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[AT] Sommerurlaub im Pongau II (14 B.)

geschrieben von: BGD

Datum: 07.09.20 20:22

Hallo,

nachdem wir schon ein paar Tage im Pongau weilten und schon ein paar Ausflüge unternommen hatten, bei denen sich ein paar Eisenbahnfotos problemlos integrieren ließen

[http://www.drehscheibe-online.de]

sollten auch die nächsten Tage das ein oder andere Foto erlauben, aber da wir uns ja im Familienurlaub befinden halten wir uns natürlich nicht nur am Schienenstrang auf.

Mittwoch, 22.07.20


Der Tag empfing uns mit vielen Wolken, schaute man vom Alpendorf in Richtung Bischofshofen, so waren diese sogar so dunkel, dass die nach dem Blick in die Wetter-App enthüllte Gewitterzelle über dem Tennengebirge keine Überraschung mehr darstellte. Als Tagesziel war eine Besichtigung Salzburgs, insbesondere der Festung auserkoren. Eile herrschte nicht und so versuchte ich vor dem Start noch mein Glück mit dem „Hahnenkamm“ vom Alpendorf aus, gleichwohl wissend, dass dieser kurze Zug bei dem weitläufigen Motiv wohl untergehen würde. Unter ging er vor allem im Wolkenschatten, aber der kurz vor ihm das Motiv passierende EC 114, der mit seinem deutschen IC-Wagenpark samt schiebender 101 doch etwas mehr ins Auge fällt, bekam eine gute Portion Sonne ab.

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Vor dem Aufbruch wieder einmal der Blick vom Alpendorf hinab ins Salzachtal, diesmal vorbei an der nahe unserer Unterkunft gelegenen Pension Höllwart

Während der Fahrt nach Salzburg gingen weitere starke Schauer nieder, die Landeshauptstadt begrüßte uns mit zähflüssigem Verkehr und wenigen Parkplätzen. Meinen Vorschlag, mit der Bahn anzureisen, die Verbindung von St. Johann kann man wirklich als optimal bezeichnen, wurde von der Familie unter Verweis auf die Maskenpflicht leider abgelehnt. Irgendwann hatten wir dann einen freien Parkplatz in der Nähe der Festung gefunden. Betonen möchte ich noch, dass es sich dabei keineswegs um einen kostenfreien Parkplatz handelte, vielmehr waren sämtliche größere Parkplätze, Parkhäuser, etc. belegt. Den Weg zur Festung hinauf begleitete uns ein leichter Schauer, danach aber brach sich die Sonne wieder Bann und sorgte in der nun anbrechenden Mittagszeit, welcher man aber mit einer Flucht innerhalb der Festungsmauern begegnen konnte. Mich zog es jedoch bald wieder hinaus, denn neben den vielen interessanten Ausstellungen, die sich insbesondere der klerikalen und militärischen Historie der Festung widmen, bietet die Festung aufgrund ihrer exponierten Lage und eines begehbaren Bergfrieds auch einen hervorragenden Blick über die Stadt und die Eisenbahnbrücke über die Salzach, welche sich aufgrund ihrer Schallschutzwände nur von oben herab halbwegs vernünftig ablichten lässt. Inzwischen hatte die Sonne auch die letzten Wolkenreste verbannt, was zwar ein paar sorgenfreie Fotos garantieren, aber auch eine durch die hohe Luftfeuchtigkeit bedingte beeinträchtigte Sicht mit sich bringen sollte, von der drückenden Schwüle ganz zu schweigen. Selbstverständlich erschien die ersten zehn Minuten nach dem Eintreffen auf dem Aussichtspunkt nichts auf der Brücke. Dann aber rollte es ziemlich gut, bisweilen zu gut, sodass mancher Zug zugefahren wurde. Nach einer knappen halben Stunde aber, konnte aber zufrieden der Weg hinab angetreten werden, der noch einen schmackhaften Stopp in der Festungswirtschaft beinhaltete und wegtechnisch hauptsächlich mit der Festungsbahn zurückgelegt wurde. Dabei handelt es sich um die älteste Standseilbahn Österreichs, die aber dank ihrer erst im Jahre 2011 neubeschafften Wagen ziemlich modern daherkommt. Etwas verwunderlich empfand ich die Besetzung der Wagen mit „Lok“-führer, die höchstwahrscheinlich nicht wirklich etwas zu steuern haben und ein übermäßiger Besucherandrang, welchen man bei Ein- und Ausstieg hätte dirigieren müssen, lag auch nicht vor.

