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Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: 902911

Datum: 28.07.20 09:05

Mit dem Verschwinden der ältesten Lokomotiven der Schweiz geht auch eine Epoche zu Ende, in der es für die Bahnen nicht so viel Geld wie heute gab. Eine Abschiedsfahrt von Landquart ins Engadin:
[www.nzz.ch]

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: tbk

Datum: 28.07.20 11:44

Eine lok mit einem sechsstelligen kilometerzähler auszurüsten zeugt von keinem großen vertrauen in das eigene produkt ....


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 28.07.20 12:37

tbk schrieb:
Eine lok mit einem sechsstelligen kilometerzähler auszurüsten zeugt von keinem großen vertrauen in das eigene produkt ....
Blödsinn, äxgüsi (excuses)!😉
Das hat doch nichts mit Vertrauen ins eigene Produkt zu tun. Dieses war seinerzeit ganz sicher vorhanden.

Aber in den 60er-Jahren (und früher) waren max. 6-stellige mechanische Kilometerzähler üblich, auch bei Strassenfahrzeugen (sogar bei Luxuskarren).
Viel flexiblere digitale Systeme gab es damals höchstens in der ‘Science-fiction’...
Die Ge 6/6 II sind nun immerhin schon 55-62 Jahre alt.

Salut
Ueli



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.20 12:37.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: bigboy4015

Datum: 28.07.20 13:47

Sorry, aber die Kilometerzähler von Autos, teilweise bis in die 1980er waren 6 stellig wenn man die 100 Meter Anzeige mitzählt. Bei den Kilometern war bei 99.999 Schluss.

Bigboy4015

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: HOL-BAD

Datum: 28.07.20 14:09

Die 100-m-Anzeige gab's beim Tageskilometerzähler. und der war vor dem Komma 3-stellig.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: sensor

Datum: 28.07.20 17:44

tbk schrieb:
Eine lok mit einem sechsstelligen kilometerzähler auszurüsten zeugt von keinem großen vertrauen in das eigene produkt ....


Hallo,
was ist das denn für eine blödsinnige Schlussfolgerung. Schliesslich haben diese Loks in ihrem jahrzehntelangen Einsatz wohl mehrere Millionen Kilometer zurückgelegt und dazu wurden sie auch gebaut, egal wieviel Stellen der Kilometerzähler hat.

Trotzdem mit Gruss

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: bigboy4015

Datum: 28.07.20 19:34

Tageskilometerzähler?
Als Kadett C-ler kannte man sowas im Tacho mal gerade vom Hörensagen und bei 99.999,9 kam eben wieder 00.000,0.

Beim D gab es dann oben wieder maximal die 99.999
Und unten konnte man bis 999,9 auch durch einen Knopf auf 000,0 stellen.

Ein Verwandter aus Vorpommern kam direkt nach der Wende mit seinem Ford Escort mit nur 13.000 Kilometern, technisch und optisch war der echt okay, aber ein Blick auf die Pedale und ich erklärte ihm das der 113.000 drauf hätte...

Bigboy4015




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 08:26.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: bigboy4015

Datum: 28.07.20 19:38

Für die Lok gibt es doch sicher ein Betriebsbuch wo alles haarklein notiert wird.
Wollen wir wetten das man da immer exakt sagen kann wie viele Kilometer die Lok gelaufen ist.
Und selbst 999.999 reicht da dicke.

Bigboy4015

Schade ...

geschrieben von: Palatino

Datum: 29.07.20 09:55

... dass wieder etwas von der "typischen" RhB, das abgeschafft wird. Die 700er habe ich immer gerne gesehen, selbst nach der äußerlichen Modernisierung und Umlackierung. Bei meinem allerersten Besuch bei der RhB zog die 703 meinen Zug ab Chur, vielleicht liegt es daran.

Vor etlichen Jahren gab es im TV mal eine längere Reportage über die Romantik bei der RB, die mit dem Satz des Kommentators endete: "Und man ist gewiss, so wird es noch eine lange Zeit bleiben!" Das hat sich leider nicht bewahrheitet, durch die vielen Bahnhofsumbauten und den Einsatz der Pendelzuggarnituren ist viel von der damals beschriebenen Romantik verloren gegangen. Aber das muss wohl so sein, weil er die Mehrheit der Fahrgäste erwartet. Immerhin haben sich bei der RhB viele Fahrzeuge erheblich länger im Einsatz gehalten, als bei anderen Bahngesellschaften. Und schön, dass man auch bei dem modernen Wagenmaterial zumindest einige der Fenster öffnen kann.

