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 08/02 - Alpenlandforum 

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Bahnhofsvorstand schrieb:
Es wäre denkbar, dass ein BC 50 Besitzer für die Strecke Salzburg Hbf - Salzburg Taxham Europark sich einen DB Fahrschein Salzburg - Freilassing für EUR 1,45 kauft und diesen eben nur bis Taxham Europark nutzt. Auf jeden Fall günstiger als ein Vollpreisticket nach dem SVV-Verbundtarif. Die USt für diese österreichische Strecke müsste an Deutschland gehen, da die Grenzbetriebsstrecke ja bis Salzburg Hbf reicht.
Gleichwohl kann dieser Fahrgast sowohl die ÖBB-Züge wie auch die DB-Züge (Südostbayernbahn) benutzen.

In diesem Fall ist der Fahrschein aber nicht für innerösterreichische Nutzung vorgesehen, passt also nicht so recht auf die Frage. Ohne hiermit eine Stellungnahme zum konkreten Fall abzugeben (in dem ich die Regelung nicht kenne): Nicht alle Teilnutzungen sind grundsätzlich tarifkonform. Wo für Binnenverkehre deren Tarife vorgeschrieben sind, kann die "Überzahlung" durch Mitkauf einer weiteren Strecke tarifwidrig sein. Zumal die Beförderungsbedingungen der realen Fahrt (hier also des SVV) entsprechen. Das ist alles kein Automatismus.

Bahnhofsvorstand schrieb:
Ein deutscher Schwerbehinderter mit gültiger Wertmarke kann im übrigen auch sämtliche Nahverkehrszüge (ÖBB, DB-SOB und Meridian) bis Salzburg Hbf und auch zu den Zwischenstationen unentgeltlich benutzen.

Das ist selbstverständlich. Interessanter wäre die Frage, ob die Behindertenfreifahrt nach deutscher Regelung auch im Salzburger Binnenverkehr gilt, diese Frage wäre auch für z. B. die BC100 zu stellen. Zur zuvor gestellten Frage gehört es trotzdem nicht, weil das keine streckenbezogenen Fahrscheine sind, deren Besteuerung ortsabhängig sein könnte.
kaufhalle schrieb:
In diesem Fall ist der Fahrschein aber nicht für innerösterreichische Nutzung vorgesehen, passt also nicht so recht auf die Frage. Ohne hiermit eine Stellungnahme zum konkreten Fall abzugeben (in dem ich die Regelung nicht kenne): Nicht alle Teilnutzungen sind grundsätzlich tarifkonform. Wo für Binnenverkehre deren Tarife vorgeschrieben sind, kann die "Überzahlung" durch Mitkauf einer weiteren Strecke tarifwidrig sein. Zumal die Beförderungsbedingungen der realen Fahrt (hier also des SVV) entsprechen. Das ist alles kein Automatismus.


Das ist selbstverständlich. Interessanter wäre die Frage, ob die Behindertenfreifahrt nach deutscher Regelung auch im Salzburger Binnenverkehr gilt, diese Frage wäre auch für z. B. die BC100 zu stellen. Zur zuvor gestellten Frage gehört es trotzdem nicht, weil das keine streckenbezogenen Fahrscheine sind, deren Besteuerung ortsabhängig sein könnte.
Hm, ja, das sind berechtigte Bedenken. Ich kann diese gut nachvollziehen. Auf der anderen Seite wenn Du solche Fahrscheine hast, kannst die Fahrt ja unterbrechen und später fortsetzen. Ausserdem kann Dich ja niemand zwingen aufgrund eines bestimmten Fahrscheins an fahrplanmässigen Halten im Zug zu bleiben. Da müssten sich die Kontrolleure fast in die Tür stellen. Andererseits gibt es auch in Berlin bei einigen Buslinien, die im B-Bereich fahren und einige Haltestellen transitweise im C-Bereich haben, auch so eine Regelung, dass man mit einem AB-Fahrschein auf diesen Linien auch den C-Bereich DURCHFAHREN darf, dort aber nicht ein- oder aussteigen darf. Auch hier die Frage, wie will man das umsetzen. Da kann man sich das Kontrollpersonal höchstens an den Türen aufstellen und die Leute kontrollieren, die aussteigen (möchten) oder aber das Personal stellt sich an den Haltestellen auf und kontrolliert dort die aussteigenden Leute.

