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SBB, Thurbo und RegionAlps schreiben 194 einstöckige S-Bahn-Triebzüge aus

Heute hat die SBB gemeinsam mit Thurbo und RegionAlps 194 einstöckige S-Bahn-Triebzüge ausgeschrieben. Die Bahnunternehmen benötigen neues Rollmaterial, um auch weiterhin einen leistungsfähigen und klimafreundlichen öffentlichen Verkehr anbieten zu können. Die Züge sollen primär bisherige einstöckige S-Bahn-Triebzüge ersetzen, die ausrangiert werden müssen. SBB, Thurbo und RegionAlps setzen bewusst auf ein bewährtes Fahrzeugkonzept und keine Neuentwicklung. Die Beschaffung wird in einem mehrstufigen Verfahren durchgeführt. Der Entscheid, welche Lieferanten zu einer zweiten Stufe der Ausschreibung zugelassen werden, soll Ende 2020 erfolgen.

Die Bahnunternehmen benötigen neues Rollmaterial, um auch weiterhin einen leistungsfähigen und klimafreundlichen öffentlichen Verkehr anbieten zu können. Die Züge sollen primär bisherige einstöckige S-Bahn-Triebzüge ersetzen, die ausrangiert werden müssen. SBB, Thurbo und RegionAlps setzen bewusst auf ein bewährtes Fahrzeugkonzept und keine Neuentwicklung. Die Beschaffung wird in einem mehrstufigen Verfahren durchgeführt. Der Entscheid, welche Lieferanten zu einer zweiten Stufe der Ausschreibung zugelassen werden, soll Ende 2020 erfolgen. SBB, Thurbo und RegionAlps benötigen neue, einstöckige S-Bahn-Triebzüge. Um ihre Flotten zu standardisieren und Synergien zu nutzen, haben die drei Bahnunternehmen heute eine gemeinsame öffentliche Ausschreibung gestartet.

Von den insgesamt 194 Zügen sollen 106 an die SBB, 70 an Thurbo und 18 an RegionAlps gehen. Von den Herstellern gefordert wird ein bereits in einem europäischen Land bewährtes Fahrzeugkonzept; auf eine Neuentwicklung wollen SBB, Thurbo und RegionAlps verzichten. Der neue Zug soll für die Schweiz, Deutschland und Österreich zugelassen sein. Die Bahnunternehmen rechnen aktuell mit einem Bestellvolumen von maximal 1,5 Milliarden Franken. Den genauen Kreditrahmen legt der Verwaltungsrat der SBB bis Ende 2020 fest. Das Beschaffungsprojekt ist abgestimmt mit den betroffenen Kantonen, die im Regionalverkehr als Besteller agieren, und dem Bundesamt für Verkehr. Ersatz bisheriger Züge Die Züge sind primär als Ersatz für rund 270 bisherige Züge vorgesehen, die bis Ende 2035 aufgrund ihrer erreichten Lebensdauer ausrangiert werden müssen.

Neben den 194 Zügen, die heute in einem ersten Schritt ausgeschrieben wurden, benötigen die Bahnunternehmen voraussichtlich mindestens 100 weitere Züge, um sämtliche Altfahrzeuge zu ersetzen und um die vom Parlament beschlossenen Angebotsausbauten und die damit verbundenen, erwarteten Verkehrszunahmen zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund sind Optionen für insgesamt 316 Fahrzeuge ausgeschrieben, die in den nächsten Jahren – je nach Entwicklung des Mobilitätsverhaltens – flexibel eingelöst werden sollen. Zusätzlich sind auf simap.ch Optionen für spezifische Serviceverträge (wie z.B. für das Zugbeeinflussungssystem ETCS) publiziert.

Einsatz ab Dezember 2025 geplant Bis Ende 2020 beurteilen die drei Bahnunternehmen im Rahmen einer sogenannten Präqualifikation in einem ersten Schritt die Eignung möglicher Hersteller. Es sollen diejenigen drei Hersteller zur zweiten Stufe der Ausschreibung zugelassen werden, deren bestehende Fahrzeugplattform die Anforderungen aus den Angebots-, Infrastruktur- und Fahrplankonzepten bestmöglich erfüllen. Der aktuelle Projektplan sieht vor, dass die Vergabe 2022 erfolgt, so dass die ersten Züge ab Fahrplan 2026 eingesetzt werden können.