Und vielleicht bleibt ja auch von den Ge 6/6" eine Maschine als historische Lok erhalten.

Danke für den link zu der Meldung.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: pelzer

Datum: 29.07.20 11:37

902911 schrieb:
Mit dem Verschwinden der ältesten Lokomotiven der Schweiz geht auch eine Epoche zu Ende, in der es für die Bahnen nicht so viel Geld wie heute gab. Eine Abschiedsfahrt von Landquart ins Engadin:
Sind das wirklich die ältesten Lokomotiven der Schweiz?
Die Loks der Schynige Platte-Bahn sind doch von vor 1920...

Gruss Pelzer

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: RuhrIndianer

Datum: 29.07.20 13:13

Hallo,

und nicht nur die alten Damen, die noch heute putzmunter auf die Schynige Platte fahren, haben deutlich mehr als 100 Jahre gehalten. Und deren Zwillingsschwestern bei der WAB auch!!!

Wolfgang Kirn
902911 schrieb:Zitat:
Sind das wirklich die ältesten Lokomotiven der Schweiz?
Die Loks der Schynige Platte-Bahn sind doch von vor 1920...

Ich glaube, es hat in irgendwelchen Museen noch weitaus ältere.
Diese Schreiberlinge, da weisst Du nie, was die geraucht haben.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 29.07.20 23:35

Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
902911 schrieb:Zitat:
Sind das wirklich die ältesten Lokomotiven der Schweiz?
Die Loks der Schynige Platte-Bahn sind doch von vor 1920...

Ich glaube, es hat in irgendwelchen Museen noch weitaus ältere.
Diese Schreiberlinge, da weisst Du nie, was die geraucht haben.
Gemeint sind vermutlich Lokomotiven bei Bahnen mit regulärem OeV und GV, vor allem bei den SBB.
Nicht Museen, Museums- und Touristikbahnen.

Und bei der ersten Kategorie wird es wirklich schwer, noch ältere Maschinen im regulären Betrieb zu finden....

Salut
Ueli

PS:
Zuerst ausrangiert werden allerdings wohl die 4 letzten Ge 4/4 I (eine ist zum historischen Erhalt vorgesehen).
Auch von den BoBoBo Ge 6/6 II ist eine zum historischen Erhalt vorgesehen (m.W. eine Serie-Maschine mit runden Lampen).



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.20 23:38.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: widovnir

Datum: 30.07.20 00:48

Dürfte definitionssache sein. Auch bei der RhB selber gibt es weitaus ältere Lokomotiven, welche 2020 noch regulär im Betrieb sind. Erwähnt seien der De 2/2 151 von 1909 sowie die beiden Ge 2/2 161 und 162 von 1911, welche in Poschiavo und Tirano noch Rangierdienst leisten.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 00:50.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 30.07.20 08:01

widovnir schrieb:
Dürfte definitionssache sein. Auch bei der RhB selber gibt es weitaus ältere Lokomotiven, welche 2020 noch regulär im Betrieb sind. Erwähnt seien der De 2/2 151 von 1909 sowie die beiden Ge 2/2 161 und 162 von 1911, welche in Poschiavo und Tirano noch Rangierdienst leisten.
Ja, es ist sicher Definitionssache.😉

Die beiden Bernina-Lökeli Ge 2/2 161/162 ‘Il Asnin’ (dt. übers. ‘das Eselein’) und De 2/2 151 sind allerdings seit Jahrzehnten nicht mehr im Streckendienst, sondern eben ‘nur’ noch im Manöver oder für den Bahndienst tätig...
Ausserdem hat deren ‘Stündlein’ im aktiven Dienst auch geschlagen, der De 2/2 151 wird nächstens vom ‘Club 1889’ übernommen und in Poschiavo statisch präsentiert.
Und eine der beiden ‘Asnini’ (wohl die noch orange 162) wird ausrangiert, die (wieder) braune 161 hat hoff. noch einen schönen Lebensabend als aktives Museumsfahrzeug vor sich.
Die Bernina-Linie erhält für den Rangierdienst in Poschiavo und Campocologno neue Stadler-Rangiermaschinen.

