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Re: [AT] Achenseebahn bereitet Insolvenzverfahren vor

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 23.03.20 22:20

MrEnglish schrieb:
Die Region Achensee ist diejenige in Tirol mit dem ausgeglichensten Verhältnis zwischen Sommer- und Wintertourismus. Man kann am Achensee sowohl alpin als auch nordisch Schilaufen, auch wenn die Schigebiete natürlich nicht mit dem Vergleichbar sind was man sonst so in Tirol findet. Aber die Bahn erschließt kaum wichtige Ziele. Nur die Rofanseilbahn und die Loipen in Maurach werden einigermaßen direkt erschlossen, aber nicht mal das Schwimmbad in Maurach (mehr als 1 km Fußweg).

Ein Schwimmbad ist doch wohl was für Gäste vor Ort und weniger zur Anreise mit der Bahn.

MrEnglish schrieb:
Von den Loipen und Schigebieten in Achenkirch und Pertisau rede ich gar nicht erst, das sind aber blöderweise noch die interessanteren Gebiete. Während ich z.B. vor einigen Wochen in Pertisau durch die schönste Winterlandschaft gelaufen bin, war in Maurach nicht an Langlauf zu denken, es betrifft also auch noch die Schneesicherheit.

Das sowieso. Immer wenige Wintersportorte sind schneesicher. Es lohnt sich schon lange nicht mehr, in weniger schneesichere Regionen zu investieren. Für die Achenseebahn heißt das, den Wintertourismus nicht überzubewerten.

Klosterwappen schrieb:
kaufhalle schrieb:Zitat:

Letzteres will ja niemand. Ansonsten sollte man den Investitionsbedarf schon bei jedem einzelnen Punkt hinterfragen. Der Zahnradabschnitt braucht derzeit wohl keine Sanierung. Die Flachstrecke war als sanierungsbedürftig angemeldet. Ob das wirklich nötig oder nur Luxusvorstellungen entsprang, ist schwer zu beurteilen. Allerdings ist dort ein ungewöhnlich leichtes Schienenprofil verbaut, das ich so noch nirgendwo sonst für Meterspur gesehen habe, auch nicht bei Straßenbahnen. So ungefähr wie dort müssen Pferdebahngleise ausgesehen haben. Das ist sicher nicht zukunftsfähig, aber der Aufwand zur Erneuerung mit zeitgemäßem Gleismaterial dürfte vertretbar sein und das Erscheinungsbild nicht beschädigen.

Ich war im Herbst 2018 mit der Achenseebahn unterwegs.
Der obere Flachbahnabschnitt war in einem sehr schlechten Zustand; dort gab es viele Langsamfahrstellen.

MMn besteht dort ein ziemlicher Investitionsbedarf.

Mein letzter Kenntnisstand ist von 2017. Da war das noch nicht so gravierend bzw. ist es mir bei der eh schon geringen Geschwindigkeit nicht aufgefallen. Für ÖPNV kann das eh nicht so bleiben. Für den touristischen Betrieb hätte man natürlich insbesondere den Frühling vor Betriebsaufnahme nutzen müssen. Blöd nur, wenn dafür kein Geld da ist. Ist letztlich aber auch egal, wenn ebenfalls kein Geld dafür da ist, die Lokomotiven betriebsfähig zu machen.

Es sind aber nur etwa 3 km simple Meterspur, das sollte keine ganz große Hürde sein.

Re: [AT] Achenseebahn bereitet Insolvenzverfahren vor

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 23.03.20 23:29

kaufhalle schrieb:


Ein Schwimmbad ist doch wohl was für Gäste vor Ort und weniger zur Anreise mit der Bahn.

Das würde ich so nicht sagen. Ich kenne Leute die dort von weiter her (nicht Region Achensee, aber schon Tirol) Tagesausflüge hin unternommen haben, natürlich mit dem Auto.

kaufhalle schrieb:
Das sowieso. Immer wenige Wintersportorte sind schneesicher. Es lohnt sich schon lange nicht mehr, in weniger schneesichere Regionen zu investieren. Für die Achenseebahn heißt das, den Wintertourismus nicht überzubewerten.

Pertisau ist aber z.B. ein Schneeloch, zumindest zum Langlaufen reicht das noch eine Weile. Und dort war auch ein sehr gut gefüllter Parkplatz. Nur bis dort fährt die Bahn halt nicht.

kaufhalle schrieb:
Mein letzter Kenntnisstand ist von 2017. Da war das noch nicht so gravierend bzw. ist es mir bei der eh schon geringen Geschwindigkeit nicht aufgefallen. Für ÖPNV kann das eh nicht so bleiben. Für den touristischen Betrieb hätte man natürlich insbesondere den Frühling vor Betriebsaufnahme nutzen müssen. Blöd nur, wenn dafür kein Geld da ist. Ist letztlich aber auch egal, wenn ebenfalls kein Geld dafür da ist, die Lokomotiven betriebsfähig zu machen.

Es sind aber nur etwa 3 km simple Meterspur, das sollte keine ganz große Hürde sein.

