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[AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: 103612

Datum: 01.06.20 18:13

Hallo,
Angeregt durch die Diskussion über die verspätete Inbetriebnahme der BBT hat mich das Thema Pustertalbahn etwas umgetrieben. Diese Strecke ist mit dem halbstündlichen Regionalverkehr in Italien zu einer reinen Nahverkehrsstrecke degradiert worde, die (hervorragend) die lokalen Bedürfnisse erfüllt. Mit der Schleife nach Brixen und den denn direkt bis Bozen durchgebundenen Züge wird sich die Situation noch einmal massiv verbessern.

Dabei ist die Strecke historisch eigentlich Teil der Drautalbahn Franzensfest - Villach - Klagenfurt - Maribor und diente lange Jahre dem Korridorverkehr Tirol - Osttirol. Potentiell ist die Strecke aber spätestens mit Fertigstellung des BBT auch die schnellste Verbidnung Innsbruck - Klagenfurt oder Innsbruck - Graz. Dazu müsste die Strecke jedoch insbesondere im Pustertal ausgebaut werden und zusätzliche Kreuzungsstellen/abschnitte bekommen. Zwischen dem Halbstundentakt noch weitere beschleunigte IC's zu quetschen ist jedoch utopisch.

Die Reisezeit Innsbruck - Klagenfurt könnte 3:59 (heute 4:50) betragen und Innsbruck - Graz 430 (statt heute 5:50).

Daher meine Frage, ob es von österreichischer Seite Interesse gibt zusammen mit den Freunden in Südtirol am Ausbau dieser Verbindung zu arbeiten. Da für Österreich der Wert natürlich deutlich höher ist, ist sicherlich aus dem fernen Rom nicht mit Unterstützung zu rechnen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.20 23:33.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 01.06.20 19:17

Das Land Tirol lässt die Verbindung untersuchen, wobei es eher um Innsbruck - Lienz geht: Dolomitenstadt

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: Mw

Datum: 01.06.20 20:41

Putsertalt und Maribo kommen nicht gut rüber...

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 01.06.20 22:03

Mw schrieb:
Putsertalt und Maribo kommen nicht gut rüber...

Gruß
Mw
Das sehe ich auch so👍😅

Und die Ferrovia della Val Pusteria/Pustertalbahn gehört auf IT-Territorium nach wie vor Rete ferroviaria italiana RFI (also den Staatsbahnen FS) und nicht den Strutture dei trasporti Alto Adige SpA/Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Dies im Gegensatz zur Valvenostana/Vinschgerbahn.
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....

Saluti
Ueli

NB:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.20 22:06.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 01.06.20 22:30

103612 schrieb:
Die Reisezeit Innsbruck - Klagenfurt könnte 3:59 (heute 4:50) betragen und Innsbruck - Graz 430 (statt heute 5:50).

Die Bedeutung dieser Verbindungen sollte man aber auch nicht überschätzen.

CH-Mirage schrieb:
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....

Solange andere bezahlen, werden die nichts dagegen haben. Es könnte aber passieren, dass dann auch noch die Verbindungskurve nach Brixen mit ins Paket kommt.

CH-Mirage schrieb:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.

Die Korridorzüge waren eigentlich längst keine mehr, sondern REXe, die im Pustertal in den Taktfahrplan eingefügt waren und fast überall hielten. Sie wurden dann auch durch normale Regionalzüge ersetzt, um Taktlücken zu vermeiden. Natürlich konnte die Abschaffung nur von österreichischer Seite erfolgen, Italien war an den Staatsvertrag gebunden (das Wochenendpendlerzugpaar fr/so gehörte aber wohl nicht dazu). Der ÖVP waren die Züge zu teuer, weil man nur auf die spärliche Nutzung aus Osttirol gesehen hat (dabei waren die Züge zumindest zu Wochenendpendlerzeiten gestopft voll, nur nicht mit Osttirolern, sondern mit Südtiroler Studenten von und nach Innsbruck). Den damals gerade in die Regierung gekommenen Grünen war es egal, die hatten ihre Wählerschaft eh nicht in Osttirol. Aber das Recht aus dem Staatsvertrag auf zwei Zugpaare dürfte jetzt weg sein.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 00:12

CH-Mirage schrieb:
Das sehe ich auch so👍😅

Und die Ferrovia della Val Pusteria/Pustertalbahn gehört auf IT-Territorium nach wie vor Rete ferroviaria italiana RFI (also den Staatsbahnen FS) und nicht den Strutture dei trasporti Alto Adige SpA/Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Dies im Gegensatz zur Valvenostana/Vinschgerbahn.
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....

Oh, eine mehrsprachige Region, da ist wieder einer in seinem Element.

Ist dir bekannt, dass dir STA Infrastruktur (jenseits der Vinschger Bahn) entwickelt und der RFI zum Betrieb übergibt?

CH-Mirage schrieb:
NB:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.

Da kennst du wieder nur die halbe Story.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 00:18

kaufhalle schrieb:
Die Korridorzüge waren eigentlich längst keine mehr, sondern REXe, die im Pustertal in den Taktfahrplan eingefügt waren und fast überall hielten. Sie wurden dann auch durch normale Regionalzüge ersetzt, um Taktlücken zu vermeiden. Natürlich konnte die Abschaffung nur von österreichischer Seite erfolgen, Italien war an den Staatsvertrag gebunden (das Wochenendpendlerzugpaar fr/so gehörte aber wohl nicht dazu). Der ÖVP waren die Züge zu teuer, weil man nur auf die spärliche Nutzung aus Osttirol gesehen hat (dabei waren die Züge zumindest zu Wochenendpendlerzeiten gestopft voll, nur nicht mit Osttirolern, sondern mit Südtiroler Studenten von und nach Innsbruck). Den damals gerade in die Regierung gekommenen Grünen war es egal, die hatten ihre Wählerschaft eh nicht in Osttirol. Aber das Recht aus dem Staatsvertrag auf zwei Zugpaare dürfte jetzt weg sein.
Nordtirol hat hier im Prinzip Leistungen für Südtirol bezahlt. Also die Direktzüge eingestellt wurden war es dann auf einmal möglich den Ersatz zu finanzieren.

Aber dem Link den ich gepostet habe ist zu entnehmen, dass man durchaus mit der STA zusammenarbeitet um den Direktzug zu prüfen. Anders macht das ja auch keinen Sinn, sonst erreicht man nie was.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 01:54

MrEnglish schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Das sehe ich auch so👍😅

Und die Ferrovia della Val Pusteria/Pustertalbahn gehört auf IT-Territorium nach wie vor Rete ferroviaria italiana RFI (also den Staatsbahnen FS) und nicht den Strutture dei trasporti Alto Adige SpA/Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Dies im Gegensatz zur Valvenostana/Vinschgerbahn.
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....
Oh, eine mehrsprachige Region, da ist wieder einer in seinem Element.

Ist dir bekannt, dass dir STA Infrastruktur (jenseits der Vinschger Bahn) entwickelt und der RFI zum Betrieb übergibt?

CH-Mirage schrieb:
NB:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.
Da kennst du wieder nur die halbe Story.
Es geht hier nicht um irgendwelche ‘Stories’, sondern um evtl. Infrastruktur-Ausbauten im Val Pusteria/Pustertal für die (Wieder-) Einführung von ‘innerösterreichischen’ Direktzügen Innsbruck-Lienz (-Villach-Klagenfurt-Koralmtunnel-Graz-SBT-Wien).

Und für Infrastruktur-Ausbauten braucht’s mindestens eine Bewilligung des Eigentümers RFI und über die Einhaltung italienischer Bau- und Betriebsnormen wacht Rom (ANSF).

Wo hat die STA in der Provinz AA/ST der RFI Infrastruktur ‘zur Verfügung gestellt’, Du meinst wohl finanziert?
Die STA ist vor allem eine Planungsgesellschaft, ausser bei eigener Infrastruktur (wie jetzt im Val Venosta/Vinschgau).

Die ‘Bretella Val di Riga/Riggertalschleife’ wurde von STA/RFI gemeinsam geplant und wird ganz oder zum grössten Teil von RFI, also von der Italienischen Republik finanziert. Sie dient ja primär inneritalienischen Verbesserungen.
Der entsprechende Vertrag wurde von RFI-Chef Maurizio Gentile (mit-) unterschrieben.

Vor Jahren wollte AA/ST die Linie Bolzano/Bozen-Meran(o) von RFI übernehmen, ist damit aber gescheitert.

Buona notte
Ueli



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 01:57.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: 103612

Datum: 02.06.20 09:28

Das Ganze ist eine RFI Strecke und dementsprechend muss auch RFI mit ins Boot. Hinsichtlich der Finanzierung eines Ausbaus mit zweigleisigen Begegnungsabschnitten sehe ich aber allein Österreich im Boot, denn der Nutzen wäre rein österreichisch. Die Spange in Rosenheim wurde damals in den 80er Jahren auch alleine von Österreich bezahlt.

