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 08/02 - Alpenlandforum 

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Das Insolvenzverfahren um die Achenseebahn ist um eine Facette reicher: Das Sanierungskonzept der Bahn wurde jetzt zurückgezogen.

Über die Zukunft der Achenseebahn wird in den nächsten Wochen entschieden, das Insolvenzverfahren steht nämlich vor dem Abschluss. Was allerdings bereits feststeht: Das von der Achenseebahn selbst vorgelegte Sanierungskonzept zur Fortführung der Bahn ist nicht umsetzbar, es wurde vor wenigen Tagen im Insolvenzverfahren zurückgezogen.
Die aufgezeigten Möglichkeiten sind nicht realistisch, denn die Bahn wird in den nächsten zwei Jahren nicht dampfen und die Gesellschaft deshalb keine Einnahmen erzielen. Das Land hat vorerst lediglich einen Teilbetrieb für das heurige Jahr mit 50.000 Euro ermöglicht – aber nicht mehr. Man will die Konzession nicht verlieren.
Mit rund 1,4 Millionen Euro werden die Schulden im Insolvenzverfahren beziffert, 800.000 Euro sollen dabei auf die Sparkasse Schwaz entfallen. In den vergangenen Wochen wurden immer mehr Details über die Führung der Bahn in der Vergangenheit bekannt, die Perspektiven sind einfach zusammengefasst. In der bisherigen Form wird die Bahn nicht weiterbestehen, außer ein privater Aktionär übernimmt die Bahn und reaktiviert sie. Ohne umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur wäre ein Betrieb aber auch dann nicht möglich. Die Konzession läuft übrigens 2024 aus.
Das Land muss wiederum in den nächsten Wochen eine Grundsatzentscheidung fällen, ob sie nach dem Ende des Insolvenzverfahrens die Bahn in einer Auffanggesellschaft übernimmt oder nicht. Zur Vermeidung eines verlorenen Aufwands werden bis zur Klärung der Haftungsrisken keine Investitionen in die Sanierung der Eisenbahninfrastruktur getätigt. Um die Nostalgiebahn weiter und längerfristig auf Schiene zu bringen, müssten wohl zehn bis 15 Millionen Euro investier­t werden. Viel Geld, weshalb es sehr unterschiedliche Auffassungen darüber gibt.
Eine Stilllegung wird ausgeschlossen, dann müsste die kontaminierte Trasse umfangreich saniert werden. Geschätzte Kosten: 50 bis 100 Millionen Euro. Ein Ganzjahresbetrieb mit Einbindung in den öffentlichen Nahverkehr ist nicht möglich. Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen.
Im Raum stehen auch Forderungen an die ehemaligen Verantwortlichen. Denn der Ankauf von Garnituren der Appenzellerbahn, die samt Transport mehr als 100.000 Euro gekostet haben, wirft viele Fragen auf. Dazu hat es bereits einen Vorvertrag aus dem Jahr 2014 gegeben, die Garnituren stehen seit 2018 auf dem Abstellgleis.


[www.tt.com]
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben. Nur ist der Achensee nicht wirklich eine winterdestination (oder geht da jemand zum eislaufen hin?), um diesen aufwand zu rechtfertigen.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
tbk schrieb:
Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben.
Ich bin bei Gott kein Experte für Lawinenschutz - aber so wie ich die Gegend dort in Erinnerung habe scheint mir da kein besonderer Lawinenschutz notwendig. Die Strasse hat ja auch keinen.
Grüss Dich,

danke vielmal für die Info. Ho, da hat man gute Pläne gemacht, ein Konzept erstellt. Aber es lässt sich nicht umsetzen. Wie tragisch!
Schade ist ja ebenso, dass die ehem. AB-Wagen nun wohl umsonst angeschafft wurden. Die Option öV fällt flach. Gerade das finde ich eben auch schade, dass die öV-Option außen vor ist und nicht nachbar ist. Das ist wirklich schade.

Gut, zum Winterbetrieb. Der Achsensee selber ist keine Wintersportdestination. Aber es gibt am Achensee 2-3 Seilbahnen, bei denen sicherlich Wintersport stattfindet, oder? Insofern könnten Achenseebahn und Schiff eine Zubringerfunktion zu den Wintersportorten dort erfüllen, wobei das aber auch etwas umständlich ist. Ein Direktbus ab Jenbach oder Innsbruck ist da zweifelsohne der bequemere Zubringer.

Herzliche Grüsse
Martin
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben. Nur ist der Achensee nicht wirklich eine winterdestination (oder geht da jemand zum eislaufen hin?), um diesen aufwand zu rechtfertigen.
Die Achenseeregion ist die mit dem ausgeglichensten Verhältnis zwischen Sommer- und Wintertourismus in Tirol.
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben. Nur ist der Achensee nicht wirklich eine winterdestination (oder geht da jemand zum eislaufen hin?), um diesen aufwand zu rechtfertigen.

Das ist das Statement eines Journalisten, mehr nicht. Natürlich kann man Zahnradbahnen auch im Winter betreiben. Übrigens war auch der bisherige Betrieb keineswegs sicher vor Schnee, Ende Oktober kann es dort durchaus auch bis in Tal Schneefall geben, wenn auch nicht in einer dicken Schneedecke resultierend. Vor einigen Jahren hatte die Achenseebahn mal Winterbetrieb, zunächst bis in den Dezember, angekündigt. Letztlich wurde der nicht realisiert, das war aber nur dem Geschäftsgebahren der Achenseebahn AG zuzuschreiben und nicht Bedenken hinsichtlich der Wintertauglichkeit.

Weltreisender schrieb:
danke vielmal für die Info. Ho, da hat man gute Pläne gemacht, ein Konzept erstellt. Aber es lässt sich nicht umsetzen. Wie tragisch!
Schade ist ja ebenso, dass die ehem. AB-Wagen nun wohl umsonst angeschafft wurden.

Die Appenzeller Fahrzeuge stammen aus einer früheren Phase der Konzeptlosigkeit. Aktuell waren die nur noch ein Thema der Entsorgung.

Weltreisender schrieb:
Die Option öV fällt flach. Gerade das finde ich eben auch schade, dass die öV-Option außen vor ist und nicht nachbar ist. Das ist wirklich schade.

Derzeit will das niemand, aber unmöglich ist es nicht. Ein wirkliches Konzept dafür hatte die Achenseebahn allerdings auch nie.

