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[AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: 103612

Datum: 01.06.20 18:13

Hallo,
Angeregt durch die Diskussion über die verspätete Inbetriebnahme der BBT hat mich das Thema Pustertalbahn etwas umgetrieben. Diese Strecke ist mit dem halbstündlichen Regionalverkehr in Italien zu einer reinen Nahverkehrsstrecke degradiert worde, die (hervorragend) die lokalen Bedürfnisse erfüllt. Mit der Schleife nach Brixen und den denn direkt bis Bozen durchgebundenen Züge wird sich die Situation noch einmal massiv verbessern.

Dabei ist die Strecke historisch eigentlich Teil der Drautalbahn Franzensfest - Villach - Klagenfurt - Maribor und diente lange Jahre dem Korridorverkehr Tirol - Osttirol. Potentiell ist die Strecke aber spätestens mit Fertigstellung des BBT auch die schnellste Verbidnung Innsbruck - Klagenfurt oder Innsbruck - Graz. Dazu müsste die Strecke jedoch insbesondere im Pustertal ausgebaut werden und zusätzliche Kreuzungsstellen/abschnitte bekommen. Zwischen dem Halbstundentakt noch weitere beschleunigte IC's zu quetschen ist jedoch utopisch.

Die Reisezeit Innsbruck - Klagenfurt könnte 3:59 (heute 4:50) betragen und Innsbruck - Graz 430 (statt heute 5:50).

Daher meine Frage, ob es von österreichischer Seite Interesse gibt zusammen mit den Freunden in Südtirol am Ausbau dieser Verbindung zu arbeiten. Da für Österreich der Wert natürlich deutlich höher ist, ist sicherlich aus dem fernen Rom nicht mit Unterstützung zu rechnen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.20 23:33.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 01.06.20 19:17

Das Land Tirol lässt die Verbindung untersuchen, wobei es eher um Innsbruck - Lienz geht: Dolomitenstadt

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: Mw

Datum: 01.06.20 20:41

Putsertalt und Maribo kommen nicht gut rüber...

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 01.06.20 22:03

Mw schrieb:
Putsertalt und Maribo kommen nicht gut rüber...

Gruß
Mw
Das sehe ich auch so👍😅

Und die Ferrovia della Val Pusteria/Pustertalbahn gehört auf IT-Territorium nach wie vor Rete ferroviaria italiana RFI (also den Staatsbahnen FS) und nicht den Strutture dei trasporti Alto Adige SpA/Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Dies im Gegensatz zur Valvenostana/Vinschgerbahn.
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....

Saluti
Ueli

NB:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.20 22:06.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 01.06.20 22:30

103612 schrieb:
Die Reisezeit Innsbruck - Klagenfurt könnte 3:59 (heute 4:50) betragen und Innsbruck - Graz 430 (statt heute 5:50).

Die Bedeutung dieser Verbindungen sollte man aber auch nicht überschätzen.

CH-Mirage schrieb:
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....

Solange andere bezahlen, werden die nichts dagegen haben. Es könnte aber passieren, dass dann auch noch die Verbindungskurve nach Brixen mit ins Paket kommt.

CH-Mirage schrieb:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.

Die Korridorzüge waren eigentlich längst keine mehr, sondern REXe, die im Pustertal in den Taktfahrplan eingefügt waren und fast überall hielten. Sie wurden dann auch durch normale Regionalzüge ersetzt, um Taktlücken zu vermeiden. Natürlich konnte die Abschaffung nur von österreichischer Seite erfolgen, Italien war an den Staatsvertrag gebunden (das Wochenendpendlerzugpaar fr/so gehörte aber wohl nicht dazu). Der ÖVP waren die Züge zu teuer, weil man nur auf die spärliche Nutzung aus Osttirol gesehen hat (dabei waren die Züge zumindest zu Wochenendpendlerzeiten gestopft voll, nur nicht mit Osttirolern, sondern mit Südtiroler Studenten von und nach Innsbruck). Den damals gerade in die Regierung gekommenen Grünen war es egal, die hatten ihre Wählerschaft eh nicht in Osttirol. Aber das Recht aus dem Staatsvertrag auf zwei Zugpaare dürfte jetzt weg sein.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 00:12

CH-Mirage schrieb:
Das sehe ich auch so👍😅

Und die Ferrovia della Val Pusteria/Pustertalbahn gehört auf IT-Territorium nach wie vor Rete ferroviaria italiana RFI (also den Staatsbahnen FS) und nicht den Strutture dei trasporti Alto Adige SpA/Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Dies im Gegensatz zur Valvenostana/Vinschgerbahn.
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....

