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Re: ? (AT/I) Umstellung DB-ÖBB-EC auf neues Wagenmaterial

geschrieben von: tbk

Datum: 14.11.19 11:22

no-night schrieb:
Rest - insbesondere die geplanten Erweiterungen nach Amsterdam, Kopenhagen, Paris, usw. - wird aus den davon freiwerdenden Wagen gestellt.

Da deutet sich an, dass die Bvcmbz und Bcmz 59-90.0 von umgebauten Bmz ersetzt werden, die wiederum frei werden, wenn die neuen "railjet 2" in betrieb gehen.
Außerdem laufen noch ausschreibungen über die anmietung von wagen .... es bleibt spannend.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.11.19 13:41.
tbk schrieb:
Da deutet sich an, dass die Bvcmbz und Bcmz 59-91.0 von umgebauten Bmz ersetzt werden, die wiederum frei werden, wenn die neuen "railjet 2" in betrieb gehen.
Außerdem laufen noch ausschreibungen über die anmietung von wagen .... es bleibt spannend.

Über diese Umbau wurde schon viel gesprochen, aber weniges getan. Die 59-90 (hast falsch geschrieben) sind eigentlich noch immer zu gut gepflegt, um davon so rasch loszuwerden. Auf der Ausscheidungsliste sehe ich lieber die Doppelstockler höher stehend.

Anmietung ist eine komplette Sackgasse, insbesondere wenn es für Markterweiterung verwendet werden sollte. Es gibt keine geeignete Wagen, die für so'was verwendet werden könnten, insbesondere bei Schlafwagen... und das wäre ohnehin nur eine Überbrückung bis zu Inbetriebnahme der neuen nightjets, wenn manche Bahnen an sofortige Wiedereinführung der Nachtzüge denken sollten. (Lieber für solche Randgeschäfte wie Schweden.) Wenn jedoch die Fertigung der neuen Einheiten schon genug fortgeschritten ist (denn Planung seitens Besteller und Hersteller nicht wenig zeitberaubender ist, als Vergabe, Fertigung und Zulassung), sei das einfacher, eine Nachbestellung für Einzelfahrzeuge zu machen...
tbk schrieb:
Wenn ich die verbindung Graz - Feldkirch nehme: Wegen fahrtrichtungswechsel in Bruck an der Mur wäre es besser, die autotransportwagen zwischen lok und zug einzuwickeln,
Welche Autowagen haben denn eine Wendezugsteuerung und durchgehende Heizleitung?
Ich verstehe nur Bahnhof schrieb:
tbk schrieb:
Wenn ich die verbindung Graz - Feldkirch nehme: Wegen fahrtrichtungswechsel in Bruck an der Mur wäre es besser, die autotransportwagen zwischen lok und zug einzuwickeln,
Welche Autowagen haben denn eine Wendezugsteuerung und durchgehende Heizleitung?
Alle. :-)

Aber Graz-Feldkirch hat über Koralmbahn Zukunft, und wird auch später mit anderen Wagengruppen - ob Zagreb oder Wien, das schon Nebensache - vereinigt.
Es wäre zu begrüßen, wenn die Nightjets als Wendezüge verkehren würden, dann würden sie nicht mehr - wie bislang - nachts so oft ohne Stromversorgung sein. Im Sommer ist es oft unerträglich, wenn z.B. der NJ 294 (Roma - München) zuerst in Firenze, später in Tarvisio und dann kurze Zeit danach wieder in Villach ohne Klimaanlage steht. Die Lokwechsel dauern z.T. 20 - 30 Minuten. Da "brät" man, und oft lassen sich nicht einmal die Fenster öffnen. Wenn die Lok am Zug bliebe, würden diese Probleme entfallen bzw. reduziert. Überdies gibt es gerade bei diesem Zug oft Probleme mit den Klimaanlagen, die das ÖBB-Personal auf die mangelnde Kompatibilität der Trenitalia-Loks mit den ÖBB-Wagen zurückführt. Sollte es also passende ÖBB-Loks geben, wäre das ein Qualitätsschub.