Es gab früher auch in CH die Regelung, dass wenn ein Gruppenbillett (mind. 10 Pers.) mit fiktiven Personen günstiger ist als Einzelbillette (z.B. 8 oder 9 Einzelreisende), dass dann kein Gruppenbillett benutzt werden darf. Diese Regelung ist dann aber irgendwann weggefallen.
Ebenso wird in CH im Binnenverkehr die Mwst fällig, im Internationalen Verkehr jedoch nicht. Auch da gibt es eine Regelung, die fiktive Fahrten verbietet, z.B. man fährt bis Basel, löst aber bis Weil (Rhein), da dann keine Mwst fällig wird. Dies ist auch nicht zulässig. Auch hier die Frage, wie man das umsetzen/kontrollieren will, zumal man in Basel aus fast allen Ecken kommend, man so oder so in SBB umsteigen muss. Andererseits muss ich sagen, dass nur einige Profis diese Tricks wie bis Weil (Rhein) lösen aber nur bis Basel SBB oder Bad Bf fahren, kennen. Die wenigsten kommen auch die Idee, dass dies so günstiger sein könnte und werden diesen Trick daher auch nicht anwenden.

Herzliche Grüsse
Martin
kaufhalle schrieb:
Bahnhofsvorstand schrieb:
Es wäre denkbar, dass ein BC 50 Besitzer für die Strecke Salzburg Hbf - Salzburg Taxham Europark sich einen DB Fahrschein Salzburg - Freilassing für EUR 1,45 kauft und diesen eben nur bis Taxham Europark nutzt. Auf jeden Fall günstiger als ein Vollpreisticket nach dem SVV-Verbundtarif. Die USt für diese österreichische Strecke müsste an Deutschland gehen, da die Grenzbetriebsstrecke ja bis Salzburg Hbf reicht.
Gleichwohl kann dieser Fahrgast sowohl die ÖBB-Züge wie auch die DB-Züge (Südostbayernbahn) benutzen.
In diesem Fall ist der Fahrschein aber nicht für innerösterreichische Nutzung vorgesehen, passt also nicht so recht auf die Frage. Ohne hiermit eine Stellungnahme zum konkreten Fall abzugeben (in dem ich die Regelung nicht kenne): Nicht alle Teilnutzungen sind grundsätzlich tarifkonform. Wo für Binnenverkehre deren Tarife vorgeschrieben sind, kann die "Überzahlung" durch Mitkauf einer weiteren Strecke tarifwidrig sein. Zumal die Beförderungsbedingungen der realen Fahrt (hier also des SVV) entsprechen. Das ist alles kein Automatismus.

Bahnhofsvorstand schrieb:
Ein deutscher Schwerbehinderter mit gültiger Wertmarke kann im übrigen auch sämtliche Nahverkehrszüge (ÖBB, DB-SOB und Meridian) bis Salzburg Hbf und auch zu den Zwischenstationen unentgeltlich benutzen.
Das ist selbstverständlich. Interessanter wäre die Frage, ob die Behindertenfreifahrt nach deutscher Regelung auch im Salzburger Binnenverkehr gilt, diese Frage wäre auch für z. B. die BC100 zu stellen. Zur zuvor gestellten Frage gehört es trotzdem nicht, weil das keine streckenbezogenen Fahrscheine sind, deren Besteuerung ortsabhängig sein könnte.
Nach dem deutschen Personentarif (C-Tarif), der hier anzuwenden ist, kann doch an jeder Station eine Reise unterbrochen werden und später wieder fortgesetzt werden. Also aussteigen an Zwischenstationen dürfte nicht verboten sein und ist auch nicht tarifwidrig.

