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 08/02 - Alpenlandforum 

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Das Insolvenzverfahren um die Achenseebahn ist um eine Facette reicher: Das Sanierungskonzept der Bahn wurde jetzt zurückgezogen.

Über die Zukunft der Achenseebahn wird in den nächsten Wochen entschieden, das Insolvenzverfahren steht nämlich vor dem Abschluss. Was allerdings bereits feststeht: Das von der Achenseebahn selbst vorgelegte Sanierungskonzept zur Fortführung der Bahn ist nicht umsetzbar, es wurde vor wenigen Tagen im Insolvenzverfahren zurückgezogen.
Die aufgezeigten Möglichkeiten sind nicht realistisch, denn die Bahn wird in den nächsten zwei Jahren nicht dampfen und die Gesellschaft deshalb keine Einnahmen erzielen. Das Land hat vorerst lediglich einen Teilbetrieb für das heurige Jahr mit 50.000 Euro ermöglicht – aber nicht mehr. Man will die Konzession nicht verlieren.
Mit rund 1,4 Millionen Euro werden die Schulden im Insolvenzverfahren beziffert, 800.000 Euro sollen dabei auf die Sparkasse Schwaz entfallen. In den vergangenen Wochen wurden immer mehr Details über die Führung der Bahn in der Vergangenheit bekannt, die Perspektiven sind einfach zusammengefasst. In der bisherigen Form wird die Bahn nicht weiterbestehen, außer ein privater Aktionär übernimmt die Bahn und reaktiviert sie. Ohne umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur wäre ein Betrieb aber auch dann nicht möglich. Die Konzession läuft übrigens 2024 aus.
Das Land muss wiederum in den nächsten Wochen eine Grundsatzentscheidung fällen, ob sie nach dem Ende des Insolvenzverfahrens die Bahn in einer Auffanggesellschaft übernimmt oder nicht. Zur Vermeidung eines verlorenen Aufwands werden bis zur Klärung der Haftungsrisken keine Investitionen in die Sanierung der Eisenbahninfrastruktur getätigt. Um die Nostalgiebahn weiter und längerfristig auf Schiene zu bringen, müssten wohl zehn bis 15 Millionen Euro investier­t werden. Viel Geld, weshalb es sehr unterschiedliche Auffassungen darüber gibt.
Eine Stilllegung wird ausgeschlossen, dann müsste die kontaminierte Trasse umfangreich saniert werden. Geschätzte Kosten: 50 bis 100 Millionen Euro. Ein Ganzjahresbetrieb mit Einbindung in den öffentlichen Nahverkehr ist nicht möglich. Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen.
Im Raum stehen auch Forderungen an die ehemaligen Verantwortlichen. Denn der Ankauf von Garnituren der Appenzellerbahn, die samt Transport mehr als 100.000 Euro gekostet haben, wirft viele Fragen auf. Dazu hat es bereits einen Vorvertrag aus dem Jahr 2014 gegeben, die Garnituren stehen seit 2018 auf dem Abstellgleis.


[www.tt.com]
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben. Nur ist der Achensee nicht wirklich eine winterdestination (oder geht da jemand zum eislaufen hin?), um diesen aufwand zu rechtfertigen.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
tbk schrieb:
Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben.
Ich bin bei Gott kein Experte für Lawinenschutz - aber so wie ich die Gegend dort in Erinnerung habe scheint mir da kein besonderer Lawinenschutz notwendig. Die Strasse hat ja auch keinen.
Grüss Dich,

danke vielmal für die Info. Ho, da hat man gute Pläne gemacht, ein Konzept erstellt. Aber es lässt sich nicht umsetzen. Wie tragisch!
Schade ist ja ebenso, dass die ehem. AB-Wagen nun wohl umsonst angeschafft wurden. Die Option öV fällt flach. Gerade das finde ich eben auch schade, dass die öV-Option außen vor ist und nicht nachbar ist. Das ist wirklich schade.

Gut, zum Winterbetrieb. Der Achsensee selber ist keine Wintersportdestination. Aber es gibt am Achensee 2-3 Seilbahnen, bei denen sicherlich Wintersport stattfindet, oder? Insofern könnten Achenseebahn und Schiff eine Zubringerfunktion zu den Wintersportorten dort erfüllen, wobei das aber auch etwas umständlich ist. Ein Direktbus ab Jenbach oder Innsbruck ist da zweifelsohne der bequemere Zubringer.