Noch eine Frage: Wie kann ein Unternehmen mit jährlichen Gewinnen (ohne Berücksichtigung von Investitionen) im fünfstelligen Bereich 1,4 Millionen Schulden aufbauen? Wieso gibt die Sparkasse Schwaz Kredite von 800000 Euro? Die mussten doch ganz genau wissen, dass sie das Geld nie wiedersehen. Aber vielleicht wissen die Jubelperser, die dem Land die Schuld am Missmanagement der Achenseebahn AG geben, darauf eine Antwort.
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein.
Ja, mit beleuchteten und beheizten Wagen, und mehrheitlich mit Diesel oder elektrisch gefahren...
kaufhalle schrieb:
Noch eine Frage: Wie kann ein Unternehmen mit jährlichen Gewinnen (ohne Berücksichtigung von Investitionen) im fünfstelligen Bereich 1,4 Millionen Schulden aufbauen? Wieso gibt die Sparkasse Schwaz Kredite von 800000 Euro? Die mussten doch ganz genau wissen, dass sie das Geld nie wiedersehen. Aber vielleicht wissen die Jubelperser, die dem Land die Schuld am Missmanagement der Achenseebahn AG geben, darauf eine Antwort.

Ich sehe das ganze so: Nur 1,4 Millionen Euro Schulden? Da haben doch viele Firmen mehr Geld in der Portokasse liegen. Aber wenn es daran (für den Staat) scheitert einem Unternehmen wieder auf die Beine zu helfen, welches ja auch den Tourismus fördert und zukünftig vielleicht doch Teil des ÖPNV sein könnte, dann ist das irgendwie auch traurig. Gerade jetzt, wo über Wirtschaftshilfen von hunderten Milliarden Euro verhandelt wird.
no-night schrieb:
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein.
Ja, mit beleuchteten und beheizten Wagen, und mehrheitlich mit Diesel oder elektrisch gefahren...

Für ÖPNV gehört es sich eigentlich auch, bei Bedarf beleuchtet und beheizt zu fahren. Echte Hinderungsgründe für ÖPNV aufgrund der Notwendigkeit ganzjährigen Betriebs kann ich jedenfalls nicht erkennen.

Bw-Ansbach schrieb:
kaufhalle schrieb:
Noch eine Frage: Wie kann ein Unternehmen mit jährlichen Gewinnen (ohne Berücksichtigung von Investitionen) im fünfstelligen Bereich 1,4 Millionen Schulden aufbauen? Wieso gibt die Sparkasse Schwaz Kredite von 800000 Euro? Die mussten doch ganz genau wissen, dass sie das Geld nie wiedersehen. Aber vielleicht wissen die Jubelperser, die dem Land die Schuld am Missmanagement der Achenseebahn AG geben, darauf eine Antwort.

Ich sehe das ganze so: Nur 1,4 Millionen Euro Schulden? Da haben doch viele Firmen mehr Geld in der Portokasse liegen. Aber wenn es daran (für den Staat) scheitert einem Unternehmen wieder auf die Beine zu helfen, welches ja auch den Tourismus fördert und zukünftig vielleicht doch Teil des ÖPNV sein könnte, dann ist das irgendwie auch traurig. Gerade jetzt, wo über Wirtschaftshilfen von hunderten Milliarden Euro verhandelt wird.

Man muss die Schulden in Relation zu ihrer Abtragbarkeit sehen. Die Achenseebahn kommt seit Jahren gerade mal auf eine schwarze Null (denn mehr ist der "Gewinn" in fünfstelliger Größenordnung, mit dem sich die Achenseebahn AG so gern brüstet, nicht), und hat damit noch nicht mal Instandhaltungskosten bezahlt, sondern nur den reinen Fahrbetrieb. Diese Schulden wurden also angehäuft, ohne dass jemals eine reale Aussicht auf deren Abtragung bestand. Zumindest bei der Schwazer Sparkasse wird man das auch gewusst haben.

Vergleiche mit Unterstützungen für andere Unternehmen zur Abmilderung der Folgen Höherer Gewalt sind abwegig. Zudem würde jegliches Geld bei der Achenseebahn sowieso nur irgendwo versickern.
Richtig, man darf nicht vergessen, dass die Achenseebahn nicht wegen Corona in der aktuellen Lage ist, die haben sich da ganz alleine reinmanövriert. Und die 1,4 Mio. sind ja nur der Anfang, das Land hatte ja nicht ohne Grund über 3 Mio. zugesagt.
Hallo,

wieso sollte Geld bei der Achenseebahn "versickern" ? Auch bei den Corona-Soforthilfen ist kein Geld "versickert" es wurde halt nur die Verwendung nicht ausreichend kontrolliert oder hinterfragt.
Das Problem ist doch eher, dass man bei der Achenseebahn versucht hat, den Betrieb an die -ungeeigneten- Vorgaben einer Nahverkehrsförderung anzupassen. Das Land war an dieser Fehlentwicklung, die schon vor weit über 5 Jahren begann nicht unbeteiligt. Ausserdem entsteht für Aussenstehende der Eindruck, dass keine Bahn in der Region einer anderen etwas gegönnt hat...
Wenn die Schafbergbahn zum modernen Gipfelshuttle hochgerüstet wurde, sollte es auch drin sein, die Achenseebahn in der traditionellen Betriebsform zu erhalten. Das wird nicht billig. Mitverursacht durch die minimalen Förderungen der letzten Jahre ist die Auflösung des Investitionsstaus aber jetzt unabdingbar.

Viele Grüsse
Peter
Kannst du da etwas konkreter werden? Was genau hat denn an die Nahverkehrsanfordetungen angepasst? Sprichst du da über die Triebwagen?
Und warum ist das Land daran Schuld wenn die Unternehmrnsführung die Bahn an die Wand fährt?

Der Vergleich mit der Schafbergbahn hinkt, aber das führe ich jetzt nicht mehr aus.
Peter Illertr schrieb:
Hallo,

wieso sollte Geld bei der Achenseebahn "versickern" ? Auch bei den Corona-Soforthilfen ist kein Geld "versickert" es wurde halt nur die Verwendung nicht ausreichend kontrolliert oder hinterfragt.
Das Problem ist doch eher, dass man bei der Achenseebahn versucht hat, den Betrieb an die -ungeeigneten- Vorgaben einer Nahverkehrsförderung anzupassen. Das Land war an dieser Fehlentwicklung, die schon vor weit über 5 Jahren begann nicht unbeteiligt. Ausserdem entsteht für Aussenstehende der Eindruck, dass keine Bahn in der Region einer anderen etwas gegönnt hat...
Wenn die Schafbergbahn zum modernen Gipfelshuttle hochgerüstet wurde, sollte es auch drin sein, die Achenseebahn in der traditionellen Betriebsform zu erhalten. Das wird nicht billig. Mitverursacht durch die minimalen Förderungen der letzten Jahre ist die Auflösung des Investitionsstaus aber jetzt unabdingbar.

