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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hallo Eisenbahnkollegen!
Der "Tagesanzeiger" hat heute einen grossen Bericht über die Gründe für die drei Wassereinbrüche im Lötschberg-Tunnel. Derselbe Artikel ist ebenfalls in den "Freiburger Nachrichten" abgedruckt, beide leider nicht frei zugänglich. Ich füge den Link trotzdem hier ein für jene, die Zugang haben oder sich anmelden wollen: [www.tagesanzeiger.ch]
Was dort im Einzelnen dargestellt wird, klingt beinahe nach Fahrlässigkeit beim Bau des Tunnels und bei der Ableitung des bekannten Quellwassers.

Edit: Im unten angehängten Beitrag von "märchenerzähler" finden sich zwei Links, wo die Informationen für jedermann zugänglich sind. Danke dafür!

Herzlichen Gruss

Martin K.

https://farm8.staticflickr.com/7467/16121205656_fac9c2d50d_o.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 15:34.

Re: Lötschberg-Tunnel: Gründe für Wassereinbruch

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 15.05.20 14:57

Wenn du möchtest, dass zu dem Thema eine Diskussion stattfindet, dann müsstest du schon eine Zusammenfassung der Erkenntnisse liefern. Die wenigsten hier werden einen Zugang zu einer Schweizer Zeitung haben.
Das wenige was man am Anfang auch so lesen kann klingt schon mal wenig seriös und eher nach der üblichen Dramatisierung.
Bluewin beruft sich auf das englischsprachige Fachmagazin Tunneltalk


[www.bluewin.ch]


[www.tunneltalk.com]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 15:29.

Re: Lötschberg-Tunnel: Gründe für Wassereinbruch

geschrieben von: SwissExpress

Datum: 15.05.20 17:15

Es kurze Zusammenfassung:
Zitat
Es war die undichte Wasserleitung
[bgcolor= transparent; color: rgb(74, 95, 117); font-family: Arial,sans-serif; font-size: 12.93px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px] [/bgcolor] Beinahe-Unfälle im Lötschberg Wassereinbrüche im Basistunnel brachten Passagiere in grösste Gefahr. Jetzt ist klar, was die Ursache war: Ein Fehlentscheid vor fast 20 Jahren.
[...] [bgcolor= transparent; color: rgb(0, 0, 0); font-family: Helvetica; font-size: 14px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 18px; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px]Ursache der Überschwemmungen in der Oströhre des Bauwerks sind eine beim Bau nicht verschlossene Sondierbohrung und eine Wasserleitung, die aus dem Fels durch den Tunnel hindurchgeleitet wird. [/bgcolor]
[...][bgcolor= transparent; color: rgb(0, 0, 0); font-family: Helvetica; font-size: 14px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 18px; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px]Zum Wassereinbruch kam es, weil grosse Mengen Wasser und Schlamm die Leitung verstopften.[/bgcolor]
[...][bgcolor= transparent; color: rgb(0, 0, 0); font-family: Helvetica; font-size: 14px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; line-height: 18px; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px]Beim BAV heisst es, dass die Verantwortung für den Bau des neuen Lötschbergtunnels bei der BLS Alptransit lag. «Sie musste aufgrund der geologischen und hydrogeologischen Situation entscheiden, welches System umgesetzt wird», sagt BAV-Sprecher Michael Müller. Die beiden Neat-Bauwerke - der Gotthard-Basistunnel und der Lötschberg - standen von Anfang an unter Kostendruck.[/bgcolor]
Aufgrund der erwarteten Kostenüberschreitung musste ja der Ausbruch der zweiten Röhre abgebrochen werden und der Tunnel ist heute auf ca. 21 km nur einspurig befahrbar.


Mit freundlichen Grüssen
SwissExpress

Meine hier wiedergegebenen Äusserungen sind einzig und allein meine private Meinung.

Teilweise sind meine Beträge bewusst provokant und/ oder zynisch verfasst.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 17:16.

Re: Lötschberg-Tunnel: Gründe für Wassereinbruch

geschrieben von: kentishman

Datum: 15.05.20 17:30

Bei mir (Android) war der Zitat reinigungsduerftig (warum, weiss ich nicht!). Dies ist vielleicht besser:


Zitat:
Es war die undichte Wasserleitung
Beinahe-Unfälle im Lötschberg Wassereinbrüche im Basistunnel brachten Passagiere in grösste Gefahr. Jetzt ist klar, was die Ursache war: Ein Fehlentscheid vor fast 20 Jahren.
[...] Ursache der Überschwemmungen in der Oströhre des Bauwerks sind eine beim Bau nicht verschlossene Sondierbohrung und eine Wasserleitung, die aus dem Fels durch den Tunnel hindurchgeleitet wird.
[...]Zum Wassereinbruch kam es, weil grosse Mengen Wasser und Schlamm die Leitung verstopften.
[...]Beim BAV heisst es, dass die Verantwortung für den Bau des neuen Lötschbergtunnels bei der BLS Alptransit lag. «Sie musste aufgrund der geologischen und hydrogeologischen Situation entscheiden, welches System umgesetzt wird», sagt BAV-Sprecher Michael Müller. Die beiden Neat-Bauwerke - der Gotthard-Basistunnel und der Lötschberg - standen von Anfang an unter Kostendruck.
Grüsse aus Covidland :(



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.20 19:44.