Und auch der deutsche Schwerbehinderte, der vielleicht am Europark aussteigt, wird wohl irgendwann wieder weiterfahren. Also mich persönlich hat in dieser Konstellation noch kein ÖBB-Schaffner/Kontrollpersonal irgendwie beanstandet.
Weltreisender schrieb:
Hm, ja, das sind berechtigte Bedenken. Ich kann diese gut nachvollziehen. Auf der anderen Seite wenn Du solche Fahrscheine hast, kannst die Fahrt ja unterbrechen und später fortsetzen. Ausserdem kann Dich ja niemand zwingen aufgrund eines bestimmten Fahrscheins an fahrplanmässigen Halten im Zug zu bleiben. Da müssten sich die Kontrolleure fast in die Tür stellen. Andererseits gibt es auch in Berlin bei einigen Buslinien, die im B-Bereich fahren und einige Haltestellen transitweise im C-Bereich haben, auch so eine Regelung, dass man mit einem AB-Fahrschein auf diesen Linien auch den C-Bereich DURCHFAHREN darf, dort aber nicht ein- oder aussteigen darf. Auch hier die Frage, wie will man das umsetzen. Da kann man sich das Kontrollpersonal höchstens an den Türen aufstellen und die Leute kontrollieren, die aussteigen (möchten) oder aber das Personal stellt sich an den Haltestellen auf und kontrolliert dort die aussteigenden Leute.

Wie gesagt: Ich kenne im genannten Salzburger Beispiel die Regelung nicht. Ich wollte nur davor warnen, solche Teilnutzungen generell für tarifkonform zu halten. Natürlich ist vieles davon nicht nachweisbar, man kann auch z. B. im zuvor genannten Beispiel des Transits ins Außerfern mit einem Tirol-Ticket in Garmisch aussteigen und dort bleiben, statt ins Außerfern weiterzufahren, darf man halt nicht. Aber es gibt auch Abgangskontrollen, und dumme Zufälle kann es sowieso geben.

Weltreisender schrieb:
Ebenso wird in CH im Binnenverkehr die Mwst fällig, im Internationalen Verkehr jedoch nicht. Auch da gibt es eine Regelung, die fiktive Fahrten verbietet, z.B. man fährt bis Basel, löst aber bis Weil (Rhein), da dann keine Mwst fällig wird. Dies ist auch nicht zulässig. Auch hier die Frage, wie man das umsetzen/kontrollieren will, zumal man in Basel aus fast allen Ecken kommend, man so oder so in SBB umsteigen muss. Andererseits muss ich sagen, dass nur einige Profis diese Tricks wie bis Weil (Rhein) lösen aber nur bis Basel SBB oder Bad Bf fahren, kennen. Die wenigsten kommen auch die Idee, dass dies so günstiger sein könnte und werden diesen Trick daher auch nicht anwenden.