Viele Grüsse
Peter
Naja, das mindeste wäre mal, den gesamten Vorstand rauszuschmeißen, dann übernimmt das Land Tirol die Bahn. Da würde ich jetzt gar nicht vom Verkauf sprechen, die muss man enteignen. Dann hätte man die Möglichkeit für einen kompletten Neustart. Und Zukunft sehe ich ehrlich gesagt in einer Mischung aus Nahverkehr und Nostalgie. Klar, man muss jetzt nicht gleich die Strecke elektrifizieren, man kann ja vorerst mal mit Diesel fahren. Ist sowieso aufgrund der Spurweite keine Durchbindung, weder vom Zillertal, noch von Wörgl, noch von Innsbruck, möglich. Aber das muss entweder das Land Tirol oder ein neuer Vorstand machen. Der jetzige hat schon derart an Vertrauen verloren, da kann es nur mehr in die Hose gehen.

Und wie hier schon gesagt wurde, die Achenseebahn ist nicht durch die Corona-Krise in die Schieflage geraten, die ist schon seit Jahren in der Schieflage. Eigentlich hat die Corona-Krise sogar was gutes. Und das man sich mit der Zillertalbahn zerstritten hat, ist nicht die Zillertalbahn alleine Schuld. Zum Streiten gehören bekanntermaßen zwei. Und das man dann den anderen nichts gönnt, ist ja auch verständlich.

Die Schafbergbahn soll kein Vorbild sein. Dort ist eine Massenabfertigung, was den Preis beim besten Willen nicht mehr gerecht wird. Besser man hat (Beispiel) 15 Leute die 30 Euro für echten Dampf da lassen, als 25 Leute die 15 Euro für "Neu"dampf da lassen.
Hallo Mr. English,

Hätte man die Achenseebahn als das gefördert was sie ist und was sie kann, nämlich als Verkehrsmittel für Ausflüge, dann wäre die Verlockung für die Betreiber, aus ihr (auch) eine Stadtbahn zu machen, sicher nicht so gross gewesen. Schliesslich wurde die Bahn ja auch in weiter zurückliegenden Jahren aus Steuermitteln gefördert. Die kamen zum Teil aus dem Tourismus und waren damit indirekt auch Wertschöpfung durch die Bahn.
Der Vergleich mit der Schafbergbahn mag hinken, aber es wäre schön wenn es neben der modernen Schafbergbahn auch weiter die historische Achenseebahn gäbe.
Das Neid, Missgunst und persönliche Animositäten einigen Flurschaden angerichtet haben, ist ja unwidersprochen geblieben.


Viele Grüsse
Peter
Peter Illertr schrieb:
wieso sollte Geld bei der Achenseebahn "versickern" ?

Weil das bisher auch so gelaufen ist. Für alles mögliche wird Geld rausgehauen, aber um die Loks dann zu Saisonbeginn fertigzumachen, ist keins mehr da. Und wenn man dann noch an die Sekretärin denkt, die zu Edelnuttenpreisen versorgt wurde ...

Peter Illertr schrieb:
Auch bei den Corona-Soforthilfen ist kein Geld "versickert" es wurde halt nur die Verwendung nicht ausreichend kontrolliert oder hinterfragt.

Hier gibt es absolut nichts mit Corona-Beeinträchtigungen zu vergleichen. Die Achenseebahn AG hat zwar den Ausfall des Saisonstarts mit Corona begründet, tatsächlich aber hatten sie einfach nur keine einzige betriebsfähige Lok.

Peter Illertr schrieb:
Das Problem ist doch eher, dass man bei der Achenseebahn versucht hat, den Betrieb an die -ungeeigneten- Vorgaben einer Nahverkehrsförderung anzupassen. Das Land war an dieser Fehlentwicklung, die schon vor weit über 5 Jahren begann nicht unbeteiligt.

Das ist schlichtweg falsch. All das mit dem Appenzeller Gerümpel hat nichts mit Vorstellungen des Landes zu tun, sondern nur mit größenwahnsinnigen Ideen der damaligen Leitung der Achenseebahn, bei den ganz großen Zahnradbahnen z. B. der Schweiz mitzuspielen. Zu diesem Zweck wollte man die Bahn bis Eng verlängern, daraus folgte die Notwendigkeit, elektrisch zu fahren. Man hatte damals nicht die Absicht, ÖPNV zu fahren, und das Ganze war weder mit dem Land irgendwie abgestimmt, geschweige denn von ihm veranlasst. Die Privatbahnförderung gab es damals übrigens auch noch, so dass auch keine Veranlassung bestand, irgendwelche angeblichen Vorstellungen des Landes zu erfüllen.

Peter Illertr schrieb:
Ausserdem entsteht für Aussenstehende der Eindruck, dass keine Bahn in der Region einer anderen etwas gegönnt hat...

Die Privatbahnförderung, die der Achenseebahn dann (völlig zu recht) versagt wurde, kam als Mehrförderung Zillertalbahn und Stubaitalbahn zugute. Die leisten ÖPNV und tun damit genau das, wofür die Mittel eigentlich bestimmt sind. Die einzige Bahn, die anderen nichts gönnt, ist die Achenseebahn, von den anderen hört man insofern nichts.

Peter Illertr schrieb:
Wenn die Schafbergbahn zum modernen Gipfelshuttle hochgerüstet wurde, sollte es auch drin sein, die Achenseebahn in der traditionellen Betriebsform zu erhalten.

Die Schafbergbahn liegt aber zum größten Teil in Salzburg, zu einem kleinen Teil in Oberösterreich. Tirol und Tiroler Landesmittel haben also exakt gar nichts damit zu tun. Wer die Investitionen dort unterstützt hat, weiß ich allerdings nicht.

Peter Illertr schrieb:
Das wird nicht billig. Mitverursacht durch die minimalen Förderungen der letzten Jahre ist die Auflösung des Investitionsstaus aber jetzt unabdingbar.