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Vom Bergfried der Festung fällt der Blick über die Altstadt Salzburgs entlang der Salzach bis zur Eisenbahnbrücke, die gerade von einem BahnlandBayern-628 als ein mir unbekannter Zug überquert wird, denn im Kursbuch konnte ich keine passende Leistung finden

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Die Festungsbahn bietet einen mühelosen Auf- oder Abstieg von und zur Altstadt und ist im Eintrittspreis enthalten

Dem Festungsbesuch folgte ein ausgedehnter, gleichwohl gemütlicher Stadtrundgang und ein etwas längerer Aufenthalt am Ufer der Salzach, die sich trotz hoher Umgebungstemperaturen als ziemlich kalt erwies. In ebenso gemütlicher Fahrt kehrten wir dann wieder in die Unterkunft ein.

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Nicht nur wir genießen die Sonne und die Kulisse Salzburgs mit der die Altstadt überragenden Festung und dem nach dem Maler Hans Makart benannten Makartsteg im Vordergrund, an deren Geländer sich zahlreiche Paare verewigt haben


Donnerstag, 23.07.20

Nach dem Ausschlafen an diesem Tag ohne festes Vorhaben zeichnete sich während des Frühstücks ab, dass heute wohl Geschlechtertrennung angesagt war, da dem weiblichen Teil der Familie heute eher nach einen gemütlichen FeWo-Tag zumute war, man bezahlt ja schließlich dafür, also warum mal nicht ganztags nutzen =). So blieb für Vater und Sohn Zeit für des Vaters Hobby. Bisher fanden wir unser Tagesziel westlich oder nördlich St. Johanns, daher wurde eine östliche Richtung eingeschlagen. Es sollte ein wenig an der Ennstalbahn „gewildert“ werden, welche in Bischofshofen von der Giselabahn abzweigt und dabei zumeist eingleisig bis Selzthal dem namensgebenden, längsten Binnenfluss Österreichs folgt. Durch das späte Frühstück war abermals der bekannte IC 515 „Hahnenkamm“ erster Punkt auf der Agenda. Motive hatte ich mir nicht wirklich notiert, aber bei Radstadt konnte man von der Landstraße einiges Potential erkennen. Leider war da irgendwie kein richtiges Hinkommen an die Strecke, entweder Sackgasse oder Privatweg und längere Fußwege sagten dem Nachwuchs nicht zu, zum Glück, also weiter der Strecke entlang. Nicht weit vor dem Bahnhof Mandling schien ein Hang eine gute Position zu bieten. Ganz überzeugt war ich nicht, aber der Blick auf die Uhr mahnte keine Motivsuche an. Bis jetzt noch kein Wort zum Wetter, dabei war doch einiges an Wolken unterwegs, langanhaltende Motivverdunkelungen blieben jedoch aus.

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Zwischen Radstadt und Schladming verläuft die Ennstalbahn immer in Sichtweite zur Ennstalstraße, 1144 073 zieht den „Hahnenkamm“ bei Oberwald an einer kleinen Kapelle vorbei

Der nächste im Vorhinein geplante Zug wäre nun der „Transalpin“ gewesen, welcher aber erst in ca. einer Stunde hier eintreffen würde. Die Zeit dazwischen könnte man ja mit einem Regio überbrücken. Aber wie ich beim Blick auf die ÖBB-Fahrplan-App Scotty feststellen musste, so etwas gibt es im Abschnitt zwischen Bischofshofen und Schladming nicht. Zur Erklärung muss man anführen, dass wir uns hier an der Grenze des Bundesland Salzburg zur Steiermark befinden und offensichtlich sind „grenzüberschreitende“ Verbindungen bzw. deren Finanzierung sowohl von der einen als auch der anderen Seite nicht gewollt. Diese Landesfürstenmentalität scheint also keine exklusiv deutsche Errungenschaft zu sein. So blieb Zeit zur Motiverkundung, beispielsweise an einem nahegelegenen Steinbruch, nur um dann wieder an der gleichen Stelle zu landen, also fast.