Ich sehe auch viel mehr den Sinn eines derartigen Ausbaus im innerösterreichischen Langstreckenverkehr als in einer Direktverbidnung Tirol - Osttirol. Das Verkehrsbedürfnis zwischen diesen 2 Landesteilen allein halte ich für zu gering. Und ohne den BBT macht das auch noch keinen Sinn, da der Schnellbus deutlich schneller ist.
Der Korridorzug würde dann gemäß seines Nutzens für den Fernverkehr auch kaum in Italien halten (vielleicht Franzensfeste, und sonst Bruneck und Innichen). Bei einem Laufweg der Korridorzüge:

Innsbruck - Franzensfeste - Bruneck - Innichen - Sillian - Lienz - Greifenburg - Spittal - Villach - Felden - Klangenfurt -> Graz -> Wien

würde die Verbindung im westlichen Abschnitt zwischen der Städten Nr 2,5,6 und 7 des österreichischen Städtesystems die schenllste Verbindung darstellen. Da denke ich schon, dass ein 2-Stundentakt tragfähig seien könnte.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 16:14.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 17:29

CH-Mirage schrieb:
Wo hat die STA in der Provinz AA/ST der RFI Infrastruktur ‘zur Verfügung gestellt’, Du meinst wohl finanziert?
Die STA ist vor allem eine Planungsgesellschaft, ausser bei eigener Infrastruktur (wie jetzt im Val Venosta/Vinschgau).
Die ganzen neune und modernisierten Haltepunkte und Bahnhöfe hat die STA gebaut und der RFI übergeben. Sieht man schön im Pustertal, alles neu bis auf den Grenzbahnhof Innichen, für den ist die RFI selbst zuständig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 18:45.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 18:07

MrEnglish schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Wo hat die STA in der Provinz AA/ST der RFI Infrastruktur ‘zur Verfügung gestellt’, Du meinst wohl finanziert?
Die STA ist vor allem eine Planungsgesellschaft, ausser bei eigener Infrastruktur (wie jetzt im Val Venosta/Vinschgau).
Die ganzen neune und modernisierten Haltepunkte und Bahnhöfe hat die STA gebaut und der RFI übergeben. Sieht man schön im Pustertal, alles neu bis auf den Grenzbahnhof Innichen, für dne ist die RFI selbst zuständig.
Oh so ist das also...
Das was im Val Pusteria/Pustertal modernisiert wurde, würdest Du also ‘den Italienern’ von RFI quasi nicht zutrauen? Oder wie ist das zu verstehen?🧐

Die dortige Linie ist und bleibt eine FS/RFI-Linie!
Und FS/RFI ist und bleibt für diese zuständig, ist ja der Eigentümer.
Ohne FS/RFI wäre dort gar nichts ausgebaut worden. Die STA hat zusammen (!) mit RFI die Ausbauten geplant, gebaut hat RFI.
Die Provinz AA/ST hat den Halbstundentakt und die dafür nötigen Ausbauten zu einem grossen Teil finanziert, das ist richtig.
Es gab aber auch finanzielle Beiträge von RFI und von ‘Rom’.

Und die Elektrifikation Ende 80er wurde komplett von IT geplant, finanziert und realisiert.

Die Autonome Provinz AA/ST ist zwar reich und verfügt selber über ca. 90% der Steuereinnahmen (also wie z.B. jeder CH-Kanton), aber alles kann sie auch nicht allein finanzieren.
Es fliesst nach wie vor auch Geld aus Rom nach Bolzano/Bozen.
Uebrigens arbeiten arbeiten bei der STA nach dem Sprachenproporz auch italienisch- und ladinischsprachige Altoatesini/Südtiroler, und das auch auf Chefposten...😉

Was sollte denn in der Stazione di San Candido/im Bahnhof Innichen nicht gut sein?

Saluti
Ueli

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 18:50

Ja entschuldige, das kannst du sicher aus der Schweiz viel besser beurteilen, bei mir ist ja der Alpenhauptkamm dazwischen. Ich bilde mir sicher nur ein, dass Innichen nicht modernisiert ist und keine 55er Bahnsteige hat.

Aber Hauptsache immer alle Namen verwendet. Macht vor Ort zwar niemand, aber was soll 's.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 19:47

MrEnglish schrieb:
Ja entschuldige, das kannst du sicher aus der Schweiz viel besser beurteilen, bei mir ist ja der Alpenhauptkamm dazwischen. Ich bilde mir sicher nur ein, dass Innichen nicht modernisiert ist und keine 55er Bahnsteige hat.

Aber Hauptsache immer alle Namen verwendet. Macht vor Ort zwar niemand, aber was soll 's.
Was die Leute dort selbst für Namen im Alltag verwenden ist irrelevant, die einen brauchen die italienischen, die anderen die deutschen, die dritten in den entsprechenden Regionen die ladinischen...
Ich halte mich als Ausländer (der Du dort auch bist), strikt an die offizielle und amtliche 2-sprachige Regelung (und zwar an 1. Stelle die italienische Version, ist nun einmal so).
Vielleicht bist Du auch schon einmal länger in Bolzano/Bozen oder Bressanone/Brixen gewesen, wo die Mehrheit italophon ist? Schon einmal mit nicht-germanophonen Altoatesini/Südtirolern Dich unterhalten, und zwar auf italienisch? 😅

Was willst Du damit sagen, dass San Candido/Innichen noch keine 55 cm-Perrons hat? Dass RFI ‘unfähig’ ist, oder wie?
Sind alles nur Fragen...

Das kann dort ja noch kommen.
Aber zu sagen, dass die STA der RFI die modernisierten Stationen im Val Pusteria/Pustertal ‘zur Verfügung gestellt’, also quasi ‘geschenkt’ hat, ist schlicht falsch.

Ohne RFI hätte es dort keine Modernisierung gegeben.

Ciao e Buona serata
Ueli

PS:
Du bist nicht der einzige hier, der schon dort gewesen ist und sich mit der Materie beschäftigt hat...👋



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 19:51.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: M-AG

Datum: 02.06.20 20:08

Der Bahnsteig in Innichen wurde vor ein paar Jahren neu Asphaltiert, aber nicht auf 55cm gebaut. Es soll aber ein neuer Bahnhof 500 Meter weiter vom heutigen Bahnhof gebaut werden.
Meldung unsertirol24 von Jänner 2018

EDIT:
Liste mit den Eigentümer und Verwalter der Bahnhöfe in Südtirol
Land Südtirol

EDIT:
Ist schon komisch, dass viele Bahnhöfe die von RFI verwaltet werden nicht 55cm hohe Bahnsteige haben.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 09:56.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 21:44

M-AG schrieb:
Der Bahnsteig in Innichen wurde vor ein paar Jahren neu Asphaltiert, aber nicht auf 55cm gebaut. Es soll aber ein neuer Bahnhof 500 Meter weiter vom heutigen Bahnhof gebaut werden.
Meldung unsertirol24 von Jänner 2018

EDIT:
Liste mit den Eigentümer und Verwalter der Bahnhöfe in Südtirol
Land Südtirol

EDIT:
Ist schon komisch, dass viele Bahnhöfe die von RFI verwaltet werden nicht 55cm hohe Bahnsteige haben.
Die 55 cm-Perrons sind auch in ganz IT der offiziell angestrebte Standard und in vielen modernisierten Bahnstationen von den Alpen bis Sicilia und Puglia und Sardegna bereits realisiert!

Es braucht halt alles seine Zeit, wie überall.
Und wenn die STA (gemeinsam mit RFI) in San Candido/Innichen sowieso einen neuen Bahnhof planen, wird der alte natürlich nicht mehr umgebaut.
Das wäre dann wirklich ein spreco di soldi (Geldverschwendung).

Saluti
Ueli



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 22:12.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 02.06.20 22:01

MrEnglish schrieb:
Nordtirol hat hier im Prinzip Leistungen für Südtirol bezahlt. Also die Direktzüge eingestellt wurden war es dann auf einmal möglich den Ersatz zu finanzieren.

Die Korridorzüge waren vermutlich auch im Betrieb relativ teuer. Und in Südtirol verkehrten sie ganz offiziell als Trenitalia-Zug, die Einnahmen dürfte der Verbund aber vermutlich doch abgeliefert haben.

Theoretisch hätten die Züge auch weiterhin als echte Korridorzüge ohne Halt in Südtirol fahren können. Nur eine andere Fahrplanlage und höhere Geschwindigkeit hätten sie dadurch nicht bekommen.

Hat man denn mal versucht, Südtirol an den Kosten zu beteiligen? Deinen Beitrag verstehe ich jedenfalls so.

MrEnglish schrieb:
Aber dem Link den ich gepostet habe ist zu entnehmen, dass man durchaus mit der STA zusammenarbeitet um den Direktzug zu prüfen. Anders macht das ja auch keinen Sinn, sonst erreicht man nie was.

Ja sicher.

103612 schrieb:
Das Ganze ist eine RFI Strecke und dementsprechend muss auch RFI mit ins Boot. Hinsichtlich der Finanzierung eines Ausbaus mit zweigleisigen Begegnungsabschnitten sehe ich aber allein Österreich im Boot, denn der Nutzen wäre rein österreichisch. Die Spange in Rosenheim wurde damals in den 80er Jahren auch alleine von Österreich bezahlt.

Entweder Österreich bezahlt das, oder es passiert nix. Sollte man ganz realistisch sehen.

103612 schrieb:
Ich sehe auch viel mehr den Sinn eines derartigen Ausbaus im innerösterreichischen Langstreckenverkehr als in einer Direktverbidnung Tirol - Osttirol. Das Verkehrsbedürfnis zwischen diesen 2 Landesteilen allein halte ich für zu gering.

Die Korridorzüge gab es ja auch nur aus politischen Gründen, und in den Bussen ist auch nicht übermäßig viel los. Hinzu kommt noch die Zug/Bus-Verbindung über Kitzbühel, die derzeit etwa fahrzeitgleich mit dem Korridorbus ist, die aber sowieso erhalten bleiben wird.

103612 schrieb:
Und ohne den BBT macht das auch noch keinen Sinn, da der Schnellbus deutlich schneller ist.

