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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hallo,
gerade wieder praktisch erprobt, dass die schnellen Verbindungen Wallis - NRW (konkret Zermatt-Köln) min 3 Umstiege erfordern (neben dem unvermeidlichen Visp dann Bern und Basel oder Basel und Mannheim.

Mit 2x umsteigen wird es min 1h langsamer (EC Interlaken - NRW oder ICE Basel-NRW).

Daneben ist die Unmöglichkeit durchgehender Fahrkarten inkl MGB zu buchen (zumindest online) sehr unattraktiv.

Darf der ICE4 in den Lötschberg Basistunnel? Wenn nein, ist eine Zulassung absehbar?
Denn auf der KRM fährt er jetzt ja deutlich öfter.

Wenn nein, warum werden nicht wenigstens auf die direkten Züge Visp-Basel mit durchgegenden ICE Basel-NRW in Korrespondenz mit kurzen Umsteigezeiten gesetzt?

Liegt das Problem beim Wallis? Desinteresse? Ab Visp geht es alle 30 Min umsteigefrei zum Genfer und 1x pro Stunde zum Züricher Flughafen....

Oder ist man in Deutschland zurückhaltend, warum setzt man lieber auf durchgehende Züge nach Graubünden und Jungfrau Region?


Danke und Gruß Fred



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 10:57.
Hallo

Ohne Hintergrundwissen reicht ein Blick in den Fahrplan um einen Teil der Frage zu beantworten: zur vollen Stunde verkehrt in Bern der IC 8 aus der Ostschweiz bzw Zürich nach Brig, welcher 30 Minuten versetzt zum IC 1 St.Gallen - Zürich - Bern - Genève verkehrt. Damit Direktverbindungen aus dem Wallis nach Deutschland ohne 30 Minuten Standzeit entstehen, bleibt zu dieser Zeit für Züge aus Deutschland eigentlich nur das Ziel Interlaken oder man verkehrt ab Basel gar nicht in Richtung Bern sondern nach Zürich - Chur. Ob langfristig Änderungen im nationalen schweizerischen oder deutschen Fernverkehr geplant sind, welche sich günstiger auf NRW-Wallis auswirken würden, weiss ich nicht. Lassen wir uns überraschen.

Gruss Christian
Per Dezember 2022 wird die Entflechtung Wylerfeld in Betrieb gehen. Damit wird die stündliche Linie IC 8 in zwei je zweistündliche Linien IC 8 und IC 81 gesplittet. Die IC 81-Linie verkehrt dann Romanshorn-Interlaken Ost. Dafür werden in jenen Zeitlagen aus den IC 61 neu IC 6.
Der Ausbau des Lötschberg Basistunnel für einen durchgehenden IC-Halbstundentakt Bern-Brig ist im Bahnausbauschritt STEP 2035 aufgenommen worden und wird dementsprechend in diesem Zeitraum realisiert.

Ob auf die Linie IC 6 ICE durchgebunden werden können, setzt eine LBT-Zulassung für die ICE 4 voraus. Mir sind keine diesbezüglichen Bestrebungen bekannt. Die Zulassung nachzuholen, sollte technisch aber machbar sein. Aktuell konzentriert man sich aber darauf, eine Reihe R-Zulassung für Spiez-Interlaken zu bekommen (aktuell Reihe A mit Vmax 30 km/h, also nicht tauglich für ICE nach Interlaken).

Durchgehende Tickets über Visp hinaus auf die MGB sind seit kurzem wieder online bei der DB lösbar. Zwischen MGB und DB wurden neue Preisstufen und Kontingente ausgehandelt. Vor zwei Jahren hatte die MGB die Zusammenarbeit beendet, weil die DB der MGB zu wenig Geld aus den Erlösen abgab. Nun hat die DB eingelenkt und die MGB wird deutlich stärker entlöhnt (sobald ein Teil der MGB-Strecke Visp-Zermatt mitgebucht wird, ist der Preis augenblicklich um ca. 20 € höher als wenn man nur bis Visp bucht; teilweise käme man mit gestückelten Tickets DB-Sparpreis Deutschland-Visp und SBB-Sparbillett Visp-Zermatt günstiger als wenn man den DB-Sparpreis Deutschland-Zermatt durchgehend löst).

Und Zürcher schreibt man immer ohne i !

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 13:27.
Ja, allerdings bei Ankunft des IC 61 Basel-Interlaken zur Minute 56 und Abfahrt zur Minute 04 (8 Min. Aufenthalt) und bei Ankunft des IC 8 zur Minute 58 und Weiterfahrt zur Minute 06, liegt meineserachtes ein Linientauscher drin.

Ankunft 58 aus Ri ZH und Weiterfahrt 04 Ri Interlaken (6 Minuten Aufenthalt und Fahrtrichtungswechsel) sowie Ankunft 56 aus BS und Weiterfahrt ins Wallis 06 (10 Minuten Aufenthalt und Fahrtrichtungswechsel).