Re: ? (AT/I) Umstellung DB-ÖBB-EC auf neues Wagenmaterial

geschrieben von: tbk

Datum: 14.11.19 18:44

no-night schrieb:
Die 59-90 sind eigentlich noch immer zu gut gepflegt, um davon so rasch loszuwerden.

Ob alt oder neu, fahrgäste erwarten gut gepflegte wagen, selbst wenn diese bald ausscheiden. Die ÖBB haben das nicht immer beherzigt, so waren die 4030 beispielsweise in den letzten jahren ihres einsatzes in sehr schlechtem zustand und wurden nicht mehr gepflegt, kann ich mich erinnern.
Erinnern wir uns, ein wagen dieser bauart erlitt bei einem rangierunfall in Salzburg als einziger totalschaden. Unter den ÖBB-wagen sind sie relativ wenig crashfest.

Zitat:
Anmietung ist eine komplette Sackgasse, insbesondere wenn es für Markterweiterung verwendet werden sollte.

Wenn sich die markterweiterung nach der nachfrage richtet und nicht nur nach der liefermöglichkeit der schienenfahrzeugindustrie, dann ist anmietung - vorausgesetzt es gibt passende mietwagen - eine geeignete überbrückungsmaßnahme.
Im übrigen bin ich der ansicht, dass feste wendezüge nicht für alle nightjet-läufe ideal sind und es auch frei kuppelbare einzelwagen braucht. Schon die führung von zwei kurswagengruppen und autotransportwagen wird mit den wendezügen nicht gehen.


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MrEnglish schrieb:
Kann man denn irgendwo nachlesen was da genau gefordert wird? Vorzugsweise nicht auf Italienisch?
Decreto del Ministero delle infrastrutture e dei trasporti 28 ottobre 2005
Sicurezza nelle gallerie ferroviarie.
(pubblicato nella Gazzetta Ufficiale n. 83 dell’8 aprile 2006 - suppl. ord. n. 89)
+ die gesamten Updates auf dieses Gesetzespaket durch die jeweils aktuellen EU-Regelungen

Seitenweise geht es um die Tunnel, die Ausführungen für das Rollmaterial sind relativ kurz:
Es gelten die jeweils aktuellen EN-Normen und zusätzlich gilt für alle Züge:
1.: Brandschutz durch Verwendung entsprechender Materialien
2.: Vorhandensein eines automatischen Brandmelders
3.: Vorhandensein eines Alarmgebers
4.: Notbremsüberbrückung
5.: Züge müssen im Brandfall mit mindestens 80km/h weiterfahren können
6.: tragbare Feuerlöscher an Bord
7.: Ortsfeste Löschanlagen an Bord
8.: Zentrale Abschaltung der Klimaanlage
9.: Notbeleuchtung
10.: Jeder Zug braucht mindestens einen Erste-Hilfe-Koffer
trittbrettmitfahrer schrieb:
MrEnglish schrieb:
Kann man denn irgendwo nachlesen was da genau gefordert wird? Vorzugsweise nicht auf Italienisch?
Decreto del Ministero delle infrastrutture e dei trasporti 28 ottobre 2005
Sicurezza nelle gallerie ferroviarie.
(pubblicato nella Gazzetta Ufficiale n. 83 dell’8 aprile 2006 - suppl. ord. n. 89)
+ die gesamten Updates auf dieses Gesetzespaket durch die jeweils aktuellen EU-Regelungen

Seitenweise geht es um die Tunnel, die Ausführungen für das Rollmaterial sind relativ kurz:
Es gelten die jeweils aktuellen EN-Normen und zusätzlich gilt für alle Züge:
1.: Brandschutz durch Verwendung entsprechender Materialien
2.: Vorhandensein eines automatischen Brandmelders
3.: Vorhandensein eines Alarmgebers
4.: Notbremsüberbrückung
5.: Züge müssen im Brandfall mit mindestens 80km/h weiterfahren können
6.: tragbare Feuerlöscher an Bord
7.: Ortsfeste Löschanlagen an Bord
8.: Zentrale Abschaltung der Klimaanlage
9.: Notbeleuchtung
10.: Jeder Zug braucht mindestens einen Erste-Hilfe-Koffer
Moin,

mich wundert, dass die EU im Zeitalter der Interoperabilität und der Harmonisierung der Eisenbahn-Sicherheitsvorschriften den Italienern das durchgehen lässt. Diese EU-weit einmaligen Bestimmungen sind wohl unverhältnismäßig und europarechtswidrig.