Vielleicht habe ich da was schief in Erinnerung, aber die REXe hatten die kürzeste Fahrzeit, die es jemals zwischen Innsbruck und Lienz gab. Weder der Bus noch die behelfsmäßig als Ersatz für die REXe hingebogene Umsteigeverbindung mit EC konnten hinsichtlich der Fahrzeit mithalten, auch wenn der Unterschied nicht groß ist.

Tariflich hat man die Umsteigeverbindung auch nie richtig implementiert, im VVT ist sie als Korridorverbindung drin, im ÖBB-Tarif nicht. Dass die Südtiroler dadurch jetzt mehr bezahlen dürfen, weil die EC aufpreispflichtig sind, juckt in Tirol auch niemanden.

103612 schrieb:
Der Korridorzug würde dann gemäß seines Nutzens für den Fernverkehr auch kaum in Italien halten (vielleicht Franzensfeste, und sonst Bruneck und Innichen). Bei einem Laufweg der Korridorzüge:

Innsbruck - Franzensfeste - Bruneck - Innichen - Sillian - Lienz - Greifenburg - Spittal - Villach - Felden - Klangenfurt -> Graz -> Wien

würde die Verbindung im westlichen Abschnitt zwischen der Städten Nr 2,5,6 und 7 des österreichischen Städtesystems die schenllste Verbindung darstellen. Da denke ich schon, dass ein 2-Stundentakt tragfähig seien könnte.

Wenn man mal sieht, dass Innsbruck - Graz und Salzburg - Graz derzeit faktisch (über Anschlussverbindungen) gebündelt werden und Linz - Graz da teilweise auch noch mit drinhängt, das alles so gerade für einen 2-h-Takt reicht, die Züge den größten Teil der Woche eher die Karikatur eines Zuges darstellen, was die Länge betrifft und immer noch schwach besetzt sind, müsste man schon sehr mutig sein, für Innsbruck - Graz einen 2-h-Takt anzubieten. Mag sein, dass sich das besser entwickelt, wenn man Fahrzeiten erreicht, die auf der Straße unmöglich sind.

CH-Mirage schrieb:
Was die Leute dort selbst für Namen im Alltag verwenden ist irrelevant, die einen brauchen die italienischen, die anderen die deutschen, die dritten in den entsprechenden Regionen die ladinischen...
Ich halte mich als Ausländer (der Du dort auch bist), strikt an die offizielle und amtliche 2-sprachige Regelung (und zwar an 1. Stelle die italienische Version, ist nun einmal so).

Ich bin kein Österreicher, somit also in Bezug auf Südtirol wirklich nur Ausländer (verwende aber trotzdem einfach die deutschen Namen). Aber ein Österreicher könnte dir den zweisprachigen Erguss völlig zu recht um die Ohren hauen. Österreich (nicht Tirol!) und Südtirol stehen auf staatsvertraglicher Basis in besonderem Verhältnis zueinander, Österreich ist ganz offiziell und von Italien anerkannt Schutzmacht der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol.

CH-Mirage schrieb:
Aber zu sagen, dass die STA der RFI die modernisierten Stationen im Val Pusteria/Pustertal ‘zur Verfügung gestellt’, also quasi ‘geschenkt’ hat, ist schlicht falsch.

Ich kenne die vertragliche Basis nicht, aber Verantwortlichkeiten werden üblicherweise klar geregelt, und das wird dann so abgewickelt. "Geschenkt" bekommt niemand was.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 22:49

Salve

Ein Österreicher und/oder ‘deutsch-national’ eingestellter Südtiroler hauen mir als Ausländer diesbezüglich gar nichts um die Ohren, und schon gar nicht ‘zu Recht’!

AT hat im Gruber-De Gasperi-Abkommen explizit die integrale territoriale Zugehörigkeit der Provinz AA/ST zu IT und die volle Souveränität Italiens über diese Region anerkannt. Und damit sind alle Altoatesini/Südtiroler ausschliesslich IT-Staatsbürger.
Von populistischen Bestrebungen ‘deutsch-nationaler’ österr. Politiker, in AA/ST AT-Pässe zu verteilen, rede ich nicht weiter...
Und AA/ST ist offiziell komplett 2- oder 3-sprachig!

Wenn ich Dir zu langatmig bin, kann ich auch nur die italienischen Namen verwenden, ganz wie Du willst...!

Mit der 2-sprachigen Schreibweise verhalte ich mich auf jeden Fall zu 100% politisch korrekt.

Schliesslich kann Deine ‘AT-Schutzmacht’ auch nicht verhindern, dass alle Bahnstationen unabhängig der jeweiligen lokalen sprachlichen Mehrheit konsequent 2-sprachig angeschrieben sind.

Ciao e
Viva l’Alto Adige italiano/Es lebe Italienisch-Südtirol
Ueli



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 23:06.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 22:58

kaufhalle schrieb:
Die Korridorzüge gab es ja auch nur aus politischen Gründen, und in den Bussen ist auch nicht übermäßig viel los. Hinzu kommt noch die Zug/Bus-Verbindung über Kitzbühel, die derzeit etwa fahrzeitgleich mit dem Korridorbus ist, die aber sowieso erhalten bleiben wird.
Wie kommst du darauf, dass die Direktbusse nicht nachgefragt werden? Die werden zeitweise doppelt geführt weil sie so voll sind. Es gibt regelmäßig Beschwerden von Fahrgästen im Drautal die nicht mehr mitgenommen werden weil Sitzplatzpflicht besteht. Ich sag nicht, dass das genug Nachfrage für den Direktzug wäre, ein Zug könnte locker so viele Plätze bereitstellen wie alle Busse eines Tages, aber schwach nachgefragt ist das für eine Busverbindung nicht.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: RhB WR 3811

Datum: 02.06.20 23:04

Moin,

CH-Mirage, erspare Dir bitte Deine langatmigen Belehrungen!

lg RhB WR 3811

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 23:10

RhB WR 3811 schrieb:
Moin,

CH-Mirage, erspare Dir bitte Deine langatmigen Belehrungen!

lg RhB WR 3811
Kennst Du den Unterschied zw. Belehrung und einer durch eine Aktion indizierten Reaktion?
Ich hoffe doch...

Du musst es ja nicht lesen!

LG und Ciao
Ueli

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: Mw

Datum: 02.06.20 23:16

Aus was für einer "offiziellen" Sprache stammt eigentlich das Wort "Putsertaltbahn" - das hier bereits ca 20 mal wiederholt wird?

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: J-C

Datum: 03.06.20 00:04

Keine Ahnung, ich kenne nur die Pustertalbahn.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 08:27.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: J-C

Datum: 03.06.20 00:18

Nach dem VDV des Fernverkehrs wird über das Ennstal mit Eröffnung der Koralmbahn eine 2-stündig fahrende Linie Graz - Wörgl geben, welche ab Saalfelden bis Wörgl als REX geführt wird. Es wird auch ein paar Halte mehr geben. Graz - Salzburg wird dann über Klagenfurt laufen. Gleichzeitig soll eine im 2-Stundentakt verkehrende Linie Graz mit Linz verbinden, dabei zwischen Selzthal und Linz noch mehr Halte erhalten. Und eine Linie Salzburg - Bischofshofen - Saalfelden - Wörgl soll auch kommen, auch hier zwischen Saalfelden und Wörgl als REX.

Graz - Innsbruck wird es also als Direktverbindung schon geben. Klagenfurt/Villach - Innsbruck jedoch nicht. Ich glaube, eine Fernverkehrslinie, welche Südtirol miteinbezieht, kann da Sinn ergeben. Eventuell zusätzlich mehr und bessere Direktverbindungen zwischen Wien und Bozen und man hätte Südtirol fernverkehrsmäßig gut angebunden. Das sind eben Dinge, die müssen aus Österreich her angestoßen und mitgetragen werden, das bringt ja für Italien auch einen Benefit, wenn man einen Teil des Landes in Kooperation des Nachbarlandes noch weiter im öffentlichen Verkehr entwickeln kann.

Das Fernverkehrsnetz Österreichs ist generell sehr auf den internationalen Verkehr ausgelegt, was nicht wirklich ein Wunder bei dessen Größe ist. Südtirol ließe sich aus Österreich sehr breit erschließen.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 08:27.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: Markus_26

Datum: 03.06.20 07:46

Mw schrieb:
Aus was für einer "offiziellen" Sprache stammt eigentlich das Wort "Putsertaltbahn" - das hier bereits ca 20 mal wiederholt wird?

Gruß
Mw
Zumindest den ersten der zwei Schreibfehler hat der Beitragsersteller mittlerweile im Ausgangsbeitrag ja korrigiert - den zweiten hat er aber offenbar immer noch übersehen... 😉

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.06.20 09:11

J-C schrieb:
Nach dem VDV des Fernverkehrs wird über das Ennstal mit Eröffnung der Koralmbahn eine 2-stündig fahrende Linie Graz - Wörgl geben, welche ab Saalfelden bis Wörgl als REX geführt wird. Es wird auch ein paar Halte mehr geben. Graz - Salzburg wird dann über Klagenfurt laufen. Gleichzeitig soll eine im 2-Stundentakt verkehrende Linie Graz mit Linz verbinden, dabei zwischen Selzthal und Linz noch mehr Halte erhalten. Und eine Linie Salzburg - Bischofshofen - Saalfelden - Wörgl soll auch kommen, auch hier zwischen Saalfelden und Wörgl als REX.