Herzliche Grüsse
Martin
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben. Nur ist der Achensee nicht wirklich eine winterdestination (oder geht da jemand zum eislaufen hin?), um diesen aufwand zu rechtfertigen.
Die Achenseeregion ist die mit dem ausgeglichensten Verhältnis zwischen Sommer- und Wintertourismus in Tirol.
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein. Die allerdings auch ihre trasse vor lawinen schützen und schneeräumgerät haben. Nur ist der Achensee nicht wirklich eine winterdestination (oder geht da jemand zum eislaufen hin?), um diesen aufwand zu rechtfertigen.

Das ist das Statement eines Journalisten, mehr nicht. Natürlich kann man Zahnradbahnen auch im Winter betreiben. Übrigens war auch der bisherige Betrieb keineswegs sicher vor Schnee, Ende Oktober kann es dort durchaus auch bis in Tal Schneefall geben, wenn auch nicht in einer dicken Schneedecke resultierend. Vor einigen Jahren hatte die Achenseebahn mal Winterbetrieb, zunächst bis in den Dezember, angekündigt. Letztlich wurde der nicht realisiert, das war aber nur dem Geschäftsgebahren der Achenseebahn AG zuzuschreiben und nicht Bedenken hinsichtlich der Wintertauglichkeit.

Weltreisender schrieb:
danke vielmal für die Info. Ho, da hat man gute Pläne gemacht, ein Konzept erstellt. Aber es lässt sich nicht umsetzen. Wie tragisch!
Schade ist ja ebenso, dass die ehem. AB-Wagen nun wohl umsonst angeschafft wurden.

Die Appenzeller Fahrzeuge stammen aus einer früheren Phase der Konzeptlosigkeit. Aktuell waren die nur noch ein Thema der Entsorgung.

Weltreisender schrieb:
Die Option öV fällt flach. Gerade das finde ich eben auch schade, dass die öV-Option außen vor ist und nicht nachbar ist. Das ist wirklich schade.

Derzeit will das niemand, aber unmöglich ist es nicht. Ein wirkliches Konzept dafür hatte die Achenseebahn allerdings auch nie.

Noch eine Frage: Wie kann ein Unternehmen mit jährlichen Gewinnen (ohne Berücksichtigung von Investitionen) im fünfstelligen Bereich 1,4 Millionen Schulden aufbauen? Wieso gibt die Sparkasse Schwaz Kredite von 800000 Euro? Die mussten doch ganz genau wissen, dass sie das Geld nie wiedersehen. Aber vielleicht wissen die Jubelperser, die dem Land die Schuld am Missmanagement der Achenseebahn AG geben, darauf eine Antwort.
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein.
Ja, mit beleuchteten und beheizten Wagen, und mehrheitlich mit Diesel oder elektrisch gefahren...
kaufhalle schrieb:
Noch eine Frage: Wie kann ein Unternehmen mit jährlichen Gewinnen (ohne Berücksichtigung von Investitionen) im fünfstelligen Bereich 1,4 Millionen Schulden aufbauen? Wieso gibt die Sparkasse Schwaz Kredite von 800000 Euro? Die mussten doch ganz genau wissen, dass sie das Geld nie wiedersehen. Aber vielleicht wissen die Jubelperser, die dem Land die Schuld am Missmanagement der Achenseebahn AG geben, darauf eine Antwort.

Ich sehe das ganze so: Nur 1,4 Millionen Euro Schulden? Da haben doch viele Firmen mehr Geld in der Portokasse liegen. Aber wenn es daran (für den Staat) scheitert einem Unternehmen wieder auf die Beine zu helfen, welches ja auch den Tourismus fördert und zukünftig vielleicht doch Teil des ÖPNV sein könnte, dann ist das irgendwie auch traurig. Gerade jetzt, wo über Wirtschaftshilfen von hunderten Milliarden Euro verhandelt wird.
no-night schrieb:
tbk schrieb:
"Winter, Steigung und Achenseebahn passen nicht zusammen."

Da fallen mir auf anhieb eine ganze reihe zahnradbahnen mit ganzjahresbetrieb ein.
Ja, mit beleuchteten und beheizten Wagen, und mehrheitlich mit Diesel oder elektrisch gefahren...