Oh, eine mehrsprachige Region, da ist wieder einer in seinem Element.

Ist dir bekannt, dass dir STA Infrastruktur (jenseits der Vinschger Bahn) entwickelt und der RFI zum Betrieb übergibt?

CH-Mirage schrieb:
NB:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.

Da kennst du wieder nur die halbe Story.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 00:18

kaufhalle schrieb:
Die Korridorzüge waren eigentlich längst keine mehr, sondern REXe, die im Pustertal in den Taktfahrplan eingefügt waren und fast überall hielten. Sie wurden dann auch durch normale Regionalzüge ersetzt, um Taktlücken zu vermeiden. Natürlich konnte die Abschaffung nur von österreichischer Seite erfolgen, Italien war an den Staatsvertrag gebunden (das Wochenendpendlerzugpaar fr/so gehörte aber wohl nicht dazu). Der ÖVP waren die Züge zu teuer, weil man nur auf die spärliche Nutzung aus Osttirol gesehen hat (dabei waren die Züge zumindest zu Wochenendpendlerzeiten gestopft voll, nur nicht mit Osttirolern, sondern mit Südtiroler Studenten von und nach Innsbruck). Den damals gerade in die Regierung gekommenen Grünen war es egal, die hatten ihre Wählerschaft eh nicht in Osttirol. Aber das Recht aus dem Staatsvertrag auf zwei Zugpaare dürfte jetzt weg sein.
Nordtirol hat hier im Prinzip Leistungen für Südtirol bezahlt. Also die Direktzüge eingestellt wurden war es dann auf einmal möglich den Ersatz zu finanzieren.

Aber dem Link den ich gepostet habe ist zu entnehmen, dass man durchaus mit der STA zusammenarbeitet um den Direktzug zu prüfen. Anders macht das ja auch keinen Sinn, sonst erreicht man nie was.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 01:54

MrEnglish schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Das sehe ich auch so👍😅

Und die Ferrovia della Val Pusteria/Pustertalbahn gehört auf IT-Territorium nach wie vor Rete ferroviaria italiana RFI (also den Staatsbahnen FS) und nicht den Strutture dei trasporti Alto Adige SpA/Südtiroler Transportstrukturen AG (STA).
Dies im Gegensatz zur Valvenostana/Vinschgerbahn.
Also hat bei teuren Infrastruktur-Ausbauten vor allem im österreichischen Interesse ‘Rom’ sehr wohl etwas zu sagen....
Oh, eine mehrsprachige Region, da ist wieder einer in seinem Element.

Ist dir bekannt, dass dir STA Infrastruktur (jenseits der Vinschger Bahn) entwickelt und der RFI zum Betrieb übergibt?

CH-Mirage schrieb:
NB:
Uebrigens waren es bekanntlich die AT-Tiroler aus Innsbruck, welche die Korridorzüge Lienz-Innsbruck abgeschafft haben, ohne dass dies m.W. infrastrukturell seitens der FS-RFI zwingend nötig gewesen wäre.
Da kennst du wieder nur die halbe Story.
Es geht hier nicht um irgendwelche ‘Stories’, sondern um evtl. Infrastruktur-Ausbauten im Val Pusteria/Pustertal für die (Wieder-) Einführung von ‘innerösterreichischen’ Direktzügen Innsbruck-Lienz (-Villach-Klagenfurt-Koralmtunnel-Graz-SBT-Wien).

Und für Infrastruktur-Ausbauten braucht’s mindestens eine Bewilligung des Eigentümers RFI und über die Einhaltung italienischer Bau- und Betriebsnormen wacht Rom (ANSF).

Wo hat die STA in der Provinz AA/ST der RFI Infrastruktur ‘zur Verfügung gestellt’, Du meinst wohl finanziert?
Die STA ist vor allem eine Planungsgesellschaft, ausser bei eigener Infrastruktur (wie jetzt im Val Venosta/Vinschgau).

Die ‘Bretella Val di Riga/Riggertalschleife’ wurde von STA/RFI gemeinsam geplant und wird ganz oder zum grössten Teil von RFI, also von der Italienischen Republik finanziert. Sie dient ja primär inneritalienischen Verbesserungen.
Der entsprechende Vertrag wurde von RFI-Chef Maurizio Gentile (mit-) unterschrieben.