Graz - Innsbruck wird es also als Direktverbindung schon geben. Klagenfurt/Villach - Innsbruck jedoch nicht. Ich glaube, eine Fernverkehrslinie, welche Südtirol miteinbezieht, kann da Sinn ergeben. Eventuell zusätzlich mehr und bessere Direktverbindungen zwischen Wien und Bozen und man hätte Südtirol fernverkehrsmäßig gut angebunden. Das sind eben Dinge, die müssen aus Österreich her angestoßen und mitgetragen werden, das bringt ja für Italien auch einen Benefit, wenn man einen Teil des Landes in Kooperation des Nachbarlandes noch weiter im öffentlichen Verkehr entwickeln kann.

Das Fernverkehrsnetz Österreichs ist generell sehr auf den internationalen Verkehr ausgelegt, was nicht wirklich ein Wunder bei dessen Größe ist. Südtirol ließe sich aus Österreich sehr breit erschließen.
Innsbruck - Graz gibt es heute schon direkt, zwei mal am Tag (+nachts). Mehr wird das künftig auch nicht, die neuen IR enden ja in Wörgl.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: J-C

Datum: 03.06.20 11:27

Jup, künftig eben alle 2 Stunden bis Wörgl, was ohnehin bereits genügend sein dürfte.

Auf der anderen Seite hätte Wien - Graz - Klagenfurt - Lienz - Franzensfeste - Innsbruck durchaus seinen Charme als zweite Ost-West-Verbindung...

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Markus_26 schrieb:
Mw schrieb:
Aus was für einer "offiziellen" Sprache stammt eigentlich das Wort "Putsertaltbahn" - das hier bereits ca 20 mal wiederholt wird?

Gruß
Mw
Zumindest den ersten der zwei Schreibfehler hat der Beitragsersteller mittlerweile im Ausgangsbeitrag ja korrigiert - den zweiten hat er aber offenbar immer noch übersehen... 😉
Das habe ich auch bemerkt. Aber die anderen Kommentatoren, selbst nach der Korrektur, pausen das ewig weiter durch.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 03.06.20 15:30

Solange die technischen Unzulänglichkeiten im Netzt der RFI nicht behoben sind, sehe ich nicht viel Sinn in einer Direktverbindung Innsbruck - Lienz - wieauchimmer - Wien.
Je nach Zugmaterial verliert man entweder in Lienz beim Verstärken Zeit, oder jeweils an den Grenzenbahnhöfen Brenner und Innichen bis zu über 10 Minuten. Diese Eisenbahn-Technisch gesehene Kleinstaaterei bringt dieser Verbindung nicht unbedingt Vorteile.
Fahrgastpotential Innsbruck - Lienz wäre sicher vorhanden, darüber hinaus wage ich es zu bezweifeln.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Mw

Datum: 03.06.20 20:06

Hallo Brennersee,

könnest Du die technischen Unzulänglichkeiten (in Italien) mal erläutern?
Ich erinnere mich noch an die Zeiten mit der 2043 vorm Korridorzug. Schien alles problemlos zu sein.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 03.06.20 20:13

Mw schrieb:
Hallo Brennersee,

könnest Du die technischen Unzulänglichkeiten (in Italien) mal erläutern?
Ich erinnere mich noch an die Zeiten mit der 2043 vorm Korridorzug. Schien alles problemlos zu sein.

Gruß
Mw
Grazie, ja, das würde mich auch interessieren.
Es funktionierte bezügl. IT-Infrastruktur m.W. auch mit den ÖBB-1822 und 1216 alles problemlos...

@Brennersee
’Technische Unzulänglichkeien’ bei RFI, wirklich...?
Oder meinst Du sinngemäss, in AT sei ‘alles besser’ als in IT....?

Saluti
Ueli



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 20:19.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 03.06.20 20:50

Hallo Mw.

Ja das war die Zeit mit der 2043, kenne ich auch weil selber gefahren. Da kam in Innichen oder am Brenner ein Italiener, Südtiroler waren und sind in Bahndiensten immer noch eine Seltenheit, und fuhr die Strecke Brenner - Innichen am Führerstand mit. Das waren, bis auf den Italienischkurs der Lienzer Lokführer, alle Maßnahmen die getroffen wurden. Aber das war die Zeit der 2043. Die Zweimannbesetzung hielt sich bis zum Ende der Korridorzüge. Zumindest m.w. die meiste Zeit.

Jetzt muss das System und das Zugsicherungssytem umgestellt werden, bei einem geschoben Railjet, wenn er blöd steht sogar während der Anfahrt noch ein zweiter Systemwechsel. ETCS ist in Italien aus, muss also bei der Fahrt Richtung Österreich eingeschaltet und überprüft werden. Soviel zum "E" in ETCS. Außerdem müssen bei der Fahrt Richtung Italien die MG-Bremse ausgeschaltet werden, bei der Rückkehr natürlich wieder eingeschaltet und überprüft werden. Dauert bei einem klassischen Reisezug länger, da diese dann bei jedem einzelnen Wagen zu drücken ist. Ferner muss, die Railjet verkehren derzeit immer geschoben Richtung Österreich, der ankommende Tfzf nach hinten auf die Lok und deren Bremse von P wieder auf R stellen.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Verstehst Du jetzt was ich meine? Das ganze Prozedere auf 105km zweimal.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.06.20 21:04

Ohne BBT kommt das doch eh nicht, und danach fährt man nicht mehr durch den Grenzbahnhof Brenner. Im Tunnel wird der Systemwechsel automatisch ablaufen.
Aber selbst ohne Tunnel wird man mit den Triebwagen künftig schneller sein beim Systemwechsel.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 03.06.20 21:14

Und wie schaltest die MG aus oder ein wenn es vom Fst aus nicht geht?
Wechsel des nationalen Zugsicherungssystem Italien - Österreich während der Fahrt wäre mir auch noch nicht bekannt. Ohne ETCS wird das auch nicht funktionieren. Und ob die Pustertalbahn das bekommt? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, nur habe ich so meine Erfahrungen.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 03.06.20 21:15

Sicher hat es funktioniert. Aber hast Du auch mitbekommen wie lange es gedauert hat und welche Probleme es immer noch gemacht hat?

Nicht besser, anders. Und es wird "das Fremde" nicht akzeptiert.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 21:17.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 03.06.20 21:21

Brennersee schrieb:
Hallo Mw.

Ja das war die Zeit mit der 2043, kenne ich auch weil selber gefahren. Da kam in Innichen oder am Brenner ein Italiener, Südtiroler waren und sind in Bahndiensten immer noch eine Seltenheit, und fuhr die Strecke Brenner - Innichen am Führerstand mit. Das waren, bis auf den Italienischkurs der Lienzer Lokführer, alle Maßnahmen die getroffen wurden. Aber das war die Zeit der 2043. Die Zweimannbesetzung hielt sich bis zum Ende der Korridorzüge. Zumindest m.w. die meiste Zeit.

Jetzt muss das System und das Zugsicherungssytem umgestellt werden, bei einem geschoben Railjet, wenn er blöd steht sogar während der Anfahrt noch ein zweiter Systemwechsel. ETCS ist in Italien aus, muss also bei der Fahrt Richtung Österreich eingeschaltet und überprüft werden. Soviel zum "E" in ETCS. Außerdem müssen bei der Fahrt Richtung Italien die MG-Bremse ausgeschaltet werden, bei der Rückkehr natürlich wieder eingeschaltet und überprüft werden. Dauert bei einem klassischen Reisezug länger, da diese dann bei jedem einzelnen Wagen zu drücken ist. Ferner muss, die Railjet verkehren derzeit immer geschoben Richtung Österreich, der ankommende Tfzf nach hinten auf die Lok und deren Bremse von P wieder auf R stellen.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Verstehst Du jetzt was ich meine? Das ganze Prozedere auf 105km zweimal.
Salve
Salü

Und jetzt? Das ist Deine AT- bzw. ÖBB-Sicht, OK, aber was willst Du damit sagen? Dass Du das ‘mühsam’ findest?

Andere Länder, andere Sitten, andere Gesetze und andere technische Systeme.
Das geht den Italienern der FS umgekehrt doch genau gleich, sie könnten ebenso gut ‘erwarten’, dass in AT bis Innsbruck und Lienz auch das IT-System SCMT (Sistema di controllo della marcia del treno) infrastrukturell installiert wird. Und solange das nicht der Fall ist, von ‘infrastrukturellen Mängeln’ in AT reden...

Und wieso kann in AT die Mg-Bremse nicht zentral vom Lf aktiviert/deaktiviert werden?
Und 2-Mann Besatzung ist nun einmal in IT teilweise auch heute noch Standard. Und jetzt?
Und dass man als Lf in einem (teilweise) anderssprachigen Land/Region die dortige Sprache können muss, ist für mich eine Selbstversändlichkeit.
Und mit den RJ/EC/NJ etc., also im FV und auch im GV, fahren halt die Macchinisti (Lokführer) der Depositi Padova/Verona/Trento von Venezia oder Verona bis zum Brenner(o) durch. Dass die FS einen zusätzlichen Lf-Wechsel aus rein sprachlichen Gründen in Bolzano/Bozen als unzumutbar/unrentabel ablehnen, ist nachvollziehbar.

Ach ja, auch Südtiroler sind Italiener, unabhängig der Sprache.