Die Förderung einer Touristenattraktion ist eigentlich keine Landesaufgabe.

Peter Illertr schrieb:
Hätte man die Achenseebahn als das gefördert was sie ist und was sie kann, nämlich als Verkehrsmittel für Ausflüge, dann wäre die Verlockung für die Betreiber, aus ihr (auch) eine Stadtbahn zu machen, sicher nicht so gross gewesen.

Ein Unternehmen ist für sein Handeln schon noch selbst verantwortlich. Irgendwelche unternehmerische Entscheidungen oder gar Investitionen zugunsten von ÖPNV hat es auch nie gegeben.

Und eine Touristenattraktion in überwiegend privatem Besitz sollte schon in der Lage sein, sich selbst zu unterhalten.

Peter Illertr schrieb:
Schliesslich wurde die Bahn ja auch in weiter zurückliegenden Jahren aus Steuermitteln gefördert.

Das war ja auch ein Fehler, der dann bereinigt wurde.

Peter Illertr schrieb:
Die kamen zum Teil aus dem Tourismus und waren damit indirekt auch Wertschöpfung durch die Bahn.

Ach ja, das alte Märchen vom Rückfluss der Subventionen durch Tourismuseinnahmen. Anderswo mag das stimmen, bei der Achenseebahn nicht. Der größte Teil der Nutzer sind Bustouristen, die allenfalls noch bei der Fahrt mit dem Schiff und äußerstenfalls beim Mittagessen Geld in der Region lassen. Die wesentlichen Einnahmen im Tourismus kommen aber aus den Übernachtungen, und nur dafür werden auch Tourismusabgaben erhoben. Für Feriengäste im Einzugsgebiet der Achenseebahn bietet sie nicht viel.

Peter Illertr schrieb:
Das Neid, Missgunst und persönliche Animositäten einigen Flurschaden angerichtet haben, ist ja unwidersprochen geblieben.

Den Schaden hat die Misswirtschaft der Achenseebahn AG angerichtet. Ganz allein.
Hast du irgend ein Problem mit „Neu Dampfloks“?
Die sind auch schon wieder 20 jährig und so anders als eine alte Reko DB Lok sind die von R. Waller konstruierten Dampfmaschinen auch nicht!
Wenn ich die Achenseedampfkisten mit den „Uhrwerken“ von alten Schweizer Bergbahnloks vergleiche, dann sind die alten Achensee-Schüttelbecher wohl näher bei den Mount Washington Loks anzusiedeln, als an gängigen Standards anderer Bergbahnen Europas.... das macht sie vielleicht gerade deswegen so liebenswert und erhaltungswürdig?
Gruess MirageRuedi
Schotterpilot schrieb:
Hast du irgend ein Problem mit „Neu Dampfloks“?
Die sind auch schon wieder 20 jährig und so anders als eine alte Reko DB Lok sind die von R. Waller konstruierten Dampfmaschinen auch nicht!
Wenn ich die Achenseedampfkisten mit den „Uhrwerken“ von alten Schweizer Bergbahnloks vergleiche, dann sind die alten Achensee-Schüttelbecher wohl näher bei den Mount Washington Loks anzusiedeln, als an gängigen Standards anderer Bergbahnen Europas.... das macht sie vielleicht gerade deswegen so liebenswert und erhaltungswürdig?

Die Achenseebahnloks sind ja auch weder alt noch original. Original sind die Nummern und ein paar Kleinteile.
Peter Illertr schrieb:
Hätte man die Achenseebahn als das gefördert was sie ist und was sie kann, nämlich als Verkehrsmittel für Ausflüge, dann wäre die Verlockung für die Betreiber, aus ihr (auch) eine Stadtbahn zu machen, sicher nicht so gross gewesen. Schliesslich wurde die Bahn ja auch in weiter zurückliegenden Jahren aus Steuermitteln gefördert. Die kamen zum Teil aus dem Tourismus und waren damit indirekt auch Wertschöpfung durch die Bahn.
Der Vergleich mit der Schafbergbahn mag hinken, aber es wäre schön wenn es neben der modernen Schafbergbahn auch weiter die historische Achenseebahn gäbe.
Das Neid, Missgunst und persönliche Animositäten einigen Flurschaden angerichtet haben, ist ja unwidersprochen geblieben.
Das was sie (angeblich) kann ist aber eben nicht förderfähig. Da haben sich Jahre lang ein paar Männer ihr Spielzeug vom Steuerzahler finanzieren lassen und das hat der Bund irgendwann nicht mehr mitgemacht. Richtig, es war nämlich der Bund der das MIP gestrichen hat, nicht das Land.

Was den Mittelfluss auf dem Tourismus angeht, da würde mich mal interessieren was du damit meinst. Natürlich wird das MIP zur Hälfte vom Land finanziert und natürlich stecken da in Tirol jede Menge Steuereinnahmen aus dem Tourismus drin, aber das ist doch reichlich unspezifisch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.20 06:13.
MrEnglish schrieb:
Richtig, es war nämlich der Bund der das MIP gestrichen hat, nicht das Land.

Die Privatbahnförderung stammt zwar teilweise vom Bund, wird aber von den jeweiligen Ländern verteilt. Der Bund redet dabei nicht rein. Das Ende für die Zweckentfremdung der Mittel durch die Zuweisung an die Achenseebahn kam mit der Beteiligung der Grünen an der Landesregierung, die die Mittel nur noch ÖPNV-Bahnen zukommen lassen wollten.
kaufhalle schrieb:
Die Privatbahnförderung stammt zwar teilweise vom Bund, wird aber von den jeweiligen Ländern verteilt. Der Bund redet dabei nicht rein. Das Ende für die Zweckentfremdung der Mittel durch die Zuweisung an die Achenseebahn kam mit der Beteiligung der Grünen an der Landesregierung, die die Mittel nur noch ÖPNV-Bahnen zukommen lassen wollten.
Nein, das stimmt nicht. Der Bund entscheidet sehr wohl was gefördert wird. Das Land hätte die Achenseebahn vielleicht selbst weiter fördern können, aber nicht über das MIP, also ohne Beteiligung des Bundes. Die Grünen tragen daran genauso wenig die Schuld wie an der Einstellung der Direktzüge nach Osttirol die ihnen oft zugeschrieben wird.
Das lässt sich im Transparenzportal nachlesen.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Die Privatbahnförderung stammt zwar teilweise vom Bund, wird aber von den jeweiligen Ländern verteilt. Der Bund redet dabei nicht rein. Das Ende für die Zweckentfremdung der Mittel durch die Zuweisung an die Achenseebahn kam mit der Beteiligung der Grünen an der Landesregierung, die die Mittel nur noch ÖPNV-Bahnen zukommen lassen wollten.
Nein, das stimmt nicht. Der Bund entscheidet sehr wohl was gefördert wird. Das Land hätte die Achenseebahn vielleicht selbst weiter fördern können, aber nicht über das MIP, also ohne Beteiligung des Bundes. Die Grünen tragen daran genauso wenig die Schuld wie an der Einstellung der Direktzüge nach Osttirol die ihnen oft zugeschrieben wird.
Das lässt sich im Transparenzportal nachlesen.

