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[AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: RhBDirk

Datum: 01.05.20 10:49

Endlich tut sich mal was am bzw für den Bregenzer "Hauptbahnhof":

Zitat
Baulich umgesetzt werden soll das Projekt in einem mehrjährigen Prozess mit ersten Schritten 2021.
https://vorarlberg.orf.at/stories/3046577/
[www.vol.at]
[vorarlberg.orf.at]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.05.20 10:51.

Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: Packwagen

Datum: 01.05.20 15:17

Hallo,

das grün verschalte Bahnhofsgebäude hat dann nicht lang gehalten. Sehe ich es richtig, dass es abgerissen wird?

Bei den Gleisen und betrieblich ändert sich offenbar nichts. Wenn ich das auf dem Modell richtig sehe, rücken die Busse wohl näher an die Gleise. Stimmt das?

Es ist im Kern ein städtebauliches Projekt. Why not. Bregenz ist die Landeshauptstadt. Nebenan ist das Festspielhaus samt Seebühne. Besonders schön ist der aktuelle Bahnhof ja wirklich nicht.

Aber ich gestehe, dass ich aus dem kleinen Holzmodell echt nicht zu erkennen vermag, wie das wohl alles mal aussehen könnte.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: J-C

Datum: 01.05.20 17:21

Wieso wollte die Opposition das ganze unter der Erde haben? Kostet doch nur mehr und einen dringenden Grund gibt's doch nicht.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
Vielleicht waren die "heiß" auf die Grundstücke???

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: kmueller

Datum: 02.05.20 10:46

Ingo Oerther schrieb:
Vielleicht waren die "heiß" auf die Grundstücke???
Ich kann mich an einen riesigen Parkplatz vor dem Bregenzer Hbf erinnern. Bleibt denn der auf Dauer oder wird er endlich eingebuddelt?

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: thw

Datum: 02.05.20 20:01

Das ist dann wohl auch das Ende des Wälderbahn Bahnsteigs :(

Thomas

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 02.05.20 23:22

J-C schrieb:
Wieso wollte die Opposition das ganze unter der Erde haben? Kostet doch nur mehr und einen dringenden Grund gibt's doch nicht.
Doch, gibt es schon. Vor Ort gibt es die Forderung die Bahn vom Seeufet weg zu bekommen und in einen Tunnel zu verlegen. Das kann man dann für einen zweigleisigen Ausbau nutzen (dringend notwendig).
Ob es das jetzt Wert wäre lasse ich mal dahingestellt, ich bin mir da selbst noch nicht sicher. Man würde dadurch ja z.B. auch den Hafenbahnhof verlieren.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.20 01:02.

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: Avala

Datum: 02.05.20 23:40

Zitat
Vor Ort gibt es die Forderung die Bahn vom Seeufet weg zu bekommen und in einen Tunnel zu verlegen.
Wünschen kann man sich viel.

Zitat
Das kann man dann für einen zweihleisigfn Ausbau nutzen (dringend notwendig).
Naja, so dringend ist der jetzt auch nicht notwendig. Zumindest nicht, solange hier nicht der Güterverkehr massiv zulegt. Auf einem 3,5 km langen Abschnitt sind wohl 6 Züge/Stunde problemlos fahrbar.

Zitat
Ob es dad jetzt Wert wäre lasse ich mal dahingestellt, ich bin mir da selbst noch nicht sicher.
Eben. Ich bin mir da recht sicher, dass es das nicht ist. Und es wäre natürlich ein gefährliches Präjudiz, z.B. für den Wörthersee.

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: J-C

Datum: 03.05.20 09:45

Woher willst du das so genau wissen? Die Wälderbahn ist halt (noch) nicht so richtig ernsthaft als Projekt auf den Tisch gekommen.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.20 13:02.
Ebenso müßte man dann die Bahn im Tunnel deutlich unter der Wasseroberfläche des Bodensees führen, keine gute Vorstellung für den Fall, dass es einmal Hochwasser geben sollte...

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.05.20 14:22

Wo siehst du da ein Problem? Hamburg hat z.B. auch eine U-Bahn.

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: J-C

Datum: 03.05.20 14:37

Ja, in Hamburg konnte man auch die S-Bahn unter der Alster bauen, es ist aber ein Unterschied, ob man eine S-Bahn oder U-Bahn unter der Erde verlegt...

...oder einen ganzen Knotenpunkt mit wesentlich größerer Breite.

Das ist einfach wesentlich teurer und wenn man sich den Nutzen dessen anschaut, sehe ich kaum einen Benefit.
Falls ein zweigleisiger Ausbau in Richtung Lindau notwendig wird, wird man den schon kriegen, im Extremfall dann eben mit Enteignungen.