In Gegenrichtung:

Ankunft des IC 8 aus Ri Wallis zur Minute 54 und Weiterfahrt Ri ZH zur Minute 02 sowie
Ankunft des IC 61 aus Ri IO zur Minute 52 und Weiterfahrt RI BS zur Minute 04

liegt auch problemlos ein Linientauscher drin:

Ankunft 52 aus IO und Weiterfahrt nach ZH-Romanshorn um 02 sowie Ankunft 54 aus Ri Wallis und Weiterfahrt Ri Basel 04.

Fahrtrichtungswechsel in Bern in 6 Minuten sehe ich als kein Problem an, solange die Züge pünktlich sind. Voraussetzung ist ein LF-Wechsel und Übergabe via UIC-Leitung. Bei Verspätungen von mehr als 2 Minuten wird das aber in der Tat kritisch. 4 Minuten Fahrtrichtungswechsel, das würde ich sagen, geht bei LF-Wechsel noch. Weniger ist aber kritisch und hat negative Auswirkungen auf den Betriebsablauf. Wechselt der LF aber nicht, sondern der LF muss von einen Ende zum Anderen laufen, dann sind 6 Minuten knapp. Bei Verspätungen holt man nichts auf.

Es kann aber gut sein, dass man zugunsten der Betriebsstabilität auf die Tauscher mit nur 6 Minuten Wendezeit verzichtet. Das wiederum kann ich gut nachvollziehen. Sobald es Verspätungen gibt, gibt es nämlich auch Probleme. Verspätungen gibt es in letzter Zeit mehr.

Herzliche Grüsse
Martin

Fahrkarten DB nach Zermatt online erhältlich

geschrieben von: Dani86

Datum: 13.01.20 17:04

Fred403 schrieb:Zitat:
Daneben ist die Unmöglichkeit durchgehender Fahrkarten inkl MGB zu buchen (zumindest online) sehr unattraktiv.

Eine Testabfrage bei der DB für ein Datum im März führt sowohl zu Spar- als auch Normalpreisen. Das Problem wurde wohl per Fahrplanwechsel wieder rückgängig gemacht.

Edit: Twindexx war schneller und informierte ausführlicher.

Gruss Dani





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.01.20 17:05.

Re: Fahrkarten DB nach Zermatt online erhältlich

geschrieben von: siegfriedp

Datum: 13.01.20 21:03

@Twindexx

Verwechselst du da nicht etwas?
Reihe A ist wohl (ohne jetzt nachgeschaut zu haben) kaum nur 30 km/h Spiez-Interlaken.

Auf Weichen mit 40 km/h Ablenkung darf der ICE 4 nur mit 30 km/h drüber fahren. Dies aber in der ganzen Schweiz.
Weltreisender schrieb:
Es kann aber gut sein, dass man zugunsten der Betriebsstabilität auf die Tauscher mit nur 6 Minuten Wendezeit verzichtet. Das wiederum kann ich gut nachvollziehen. Sobald es Verspätungen gibt, gibt es nämlich auch Probleme. Verspätungen gibt es in letzter Zeit mehr.
Nein, dieser Abtausch ist heute nicht möglich! Es liegt in der Einfahrt Bern ein Abkreuzungskonflikt vor. Dieser verunmöglicht, dass IC 8 zu IC 81 Romanshorn-Interlaken Ost werden können und umgekehrt die IC 61 zu IC 6.

Mit der Inbetriebnahme der Entflechtung Wylerfeld wird dieser Abkreuzungskonflikt aufgelöst. Das wird ab Ende 2022 der Fall sein. Deshalb ist dann ab Fahrplanwechsel Dezember 2022 dieser Abtausch im stündlichen Wechsel auch geplant. In der einen Stunde fahren dann IC 8 und IC 61 wie heute und in der anderen Stunde fahren dann IC 81 und IC 6.


siegfriedp schrieb:
Verwechselst du da nicht etwas?
Reihe A ist wohl (ohne jetzt nachgeschaut zu haben) kaum nur 30 km/h Spiez-Interlaken.
Reihe A UND Vmax 30 km/h.
Die Strecke Spiez-Interlaken hat ein paar spezielle Charakteristika, die von BLS Netz separat zugelassen werden müssen. Lustigerweise hat man das aber erst gemerkt, nachdem man mal einen Tag mit dem Zug auf dem IC 61 unterwegs war.
Da ist man aber dran, ab Sommer sollen die ICE 4 ja auch planmässig nach Interlaken fahren.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.20 13:21.
Zur Ticketfrage: 2014 buchte ich bei der DB einen durchgehenden Fahrschein von St. Moritz bis Plochingen, via Kempten, für wahnsinnige EUR 39,--. Allein der Fahrschein nur auf dem schweizerischen Abschnitt wäre bei der SBB teurer gewesen als hier, in diesem Fall, mein Gesamtpreis.