Der damaligen Berichterstattung war ganz klar zu entnehmen, dass es eine Entscheidung des Landes war und exakt auf die Verantwortungsübernahme der Grünen zurückgeht. Die Entscheidung war ja auch richtig.

Bei der Einstellung der Korridorzüge nach Osttirol handelte es sich um eine ganz gewöhnliche Abbestellungsentscheidung des Landes, wenn auch möglicherweise mit Konsequenzen für den Staatsvertrag. Hier waren die Grünen (im Gegensatz zur Beendigung der Förderung der Achenseebahn) nicht die Initiatoren. Die Abbestellung ging von der ÖVP aus und war bereits vor Einzug der Grünen in die Regierung fest geplant und auch bereits bekannt. Die Grünen hätten aktiv die Revision betreiben müssen bzw. hätten sich problemlos auf "war entschieden und nicht mehr zu ändern" zurückziehen können. Haben sie aber nicht, sie haben die Abbestellung aktiv mitgetragen.
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung war ganz klar zu entnehmen, dass es eine Entscheidung des Landes war und exakt auf die Verantwortungsübernahme der Grünen zurückgeht. Die Entscheidung war ja auch richtig.

Bei der Einstellung der Korridorzüge nach Osttirol handelte es sich um eine ganz gewöhnliche Abbestellungsentscheidung des Landes, wenn auch möglicherweise mit Konsequenzen für den Staatsvertrag. Hier waren die Grünen (im Gegensatz zur Beendigung der Förderung der Achenseebahn) nicht die Initiatoren. Die Abbestellung ging von der ÖVP aus und war bereits vor Einzug der Grünen in die Regierung fest geplant und auch bereits bekannt. Die Grünen hätten aktiv die Revision betreiben müssen bzw. hätten sich problemlos auf "war entschieden und nicht mehr zu ändern" zurückziehen können. Haben sie aber nicht, sie haben die Abbestellung aktiv mitgetragen.
Dann erklär mal wie das zur aktuellen Berichterstattung passt. Das Land sagt es war eine Entscheidung des Bundesministeriums und wird gleichzeitig dafür angezeigt, dass es die Mittelstreichung durch den Bund hintertrieben hätte (übrigens der Grund warum es jetzt kein Geld gibt). Das bedeutet wenn du Recht hast lügen sowohl das Land als auch seine Gegner. Außerdem müssten auch die Zuständigkeiten gegenüber heute anders sein. In der oben verlinkten staatlichen Quelle steht aber, dass das zugrundeliegende Gesetz von 2004 ist und nicht geändert wurde.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung war ganz klar zu entnehmen, dass es eine Entscheidung des Landes war und exakt auf die Verantwortungsübernahme der Grünen zurückgeht. Die Entscheidung war ja auch richtig.

Bei der Einstellung der Korridorzüge nach Osttirol handelte es sich um eine ganz gewöhnliche Abbestellungsentscheidung des Landes, wenn auch möglicherweise mit Konsequenzen für den Staatsvertrag. Hier waren die Grünen (im Gegensatz zur Beendigung der Förderung der Achenseebahn) nicht die Initiatoren. Die Abbestellung ging von der ÖVP aus und war bereits vor Einzug der Grünen in die Regierung fest geplant und auch bereits bekannt. Die Grünen hätten aktiv die Revision betreiben müssen bzw. hätten sich problemlos auf "war entschieden und nicht mehr zu ändern" zurückziehen können. Haben sie aber nicht, sie haben die Abbestellung aktiv mitgetragen.
Dann erklär mal wie das zur aktuellen Berichterstattung passt. Das Land sagt es war eine Entscheidung des Bundesministeriums und wird gleichzeitig dafür angezeigt, dass es die Mittelstreichung durch den Bund hintertrieben hätte (übrigens der Grund warum es jetzt kein Geld gibt). Das bedeutet wenn du Recht hast lügen sowohl das Land als auch seine Gegner. Außerdem müssten auch die Zuständigkeiten gegenüber heute anders sein. In der oben verlinkten staatlichen Quelle steht aber, dass das zugrundeliegende Gesetz von 2004 ist und nicht geändert wurde.

Der damaligen Berichterstattung nach war die Sache eindeutig, das Land verteilt Bundesmittel weiter und entscheidet über die Verwendung (weswegen es auch keine Konkurrenz über Ländergrenzen hinweg gibt). Aktuelle Schuldzuweisungen des Lands an den Bund kenne ich nicht.
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung nach war die Sache eindeutig, das Land verteilt Bundesmittel weiter und entscheidet über die Verwendung (weswegen es auch keine Konkurrenz über Ländergrenzen hinweg gibt). Aktuelle Schuldzuweisungen des Lands an den Bund kenne ich nicht.
Hast du denn auch mal eine Quelle dafür damit man mal deren Zuverlässigkeit beurteilen könnte?

Was die "Schuldzuweisungen" des Landes angeht findest du die entsprechenden Beiträge hier noch auf der ersten Seite. Aktuell behauptet niemand, dass diese Entscheidung nicht in der Kompetenz des Bundes gelegen wäre, es wird lediglich behauptet, dass es nicht die Idee des Bundes gewesen wäre.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung nach war die Sache eindeutig, das Land verteilt Bundesmittel weiter und entscheidet über die Verwendung (weswegen es auch keine Konkurrenz über Ländergrenzen hinweg gibt). Aktuelle Schuldzuweisungen des Lands an den Bund kenne ich nicht.
Hast du denn auch mal eine Quelle dafür damit man mal deren Zuverlässigkeit beurteilen könnte?