Aber das ist soweit nicht notwendig.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg

Re: [AT] Bahnhof Bregenz: Grünes Licht für Planung

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 03.05.20 14:39

Dagegen sag ich ja nichts, aber das Argument mit dem Bodensee zieht nicht richtig.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: junglok13

Datum: 03.05.20 17:36

Der bisherige Bahnhof in Bregenz hat mir eigentlich immer gefallen, insbesondere das Treppenhaus Richtung See, mit dem barrierenfreien Spiralweg. Einfach toll, Schmacht, ich bin ein klein wenig verliebt in diese Spirale.
Diese wird dann wohl zukünftige durch eine Unterführung mit Aufzügen ersetzt, wie es ausieht.
Natürlich sieht man ihm mittlerweile das Alter an und durch das viele Metal auch teilweise sehr viel Rost an vielen Stellen, dauernd wird, wurde in den letzten Jahren immer wieder kleine Schönheitskorrekturen gemacht.
Aber er hatte einfach einen gewissen Charme, war eben nicht ein Standartbahnhof, sondern stach architektonisch einfach heraus, passte zur Kunst- und Kulturszene. Eben nicht den Standart ÖBB Bahnhof dieses Jahrhunderts mit Marmorunterführung, welcher wohl aus Italien kommt und verrückterweise billiger als Beton ist, aber auch umso schöner als Beton. Da hab ich mich stets immer gefragt als ich dies erfuhr, wieso man in Deutschland immer noch so sehr auf Beton setzt, wenn der Bahnhofbaustoff welcher die ÖBB nimmt doch billiger ist und einfach von Natur aus eine gewisse Schönheit, Bundheit, Heiterkeit versprüht, gegenüber das driste Betongrau.
Nun heißt es Abschied nehmen von diesem schmücken, Mintpertrolgrünen Bahnhof mit braunroten Akzenten.

Was die Beweggründe zur Tieferlegung angeht. Heute empfindet man Bahntrassen, wie eben auch Bahnhöfe vielfach als störend und eben auch als natürliche Barrierre eine Trennung. Aber genau diese Trennung zwischen Stadt/Innenstadt und Bodensee/Uferpromenade aber auch Richtung Casino/Seebühne will man heute einfach nicht mehr haben. Man will das die Leute ungehindert von A nach B kommen, alle 50 m und nicht nur alle 500 m vom Ufer in die Innenstadt zum einkaufen können und dann wieder zurück zum flanieren an den See. Gerade im Sommer im Bereich Bregenz Hafen, merkt man extrem wie störend (im Weg) die Bahnlinie dort für die Fußgänger ist.

Auch ich halte eine Tieferlegung für wenig sinnvoll, insbesondere bzgl. Hochwasser Gefahr des Bodensee. Wir hatten nun zwar jetzt schon Jahrzehnte kein Hochwasser mehr, sondern eher ein extremes Niedrigwasser nach dem Anderen und man die Häfen nun teilweise sogar umbauen will, damit man auch bei Extremniedrigwasser mit den großen Schiffen noch anlegen kann.
Sinnvoll wäre daher eher insbesondere auch wegen Hochwasser eher in die Höhe zu gehen, wieso die Trasse nicht auf Stelzen führen, dadurch wurde man am Boden Platz sparen und gegenüber Tunnel so ca. 3/4 der Kosten sparen.
Denn zum 2-gleisigen Ausbau ist der Platz halt beschränkt, ich kenne noch Zeiten als der Bodensee bis zum Gleis heran reichte. Mittlerweile passte ja meist zwischen Bregenz Hafen und Hörbranz sogar 2 Menschen hintereinander die sich in der Sonne braten lassen auf den klassichen Bodensee Schotterkiesstrand, weil der Bodensee aktuell sehr zurück gewichen ist. Aktuell herrscht da sehr viel Platz zwischen Straße und Bodensee, um auch ein 2tes Gleis zu legen. Sollte der Bodenseepegel aber wieder auf normale Werte steigen, welche eben ca. 1,5 m höher sind, als die letzten Jahre, dann reicht der Platz nicht mehr aus. Da böten sich wie gesagt Stelzen an, wurden im Sommer dann auch den ein oder anderen zusätzlichen Schatten spenden und die Touris, Badegäste könnten ungehindert und legal ans Wasser und nicht illegal über die Schienen bzw. nur legal alle 500 m an den See.

Ob es den Ausbau auf 2 Gleise braucht, ich denke irgendwann schon, vielleicht nicht in 5 Jahren, aber in 10-15 Jahren könnte der Bedarf dafür schon vorhanden sein. Langfristig will man ja auch zwischen Lindau und Bregenz den Verkehr eher ausbauen, als beim Status quo bleiben. Daher muss man eigentlich jetzt bereits anfangen sich darüber Gedanken zu machen, wie man dies machen könnte.

PS: Ich gebe auch zu dass ich in Bregenz im Lauf meines Lebens auch schon 3-4 mal illegal über die Gleise gegangen bin.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: J-C

Datum: 03.05.20 18:10

Ich war genau einmal in Bregenz und genu diese Spiraltreppe hat's mir auch angetan. So viele Menschen halten den Bahnhof für den hässlichsten Bahnhof Österreichs. Und um ehrlich zu sein, das ist eine hohe Latte dann und zeigt, wie sehr man sich an den hohen Qualitätsstandard österreichischer Bahnhöfe gewohnt hat.

Ich kann dir nur zustimmen, ich finde auch das Design moderner ÖBB-Bahnhöfe einfach gut getroffen. Auch wenn ich ebenso den alten Bahnhof vermissen werde, was da neues kommt, wird sicher großartig aussehen.