Lg RhB WR 3811

Re: ? (AT/I) Umstellung DB-ÖBB-EC auf neues Wagenmaterial

geschrieben von: J-C

Datum: 15.11.19 07:15

Also ich finde, solche Vorschriften sollten gleich in ganz Europa Anwendung finden. Würde gewiss die Sicherheit erhöhen...

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
trittbrettmitfahrer schrieb:

Decreto del Ministero delle infrastrutture e dei trasporti 28 ottobre 2005
Sicurezza nelle gallerie ferroviarie.
(pubblicato nella Gazzetta Ufficiale n. 83 dell’8 aprile 2006 - suppl. ord. n. 89)
+ die gesamten Updates auf dieses Gesetzespaket durch die jeweils aktuellen EU-Regelungen

Seitenweise geht es um die Tunnel, die Ausführungen für das Rollmaterial sind relativ kurz:
Es gelten die jeweils aktuellen EN-Normen und zusätzlich gilt für alle Züge:
1.: Brandschutz durch Verwendung entsprechender Materialien
2.: Vorhandensein eines automatischen Brandmelders
3.: Vorhandensein eines Alarmgebers
4.: Notbremsüberbrückung
5.: Züge müssen im Brandfall mit mindestens 80km/h weiterfahren können
6.: tragbare Feuerlöscher an Bord
7.: Ortsfeste Löschanlagen an Bord
8.: Zentrale Abschaltung der Klimaanlage
9.: Notbeleuchtung
10.: Jeder Zug braucht mindestens einen Erste-Hilfe-Koffer
Vielen Dank. Ich hab mir das Dokument mal von Google übersetzen lassen (mangels Italienischkenntnissen) und das liest sich durchaus so, dass die alten Wagen der ÖBB das nicht erfüllen. Was ich leider nirgends finde ist der Stichtag im April 2021, so wie ich das lese müsste das ja eigentlich jetzt schon gelten. Aber das kann ja nicht sein, die Fahrzeuge fahren ja noch in Italien.
Art. 3 Abs. 7 & Abs. 8 des Dekrets aus dem Jahr 2005 regeln, dass Neubaufahrzeuge ab dem 5. Jahr nach Inkrafttreten, bestehende Fahrzeuge ab dem 15. Jahr den Normen angepasst sein müssen.
Die offizielle Kundmachung findet man hier: Gazzetta Ufficiale

Zitat
7. Le imprese ferroviarie mettono in servizio, a partire dal 5°
anno della entrata in vigore del presente decreto, materiale rotabile
di nuova costruzione, rispondente a criteri di sicurezza di cui
all'Allegato II.
8. In occasione della ristrutturazione del materiale rotabile in
esercizio, tutti i componenti sostituiti e integrativi devono
rispettare i criteri di sicurezza di cui all'Allegato II. Comunque
entro 15 anni dall'entrata in vigore del presente decreto tutto il
materiale rotabile circolante sulle infrastrutture ferroviarie di cui
al precedente art. 2 deve rispettare i criteri di sicurezza di cui
all'Allegato II.


Re: ? (AT/I) Umstellung DB-ÖBB-EC auf neues Wagenmaterial

geschrieben von: Avala

Datum: 15.11.19 15:27

Zitat
Also ich finde, solche Vorschriften sollten gleich in ganz Europa Anwendung finden. Würde gewiss die Sicherheit erhöhen...
Es brennen ja andauernd Schienenfahrzeuge während der Fahrt ab...

Zwar ganz anderes Thema, aber hier ist das Problem der ständig verschärfenden Sicherheitsvorschriften auch gut erläutert: [wien.orf.at]
Avala schrieb:
Zitat
Also ich finde, solche Vorschriften sollten gleich in ganz Europa Anwendung finden. Würde gewiss die Sicherheit erhöhen...
Es brennen ja andauernd Schienenfahrzeuge während der Fahrt ab...