Ich kann dazu nichts mehr finden - wohlgemerkt gar nichts zur Entscheidung. Es gab damals allerdings einen Bericht in Schienenverkehr aktuell, der aber ungewöhnlich unsachlich war und die Entscheidung kritisierte.

MrEnglish schrieb:
Was die "Schuldzuweisungen" des Landes angeht findest du die entsprechenden Beiträge hier noch auf der ersten Seite. Aktuell behauptet niemand, dass diese Entscheidung nicht in der Kompetenz des Bundes gelegen wäre, es wird lediglich behauptet, dass es nicht die Idee des Bundes gewesen wäre.

Auch dazu kann ich nichts finden. Es mag sein, dass de jure der Bund das Geld auf Vorschlag der Länder verteilt, de facto aber die Länder entscheiden.
kaufhalle schrieb:
Auch dazu kann ich nichts finden. Es mag sein, dass de jure der Bund das Geld auf Vorschlag der Länder verteilt, de facto aber die Länder entscheiden.
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.

Das hat nichts mit de jure und de facto zu tun, der Bund schreibt genau vor welche Maßnahmen förderfähig sind und welche nicht. Das hat auch nichts mit "deine Nase mag ich und deine nicht" zu tun, das sind objektive Kriterien. In der von mir verlinkten Quelle kannst du zumindest nachlesen was allgemein gilt damit eine Bahn mal grundsätzlich förderfähig ist, die tatsächlichen Vorgaben sind aber weit detaillierter.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.20 00:05.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Auch dazu kann ich nichts finden. Es mag sein, dass de jure der Bund das Geld auf Vorschlag der Länder verteilt, de facto aber die Länder entscheiden.
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.

Das habe ich nicht geschrieben. Schienenverkehr aktuell war nur ein Teil der Berichterstattung.

Jedenfalls habe ich auch noch nie was davon gelesen, dass es eine Entscheidung des Bundes gewesen wäre. Die Streichung der Mittel wurde definitiv von Innsbruck aus initiiert, und zwar von den Grünen.

MrEnglish schrieb:
Dad hat nichts mit de jure und de facto zu tun, der Bund schreibt genau vor welche Maßnahmen görderfähig sind und welche nicht. Das hat auch nichts mit "deine Nase mag ich und deine nicht" zu tun, das sind objektive Kriterien. In der von mir verlinkten Quelle kannst du zumindest nachlesen was allgemein gilt damit eine Bahn mal grundsätzlich förderfähig ist, die tatsächlichen Vorgaben sind aber weit detaillierter.

Trotzdem muss jemand entscheiden, was gefördert wird und was nicht. Und das macht nicht der Bund allein.
Wenn die Grünen dafür mitverantwortlich sind, dass die Achenseebahn zugrunde gehen sollte, muss ich mir ja doch wirklich mal die Aufrechterhaltung der Parteimitgliedschaft überlegen - auch wenn das hier nicht die deutsche Sektion betrifft . Ich sehe den grünen Verantwortlichen ja alles nach - Unterstützung Jugoslawien-Krieg, Beschluss zur Abbaggerung des Hambacher Forsts in rotgrüner Koalition unter Regierung Kraft, Ryanair-Ansiedelung bei Fraport durch grünen hessischen Verkehrsminister, Verhinderung der Erhaltung der Strecke Darmstadt-Ost-Gross Zimmern durch Rossdorfer Grüne - aber die Achenseebahn kaputtmachen, das geht gar nicht. Das ist wie Emma auf Lummerland abschaffen.

Viele Grüsse
Peter
Peter Illertr schrieb:
Wenn die Grünen dafür mitverantwortlich sind, dass die Achenseebahn zugrunde gehen sollte, muss ich mir ja doch wirklich mal die Aufrechterhaltung der Parteimitgliedschaft überlegen - auch wenn das hier nicht die deutsche Sektion betrifft . Ich sehe den grünen Verantwortlichen ja alles nach - Unterstützung Jugoslawien-Krieg, Beschluss zur Abbaggerung des Hambacher Forsts in rotgrüner Koalition unter Regierung Kraft, Ryanair-Ansiedelung bei Fraport durch grünen hessischen Verkehrsminister, Verhinderung der Erhaltung der Strecke Darmstadt-Ost-Gross Zimmern durch Rossdorfer Grüne - aber die Achenseebahn kaputtmachen, das geht gar nicht. Das ist wie Emma auf Lummerland abschaffen.

Die Achenseebahn ist von ihrer Leitung kaputtgemacht worden. Das Geld vom Land wäre in irgdwelchen albernen Ausbauten verschwunden, z. B. der Ausweiche in Fischl (nein, gibt es nicht und braucht auch niemand, hätte allenfalls die Flexibilität bei der Abfertigung weiterer Rentnerbusladungen erhöht), es gab noch mehr hirnrissige Projekte unterhalb des Ankaufs alten Gerümpels aus Appenzell.

Die Grünen haben dafür gesorgt, dass dafür Stubaitalbahn und Zillertalbahn entsprechend mehr bekommen, wo das Geld vernünftig eingesetzt wird.
Hallo Kaufhalle,

Vermutlich war das Management nicht auf der Höhe, was wohl auch für dessen Kontrolle gilt. Die Art, wie vor fünf Jahren die Übernahme der Geschäftsführung erfolgte, war sicher schädlich für die Bahn . Aber es ist doch nicht sinnig, der GF allein den schwarzen Peter für die Probleme der Bahn zuzuschieben. Wenn es so wäre, reichte es ja, die GF einfach auszuwechseln und die Uhr zurück zu stellen.. Es muss auch berücksichtigt werden, wie dramatisch sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten verschoben und oft verschlechtert haben, in den letzten Jahren immer schneller. Da wird es immer schwieriger und anspruchsvoller, eine traditionelle Bahn wie die Achenseebahn zu betreiben. Und Managementfehler wirken doppelt und dreifach - insbesondere, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Dass die Bahn so schön altmodisch ist, bis hin zur Gesellschaftsform als AG, das macht sie sympathisch, aber auch zum schwierigen Patienten. Die Achenseebahn lebt so lange, wie sich Leute finden, die sie gerne und gut betreiben und ihre Erfahrungen weitergeben. Ein Bruch muss vielleicht sein, aber ein Traditionsbruch funktioniert auch nicht. Hoffen wir, dass der Insolvenzverwalter eine gute Lösung hat.