Das muss man immer in Relation sehen. Für eine gut ausgelastete Straßenbahn 3 km Gleise zu sanieren ist wirklich nicht sonderlich viel. Für eine Touristenbahn die das halbe Jahr überhaupt nicht fährt und in der restlichen Zeit mit maximal sechs Zugpaaren (wenn die Fahrzeuge nicht wieder in die Knie gehen), dafür ist das dann schon einiges an Geld.

Fahrzeuge

geschrieben von: Schmalspurbahnfreund

Datum: 24.03.20 00:47

Bisher kaum zur Sprache gekommen ist der Umstand, dass die Fahrzeuge aus der "Anfangspackung" der Achenseebahn stammen und ein Kleinod sind. Wo sonst wird eine Zahnradbahn auf der Welt noch mit ihren Originalfahrzeugen bedient? (Vergleichbar allenfalls die Chiemseebahn als Adhäsionsbahn). Gibt es es da keinen Denkmalschutz? Wenn die Appenzeller Wagen im Schrott landen, ok. Aber bitte nicht die Dampflok und Wagen.
Theoretisch gefragt: passen die Loks technisch auf irgendeine andere existente Zahnradbahn bzw deren Zahnstangen? BOB, Zugspitzbahn bis Eibsee?

Dampfzugfahrten Grainau-Eibsee stell ich mir toll vor....Wird wohl nie passieren.

Re: Fahrzeuge

geschrieben von: felixS

Datum: 24.03.20 07:14

Hallo

Da müsste man die technischen Daten wissen.

AB Riggenbach Teillinienhöhe 48 mm Kopflinienhöhe 63 mm

BOB ist ganz woanders 62.5 und 80.5

Am nächsten kommt die MGB/DFB mit 45 - 65 allerdings ABT Zahnstange.

Felix

Re: Fahrzeuge

geschrieben von: no-night

Datum: 24.03.20 14:01

Schmalspurbahnfreund schrieb:
Wo sonst wird eine Zahnradbahn auf der Welt noch mit ihren Originalfahrzeugen bedient? (Vergleichbar allenfalls die Chiemseebahn als Adhäsionsbahn). Gibt es es da keinen Denkmalschutz? Wenn die Appenzeller Wagen im Schrott landen, ok. Aber bitte nicht die Dampflok und Wagen.
Theoretisch gefragt: passen die Loks technisch auf irgendeine andere existente Zahnradbahn bzw deren Zahnstangen? BOB, Zugspitzbahn bis Eibsee?
Fragt sich lieber: wo sonst wird eine Zahnradbahn auf der Welt noch ausschließlich mit ihren Originalfahrzeugen (bzw. einigen Zeitgenossen) bedient?

Denkmalschutz kann Verschrottung vorläufig verhindern, aber für ferneres Bestehen ist entweder Betrieb oder eine geschützte Museumshalle nötig.

Einsatz auf einer anderen Zahnradbahn hört sich fast wie unmöglich an. Wie ich vorher meinte, könnte 1-2 Altgarnitur auf der Strecke bleiben, um Rest könnte Deutsches Museum, oder Historama kümmern... hätten sie nicht so ein höllisches Platzmangel, wäre auch Tiroler Museumsbahnen selbstverständlich.

Re: [AT] Achenseebahn bereitet Insolvenzverfahren vor

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 26.03.20 11:48

Ich habe noch einen interessanten Artikel zum jetzt offiziell gestellten Insolvenzantrag gefunden: Millionenpleite eines Eisenbahnbetreibers

Ignorieren wir mal das im wahrsten Sinne des Wortes weit hergeholte Symbolbild (kann das jemand zuordnen). Interessant sind die Auszüge aus dem Wortlaut des Antrags. Dabei darf man nicht vergessen, dass der natürlich so formuliert sein muss, dass man nicht den Vorwurf einer Insolvenzverschleppung hervorruft. Deswegen kam natürlich alles überraschend und es gab eigentlich große Pläne.

Dort steht jetzt auch eindeutig drin, dass es Pläne gab ÖPNV Leistungen zu fahren. Was nicht drin steht ist, wessen Pläne das waren. Es wird nämlich verschwiegen, dass das nur Pläne der Achenseebahn waren, die weder vom Verbund noch vom Land geteilt wurden. Auf Basis dieser Pläne wurden dann ausgaben getätigt, (wie der Presse zu entnehmen war ja sogar am Aufsichtsrat vorbei, wesewege nder ehemalige Chef ja auch gehen musste) indie Fahrzeuge der Appenzeller Bahn und aber auch in Zahnradweichen die für eine zusätzliche Kreuzungsmöglichkeit genutzt werden sollten (ebenfalls von der AB).

