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 08/02 - Alpenlandforum 

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MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Die Privatbahnförderung stammt zwar teilweise vom Bund, wird aber von den jeweiligen Ländern verteilt. Der Bund redet dabei nicht rein. Das Ende für die Zweckentfremdung der Mittel durch die Zuweisung an die Achenseebahn kam mit der Beteiligung der Grünen an der Landesregierung, die die Mittel nur noch ÖPNV-Bahnen zukommen lassen wollten.
Nein, das stimmt nicht. Der Bund entscheidet sehr wohl was gefördert wird. Das Land hätte die Achenseebahn vielleicht selbst weiter fördern können, aber nicht über das MIP, also ohne Beteiligung des Bundes. Die Grünen tragen daran genauso wenig die Schuld wie an der Einstellung der Direktzüge nach Osttirol die ihnen oft zugeschrieben wird.
Das lässt sich im Transparenzportal nachlesen.

Der damaligen Berichterstattung war ganz klar zu entnehmen, dass es eine Entscheidung des Landes war und exakt auf die Verantwortungsübernahme der Grünen zurückgeht. Die Entscheidung war ja auch richtig.

Bei der Einstellung der Korridorzüge nach Osttirol handelte es sich um eine ganz gewöhnliche Abbestellungsentscheidung des Landes, wenn auch möglicherweise mit Konsequenzen für den Staatsvertrag. Hier waren die Grünen (im Gegensatz zur Beendigung der Förderung der Achenseebahn) nicht die Initiatoren. Die Abbestellung ging von der ÖVP aus und war bereits vor Einzug der Grünen in die Regierung fest geplant und auch bereits bekannt. Die Grünen hätten aktiv die Revision betreiben müssen bzw. hätten sich problemlos auf "war entschieden und nicht mehr zu ändern" zurückziehen können. Haben sie aber nicht, sie haben die Abbestellung aktiv mitgetragen.
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung war ganz klar zu entnehmen, dass es eine Entscheidung des Landes war und exakt auf die Verantwortungsübernahme der Grünen zurückgeht. Die Entscheidung war ja auch richtig.

Bei der Einstellung der Korridorzüge nach Osttirol handelte es sich um eine ganz gewöhnliche Abbestellungsentscheidung des Landes, wenn auch möglicherweise mit Konsequenzen für den Staatsvertrag. Hier waren die Grünen (im Gegensatz zur Beendigung der Förderung der Achenseebahn) nicht die Initiatoren. Die Abbestellung ging von der ÖVP aus und war bereits vor Einzug der Grünen in die Regierung fest geplant und auch bereits bekannt. Die Grünen hätten aktiv die Revision betreiben müssen bzw. hätten sich problemlos auf "war entschieden und nicht mehr zu ändern" zurückziehen können. Haben sie aber nicht, sie haben die Abbestellung aktiv mitgetragen.
Dann erklär mal wie das zur aktuellen Berichterstattung passt. Das Land sagt es war eine Entscheidung des Bundesministeriums und wird gleichzeitig dafür angezeigt, dass es die Mittelstreichung durch den Bund hintertrieben hätte (übrigens der Grund warum es jetzt kein Geld gibt). Das bedeutet wenn du Recht hast lügen sowohl das Land als auch seine Gegner. Außerdem müssten auch die Zuständigkeiten gegenüber heute anders sein. In der oben verlinkten staatlichen Quelle steht aber, dass das zugrundeliegende Gesetz von 2004 ist und nicht geändert wurde.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung war ganz klar zu entnehmen, dass es eine Entscheidung des Landes war und exakt auf die Verantwortungsübernahme der Grünen zurückgeht. Die Entscheidung war ja auch richtig.