Für ÖPNV gehört es sich eigentlich auch, bei Bedarf beleuchtet und beheizt zu fahren. Echte Hinderungsgründe für ÖPNV aufgrund der Notwendigkeit ganzjährigen Betriebs kann ich jedenfalls nicht erkennen.

Bw-Ansbach schrieb:
kaufhalle schrieb:
Noch eine Frage: Wie kann ein Unternehmen mit jährlichen Gewinnen (ohne Berücksichtigung von Investitionen) im fünfstelligen Bereich 1,4 Millionen Schulden aufbauen? Wieso gibt die Sparkasse Schwaz Kredite von 800000 Euro? Die mussten doch ganz genau wissen, dass sie das Geld nie wiedersehen. Aber vielleicht wissen die Jubelperser, die dem Land die Schuld am Missmanagement der Achenseebahn AG geben, darauf eine Antwort.

Ich sehe das ganze so: Nur 1,4 Millionen Euro Schulden? Da haben doch viele Firmen mehr Geld in der Portokasse liegen. Aber wenn es daran (für den Staat) scheitert einem Unternehmen wieder auf die Beine zu helfen, welches ja auch den Tourismus fördert und zukünftig vielleicht doch Teil des ÖPNV sein könnte, dann ist das irgendwie auch traurig. Gerade jetzt, wo über Wirtschaftshilfen von hunderten Milliarden Euro verhandelt wird.

Man muss die Schulden in Relation zu ihrer Abtragbarkeit sehen. Die Achenseebahn kommt seit Jahren gerade mal auf eine schwarze Null (denn mehr ist der "Gewinn" in fünfstelliger Größenordnung, mit dem sich die Achenseebahn AG so gern brüstet, nicht), und hat damit noch nicht mal Instandhaltungskosten bezahlt, sondern nur den reinen Fahrbetrieb. Diese Schulden wurden also angehäuft, ohne dass jemals eine reale Aussicht auf deren Abtragung bestand. Zumindest bei der Schwazer Sparkasse wird man das auch gewusst haben.

Vergleiche mit Unterstützungen für andere Unternehmen zur Abmilderung der Folgen Höherer Gewalt sind abwegig. Zudem würde jegliches Geld bei der Achenseebahn sowieso nur irgendwo versickern.
Richtig, man darf nicht vergessen, dass die Achenseebahn nicht wegen Corona in der aktuellen Lage ist, die haben sich da ganz alleine reinmanövriert. Und die 1,4 Mio. sind ja nur der Anfang, das Land hatte ja nicht ohne Grund über 3 Mio. zugesagt.
Hallo,

wieso sollte Geld bei der Achenseebahn "versickern" ? Auch bei den Corona-Soforthilfen ist kein Geld "versickert" es wurde halt nur die Verwendung nicht ausreichend kontrolliert oder hinterfragt.
Das Problem ist doch eher, dass man bei der Achenseebahn versucht hat, den Betrieb an die -ungeeigneten- Vorgaben einer Nahverkehrsförderung anzupassen. Das Land war an dieser Fehlentwicklung, die schon vor weit über 5 Jahren begann nicht unbeteiligt. Ausserdem entsteht für Aussenstehende der Eindruck, dass keine Bahn in der Region einer anderen etwas gegönnt hat...
Wenn die Schafbergbahn zum modernen Gipfelshuttle hochgerüstet wurde, sollte es auch drin sein, die Achenseebahn in der traditionellen Betriebsform zu erhalten. Das wird nicht billig. Mitverursacht durch die minimalen Förderungen der letzten Jahre ist die Auflösung des Investitionsstaus aber jetzt unabdingbar.

Viele Grüsse
Peter
Kannst du da etwas konkreter werden? Was genau hat denn an die Nahverkehrsanfordetungen angepasst? Sprichst du da über die Triebwagen?
Und warum ist das Land daran Schuld wenn die Unternehmrnsführung die Bahn an die Wand fährt?