Die ÖBB haben bei Stationsneu- und umbauten selbst beim Standarddesign eigentlich immer ein gutes Händchen bewiesen. Und das eben flächendeckend.

Man kann auch bei überirdischen Bahnhöfen für eine möglichst niedrige Barrierewirkung sorgen, indem man etwa Fußgängerbrücken baut. Positiver Nebeneffekt ist, dass so in der Erreichbarkeit Fuß- und Radverkehr bevorzugt werden, was sicherlich heutzutage gern gesehen wird.

Dass man Bahnanlagen verschwinden lassen will, das ist allmählich eine Position der Vergangenheit, es gibt da draußen unzählige Beispiele, wie man so etwas gut integrieren kann. Das Tieferlegen von Bahnhöfen dürfte seit Stuttgart21 an Beliebtheit eingebüßt haben.

Deswegen wäre ich auch für die Lösung mit Stelzen. Besser mit Arkaden, gerne mit architektonisch anspruchsvoller Ausführung. Du hast da nichts weniger als eine Bahn, die direkt am See entlang führt. Mach 'nen Zaun daneben und führe eine Promenade entlang, hier könnte die Bahn ein noch prägenderer Bestandteil des Landschaftsbildes sein, auf eine Art, die das ganze noch ein wenig interessanter macht.

Das hätte auch einen touristischen Wert.

Man denke an die ehemalige Stadtbahn in Wien, wo U4 und U6 sowie S45 verkehren. Man sieht doch eindeutig, dass es sehr wohl möglich ist, die Bahn präsent zu halten und dabei sie optimal ins Stadtbild zu integrieren.

Ich schätze mal, dass solche Ambitionen von keiner Seite gestellt wurden. Jetzt wird die von den Kosten und Nutzen her beste Lösung realisiert. Aber man kann ja weiterhin Fußgängerbrücken bauen, vielleicht sogar eine Promenade über den Gleisen?

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: Christian_AT

Datum: 03.05.20 22:38

junglok13 schrieb:
Der bisherige Bahnhof in Bregenz hat mir eigentlich immer gefallen, insbesondere das Treppenhaus Richtung See, mit dem barrierenfreien Spiralweg. Einfach toll, Schmacht, ich bin ein klein wenig verliebt in diese Spirale.
Diese wird dann wohl zukünftige durch eine Unterführung mit Aufzügen ersetzt, wie es ausieht.
Natürlich sieht man ihm mittlerweile das Alter an und durch das viele Metal auch teilweise sehr viel Rost an vielen Stellen, dauernd wird, wurde in den letzten Jahren immer wieder kleine Schönheitskorrekturen gemacht.
Aber er hatte einfach einen gewissen Charme, war eben nicht ein Standartbahnhof, sondern stach architektonisch einfach heraus, passte zur Kunst- und Kulturszene. Eben nicht den Standart ÖBB Bahnhof dieses Jahrhunderts mit Marmorunterführung, welcher wohl aus Italien kommt und verrückterweise billiger als Beton ist, aber auch umso schöner als Beton. Da hab ich mich stets immer gefragt als ich dies erfuhr, wieso man in Deutschland immer noch so sehr auf Beton setzt, wenn der Bahnhofbaustoff welcher die ÖBB nimmt doch billiger ist und einfach von Natur aus eine gewisse Schönheit, Bundheit, Heiterkeit versprüht, gegenüber das driste Betongrau.
Nun heißt es Abschied nehmen von diesem schmücken, Mintpertrolgrünen Bahnhof mit braunroten Akzenten.

Was die Beweggründe zur Tieferlegung angeht. Heute empfindet man Bahntrassen, wie eben auch Bahnhöfe vielfach als störend und eben auch als natürliche Barrierre eine Trennung. Aber genau diese Trennung zwischen Stadt/Innenstadt und Bodensee/Uferpromenade aber auch Richtung Casino/Seebühne will man heute einfach nicht mehr haben. Man will das die Leute ungehindert von A nach B kommen, alle 50 m und nicht nur alle 500 m vom Ufer in die Innenstadt zum einkaufen können und dann wieder zurück zum flanieren an den See. Gerade im Sommer im Bereich Bregenz Hafen, merkt man extrem wie störend (im Weg) die Bahnlinie dort für die Fußgänger ist.