Wie passt die Beschaffung in die Rollmaterialstrategie von SBB, Thurbo und RegionAlps? SBB: Der Fokus der SBB liegt auf wenigen, standardisierten Fahrzeugtypen. Der Regionalverkehr soll künftig – neben einer Flotte von Doppelstockzügen für die frequenzstärksten Linien (z.B. diejenigen der Zürcher S-Bahn) – eine moderne, kosteneffiziente einstöckige Flotte mit zwei Fahrzeugtypen umfassen. Der erste Typ wird mit der vorliegenden Ausschreibung beschafft und ersetzt zwischen 2025 und 2035 die Domino und einen Teil der Flirt (beschafft bis 2011). Der zweite Typ wird ab 2037 bis 2048 die verbleibenden Altfahrzeuge ersetzen. Weitere Infos zur Flottenstrategie SBB sowie zu den bestehenden Zügen der SBB. Thurbo: Thurbo setzt seit je her auf eine zuverlässige, kostengünstige Einheitsflotte mit zwei unterschiedlichen Fahrzeuglängen. Damit können die unterschiedlichen Perronlängen im Thurbo Netz optimal genutzt, genügend Kapazitäten im Zulauf zu den Zentren Winterthur und St. Gallen sichergestellt und die Kosten durch schnelles, bedarfsgerechtes Stärken und Schwächen tief gehalten werden. Weitere Infos zu den Zügen von Thurbo RegionAlps: RegionAlps muss die Fahrzeuge des Typs Domino und Nina ersetzen, um die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden zu erfüllen und genügend Kapazitäten auf ihren Linien zu garantieren. Weitere Infos zu den Zügen von RegionAlps

Pressemitteilung BAV, 19.05.2020

Urs Nötzli
Welche alten züge müssen denn ersetzt werden?
RBDe 560-562 und die letzten lokbespannten mit EW I/II? Auch schon "eckige GTW" von Thurbo?


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
Welche alten züge müssen denn ersetzt werden?
RBDe 560-562 und die letzten lokbespannten mit EW I/II? Auch schon "eckige GTW" von Thurbo?


Salü

Die RBDe 562 (2-System-NPZ) sind schon seit Ende 2019 ausrangiert.

Ersetzt werden bei den SBB CFF FFS selber sicher zuerst die letzten Re 420-EW I/II-Pendelzüge, dann sämtliche noch vor ca. 10 Jahren modernisierten RBDe 560 Domino-Pendelzüge (ex-NPZ, die neueren Nf-Zwischenwagen könnten evtl. als Dispo-Wagen noch etwas Gnadenfrist bekommen) sowie die ersten Flirts aus den Nullerjahren (letztere aber erst in den 2030er-Jahren).

Bei der SBB-Tochter Thurbo in der Nordost-CH werden etappenweise sämtliche ‘runden’ GTW 2/6 und 2/8 RABe 526 701....813 ersetzt.

Die 10 ‘eckigen’ GTW 2/6 der 1. Generation RABe 626 680-689 (Bluëmächischtli) + 4 Steuerwagen Bt 221-224 werden bereits 2021/22 bei Thurbo durch die 13 ‘runden’ GTW 2/8 ex-SBB ex-BLS ex-RM (bisherige rote ‘Jura-GTW’) abgelöst.
Einige ‘eckige’ GTW ex-Thurbo werden nach einem Refit von den CJ übernommen und auf der Linie Porrentruy-Bonfol eingesetzt.

Bei der CFF/TMR-Filiale RégionAlps werden die heutigen RBDe 560 ‘Domino’ und RABe 527 ‘Nina’ ersetzt.

Zu beachten ist, dass die GTW und ersten Flirts mit ihren geschraubten Alu-Kästen nur für einen Lebenszyklus von ca. 25 Jahren konstruiert worden sind (längerer Einsatz möglich bei Totalrevision und Refit).

Buona serata e saluti
Ueli



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.20 20:36.
tbk schrieb:
Welche alten züge müssen denn ersetzt werden?
RBDe 560-562 und die letzten lokbespannten mit EW I/II? Auch schon "eckige GTW" von Thurbo?
Ersetzt wird bei RégionAlps die gesamte Flotte aus Domino und Nina.

Bei Thurbo werden die älteren 70 GTW AK und AKL ersetzt, also bereits die "runden". Die "eckigen" Seelinien-GTW werden bereits zum kommenden Fahrplanwechsel durch GTW AJU ersetzt (Ex BLS, Ex RM). In einer späteren Lieferserie werden dann sämtliche GTW bei Thurbo durch die neuen Triebzüge ersetzt.

Bei den SBB werden mit dem ersten Abruf sämtliche Domino und auch schon einige Flirt ersetzt, die nach 25 Einsatzjahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und auf den Schrottplatz wandern (die ersten Flirt kamen schon 2004, ab 2029 werden diese also ersetzt).


@CH-Mirage
Die CJ kann aus dieser Ausschreibung ebenfalls neue Triebzüge abrufen (wie auch TRN und TPF). Die Seelinien-GTW werden es nach Bonfol auch nicht ewig tun und ein BehiG-konformes WC muss irgendwann auch die CJ bieten können.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.20 20:25.
Twindexx schrieb:
tbk schrieb:
Welche alten züge müssen denn ersetzt werden?
RBDe 560-562 und die letzten lokbespannten mit EW I/II? Auch schon "eckige GTW" von Thurbo?
Ersetzt wird bei RégionAlps die gesamte Flotte aus Domino und Nina.