Vor Jahren wollte AA/ST die Linie Bolzano/Bozen-Meran(o) von RFI übernehmen, ist damit aber gescheitert.

Buona notte
Ueli



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 01:57.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertaltbahn ?

geschrieben von: 103612

Datum: 02.06.20 09:28

Das Ganze ist eine RFI Strecke und dementsprechend muss auch RFI mit ins Boot. Hinsichtlich der Finanzierung eines Ausbaus mit zweigleisigen Begegnungsabschnitten sehe ich aber allein Österreich im Boot, denn der Nutzen wäre rein österreichisch. Die Spange in Rosenheim wurde damals in den 80er Jahren auch alleine von Österreich bezahlt.

Ich sehe auch viel mehr den Sinn eines derartigen Ausbaus im innerösterreichischen Langstreckenverkehr als in einer Direktverbidnung Tirol - Osttirol. Das Verkehrsbedürfnis zwischen diesen 2 Landesteilen allein halte ich für zu gering. Und ohne den BBT macht das auch noch keinen Sinn, da der Schnellbus deutlich schneller ist.
Der Korridorzug würde dann gemäß seines Nutzens für den Fernverkehr auch kaum in Italien halten (vielleicht Franzensfeste, und sonst Bruneck und Innichen). Bei einem Laufweg der Korridorzüge:

Innsbruck - Franzensfeste - Bruneck - Innichen - Sillian - Lienz - Greifenburg - Spittal - Villach - Felden - Klangenfurt -> Graz -> Wien

würde die Verbindung im westlichen Abschnitt zwischen der Städten Nr 2,5,6 und 7 des österreichischen Städtesystems die schenllste Verbindung darstellen. Da denke ich schon, dass ein 2-Stundentakt tragfähig seien könnte.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 16:14.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 17:29

CH-Mirage schrieb:
Wo hat die STA in der Provinz AA/ST der RFI Infrastruktur ‘zur Verfügung gestellt’, Du meinst wohl finanziert?
Die STA ist vor allem eine Planungsgesellschaft, ausser bei eigener Infrastruktur (wie jetzt im Val Venosta/Vinschgau).
Die ganzen neune und modernisierten Haltepunkte und Bahnhöfe hat die STA gebaut und der RFI übergeben. Sieht man schön im Pustertal, alles neu bis auf den Grenzbahnhof Innichen, für den ist die RFI selbst zuständig.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 18:45.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 18:07

MrEnglish schrieb:
CH-Mirage schrieb:
Wo hat die STA in der Provinz AA/ST der RFI Infrastruktur ‘zur Verfügung gestellt’, Du meinst wohl finanziert?
Die STA ist vor allem eine Planungsgesellschaft, ausser bei eigener Infrastruktur (wie jetzt im Val Venosta/Vinschgau).
Die ganzen neune und modernisierten Haltepunkte und Bahnhöfe hat die STA gebaut und der RFI übergeben. Sieht man schön im Pustertal, alles neu bis auf den Grenzbahnhof Innichen, für dne ist die RFI selbst zuständig.
Oh so ist das also...
Das was im Val Pusteria/Pustertal modernisiert wurde, würdest Du also ‘den Italienern’ von RFI quasi nicht zutrauen? Oder wie ist das zu verstehen?🧐

Die dortige Linie ist und bleibt eine FS/RFI-Linie!
Und FS/RFI ist und bleibt für diese zuständig, ist ja der Eigentümer.
Ohne FS/RFI wäre dort gar nichts ausgebaut worden. Die STA hat zusammen (!) mit RFI die Ausbauten geplant, gebaut hat RFI.
Die Provinz AA/ST hat den Halbstundentakt und die dafür nötigen Ausbauten zu einem grossen Teil finanziert, das ist richtig.
Es gab aber auch finanzielle Beiträge von RFI und von ‘Rom’.

Und die Elektrifikation Ende 80er wurde komplett von IT geplant, finanziert und realisiert.

Die Autonome Provinz AA/ST ist zwar reich und verfügt selber über ca. 90% der Steuereinnahmen (also wie z.B. jeder CH-Kanton), aber alles kann sie auch nicht allein finanzieren.
Es fliesst nach wie vor auch Geld aus Rom nach Bolzano/Bozen.
Uebrigens arbeiten arbeiten bei der STA nach dem Sprachenproporz auch italienisch- und ladinischsprachige Altoatesini/Südtiroler, und das auch auf Chefposten...😉

Was sollte denn in der Stazione di San Candido/im Bahnhof Innichen nicht gut sein?