Saluti
Beschti Grüess
Ueli

PS:
Bei uns im Kt. SH (CH) sind auf der CH/DE- ‘Korridorlinie’ Singen-Schaffhausen-Erzingen beide Zugsicherungssysteme installiert.
Es geht immer, wenn man will und eine positive Einstellung hat - auf beiden Seiten!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 21:52.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.06.20 22:10

CH-Mirage schrieb:
Andere Länder, andere Sitten, andere Gesetze und andere technische Systeme.
Das geht den Italienern der FS umgekehrt doch genau gleich, sie könnten ebenso gut ‘erwarten’, dass in AT bis Innsbruck und Lienz auch das IT-System SCMT (Sistema di controllo della marcia del treno) infrastrukturell installiert wird. Und solange das nicht der Fall ist, von ‘infrastrukturellen Mängeln’ in AT reden...

Wer hat denn gefordert PZB im Pustertal zu verlegen? Die Österreicher haben ETCS bis zum Brenner verlegt, das von den Italienern einzufordern ist doch wohl legitim.

CH-Mirage schrieb:
Und wieso kann in AT die Mg-Bremse nicht zentral vom Lf aktiviert/deaktiviert werden?

Kommt eben auf die Fahrzeuge an, bei Triebzügen geht das und beim Railjet sicher auch.

CH-Mirage schrieb:
Und 2-Mann Besatzung ist nun einmal in IT teilweise auch heute noch Standard. Und jetzt?

Das ist Schwachsinn der die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn gefährdet, vor allem im Güterverkehr. Dass das sinnlos ist sieht man doch alleine daran, das es nur für Loks gilt, die Treibzüge fahren munter im Einmannbetrieb. Bei keinem LKW wird noch die Zweimannbesetzung gefordert.

CH-Mirage schrieb:
Und dass man als Lf in einem (teilweise) anderssprachigen Land/Region die dortige Sprache können muss, ist für mich eine Selbstversändlichkeit.

Das sehen aber manche anders als du. Es gibt Bestrebungen ähnlich wie im Flugverkehr Englisch als zulässige Betriebssprache zu etablieren. Auch das ist nämlich eine Wettbewerbsbehinderung. Auch hier verlangt niemand ein Italienischzeugnis bevor der LKW die Grenze passiert.

CH-Mirage schrieb:
Und mit den RJ/EC/NJ etc., also im FV und auch im GV, fahren halt die Macchinisti (Lokführer) der Depositi Padova/Verona/Trento von Venezia oder Verona bis zum Brenner(o) durch. Dass die FS einen zusätzlichen Lf-Wechsel aus rein sprachlichen Gründen in Bolzano/Bozen als unzumutbar/unrentabel ablehnen, ist nachvollziehbar.

Was willst du uns damit sagen?

CH-Mirage schrieb:
Ach ja, auch Südtiroler sind Italiener, unabhängig der Sprache.

Das sieht so mancher Südtiroler anders.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.06.20 22:12

Brennersee schrieb:
Und wie schaltest die MG aus oder ein wenn es vom Fst aus nicht geht?
Wechsel des nationalen Zugsicherungssystem Italien - Österreich während der Fahrt wäre mir auch noch nicht bekannt. Ohne ETCS wird das auch nicht funktionieren. Und ob die Pustertalbahn das bekommt? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, nur habe ich so meine Erfahrungen.
Wer redet den von einem Wechsel zwischen den nationalen Systemen während der Fahrt? Der BBT bekommt ETCS.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 03.06.20 22:50

Lesen ist nicht Deine Stärke?
Lies Dir meinen Beitrag genau durch.
Ich hab genau nichts gegen den Italienischkurs geschrieben. Und das obwohl Deutsch anerkannte Zweitsprache in Südtirol ist.

Die ganze Umschalterei ist mühsam ja, aber vor allem auch zeitraubend. Und mit der richtigen Technik wär es unnötig.
Aber wir wollen halt dahin fahren und es ist zu akzeptieren.
Wo habe ich gefordert, dass PZB in Italien installiert werden soll? Genau, nirgends. Ich habe ETCS geschrieben, und das sollte ja immerhin "Europäisch" sein. Direktes umschalten von PZB auf SCMT funktioniert nur bei Stillstand der Fahrzeuge, wogegen auch nichts zu sagen ist. Wenn es aber bei einem Europäischen System während der Fahrt funktioniert, warum macht das ein Staat in Europa, sogar EU nicht? Natürlich sind dazu von beteiligten Bahnverwaltungen die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Zeig mir einen klassischen Reisezugwagen wo man die MG fernbedient ein und ausschalten kann.
Auch beim Railjet funktioniert es nicht. Erstens ist es kein Triebwagen, zweitens ist es im Normalfall ja auch nicht notwendig. Ob es die neue Generstion kann wird man sehen wenn sie da ist. Der Railjet fährt in viele Staaten, Italien ist der einzige der ohne MG fährt vielleicht sollten man mal darüber nachdenken. Wem in Italien so gefahren wird bitte. Die FS- wagen fahren nicht mehr bei uns, kann mich aber noch gut an die Befehle wegen Magel an Bremshundertel wegen fehlender MG erinnern. Fuhr man halt langsamer.

Gegen die Zweimannbesetzung ist nichts zu sagen, was ich ja auch nicht gemacht habe.

Dass man nicht alle paar Meter den Lokführer wechselt ist klar. Aber warum kann der italienischsprachige Lokführer nicht Deutsch lernen wenn er bis zum Brenner fährt? In der Schweiz funktioniert die Mehrsprachigkeit ja auch.
Im übrigen bin ich am Brenner mit den dortigen Bahnbediensteten immer gut ausgekommen, mir war wurscht wo sie her kamen. Sprachlich war es vielleicht nicht immer einfach, aber es ging.

Und zum Thema Südtirol. Ja, am Papier und im Pass sind es Italiener, aber es gibt noch genug Punkte wo Rom Bozen spüren lässt, dass es nicht so ist. Komm mal in der realen Welt an.
Es ist jetzt nicht krass ungerecht, das behaupte ich ja gar nicht. Nur es ist immer noch ein Unterschied vorhanden.

Um um etweiigen Einwürfen Deinerseits vorzubeugen. Ich mag das Land und die Leute, aber ich bin nicht mit allem einverstanden was dort vor sich geht und ging. Aber das ist alleine meine Sache, die ich hier und jetzt sicher nicht mit Dir ausdiskutiere.

Und auch wenn es eine gut Diskussion ist, ich werde jetzt aussteigen. Ein paar Meter weiter gibt es einen Raum mit einer großen Liegefläche die meine volle Aufmerksamkeit erfordert. Morgen darf ich wieder mit zwei verschiedenen Bahnverwaltungen arbeiten wo die Zusammenarbeit grundsätzlich auch gut funktioniert. Nein, nicht RFI, wobei ich damit keine Probleme hätte.

Wünsche Dir eine Gute Nacht.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 03.06.20 23:01

Ja, der BBT bekommt ETCS.
Das Problem ist abseits der ETCS-Strecke, sprich ins Pustertal. Wie wird da dann gefahren? ETCS oder SCMT? Und funktioniert die Umschaltung von PZB auf SCMT im Hintergrund wenn ETCS aktiv ist?
Ich bin auch von einer eventuellen Führung der Züge schon vor Fertigstellung des BBT ausgegangen, denn die kann sich nicht ziehen, soll ja doch erst frühestens 2028 sein.
Wo die Trennstelle der Stromversorgung hin kommt ist noch nicht ausdiskutiert, aber das ist das kleinere Problem.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 03.06.20 23:04

MrEnglish schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Und wieso kann in AT die Mg-Bremse nicht zentral vom Lf aktiviert/deaktiviert werden?
Kommt eben auf die Fahrzeuge an, bei Triebzügen geht das und beim Railjet sicher auch.


Nein, kann er nicht. Umgestellt wird bei jedem Wagen einzeln aussen, die Prüfung geht zentral vom Führerstand aus.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 03.06.20 23:41

Brennersee schrieb:
MrEnglish schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Und wieso kann in AT die Mg-Bremse nicht zentral vom Lf aktiviert/deaktiviert werden?
Kommt eben auf die Fahrzeuge an, bei Triebzügen geht das und beim Railjet sicher auch.


Nein, kann er nicht. Umgestellt wird bei jedem Wagen einzeln aussen, die Prüfung geht zentral vom Führerstand aus.
Konnte man ja auch umbauen/anpassen seitens ÖBB, nicht?

Grazie comunque für Deine Stellungnahme. Ich finde es eine gute Diskussion.👍

Zu Alto Adige/Südtirol:
Wenn ‘deutsch-nationale’ bzw. sprachnationalistisch (was mir zutiefst zuwider ist) eingestellte germanophone Einwohner der italienischen autonomen Provinz AA/ST meinen, sich auch nach 100 Jahren nicht in Italien wohl zu fühlen, ist das deren Sache. Interessiert mich nicht, und muss mich nicht interessieren!
Für mich als Ausländer massgebend ist strikt das geltende Recht, also das ‘Papier’, wie Du meinst.
Und alle Südtiroler gleich welcher Sprache sind Bürger der Repubblica italiana/Italienischen Republik, basta (persönliche Befindlichkeiten irrelevant).
Wenn man will, kann man sich immer verständigen - wie bei uns in der CH (wie Du richtig sagst). Nötig ist immer guter Wille beiderseits. Was ich ablehne ist das irreale Verweigern einer Sprache aus politisch-nationalistischen Gründen (ich habe NICHT Dich persönlich gemeint).

@Mr. English
Du kannst das IT-2-Mann-System natürlich kritisieren, ist Dein gutes Recht!
Aber es ist nun einmal die Realität in IT, die ich respektiere.

