DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!

[AT] Fragen zur (Privat)bahnfinanzierung

geschrieben von: Nagercoil

Datum: 01.05.20 18:39

Guten Tag,

auf der Suche nach einigen Hintergründen der österreichischen (Privat)bahnfinanzierung bin ich in zwei Sackgassen gelaufen. Vielleicht kann mir das Forum weiterhelfen? Mich interessieren besonders zwei Punkte:

1. Das Mittelfristiges Investitionsprogramm für Privatbahnen (MIP)
- Gibt es eine Übersicht über die verschiedenen MIP der vergangenen Jahre?
- Gibt es schon einen Entwurf für das MIP für 2021ff.? Ich fand nur, dass für 2020 noch Mittel in der Höhe des vorherigen MIP ausgegeben werden sollen.

Das MIP hat für die jüngere Entwicklung der Achenseebahn offenbar eine wichtige Bedeutung gehabt: 2015 ist die Bahn in Tirol aus dem MIP gefallen, weil man ihr die Daseinsberechtigung als öffentliches Verkehrsmittel absprach. Ich will das gar nicht weiter bewerten und keineswegs noch einen Achenseebahn-Thread aufmachen.

Mich interessiert vielmehr das Verhältnis zwischen MIP und Gleichenberger Bahn. Folgt man diesem Bericht (*klick*), kann man glauben, dass die Gleichenberger Bahn 2015 anstelle der Achenseebahn ins MIP kam ("wurde just in dem Jahr in dem die Achenseebahn ausgeschieden wurde eine steirische Regionalbahn (3 fache Streckenlänge, halber Fahrplan ganzjährig, halbe Fahrgastzahlen) aufgenommen und auch bei dieser Bahn spielt der Freizeitverkehr (Tourismus) eine wichtige Rolle"). Ist das wirklich so? Wenn ja, warum war die Gleichenberger Bahn nicht vorher im MIP? Und wie sieht es für die Zukunft aus, wo die Gleichenberger Bahn ihren täglichen Personenverkehr verlieren soll? Hier im Forum wurde so etwas schon angedeutet, aber etwas offizielles fand ich bislang nicht: [www.drehscheibe-online.de]

2. Sicherung von Eisenbahnkreuzungen
Bei meiner letzten Österreichreise hörte ich, dass bis zum Jahr 202x alle Eisenbahnkreuzungen technisch gesichert sein müssten. Auch hierzu fand ich aber bislang keine offizielle Quelle. Kann wer helfen? Insbesondere interessiert mich hier die Verantwortung für die entstehende Finanzierungslast. Wer die Gleichenberger Bahn kennt, kann sich ausmalen, dass sie mit ihren unendlich vielen Übergängen besonders davon betroffen wäre...

Danke schon einmal vorab!

http://marburg-bahn.de/_web/2020/2020-03-08_IMG_4621_AT_ET2_vor-Hofstaetten.jpg
Und nach so viel trockenem Text noch ein Foto (ET 2 bei Hofstätten), bevor ich anschließend ins warme Nass der Gleichenberger Therme stieg. Keine zwei Monate her und doch gefühlt schon vor Ewigkeiten gewesen. Jedenfalls "vor Corona"...

Viele Grüße
Julian

Nagercoil Jn. = Der südlichste Bahnhof, an dem ich bislang war

Die Wusch = Eine Schmalspurbahn in Siebenbürgen

Re: [AT] Fragen zur (Privat)bahnfinanzierung

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 01.05.20 23:52

Nagercoil schrieb:
Das MIP hat für die jüngere Entwicklung der Achenseebahn offenbar eine wichtige Bedeutung gehabt: 2015 ist die Bahn in Tirol aus dem MIP gefallen, weil man ihr die Daseinsberechtigung als öffentliches Verkehrsmittel absprach. Ich will das gar nicht weiter bewerten und keineswegs noch einen Achenseebahn-Thread aufmachen.

Mich interessiert vielmehr das Verhältnis zwischen MIP und Gleichenberger Bahn. Folgt man diesem Bericht (*klick*), kann man glauben, dass die Gleichenberger Bahn 2015 anstelle der Achenseebahn ins MIP kam ("wurde just in dem Jahr in dem die Achenseebahn ausgeschieden wurde eine steirische Regionalbahn (3 fache Streckenlänge, halber Fahrplan ganzjährig, halbe Fahrgastzahlen) aufgenommen und auch bei dieser Bahn spielt der Freizeitverkehr (Tourismus) eine wichtige Rolle"). Ist das wirklich so? Wenn ja, warum war die Gleichenberger Bahn nicht vorher im MIP? Und wie sieht es für die Zukunft aus, wo die Gleichenberger Bahn ihren täglichen Personenverkehr verlieren soll? Hier im Forum wurde so etwas schon angedeutet, aber etwas offizielles fand ich bislang nicht: [www.drehscheibe-online.de]

Einen Zusammenhang gab es nicht. Die Mittel werden von den Ländern vergeben. Die bei der Achenseebahn eingesparten Mittel kamen den anderen Tiroler Bahnen zugute. Die Gleichenberger Bahn wird hier nur als (unpassender) Vergleich herangezogen. Dass sie 2015 erstmals gefördert wurde, wusste ich bisher nicht. Diese Entscheidung ist aber in der Steiermark gefallen.

Re: [AT] Fragen zur (Privat)bahnfinanzierung

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.05.20 00:19

Ja, das Thema Bahnübergänge ist in der Diskussion, aber auch in Fachkreisen ist noch nicht klar wie genau das aussehen soll. Sehr blöd wenn man jetzt Investitionsrisiken abschätzen muss.

Einen Entwurf für das neue MIP gibt es schon, aber ich wüsste nicht, dass der öffentlich wäre. Wenn jemand da anderes weiß, kann er es ja verlinken.

Danke euch! (o.w.T)

geschrieben von: Nagercoil

Datum: 04.05.20 19:58

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Nagercoil Jn. = Der südlichste Bahnhof, an dem ich bislang war

Die Wusch = Eine Schmalspurbahn in Siebenbürgen