Bei der Einstellung der Korridorzüge nach Osttirol handelte es sich um eine ganz gewöhnliche Abbestellungsentscheidung des Landes, wenn auch möglicherweise mit Konsequenzen für den Staatsvertrag. Hier waren die Grünen (im Gegensatz zur Beendigung der Förderung der Achenseebahn) nicht die Initiatoren. Die Abbestellung ging von der ÖVP aus und war bereits vor Einzug der Grünen in die Regierung fest geplant und auch bereits bekannt. Die Grünen hätten aktiv die Revision betreiben müssen bzw. hätten sich problemlos auf "war entschieden und nicht mehr zu ändern" zurückziehen können. Haben sie aber nicht, sie haben die Abbestellung aktiv mitgetragen.
Dann erklär mal wie das zur aktuellen Berichterstattung passt. Das Land sagt es war eine Entscheidung des Bundesministeriums und wird gleichzeitig dafür angezeigt, dass es die Mittelstreichung durch den Bund hintertrieben hätte (übrigens der Grund warum es jetzt kein Geld gibt). Das bedeutet wenn du Recht hast lügen sowohl das Land als auch seine Gegner. Außerdem müssten auch die Zuständigkeiten gegenüber heute anders sein. In der oben verlinkten staatlichen Quelle steht aber, dass das zugrundeliegende Gesetz von 2004 ist und nicht geändert wurde.

Der damaligen Berichterstattung nach war die Sache eindeutig, das Land verteilt Bundesmittel weiter und entscheidet über die Verwendung (weswegen es auch keine Konkurrenz über Ländergrenzen hinweg gibt). Aktuelle Schuldzuweisungen des Lands an den Bund kenne ich nicht.
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung nach war die Sache eindeutig, das Land verteilt Bundesmittel weiter und entscheidet über die Verwendung (weswegen es auch keine Konkurrenz über Ländergrenzen hinweg gibt). Aktuelle Schuldzuweisungen des Lands an den Bund kenne ich nicht.
Hast du denn auch mal eine Quelle dafür damit man mal deren Zuverlässigkeit beurteilen könnte?

Was die "Schuldzuweisungen" des Landes angeht findest du die entsprechenden Beiträge hier noch auf der ersten Seite. Aktuell behauptet niemand, dass diese Entscheidung nicht in der Kompetenz des Bundes gelegen wäre, es wird lediglich behauptet, dass es nicht die Idee des Bundes gewesen wäre.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Der damaligen Berichterstattung nach war die Sache eindeutig, das Land verteilt Bundesmittel weiter und entscheidet über die Verwendung (weswegen es auch keine Konkurrenz über Ländergrenzen hinweg gibt). Aktuelle Schuldzuweisungen des Lands an den Bund kenne ich nicht.
Hast du denn auch mal eine Quelle dafür damit man mal deren Zuverlässigkeit beurteilen könnte?

Ich kann dazu nichts mehr finden - wohlgemerkt gar nichts zur Entscheidung. Es gab damals allerdings einen Bericht in Schienenverkehr aktuell, der aber ungewöhnlich unsachlich war und die Entscheidung kritisierte.

MrEnglish schrieb:
Was die "Schuldzuweisungen" des Landes angeht findest du die entsprechenden Beiträge hier noch auf der ersten Seite. Aktuell behauptet niemand, dass diese Entscheidung nicht in der Kompetenz des Bundes gelegen wäre, es wird lediglich behauptet, dass es nicht die Idee des Bundes gewesen wäre.

Auch dazu kann ich nichts finden. Es mag sein, dass de jure der Bund das Geld auf Vorschlag der Länder verteilt, de facto aber die Länder entscheiden.
kaufhalle schrieb:
Auch dazu kann ich nichts finden. Es mag sein, dass de jure der Bund das Geld auf Vorschlag der Länder verteilt, de facto aber die Länder entscheiden.
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.

Das hat nichts mit de jure und de facto zu tun, der Bund schreibt genau vor welche Maßnahmen förderfähig sind und welche nicht. Das hat auch nichts mit "deine Nase mag ich und deine nicht" zu tun, das sind objektive Kriterien. In der von mir verlinkten Quelle kannst du zumindest nachlesen was allgemein gilt damit eine Bahn mal grundsätzlich förderfähig ist, die tatsächlichen Vorgaben sind aber weit detaillierter.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.20 00:05.
MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
Auch dazu kann ich nichts finden. Es mag sein, dass de jure der Bund das Geld auf Vorschlag der Länder verteilt, de facto aber die Länder entscheiden.
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.

Das habe ich nicht geschrieben. Schienenverkehr aktuell war nur ein Teil der Berichterstattung.

Jedenfalls habe ich auch noch nie was davon gelesen, dass es eine Entscheidung des Bundes gewesen wäre. Die Streichung der Mittel wurde definitiv von Innsbruck aus initiiert, und zwar von den Grünen.