Ebenfalls irreführend ist der Begriff "moderne elektrische Regionalbahn". Die Züge der Appenzeller Bahn sind vielleicht vieles, aber garantiert nicht modern. Ob die genannt 10 Millionen € für dne Umbau gerecht hätten ist ebenfalls eher fraglich. Auch wenn man gebrauchte Weichen gekauft hat, die Errichtung einer Kreuzungsstelle in der Steilstrecke ist nicht billig. Man hätte für einen ÖV ja auch nicht weiter mit Handweichen fahren können und wie man mit dme geld noch die Verlängerung nach Pertisau hätte bezahlen wollen ist mir endgültig schleierhaft. Auch die Fahrzeuge wären so wie sie dastehen nicht geeignet gewesen, irgendwie hätte man dort Niederflureinstiege reinbasteln müssen. Auch das bekommt man nicht zum Nulltarif.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass man unbedingt auch dne vollständigen Dampfzugverkehr aufrecht erhalten wollte. Angenommen die genannten Fahrzeiten stimmen, dann hätte man problemlos mit einem einzelnen Zug einen Stundentakt anbieten können, das Kreuzungsthema wäre dann entfallen. Anzunehmen, dass man aber weiterhin, neben den subventionierten elektrischen Zügen, den kompletten Dampfverkehr voll bekommt ist doch ziemlich illusorisch. Mir fällt spontan keine Strecke ein, Zahnrad oder nicht, auf der ein stündlicher Dampfzugverkehr neben einem normalen ÖV Angebot verkehrt. Ein derart dichter Dampffahrplan existiert eigentlich nur dort wo Dampfloks noch die Hauptlast tragen (Brinz-Rothorn, Schafberg, etc.). Ich lasse mich da baer gerne eines besseren belehren.

Ich denke man sieht an dem Antrag gut, dass da so einiges nicht stimmt in dem Unternehmen. Der Insolvenzantrag ist jetzt auch ien Dokument des aktuellen Vorstands, kein Überbleibsel des alten. Daraus lässt sich nicht erkennen, dass dieser eine Abkehr vom alten Kurs eingeleitet hat. Aber wie gesagt, man sollte das auch nicht überbewerten, der Antrag muss ja auch im Hinblick auf etwaige rechtliche Konsequenzen formuliert worden sein, dadurch kann es schon sein, dass aktuellere Pläne des neuen Chefs keine Erwähnung finden.

Symbolbild

geschrieben von: tbk

Datum: 26.03.20 12:45

MrEnglish schrieb:
Ignorieren wir mal das im wahrsten Sinne des Wortes weit hergeholte Symbolbild (kann das jemand zuordnen).
Rio Grande 491, 1902 bei Baldwin als 1'D-normalspurlok gebaut, 1928 in Burnham zur 1'D1'-schmalspurlok mit außenrahmen (914 mm) umgebaut, im Colorado Railroad Museum erhalten. [coloradorailroadmuseum.org] [en.wikipedia.org]


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.20 12:47.

Re: Symbolbild

geschrieben von: Bovist66

Datum: 27.03.20 19:08

Wer für den Erhalt der Achenseebahn unterschreiben möchte, kann dies hier tun (ich meine, auf den Link wurde in diesem Thread noch nicht hingewiesen):

[www.openpetition.eu]

Die Unterschriften-Aktion läuft bereits sehr gut, finde ich.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation der Achenseebahn siehe außerdem:

[schienenweg.at]

Insolvenzantrag

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 27.03.20 21:10

MrEnglish schrieb:
Pertisau ist aber z.B. ein Schneeloch, zumindest zum Langlaufen reicht das noch eine Weile. Und dort war auch ein sehr gut gefüllter Parkplatz. Nur bis dort fährt die Bahn halt nicht.

Das kann man ja ändern.

MrEnglish schrieb:
Das muss man immer in Relation sehen. Für eine gut ausgelastete Straßenbahn 3 km Gleise zu sanieren ist wirklich nicht sonderlich viel. Für eine Touristenbahn die das halbe Jahr überhaupt nicht fährt und in der restlichen Zeit mit maximal sechs Zugpaaren (wenn die Fahrzeuge nicht wieder in die Knie gehen), dafür ist das dann schon einiges an Geld.

Wahrscheinlich würde selbst das so gerade noch gehen. Aber der reine Tourismusverkehr hat keine Zukunft, denn die Rechnung dafür geht immer weniger auf.

Schmalspurbahnfreund schrieb:
Bisher kaum zur Sprache gekommen ist der Umstand, dass die Fahrzeuge aus der "Anfangspackung" der Achenseebahn stammen und ein Kleinod sind. Wo sonst wird eine Zahnradbahn auf der Welt noch mit ihren Originalfahrzeugen bedient?

Wenn hier schon Anleihen an der Modellbahn genommen werden, dann sind alle vier Lokomotiven aus Ersatzteilen zusammengebastelt. Ich will das hier nicht vertiefen, weil das keine wirklich zielführende Frage ist und weil das was für Dampflokspezialisten ist, aber nach der reinen Lehre, die die Identität einer Lokomotive am Rahmen festmacht, ist keine der vier Lokomotiven original.

Ich würde eher nicht damit rechnen, dass die Fahrzeuge im Schrott landen. Es kann aber passieren, dass nicht alle vor Ort bleiben.

MrEnglish schrieb:
Dort steht jetzt auch eindeutig drin, dass es Pläne gab ÖPNV Leistungen zu fahren. Was nicht drin steht ist, wessen Pläne das waren. Es wird nämlich verschwiegen, dass das nur Pläne der Achenseebahn waren, die weder vom Verbund noch vom Land geteilt wurden.