Saluti
Ueli

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 18:50

Ja entschuldige, das kannst du sicher aus der Schweiz viel besser beurteilen, bei mir ist ja der Alpenhauptkamm dazwischen. Ich bilde mir sicher nur ein, dass Innichen nicht modernisiert ist und keine 55er Bahnsteige hat.

Aber Hauptsache immer alle Namen verwendet. Macht vor Ort zwar niemand, aber was soll 's.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 19:47

MrEnglish schrieb:
Ja entschuldige, das kannst du sicher aus der Schweiz viel besser beurteilen, bei mir ist ja der Alpenhauptkamm dazwischen. Ich bilde mir sicher nur ein, dass Innichen nicht modernisiert ist und keine 55er Bahnsteige hat.

Aber Hauptsache immer alle Namen verwendet. Macht vor Ort zwar niemand, aber was soll 's.
Was die Leute dort selbst für Namen im Alltag verwenden ist irrelevant, die einen brauchen die italienischen, die anderen die deutschen, die dritten in den entsprechenden Regionen die ladinischen...
Ich halte mich als Ausländer (der Du dort auch bist), strikt an die offizielle und amtliche 2-sprachige Regelung (und zwar an 1. Stelle die italienische Version, ist nun einmal so).
Vielleicht bist Du auch schon einmal länger in Bolzano/Bozen oder Bressanone/Brixen gewesen, wo die Mehrheit italophon ist? Schon einmal mit nicht-germanophonen Altoatesini/Südtirolern Dich unterhalten, und zwar auf italienisch? 😅

Was willst Du damit sagen, dass San Candido/Innichen noch keine 55 cm-Perrons hat? Dass RFI ‘unfähig’ ist, oder wie?
Sind alles nur Fragen...

Das kann dort ja noch kommen.
Aber zu sagen, dass die STA der RFI die modernisierten Stationen im Val Pusteria/Pustertal ‘zur Verfügung gestellt’, also quasi ‘geschenkt’ hat, ist schlicht falsch.

Ohne RFI hätte es dort keine Modernisierung gegeben.

Ciao e Buona serata
Ueli

PS:
Du bist nicht der einzige hier, der schon dort gewesen ist und sich mit der Materie beschäftigt hat...👋



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 19:51.

Re: [AT] Perspektive für die Pustertalbahn ?

geschrieben von: M-AG

Datum: 02.06.20 20:08

Der Bahnsteig in Innichen wurde vor ein paar Jahren neu Asphaltiert, aber nicht auf 55cm gebaut. Es soll aber ein neuer Bahnhof 500 Meter weiter vom heutigen Bahnhof gebaut werden.
Meldung unsertirol24 von Jänner 2018

EDIT:
Liste mit den Eigentümer und Verwalter der Bahnhöfe in Südtirol
Land Südtirol

EDIT:
Ist schon komisch, dass viele Bahnhöfe die von RFI verwaltet werden nicht 55cm hohe Bahnsteige haben.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.20 09:56.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 21:44

M-AG schrieb:
Der Bahnsteig in Innichen wurde vor ein paar Jahren neu Asphaltiert, aber nicht auf 55cm gebaut. Es soll aber ein neuer Bahnhof 500 Meter weiter vom heutigen Bahnhof gebaut werden.
Meldung unsertirol24 von Jänner 2018

EDIT:
Liste mit den Eigentümer und Verwalter der Bahnhöfe in Südtirol
Land Südtirol

EDIT:
Ist schon komisch, dass viele Bahnhöfe die von RFI verwaltet werden nicht 55cm hohe Bahnsteige haben.
Die 55 cm-Perrons sind auch in ganz IT der offiziell angestrebte Standard und in vielen modernisierten Bahnstationen von den Alpen bis Sicilia und Puglia und Sardegna bereits realisiert!

Es braucht halt alles seine Zeit, wie überall.
Und wenn die STA (gemeinsam mit RFI) in San Candido/Innichen sowieso einen neuen Bahnhof planen, wird der alte natürlich nicht mehr umgebaut.
Das wäre dann wirklich ein spreco di soldi (Geldverschwendung).

Saluti
Ueli



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 22:12.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 02.06.20 22:01

MrEnglish schrieb:
Nordtirol hat hier im Prinzip Leistungen für Südtirol bezahlt. Also die Direktzüge eingestellt wurden war es dann auf einmal möglich den Ersatz zu finanzieren.