Ich habe jetzt nicht nachgerechnet, aber wahrscheinlich lohnt sich das eh nur für sehr weite Strecken. Prüfbar ist es kaum, zumal man nach Weil in aller Regel nochmals in Basel Bad Bf umsteigen muss.
kaufhalle schrieb:
Weltreisender schrieb:
Ebenso wird in CH im Binnenverkehr die Mwst fällig, im Internationalen Verkehr jedoch nicht. Auch da gibt es eine Regelung, die fiktive Fahrten verbietet, z.B. man fährt bis Basel, löst aber bis Weil (Rhein), da dann keine Mwst fällig wird. Dies ist auch nicht zulässig. Auch hier die Frage, wie man das umsetzen/kontrollieren will, zumal man in Basel aus fast allen Ecken kommend, man so oder so in SBB umsteigen muss. Andererseits muss ich sagen, dass nur einige Profis diese Tricks wie bis Weil (Rhein) lösen aber nur bis Basel SBB oder Bad Bf fahren, kennen. Die wenigsten kommen auch die Idee, dass dies so günstiger sein könnte und werden diesen Trick daher auch nicht anwenden.
Ich habe jetzt nicht nachgerechnet, aber wahrscheinlich lohnt sich das eh nur für sehr weite Strecken. Prüfbar ist es kaum, zumal man nach Weil in aller Regel nochmals in Basel Bad Bf umsteigen muss.
Gut, im Fall Basel/Weil (Rhein) ist der Unterschied in der Tat nicht gross, nur 1-2 CHF. Anders sieht es auch, wenn man Lenk im Simmtal - Zürich oder meinetwegen auch St.Gallen hin&zurück fährt, aber einen Sparpreis Lenk-Stuttgart oder Lenk-München kauft. Der Sparpreis kann deutlich günstiger sein als ein Normalpreis bis Zürich oder St. Gallen. Im Fall Zürich ist aber dennoch die Frage, wie man es nachweisen will. Umsteigen muss man aus Bern kommend in Zürich so oder so. Andererseits wenn vom Nach-/Vorlauf der Zangenstempel fehlt, ist das kein Nachweis für die Nichtbenutzung. Es kann ja auch sein, dass man einfach nicht kontrolliert wurde. Im Fall St.Gallen bei Fahrschein bis München ist es nur bei Zügen ähnlich, die in SG enden, benutzt man hingegen einen EC, der bis München durchfährt ist es schwieriger. Aber auch da kann das Personal i.d.R. nicht überblicken, dass man vorher aussteigt. Da müsste das Personal eine Ausstiegskontrolle machen. Auf der Rückreise könnte es schon eher Probleme geben, wenn man erst in SG zusteigt, das Personal aber von München aus draufwar. Aber auch da, ein fehlender Zangenstempel ist kein Beweis für die Nichtbenutzung.

Herzliche Grüsse
Martin
Weltreisender schrieb:
Anders sieht es auch, wenn man Lenk im Simmtal - Zürich oder meinetwegen auch St.Gallen hin&zurück fährt, aber einen Sparpreis Lenk-Stuttgart oder Lenk-München kauft. Der Sparpreis kann deutlich günstiger sein als ein Normalpreis bis Zürich oder St. Gallen. Im Fall Zürich ist aber dennoch die Frage, wie man es nachweisen will.
In diesem Fall stellt sich auch die Frage, ob es überhaupt tarifwidrig ist, die Fahrt früher abzubrechen bzw. später zu beginnen. Ich kenne jedenfalls weder im DB- noch im SBB-Tarif eine entsprechende Regelung.

Ob es steuerrechtlich in Ordnung ist, und falls nicht, ob das dann der Fahrgast oder die Bahn zu verantworten hätte, ist noch mal eine andere Frage.

Gruß
X73900
kaufhalle schrieb:
Der VDV konnte damit den Beteiligten das Aushandeln der Rahmenbedingungen ersparen. Die lokale Zustimmung war und ist aber immer noch nötig, zumal nicht alle in Frage kommenden Bahnhöfe eingebunden sind und der Geltungsbereich festzulegen war.


Das heisst also, dass es keinen Zwang zum mitmachen gibt.
Zitat:
Beim VVT bedeutet die Existenz einer Zone im Randbereich nicht automatisch, dass der VVT-Tarif in allen Verkehrsmitteln angewendet wird. Falls sich da in jüngster Zeit was geändert haben sollte bitte ich um Korrektur, nach meinem letzten Kenntnisstand ist Mittenwald im VVT nur mit Bus von Leutasch und Scharnitz erreichbar, beides nur im Saisonverkehr. Im Zugverkehr wurde es um 2013/4 herausgenommen, seitdem ist in Scharnitz Schluss. Das Außerfern ist zum VVT-Tarif im Transit erreichbar, nur dafür gibt es die Zonen über Garmisch. Der ÖBB-Tarif gilt dort nicht. Es gibt wohl Behelfszusatzpreisstufen für grenzüberschreitende Fahrten wie die erwähnte, das ist aber eher ein Übergangstarif. In Netzkarten ist der Abschnitt Scharnitz - Ehrwald nicht drin - außer eben zum Transit.