Der Vergleich mit der Schafbergbahn hinkt, aber das führe ich jetzt nicht mehr aus.
Peter Illertr schrieb:
Hallo,

wieso sollte Geld bei der Achenseebahn "versickern" ? Auch bei den Corona-Soforthilfen ist kein Geld "versickert" es wurde halt nur die Verwendung nicht ausreichend kontrolliert oder hinterfragt.
Das Problem ist doch eher, dass man bei der Achenseebahn versucht hat, den Betrieb an die -ungeeigneten- Vorgaben einer Nahverkehrsförderung anzupassen. Das Land war an dieser Fehlentwicklung, die schon vor weit über 5 Jahren begann nicht unbeteiligt. Ausserdem entsteht für Aussenstehende der Eindruck, dass keine Bahn in der Region einer anderen etwas gegönnt hat...
Wenn die Schafbergbahn zum modernen Gipfelshuttle hochgerüstet wurde, sollte es auch drin sein, die Achenseebahn in der traditionellen Betriebsform zu erhalten. Das wird nicht billig. Mitverursacht durch die minimalen Förderungen der letzten Jahre ist die Auflösung des Investitionsstaus aber jetzt unabdingbar.

Viele Grüsse
Peter
Naja, das mindeste wäre mal, den gesamten Vorstand rauszuschmeißen, dann übernimmt das Land Tirol die Bahn. Da würde ich jetzt gar nicht vom Verkauf sprechen, die muss man enteignen. Dann hätte man die Möglichkeit für einen kompletten Neustart. Und Zukunft sehe ich ehrlich gesagt in einer Mischung aus Nahverkehr und Nostalgie. Klar, man muss jetzt nicht gleich die Strecke elektrifizieren, man kann ja vorerst mal mit Diesel fahren. Ist sowieso aufgrund der Spurweite keine Durchbindung, weder vom Zillertal, noch von Wörgl, noch von Innsbruck, möglich. Aber das muss entweder das Land Tirol oder ein neuer Vorstand machen. Der jetzige hat schon derart an Vertrauen verloren, da kann es nur mehr in die Hose gehen.

Und wie hier schon gesagt wurde, die Achenseebahn ist nicht durch die Corona-Krise in die Schieflage geraten, die ist schon seit Jahren in der Schieflage. Eigentlich hat die Corona-Krise sogar was gutes. Und das man sich mit der Zillertalbahn zerstritten hat, ist nicht die Zillertalbahn alleine Schuld. Zum Streiten gehören bekanntermaßen zwei. Und das man dann den anderen nichts gönnt, ist ja auch verständlich.

Die Schafbergbahn soll kein Vorbild sein. Dort ist eine Massenabfertigung, was den Preis beim besten Willen nicht mehr gerecht wird. Besser man hat (Beispiel) 15 Leute die 30 Euro für echten Dampf da lassen, als 25 Leute die 15 Euro für "Neu"dampf da lassen.
Hallo Mr. English,

Hätte man die Achenseebahn als das gefördert was sie ist und was sie kann, nämlich als Verkehrsmittel für Ausflüge, dann wäre die Verlockung für die Betreiber, aus ihr (auch) eine Stadtbahn zu machen, sicher nicht so gross gewesen. Schliesslich wurde die Bahn ja auch in weiter zurückliegenden Jahren aus Steuermitteln gefördert. Die kamen zum Teil aus dem Tourismus und waren damit indirekt auch Wertschöpfung durch die Bahn.
Der Vergleich mit der Schafbergbahn mag hinken, aber es wäre schön wenn es neben der modernen Schafbergbahn auch weiter die historische Achenseebahn gäbe.
Das Neid, Missgunst und persönliche Animositäten einigen Flurschaden angerichtet haben, ist ja unwidersprochen geblieben.


Viele Grüsse
Peter
Peter Illertr schrieb:
wieso sollte Geld bei der Achenseebahn "versickern" ?

Weil das bisher auch so gelaufen ist. Für alles mögliche wird Geld rausgehauen, aber um die Loks dann zu Saisonbeginn fertigzumachen, ist keins mehr da. Und wenn man dann noch an die Sekretärin denkt, die zu Edelnuttenpreisen versorgt wurde ...

Peter Illertr schrieb:
Auch bei den Corona-Soforthilfen ist kein Geld "versickert" es wurde halt nur die Verwendung nicht ausreichend kontrolliert oder hinterfragt.

Hier gibt es absolut nichts mit Corona-Beeinträchtigungen zu vergleichen. Die Achenseebahn AG hat zwar den Ausfall des Saisonstarts mit Corona begründet, tatsächlich aber hatten sie einfach nur keine einzige betriebsfähige Lok.