Es steht erstmals dabei, dass der Busverkehr ersetzt werden soll. Vom Verbundtarif steht da immer noch nichts. Verständlich wird das aus der logischen Abfolge "Verlängerung nach Eng" -> "Elektrifizierung, weil mit Dampf nicht machbar" -> "ganzjähriger Betrieb als Bergbahn, nicht mehr nur als Touristenattraktion, Dampfbetrieb läuft bis Seespitz weiter" -> "Ersatz des Busverkehrs" -> "bestellter Nahverkehr nach Maßgabe des Lands Tirol als Besteller und zum VVT-Tarif". In der Berichterstattung taucht das nicht immer als ganze Kette auf. Vor allem aber: Das letzte Glied der Kette fehlt in den Absichtserklärungen bis heute.

Dass das Land Tirol nichts bestellen will, steht da nicht. Tirol ist da insgesamt recht aufgeschlossen und investiert viel in regionalen ÖPNV, das Busnetz ist sehr gut ausgebaut. Aber: Dann hat das Land das Sagen, was bestellt wird. Bisher kann die Achenseebahn bestellten Verkehr gar nicht leisten.

MrEnglish schrieb:
Ebenfalls irreführend ist der Begriff "moderne elektrische Regionalbahn". Die Züge der Appenzeller Bahn sind vielleicht vieles, aber garantiert nicht modern. Ob die genannt 10 Millionen € für dne Umbau gerecht hätten ist ebenfalls eher fraglich.
Auch wenn man gebrauchte Weichen gekauft hat, die Errichtung einer Kreuzungsstelle in der Steilstrecke ist nicht billig. Man hätte für einen ÖV ja auch nicht weiter mit Handweichen fahren können und wie man mit dme geld noch die Verlängerung nach Pertisau hätte bezahlen wollen ist mir endgültig schleierhaft. Auch die Fahrzeuge wären so wie sie dastehen nicht geeignet gewesen, irgendwie hätte man dort Niederflureinstiege reinbasteln müssen. Auch das bekommt man nicht zum Nulltarif.

Da steht nicht, was in dem Preis drin wäre. Viel kanns nicht sein. Sanierung der Flachstrecke sicher, Elektrifizierung soll wahrscheinlich auch drin sein, weiß nicht, ob das aufgeht. Aber die Verlängerung nach Pertisau ist sicher nicht drin. Und die Ausweiche in Fischl? Glaub ich nicht.

MrEnglish schrieb:
Erschwerend kommt noch hinzu, dass man unbedingt auch dne vollständigen Dampfzugverkehr aufrecht erhalten wollte. Angenommen die genannten Fahrzeiten stimmen, dann hätte man problemlos mit einem einzelnen Zug einen Stundentakt anbieten können, das Kreuzungsthema wäre dann entfallen. Anzunehmen, dass man aber weiterhin, neben den subventionierten elektrischen Zügen, den kompletten Dampfverkehr voll bekommt ist doch ziemlich illusorisch. Mir fällt spontan keine Strecke ein, Zahnrad oder nicht, auf der ein stündlicher Dampfzugverkehr neben einem normalen ÖV Angebot verkehrt. Ein derart dichter Dampffahrplan existiert eigentlich nur dort wo Dampfloks noch die Hauptlast tragen (Brinz-Rothorn, Schafberg, etc.). Ich lasse mich da baer gerne eines besseren belehren.

Da es die Infrastruktur, auf die die angegebenen Zeiten von 8 min Jenbach - Eben und 25 min Jenbach - Pertisau aufbauen, nicht gibt, ist das hypothetisch. Die 8 min erscheinen mir etwas knapp, insbesondere, wenn man noch Halte in Jenbach berücksichtigt. Ein Stundentakt mit einem Umlauf Jenbach - Peetisau ist nicht realistisch, weil Maurach Taktknoten für den Anschluss von und nach Achenkirch ist. Es sind also zwei Umläufe beim Stundentakt. Bei einem ÖPNV-Stundentakt kann der bisherige Dampfzugfahrplan nicht beibehalten werden, er muss sich in den Stundentakt einpassen. In welchem Takt, müsste die Nachfrage klären.

MrEnglish schrieb:
Ich denke man sieht an dem Antrag gut, dass da so einiges nicht stimmt in dem Unternehmen. Der Insolvenzantrag ist jetzt auch ien Dokument des aktuellen Vorstands, kein Überbleibsel des alten. Daraus lässt sich nicht erkennen, dass dieser eine Abkehr vom alten Kurs eingeleitet hat. Aber wie gesagt, man sollte das auch nicht überbewerten, der Antrag muss ja auch im Hinblick auf etwaige rechtliche Konsequenzen formuliert worden sein, dadurch kann es schon sein, dass aktuellere Pläne des neuen Chefs keine Erwähnung finden.

Ich weiß nicht, was da normalerweise drinstehen muss. Ansonsten wäre es aber kein Problem, nach einem Führungswechsel sich von alten problematischen Zielen zu trennen. Und das würde man auch im Insolvenzantrag so benennen können. Wenn man denn wirklich auf Distanz gehen wollte.

Bovist66 schrieb:
Wer für den Erhalt der Achenseebahn unterschreiben möchte, kann dies hier tun (ich meine, auf den Link wurde in diesem Thread noch nicht hingewiesen):

[www.openpetition.eu]

Nein, im anderen. Und auch da wurde schon die Frage gestellt, wen man damit beeindrucken will. Vielleicht glauben ja auch einige schlichte Gemüter, dass das ein Beschwörungsritus ist und hinterher Geld für die Achenseebahn vom Himmel fällt.