Auch ich halte eine Tieferlegung für wenig sinnvoll, insbesondere bzgl. Hochwasser Gefahr des Bodensee. Wir hatten nun zwar jetzt schon Jahrzehnte kein Hochwasser mehr, sondern eher ein extremes Niedrigwasser nach dem Anderen und man die Häfen nun teilweise sogar umbauen will, damit man auch bei Extremniedrigwasser mit den großen Schiffen noch anlegen kann.
Sinnvoll wäre daher eher insbesondere auch wegen Hochwasser eher in die Höhe zu gehen, wieso die Trasse nicht auf Stelzen führen, dadurch wurde man am Boden Platz sparen und gegenüber Tunnel so ca. 3/4 der Kosten sparen.
Denn zum 2-gleisigen Ausbau ist der Platz halt beschränkt, ich kenne noch Zeiten als der Bodensee bis zum Gleis heran reichte. Mittlerweile passte ja meist zwischen Bregenz Hafen und Hörbranz sogar 2 Menschen hintereinander die sich in der Sonne braten lassen auf den klassichen Bodensee Schotterkiesstrand, weil der Bodensee aktuell sehr zurück gewichen ist. Aktuell herrscht da sehr viel Platz zwischen Straße und Bodensee, um auch ein 2tes Gleis zu legen. Sollte der Bodenseepegel aber wieder auf normale Werte steigen, welche eben ca. 1,5 m höher sind, als die letzten Jahre, dann reicht der Platz nicht mehr aus. Da böten sich wie gesagt Stelzen an, wurden im Sommer dann auch den ein oder anderen zusätzlichen Schatten spenden und die Touris, Badegäste könnten ungehindert und legal ans Wasser und nicht illegal über die Schienen bzw. nur legal alle 500 m an den See.

Ob es den Ausbau auf 2 Gleise braucht, ich denke irgendwann schon, vielleicht nicht in 5 Jahren, aber in 10-15 Jahren könnte der Bedarf dafür schon vorhanden sein. Langfristig will man ja auch zwischen Lindau und Bregenz den Verkehr eher ausbauen, als beim Status quo bleiben. Daher muss man eigentlich jetzt bereits anfangen sich darüber Gedanken zu machen, wie man dies machen könnte.

PS: Ich gebe auch zu dass ich in Bregenz im Lauf meines Lebens auch schon 3-4 mal illegal über die Gleise gegangen bin.
aber wo soll der gigantische Neubedarf herkommen selbst bei einem Wachstum?

wenn ich am Hafenbahnhof den Prellbock rausreisse und eine Weiche einbaue verkürze ich einerseits die Eingleisigkeit damit und andererseits ist diese Eingleisigkeit dann rein auf der Strecke ohne Haltepunkt, Fahrzeit auf der Eingleisigkeit zwischen den Haltepunkten 3min -> 20 Züge pro Stunde -> 10 pro Richtung

Fernverkehrswunder 2 Züge pro Stunde

bleiben immer noch 8 weitere Trassen, ein S-Bahn Takt von 15min und damit 4 Züge reicht auf Ewigkeiten

und selbst wenn es irgendwann wirklich eng werden würde dann würde man in Lochau ein zweites Gleis dazulegen wo es verhältnissmässig einfach ist in der "Flachheit" und damit die Eingleisigkeit kürzen und eine weitere Kapazitätssteigerung durchführen, aber eine Zweigleisigkeit "in" Bregenz wo kein wirklicher Platz ist ist schlicht nicht notwändig, da wird das eine Gleis für alle Zeiten ausreichen

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: junglok13

Datum: 04.05.20 10:06

Christian_AT schrieb:
aber wo soll der gigantische Neubedarf herkommen selbst bei einem Wachstum?

Das große Stichwort heißt Durchbindungen.
Da man auf dem Weg von Deutschland nach Österreich (Vorarlberg) und umgekehrt, heute meist 2 mal umsteigen muss, einmal in Lindau und ein 2tes mal in Bregenz.
Genau dieses doppelte umsteigen will man in Zukunft die nächsten 10 Jahre abschaffen oder zumindest minimieren.
Dass ist wie wenn man in Salzburg und Freilassing umsteigen müsste, was so ja auch seit Jahren oder eher Jahrzehnten nicht mehr der Fall ist. Man will im Grunde nur Gleichstellung beim Grenzverkehr mit Salzburg.

Daher soll der Verkehr zwischen Lindau und Bregenz zunehmen.
BaWü kämpft schon fast Jahrzehnte dafür einen Zug stündlich zum Arlberg zu bekommen, bisher scheitert es wohl am Strom (der ja ab spätestens 12/21 fließt) DBNetz (Angst vor zu hoher Verspätung aus dem Ausland, man will keine Langläufer) und der ÖBB (man will keine Konkurrenz auf österreichischen Schienen). Aus dem Arlberg, wurde in den letzten Jahren Feldkirch und nun scheint man sich zumindest auf Bregenz geeinigt zu haben, ab vorraussichlich 2023-26. Damit man wie gesagt sich zumindest einen Umstieg spart.

Was kommen wird bzw. daran gearbeitet wird stündlich je Richtung vermutlich ab 2025-35 zumindest zu den Stoßzeiten:
1 x Fernzug/Express München/Memmingen/Lindau - Zürich/St. Gallen/Romanshorn
1 x Fernzug/Express Stuttgart/Ulm - Bregenz (Feldkirch/Bludenz/Innsbruck)
2-4 S-Bahn Lindau - Bludenz
1-2 Rex Lindau - Bludenz
1-2 RB/S-Bahn Ravensburg/Friedrichshafen - Bregenz evtl. weiter bis Bludenz,
wobei möglich auch im normalen S-Bahn Takt integriert, somit eigentlich keine zusätzliche Trasse.
1-2 Güterzüge
Evtl. 1-2 S-Bahnen Lindau - Bregenz Riedenburg - St. Margrethen, wobei auch hierbei eine Taktintregration in
bestehende Takte (Trassen) möglich ist, z.B. in den Takt der S1 Bludenz ab Bregenz.