Die Korridorzüge waren vermutlich auch im Betrieb relativ teuer. Und in Südtirol verkehrten sie ganz offiziell als Trenitalia-Zug, die Einnahmen dürfte der Verbund aber vermutlich doch abgeliefert haben.

Theoretisch hätten die Züge auch weiterhin als echte Korridorzüge ohne Halt in Südtirol fahren können. Nur eine andere Fahrplanlage und höhere Geschwindigkeit hätten sie dadurch nicht bekommen.

Hat man denn mal versucht, Südtirol an den Kosten zu beteiligen? Deinen Beitrag verstehe ich jedenfalls so.

MrEnglish schrieb:
Aber dem Link den ich gepostet habe ist zu entnehmen, dass man durchaus mit der STA zusammenarbeitet um den Direktzug zu prüfen. Anders macht das ja auch keinen Sinn, sonst erreicht man nie was.

Ja sicher.

103612 schrieb:
Das Ganze ist eine RFI Strecke und dementsprechend muss auch RFI mit ins Boot. Hinsichtlich der Finanzierung eines Ausbaus mit zweigleisigen Begegnungsabschnitten sehe ich aber allein Österreich im Boot, denn der Nutzen wäre rein österreichisch. Die Spange in Rosenheim wurde damals in den 80er Jahren auch alleine von Österreich bezahlt.

Entweder Österreich bezahlt das, oder es passiert nix. Sollte man ganz realistisch sehen.

103612 schrieb:
Ich sehe auch viel mehr den Sinn eines derartigen Ausbaus im innerösterreichischen Langstreckenverkehr als in einer Direktverbidnung Tirol - Osttirol. Das Verkehrsbedürfnis zwischen diesen 2 Landesteilen allein halte ich für zu gering.

Die Korridorzüge gab es ja auch nur aus politischen Gründen, und in den Bussen ist auch nicht übermäßig viel los. Hinzu kommt noch die Zug/Bus-Verbindung über Kitzbühel, die derzeit etwa fahrzeitgleich mit dem Korridorbus ist, die aber sowieso erhalten bleiben wird.

103612 schrieb:
Und ohne den BBT macht das auch noch keinen Sinn, da der Schnellbus deutlich schneller ist.

Vielleicht habe ich da was schief in Erinnerung, aber die REXe hatten die kürzeste Fahrzeit, die es jemals zwischen Innsbruck und Lienz gab. Weder der Bus noch die behelfsmäßig als Ersatz für die REXe hingebogene Umsteigeverbindung mit EC konnten hinsichtlich der Fahrzeit mithalten, auch wenn der Unterschied nicht groß ist.

Tariflich hat man die Umsteigeverbindung auch nie richtig implementiert, im VVT ist sie als Korridorverbindung drin, im ÖBB-Tarif nicht. Dass die Südtiroler dadurch jetzt mehr bezahlen dürfen, weil die EC aufpreispflichtig sind, juckt in Tirol auch niemanden.

103612 schrieb:
Der Korridorzug würde dann gemäß seines Nutzens für den Fernverkehr auch kaum in Italien halten (vielleicht Franzensfeste, und sonst Bruneck und Innichen). Bei einem Laufweg der Korridorzüge:

Innsbruck - Franzensfeste - Bruneck - Innichen - Sillian - Lienz - Greifenburg - Spittal - Villach - Felden - Klangenfurt -> Graz -> Wien

würde die Verbindung im westlichen Abschnitt zwischen der Städten Nr 2,5,6 und 7 des österreichischen Städtesystems die schenllste Verbindung darstellen. Da denke ich schon, dass ein 2-Stundentakt tragfähig seien könnte.

Wenn man mal sieht, dass Innsbruck - Graz und Salzburg - Graz derzeit faktisch (über Anschlussverbindungen) gebündelt werden und Linz - Graz da teilweise auch noch mit drinhängt, das alles so gerade für einen 2-h-Takt reicht, die Züge den größten Teil der Woche eher die Karikatur eines Zuges darstellen, was die Länge betrifft und immer noch schwach besetzt sind, müsste man schon sehr mutig sein, für Innsbruck - Graz einen 2-h-Takt anzubieten. Mag sein, dass sich das besser entwickelt, wenn man Fahrzeiten erreicht, die auf der Straße unmöglich sind.