Peter Illertr schrieb:
Das Problem ist doch eher, dass man bei der Achenseebahn versucht hat, den Betrieb an die -ungeeigneten- Vorgaben einer Nahverkehrsförderung anzupassen. Das Land war an dieser Fehlentwicklung, die schon vor weit über 5 Jahren begann nicht unbeteiligt.

Das ist schlichtweg falsch. All das mit dem Appenzeller Gerümpel hat nichts mit Vorstellungen des Landes zu tun, sondern nur mit größenwahnsinnigen Ideen der damaligen Leitung der Achenseebahn, bei den ganz großen Zahnradbahnen z. B. der Schweiz mitzuspielen. Zu diesem Zweck wollte man die Bahn bis Eng verlängern, daraus folgte die Notwendigkeit, elektrisch zu fahren. Man hatte damals nicht die Absicht, ÖPNV zu fahren, und das Ganze war weder mit dem Land irgendwie abgestimmt, geschweige denn von ihm veranlasst. Die Privatbahnförderung gab es damals übrigens auch noch, so dass auch keine Veranlassung bestand, irgendwelche angeblichen Vorstellungen des Landes zu erfüllen.

Peter Illertr schrieb:
Ausserdem entsteht für Aussenstehende der Eindruck, dass keine Bahn in der Region einer anderen etwas gegönnt hat...

Die Privatbahnförderung, die der Achenseebahn dann (völlig zu recht) versagt wurde, kam als Mehrförderung Zillertalbahn und Stubaitalbahn zugute. Die leisten ÖPNV und tun damit genau das, wofür die Mittel eigentlich bestimmt sind. Die einzige Bahn, die anderen nichts gönnt, ist die Achenseebahn, von den anderen hört man insofern nichts.

Peter Illertr schrieb:
Wenn die Schafbergbahn zum modernen Gipfelshuttle hochgerüstet wurde, sollte es auch drin sein, die Achenseebahn in der traditionellen Betriebsform zu erhalten.

Die Schafbergbahn liegt aber zum größten Teil in Salzburg, zu einem kleinen Teil in Oberösterreich. Tirol und Tiroler Landesmittel haben also exakt gar nichts damit zu tun. Wer die Investitionen dort unterstützt hat, weiß ich allerdings nicht.

Peter Illertr schrieb:
Das wird nicht billig. Mitverursacht durch die minimalen Förderungen der letzten Jahre ist die Auflösung des Investitionsstaus aber jetzt unabdingbar.

Die Förderung einer Touristenattraktion ist eigentlich keine Landesaufgabe.

Peter Illertr schrieb:
Hätte man die Achenseebahn als das gefördert was sie ist und was sie kann, nämlich als Verkehrsmittel für Ausflüge, dann wäre die Verlockung für die Betreiber, aus ihr (auch) eine Stadtbahn zu machen, sicher nicht so gross gewesen.

Ein Unternehmen ist für sein Handeln schon noch selbst verantwortlich. Irgendwelche unternehmerische Entscheidungen oder gar Investitionen zugunsten von ÖPNV hat es auch nie gegeben.

Und eine Touristenattraktion in überwiegend privatem Besitz sollte schon in der Lage sein, sich selbst zu unterhalten.

Peter Illertr schrieb:
Schliesslich wurde die Bahn ja auch in weiter zurückliegenden Jahren aus Steuermitteln gefördert.

Das war ja auch ein Fehler, der dann bereinigt wurde.

Peter Illertr schrieb:
Die kamen zum Teil aus dem Tourismus und waren damit indirekt auch Wertschöpfung durch die Bahn.

Ach ja, das alte Märchen vom Rückfluss der Subventionen durch Tourismuseinnahmen. Anderswo mag das stimmen, bei der Achenseebahn nicht. Der größte Teil der Nutzer sind Bustouristen, die allenfalls noch bei der Fahrt mit dem Schiff und äußerstenfalls beim Mittagessen Geld in der Region lassen. Die wesentlichen Einnahmen im Tourismus kommen aber aus den Übernachtungen, und nur dafür werden auch Tourismusabgaben erhoben. Für Feriengäste im Einzugsgebiet der Achenseebahn bietet sie nicht viel.

Peter Illertr schrieb:
Das Neid, Missgunst und persönliche Animositäten einigen Flurschaden angerichtet haben, ist ja unwidersprochen geblieben.