So gesehen natürlich gerade weil die eingleisige Strecke relativ kurz ist, kann man da schon noch sehr longlieren, aber bei Verspätungen etc. die können sich dann auch dadurch gefährlich aufschaukeln, so dass dann eher Züge ausfallen werden und man auf den nächsten Zug verwiesen wird.
Auf deutscher Seite am See Lindau - Friedrichshafen sieht es ja auch nicht besser aus, wegen der Eingleisigkeit, auch da muss man schauen, ob man da nicht doch die eingleisigen Streckenabschnitte zumindest verkleinert in den nächsten Jahren.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: EC315Agram

Datum: 04.05.20 11:03

junglok13 schrieb:Zitat:
Eben nicht den Standart ÖBB Bahnhof dieses Jahrhunderts mit Marmorunterführung, welcher wohl aus Italien kommt und verrückterweise billiger als Beton ist, aber auch umso schöner als Beton. Da hab ich mich stets immer gefragt als ich dies erfuhr, wieso man in Deutschland immer noch so sehr auf Beton setzt, wenn der Bahnhofbaustoff welcher die ÖBB nimmt doch billiger ist und einfach von Natur aus eine gewisse Schönheit, Bundheit, Heiterkeit versprüht, gegenüber das driste Betongrau.
Hast du dazu eine Quelle?
Der "Bahnhofsbaustoff der ÖBB", v.a. bei Unterführungen, ist natürlich auch Beton. Allerdings mit Natursteinverkleidung. Und ich denke nicht dass diese billiger ist als Sichtbeton.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.05.20 11:48

Bahnhof und Trasse in Hochlage? Aber sonst geht's euch gut, oder? Entschuldigt wenn ich das so direkt sage, aber ich weiß einfach nicht wo ihr diese angebliche Wende in der Wahrnehmung von Bahnanlagen hernehmt die man für so ein Vorhaben bräuchte. Man mag von teuren Tunnelprojekten abstand nehmen, aber der Bevölkerung dafür eine Hochbahntrasse zu verkaufen kann man komplett vergessen.

Ich mag den aktuellen Bahnhof auch irgendwie. Natürlich müsste man ihn mal renovieren, aber sonst gefällt mir die Anlage. Der neue Entwurf ist eher nicht so mein Fall, irgendwie verstehe ich den nicht. Er deutet rechts und Links der Gleise eine Bahnsteighalle an, hat dann aber doch nur normale Bahnsteigdächer. Mittig deutet er mit den Erhebungen im Dach eine Überführung an, aber stattdessen befindet sich an dieser Stelle eine Unterführung. Gerade in der Lage würde ich mir weiterhin eine Brücke als Zugang über den Gleisen wünschen, man hat dann als Reisender gleich einen Blick auf den See. Außerdem kann man auch das Bahnhofsgebäude so anlegen, dass man auf der +1 Ebene die Haupthalle hat und von dort dann über Abgänge die Bushaltestelen erreicht und auch gleich die Straße überqueren kann, so wie heute.
Man könnte sogar noch weiter gehen und die Straße entlang der Gleise unter dem Bahnhofsgebäude hindurch führen, inkl. Busbahnhof. Dadurch würde, zusammen mit den Parkplätzen die man verschwinden lassen könnte, ein großes zusammenhängendes Gebiet zur Stadtentwicklung entstehen, fußläufig vom Bahnhof erreichbar ohne die lästige Straße auch nur wahrzunehmen.
Wenn man es ernst meint mit der Stadtentwicklung, dann könnte man alle Parkplätze, auch die auf der Seeseite, in einem Parkhaus oder einer Tiefgarage zusammenfassen. Die freiwerdenden Flächen kann man teilweise bebauen und teilweise als Grünflächen zur Aufwertung der Umgebung nutzen.
Die Trennwirkung des Bahnhofs bleibt natürlich schon noch erhalten, wird aber durch eine attraktive Querung im Bahnhofsgebäude abgemildert. Je nachdem wie man die Freiflächen bebaut lässt sich da vielleicht noch eine weitere Querung integrieren, eventuell mit zusätzlichen Bahnsteigzugängen, vor allem aber auch mit direkter Querung der Straße.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: J-C

Datum: 04.05.20 17:39

Mit entsprechender architektonischer Gestaltung kann das durchaus ein Hingucker werden. Vor allem ermöglicht das wesentlich mehr Durchgänge, sodass die Bahnanlagen nicht so sehr eine Barrierewirkung inne haben.

Ich weiß auch nicht genau die Beweggründe für diese Architektur, aber es sieht immerhin interessant und einzigartig aus. Mal schauen, wie's am Ende aussehen wird. Ich vermute mal, dass man einerseits keine Halle wollte, andererseits jedoch keinen reinen Standardbahnhof haben wollte.

Toll fände ich, wenn im Bahnhofsgebäude oben ein Aussichtspunkt gegeben wäre. Könnte ja auch ein schöner Impuls sein, wenn der Bahnhof eine aktive Rolle als Treffpunkt etc. einnehmen würde.