Uebrigens:
Auch bei Lok-Pendelzügen wird in IT mit 1 Mann/Frau gefahren, sofern die Loki Uebergangstüren oder nur 1 Führerstand hat (damit bei 1-Mann-Betrieb der Capotreno = Zugführer zur Not in den Fst. gelangen und eingreifen kann).
Und IT lässt sich von niemandem vorschreiben, was es zu tun hat.

Buona notte a tutti
Ueli



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 23:47.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.06.20 07:06

Brennersee schrieb:
Ja, der BBT bekommt ETCS.
Das Problem ist abseits der ETCS-Strecke, sprich ins Pustertal. Wie wird da dann gefahren? ETCS oder SCMT? Und funktioniert die Umschaltung von PZB auf SCMT im Hintergrund wenn ETCS aktiv ist?

Du schaltest ja nicht von PZB auf SCMT um, du schaltest von PZB auf ETCS um (z.B. wenn du über Innsbruck Hbf fährst, da liegt ja noch kein ETCS) und würde man an der Grenze die national Values für Italien laden. Erst später kommt dann der Wechsel aus dem ETCS in das SCMT. Das sind getrennte Vorgänge.
Was die Umstellung anderer Systeme angeht kann ETCS das prinzipiell kommandieren. Der Stromsystemwechsel, inkl. Bügel ab, funktioniert automatisch und die WB kann es auch freigeben. Es könnte sicher auch die Mg sperren, aber dazu muss das natürlich zentral möglich sein.

Brennersee schrieb:
Ich bin auch von einer eventuellen Führung der Züge schon vor Fertigstellung des BBT ausgegangen, denn die kann sich nicht ziehen, soll ja doch erst frühestens 2028 sein.
Wo die Trennstelle der Stromversorgung hin kommt ist noch nicht ausdiskutiert, aber das ist das kleinere Problem.

Das hätten sie in Osttirol gerne, aber das wird sicher nicht kommen.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.06.20 07:08

Brennersee schrieb:
Nein, kann er nicht. Umgestellt wird bei jedem Wagen einzeln aussen, die Prüfung geht zentral vom Führerstand aus.
Das ist dann aber nicht die genialste Entwicklungsentscheidung gewesen. Prinzipiell wäre das ja schon möglich gewesen. Ich bin mir fast sicher, dass man das mit den neuen Railjet bestellt hat, die sind ja primär für Italieneinsätze gedacht.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.06.20 07:22

CH-Mirage schrieb:
@Mr. English
Du kannst das IT-2-Mann-System natürlich kritisieren, ist Dein gutes Recht!
Aber es ist nun einmal die Realität in IT, die ich respektiere.
Was soll das denn bedeuten? Du respektierst das? Würdest du es auch respektieren wenn die Italiener lieber weiter mit Dampf fahren würden? Zweimannbetrieb ist einfach was überholtes das den Verkehr behindert, das muss man nicht respektieren, das kann man kritisieren. Wenn du das respektierst, dann liegt das wahrscheinlich vor allem daran, dass du damit gar nichts zu tun hast.

CH-Mirage schrieb:
Uebrigens:
Auch bei Lok-Pendelzügen wird in IT mit 1 Mann/Frau gefahren, sofern die Loki Uebergangstüren oder nur 1 Führerstand hat (damit bei 1-Mann-Betrieb der Capotreno = Zugführer zur Not in den Fst. gelangen und eingreifen kann).
Und IT lässt sich von niemandem vorschreiben, was es zu tun hat.

Das sind nur Ausreden, es gibt genug technische Systeme die einen Zweimannbetrieb überflüssig machen, das bekommt auch so ziemlich jedes Land hin.
Toll wenn sich die Italiener von niemandem was vorschreiben lassen, das Geld ihrer nördlichen Nachbarn nehmen sie dann aber doch gerne für EU Subventionen. Wie erfolgreich die Italiener mit ihrer Haltung sind sollte ja bekannt sein. Früher ließ sich das am Lire Kurs direkt ablesen, aber so viel hat sich seit dem nicht geändert.



CH-Mirage schrieb:
Buona notte a tutti
Ueli

Übrigens, deiner Logik nach folgend ist es schon unverschämt in einem deutschen Forum italienische Grußformeln zu verwenden die ein Großteil der Nutzer gar nicht lesen kann.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.20 07:24.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 04.06.20 09:53

Guten Morgen.

Wäre vermutlich extra zu zahlen gewesen dieses "Feature".
Außerhalb Italiens braucht man das auch nicht, da sind die MG immer ein. Und an Fahrten in den Süden war vor 15 Jahren vermutlich noch nicht wirklich gedacht.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: M-AG

Datum: 04.06.20 10:59

Meines Wissens sind 2 Lokführer nur bei der Trenitalia pflicht(außer bei Außnahmen, wie vorher schon geschrieben). Die Eurocitys von DB-ÖBB und der ÖBB Railjet werden mit einem Lokführer von Trenord geführt, auch der Nightjet ab Venedig (der einzige von Trenord, die anderen NJ werden von Trenitalia geführt) wird mit einem Lokführer bestückt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.20 10:59.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: Brennersee

Datum: 04.06.20 14:25

Hallo.

Das ist auch einzig und allein deren Problem. Es hat auch keinerlei technischen und betriebliche Auswirkungen die Zeit beanspruchen.
Für alles andere soll, bzw. muss eine technische Lösung gefunden werden.

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: Mw

Datum: 04.06.20 17:28

Brennersee schrieb:
Hallo.

Das ist auch einzig und allein deren Problem. Es hat auch keinerlei technischen und betriebliche Auswirkungen die Zeit beanspruchen.
Für alles andere soll, bzw. muss eine technische Lösung gefunden werden.
Ich entschlüssele Deinen Satz versuchsweise mal so:
Die Technik muss lösen, wozu die Bürokratie (womöglich sogar aus chauvinistischen Gründen) nicht fähig ist.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 04.06.20 23:24

Mw schrieb:
Brennersee schrieb:
Hallo.

Das ist auch einzig und allein deren Problem. Es hat auch keinerlei technischen und betriebliche Auswirkungen die Zeit beanspruchen.
Für alles andere soll, bzw. muss eine technische Lösung gefunden werden.
Ich entschlüssele Deinen Satz versuchsweise mal so:
Die Technik muss lösen, wozu die Bürokratie (womöglich sogar aus chauvinistischen Gründen) nicht fähig ist.

Gruß
Mw
Ja, besonders bei deutsch-nationalen Chauvinisten, die meinen, die EU sei eine Art ‘Deutsch-Europa’ oder quasi ein ‘Heiliges Römisches Reich DEUTSCHER Nation 2.0’.
Solche Leute machen aber die Rechnung (einmal mehr) ohne den Wirt - mindestens ohne die nicht-germanischen, speziell ohne die romanischen und slawischen Völker.
Diese sind aber in der Mehrheit, nur schon IT/FR zusammen...😉

@Mr. English
Mit RESPEKT meine ich Respekt vor Andersdenkenden, anderen Ethnien, anderen Sprachen, anderen Nationalitäten, anderen Mentalitäten, anderen technischen Lösungen etc.
Etwas, womit Du scheinbar kaum etwas anfangen kannst...
Und wenn IT wieder mit Dampf oder mit dem ‘Sistema trifase’ (für Dich: Drehstrom mit 2-poliger Fahrleitung) nach Brennero/Brenner fahren würde, wäre auch das zu respektieren.

Das heisst nicht, dass man es persönlich gut finden muss, Respekt ist etwas anderes...

Du und DE wollen doch auch von anderen Europäern respektiert werden, auch wenn die ‘anderen’ viele Entwicklungen und Zustãnde in DE nicht gut finden.

Mit Deiner Einstellung (vgl. Dein unqualifiziert-populistisches IT-Bashing) kannst Du das gerade von DE so heiss geliebte Projekt ‘Europäische Einheit’ auf jeden Fall vergessen.
Und nein, der Grundsatz ‘Wer zahlt, befiehlt’ gilt in einer privaten Kapitalgesellschaft, aber nicht in der Politik, schon gar nicht in der internationalen!

Und ja, IT ist zusammen mit FR (auch eine romanische Nation) und ES/PT aktuell ziemlich erfolgreich. Vgl. den ‘EU-Corona-Rettungsfonds’, den Président Macron (auch als Anwalt seiner romanischen Verwandten in IT/ES/PT) Eurer Kanzlerin abgetrotzt hat👋
Und die abschätzig ‘Club Med’ genannt EU-Südstaaten (mit FR) haben nach dem Austritt der Briten die Mehrheit in der EU.
‘Et à la fin du jour c’est l’Allemand qui va payer’ - ‘Am Ende des Tages wird der Deutsche zahlen’ - französisches Bonmot (nicht von mir!).😉
Und Englisch als ‘Einheitssprache’ kannst Du auch vergessen - alles Tagträume... die Romanen werden das nie mitmachen.
Und ja, ich als ‘Lateiner’ habe Verständnis für die Position von IT, FR et al.

Und wenn Du keine andere Sprache als ‘teutonisch’ und ein paar Brocken englisch kannst (hoffentlich wenigstens das korrekte britische Oxford-English), ist das eine Bildungsfrage.

Ach ja, meine Muttersprache ist übrigens nicht deutsch, habe es erst in der Schule mühsam gelernt😅

Speziell für Dich und nur für Dich:
Un grande saluto e una bellissima serata comunque. Stai bene 😀
Ueli

PS: Gilt Deine Kritik auch für alle Deine Landsleute hier, die gerne slawische Sätze und Begriffe schreiben (polnisch, tschechisch, russisch etc.pp.)?
Ich habe damit kein Problem, auch wenn ich die genannten Sprachen nicht beherrsche.