MrEnglish schrieb:
Dad hat nichts mit de jure und de facto zu tun, der Bund schreibt genau vor welche Maßnahmen görderfähig sind und welche nicht. Das hat auch nichts mit "deine Nase mag ich und deine nicht" zu tun, das sind objektive Kriterien. In der von mir verlinkten Quelle kannst du zumindest nachlesen was allgemein gilt damit eine Bahn mal grundsätzlich förderfähig ist, die tatsächlichen Vorgaben sind aber weit detaillierter.

Trotzdem muss jemand entscheiden, was gefördert wird und was nicht. Und das macht nicht der Bund allein.
Wenn die Grünen dafür mitverantwortlich sind, dass die Achenseebahn zugrunde gehen sollte, muss ich mir ja doch wirklich mal die Aufrechterhaltung der Parteimitgliedschaft überlegen - auch wenn das hier nicht die deutsche Sektion betrifft . Ich sehe den grünen Verantwortlichen ja alles nach - Unterstützung Jugoslawien-Krieg, Beschluss zur Abbaggerung des Hambacher Forsts in rotgrüner Koalition unter Regierung Kraft, Ryanair-Ansiedelung bei Fraport durch grünen hessischen Verkehrsminister, Verhinderung der Erhaltung der Strecke Darmstadt-Ost-Gross Zimmern durch Rossdorfer Grüne - aber die Achenseebahn kaputtmachen, das geht gar nicht. Das ist wie Emma auf Lummerland abschaffen.

Viele Grüsse
Peter
Peter Illertr schrieb:
Wenn die Grünen dafür mitverantwortlich sind, dass die Achenseebahn zugrunde gehen sollte, muss ich mir ja doch wirklich mal die Aufrechterhaltung der Parteimitgliedschaft überlegen - auch wenn das hier nicht die deutsche Sektion betrifft . Ich sehe den grünen Verantwortlichen ja alles nach - Unterstützung Jugoslawien-Krieg, Beschluss zur Abbaggerung des Hambacher Forsts in rotgrüner Koalition unter Regierung Kraft, Ryanair-Ansiedelung bei Fraport durch grünen hessischen Verkehrsminister, Verhinderung der Erhaltung der Strecke Darmstadt-Ost-Gross Zimmern durch Rossdorfer Grüne - aber die Achenseebahn kaputtmachen, das geht gar nicht. Das ist wie Emma auf Lummerland abschaffen.

Die Achenseebahn ist von ihrer Leitung kaputtgemacht worden. Das Geld vom Land wäre in irgdwelchen albernen Ausbauten verschwunden, z. B. der Ausweiche in Fischl (nein, gibt es nicht und braucht auch niemand, hätte allenfalls die Flexibilität bei der Abfertigung weiterer Rentnerbusladungen erhöht), es gab noch mehr hirnrissige Projekte unterhalb des Ankaufs alten Gerümpels aus Appenzell.

Die Grünen haben dafür gesorgt, dass dafür Stubaitalbahn und Zillertalbahn entsprechend mehr bekommen, wo das Geld vernünftig eingesetzt wird.
Hallo Kaufhalle,

Vermutlich war das Management nicht auf der Höhe, was wohl auch für dessen Kontrolle gilt. Die Art, wie vor fünf Jahren die Übernahme der Geschäftsführung erfolgte, war sicher schädlich für die Bahn . Aber es ist doch nicht sinnig, der GF allein den schwarzen Peter für die Probleme der Bahn zuzuschieben. Wenn es so wäre, reichte es ja, die GF einfach auszuwechseln und die Uhr zurück zu stellen.. Es muss auch berücksichtigt werden, wie dramatisch sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten verschoben und oft verschlechtert haben, in den letzten Jahren immer schneller. Da wird es immer schwieriger und anspruchsvoller, eine traditionelle Bahn wie die Achenseebahn zu betreiben. Und Managementfehler wirken doppelt und dreifach - insbesondere, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Dass die Bahn so schön altmodisch ist, bis hin zur Gesellschaftsform als AG, das macht sie sympathisch, aber auch zum schwierigen Patienten. Die Achenseebahn lebt so lange, wie sich Leute finden, die sie gerne und gut betreiben und ihre Erfahrungen weitergeben. Ein Bruch muss vielleicht sein, aber ein Traditionsbruch funktioniert auch nicht. Hoffen wir, dass der Insolvenzverwalter eine gute Lösung hat.