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Den glanzvollen Namen Transalpin trägt der heute von 1116 076 gezogene EC 164, der Graz mit Zürich verbindet und macht in der Kurve bei Oberwald, die wir ein Bild zuvor bereits vom Hang oberhalb des Zuges aus erblickt haben, auch dank seines SBB-Panoramawagens am Schluss eine gute Figur

Nun überschritten wir die Grenze zur Steiermark, deutlich mehr Zugverkehr war aber hier auch nicht zu verzeichnen. Zum 2h-Takt der Fernzüge gesellt sich nun noch ein zweistündlicher Regionalzugtakt, aber als wir den auserkorenen Bereich bei Öblarn erreichten (hatte ich erwähnt, keine Motive notiert zu haben), war aber erstmal wieder Fernverkehrszeit. Etwas problematisch gestaltete sich aber nun, dass die beiden, gerade eben noch eine Stunde auseinander liegenden Fernzüge, hier in der Nähe kreuzen würden, was zeigt, dass die Ennstalbahn nicht gerade zu den schnellsten Strecken Europas zählt. Beide Züge hören auf den Namen Dachstein und sind aus deutschem IC-Wagenmaterial mit einer 101 am Westende gebildet. Bei Moosheim, dessen Bahnhof den Namen des entfernt liegenden, aber größeren und den Verwaltungssitz der Gegend bildenden Gröbming trägt, ließen sich beide Dachsteins ohne großen Motivwechsel umsetzen.

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Ein beträchtlicher Teil der Fernzüge auf der Ennstalbahn sind deutschen Ursprungs, wie EC 217, der Saarbrücken mit Graz verbindet, den Namen „Dachstein“ trägt und passenderweise vor der Kulisse der zum Dachsteinmassiv zugeordneten, 2141 Meter hohen Kammspitze und der evangelischen Pfarrkirche Gröbmings gen Osten strebt

Nach so viel Fernverkehr darf es aber noch etwas Regionalverkehr sein, bevor die Fahrt zum nächsten Programmpunkt angetreten werden musste (Hatte ich erwähnt, keine Motive notiert zu haben?). Eine ausgiebige Suche war nicht nötig, denn entlang des Weges offenbarten sich einige Möglichkeiten, fast schon zu viele, sodass man sich entscheiden musste, wobei ein Nachschuss auf den ostwärts fahrenden Zug die Sache ein wenig erleichterte.

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Der Regionalverkehr im Ennstal wird mit E-Talenten erbracht, die aber dank des Cityjet-Designs deutlich gefälliger daherkommen und trotz der Vermarktung als S-Bahn Steiermark als Regionalzüge im Kursbuch geführt werden, so wie R 4481 der bei Tunzendorf in Richtung Selzthal fährt

Hatte ich erwähnt, keine Motive notiert zu haben? Nun, das stimmte nur teilweise, die östliche Richtung wurde eingeschlagen um am Nachmittag eines der wenigen von mir im Vorfeld der Reise auf die ToDo-Liste gesetzten Motive zu erreichen, den Blick auf den großen und kleinen Pyhrgas bei Edlbach nahe Windischgarsten an der Pyhrnbahn. Neben dem Motiv an verlockte auch der Fahrzeugeinsatz, denn auf der von Selzthal ins „Flachland“ nach Linz führenden Pyhrnbahn kommen im Regionalverkehr nach wie vor Lokomotiven der Baureihe 1142 zum Einsatz, eine modernisierte Variante der in den frühen 60ern an die ÖBB gelieferte Baureihe 1042, welche jahrzehntelang das Rückgrat des elektrischen Betriebs in Österreich darstellte. Auf dem Weg dorthin gab es aber erstmal ein kleines Missverständnis zwischen mir und dem Navigationsgerät bzw. mit mir und mir selbst. Irgendwie leitete mich das Navi nicht auf die Autobahn, welche das Ennstal schnell und unkompliziert mit der etwas nördlich gelegenen Fotostelle verbindet. Das Navi ignorierte ich ebenso geflissentlich, wie die auf die Mautpflicht hinweisenden Verkehrsschilder, eine Vignette klebte immerhin schon an der Windschutzscheibe. Dass damit aber der zusätzlich zur normalen Autobahngebühr anfallende Wegezoll für den Bosrucktunnel, der auf knapp 6 Kilometer Länge den gleichnamigen Gebirgszug unterquert, gemeint war, das realisierte ich erst zu spät. Manchmal merkt man, dass die grauen Zellen da oben doch nicht mehr so gut funktionieren, vielleicht auch vom ständigen Blick zur Sonne bei wechselnden Wetterbedingungen beeinträchtigt 😉. Immerhin, man war nun eher am Motiv und konnte erstmal einen geschobenen Regio mit 1142 an der Spitze bzw. Schluss mitnehmen. Weitere Motive hatte ich mir nicht notiert, diesmal wirklich, und so wurde mal kurz das smarte Phone gezückt, denn das war zwar eine tolle Stelle, aber zumindest ein anderes Motiv könnte man ja noch umsetzen. Ein paar Fahrminuten weiter nördlich, nahe des Haltepunkts Roßleithen würde es noch etwas geben für den nun anstehenden Regionalzug nach Linz, also wieder runter von der Anhöhe.

