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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hallo,

vor einigen Jahren kam mir ein Untersuchungsbericht in die Hände, wo ein österreichisches Stellwerk bei der Fahrt über eine abzweigende Weiche durch unglückliche Umstände eine viel zu hohe Geschwindigkeit signalisierte ins Überholgleis. Ob es da auch zu einer Entgleisung kam weiß ich nicht mehr.

Nun kann ich das Ereignis trotz intensiver Suche nicht mehr wiederfinden, ich weiß nicht mal, wann ungefähr und wo es geschah. Kann das jemand einordnen oder hat sogar den Untersuchungsbericht?

Danke und Gruß
Fabian
Hallo!

Meinst du folgendes:
25. November 2006; Im Bahnhof Fentsch-St. Lorenzen Gefährdung des Zuges 531 durch eine falsche Signalisierung für die Fahrt in die Ablenkung. (Signalisierung Frei für die Fahrt in die Ablenkung (Gleiswechsel) bei erlaubter Geschwindigkeit von 60 km/h)

Näheres dazu kann ich momentan nicht finden.
Der Zug ist damals in den Schienen geblieben, obwohl er (nahezu) ungebremst in die Ablenkung gefahren ist. Soweit ich mich erinnere, fanden Wartungsarbeiten an der Sicherungsanlage statt, und es kam wohl zu einem Bedienungsfehler.
Ein Bedienungsfehler kann nicht zu solchen Folgen führen, dazu muss etwas in der Zechnik des Stellwerks schief laufen. Da ich nicht weiß was für ein Stellwerk es war weiß ich natürlich nicht was es gewesen sein könnte.
Es ist ein VGS80. Ein einfacher Bedienungsfehler allein reicht sicher nicht für so einen Effekt. Auch mein Wissenstand ist, dass das damals im Zuge von Arbeiten an der Anlage passiert ist.
MrEnglish schrieb:
Ein Bedienungsfehler kann nicht zu solchen Folgen führen, dazu muss etwas in der Zechnik des Stellwerks schief laufen. Da ich nicht weiß was für ein Stellwerk es war weiß ich natürlich nicht was es gewesen sein könnte.
Das ist so; Aber sobald jemand im Relaisraum herumwerkelt, bei der Wartung, kann da sowas passieren. Ein mir bekannter Lokführer hat bei der Einfahrt in St. Gallen auch einmal offen gehabt, obwohl besetzt war. Das hat damals auf seine Führermeldung intern stark "geräbelt". Man hat dann eben auch herausgefunden, dass im Relaisraum Wartungen durchgeführt wurden.
Gruss Leo
Korrekt, damals wurden umfangreiche Wartungsarbeiten an der Sicherungstechnik durchgeführt und dabei wurden zwei Relais vertauscht bzw. falsch verkabelt, was dann eben zu der "Frei" Signalisierung führte. Bei der näheren Untersuchung war dann die Frage, wieso das Signal überhaupt einen Signalbegriff gezeigt hat, während den Arbeiten an der Sicherungstechnik. Da sind mehrere Ursachen dann zusammen gekommen und auch das Regelwerk war nicht sehr eindeutig. Inzwischen wurde hier massiv nachgeschärft und seitdem sind Arbeiten an der Sicherungsanlage im laufenden Betrieb nur mehr sehr eingeschränkt erlaubt. Bei größeren Arbeiten, gilt nun entweder eine komplette Streckensperre oder falls das unmöglich ist zumindest eine 40 km/h LA mit fest versperrten Weichen.