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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hoi zäme,

mir sind beim Studium der Netzfahrpläne des Ausbauschrittes 2035 ein paar mich sehr negativ überraschende fehlende Direktverbindungen aufgefallen. Insbesondere vermisse ich essentielle Direktverbindungen wie Fribourg/Bern - St. Gallen oder Lausanne - Basel. Es wird so viel in Betrieb und Infrastruktur investiert und dann kommt so etwas dabei heraus - für mich sehr enttäuschend. Wie kommt es dazu? Eigentlich hatte ich vermutet, dass das Angebot durch die Verdichtungen verbessert würde. Habe ich etwas übersehen oder gibt es Gründe dafür?

Falls es schon diskutiert wurde, bitte ich um Verlinkung. Bisher konnte ich nichts dazu finden.

Merci viu mau!

[www.bav.admin.ch]

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Hallo,

Danke für den interessanten Link.

Die Fernverkehrslinien sind nur grafisch zu erkennen. Wenn ich es richtig gesehen habe, ist Solothurn Neue Endstation der Züge aus dem Alpen-Rheintal/Rorschach. Und von Konstanz geht es bis Genf und Interlaken. Interessant.

Viele Grüße Packwagen - Meine Bild-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]
https://abload.de/img/1989-05-23-dms905inli4ykl8.jpg
Es wird sehr viel investiert, ja - jedoch nicht gleichmässig auf allen Linien. So gibt es Abschnitte mit Grossprojekten, auf denen die Kapazitäten deutlich zunehmen. Andere Abschnitte werden durch eine optimierte Bündelung der Trassen mit mehr Zügen belastet, ohne jedoch einen wesentlichen Ausbau zu erfahren.

Unter dem Strich kommt ein Angebot heraus, welches nochmal deutlich stärker systematisiert ist als heute. Statt also einen Halbstundentakt aus zwei Linien im Stundentakt zusammenzusetzen, wird nun also konsequent ohne Linientausch im sturen Halbstundentakt gefahren, um die Kapazitäten bestmöglich zu nutzen und so überhaupt diese deutliche Steigerung der Zugzahlen umsetzen zu können.

Aber bis 2035 ist ja noch einiges an Zeit. Die Planungen werden in dieser Zeit sicher auch noch die ein oder andere Änderung erfahren. Das ist ja erstmal nur als Entwurf zu verstehen, der auch immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.20 19:43.
Twindexx schrieb:
Es wird sehr viel investiert, ja - jedoch nicht gleichmässig auf allen Linien. So gibt es Abschnitte mit Grossprojekten, auf denen die Kapazitäten deutlich zunehmen. Andere Abschnitte werden durch eine optimierte Bündelung der Trassen mit mehr Zügen belastet, ohne jedoch einen wesentlichen Ausbau zu erfahren.

Unter dem Strich kommt ein Angebot heraus, welches nochmal deutlich stärker systematisiert ist als heute. Statt also einen Halbstundentakt aus zwei Linien im Stundentakt zusammenzusetzen, wird nun also konsequent ohne Linientausch im sturen Halbstundentakt gefahren, um die Kapazitäten bestmöglich zu nutzen und so überhaupt diese deutliche Steigerung der Zugzahlen umsetzen zu können.

Aber bis 2035 ist ja noch einiges an Zeit. Die Planungen werden in dieser Zeit sicher auch noch die ein oder andere Änderung erfahren. Das ist ja erstmal nur als Entwurf zu verstehen, der auch immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.
Danke für die Antwort!

Pikant ist, dass gerade auf den genannten Relationen Basel - Lausanne (z.B. Doppelspur Grellingen - Duggingen) und Bern - St. Gallen (z.B. Brüttenertunnel) viel in den Ausbau investiert wird, wohingegen das Angebot an Direktverbindungen ausgerechnet hier verschlechtert werden soll.

Genau diesen systematisch sturen Halbstundentakt kritisiere ich. Überlagerte Stundentakte mit Linientauschern oder ggf. Flügelzüge wären einfach umsetzbar und kundenfreundlicher.

Dass es geht, zeigen andere Linien im STEP 2035. Beispiel Arth-Goldau: Zur einen Stunde Basel - Locarno und Zürich - Lugano, zur anderen Stunde Basel - Lugano und Zürich - Locarno, wobei die gerade nicht direkt verbundene Relation jeweils mit Umstieg auch angeboten wird. So stellt man sich als Fahrgast ein attraktives Linienkonzept vor. Anderes Beispiel Bern: Zur einen Stunde Basel - Brig und Zürich - Interlaken, zur anderen Stunde Basel - Interlaken und Zürich - Brig.