ThomasR schrieb:
Wie ist das aber bei Fahrkarten, für die zwar der DB-Tarif gilt, deren Leistung aber ausschließlich in Österreich erbracht wird? Da müsste die österreichische Umsatzsteuer gelten.
Das wäre dann also Binnenverkehr im Außerfern. Aber gibts dafür überhaupt DB-Fahrscheine? Grundsätzlich gilt der VVT-Tarif, und der VVT wird wohl sämtliche Umsatzsteuer in Österreich abliefern.
Also ich habe zumindest online ein VVT-Ticket nach Mittenwald mit Zug vorgeschlagen bekommen. Im Binnenverkehr des Ausserfern gilt der VVT-Tarif exklusiv. Man bekommt selbst mit QdLT und Bayernticket Ärger, wenn man hin und her fährt und sich dabei erwischen lässt.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets
Fastrider schrieb:
Also ich habe zumindest online ein VVT-Ticket nach Mittenwald mit Zug vorgeschlagen bekommen.

Die Bahnstrecke Scharnitz - Mittenwald ist jetzt anscheinend wieder im VVT, somit ist Mittenwald ein VVT-Bahnhof, von dem aus der "Transit" ins Außerfern zum VVT-Tarif möglich ist. Zumindest die Fahrpreisauskunft ist insofern völlig schlüssig.
X73900 schrieb:
Weltreisender schrieb:
Anders sieht es auch, wenn man Lenk im Simmtal - Zürich oder meinetwegen auch St.Gallen hin&zurück fährt, aber einen Sparpreis Lenk-Stuttgart oder Lenk-München kauft. Der Sparpreis kann deutlich günstiger sein als ein Normalpreis bis Zürich oder St. Gallen. Im Fall Zürich ist aber dennoch die Frage, wie man es nachweisen will.
In diesem Fall stellt sich auch die Frage, ob es überhaupt tarifwidrig ist, die Fahrt früher abzubrechen bzw. später zu beginnen. Ich kenne jedenfalls weder im DB- noch im SBB-Tarif eine entsprechende Regelung.

Ob es steuerrechtlich in Ordnung ist, und falls nicht, ob das dann der Fahrgast oder die Bahn zu verantworten hätte, ist noch mal eine andere Frage.

Gruß
X73900
Also, es gab da im Tarif mal so eine Klausel, wonach fiktive Strecken zur Fahrpreissenkung unzulässig sind. Aber diese Klausel kann inzwischen auch weggefallen sein. Und ja, steuerrechtlich ist das natürlich auch noch einmal so eine Sache. Im Grunde genommen wäre das Steuerhinterziehung. Aber dies nachzuweisen ist schwierig bis fast unmöglich. Ausserdem dürfte das dann doch um eine verhältnismässig kleine Summe, so dass dies wohl höchstens ein Kavaliersdelikt wäre.

Herzliche Grüsse
Martin
Zitat:
Und ja, steuerrechtlich ist das natürlich auch noch einmal so eine Sache. Im Grunde genommen wäre das Steuerhinterziehung. Aber dies nachzuweisen ist schwierig bis fast unmöglich. Ausserdem dürfte das dann doch um eine verhältnismässig kleine Summe, so dass dies wohl höchstens ein Kavaliersdelikt wäre.


So ganz kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn ich über den Korridor von Salzburg nach Innsbruck fahre, zahle ich die Österreichische MwST. Mit der gleichen Karte darf ich auch über Zell fahren.


Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets
Fastrider schrieb:
So ganz kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn ich über den Korridor von Salzburg nach Innsbruck fahre, zahle ich die Österreichische MwST. Mit der gleichen Karte darf ich auch über Zell fahren.

Nur im Fall einer Umleitung. Die beiden Strecken werden mit getrennten Wegvorschriften benannt und sind tariflich nicht gleichgestellt.

Die Frage nach der Steuerhinterziehung ist eine andere. Die Schweiz hat ja mitunter andere Vorschriften, aber in Deutschland und Österreich kann ein Privatverbraucher (sofern er unstrittig einer ist und mit der Ausnahme von Eigenimports) prinzipiell keine Umsatzsteuer hinterziehen. Die Abführungspflicht liegt immer beim Verkäufer, und wenn der die Umsatzsteuer nicht abführt, kann der kaufende Privatverbraucher weder strafrechtlich belangt werden noch zum Ersatz herangezogen werden.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.02.20 00:29.
Fastrider schrieb:
Zitat:
Und ja, steuerrechtlich ist das natürlich auch noch einmal so eine Sache. Im Grunde genommen wäre das Steuerhinterziehung. Aber dies nachzuweisen ist schwierig bis fast unmöglich. Ausserdem dürfte das dann doch um eine verhältnismässig kleine Summe, so dass dies wohl höchstens ein Kavaliersdelikt wäre.


So ganz kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn ich über den Korridor von Salzburg nach Innsbruck fahre, zahle ich die Österreichische MwST. Mit der gleichen Karte darf ich auch über Zell fahren.


Gruss, Fastrider
Das sind allerdings zwei paar Schuhe. In CH ist es so, dass im Binnenverkehr Mwst. an die Eidgenossenschaft zu zahlen ist, im Internationalen Verkehr jedoch nicht. In AT mag dies anders sein. Aus diesem Grunde wäre es Steuerhinterziehung, wenn ich Lenk im Simmental-St Gallen fahre (Binnenverkehr und damit Mwst-pflichtig) aber um Geld zu sparen, einen Sparpreis Lenk im Simmental-St.Gallen-München kaufe. Wenn Du hingegen von Salzburg nach Innsbruck fährst, kehrst Du ja nach AT zurück. Dass da bei Salzburg-Innsbruck sogar AT-Mwst erhoben wird, steht noch einmal auf einem anderen Blatt, da für diese Strecke einfach eine Spezialregelung besteht. Wenn ich hingegen Lenk im Simmental-München fahre, kehre ich nicht in die Eidgenossenschaft zurück. Das ist eben internationaler Verkehr. Da fahre ich auch über keine Strecke mit einer Spezialregelung.

Herzliche Grüsse
Martin
Weltreisender schrieb:
Zitat:
Das sind allerdings zwei paar Schuhe. In CH ist es so, dass im Binnenverkehr Mwst. an die Eidgenossenschaft zu zahlen ist, im Internationalen Verkehr jedoch nicht. In AT mag dies anders sein.

In .at sind internationale Billette auch mehrwertsteuerfrei für den .at-Abschntt, aber ca. 10 - 20 % teurer. Erst mit zuggebundene Speizalangebote. Bisher war es eher üblich, bei einer internationalen Fahrt ein Ticket zum Inlandstarif bis zur Grenze zu nutzen. In .de gibt es auf den .de-Anteil immer MwSt.

Gruss, Fastrider

Treno Verde statt SWT, QdLT und Ländertickets

! Antwortschreiben vom SVV !

geschrieben von: 38815

Datum: 05.02.20 23:02

Hallo erneut,
ich hatte mich bzgl. des City-Tickets an den SVV gewandt und möchte die Antwort mit Euch teilen:

Zitat

(...)

vielen Dank für Ihre Zusendung.