Viele Grüsse
Peter
kaufhalle schrieb:
MrEnglish schrieb:
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.
Das habe ich nicht geschrieben. Schienenverkehr aktuell war nur ein Teil der Berichterstattung.

Ok, dann will ich dir mal ein paar Möglichkeiten aufzählen wie es zu deiner Einschätzung kommen könnte:

1. Die Journalisten hatten keine Ahnung und haben aus der Auszahlung und Aufstockung der Mittel durch das Land geschlossen, dass das Land über den Mitteleinsatz verhandelt.

2. Die Journalisten waren erz konservativ und die grüne Regierungsbeteiligung passt ihnen nicht. Lieblingsbeschäftigung solcher Leute ist es den Grünen vorzuwerfen, dass sie Wasser predigen und Wein saufen.

3. Die Journalisten haben korrekt berichtet, du hast es aber nicht verstanden. Da könnte man dann den Schreibern vorwerfen, dass sie sich vielleicht nicht eindeutig genug ausgedrückt haben. Oder deine Erinnerung spielt dir einen Streich.

4. Diese Möglichkeit nur der Vollständigkeit halber. Du verstehst bewusst die Tatsachen um dem Land die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ich wüsste aber nicht warum du das machen solltest, du bist ja bei dem Thema nicht gerade als Jubelperser aufgefallen.

Nochmal, ohne Quellen lässt sich das nicht nachvollziehen.

kaufhalle schrieb:
Jedenfalls habe ich auch noch nie was davon gelesen, dass es eine Entscheidung des Bundes gewesen wäre. Die Streichung der Mittel wurde definitiv von Innsbruck aus initiiert, und zwar von den Grünen.

Wenn du dich hier schon so bestimmt zu diesem Thema äußerst, dann kann man eigentlich schon erwarten, dass du die jüngste Berichterstattung verfolgt hast, wenigstens das was bei DSO Thema war. Und wenn du das nicht gemacht hast, dann sollte mein Hinweis eigentlich gereicht haben um wenigstens die Ausgangsposts auf der ersten Seite im Alprnlandforum mal zu lesen. Wenn du das nicht machst ist es völlig sinnlos zu behaupten du hast davon noch nichts gehört.

kaufhalle schrieb:
Trotzdem muss jemand entscheiden, was gefördert wird und was nicht. Und das macht nicht der Bund allein.

Nein, das macht natürlich nicht der Bund alleine, dann würde er ja über Landeymittel verfügen. Aber der Bund gibt den Rahmen vor innerhalb dessen das Land entscheiden kann. Dieser Rahmen lässt keinen Spielraum für die Achenseebahn. Dazu hab ich dir eine Quelle geliefert. Lies die endlich und dann sag mir was ich falsch verstanden, bzw. übersehen habe. Aber bitte hör auf nur mit einer nebulösen früheren Berichterstattung zu argumentieren die nirgends mehr zu finden ist.
Peter Illertr schrieb:
Wenn die Grünen dafür mitverantwortlich sind, dass die Achenseebahn zugrunde gehen sollte, muss ich mir ja doch wirklich mal die Aufrechterhaltung der Parteimitgliedschaft überlegen - auch wenn das hier nicht die deutsche Sektion betrifft . Ich sehe den grünen Verantwortlichen ja alles nach - Unterstützung Jugoslawien-Krieg, Beschluss zur Abbaggerung des Hambacher Forsts in rotgrüner Koalition unter Regierung Kraft, Ryanair-Ansiedelung bei Fraport durch grünen hessischen Verkehrsminister, Verhinderung der Erhaltung der Strecke Darmstadt-Ost-Gross Zimmern durch Rossdorfer Grüne - aber die Achenseebahn kaputtmachen, das geht gar nicht. Das ist wie Emma auf Lummerland abschaffen.
Ich hoffe doch, dass du deine politische Zukunft nicht an unbewiesenen, eigentlich sogar widerlegten, Behauptungen eines anonymen Forumsnutzers fest machst.
Peter Illertr schrieb:
Vermutlich war das Management nicht auf der Höhe, was wohl auch für dessen Kontrolle gilt. Die Art, wie vor fünf Jahren die Übernahme der Geschäftsführung erfolgte, war sicher schädlich für die Bahn . Aber es ist doch nicht sinnig, der GF allein den schwarzen Peter für die Probleme der Bahn zuzuschieben. Wenn es so wäre, reichte es ja, die GF einfach auszuwechseln und die Uhr zurück zu stellen.. Es muss auch berücksichtigt werden, wie dramatisch sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten verschoben und oft verschlechtert haben, in den letzten Jahren immer schneller. Da wird es immer schwieriger und anspruchsvoller, eine traditionelle Bahn wie die Achenseebahn zu betreiben. Und Managementfehler wirken doppelt und dreifach - insbesondere, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Dass die Bahn so schön altmodisch ist, bis hin zur Gesellschaftsform als AG, das macht sie sympathisch, aber auch zum schwierigen Patienten. Die Achenseebahn lebt so lange, wie sich Leute finden, die sie gerne und gut betreiben und ihre Erfahrungen weitergeben. Ein Bruch muss vielleicht sein, aber ein Traditionsbruch funktioniert auch nicht. Hoffen wir, dass der Insolvenzverwalter eine gute Lösung hat.
Es behauptet ja niemand (außer der aktuellen Achenseebahnführung), dass das nur die Fehler eines einzelnen Geschäftsführers waren. Genau deswegen reicht es ja auch nicht nur den auszutauschen.
Peter Illertr schrieb:
Vermutlich war das Management nicht auf der Höhe, was wohl auch für dessen Kontrolle gilt. Die Art, wie vor fünf Jahren die Übernahme der Geschäftsführung erfolgte, war sicher schädlich für die Bahn . Aber es ist doch nicht sinnig, der GF allein den schwarzen Peter für die Probleme der Bahn zuzuschieben. Wenn es so wäre, reichte es ja, die GF einfach auszuwechseln und die Uhr zurück zu stellen.