Der Arth-Goldau oder Bern beschriebene Linientausch könnte genauso auch in Zürich/Winterthur stattfinden, damit man aus Solothurn nicht nur nach St. Gallen, sondern auch nach Frauenfeld direkt kann und analog von Bern nicht nur nach Frauenfeld, sondern auch nach St. Gallen direkt kann.
In Biel könnte man auch über einen Linientausch oder eine Flügelung nachdenken, damit auch die Direktverbindung Basel - Lausanne angeboten werden kann.

In der Tat kann man nur hoffen, dass die Zeit genutzt wird, das Konzept dahingehend zu überarbeiten.

+ Pro Reisekultur und intelligente Netzausbauten

- Contra grell ausgeleuchtete Großräume und Prestigebauten ohne Zielfahrplan
Es ist ja schon lange die Rede von der S-Bahn Schweiz!
Nur die wenigsten S-Bahnen haben solchen Linientausch.
Der Betrieb einzelner immer gleicher Linien ist wohl viel einfacher.
Auch können damit die heute ziemlich verwirrlichen Liniennummern vereinfacht werden.
Dass es für die Nutzer praktischer wäre steht sicher nicht im Vordergrund!
Abteil schrieb:
Twindexx schrieb:
[...]

Unter dem Strich kommt ein Angebot heraus, welches nochmal deutlich stärker systematisiert ist als heute. Statt also einen Halbstundentakt aus zwei Linien im Stundentakt zusammenzusetzen, wird nun also konsequent ohne Linientausch im sturen Halbstundentakt gefahren, um die Kapazitäten bestmöglich zu nutzen und so überhaupt diese deutliche Steigerung der Zugzahlen umsetzen zu können.

Aber bis 2035 ist ja noch einiges an Zeit. Die Planungen werden in dieser Zeit sicher auch noch die ein oder andere Änderung erfahren. Das ist ja erstmal nur als Entwurf zu verstehen, der auch immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.
[...]


Dass es geht, zeigen andere Linien im STEP 2035. Beispiel Arth-Goldau: Zur einen Stunde Basel - Locarno und Zürich - Lugano, zur anderen Stunde Basel - Lugano und Zürich - Locarno, wobei die gerade nicht direkt verbundene Relation jeweils mit Umstieg auch angeboten wird. So stellt man sich als Fahrgast ein attraktives Linienkonzept vor. Anderes Beispiel Bern: Zur einen Stunde Basel - Brig und Zürich - Interlaken, zur anderen Stunde Basel - Interlaken und Zürich - Brig.

Der Arth-Goldau oder Bern beschriebene Linientausch könnte genauso auch in Zürich/Winterthur stattfinden, damit man aus Solothurn nicht nur nach St. Gallen, sondern auch nach Frauenfeld direkt kann und analog von Bern nicht nur nach Frauenfeld, sondern auch nach St. Gallen direkt kann.
In Biel könnte man auch über einen Linientausch oder eine Flügelung nachdenken, damit auch die Direktverbindung Basel - Lausanne angeboten werden kann.

[...]
Hallo zusammen

Wenn es so einfach wäre, würde (in gewissen Fällen sicher: wird) man das auch machen. Der Verzicht auf solche abgetauschten Durchbindungen ermöglicht aber eben gerade zusätzliche Kapazitäten, weil in den Ein-/Ausfahrten der Bahnhöfe auch weniger Gleise gekreuzt werden müssen. So können die durchfahrenden Züge beschleunigt werden, wendende Züge müssen nicht in die "Hauptlinie" eingeflochten werden - dafür gewinnt man fallweise die Kapazität, um gewisse Nebenlinien wie Basel - Biel überhaupt halbstündlich einzubinden. Denn vielfach sind es eben nicht nur die fehlenden Kreuzungsstellen "auf dem Land", sondern auch die Trassen in den Hauptbahnhöfen, die solche Ausbauten noch verunmöglichen.

Und da ist dann halt die Frage, ob man bei einer stündlichen Direktverbindung bleibt, oder halbstündlich fährt, aber dafür mit Umsteigen. Aber aus meiner bisherigen stillen "Mitleser-Karriere" glaube ich, das werden andere noch genauer ausführen können.

In dem Sinne: Grüsse und schönen Tag!
Was ich nicht ganz verstehe ist, dass der Plan nur FV enthält...aber die Aargauer S29 ist mit dabei.