Den Schaden hat die Misswirtschaft der Achenseebahn AG angerichtet. Ganz allein.
Hast du irgend ein Problem mit „Neu Dampfloks“?
Die sind auch schon wieder 20 jährig und so anders als eine alte Reko DB Lok sind die von R. Waller konstruierten Dampfmaschinen auch nicht!
Wenn ich die Achenseedampfkisten mit den „Uhrwerken“ von alten Schweizer Bergbahnloks vergleiche, dann sind die alten Achensee-Schüttelbecher wohl näher bei den Mount Washington Loks anzusiedeln, als an gängigen Standards anderer Bergbahnen Europas.... das macht sie vielleicht gerade deswegen so liebenswert und erhaltungswürdig?
Gruess MirageRuedi
Schotterpilot schrieb:
Hast du irgend ein Problem mit „Neu Dampfloks“?
Die sind auch schon wieder 20 jährig und so anders als eine alte Reko DB Lok sind die von R. Waller konstruierten Dampfmaschinen auch nicht!
Wenn ich die Achenseedampfkisten mit den „Uhrwerken“ von alten Schweizer Bergbahnloks vergleiche, dann sind die alten Achensee-Schüttelbecher wohl näher bei den Mount Washington Loks anzusiedeln, als an gängigen Standards anderer Bergbahnen Europas.... das macht sie vielleicht gerade deswegen so liebenswert und erhaltungswürdig?

Die Achenseebahnloks sind ja auch weder alt noch original. Original sind die Nummern und ein paar Kleinteile.
Peter Illertr schrieb:
Hätte man die Achenseebahn als das gefördert was sie ist und was sie kann, nämlich als Verkehrsmittel für Ausflüge, dann wäre die Verlockung für die Betreiber, aus ihr (auch) eine Stadtbahn zu machen, sicher nicht so gross gewesen. Schliesslich wurde die Bahn ja auch in weiter zurückliegenden Jahren aus Steuermitteln gefördert. Die kamen zum Teil aus dem Tourismus und waren damit indirekt auch Wertschöpfung durch die Bahn.
Der Vergleich mit der Schafbergbahn mag hinken, aber es wäre schön wenn es neben der modernen Schafbergbahn auch weiter die historische Achenseebahn gäbe.
Das Neid, Missgunst und persönliche Animositäten einigen Flurschaden angerichtet haben, ist ja unwidersprochen geblieben.
Das was sie (angeblich) kann ist aber eben nicht förderfähig. Da haben sich Jahre lang ein paar Männer ihr Spielzeug vom Steuerzahler finanzieren lassen und das hat der Bund irgendwann nicht mehr mitgemacht. Richtig, es war nämlich der Bund der das MIP gestrichen hat, nicht das Land.

Was den Mittelfluss auf dem Tourismus angeht, da würde mich mal interessieren was du damit meinst. Natürlich wird das MIP zur Hälfte vom Land finanziert und natürlich stecken da in Tirol jede Menge Steuereinnahmen aus dem Tourismus drin, aber das ist doch reichlich unspezifisch.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.07.20 06:13.
MrEnglish schrieb:
Richtig, es war nämlich der Bund der das MIP gestrichen hat, nicht das Land.

Die Privatbahnförderung stammt zwar teilweise vom Bund, wird aber von den jeweiligen Ländern verteilt. Der Bund redet dabei nicht rein. Das Ende für die Zweckentfremdung der Mittel durch die Zuweisung an die Achenseebahn kam mit der Beteiligung der Grünen an der Landesregierung, die die Mittel nur noch ÖPNV-Bahnen zukommen lassen wollten.
kaufhalle schrieb:
Die Privatbahnförderung stammt zwar teilweise vom Bund, wird aber von den jeweiligen Ländern verteilt. Der Bund redet dabei nicht rein. Das Ende für die Zweckentfremdung der Mittel durch die Zuweisung an die Achenseebahn kam mit der Beteiligung der Grünen an der Landesregierung, die die Mittel nur noch ÖPNV-Bahnen zukommen lassen wollten.
Nein, das stimmt nicht. Der Bund entscheidet sehr wohl was gefördert wird. Das Land hätte die Achenseebahn vielleicht selbst weiter fördern können, aber nicht über das MIP, also ohne Beteiligung des Bundes. Die Grünen tragen daran genauso wenig die Schuld wie an der Einstellung der Direktzüge nach Osttirol die ihnen oft zugeschrieben wird.
Das lässt sich im Transparenzportal nachlesen.
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