben.
Für Bergfahrten wurde schon mit zusätzlicher Oberleitung gefahren um die entsprechende Leistung verfügbar zu haben.

Hitachi hat solche Modelle schon längere Zeit, die auf der Strecke im reinen Oberleitungsbetrieb gefahren werden.
[www.youtube.com]

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.09.20 09:08

EC315Agram schrieb:
Die Leitung wird nur auf den Hauptförderstrecken installiert, dort müssen die SLKW vollbeladen bergauf fahren.

Die "Hauptförderstrecken" scheint man jetzt ziemlich restriktiv zu definieren. Geplant ist ein Ausbau auf 5 km (worin die bestehende Versuchsstrecke wohl schon enthalten ist), ursprünglich waren 20 km genannt.

Immerhin wird man nach dem Ausbau wohl auch auf den regulären Besuchstouren OLKW-Betrieb fotografieren können, zudem gibt es wahrscheinlich einzelne Möglichkeiten für freies Fotografieren von außerhalb - bzw. gibt es sie im Prinzip jetzt schon, nur dann mit OLKW.

Interessant ist aber, dass sich der elektrische Antrieb sogar ohne Steuervorteil lohnt. Bei z. B. Bus gegen Obus konkurriert der Strom mit voll versteuertem Diesel und hat allein dadurch schon einen Vorteil, hier konkurriert Strom mit Heizöl, und es scheint immer noch rentabel zu sein.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: EC315Agram

Datum: 30.09.20 17:46

kaufhalle schrieb:
EC315Agram schrieb:
Die Leitung wird nur auf den Hauptförderstrecken installiert, dort müssen die SLKW vollbeladen bergauf fahren
Die "Hauptförderstrecken" scheint man jetzt ziemlich restriktiv zu definieren. Geplant ist ein Ausbau auf 5 km (worin die bestehende Versuchsstrecke wohl schon enthalten ist), ursprünglich waren 20 km genannt.
Ich kenne die Quelle nicht die von 20km spricht, aber es werden die Bereiche ausgerüstet wo vollbeladen bergauf gefahren wird, da kann das System seine Vorteile ausspielen (geringerer Dieselverbrauch -> geringere Emissionen, höhere Geschwindigkeit und bessere Beschleunigung im E-Betrieb, geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten/-zeiten durch weniger Volllaststunden der Dieselmotoren).
Es wurde auch untersucht die Bremsenergie der Bergabfahrt zu nutzen, allerdings wird im Regelfall nur leer bergab gefahren und somit amortisiert sich die Investition in eine diesfalls erforderliche zweite, parallele Oberleitungsstrecke nicht.


kaufhalle schrieb:
Zitat:
Interessant ist aber, dass sich der elektrische Antrieb sogar ohne Steuervorteil lohnt. Bei z. B. Bus gegen Obus konkurriert der Strom mit voll versteuertem Diesel und hat allein dadurch schon einen Vorteil, hier konkurriert Strom mit Heizöl, und es scheint immer noch rentabel zu sein.
Wieso Heizöl? Wir reden hier weder von Luftfahrt, Schifffahrt noch von einem Agrarbetrieb oder Kraftwerk. Der Diesel muss normal versteuert werden, bei den Abnahmemenge ist halt der Literpreis ein bisschen günstiger als an der Tankstelle.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.09.20 19:54

EC315Agram schrieb:
Ich kenne die Quelle nicht die von 20km spricht, aber es werden die Bereiche ausgerüstet wo vollbeladen bergauf gefahren wird, da kann das System seine Vorteile ausspielen (geringerer Dieselverbrauch -> geringere Emissionen, höhere Geschwindigkeit und bessere Beschleunigung im E-Betrieb, geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten/-zeiten durch weniger Volllaststunden der Dieselmotoren).
Es wurde auch untersucht die Bremsenergie der Bergabfahrt zu nutzen, allerdings wird im Regelfall nur leer bergab gefahren und somit amortisiert sich die Investition in eine diesfalls erforderliche zweite, parallele Oberleitungsstrecke nicht.

Trolleybus Magazine 349, Seite 19.