Bovist66 schrieb:
Weitere Informationen zur aktuellen Situation der Achenseebahn siehe außerdem:

[schienenweg.at]

Informationen weniger, eher einen Meinungsaustausch wie hier. Bemerkenswert ist aber ein einkopierter Beitrag, den man auch direkt verlinken kann: [in-motion.me].
Sie nennen es "Faktencheck", man kann aber durchaus zweifeln, ob das ernst gemeint oder Satire ist. Ernstzunehmen ist das sicher nicht, das Ausmaß der Merkbefreitheit aber erschreckend. Das unverschämte Auftreten mit Geldforderungen ans Land Tirol geht in einem solchen Ausmaß wohl auch nur in einem ÖVP-dominierten Bundesland, anderswo würde es der Anstand verhindern. Wenn man noch Zweifel hatte, ob die Insolvenz der richtige Weg ist, dann weiß man jetzt, dass mit der derzeitigen Führungsmannschaft nichts auszurichten ist und es nur einen kompletten Neuanfang geben kann.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 27.03.20 21:26.

Re: Insolvenzantrag

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 27.03.20 23:37

kaufhalle schrieb:


Das kann man ja ändern.

Ja, für einen Haufen Geld.

kaufhalle schrieb:
Wahrscheinlich würde selbst das so gerade noch gehen. Aber der reine Tourismusverkehr hat keine Zukunft, denn die Rechnung dafür geht immer weniger auf.

Das sehe ich auch so.

kaufhalle schrieb:
Es steht erstmals dabei, dass der Busverkehr ersetzt werden soll. Vom Verbundtarif steht da immer noch nichts. Verständlich wird das aus der logischen Abfolge "Verlängerung nach Eng" -> "Elektrifizierung, weil mit Dampf nicht machbar" -> "ganzjähriger Betrieb als Bergbahn, nicht mehr nur als Touristenattraktion, Dampfbetrieb läuft bis Seespitz weiter" -> "Ersatz des Busverkehrs" -> "bestellter Nahverkehr nach Maßgabe des Lands Tirol als Besteller und zum VVT-Tarif". In der Berichterstattung taucht das nicht immer als ganze Kette auf. Vor allem aber: Das letzte Glied der Kette fehlt in den Absichtserklärungen bis heute.

Dass das Land Tirol nichts bestellen will, steht da nicht. Tirol ist da insgesamt recht aufgeschlossen und investiert viel in regionalen ÖPNV, das Busnetz ist sehr gut ausgebaut. Aber: Dann hat das Land das Sagen, was bestellt wird. Bisher kann die Achenseebahn bestellten Verkehr gar nicht leisten.

Nein, dass das Land nicht bestellen will steht da nicht, das sage ich dir.

kaufhalle schrieb:
Da steht nicht, was in dem Preis drin wäre. Viel kanns nicht sein. Sanierung der Flachstrecke sicher, Elektrifizierung soll wahrscheinlich auch drin sein, weiß nicht, ob das aufgeht. Aber die Verlängerung nach Pertisau ist sicher nicht drin. Und die Ausweiche in Fischl? Glaub ich nicht.

Stimmt, aber es wird der Eindruck vermittelt, dass man das große Paket für die 10 Mio. € bekommt.

kaufhalle schrieb:
Da es die Infrastruktur, auf die die angegebenen Zeiten von 8 min Jenbach - Eben und 25 min Jenbach - Pertisau aufbauen, nicht gibt, ist das hypothetisch. Die 8 min erscheinen mir etwas knapp, insbesondere, wenn man noch Halte in Jenbach berücksichtigt. Ein Stundentakt mit einem Umlauf Jenbach - Peetisau ist nicht realistisch, weil Maurach Taktknoten für den Anschluss von und nach Achenkirch ist. Es sind also zwei Umläufe beim Stundentakt. Bei einem ÖPNV-Stundentakt kann der bisherige Dampfzugfahrplan nicht beibehalten werden, er muss sich in den Stundentakt einpassen. In welchem Takt, müsste die Nachfrage klären.

Stimmt, man müsste mit zwei Einheiten fahren und in Eben kreuzen. Trotzdem wäre das billiger als noch eine neue Kreuzungsstelle in der Steilstrecke zu bauen. Man könnte aber auch den Anschluss in Maurach auf einen Richtungsanschluss reduzieren und die Busse dafür aus Pertisau durchbinden.

kaufhalle schrieb:
Nein, im anderen. Und auch da wurde schon die Frage gestellt, wen man damit beeindrucken will. Vielleicht glauben ja auch einige schlichte Gemüter, dass das ein Beschwörungsritus ist und hinterher Geld für die Achenseebahn vom Himmel fällt.