Bei Thurbo werden älteren 70 GTW AK und AKL ersetzt, also bereits die "runden". Die "eckigen" Seelinien-GTW werden bereits zum kommenden Fahrplanwechsel durch GTW AJU ersetzt (Ex BLS, Ex RM). In einer späteren Lieferserie werden dann sämtliche GTW bei Thurbo durch die neuen Triebzüge ersetzt.

Bei den SBB werden mit dem ersten Abruf sämtliche Domino und auch schon einige Flirt ersetzt, die nach 25 Einsatzjahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und auf den Schrottplatz wandern.
Ciao @twindexx

Unsere Beiträge haben sich offensichtlich gekreuzt.
Du hast es kürzer formuliert! 😅

Merci für den Hinweis betr. später mögliche CJ/TrN/TPF-Anschlussbestellungen.
Ja, die ‘eckigen’ GTW tun es dort sicher auch nicht ewig, aber als Uebergangslösung für 10-15 Jahre sind sie dort noch brauchbar (unabh. der Toiletten-Frage).

Zu ergänzen ist vielleicht noch, dass sich natürlich besonders bei den SBB (und je nach dem auch bei deren Filialen Thurbo/RégionAlps und TiLo, nicht zu vergessen!) auch durch die Ausbauten STEP 2025 und Bahn/Rail/Ferrovia 2035 ein Zusatzbedarf ergeben dürfte.

Beschti Grüess
Ueli



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.20 20:41.
Twindexx schrieb:
Bei den SBB werden mit dem ersten Abruf sämtliche Domino und auch schon einige Flirt ersetzt, die nach 25 Einsatzjahren am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und auf den Schrottplatz wandern (die ersten Flirt kamen schon 2004, ab 2029 werden diese also ersetzt).
Naja, mit nur 106 neuen Triebwagen kommt man bei der SBB aber nicht so weit, wenn man alleine schon 99 Domino ersetzen will. Dann wären da auch noch die Seetal-GTW...
Und die jetzigen EW I-Pendel und die ex-RM-GTW die an THURBO gehen sollten müssten auch noch sehr bald ersetzt werden, ob da die paar noch bestellten FLIRT oder anderweitig freiwerdende Fahrzeuge ausreichen, vor allem falls man das Angebot noch ausbauen will?

Nenneswert FLIRT wird man da wohl erstmal kaum ersetzten können/wollen.

Kommt natürlich aber auch auf den weiteren Bedarf an und was die SBB überhaupt an Leistungen fährt. Die Seehas- und Wiesental-FLIRT könnten zum Beispiel freiwerden, ohne dass die SBB Ersatz beschaffen muss, falls sie die nächste Ausschreibung verliert. Und wie sich der Wettberwerb in der Schweiz entwickelt.

Gruss Florian



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.20 23:27.
Ciao

Diese 194 Triebzüge, wovon 106 für die SBB selber, sind ja nur das 1. Los.

Es soll ein Rahmenvertrag über total (wenn ich es richtig verstanden habe) nicht weniger als 510 Triebzüge abgeschlossen werden (inkl. der jetzt ausgeschriebenen 194).

Für die Flirt der ersten Serien werden sicher für die 2030er-Jahre noch weitere Bestelllose nötig.

Und die NPZ-Domino werden wohl auch nicht alle auf einen Schlag verschwinden.
Die Seetal-GTW absolvieren aktuell eine Hauptrevision mit Refit, womit sie noch 10-15 weitere Jahre eingesetzt werden können.

Auch bei der Thurbo können mit dem 1. Los von 70 Zügen längst nicht alle (ab 2021 inkl. die 13 GTW ex-CFF AJU/ex-BLS, ohne ‘eckige’ GTW) 108 ‘runden’ GTW ersetzt werden. Diese werden z.Zt. ja auch revidiert. Und die nachbeschafften GTW mit Nrn. ab 526 791 ff. sind heute bloss < 10 Jahre alt.

-> Der künftige Bedarf kann aufgrund der Ausbauten noch variieren, deshalb die Optionen für weitere 316 Züge.
Aber Submissionen (dt. Ausschreibungen) und Konkurrenz (dt. Wettbewerb) wie in der EU wird es auch künftig nicht geben.
Höchstens Kooperationsmodelle, wobei das Synergie-Potential dafür bald einmal erschöpft ist.
Und weitere Kooperationen mit KTU würden bloss bedeuten, dass die SBB weniger Züge selber einsetzen, dafür das entspr. KTU (konzess. Regionalbahn) als Subunternehmen/Kooperationspartner proportional mehr desselben Fahrzeugtyps benötigt, also ein ‘Nullsummen-Spiel’ bei gesamthaft gleichem Rollmaterialbedarf.
Vgl. dazu die neusten Beispiele der Kooperationen mit TransN (Neuchâtel-Le Locle bzw.-Buttes) und TPF (Fribourg-Romont), welche mehr Leistungen auf Linien der CFF übernehmen und dafür von den letzteren ‘Domino’ mieten).

Salut
Ueli



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.20 02:03.