Zitat:
Man könnte sogar noch weiter gehen und die Straße entlang der Gleise unter dem Bahnhofsgebäude hindurch führen, inkl. Busbahnhof. Dadurch würde, zusammen mit den Parkplätzen die man verschwinden lassen könnte, ein großes zusammenhängendes Gebiet zur Stadtentwicklung entstehen, fußläufig vom Bahnhof erreichbar ohne die lästige Straße auch nur wahrzunehmen.

Unterschreibe ich sofort. Heutzutage sollte der Straßenverkehr unsichtbar werden, nicht der Schienenverkehr.

Zitat:
Die Trennwirkung des Bahnhofs bleibt natürlich schon noch erhalten, wird aber durch eine attraktive Querung im Bahnhofsgebäude abgemildert. Je nachdem wie man die Freiflächen bebaut lässt sich da vielleicht noch eine weitere Querung integrieren, eventuell mit zusätzlichen Bahnsteigzugängen, vor allem aber auch mit direkter Querung der Straße.

Eben, man kann mit Überführungen relativ kostengünstig für eine gute Erreichbarkeit sorgen und die Trennwirkung abmildern. Im Gegenteil, solche Überführungen würden ja bestimmt eine tolle Aussicht bieten.

Deswegen ja auch meine Idee einer Promenade über den Gleisen.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.05.20 17:39.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 04.05.20 18:21

J-C schrieb:
Mit entsprechender architektonischer Gestaltung kann das durchaus ein Hingucker werden. Vor allem ermöglicht das wesentlich mehr Durchgänge, sodass die Bahnanlagen nicht so sehr eine Barrierewirkung inne haben.

Ich weiß auch nicht genau die Beweggründe für diese Architektur, aber es sieht immerhin interessant und einzigartig aus. Mal schauen, wie's am Ende aussehen wird. Ich vermute mal, dass man einerseits keine Halle wollte, andererseits jedoch keinen reinen Standardbahnhof haben wollte.

Ich bin ein großer Fan von Kompromissen und Kombinationen unterschiedlicher Lösungen. Der hier gezeigte Entwurf wirkt aber so, als hätte man die Nachteile beider Lösungen kombiniert. Man hat die Wuchtigkeit einer Bahnhofshalle, noch verstärkt durch die angedeuteten Aufgänge zu einer Überführung, die aber nicht existiert. Dem steht gegenüber, die eher geringere Attraktivität einer Unterführung und der geringere Witterungsschutz einzelner Bahnsteigdächer. Man mag mich als Architekturbanause bezeichnen, aber die Genialität dieses Entwurfs erschließt sich mir nicht.

J-C schrieb:
Toll fände ich, wenn im Bahnhofsgebäude oben ein Aussichtspunkt gegeben wäre. Könnte ja auch ein schöner Impuls sein, wenn der Bahnhof eine aktive Rolle als Treffpunkt etc. einnehmen würde.

Ich würde einfach das ganze Bahnhofsgebäude zum Aussichtspunkt machen. Die Überführung und das Bahnhofsgebäude (dessen Hauptebene auf Höhe der Überführung liegen würde) könnten großzügig verglast werden. Je nachdem was man in dem Gebäude noch unterbringen möchte könnte man die Halle entsprechend hoch bauen und dort noch zusätzliche Terrassen oder Galerien einziehen, z.B. für Gastronomie.

J-C schrieb:
Unterschreibe ich sofort. Heutzutage sollte der Straßenverkehr unsichtbar werden, nicht der Schienenverkehr.

Schön wäre es, wir sind zwar hier nicht in Deutschland, aber diese Erkenntnis ist auch in Österreich noch nicht vollständig angekommen.

J-C schrieb:
Eben, man kann mit Überführungen relativ kostengünstig für eine gute Erreichbarkeit sorgen und die Trennwirkung abmildern. Im Gegenteil, solche Überführungen würden ja bestimmt eine tolle Aussicht bieten.

So ist es, entscheidend ist nur, dass man sie gut anbindet. Treppen wirken als Hindernis, langgezogene Rampen in die Richtung in die die Leute auch wollen eher weniger. Da muss man sich halt anschauen was möglich ist.

J-C schrieb:
Deswegen ja auch meine Idee einer Promenade über den Gleisen.

Das ist ja prinzipiell richtig, aber von günstig kann da dann keine Rede mehr sein. Das ist dann wirklich nur noch für die Aussicht, verstellt aber gleichzeitig den Blick von der Stadt auf den See. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das großen Anklang vor Ort finden würde.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: junglok13