Frage ich mich auch. Irgendwo online unterschrieben kostet nichts, wie wäre es mal mit einer Spendensammlung? Mal sehen ob da dann auch noch so viele teilnehmen.

kaufhalle schrieb:
Informationen weniger, eher einen Meinungsaustausch wie hier. Bemerkenswert ist aber ein einkopierter Beitrag, den man auch direkt verlinken kann: [in-motion.me].
Sie nennen es "Faktencheck", man kann aber durchaus zweifeln, ob das ernst gemeint oder Satire ist. Ernstzunehmen ist das sicher nicht, das Ausmaß der Merkbefreitheit aber erschreckend. Das unverschämte Auftreten mit Geldforderungen ans Land Tirol geht in einem solchen Ausmaß wohl auch nur in einem ÖVP-dominierten Bundesland, anderswo würde es der Anstand verhindern. Wenn man noch Zweifel hatte, ob die Insolvenz der richtige Weg ist, dann weiß man jetzt, dass mit der derzeitigen Führungsmannschaft nichts auszurichten ist und es nur einen kompletten Neuanfang geben kann.

Danke für den Artikel, der ist ja der Wahnsinn. Nennt sich Faktencheck, ist aber pures Fanboygeblubber. Aber man kann dort auch mal öffentlich nachlesen welche wirren Vorstellungen der ehemalige Chef von seiner Nutzergruppe hat:

Georg Fuchshuber schrieb:
Die verbilligten VVT-Tarife haben ab 2017 bei der Bahn zu einem Einnahmenausfall von € 70.000,-- geführt.

Wer ihn nicht kennt, das ist der ehemalige Chef des Verkehrsverbunds, der sollte sich eigentlich auskennen. Der aktuelle VVT-Tarif ist zwar für Stammkunden sehr attraktiv, aber für Gelegenheitsnutzer kann man das nicht gerade sagen. Die Einzelfahrten sind recht teuer, Tageskarten gibt es nur sehr eingeschränkt, etc. Zu glauben die Tarifreform des VVT hätte die Achenseebahn 70.000 € gekostet ist schon irgendwo lustig.

Re: Symbolbild

geschrieben von: RhB WR 3811

Datum: 28.03.20 06:47

Bovist66 schrieb:
Wer für den Erhalt der Achenseebahn unterschreiben möchte, kann dies hier tun (ich meine, auf den Link wurde in diesem Thread noch nicht hingewiesen):

[www.openpetition.eu]

Die Unterschriften-Aktion läuft bereits sehr gut, finde ich.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation der Achenseebahn siehe außerdem:

[schienenweg.at]
Moin,

werde die Petition sicher nicht unterschreiben. Das wäre reine Vergeudung von Steuergeldern, die man in der aktuellen Situation woanders dringender benötigt. Außerdem ist nach #Ischglgate wohl mit einem massiven Einbruch des Tourismus in Tirol zu rechnen.

Lg RhB WR 3811

Re: Symbolbild

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 28.03.20 15:02

MrEnglish schrieb:
Nein, dass das Land nicht bestellen will steht da nicht, das sage ich dir.

Da bliebe die Frage, was sie nicht bestellen wollen. Ist die Diskussion überhaupt über das Stadium hinausgekommen, dass die Achenseebahn AG dem Land vorschreiben wollte, was es zu bestellen hat? Bei dem Auftreten der Achenseebahn AG sicher nicht.

MrEnglish schrieb:
Stimmt, aber es wird der Eindruck vermittelt, dass man das große Paket für die 10 Mio. € bekommt.

Man kann es auch so auffassen, dass die Sanierung der Flachstrecke nicht im Preis mit drin ist, weil das aus Sicht der Achenseebahn AG sowieso gefälligst das Land zu zahlen hat. Aber selbst für Elektrifizierung und Ausweiche Fischl dürfte das nicht reichen, ganz zu schweigen von Pertisau.

MrEnglish schrieb:
Stimmt, man müsste mit zwei Einheiten fahren und in Eben kreuzen. Trotzdem wäre das billiger als noch eine neue Kreuzungsstelle in der Steilstrecke zu bauen. Man könnte aber auch den Anschluss in Maurach auf einen Richtungsanschluss reduzieren und die Busse dafür aus Pertisau durchbinden.

Maurach Mitte bzw. Mittelschule ist durchaus ein Knoten für alle Richtungen, die Verbindung Achenkirch - Pertisau ist nicht egal. U. U. reicht aber Eben fürs Kreuzen von Triebwagen und Dampfzug. Aber die für den Triebwagenverkehr spätestens bei Verlängerung nach Pertisau unentbehrliche Ausweiche in Maurach Mitte taucht in keiner Planung der Achenseebahn AG auf, obwohl da genug Platz wäre. Das sagt ziemlich viel dazu aus, wie ernsthaft man sich um ÖPNV bemüht hat. Dass das Land Tirol unter diesen Umständen nicht bestellen will, ist mehr als nachvollziehbar.

MrEnglish schrieb:
Frage ich mich auch. Irgendwo online unterschrieben kostet nichts, wie wäre es mal mit einer Spendensammlung? Mal sehen ob da dann auch noch so viele teilnehmen.

Man hat einen Förderverein aus dem Boden gestampft, natürlich mit Herrn Uhlig als Vorsitzendem. Scheint aber nicht viel gebracht zu haben.

MrEnglish schrieb:
Aber man kann dort auch mal öffentlich nachlesen welche wirren Vorstellungen der ehemalige Chef von seiner Nutzergruppe hat:

Georg Fuchshuber schrieb:
Die verbilligten VVT-Tarife haben ab 2017 bei der Bahn zu einem Einnahmenausfall von € 70.000,-- geführt.