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Alltag auf der Pyhrnbahn – 1142 631 mit R 3972 vor der Kulisse des kleinen und großen Pyhrgas, welche gemeinsam mit anderen Bergen die Haller Mauern und somit die Grenze zwischen den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark bilden

Nun aber wieder zurück zum Hauptmotiv, dort stand ein seitlicher Nachschuss auf den nächsten südfahrenden Regio an. Blieben wir bis jetzt trotz der Quellwolken von Aussetzern verschont, so war der eigentliche Auslösepunkt diesmal verschattet, lediglich ein paar Meter weiter schien die Sonne. Das war nicht nur ärgerlich, da sich die Wolken eigentlich immer mehr auflösten, sondern auch, da nun keine 1142 mehr an diesem Motiv erscheinen würde, zumindest nicht im Licht, denn die nächsten beiden Takte werden mit ICs besetzt, die in der Regel mit 1144 bespannt werden.

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Der subotpimale Auslösepunkt am Wunschmotiv - eine unbekannt gebliebene 1142 schiebt REX 3913 in Richtung Selzthal

Auch beim ersten der beiden ICs, welche gemeinsam das IC-Zugpaar „Bosruck“ zwischen Linz und Graz bilden, griffen die Wolken noch einmal ins Geschehen ein, beschränkten sich dabei aber auf den Hintergrund. Ich hatte mich inzwischen etwas spitzer positioniert und hoffte auf etwas Güterverkehr und dieser sollte in der Lücke zwischen den Fernzügen auch kommen. Während aus der falschen Richtung ein schönes 1144-Doppel mit einem wahrscheinlich dem Transport von Stahlprodukten dienenden Leerzug die Stelle passierte, tauchte von der richtigen Seite ein wenig fotogener ELL-Vectron mit einem Containerzug auf. Die Schatten griffen nun immer mehr ins Motiv, so wurde wieder an die vorherige Position marschiert, hier würde die Strecke noch etwas länger im Licht liegen. Vielleicht würde nach dem südfahrenden IC noch ein Güterzug die Bühne betreten und tatsächlich war dem so. Leider auch nur mit einem schwarzen Taurus, es hätte ja nicht unbedingt ein 1144-Doppel sein müssen, ein roter Taurus hätte gereicht. Aber nun ja, gestern in Salzburg begegnete uns Mozart bereits en Masse und heute eben Beethoven, die Wiener Klassik hätten wir damit abgehakt.

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Dieser Stahlleerzug mit zwei „Staubsaugern“ hätte gerne aus der anderen Richtung kommen können

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Statt eines erhofften roten Taurus blickt uns Ludwig van Beethoven von den Seitenwänden des MRCE-Taurus 182 510 vor einer Leine Premiumgeländewagen an, was der Überkomponist, der in diesem Jahr 250. Geburtstag gefeiert hätte, zur zeitgenössischen Entstellung seines Nachnamens sagen würde, bleibt ungewiss

Danach eroberten die Schatten schnell die Szenerie und der Heimweg wurde angetreten, diesmal ging es über den kostenfreien Pyhrnpass ins Ennstal, wo uns zahlreiche dunkle Wolken und im weiteren Verlauf sogar ein Gewitter erwarteten. Da hatten wir also richtig Glück gehabt mit der eingeschlagenen Richtung.