Datum: 05.05.20 11:42

Ich denke Bregenz ist aber schon ein gewisser Sonderfall, gerade bzgl. der trennenden Wirkung. Geograhisch, wüsste ich keinen Bahnhof welcher so gelegen ist und dazu eben noch immens Fußgängerströme zu queren sind. Der Hauptbahnhof und insbesondere der Hafenbahnhof wie auch die Strecke selbst liegt etwa 200 m von See weg in die eine Richtung und etwa 200 m Richtung Innenstadt. Im Sommer queren täglich auf einen Bereich von einem guten Kilometer zehntausende Fußgänger täglich welche eben auch gerade nicht mit dem Zug fahren wollen, sondern nur die Strecke queren wollen. Aktuell über eine Unterführung, eine Überführung und einem Schrankenüberweg der so breit ist wie eine Straße, die Breite braucht es auch, weil sich im Sommer innerhalb einer Minute Schrankenschliesung zu jeder Seite der Schranke je 100 Menschen ansammeln, die über die Gleise wollen.
Meist hat man entweder den Fall dass Innenstadt und See/Uferpromenande auf der selben Seite liegen und der Bahnhof, die Bahnstrecke eher etwas außerhalb liegt mehr im Landesinneren. Oder man hat ein Ähnliches Geographische Lage wie etwa am Schweizer Ufer oder deutschen Ufer, Stichwort Radolfszell, Romanshorn etc. wo der Fußgänger Verkehr aber um einiges weniger ist, so um den Faktor 100, bzw. sich auf eine wesentliche breitere Front verteilt, eben nicht nur auf 1 Kilometer, sondern auf 2-3 Kilometer.

Was die Parkplätze angeht, sehe nicht ganz so. Wobei da insbesondere auch viel Prestige ein bißerl eine Rolle spielt. Stichwort Casino, Festspielhaus, Seebühne, da will man eher glotzen statt kleckern, sprich eher etwas üppiger sich selbst darstellen. Und gerade dafür gibt es viel Parkplätze jemand der im Casino 10.000 € am Tag verspielt kommt nicht unbedingt mit dem Zug, sondern eher mit Maybach oder Mercedes. Ebenso was die Seebühne angeht, ist es meist hoffnungslos, hier im Sommer wieder mit dem ÖPNV zurück zu kommen nach Deutschland oder in die Schweiz, dafür ist der Zugfahrplan Nachts zu dünn, insbesondere im Grenzverkehr, da fahren Buse, sprich auch dafür braucht es wiederum Parkplätze, und zwar sehr viele im Sommer.
Die Hauptverkehrsstraße, welche neben der Bahnstrecke verläuft Richtung Innenstadt wird ja auch heutzutage vielfach wegen Tradition und Vignettenflucht genutzt, kann man alle 100 m egal überqueren, wobei im Sommer meist sogar eh alle 5 m illegal, da der Verkehr dort eh steht, da herrscht Dauerstau.
Daher so einfach wie manch einer sich das vorstellt, kann man es sich auch nicht machen, die Haupteinnahmequelle von Bregenz sind Touris, durch das Kulturangebot und dem Hausberg Pfänder und man kann nicht alle Menschen unter einen Hut bringen. Man muss schon differenzieren, jede Stadt hat sich an anderen Herausförderungen zu stellen. Gibt es überhaupt Parkäuser für Buse? Dazu kommt, Parkhäuser, Tiefgaragen sind nunmal wesentlich teurer als ein Parkplatz und auch individueller Nutzbarer. Wenn man nicht gerade einen Plan für eine Grundstück hat, bleibt eben der Parkplatz. Die Einheimischen benutzen sehr viel die Öffis, auch durch das 365 € Ticket welches für das ganze Bundesland gültig ist, aber die Touris aus Deutschland, Schweiz aber auch allen anderen Ländern eher weniger. Wobei man aber schon in den Plänen des neuen Bahnhofs wenn ich es richtig deute, manche kleinere Parkplätze verschwinden sollen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.20 11:56.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: junglok13

Datum: 05.05.20 11:53

Was aus dem Plan nicht richtig hervorgeht. Wird in Zukunft die Unterführung am Ende der Bahnsteige, Richtung Hafen/Deutschland Ersatzlos gestrichen.
Die neue Unterführung erscheint zwar wesentlich breiter.
Aber wenn man aus einer Unterführung und einer Überführung. Am Ende nur eine breite Unterführung macht, ist dies wirklich mehr schlecht als recht.
Man sieht nur dass Richtung Innenstadt der Bahnhof, die Unterführung wohl 3 Ausgänge bekommt, der Parkplatz an der Strecke gegenüber der Polizei fällt weg und soll wohl den Fußgängern zurück geben werden. Allerdings frag ich mich ein bißchen wozu, in dieser Richtung ist bis jetzt ja eher nur Industrie und Einkaufen bei Lidl und Bauhaus.
Generell hab ich etwas Problem wo die Hauptstraße entlang laufen soll? Zwischen Hochhaus 1 und 2 auf der rechten Seite, Richtung Riedenburg, oder doch vor den Hochhäusern, jedenfalls existiert bisher doch nur das linke Hochhaus, oder irre ich micht, bzw. an der Stelle steht ein zumindest größeres Gebäude.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: chnookie

Datum: 05.05.20 14:57

junglok13 schrieb:
Ich denke Bregenz ist aber schon ein gewisser Sonderfall, gerade bzgl. der trennenden Wirkung. Geograhisch, wüsste ich keinen Bahnhof welcher so gelegen ist und dazu eben noch immens Fußgängerströme zu queren sind.
Starnberg erscheint mir nicht so viel anders. Halt weniger Abstand zu Stadt bzw. See auf beiden Seiten.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: Avala