Wer ihn nicht kennt, das ist der ehemalige Chef des Verkehrsverbunds, der sollte sich eigentlich auskennen. Der aktuelle VVT-Tarif ist zwar für Stammkunden sehr attraktiv, aber für Gelegenheitsnutzer kann man das nicht gerade sagen. Die Einzelfahrten sind recht teuer, Tageskarten gibt es nur sehr eingeschränkt, etc. Zu glauben die Tarifreform des VVT hätte die Achenseebahn 70.000 € gekostet ist schon irgendwo lustig.

Er weiß ja auch selbst, er verbreitet solche Märchen wider besseres Wissen. Die Preise der Achenseebahn vom um 30 Euro für Hin- und Rückfahrt in den letzten Jahren waren schon vor der Tarifänderung von 2017 nicht mal mehr annähernd konkurrenzfähig mit dem Bus (heute 10 Euro). Die Achenseebahn hat exakt null Bedeutung als Beförderungsmittel und ist ausschließlich Touristenattraktion - eben wegen der Preise (wegen der nicht vorhandenen Fahrplandisziplin allerdings auch). Die relevanten Einzelfahrpreise wurden 2017 nicht gesenkt, können also nicht Ursache sein. Und auch bei Familienangeboten u. ä. hat sich nicht wesentlich was getan.

RhB WR 3811 schrieb:
Außerdem ist nach #Ischglgate wohl mit einem massiven Einbruch des Tourismus in Tirol zu rechnen.

Sicher wurde in Ischgl (und auch in der Tiroler Landespolitik) nicht nur verantwortungslos, sondern kriminell gehandelt. Mag schon sein, dass man das vor Ort noch in der nächsten Wintersaison zu spüren bekommt. Aber ob Sommertourismus anderswo in Tirol dieses Jahr nun stattfindet oder nicht, hängt doch eher davon ab, ob es in Mitteleuropa überhaupt Sommertourismus geben wird.

Re: Insolvenzantrag

geschrieben von: Bovist66

Datum: 28.03.20 15:44

kaufhalle schrieb:
Bovist66 schrieb:
Wer für den Erhalt der Achenseebahn unterschreiben möchte, kann dies hier tun (ich meine, auf den Link wurde in diesem Thread noch nicht hingewiesen):

[www.openpetition.eu]
Nein, im anderen. Und auch da wurde schon die Frage gestellt, wen man damit beeindrucken will. Vielleicht glauben ja auch einige schlichte Gemüter, dass das ein Beschwörungsritus ist und hinterher Geld für die Achenseebahn vom Himmel fällt.
Zunächst einmal finde ich es absolut zu begrüßen, dass sich Menschen für den Erhalt der Achenseebahn engagieren und eine solche Petition starten! Sicherlich ist die Reichweite
von Unterschriftensammlungen begrenzt, sie können aber gleichwohl ein wichtiges politisches Signal sein. Wenn das ein Beschwörungsritus sein sollte, meinetwegen. Immerhin
konnte ich seit 1984 (als mein verkehrspolitisches Engagement begann) mehrfach die Erfahrung machen, dass Unterschriftensammlungen für Bahnstrecken und -netze sehr wohl
etwas bewirken können.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.03.20 16:07.

Re: Insolvenzantrag

geschrieben von: MrEnglish

Datum: 28.03.20 16:33

Bei Strecken auf denen kein ÖV besteht und bei denen die Politik bereits einen Rettungsversuch unternommen hat?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.03.20 19:05.

Achenseebahn: Großes Interesse an den Dampf-Oldtimern

geschrieben von: 23105

Datum: 28.03.20 11:13

Achenseebahn: Großes Interesse an den Dampf-Oldtimern

[www.tt.com]
Nun haben wir zum Thema des Insolvenzverfahrens so einen schönen Thread, nicht gesperrt und mit ganz viel Platz untendran: [www.drehscheibe-online.de]. Ist es da wirklich nötig, für ein Randthema davon einen neuen Thread aufzumachen? Das Thema gibts noch länger in der Tagespresse, da muss man die Diskussion vielleicht nicht atomisieren.

Re: Insolvenzantrag

geschrieben von: Meyer-schlom

Datum: 28.03.20 18:26

Die Achenseebahn ist einfach viel zu kurz für den Preis und war für mich auch relativ langweilig. Das Steilstück, wo nur Wald ist und dann, wo die Aussicht kam, ging es schon aufs Schiff. Einmal bin ich dort gefahren, ob ich es ein zweites Mal weiß ich nicht (unabhängig davon, ob es die Achenseebahn noch gibt oder nicht). Wenn der Spaß 10-15 Euro kostet, bekommt man sicher mehr Tauben von Dach. Wenn man sich ein bisschen bemühen würde, schließt man sich mit der Zillertalbahn zusammen (und zerstreitet sich nicht) und bietet ein Packet an mit Dampffahrt von Mayrhofen - Jenbach (dort Umstieg) - Maurrach und bietet dort eine Schifffahrt an. Das Packet kann dann auch 60 Euro kosten und die (meisten) Leute bereuen es nicht.