Billigmacher Lindau-Ulm...

geschrieben von: kmueller

Datum: 14.01.20 18:18

Stupor Mundi schrieb:
Zur Ticketfrage: 2014 buchte ich bei der DB einen durchgehenden Fahrschein von St. Moritz bis Plochingen, via Kempten, für wahnsinnige EUR 39,--. Allein der Fahrschein nur auf dem schweizerischen Abschnitt wäre bei der SBB teurer gewesen als hier, in diesem Fall, mein Gesamtpreis.
Der Abschnitt Lindau-Ulm scheint auch andere internationale Fahrten sehr preiswert zu machen. Ich fuhr letzten Herbst an einem Freitagnachmittag für 29 EUR mit ÖBB-Sparschiene von Vorarlberg nach Mainz incl. ICE Ulm-Mannheim (wenn er es bis Mannheim geschafft hätte). Bei anderen Gelegenheiten (nicht freitags) für 49 EUR von Vorarlberg nach Köln. Achtung: die Sparschienen können preislich von Verbindung zu Verbindung gewaltig schwanken - oder gar nicht verfügbar sein.

Dieselben Touren ab Buchs (via Lindau!) wären jeweils 20-30 EUR teurer gewesen, obwohl der Bf. Buchs tariflich ÖBB-Territorium ist. Es wundert mich deshalb etwas, daß St.Moritz den Preis nicht in gleichem Maß treibt.
Twindexx schrieb:
Ob auf die Linie IC 6 ICE durchgebunden werden können, setzt eine LBT-Zulassung für die ICE 4 voraus. Mir sind keine diesbezüglichen Bestrebungen bekannt. Die Zulassung nachzuholen, sollte technisch aber machbar sein. Aktuell konzentriert man sich aber darauf, eine Reihe R-Zulassung für Spiez-Interlaken zu bekommen (aktuell Reihe A mit Vmax 30 km/h, also nicht tauglich für ICE nach
Der ICE 4 ist für den LBT zugelassen. Zwischen Spiez unf Interlaken gilt Reihe A, Vmax 30km/h nur über ablenkende 40km/h-Weichen in der Schweiz.
Twindexx schrieb:
Die Strecke Spiez-Interlaken hat ein paar spezielle Charakteristika, die von BLS Netz separat zugelassen werden müssen. Lustigerweise hat man das aber erst gemerkt, nachdem man mal einen Tag mit dem Zug auf dem IC 61 unterwegs war.
Da ist man aber dran, ab Sommer sollen die ICE 4 ja auch planmässig nach Interlaken fahren.
Die können sich ruhig Zeit lassen, ICE 1 zu 4 ist ein Abstieg ohne Gleichen. Und Giruno ist leider auch nicht besser - wie Tram fahren mit 200 km/h...

(Gestern dufte ich ja in Bern noch in den ICE wechseln, nachdem der IC2000 in der Ausfahrt verreckt ist... )

MfG

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Hallo,

Twindexx schrieb:
Durchgehende Tickets über Visp hinaus auf die MGB sind seit kurzem wieder online bei der DB lösbar. Zwischen MGB und DB wurden neue Preisstufen und Kontingente ausgehandelt. Vor zwei Jahren hatte die MGB die Zusammenarbeit beendet, weil die DB der MGB zu wenig Geld aus den Erlösen abgab. Nun hat die DB eingelenkt und die MGB wird deutlich stärker entlöhnt (sobald ein Teil der MGB-Strecke Visp-Zermatt mitgebucht wird, ist der Preis augenblicklich um ca. 20 € höher als wenn man nur bis Visp bucht; teilweise käme man mit gestückelten Tickets DB-Sparpreis Deutschland-Visp und SBB-Sparbillett Visp-Zermatt günstiger als wenn man den DB-Sparpreis Deutschland-Zermatt durchgehend löst).
der geschilderte Preissprung lässt sich aktuell nur für Sparpreise mit kurzem deutschen Vorlauf nachbilden (z. B. Freiburg - Visp/Zermatt am 17.6., ab 23:11 Uhr: 24,90/49,90 EUR), bei langen deutschen Vorläufen ist der Aufpreis für die MGB eher marginal (z. B. Köln - Visp/Zermatt am 17.6., ab 23:53 Uhr: 51,90/55,90 EUR). Bei kurzfristigen Reisen mit höherpreisigen Sparpreisen und langem D-Vorlauf beträgt der Preissprung dann bis zu 10 EUR. Interessanterweise ist der Preissprung bei Einsatz einer BahnCard geringer, obwohl das den Preissprung auslösende Element Teil des Auslandsanteils der Fahrkarte ist, der ja bekanntlich nicht mehr durch die BahnCard ermäßigt wird.

Gruß
Thomas
Twindexx schrieb:
Nein, dieser Abtausch ist heute nicht möglich! Es liegt in der Einfahrt Bern ein Abkreuzungskonflikt vor. Dieser verunmöglicht, dass IC 8 zu IC 81 Romanshorn-Interlaken Ost werden können und umgekehrt die IC 61 zu IC 6.

Mit der Inbetriebnahme der Entflechtung Wylerfeld wird dieser Abkreuzungskonflikt aufgelöst. Das wird ab Ende 2022 der Fall sein. Deshalb ist dann ab Fahrplanwechsel Dezember 2022 dieser Abtausch im stündlichen Wechsel auch geplant. In der einen Stunde fahren dann IC 8 und IC 61 wie heute und in der anderen Stunde fahren dann IC 81 und IC 6
Ah so ist das. Danke vielmal für die Aufklärung.

Herzliche Grüsse
Martin