EC315Agram schrieb:
Wieso Heizöl? Wir reden hier weder von Luftfahrt, Schifffahrt noch von einem Agrarbetrieb oder Kraftwerk. Der Diesel muss normal versteuert werden, bei den Abnahmemenge ist halt der Literpreis ein bisschen günstiger als an der Tankstelle.

Das sind keine Fahrzeuge, das sind Industriemaschinen. Die haben keine Straßenverkehrszulassung (OK, die würden sie auch nie bekommen) und müssen daher auch nicht mit Diesel fahren. Flughafeninterne Busse z. B. auch nicht, und die würden teilweise sogar eine Zulassung für den Straßenverkehr bekommen, wenn man denn wollte.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: EC315Agram

Datum: 30.09.20 21:51

kaufhalle schrieb:
Zitat:
Trolleybus Magazine 349, Seite 19.
Danke. Zu der Quelle habe ich keine Zugang, aber egal. Überlegt, geplant und gerechnet wurde viel (wie geschrieben z.B. auch zweite Fahrleitungsspur und Rückspeisung), die Investitionsentscheidung wurde für das gestern öffentlich präsentierte Projekt getroffen. Zukünftige Erweiterungen sind ja nicht ausgeschlossen.


kaufhalle schrieb:
Das sind keine Fahrzeuge, das sind Industriemaschinen. Die haben keine Straßenverkehrszulassung (OK, die würden sie auch nie bekommen) und müssen daher auch nicht mit Diesel fahren. Flughafeninterne Busse z. B. auch nicht, und die würden teilweise sogar eine Zulassung für den Straßenverkehr bekommen, wenn man denn wollte.
Straßenverkehrszulassung ist im Mineralölsteuergesetz nicht relevant. Da geht es nur um den Einsatzzweck und der ist in dem Fall als Kraftstoff.

(Die flughafeninternen Busse fallen evtl. unter die Ausnahmen für Luftfahrt §4 Abs.1 Z1 ? In dem Thema bin ich allerdings nicht firm)

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 30.09.20 23:11

EC315Agram schrieb:
kaufhalle schrieb:
Trolleybus Magazine 349, Seite 19.
Danke. Zu der Quelle habe ich keine Zugang, aber egal. Überlegt, geplant und gerechnet wurde viel (wie geschrieben z.B. auch zweite Fahrleitungsspur und Rückspeisung), die Investitionsentscheidung wurde für das gestern öffentlich präsentierte Projekt getroffen. Zukünftige Erweiterungen sind ja nicht ausgeschlossen.

Das war eine Meldung zum Versuchsbetrieb, bei dem noch nicht feststand, ob es zum Dauerbetrieb kommt. Als möglicher Maximalausbau wurden 20 km genannt, und demgegenüber hat man nun offensichtlich deutliche Abstriche gemacht.

EC315Agram schrieb:
kaufhalle schrieb:
Das sind keine Fahrzeuge, das sind Industriemaschinen. Die haben keine Straßenverkehrszulassung (OK, die würden sie auch nie bekommen) und müssen daher auch nicht mit Diesel fahren. Flughafeninterne Busse z. B. auch nicht, und die würden teilweise sogar eine Zulassung für den Straßenverkehr bekommen, wenn man denn wollte.
Straßenverkehrszulassung ist im Mineralölsteuergesetz nicht relevant. Da geht es nur um den Einsatzzweck und der ist in dem Fall als Kraftstoff.

(Die flughafeninternen Busse fallen evtl. unter die Ausnahmen für Luftfahrt §4 Abs.1 Z1 ? In dem Thema bin ich allerdings nicht firm)

Ich nehme das mal so zur Kenntnis, möglicherweise bestehen da auch Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.09.20 23:13.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: oseYannis

Datum: 01.10.20 11:28

Heute im LOK Report ein Beitrag von Gunter Mackinger dazu: [www.lok-report.de]
Gruß Yannis

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: Patrick Rudin

Datum: 01.10.20 11:35

Schon eindrücklich... Dazu eine Frage: Lassen sich diese Maschinen auch von öffentlichem Grund aus beobachten und fotografieren?

Gruss Patrick

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: oseYannis

Datum: 01.10.20 12:23

Patrick Rudin schrieb:
Schon eindrücklich... Dazu eine Frage: Lassen sich diese Maschinen auch von öffentlichem Grund aus beobachten und fotografieren?