Es geht nicht nur um den damaligen Geschäftsführer, sondern um die gesamte Führungsmannschaft - die eben großenteils nicht ausgetauscht wurde.

Peter Illertr schrieb:
Es muss auch berücksichtigt werden, wie dramatisch sich die Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten verschoben und oft verschlechtert haben, in den letzten Jahren immer schneller. Da wird es immer schwieriger und anspruchsvoller, eine traditionelle Bahn wie die Achenseebahn zu betreiben.

Das ist so. Die Achenseebahn AG brüstet sich ja immer mit dem kostendeckenden bzw. Gewinn in fünfstelliger Höhe abwerfenden Betrieb. Nur sind da die Instandhaltungskosten nicht drin. Insgesamt kann man also ein jährliches Defizit in sechsstelliger Höhe annehmen. Selbst die horrenden Preise decken also nicht mal mehr annähernd die Kosten. Eine solche Entwicklung ist bei personalintensiven Dienstleistungen (mal ganz generisch ausgedrückt) kein bisschen ungewöhnlich. Ich glaube auch nicht, dass man da wirklich weitab vom Optimum ist.

Mal aus marktwirtschaftlicher Perspektive: Ein Produkt, das zu den Herstellungskosten nicht verkäuflich bzw. zu den erlösbaren Preisen nicht herzustellen ist, verschwindet vom Markt. Eine solche Touristenattraktion ist auch grundsätzlich zunächst mal nicht subventionswürdig. Der Haken daraus für die aktuelle Situation: Daran ändert auch eine neue Führung nichts. Man mag vielleicht mit einem kleineren Wasserkopf etwas sparen, aber ob das am Ende zur Kostendeckung reicht?

Als einzige Option zur Kostenreduzierung könnte ich mir vorstellen, weitgehend nur noch für vorbestellende Gruppen zu fahren. Dann gäbe es vielleicht noch zwei Zugpaare nach Fahrplan, und alles weitere nur auf Bestellung.

Peter Illertr schrieb:
Und Managementfehler wirken doppelt und dreifach - insbesondere, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Dass die Bahn so schön altmodisch ist, bis hin zur Gesellschaftsform als AG, das macht sie sympathisch, aber auch zum schwierigen Patienten. Die Achenseebahn lebt so lange, wie sich Leute finden, die sie gerne und gut betreiben und ihre Erfahrungen weitergeben.

Es hätte der Achenseebahn auch schon sehr geholfen, wenn all die Leute, die in Foren nach dem Erhalt schreien und Petitionen unterschreiben, jedes Jahr mal mitgefahren wären, je nach persönlicher Situation gern auch mit Familie.