Natürlich hat Tirol hier einen Schaden im Tourismus. Wenn man jetzt mal Ischgl hat, wo ein Betrieb seiner Meldepflicht nachkommt, ist es das eine. Wenn dann aber noch die Aktion mit der Abreise hinzukommt, wo alles drunter und drüber ging und man erst zusperrt, wenn schon viel zu spät ist, dann ist es kriminell und ein Fall fürs Gericht und Rücktritte jener Personen, die hier vorsätzlich falsch gehandelt haben. Der Betrieb, der hier seiner Meldepflicht nachkam, gehört die Betriebslizenz entzogen und eine saftige Geldstrafe auferlegt. Wegen des Versagen in Tirol darf ich nun meinen (inzwischen sinnlos gewordenen) Urlaub zu Hause absitzen. Rausgehen bringt halt auch nichts, spazieren ist nicht mein Ding und Geschäft hat auch fast nichts offen.
Diese Bewahrungsideen für die Dampfzüge hören sich echt bescheuert an...

Madeira... ja, einige planen die Wiederaufbau der 1943 stillgelegten Zahnradbahn - ebenso Meterspur und ähnlich lange Strecke, wie Zahnradabschnitt von Achenseebahn - seit mehr als 15 Jahren. Wäre es nicht in einem der PIGS-Länder, würde sich nicht einmal dann ernsthaft anhören...

Slowakei... kann mir einfach nicht vorstellen, daß auf der, mit den neuen Stadler-Garnituren weiter zu Modernisierung ausgelegten Strecke zu Strbske Pleso so'was Platz haben könnte. (Und das mit der Strub-Zahnstange...) Die andere Zahnradstrecke um Tisovec ist doch normalspurig...
no-night schrieb:
Diese Bewahrungsideen für die Dampfzüge hören sich echt bescheuert an...

Madeira... ja, einige planen die Wiederaufbau der 1943 stillgelegten Zahnradbahn - ebenso Meterspur und ähnlich lange Strecke, wie Zahnradabschnitt von Achenseebahn - seit mehr als 15 Jahren. Wäre es nicht in einem der PIGS-Länder, würde sich nicht einmal dann ernsthaft anhören...

Slowakei... kann mir einfach nicht vorstellen, daß auf der, mit den neuen Stadler-Garnituren weiter zu Modernisierung ausgelegten Strecke zu Strbske Pleso so'was Platz haben könnte. (Und das mit der Strub-Zahnstange...) Die andere Zahnradstrecke um Tisovec ist doch normalspurig...
Die ex-Appenzeller dürften, wenn schon, eher in ES (Katalonien) eine Zukunft haben (FGC: meterspurige elektr. Zahnrad-/Adhäsionsbahnen Ribes-Nuria, Montserrat). Die FGC haben schon ihr Interesse an dem ex-Appenzellern angemeldet (vgl. passion-metrique.net/forums).
Dorthin verschlug es ja schon anfangs 90er-Jahre 2 alte über 40-jährige AB-Pendelzüge (allerdings nur Adhäsion für die Linie Barcelona-Martorell-Manresa).
Lichtraumprofil, Spurweite (1000mm) und Stromsystem (1,5 kV=) würden passen, nur die Triebzahnräder müssten gegen solche des Systems Abt gewechselt werden.

Die slowakische TEZ (inkl. Zahnradbahn Strba- Strbske Pleso) fällt wohl ausser Betracht, nachdem 2019 die ZSSK für das dortige Meterspur-Netz bei Stadler neue Niederflur-Adhäsions-/Zahnrad-GTW des Modells ‘SURF’ bestellt haben (plus 1 Dienst-Universallokomotive mit elektr. und thermischem sowie Zahnrad-Antrieb).

Zur ‘Zahnradfähigkeit’ der ex-Appenzeller:
Diese sind prinzipell für Riggenbach- und Strub-Zahnstange konzipiert (St. Gallen-Gais-Appenzell: ex-Riggenbach, Gais-Altstätten: Strub).

Salut



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.03.20 00:01.
CH-Mirage schrieb:
no-night schrieb:
Diese Bewahrungsideen für die Dampfzüge hören sich echt bescheuert an...

Madeira...
Slowakei...
Die ex-Appenzeller dürften, wenn schon, eher in ES (Katalonien) eine Zukunft haben (FGC: meterspurige elektr. Zahnrad-/Adhäsionsbahnen Ribes-Nuria, Montserrat). Die FGC haben schon ihr Interesse an dem ex-Appenzellern angemeldet (vgl. passion-metrique.net/forums).

Die slowakische TEZ (inkl. Zahnradbahn Strba- Strbske Pleso) fällt wohl ausser Betracht, nachdem 2019 die ZSSK für das dortige Meterspur-Netz bei Stadler neue Niederflur-Adhäsions-/Zahnrad-GTW des Modells ‘SURF’ bestellt haben (plus 1 Dienst-Universallokomotive mit elektr. und thermischem sowie Zahnrad-Antrieb).
Ja, die Spaniern zeigen Interesse für die Appenzellern, das ist klar. Aber bezüglich der anderen Länder - wofür ich Skepsis äußerte - wurde über die Dampfzügen gesprochen...

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