Gruss Patrick
Ich habe gerade dort angerufen um Deine Frage beantworten zu können. Das Abbaugebiet darf nicht betreten werden, somit ist es leider nicht möglich zu fotografieren. Die Stelle wo der LKW fährt ist auch nicht einsehbar, so die Auskunft. Schade, wäre interessant gewesen.
Gruß Yannis

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 01.10.20 21:33

oseYannis schrieb:
Patrick Rudin schrieb:
Schon eindrücklich... Dazu eine Frage: Lassen sich diese Maschinen auch von öffentlichem Grund aus beobachten und fotografieren?
Ich habe gerade dort angerufen um Deine Frage beantworten zu können. Das Abbaugebiet darf nicht betreten werden, somit ist es leider nicht möglich zu fotografieren. Die Stelle wo der LKW fährt ist auch nicht einsehbar, so die Auskunft. Schade, wäre interessant gewesen.

Da sollte man wohl differenzieren. Selbstverständlich ist das alles Werksgelände und nicht zugänglich. Auch Waldabschnitte in der Umgebung sind als Bergbaugebiet verboten, wenn auch nicht abgesperrt. Somit sind Fotos wie beim Bericht des Lok-Report nicht möglich. Für alle weiteren Fragen sollte man seine Ansprüche justieren und auch unterscheiden, ob die bestehende Versuchsstrecke (ich gehe mal davon aus, dass die integriert wird) oder die zukünftige Strecke gemeint ist.

Von außen sehen kann man die Versuchsstrecke nämlich durchaus, allerdings aus ziemlich großer Entfernung, und die OLKW würde man dort nur von hinten sehen (auch die Versuchsstrecke ist nur für aufwärtige Richtung).

Wenn die zukünftige Strecke dort verläuft, wo heute am meisten Verkehr ist, wird man sie auch von draußen sehen können, mit mehr Spielraum bei der Wahl des Standorts, allerdings aus noch größerer Entfernung. Wenn sie bis zur Ostseite des Erzbergs reicht, hätte man sogar recht guten Blick von der Straße aus.

Völlig unabhängig davon gibt es Besichtigungstouren, die zwar kurz und teuer sind (und trotzdem Touristenmassenabfertigung), bei denen man aber auch an die Versuchsstrecke kommt. Wenn die unverändert weiterlaufen, wird man reale Chancen haben, auch OLKW unter Oberleitung anzutreffen, wenn auch nicht unbedingt unter optimalen Fotobedingungen. Für den Versuchsbetrieb müsste man da schon sehr großes Glück haben.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: tbk

Datum: 01.10.20 22:17

Zu den besichtigungstouren geht es hier: [www.abenteuer-erzberg.at]


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: scout75

Datum: 03.10.20 12:15

Schaut euch da mal an: [www.youtube.com]

In manchen Steinbrüchen braucht man nicht mal eine Oberleitung fürs elektrische Fahren.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.20 12:29.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 03.10.20 23:07

scout75 schrieb:
Schaut euch da mal an: [www.youtube.com]

In manchen Steinbrüchen braucht man nicht mal eine Oberleitung fürs elektrische Fahren.

Das ist dann aber langweilig. Die werden in Eisenerz schon wissen, was sie tun.

Re: [AT] Kronen Zeitung: Strom LKW am Erzberg

geschrieben von: EC315Agram

Datum: 04.10.20 02:00

kaufhalle schrieb:scout75 schrieb:
scout75 schrieb:
Schaut euch da mal an: [www.youtube.com]

In manchen Steinbrüchen braucht man nicht mal eine Oberleitung fürs elektrische Fahren.
Das ist dann aber langweilig. Die werden in Eisenerz schon wissen, was sie tun.
Die Schweizer nutzen den Höhenunterschied zwischen Steinbruch (oben) und Betrieb und fahren beladen mit 110t (45t Leergewicht+65t Zuladung) abwärts, laden durch Rekuperation der Bremsenergie den Akku und können mit den gespeicherten Energie elektrisch mit dem leeren LKW wieder zurück nach oben fahren. Das geht sich aus und es bleibt sogar "noch was über".
Am Erzberg ist das System nicht anwendbar, dort muss das Gestein hauptsächlich nach oben transportiert werden.