Re: Lötschberg-Tunnel: Gründe für Wassereinbruch

geschrieben von: eugenR

Datum: 16.05.20 00:56

Dann wäre da noch zu Beachten:
Der Wassereinbruch soll ja 2,5 km vor dem südlichen Tunnelende erfolgt sein.
Bei ca. 2 Km unterqueren die Röhren den Bietschbach mit ca. 200m Ueberdeckung, ein nicht gerade harmloses Berggewässer der von über 3000m herunterkommt.
Sein Wasser fliesst vermutlich nicht einfach im Bachbett! Sondern wohl auch durch Felsklüfte.
[map.geo.admin.ch]

Re: Lötschberg-Tunnel: Gründe für Wassereinbruch

geschrieben von: 44 115

Datum: 16.05.20 13:12

Und wenn man sieht,wo der Bietschbach sein Wasser bekommt:
Unter einem Fast-Viertausender,da ist nicht nur Regen,sondern auch das ganze Jahr über Schnee- und Eis-Schmelze im Spiel!
Das muss man ernstnehmen,Wasser sucht und findet immer seinen Weg.
Nasse Grüsse
Olaf
Also den der Zentralbahn, ex-LSE. Nicht den A7-Tunnel bei (DE-)Leonberg.
Egal, liegen denn Ergebnisse von Färbeversuchen (Uranin...) an "verdächtigen" Sicker- und Schluckstellen über oder nahe über den diversen Tunnelröhren in CH vor?

Der Unglaeubige Thomas
Natürlich kann man sich für diese Frage nach der Herkunft des Karstwassers durch die technischen Dokumente kämpfen. Es gibt aber im Falle des LSE-Steilrampentunnels auch etwas leichter lesbare Literatur in Form der «Engelberger Dokumente» Nr. 32 von 2014 zu "Karst und Höhlen rund um Engelberg". Darin ist auch ein grösserer Karstwassermarkierversuch beschrieben, der auch den Tunnel beinhaltet. Das generelle Fazit dürfte aber auch auf den Lötschberg passen: Man kann einiges herausfinden über die bestehenden Fliesswege und deren Einzugsgebiete und dabei doch die eine oder andere Überraschung erleben, aber insbesondere wie sich das System auf Grund der neuen Situation mit dem Tunnel weiterentwickelt bleibt zu einem unangenehm grossen Teil schlecht prognostizierbar.

... und na ja, das mit den in meinen Augen vorschnellen und unqualifizierten Schuldzuweisungen bzgl. "Schlapperei" beim Bohrlochverschliessen in der Presse juckt mir schon in den Fingern - insbesondere wenn im verlinkten Tunneltalk von "since this bore could not be sealed" die Rede ist - also zumindest der Versuch unternommen wurde, es zu verschliessen. Wie man dann mit solchen Unsicherheiten / Unwägbarkeiten seitens der Geologie bzw. Hydrologie auf der bautechnischen und der organisatorisch-betrieblichen Ebene umgeht, ist natürlich eine eigene Sache. Diese zu kritisieren, fehlen mir aber die nötigen Kenntnisse.

Gruss aus der Zentralschweiz

Re: Lötschberg-Tunnel: Gründe für Wassereinbruch

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 24.05.20 07:51

kentishman schrieb:

Bei mir (Android) war der Zitat reinigungsduerftig (warum, weiss ich nicht!). Dies ist vielleicht besser:


Zitat:
Es war die undichte Wasserleitung
Beinahe-Unfälle im Lötschberg Wassereinbrüche im Basistunnel brachten Passagiere in grösste Gefahr. Jetzt ist klar, was die Ursache war: Ein Fehlentscheid vor fast 20 Jahren.
[...] Ursache der Überschwemmungen in der Oströhre des Bauwerks sind eine beim Bau nicht verschlossene Sondierbohrung und eine Wasserleitung, die aus dem Fels durch den Tunnel hindurchgeleitet wird.
[...]Zum Wassereinbruch kam es, weil grosse Mengen Wasser und Schlamm die Leitung verstopften.
[...]Beim BAV heisst es, dass die Verantwortung für den Bau des neuen Lötschbergtunnels bei der BLS Alptransit lag. «Sie musste aufgrund der geologischen und hydrogeologischen Situation entscheiden, welches System umgesetzt wird», sagt BAV-Sprecher Michael Müller. Die beiden Neat-Bauwerke - der Gotthard-Basistunnel und der Lötschberg - standen von Anfang an unter Kostendruck.
Grüsse aus Covidland :(

Von Leitungsverstopfung durch Wasser lese ich zum ersten Mal.
Durch unterkühltes Wasser? Ist die Leitung leck oder nicht?

Gruß, ULF