Ich darf Ihnen zu Ihren Fragen bzgl. einer Kooperation hinsichtlich eines Kombitickets DB Städtereise und Stadtverkehr Salzburg mitteilen, dass die DB Fernverkehrsabteilung bis Dato noch nicht an uns mit einem entsprechenden Wunsch herangetreten ist. Wir bitten um Verständnis, dass bei Angeboten aus dem DB Haustarif die Deutsche Bahn bezüglich einer etwaigen Koooperation poraktiv auf uns zukommen müsste und nicht umgekehrt.

Sollten Sie eine Städtefahrt mit der DB nach Salzburg planen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie Fahrkarten für den Stadtverkehr in fast allen Trafiken in Salzburg günstig im Vorverkauf erwerben können. Zwei Trafiken finden Sie direkt im Bahnhofsgebäude. Ein 24 h Ticket kostet derzeit im Vorverkauf 4,30 Euro im Fahrzeugverkauf 6,20 Euro.

Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen
(...)
Eine, wie ich finde, sehr informative Antwort.

Grüße

Re: ! Antwortschreiben vom SVV !

geschrieben von: kmueller

Datum: 06.02.20 17:12

38815 schrieb:
Hallo erneut,
ich hatte mich bzgl. des City-Tickets an den SVV gewandt und möchte die Antwort mit Euch teilen:

Zitat

(...)

vielen Dank für Ihre Zusendung.

Ich darf Ihnen zu Ihren Fragen bzgl. einer Kooperation hinsichtlich eines Kombitickets DB Städtereise und Stadtverkehr Salzburg mitteilen, dass die DB Fernverkehrsabteilung bis Dato noch nicht an uns mit einem entsprechenden Wunsch herangetreten ist. Wir bitten um Verständnis, dass bei Angeboten aus dem DB Haustarif die Deutsche Bahn bezüglich einer etwaigen Koooperation poraktiv auf uns zukommen müsste und nicht umgekehrt.

Sollten Sie eine Städtefahrt mit der DB nach Salzburg planen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie Fahrkarten für den Stadtverkehr in fast allen Trafiken in Salzburg günstig im Vorverkauf erwerben können. Zwei Trafiken finden Sie direkt im Bahnhofsgebäude. Ein 24 h Ticket kostet derzeit im Vorverkauf 4,30 Euro im Fahrzeugverkauf 6,20 Euro.


Mit freundlichen Grüßen
(...)
Eine, wie ich finde, sehr informative Antwort.
Es fehlt noch der Hinweis, daß man die Salzburger Stadtverkehrstickets zum sofortigen Fahrtantritt auch aus den ÖBB-Automaten im Hbf kriegt. Theoretisch auch aus allen anderen Automaten im Bundesland, aber das hat keinen Sinn, da die Gültigkeit dann ab Kaufzeitpunkt läuft.

Re: ! Antwortschreiben vom SVV !

geschrieben von: Régiolis

Datum: 07.02.20 13:23

kmueller schrieb:
Es fehlt noch der Hinweis, daß man die Salzburger Stadtverkehrstickets zum sofortigen Fahrtantritt auch aus den ÖBB-Automaten im Hbf kriegt. Theoretisch auch aus allen anderen Automaten im Bundesland, aber das hat keinen Sinn, da die Gültigkeit dann ab Kaufzeitpunkt läuft.
Das stimmt so nicht. Es gibt zwar keine Tickets zur Selbstentwertung, aber man kann über die Verbindungsauswahl zu jedem beliebigen Abfahrtszeitpunkt (theoretisch auch für einen anderen Tag) eine Stunden- oder 24 Stunden-Karte lösen.

Re: [DE][AT] Warum gibt es für NL-Verbundsorte kein +City?

geschrieben von: dvis

Datum: 08.02.20 15:29

38815 schrieb:
Ich bedanke mich für die vielen Hinweise.

Hier wird stets hervorgebracht, dass Stadt wie Verbund im Ausland liegen.
Damit reduziere sich die Frage darauf, warum es nicht möglich sei, mit einer ausländischen Stadt, bzw. dem jeweiligen Verbund ein City-Ticket auszuverhandeln.