Viele Grüsse
Peter
kaufhalle schrieb:
MrEnglish schrieb:
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.
Das habe ich nicht geschrieben. Schienenverkehr aktuell war nur ein Teil der Berichterstattung.

Ok, dann will ich dir mal ein paar Möglichkeiten aufzählen wie es zu deiner Einschätzung kommen könnte:

1. Die Journalisten hatten keine Ahnung und haben aus der Auszahlung und Aufstockung der Mittel durch das Land geschlossen, dass das Land über den Mitteleinsatz verhandelt.

2. Die Journalisten waren erz konservativ und die grüne Regierungsbeteiligung passt ihnen nicht. Lieblingsbeschäftigung solcher Leute ist es den Grünen vorzuwerfen, dass sie Wasser predigen und Wein saufen.

3. Die Journalisten haben korrekt berichtet, du hast es aber nicht verstanden. Da könnte man dann den Schreibern vorwerfen, dass sie sich vielleicht nicht eindeutig genug ausgedrückt haben. Oder deine Erinnerung spielt dir einen Streich.

4. Diese Möglichkeit nur der Vollständigkeit halber. Du verstehst bewusst die Tatsachen um dem Land die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ich wüsste aber nicht warum du das machen solltest, du bist ja bei dem Thema nicht gerade als Jubelperser aufgefallen.

Nochmal, ohne Quellen lässt sich das nicht nachvollziehen.

kaufhalle schrieb:
Jedenfalls habe ich auch noch nie was davon gelesen, dass es eine Entscheidung des Bundes gewesen wäre. Die Streichung der Mittel wurde definitiv von Innsbruck aus initiiert, und zwar von den Grünen.

Wenn du dich hier schon so bestimmt zu diesem Thema äußerst, dann kann man eigentlich schon erwarten, dass du die jüngste Berichterstattung verfolgt hast, wenigstens das was bei DSO Thema war. Und wenn du das nicht gemacht hast, dann sollte mein Hinweis eigentlich gereicht haben um wenigstens die Ausgangsposts auf der ersten Seite im Alprnlandforum mal zu lesen. Wenn du das nicht machst ist es völlig sinnlos zu behaupten du hast davon noch nichts gehört.

kaufhalle schrieb:
Trotzdem muss jemand entscheiden, was gefördert wird und was nicht. Und das macht nicht der Bund allein.

Nein, das macht natürlich nicht der Bund alleine, dann würde er ja über Landeymittel verfügen. Aber der Bund gibt den Rahmen vor innerhalb dessen das Land entscheiden kann. Dieser Rahmen lässt keinen Spielraum für die Achenseebahn. Dazu hab ich dir eine Quelle geliefert. Lies die endlich und dann sag mir was ich falsch verstanden, bzw. übersehen habe. Aber bitte hör auf nur mit einer nebulösen früheren Berichterstattung zu argumentieren die nirgends mehr zu finden ist.
Peter Illertr schrieb:
Wenn die Grünen dafür mitverantwortlich sind, dass die Achenseebahn zugrunde gehen sollte, muss ich mir ja doch wirklich mal die Aufrechterhaltung der Parteimitgliedschaft überlegen - auch wenn das hier nicht die deutsche Sektion betrifft . Ich sehe den grünen Verantwortlichen ja alles nach - Unterstützung Jugoslawien-Krieg, Beschluss zur Abbaggerung des Hambacher Forsts in rotgrüner Koalition unter Regierung Kraft, Ryanair-Ansiedelung bei Fraport durch grünen hessischen Verkehrsminister, Verhinderung der Erhaltung der Strecke Darmstadt-Ost-Gross Zimmern durch Rossdorfer Grüne - aber die Achenseebahn kaputtmachen, das geht gar nicht. Das ist wie Emma auf Lummerland abschaffen.
Ich hoffe doch, dass du deine politische Zukunft nicht an unbewiesenen, eigentlich sogar widerlegten, Behauptungen eines anonymen Forumsnutzers fest machst.
Peter Illertr schrieb:
Vermutlich war das Management nicht auf der Höhe, was wohl auch für dessen Kontrolle gilt. Die Art, wie vor fünf Jahren die Übernahme der Geschäftsführung erfolgte, war sicher schädlich für die Bahn . Aber es ist doch nicht sinnig, der GF allein den schwarzen Peter für die Probleme der Bahn zuzuschieben. Wenn es so wäre, reichte es ja, die GF einfach auszuwechseln und die Uhr zurück zu stellen.. Es muss auch berücksichtigt werden, wie dramatisch sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten verschoben und oft verschlechtert haben, in den letzten Jahren immer schneller. Da wird es immer schwieriger und anspruchsvoller, eine traditionelle Bahn wie die Achenseebahn zu betreiben. Und Managementfehler wirken doppelt und dreifach - insbesondere, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Dass die Bahn so schön altmodisch ist, bis hin zur Gesellschaftsform als AG, das macht sie sympathisch, aber auch zum schwierigen Patienten. Die Achenseebahn lebt so lange, wie sich Leute finden, die sie gerne und gut betreiben und ihre Erfahrungen weitergeben. Ein Bruch muss vielleicht sein, aber ein Traditionsbruch funktioniert auch nicht. Hoffen wir, dass der Insolvenzverwalter eine gute Lösung hat.
Es behauptet ja niemand (außer der aktuellen Achenseebahnführung), dass das nur die Fehler eines einzelnen Geschäftsführers waren. Genau deswegen reicht es ja auch nicht nur den auszutauschen.
Peter Illertr schrieb:
Vermutlich war das Management nicht auf der Höhe, was wohl auch für dessen Kontrolle gilt. Die Art, wie vor fünf Jahren die Übernahme der Geschäftsführung erfolgte, war sicher schädlich für die Bahn . Aber es ist doch nicht sinnig, der GF allein den schwarzen Peter für die Probleme der Bahn zuzuschieben. Wenn es so wäre, reichte es ja, die GF einfach auszuwechseln und die Uhr zurück zu stellen.

Es geht nicht nur um den damaligen Geschäftsführer, sondern um die gesamte Führungsmannschaft - die eben großenteils nicht ausgetauscht wurde.

Peter Illertr schrieb:
Es muss auch berücksichtigt werden, wie dramatisch sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten verschoben und oft verschlechtert haben, in den letzten Jahren immer schneller. Da wird es immer schwieriger und anspruchsvoller, eine traditionelle Bahn wie die Achenseebahn zu betreiben.