Freitag, 24.07.20

Nachdem in den letzten Tagen doch recht häufig die Sonne schien, sollten die nächsten beiden Tage etwas grauer und trister werden. Auch von Regen und Gewitter sprachen und schrieben die Wetterfrösche, Gelegenheit eine Wanderung zum nahegelegenen Geisterberg in Angriff zu nehmen. Dabei handelt es sich nicht um einen verwunschenen Berg, der mit spukenden Ungeheuern und ständig um ihn herum tosenden Gewitterstürmen aufwarten kann, sondern vielmehr um eine Attraktion insbesondere für Kinder rund um den Gernkogel, der vom Alpendorf aus per Gondelbahn erschlossen ist. Letztere war ausschlaggebend für die Wahl des Ziels, denn so könnte man bei sich verschlechternden Wetterbedingungen problemfrei und ohne nasse Füße ins Tal hinabgleiten. Der Aufstieg war ganz angenehm, bis auf einen kurzen Abschnitt mit dem schönen Namen „Kniabeißerweg“, an der Bergstation der Gondelbahn mussten angekommen, mussten wir ernüchtert feststellen, dass die dortige Lokalität geschlossen war, ein Lokal hätte es wahrscheinlich im Geisterbergareal gegeben, aber ich war mir nicht sicher ob man dort ohne Eintritt zu bezahlen, und die Preise kann man durchaus als happig bezeichnen, hingekommen wäre. Also wieder hinab ins Tal. Die Gondelfahrt fiel aus mehreren Gründen aus. Zunächst gab das Wetter keinen Anlass dazu, es war nach wie vor bewölkt mit kurzen sonnigen Abschnitten und trocken. Zudem knurrten die Mägen und die beim Aufstieg passierte bewirtschaftete Kreistenalm ein paar hundert Höhenmeter bergab versprach Abhilfe. Zu guter Letzt, die Preise für eine einfache Talfahrt der Familie lagen ungefähr im Bereich eines Restaurantbesuchs, da sind die eigenen Beine die bessere Alternative, wobei zur Schonung derselben auf den „Kniabeißerweg“ verzichtet und eine zwar längere, dafür sanfter abfallende Alternative gewählt wurde.

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Oberhalb des Alpendorfes zeigt sich der Weg noch asphaltiert, im Tal rauschen Neuwagen gen Norden

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Die Kreistenalm hielt schmackhaftes Essen und erfrischende Getränke bereit

Während der wohlschmeckenden Mahlzeit verdunkelten sich die Wolken dann doch mehr und mehr und der Rückweg wurde etwas zügiger gestaltet, aber wir kamen erst nach einem kurzen, starken Regenschauer wieder in der Unterkunft an.

Im nächsten und letzten Teil wagen wir uns noch einmal hoch hinauf, bevor wir uns wieder den schienengebundenen Transportmitteln widmen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
björn

Edit: Nach einem freundlichen Hinweis eines Forenkollegens wurde die Schreibweise des Wortes Pyhrn korrigiert, wahrscheinlich ist das "Ph" bei einem in den letzten 14 Jahren in der Wissenschaft Ansässigen einfach in Mark und Bein eingedrungen...:-)



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.20 21:28.

Wieder sehr schön, danke! :-) (o.w.T)

geschrieben von: Roni

Datum: 07.09.20 21:03

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
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Re: [AT] Sommerurlaub im Pongau II (14 B.)

geschrieben von: Cer

Datum: 08.09.20 00:37

Schöne Bilder und die Speisekarte der Kreistenalm liest sich gut - was gabs bei euch? :-D

Re: [AT] Sommerurlaub im Pongau II (14 B.)

geschrieben von: 110 483-5

Datum: 09.09.20 10:43

Sehr schön, v.a. die 1042 631, die mich neulich mal mit einem IC gezogen hat, als ich selbst vor Ort war.

Und östlich von Schladming stehen in der Tat noch welche von den alten Fahrleitungsmatsen ...

Gruß

Frank