Vielen Dank
Gruß
Zwar ist NL kein Alpenland, aber es kann sogar noch schlimmer; Aus NRW reichen alle Verbünde bis in NL-Orte, Arnhem, Enschede,Venlo usw. NIE gilt dort ein Verbundsticket von AVV/VRR/Westf. weiter im Stadt im Bus. Nur in Heerlen gibt es eine Sondertarif dafür-wobei wohl mitspielt das dort ARRIVA alles bedient und eine Sonder-EU-Zuschuss Reglung für diese 3 Länderecke gibt. Aber überhaupt sind Bahntickets in NL niemals gülig im Bus-das war früher auch kaum so. Was als eine Einheitsfahrkarte-diese Chipkarte angepriesen wird ist de fakto bloss ein anderer Form des Geld womit mann alles apart zahlt.
Umgekehrt; VVV tarif gilt bis Lindau, wobei Bahnhof-sehr, sehr altmodisch, sogar ziemlich weit innerhalb in DE liegt. Es gibt auch AT-BUSse, die am Stadtrand enden und auch dort gelten die Verbundstickets nicht im Lindauer Stadtbus zur sehr logischer weiterfahrt. Als macht DE ebenso Ausland für AT als umgekerht.
38815 schrieb:
n/t
das trifft zu INTern. fahrten zu. Im Inner-Tiroler Nahverkehr gelten die VVT zonentarife, wie weit die hier ggbfalls noch bis in DE gelten weiss ich so nicht. Wegen diese isolierte Inselstrecke ist hier auch nicht mit viel anderes zu rechnen. Wohl eher eine sehr praktische Lösung-ist mann von rechtstreitende DE meist nicht so gewohnt.
In Sachen MWst-alle Teilstrcken von DE-BUsse in die NL (bis zu 10/12 km, weiter fahren die nciht) sind auch nicht von NL besteuert. Umgekehrt weiss ich nicht ganz genau, denn teils sind einige NL-Buslinien ab Grenze in DE-Verbünde integriert.
dvis schrieb:
38815 schrieb:
Ich bedanke mich für die vielen Hinweise.

Hier wird stets hervorgebracht, dass Stadt wie Verbund im Ausland liegen.
Damit reduziere sich die Frage darauf, warum es nicht möglich sei, mit einer ausländischen Stadt, bzw. dem jeweiligen Verbund ein City-Ticket auszuverhandeln.

Vielen Dank
Gruß
Zwar ist NL kein Alpenland, aber es kann sogar noch schlimmer; Aus NRW reichen alle Verbünde bis in NL-Orte, Arnhem, Enschede,Venlo usw. NIE gilt dort ein Verbundsticket von AVV/VRR/Westf. weiter im Stadt im Bus. Nur in Heerlen gibt es eine Sondertarif dafür-wobei wohl mitspielt das dort ARRIVA alles bedient und eine Sonder-EU-Zuschuss Reglung für diese 3 Länderecke gibt. Aber überhaupt sind Bahntickets in NL niemals gülig im Bus-das war früher auch kaum so. Was als eine Einheitsfahrkarte-diese Chipkarte angepriesen wird ist de fakto bloss ein anderer Form des Geld womit mann alles apart zahlt.
Umgekehrt; VVV tarif gilt bis Lindau, wobei Bahnhof-sehr, sehr altmodisch, sogar ziemlich weit innerhalb in DE liegt. Es gibt auch AT-BUSse, die am Stadtrand enden und auch dort gelten die Verbundstickets nicht im Lindauer Stadtbus zur sehr logischer weiterfahrt. Als macht DE ebenso Ausland für AT als umgekerht.
Das Euregioticket ist dir bekannt?
Übrigens kann man über die ÖBB App so ziemlich alle Stadtverkehrstickets ganz einfach kaufen.

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