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Hallo,

in den "Pinzgauer Nachrichten", einer Beilage der "Salzburger Nachrichten", erschien am 16.01. ein Artikel gezüglich der Untertunnelung von Zell am See mit der Verlegung des Endpunktes der Pinzgauer Lokalbahn in den Ortsteil Schüttorf, hier der Link zum Artikel:

[www.sn.at]

In den "Salzburger Nachrichten" vom 17.01. habe ich noch einen Kommentar dazu gefunden:

[www.sn.at]

MfG

Drewer
Zitat
Der Wegfall der Gleise am Seeufer und auch in Schüttdorf bringe enorme Flächengewinne mit freier Gestaltungsmöglichkeit nach Vorgaben der Gemeinde. Zudem wäre der Lärm, den vor allem Güterzüge erzeugten, weg. Auch die Region profitiere, etwa von der Haltestelle Schüttdorf Süd, über die der Mitter- und Oberpinzgau gut angebunden werden könnten. Die Pinzgaubahn müsste vermutlich in Schüttdorf enden, von dort sollten vermehrt Busse ins Zentrum fahren.

Quelle: [www.sn.at] © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2020

Genau, mehr Busse hat die Pinzgauer Bundesstraße gebraucht. Der Straßenverkehr fließt ja jetzt schon richtig, vor allem während der Touristensaison. Bitte sagt mir dass aus dieser Schnapsidee nichts wird!

Ich bin für eine Verlängerung der Pinzgaubahn auf einem Mehrschienengleis (bis Oberreit) bis Maishofen!
Wer schon meint S21 wäre nur eine Immobilienprojekt, der soll sich mal das hier anschauen. Für die Bahn bringt das absolut gar nichts. Ganz im Gegenteil, die Verlegung des Bahnhofs könnte eine deutliche Verschlechterung für die Erschließung des Ortes bedeuten, dazu müsste man aber erstmal genau wissen wo der Halt Zell am See Süd geplant ist.
Die beiden zusätzlichen Halte sind übrigens kein Argument für das Projekt, die könnte man für einen Bruchteil der Kosten auch so bauen.
Engagierte Bürger? Warum wohl .... Völliger Unsinn so was, der Bahnhof gehört in den Ort und die Pinzgaubahn als Strassenbahn weiter zu führen fände ich gut. Wenn die Pinzgaubahn in Schüttdorf enden würde hätte man nur noch mehr Verkehr und wer steigt dann noch in den Bus um? Man kann dann noch weiterträumen und die Pinzgaubahn über Maishofen nach Saalbach verlängern.
Gruß Yannis

Edit: Textkorrektur



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.01.20 12:29.
Selbst die Grünen vor Ort sind offenbar dafür:
[www.gruen4zell.at]

Ich vertraue aber darauf, dass Bund und Land nicht hunderte Millionen € in ein reines Immobilienprojekt für zell am See stecken werden.
Am Arlberg hat das auch geklappt, wieso sollte es am Zeller See nicht auch klappen, Volksvermögen in Privatvermögen umzuwaschen?
Nein, aber die Herrschaften in Zell am See haben ebenso jeden Bezug zur Realität verloren wie anderswo. So eine Schnapsidee wie die Verlegung eines Bahnhofes unter die Erde in einem Kaff, dass bestenfalls im Winter Saison hat, kann nur gestörten Persönlichkeiten einfallen. Die paar Güterzüge, die nächtens durch Zell fahren, werden ja kaum so störend wirken als die Horden Angesoffener, die sich während der Wintersaison bis zum Morgengrauen in den Gassen von Zell herumtreiben.

LG Heinrich
1050.01 schrieb:
Am Arlberg hat das auch geklappt, wieso sollte es am Zeller See nicht auch klappen, Volksvermögen in Privatvermögen umzuwaschen?
Ich finde es auch schade, dass man den Bahnhof in St Anton verlegt hat, jetzt muss ich weiter mit den Schi zum Lift gehen. Trotzdem hat das Projekt aber der Bahn weit mehr gebracht als der Plan für Zell. Damals wurde die Zweigleisigkeit verlängert und die Geschwindigkeit angehoben, beides fällt in Zell weg, bzw. eine Erhöhung der Geschwindigkeit bringt einfach nichts.
HGM schrieb:
Die paar Güterzüge, die nächtens durch Zell fahren, werden ja kaum so störend wirken als die Horden Angesoffener, die sich während der Wintersaison bis zum Morgengrauen in den Gassen von Zell herumtreiben.
Ganz ehrlich? Da stören andere Urlauber in Zell am See deutlich mehr. Die lehnen Alkohol aus religiösen Gründen ab und fahren meist wie gesengte Säue mit Mietwagen durch die Gegend. Allerdings werfen die richtig mit Geld um sich und sind daher bei den Hoteliers beliebt...

Aber die Bahn aus dem Ortsbild zu nehmen, um die Leute dann mit Bussen zu einem Bahnhof außerhalb zu bringen - was muss man für eine solche Idee geraucht haben?

Zumal zwar der Personenverkehr auf der Giselabahn in den letzten 30 Jahren dichter geworden ist (aber leiser, weil kaum noch klotzgebremste Fahrzeuge unterwegs sind), der Güterverkehr aber deutlich geschrumpft ist. Und das ist spätestens seit Inbetriebnahme der Rosenheimer Kurve Anfang der 1980er Jahre schon so.

Der richtige Weg wäre ein anderer: Autos konsequent aus Zell am See raus. Gerne mit Parkhäusern außerhalb und einer als Stadtbahn verlängerten Pinzgaubahn.
Auch die Idee, die Pinzgaubahn bis Saalbach zu verlängern, hätte Charme.