Zwar ganz anderes Thema, aber hier ist das Problem der ständig verschärfenden Sicherheitsvorschriften auch gut erläutert: [wien.orf.at]
Eigentlich sollte das ja bekannt sein, aber trotzdem nochmal die Hinweise:

ICE Brand
Centralbahn Brand
MRB Brand
RhB WR 3811 schrieb:
mich wundert, dass die EU im Zeitalter der Interoperabilität und der Harmonisierung der Eisenbahn-Sicherheitsvorschriften den Italienern das durchgehen lässt. Diese EU-weit einmaligen Bestimmungen sind wohl unverhältnismäßig und europarechtswidrig.
Diese Bestimmungen sind direkte Ableitungen aus den Anforderungen der EU, übersetzt in einen nationalen Katalog an Vorschriften.

Die EU fordert, ein Löschsystem bei Tunnelfahrten bereitzuhalten. Die EU macht keine Vorschrift, ob dieses im Tunnel oder in den Zügen installiert wird.
Nach einer sicherheitstechnischen und einer betriebswirtschaftlichen Abwägung kam man in Italien zu dem Schluss: Sprinkler in Zügen ist vorteilhafter. Also resultiert daraus die gesetzliche Regelung: Sprinkleranlage im Zug.
Gleichzeitig gab es für alle Marktteilnehmer mehr als genug Zeit, sich darauf vorzubereiten.

[www.youtube.com]
Und trotzdem schafft man es nicht rechtzeitig für alle Züge Ersatz zu beschaffen. Jetzt kann man natürlich dem Hersteller die Schuld geben, aber vielleicht sollte sich das EVU auch an die eigene Nase fassen. Wenn die Fahrzeuge so bestellt werden, dass sie gerade noch rechtzeitig kommen, dann sollte man sich bei der aktuellen Liefersituation, ganz besonders bei diesem Hersteller, nicht wundern wenn es schief geht.
MrEnglish schrieb:
Zitat:
Und wie viele wurden dadurch verletzt? Da dürften PKW vielleicht noch 10 km/h fahren.


MrEnglish schrieb:
Warum? An einen Railjet kann man auch Autowagen anhängen. man kann die Autowagen ja zwischen Lok und Wagen hängen, wird ja teilweise schon gemacht.
Zwischen Railjet und zugehöriger Lok darf kein anderer Wagen sein.
Wenn man in beiden Fahrtrichtungen fahren möchte, dann müssen auch die Loks "außen" stehen. Somit Lok + Railjet + Zusatzwagen + Lok.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.11.19 14:23.

Re: ? (AT/I) Umstellung DB-ÖBB-EC auf neues Wagenmaterial

geschrieben von: Avala

Datum: 19.11.19 14:35

Zitat

Und wie viele wurden dadurch verletzt? Da dürften PKW vielleicht noch 10 km/h fahren.

Das ist genau der Unterschied - im Straßenverkehr werden Tote und Verletzte in hoher Zahl einfach akzeptiert; in anderen Bereichen wird "absolute" Sicherheit gefordert.

Re: ? (AT/I) Umstellung DB-ÖBB-EC auf neues Wagenmaterial

geschrieben von: tbk

Datum: 19.11.19 15:38

2095_010 schrieb:
Zwischen Railjet und zugehöriger Lok darf kein anderer Wagen sein.

Mit welcher begründung?


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
tbk schrieb:
2095_010 schrieb:
Zwischen Railjet und zugehöriger Lok darf kein anderer Wagen sein.
Mit welcher begründung?
WTB, aber eigentlich sollte es ja möglich sein den auch in Autowagen zu verlegen wenn das sinnvoll wäre.
Avala schrieb:

Das ist genau der Unterschied - im Straßenverkehr werden Tote und Verletzte in hoher Zahl einfach akzeptiert; in anderen Bereichen wird "absolute" Sicherheit gefordert.
Das stimmt so nicht ganz. Ja, im System Straßenverkehr werden durchaus hohe Opferzahlen akzeptiert, aber das fließt dann z.B. in die Bewertung von Bahnprojekten ein. Die vermiedenen Toten werden prognostiziert und landen dann auf der Nutzenseite.

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