Datum: 05.05.20 18:28

Vielleicht sollte man sich halt überlegen, gleich weniger PKW rein zu lassen, indem man eben die Parkplätze reduziert/verteuert? Nach Hallstatt oder Zermatt kommen die Urlauber ja auch ohne Auto.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: junglok13

Datum: 06.05.20 10:52

Avala schrieb:
Vielleicht sollte man sich halt überlegen, gleich weniger PKW rein zu lassen, indem man eben die Parkplätze reduziert/verteuert? Nach Hallstatt oder Zermatt kommen die Urlauber ja auch ohne Auto.
Ich glaube du kennst Bregenz garnicht, mit deinem Motto hast du Stau bis 100 km innerhalb Deutschlands ins Landesinnere und zwar nicht nur auf der Autobahn.

Bregenz ist zum großen Teil eingekeilt zwischen Bodensee und Pfänder, dort ist sehr wenig Platz dazwischen, gerade mal eine Breite von max. 1 km, meist nur wenige Hundertmeter, vielleicht etwas vergleichbar mit Lugano in dieser Hinsicht, wobei der der Vergleich auch sehr hinken könnte.
Wenn man von Deutschland mit dem Auto in die Schweiz will, aber auch mit dem Zug, muss man entweder die Fähre über den Bodensee nehmen, welche aber immer noch die selbe Fahrzeiten hat als noch vor 50 Jahren, jedoch die Wege um den See entweder östlich (Bregenz) oder westlich (Konstanz/Schaffhausen) eben nicht. Da ist mittlerweile der Zug, wie auch das Auto mittlerweile meist etwas schneller als über den See (Fähre Friedrichshafen - Romanshorn), gerade wenn dass eingentlich Ziel eher St. Gallen, Zürich, Säntis, Chur etc sind, eben mehr im Landesinneren der Schweiz und nicht direkt am Bodenseeufer.
Die Autobahn gibt es erst seit gut 10 Jahren vierspurig ausgebaut, durch den Pfänder, aber eben auch Mautpflichtig, erst vor ein paar Monaten wurde die Mautpflicht wieder aufgehoben. Die alte Strecke, ohne Maut, wie auch ohne Tunnel führt am See und der Bahnlinie entlang, eben direkt durch Bregenz.
Viele nehmen auch heute noch diese Strecke aus verschiedenen Gründen: Aus Tradition: Die Strecke bin Ich schon vor 20 Jahren gefahren und fahre sie auch in den nächsten 20 Jahren. Mautflucht, wobei dies ja nun nicht mehr gilt bis auf Weiteres: Für was soll Ich eine östereichische Vignette kaufen für gut 10 km Autobahn, wenn ich danach sowieso Österreich wieder verlasse, da mein Ziel in der Schweiz liegt. Dazu kommt noch das Viele so verrückt es klingen mag, auch einfach Angst vor langen Tunneln haben, der Pfändertunnel ist immerhin knapp 7 km lang.

Daher so einfach lassen sich Autos nicht aussperren aus Bregenz, Bregenz ist Durchgangspunkt auf dem Weg Deutschland - Schweiz.

Re: Relativ neuer alter Bahnhof

geschrieben von: Avala

Datum: 06.05.20 12:01

Zitat
Ich glaube du kennst Bregenz garnicht, (...)
Kannst du glauben, ist aber nicht so. Deshalb kommentiere ich jetzt auch nicht die geografischen Ausführungen.

Zitat
(...) mit deinem Motto hast du Stau bis 100 km innerhalb Deutschlands ins Landesinnere und zwar nicht nur auf der Autobahn.
Erstens wäre das im Sinne der Verkehrsvermeidung und -verlagerung ja nur wünschenswert und zweitens ist das natürlich massiv übertrieben. Warum sollte der Durchzugsverkehr D-CH davon betroffen sein, wenn in Bregenz der Kfz-Verkehr (Parkplätze und Durchfahrmöglichkeiten) entsprechend unattraktiver gemacht würde? Wenn man weiß dass man durch die Stadt nicht durchkommt, wird man halt über die Autobahn fahren (und hoffentlich auch künftig wieder dafür löhnen). Wer Angst vorm Tunnel hat kann ja das Schiff mit wunderbarer Aussicht nehmen, dauert halt länger.

Meine Aussage war aber hauptsächlich nicht Richtung Transitverkehr (dieses Problem wäre eben genau mit Verkehrsberuhigung der Innenstadt und Verlagerung auf die Autobahn lösbar, siehe oben), sondern für den Quell-Ziel-Verkehr in Bregenz. Und da wäre es wünschenswert, die Leute auch nach Möglichkeit verstärkt per ÖV reinzubringen. Aber offenbar glauben sehr viele Leute immer noch, dass sie durch die Investitionen in ihr Privatgefährt das universelle Recht besitzen, immer und überallhin zu fahren und dort auch zu parken (EDIT: und zwar am besten noch das alles gratis, das Auto war ja eh schon so teuer. Und der Sprit. Und die Versicherung!).



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.20 12:09.