Das ist so. Die Achenseebahn AG brüstet sich ja immer mit dem kostendeckenden bzw. Gewinn in fünfstelliger Höhe abwerfenden Betrieb. Nur sind da die Instandhaltungskosten nicht drin. Insgesamt kann man also ein jährliches Defizit in sechsstelliger Höhe annehmen. Selbst die horrenden Preise decken also nicht mal mehr annähernd die Kosten. Eine solche Entwicklung ist bei personalintensiven Dienstleistungen (mal ganz generisch ausgedrückt) kein bisschen ungewöhnlich. Ich glaube auch nicht, dass man da wirklich weitab vom Optimum ist.

Mal aus marktwirtschaftlicher Perspektive: Ein Produkt, das zu den Herstellungskosten nicht verkäuflich bzw. zu den erlösbaren Preisen nicht herzustellen ist, verschwindet vom Markt. Eine solche Touristenattraktion ist auch grundsätzlich zunächst mal nicht subventionswürdig. Der Haken daraus für die aktuelle Situation: Daran ändert auch eine neue Führung nichts. Man mag vielleicht mit einem kleineren Wasserkopf etwas sparen, aber ob das am Ende zur Kostendeckung reicht?

Als einzige Option zur Kostenreduzierung könnte ich mir vorstellen, weitgehend nur noch für vorbestellende Gruppen zu fahren. Dann gäbe es vielleicht noch zwei Zugpaare nach Fahrplan, und alles weitere nur auf Bestellung.

Peter Illertr schrieb:
Und Managementfehler wirken doppelt und dreifach - insbesondere, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Dass die Bahn so schön altmodisch ist, bis hin zur Gesellschaftsform als AG, das macht sie sympathisch, aber auch zum schwierigen Patienten. Die Achenseebahn lebt so lange, wie sich Leute finden, die sie gerne und gut betreiben und ihre Erfahrungen weitergeben.

Es hätte der Achenseebahn auch schon sehr geholfen, wenn all die Leute, die in Foren nach dem Erhalt schreien und Petitionen unterschreiben, jedes Jahr mal mitgefahren wären, je nach persönlicher Situation gern auch mit Familie.

MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
MrEnglish schrieb:
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.
Das habe ich nicht geschrieben. Schienenverkehr aktuell war nur ein Teil der Berichterstattung.

Ok, dann will ich dir mal ein paar Möglichkeiten aufzählen wie es zu deiner Einschätzung kommen könnte:

1. Die Journalisten hatten keine Ahnung und haben aus der Auszahlung und Aufstockung der Mittel durch das Land geschlossen, dass das Land über den Mitteleinsatz verhandelt.

2. Die Journalisten waren erz konservativ und die grüne Regierungsbeteiligung passt ihnen nicht. Lieblingsbeschäftigung solcher Leute ist es den Grünen vorzuwerfen, dass sie Wasser predigen und Wein saufen.

3. Die Journalisten haben korrekt berichtet, du hast es aber nicht verstanden. Da könnte man dann den Schreibern vorwerfen, dass sie sich vielleicht nicht eindeutig genug ausgedrückt haben. Oder deine Erinnerung spielt dir einen Streich.

4. Diese Möglichkeit nur der Vollständigkeit halber. Du verstehst bewusst die Tatsachen um dem Land die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ich wüsste aber nicht warum du das machen solltest, du bist ja bei dem Thema nicht gerade als Jubelperser aufgefallen.

Nochmal, ohne Quellen lässt sich das nicht nachvollziehen.

kaufhalle schrieb:
Jedenfalls habe ich auch noch nie was davon gelesen, dass es eine Entscheidung des Bundes gewesen wäre. Die Streichung der Mittel wurde definitiv von Innsbruck aus initiiert, und zwar von den Grünen.

Wenn du dich hier schon so bestimmt zu diesem Thema äußerst, dann kann man eigentlich schon erwarten, dass du die jüngste Berichterstattung verfolgt hast, wenigstens das was bei DSO Thema war. Und wenn du das nicht gemacht hast, dann sollte mein Hinweis eigentlich gereicht haben um wenigstens die Ausgangsposts auf der ersten Seite im Alprnlandforum mal zu lesen. Wenn du das nicht machst ist es völlig sinnlos zu behaupten du hast davon noch nichts gehört.

kaufhalle schrieb:
Trotzdem muss jemand entscheiden, was gefördert wird und was nicht. Und das macht nicht der Bund allein.

Nein, das macht natürlich nicht der Bund alleine, dann würde er ja über Landeymittel verfügen. Aber der Bund gibt den Rahmen vor innerhalb dessen das Land entscheiden kann. Dieser Rahmen lässt keinen Spielraum für die Achenseebahn. Dazu hab ich dir eine Quelle geliefert. Lies die endlich und dann sag mir was ich falsch verstanden, bzw. übersehen habe. Aber bitte hör auf nur mit einer nebulösen früheren Berichterstattung zu argumentieren die nirgends mehr zu finden ist.

Das Internet ist leider kein Nachrichtenarchiv, Meldungen mit Angabe des Initiators in auch nur einer der beiden Möglichkeiten sind nicht zu finden. Allerdings reicht es auch nicht, auf die Kriterien des Bundes hinzuweisen. Denn nach den unveränderten Kriterien war die Achenseebahn zuvor gefördert worden. Demnach hat 2015 entweder der Bund gemerkt, dass man die eigenen Kriterien nicht eingehalten wurden und die Praxis revidiert gehört, oder Tirol wollte seine Mittel entsprechend ÖPNV-Prioritäten anders verteilen. So, und nun pflück die Details dieser nahezu identischen Aktion mal in der Berichterstattung auseinander. Konfliktpotenzial gab es nicht, weil Tirol in Summe ungekürzt versorgt wurde und nur innerhalb des Landes umverteilt wurde.

Jedenfalls kann ich auch für eine Initiierung der Umverteilung durch den Bund keinen klaren Beleg finden. Auch in diesem Forum nicht. Mag ja sein, dass Du was anderes meinst, als ich erwarte, aber ich kann keine zu den Ereignissen von 2015 passende Schuldzuweisung des Landes an den Bund finden. Ein Link wäre nett.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.20 21:32.
Nicht wirklich was neues, aber man versucht bei der Achenseebahn noch immer die Fehler der Vergangenheit klein zureden.
Ohne Bahnbetrieb kein Sanierungskonzept