MrEnglish schrieb:
kaufhalle schrieb:
MrEnglish schrieb:
Tja, ohne Quellen können wir uns das auch sparen. Und du sagst ja selbst, dass das einzige an das du dich konkret erinnerst unsachlich war.
Das habe ich nicht geschrieben. Schienenverkehr aktuell war nur ein Teil der Berichterstattung.

Ok, dann will ich dir mal ein paar Möglichkeiten aufzählen wie es zu deiner Einschätzung kommen könnte:

1. Die Journalisten hatten keine Ahnung und haben aus der Auszahlung und Aufstockung der Mittel durch das Land geschlossen, dass das Land über den Mitteleinsatz verhandelt.

2. Die Journalisten waren erz konservativ und die grüne Regierungsbeteiligung passt ihnen nicht. Lieblingsbeschäftigung solcher Leute ist es den Grünen vorzuwerfen, dass sie Wasser predigen und Wein saufen.

3. Die Journalisten haben korrekt berichtet, du hast es aber nicht verstanden. Da könnte man dann den Schreibern vorwerfen, dass sie sich vielleicht nicht eindeutig genug ausgedrückt haben. Oder deine Erinnerung spielt dir einen Streich.

4. Diese Möglichkeit nur der Vollständigkeit halber. Du verstehst bewusst die Tatsachen um dem Land die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ich wüsste aber nicht warum du das machen solltest, du bist ja bei dem Thema nicht gerade als Jubelperser aufgefallen.

Nochmal, ohne Quellen lässt sich das nicht nachvollziehen.

kaufhalle schrieb:
Jedenfalls habe ich auch noch nie was davon gelesen, dass es eine Entscheidung des Bundes gewesen wäre. Die Streichung der Mittel wurde definitiv von Innsbruck aus initiiert, und zwar von den Grünen.

Wenn du dich hier schon so bestimmt zu diesem Thema äußerst, dann kann man eigentlich schon erwarten, dass du die jüngste Berichterstattung verfolgt hast, wenigstens das was bei DSO Thema war. Und wenn du das nicht gemacht hast, dann sollte mein Hinweis eigentlich gereicht haben um wenigstens die Ausgangsposts auf der ersten Seite im Alprnlandforum mal zu lesen. Wenn du das nicht machst ist es völlig sinnlos zu behaupten du hast davon noch nichts gehört.

kaufhalle schrieb:
Trotzdem muss jemand entscheiden, was gefördert wird und was nicht. Und das macht nicht der Bund allein.

Nein, das macht natürlich nicht der Bund alleine, dann würde er ja über Landeymittel verfügen. Aber der Bund gibt den Rahmen vor innerhalb dessen das Land entscheiden kann. Dieser Rahmen lässt keinen Spielraum für die Achenseebahn. Dazu hab ich dir eine Quelle geliefert. Lies die endlich und dann sag mir was ich falsch verstanden, bzw. übersehen habe. Aber bitte hör auf nur mit einer nebulösen früheren Berichterstattung zu argumentieren die nirgends mehr zu finden ist.

Das Internet ist leider kein Nachrichtenarchiv, Meldungen mit Angabe des Initiators in auch nur einer der beiden Möglichkeiten sind nicht zu finden. Allerdings reicht es auch nicht, auf die Kriterien des Bundes hinzuweisen. Denn nach den unveränderten Kriterien war die Achenseebahn zuvor gefördert worden. Demnach hat 2015 entweder der Bund gemerkt, dass man die eigenen Kriterien nicht eingehalten wurden und die Praxis revidiert gehört, oder Tirol wollte seine Mittel entsprechend ÖPNV-Prioritäten anders verteilen. So, und nun pflück die Details dieser nahezu identischen Aktion mal in der Berichterstattung auseinander. Konfliktpotenzial gab es nicht, weil Tirol in Summe ungekürzt versorgt wurde und nur innerhalb des Landes umverteilt wurde.

Jedenfalls kann ich auch für eine Initiierung der Umverteilung durch den Bund keinen klaren Beleg finden. Auch in diesem Forum nicht. Mag ja sein, dass Du was anderes meinst, als ich erwarte, aber ich kann keine zu den Ereignissen von 2015 passende Schuldzuweisung des Landes an den Bund finden. Ein Link wäre nett.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.20 21:32.
Nicht wirklich was neues, aber man versucht bei der Achenseebahn noch immer die Fehler der Vergangenheit klein zureden.
Ohne Bahnbetrieb kein Sanierungskonzept

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