@brennersee
Tutto d’accordo, völlig einverstanden mit Deinem letzten Posting.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.20 23:36.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: Mw

Datum: 04.06.20 23:37

Wieso hängst Du Deine Φιλιππικά vs MrEnglish an meinen Kommentar an?

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 04.06.20 23:57

Mw schrieb:
Wieso hängst Du Deine Φιλιππικά vs MrEnglish an meinen Kommentar an?

Gruß
Mw
Tut mir leid, ja, hast recht!
Hätte meine Philippika (für @Mr.English in lateinischer Schrift) separat an den genannten Partizipanten schreiben sollen.
Ich liebe auch Griechisch, so wie Du 👍😀

Grüessli
Ueli

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: Mw

Datum: 05.06.20 00:01

CH-Mirage schrieb:
Mw schrieb:
Wieso hängst Du Deine Φιλιππικά vs MrEnglish an meinen Kommentar an?

Gruß
Mw
Tut mir leid, ja, hast recht!
Hätte meine Philippika (für @Mr.English in lateinischer Schrift) separat an den genannten Partizipanten schreiben sollen.
Ich liebe auch Griechisch, so wie Du 👍😀

Grüessli
Ueli
Salve Ulrico,

denk auch an den Spruch eines weisen Philosophen:

η αλήθεια είναι πάντα μόνο ένα μέρος από εσάς

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.20 00:05.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 05.06.20 00:25

Mw schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Mw schrieb:
Wieso hängst Du Deine Φιλιππικά vs MrEnglish an meinen Kommentar an?

Gruß
Mw
Tut mir leid, ja, hast recht!
Hätte meine Philippika (für @Mr.English in lateinischer Schrift) separat an den genannten Partizipanten schreiben sollen.
Ich liebe auch Griechisch, so wie Du 👍😀

Grüessli
Ueli
Salve Ulrico,

denk auch an den Spruch eines weisen Philosophen:

η αλήθεια είναι πάντα μόνο ένα μέρος από εσάς

Gruß
Mw
Schön, werde ich machen - grazie!👍

Buona notte
Ueli

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 05.06.20 00:35

CH-Mirage schrieb:
@Mr. English
Mit RESPEKT meine ich Respekt vor Andersdenkenden, anderen Ethnien, anderen Sprachen, anderen Nationalitäten, anderen Mentalitäten, anderen technischen Lösungen etc.
Etwas, womit Du scheinbar kaum etwas anfangen kannst...
Und wenn IT wieder mit Dampf oder mit dem ‘Sistema trifase’ (für Dich: Drehstrom mit 2-poliger Fahrleitung) nach Brennero/Brenner fahren würde, wäre auch das zu respektieren.

Das heisst nicht, dass man es persönlich gut finden muss, Respekt ist etwas anderes...

Du und DE wollen doch auch von anderen Europäern respektiert werden, auch wenn die ‘anderen’ viele Entwicklungen und Zustãnde in DE nicht gut finden.

Mit Deiner Einstellung (vgl. Dein unqualifiziert-populistisches IT-Bashing) kannst Du das gerade von DE so heiss geliebte Projekt ‘Europäische Einheit’ auf jeden Fall vergessen.
Und nein, der Grundsatz ‘Wer zahlt, befiehlt’ gilt in einer privaten Kapitalgesellschaft, aber nicht in der Politik, schon gar nicht in der internationalen!

Und ja, IT ist zusammen mit FR (auch eine romanische Nation) und ES/PT aktuell ziemlich erfolgreich. Vgl. den ‘EU-Corona-Rettungsfonds’, den Président Macron (auch als Anwalt seiner romanischen Verwandten in IT/ES/PT) Eurer Kanzlerin abgetrotzt hat👋
Und die abschätzig ‘Club Med’ genannt EU-Südstaaten (mit FR) haben nach dem Austritt der Briten die Mehrheit in der EU.
‘Et à la fin du jour c’est l’Allemand qui va payer’ - ‘Am Ende des Tages wird der Deutsche zahlen’ - französisches Bonmot (nicht von mir!).😉
Und Englisch als ‘Einheitssprache’ kannst Du auch vergessen - alles Tagträume... die Romanen werden das nie mitmachen.
Und ja, ich als ‘Lateiner’ habe Verständnis für die Position von IT, FR et al.

Und wenn Du keine andere Sprache als ‘teutonisch’ und ein paar Brocken englisch kannst (hoffentlich wenigstens das korrekte britische Oxford-English), ist das eine Bildungsfrage.

Ach ja, meine Muttersprache ist übrigens nicht deutsch, habe es erst in der Schule mühsam gelernt😅

Speziell für Dich und nur für Dich:
Un grande saluto e una bellissima serata comunque. Stai bene 😀
Ueli

PS: Gilt Deine Kritik auch für alle Deine Landsleute hier, die gerne slawische Sätze und Begriffe schreiben (polnisch, tschechisch, russisch etc.pp.)?
Ich habe damit kein Problem, auch wenn ich die genannten Sprachen nicht beherrsche.
Ich hab dir schonmal gesagt, geh in einem Fremdsprachen - oder Jura Forum Trollen, davon hast du vielleicht Ahnung, von der Eisenbahn nicht. (Entschuldige, Jusforum natürlich, sonst verstehst du es ja wieder nicht.)

Dein falsches Verständnis von Respekt ist wirklich erschreckend. Man muss nicht jeden Scheiß respektieren den andere Länder so verzapfen. Aber ich erinnere dich gerne mal wieder an deinen grenzenlosen Respekt wenn du uns wieder erklärst wie viel besser die Schweiz doch ist.

Übrigens kritisiere ich auch falsche Entwicklungen in Deutschland, und das ziemlich scharf. Muss ich es jetzt auch respektieren wenn in Deutschland der Ausbau der Zulaufstrecken zur NEAT und zum Brenner nicht voran kommt weil der Bundesautominister lieber sinnlose Mautverträge abschließt und Abwrackprämien verteilt?

So Einstellungen wie deine sind perfekt dazu geeignet rechtes Gedankengut zu befeuern. Wir zahlen nämlich nicht nur dafür, dass Italien sein Maffiaproblem nicht in den Griff bekommt oder Frankreich sein Geld für Prestigeprojekte auf den Kopf haut, wir zahlen auch dafür, dass Polen und Ungarn die Menschen - und Bürgerrechte mit Füßen treten. Muss ich das auch respektieren?

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 05.06.20 10:18

CH-Mirage schrieb:
Ein Österreicher und/oder ‘deutsch-national’ eingestellter Südtiroler hauen mir als Ausländer diesbezüglich gar nichts um die Ohren, und schon gar nicht ‘zu Recht’!

Das Bestehen auf zugesicherten Autonomierechten ist sicher kein Nationalismus, und deutsch ist da gar nichts. Wenn schon, dann österreichisch. Die Österreicher unterscheiden sich von den Deutschen in gleicher Weise wie die deutschsprachigen Schweizer.

CH-Mirage schrieb:
AT hat im Gruber-De Gasperi-Abkommen explizit die integrale territoriale Zugehörigkeit der Provinz AA/ST zu IT und die volle Souveränität Italiens über diese Region anerkannt. Und damit sind alle Altoatesini/Südtiroler ausschliesslich IT-Staatsbürger.

Das hat niemand in Frage gestellt. Es gibt aber umfassende Autonomierechte für Südtirol. Und die internationale Vertretung dieser Autonomierechte (insbesondere im Fall einer Beeinträchtigung) ist Sache Österreich. Das ist vertraglich so festgeschrieben. Es gibt zusätzlich noch weitere Verantwortlichkeiten Österreichs, z. B. Kontingente für Studenten aus Südtirol an österreichischen Universitäten.

CH-Mirage schrieb:
Von populistischen Bestrebungen ‘deutsch-nationaler’ österr. Politiker, in AA/ST AT-Pässe zu verteilen, rede ich nicht weiter...

Die Politiker bzw. Gruppen, die sowas vertreten, sind sicher weder populistischer noch "nationaler" ("deutsch-national" sowieso nicht, s. o.) als die in Schweizer Proporzregierungen vertretene SVP (nicht zu verwechseln mit der Südtiroler SVP). Eine Passportisierung, wie sie Russland betreibt, gibt es in Südtirol nicht und wird es auch nicht geben.

CH-Mirage schrieb:
Und AA/ST ist offiziell komplett 2- oder 3-sprachig!

Was sollen denn "AA" und "ST" sein? Erfindest du jetzt schon eigene Kürzel für Regionen im Ausland? So ein Blödsinn.

CH-Mirage schrieb:
Wenn ich Dir zu langatmig bin, kann ich auch nur die italienischen Namen verwenden, ganz wie Du willst...!

Mit der 2-sprachigen Schreibweise verhalte ich mich auf jeden Fall zu 100% politisch korrekt.

Es ist zu 100% albern. Das sind keine offiziellen Doppelnamen wie "Biel/Bienne", sondern separate amtliche Namen zum Gebrauch innerhalb der jeweiligen Amtssprache. In deutschen Texten verwendet man die deutschen Namen. Ganz offiziell und zu 100% politisch korrekt.

CH-Mirage schrieb:
Schliesslich kann Deine ‘AT-Schutzmacht’ auch nicht verhindern, dass alle Bahnstationen unabhängig der jeweiligen lokalen sprachlichen Mehrheit konsequent 2-sprachig angeschrieben sind.

Das ist auch nicht die Aufgabe einer Schutzmacht zur Sicherstellung der Autonomie.