Salut e bun di/buona giornata
Ueli

PS:
In Tirano ist schon seit vielen Jahren ein Diesel-Rangiertraktor stationiert.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 18:38.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: SD40-2XR

Datum: 30.07.20 14:59

Wenn man den Text auch liest und nicht nur über ihn diskutiert, stösst man auf folgenden Satz: "...Es sind die ältesten Lokomotiven, die in der Schweiz noch regelmässig für lange Fahrten eingesetzt werden...". Was eine "lange Fahrt" ist, kann man sich fragen. Aber die unregelmässig eingesetzten Ge 4/4 I oder die nur im Rangierdienst stehenden De oder Ge 2/2 sind da sicher schon mal ausgeschlossen.

Thomas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.07.20 14:59.

Re: Schade ...

geschrieben von: Selvreila

Datum: 30.07.20 18:11

Palatino schrieb:
...... Aber das muss wohl so sein, weil er die Mehrheit der Fahrgäste erwartet. ......
Grüße aus der Pfalz
Hubert
Hallo Hubert,
der Umbau der Bahnhöfe hat in erster Linie mit dem Gleichstellungsgesetz der Schweizer zu tun. Praktisch alle Stationen
werden für Rollstuhlfahrer zugängig. Der zweite Grund ist der zukünftige halbstündige Taktverkehr. Doppelspurstrecken
vor den Stationen erübrigen Zugkreuzungen am Bahnsteig, es ist in kleineren Stationen nur noch ein Bahnsteig nötig
und keine teure Unterführung.

Die beiden vorgenannten Gründe gelten auch für die neuen Fahrzeuge, die allesamt Rollstuhlgerechte Plätze haben.

In Sachen Oldtimerfahrzeuge und Eisenbahnfahns finde ich das Jammern auf sehr hohem Niveau.
Ich kenne keine Bahngesellschaft die Ihren Fans so viele Infos zukommen lässt wie die RhB und sich so
für Museumsfahrten engagiert. So sind alle Lokführer der Dampf- und Oldtimerzüge reguläre Lokführer der RhB.

Von den BoBoBo ist schon eine zum Ausschlachten des Führerstands zugesagt. Es wird derzeit überprüft
ob mit vertretbarem Aufwand eine der BoBo I damit in dem Urzustand angenähert werden kann.

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: no-night

Datum: 31.07.20 14:32

CH-Mirage schrieb:
Zuerst ausrangiert werden allerdings wohl die 4 letzten Ge 4/4 I (eine ist zum historischen Erhalt vorgesehen).
Ein gar nicht dummes Idee bezüglich dieses Loktyps kam einmal vor: eine sollte Pullman-Anstrich bekommen, und als ständiges Zugfahrzeug von ACPE dienen...

Re: Zeitenwende bei der Rhätischen Bahn

geschrieben von: SD40-2XR

Datum: 01.08.20 09:15

no-night schrieb:Zitat:
Ein gar nicht dummes Idee bezüglich dieses Loktyps kam einmal vor: eine sollte Pullman-Anstrich bekommen, und als ständiges Zugfahrzeug von ACPE dienen...
In der Schweiz braucht es unbedingt noch weitere pseudo-historische Loks und Wagen mit Fantasieanstrichen. Schliesslich ist und war "schön aussehen" seit jeher die Hauptaufgabe von Schienenfahrzeugen....

Und nun ernsthaft:
Schön und wichtig wäre es doch, wenn die Ressourcen "Geld und Platz" für eine komplette, zusammenpassende (nicht farblich, sondern historisch!) Komposition der grünen und/oder grün/roten Epochen konzentriert werden. Also z.B. eine Ge 6/6 II mit EW I und EW II, möglichst inkl. eines Gepäckwagens. Ein solcher Zug könnte dann sogar als "Not-Reserve" für Spitzentagen bereitgehalten werden und hätte damit noch ausserhalb des Nostalgieverkehrs einen Nutzen für das Unternehmen.
Wenn dann noch Ressourcen für den Erhalt einer Ge 4/4 I vorhanden sind, umso besser. Aber die Konzentration auf einen zusammenpassenden Zug anstatt auf mehrere Loks ohne passende Wagen würde die betriebliche und fahrzeugtechnische Vergangenheit der RhB besser dokumentieren.


Thomas