Grüße aus dem Volmetal
Uwe
http://abload.de/img/bahnhofschildmeinerzhy3qro.jpg
Kann ich dir sagen was die geraucht haben, das gleiche wie der Typ der die Zillertalbahn zuteeren will, Abgase.
HGM schrieb:
Nein, aber die Herrschaften in Zell am See haben ebenso jeden Bezug zur Realität verloren wie anderswo. So eine Schnapsidee wie die Verlegung eines Bahnhofes unter die Erde in einem Kaff, dass bestenfalls im Winter Saison hat, kann nur gestörten Persönlichkeiten einfallen. Die paar Güterzüge, die nächtens durch Zell fahren, werden ja kaum so störend wirken als die Horden Angesoffener, die sich während der Wintersaison bis zum Morgengrauen in den Gassen von Zell herumtreiben.
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich den Plan nicht gut finde und ich nicht glaube, dass den Zellern jemand ausreichend Geld dafür geben wird. Aber die Personen gleich als gestört zu bezeichnen finde ich dann doch etwas übertrieben.
Unabhängig von der Lärmbelästigung ist eine Bahntrasse natürlich ein trennendes Element zwischen Ort und See. Was ich als Anrainer vermutlich auch nicht so toll fände.
In Bregenz und Starnberg mit ähnlicher Situation gibt es dementsprechend ja auch ganz ähnliche Ideen.

Das vorgelegte Projekt verbindet mE hohe Kosten mit deutlicher Verschlechterung für den ÖPNV. Wenn das die Zeller wirklich wollen, sollen sie es selber zahlen.
Dann hätte ich es nur noch 20 km weit bis zum Endpunkt und würde viel häufiger mit der Schmalspurbahn fahren!

Trauriges Vorhaben.

geschrieben von: 38815

Datum: 27.01.20 23:17

Hallo,

Zitat
Der Wegfall der Gleise am Seeufer und auch in Schüttdorf bringe enorme Flächengewinne mit freier Gestaltungsmöglichkeit nach Vorgaben der Gemeinde. Zudem wäre der Lärm, den vor allem Güterzüge erzeugten, weg. Auch die Region profitiere, etwa von der Haltestelle Schüttdorf Süd, über die der Mitter- und Oberpinzgau gut angebunden werden könnten. Die Pinzgaubahn müsste vermutlich in Schüttdorf enden, von dort sollten vermehrt Busse ins Zentrum fahren

Also kurz gesagt. Eine ausgesprochen heftige Verschlimmbesserung der Anbindung und Erreichbarkeit Zells im Schienenverkehr. Es reicht nicht, dass man zumeist in München, Salzburg und nochmal in Schwarzach, bzw. München und Wörgl umsteigen muss, nein, um ins Zentrum zu kommen, von dem die Busse in alle Richtungen abfahren, dann bitte nochmal.

Zitat
Die Idee ist nicht neu, 2011 griff sie der damalige Bürgermeister Hermann Kaufmann (ÖVP) auf, ihm sei klar geworden, wie sehr die Eisenbahn das Leben in der Stadt störe, sagt Leitner

Nein, der Bahnhof gehört in die Stadt und zwar genau so wie er liegt. Stadt, Bahnhof und See, das ist eines. Ist es dem Bürgermeister nicht peinlich, wenn die Fernreisenden aus der Bahn an so einem schäbigen Fleck mitten im Nirgendwo (=Schüttdorf) aussteigen?

Und der viele Autoverkehr, der die Gassen verstopft, stört das Leben in der Stadt überhaupt nicht? Welche Sorgen haben die Zillertaler denn so?

Da schüttelt es einen wirklich.

Gruß
Denen scheint das Geld der bevorzugten Urlaubsklientel wirklich zu Kopf steigen.
Wart ma mal ab bis die nimmer kommen und dann Händeringend nach einheimischer Klientel schreien.

Bis dahin meide ich als Österreicher diese Gegend.
Sie haben ja schon gemerkt, dass es nicht so toll ist wenn die ganzen Holländer dort Zweitwohnungen kaufen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.01.20 21:34.
MrEnglish schrieb:
Sie haben ja schon gemerkt, dass es nicht so toll ist wenn die ganzen Holländer dort Zweitwojnungen kaufen.

Es sind wohl eher die Russen. Nicht umsonst hat Zell am See eine umsteigefreie Verbindung nach Moskau.
kaufhalle schrieb:
Es sind wohl eher die Russen. Nicht umsonst hat Zell am See eine umsteigefreie Verbindung nach Moskau.
Du meinst wer sich in Zell am See eine Zweitwohnung kauft reist mit dem Zug an? Sicher nicht.

Ich hab erst kürzlich einen Bericht darüber gesehen wie die Zweitwohnungsquote umgangen wird, da war explizit die Rede von reichen Holländern
MrEnglish schrieb:
Du meinst wer sich in Zell am See eine Zweitwohnung kauft reist mit dem Zug an? Sicher nicht.
Ich hab erst kürzlich einen Bericht darüber gesehen wie die Zweitwohnungsquote umgangen wird, da war explizit die Rede von reichen Holländern

Was meinst Du denn, wo die mit dem Zug anreisenden Russen übernachten? Meinst Du, das wären Rucksacktouristen?

Die Russen haben schließlich schon halb Kitzbühel aufgekauft.
Wir reden aber von Zell am See, nicht Kitzbühel.

Zwischen Rucksacktouristen und Zweitwohnungsbesitzern gibt es noch einigen Spielraum.