CH-Mirage schrieb:
Viva l’Alto Adige italiano/Es lebe Italienisch-Südtirol

Gern, wenn du dich dorthin verkriechst und fortan nur noch italienischsprachige Foren mit deinem hirnlosen nationalistischen Gesabbel belästigst.

MrEnglish schrieb:
Wie kommst du darauf, dass die Direktbusse nicht nachgefragt werden? Die werden zeitweise doppelt geführt weil sie so voll sind. Es gibt regelmäßig Beschwerden von Fahrgästen im Drautal die nicht mehr mitgenommen werden weil Sitzplatzpflicht besteht. Ich sag nicht, dass das genug Nachfrage für den Direktzug wäre, ein Zug könnte locker so viele Plätze bereitstellen wie alle Busse eines Tages, aber schwach nachgefragt ist das für eine Busverbindung nicht.

Ich hatte den Bus mal mit ziemlich geringer Nachfrage erlebt. Wenn es mehr ist, umso besser. Und ja, die Zugverbindung ist eigentlich der Maßstab, auch wenn die Transitfahrgäste in der Minderheit waren.

Brennersee schrieb:
Je nach Zugmaterial verliert man entweder in Lienz beim Verstärken Zeit

Was willst Du da verstärken? Es wäre ein RJ-Einzelzug, aufgrund vermutlicher Einbindung in Standardumläufe wohl auch in Standardlänge, ansonsten würde man noch ein paar Wagen rausnehmen können.

Brennersee schrieb:
oder jeweils an den Grenzenbahnhöfen Brenner und Innichen bis zu über 10 Minuten.

Das sollte eigentlich weitgehend zu vermeiden bzw. zu reduzieren sein.

Brennersee schrieb:
Fahrgastpotential Innsbruck - Lienz wäre sicher vorhanden, darüber hinaus wage ich es zu bezweifeln.

Mit Brennertunnel mag es besser aussehen, aber das Potenzial Innsbruck - Lienz ist begrenzt.

CH-Mirage schrieb:
Mit RESPEKT meine ich Respekt vor Andersdenkenden, anderen Ethnien, anderen Sprachen, anderen Nationalitäten, anderen Mentalitäten, anderen technischen Lösungen etc.
Etwas, womit Du scheinbar kaum etwas anfangen kannst...

Wie schön, dass du dich immer voller Respekt z. B. für Deutsche und Österreicher äußerst ...

CH-Mirage schrieb:
Und ja, IT ist zusammen mit FR (auch eine romanische Nation) und ES/PT aktuell ziemlich erfolgreich. Vgl. den ‘EU-Corona-Rettungsfonds’, den Président Macron (auch als Anwalt seiner romanischen Verwandten in IT/ES/PT) Eurer Kanzlerin abgetrotzt hat👋
Und die abschätzig ‘Club Med’ genannt EU-Südstaaten (mit FR) haben nach dem Austritt der Briten die Mehrheit in der EU.
‘Et à la fin du jour c’est l’Allemand qui va payer’ - ‘Am Ende des Tages wird der Deutsche zahlen’ - französisches Bonmot (nicht von mir!).😉
Und Englisch als ‘Einheitssprache’ kannst Du auch vergessen - alles Tagträume... die Romanen werden das nie mitmachen.
Und ja, ich als ‘Lateiner’ habe Verständnis für die Position von IT, FR et al.

Kannst du deine feuchten Träume von einer romanisch dominierten EU nicht woanders ausbreiten? Kleiner Hinweis: Solche Sprachgruppenbündnisse gibt es in der EU nicht.

CH-Mirage schrieb:
Und wenn Du keine andere Sprache als ‘teutonisch’ und ein paar Brocken englisch kannst (hoffentlich wenigstens das korrekte britische Oxford-English), ist das eine Bildungsfrage.

Woher willst du wissen, welche Sprachen DSO-Teilnehmer beherrschen? Wenn jemand hier jemand darauf verzichtet, hier fremdsprachige Textfragmente zu hinterlassen wie ein Hund, der an die Ecke pisst, ist das eher eine Frage von Vernunft und Höflichkeit gegenüber den anderen Teilnehmern als von Bildungsmangel. Du hingegen hast offensichtlich deutliche Bildungsmängel in historischen und politischen Fragen. Z. B. hinsichtlich Südtirol.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.20 10:22.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 05.06.20 14:15

Salvete @kaufhalle @Mr. English

Ja... wenn man jemanden anderen, der einem nicht passt, nicht verstehen WILL, versteht man ihn auch nicht!
Und spielt bei fehlenden konzisen Argumenten auf die Person, könnte man noch ergänzen... 😅

Als geistiger Input @kaufhalle:
AA/ST ist einfach die Abkürzung für Alto Adige/Südtirol. Alto Adige (italienischer Name der Provinz) extra für Dich übersetzt: Oberetsch.
Ich könnte auf solchem Niveau ja auch fragen:
Was ist eine ‘Kaufhalle’: Verstehe ich nicht, Wort gibt’s in CH nicht... irgendwie blöd, oder?

Sind Leute wie Ihr Euch eigentlich bewusst, welches Image die ‘tedeschi’ (Deutsche) in IT, aber auch in FR und anderen europ. Ländern haben?

Antworten unnötig, alles nur rhetorische Fragen.

Im übrigen gilt:
‘Nur getroffene Hunde bellen’ 👋

Un salute per voi, ragazzi. Ho finito qui.

Ueli

PS:
Selbstverständlich bin ich auch in italienisch- und französischsprachigen Foren aktiv, weil ich mich aus 1. Hand informieren will. Ich nehme an, dass Ihr das bei Eurer Vielsprachigkeit auch tut?!



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.20 14:47.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 05.06.20 14:43

CH-Mirage schrieb:
Ja... wenn man jemanden anderen, der einem nicht passt, nicht verstehen WILL, versteht man ihn auch nicht! Und spielt bei fehlenden konzisen Argumenten auf die Person, könnte man noch ergänzen... 😅

Deine Darstellungen sind so was von schlicht, die versteht man schon. Es fehlt halt an solidem Inhalt.

CH-Mirage schrieb:
Sind Leute wie Ihr Euch eigentlich bewusst, welches ‘Image’ die ‘tedeschi’ (Deutsche) in IT, aber auch in FR und anderen europ. Ländern haben?
Antwort unnötig, nur eine rhetorische Frage.

Du solltest nicht deinen Hass auf die Deutschen verallgemeinern. Es gibt durchaus Leute, die differenzieren können. Übrigens auch in der Schweiz; ich nehme ja auch nicht deine nationalistischen Ausfälle als Beleg, dass alle Schweizer so wären. Sind sie definitiv nicht.

CH-Mirage schrieb:
Selbstverständlich bin ich auch in italienisch- und französischen Foren aktiv, weil ich mich aus 1. Hand informieren will. Ich nehme an, dass Ihr das bei Eurer Vielsprachigkeit auch tut?!

Es gibt auch Leute, deren Horizont nicht bei den Amtssprachen des Heimatlands aufhört. Es gibt auch noch anderssprachige Foren.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 05.06.20 14:56

kaufhalle schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Ja... wenn man jemanden anderen, der einem nicht passt, nicht verstehen WILL, versteht man ihn auch nicht! Und spielt bei fehlenden konzisen Argumenten auf die Person, könnte man noch ergänzen... 😅
Deine Darstellungen sind so was von schlicht, die versteht man schon. Es fehlt halt an solidem Inhalt.

CH-Mirage schrieb:
Sind Leute wie Ihr Euch eigentlich bewusst, welches ‘Image’ die ‘tedeschi’ (Deutsche) in IT, aber auch in FR und anderen europ. Ländern haben?
Antwort unnötig, nur eine rhetorische Frage.
Du solltest nicht deinen Hass auf die Deutschen verallgemeinern. Es gibt durchaus Leute, die differenzieren können. Übrigens auch in der Schweiz; ich nehme ja auch nicht deine nationalistischen Ausfälle als Beleg, dass alle Schweizer so wären. Sind sie definitiv nicht.

CH-Mirage schrieb:
Selbstverständlich bin ich auch in italienisch- und französischen Foren aktiv, weil ich mich aus 1. Hand informieren will. Ich nehme an, dass Ihr das bei Eurer Vielsprachigkeit auch tut?!
Es gibt auch Leute, deren Horizont nicht bei den Amtssprachen des Heimatlands aufhört. Es gibt auch noch anderssprachige Foren.
Certo... und der ‘solide Inhalt’ hast Du mit Deinem teutonischen Tunnelblick natürlich für Dich gepachtet... schon klar!😂

Jene, die am lautesten schreien, triffst es selbst am meisten (zum Thema ‘Nationalismus’).

Und stell Dir vor:
Ich kenn auch Deutsche, die meine Argumente durchaus teilen. Soviel zum Thema ‘Differenzierung’.

Wieviele Male bist Du denn schon in IT gewesen und hast mit den Leuten geredet und IT-Medien konsumiert, dass Du Dir ein einigermassen seriöses Bild machen kannst? Auch über das Image der ‘tedeschi’ (Deutschen) dort?!
Keine Antwort nötig.

Ciao



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.06.20 15:08.

Keine Perspektive für diese Diskussion

geschrieben von: Sören Heise (Mod)

Datum: 05.06.20 15:33

Guten Tag,

egal, wie ihr das Tal, durch das nicht die Puster fließt, nennt: Diese Diskussion hat aufgrund zu starker thematischer Entgleisungen keine Perspektive und ist beendet.

Viele Grüße
Sören