CH-Mirage schrieb:
Was die Leute dort selbst für Namen im Alltag verwenden ist irrelevant, die einen brauchen die italienischen, die anderen die deutschen, die dritten in den entsprechenden Regionen die ladinischen...
Ich halte mich als Ausländer (der Du dort auch bist), strikt an die offizielle und amtliche 2-sprachige Regelung (und zwar an 1. Stelle die italienische Version, ist nun einmal so).

Ich bin kein Österreicher, somit also in Bezug auf Südtirol wirklich nur Ausländer (verwende aber trotzdem einfach die deutschen Namen). Aber ein Österreicher könnte dir den zweisprachigen Erguss völlig zu recht um die Ohren hauen. Österreich (nicht Tirol!) und Südtirol stehen auf staatsvertraglicher Basis in besonderem Verhältnis zueinander, Österreich ist ganz offiziell und von Italien anerkannt Schutzmacht der deutschsprachigen Bevölkerung in Südtirol.

CH-Mirage schrieb:
Aber zu sagen, dass die STA der RFI die modernisierten Stationen im Val Pusteria/Pustertal ‘zur Verfügung gestellt’, also quasi ‘geschenkt’ hat, ist schlicht falsch.

Ich kenne die vertragliche Basis nicht, aber Verantwortlichkeiten werden üblicherweise klar geregelt, und das wird dann so abgewickelt. "Geschenkt" bekommt niemand was.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 22:49

Salve

Ein Österreicher und/oder ‘deutsch-national’ eingestellter Südtiroler hauen mir als Ausländer diesbezüglich gar nichts um die Ohren, und schon gar nicht ‘zu Recht’!

AT hat im Gruber-De Gasperi-Abkommen explizit die integrale territoriale Zugehörigkeit der Provinz AA/ST zu IT und die volle Souveränität Italiens über diese Region anerkannt. Und damit sind alle Altoatesini/Südtiroler ausschliesslich IT-Staatsbürger.
Von populistischen Bestrebungen ‘deutsch-nationaler’ österr. Politiker, in AA/ST AT-Pässe zu verteilen, rede ich nicht weiter...
Und AA/ST ist offiziell komplett 2- oder 3-sprachig!

Wenn ich Dir zu langatmig bin, kann ich auch nur die italienischen Namen verwenden, ganz wie Du willst...!

Mit der 2-sprachigen Schreibweise verhalte ich mich auf jeden Fall zu 100% politisch korrekt.

Schliesslich kann Deine ‘AT-Schutzmacht’ auch nicht verhindern, dass alle Bahnstationen unabhängig der jeweiligen lokalen sprachlichen Mehrheit konsequent 2-sprachig angeschrieben sind.

Ciao e
Viva l’Alto Adige italiano/Es lebe Italienisch-Südtirol
Ueli



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.20 23:06.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.06.20 22:58

kaufhalle schrieb:
Die Korridorzüge gab es ja auch nur aus politischen Gründen, und in den Bussen ist auch nicht übermäßig viel los. Hinzu kommt noch die Zug/Bus-Verbindung über Kitzbühel, die derzeit etwa fahrzeitgleich mit dem Korridorbus ist, die aber sowieso erhalten bleiben wird.
Wie kommst du darauf, dass die Direktbusse nicht nachgefragt werden? Die werden zeitweise doppelt geführt weil sie so voll sind. Es gibt regelmäßig Beschwerden von Fahrgästen im Drautal die nicht mehr mitgenommen werden weil Sitzplatzpflicht besteht. Ich sag nicht, dass das genug Nachfrage für den Direktzug wäre, ein Zug könnte locker so viele Plätze bereitstellen wie alle Busse eines Tages, aber schwach nachgefragt ist das für eine Busverbindung nicht.

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: RhB WR 3811

Datum: 02.06.20 23:04

Moin,

CH-Mirage, erspare Dir bitte Deine langatmigen Belehrungen!

lg RhB WR 3811

Re: [AT] Perspektive für die Putsertaltbahn ?

geschrieben von: CH-Mirage

Datum: 02.06.20 23:10

RhB WR 3811 schrieb:
Moin,

CH-Mirage, erspare Dir bitte Deine langatmigen Belehrungen!

lg RhB WR 3811
Kennst Du den Unterschied zw. Belehrung und einer durch eine Aktion indizierten Reaktion?
Ich hoffe doch...

Du musst es ja nicht lesen!

LG und Ciao
Ueli
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