DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Zur besseren Übersicht und für die Suche: Bitte Länderkennzeichen nach ISO 3166 Alpha-2 in [eckigen Klammern] verwenden!

[AT] Westbahn - neue Stadler Kiss

geschrieben von: chnookie

Datum: 31.10.19 10:17

"Großauftrag der Westbahn: Stadler setzt sich gegen CRRC durch"
[industriemagazin.at]

Waren die letzten Züge auch geleast?

Der letzte Absatz ist doch im Prinzip vollkommener Blödsinn - da fragt man sich wie der/die Journalist/in auf so was kommt.

Re: [AT] Westbahn - neue Stadler Kiss

geschrieben von: Twindexx

Datum: 31.10.19 16:13

chnookie schrieb:
Der letzte Absatz ist doch im Prinzip vollkommener Blödsinn - da fragt man sich wie der/die Journalist/in auf so was kommt.
Der letzte Absatz:

Da die Westbahn-Züge der ersten Generation noch keine Zulassung für Deutschland haben und die zweite Generation ein Upgrade von 160 auf 200 Kilometer pro Stunde erhalten soll, übernehme Stadler für die an die DB verkauften 17 Züge auch den Umbau und die Zulassung für Deutschland.

ist in jeglicher Hinsicht korrekt. Keine Ahnung, wo du da einen Blödsinn erkennen willst? Der Satz ist so 1:1 aus der Stadler-eigenen Meldung übernommen. Das hat Stadler also selbst so verfasst.


-> Die sieben Westbahn-Kiss der ersten Lieferserie hatten noch nie eine Deutschlandzulassung. Die zehn Züge der zweiten Lieferserie haben eine Deutschlandzulassung für vmax 160 km/h.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.19 16:15.

Re: [AT] Westbahn - neue Stadler Kiss

geschrieben von: chnookie

Datum: 31.10.19 21:18

Ah - wieder was gelernt.
Danke für die Klarstellung.

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: Cuneo56

Datum: 31.10.19 22:38

Es wird hier gemeldet dass die erste Triebzuge der Westbahn nie eine D zulassung hatten.
Aber die erste zeit fuhren die Westbahn züge doch von Wien kommend uber Salzburg hinaus nach Freilassing.
Wie war denn dass moglich ohne D zulassung?

Ciao.

Re: [AT] Westbahn - neue Stadler Kiss

geschrieben von: Brennersee

Datum: 31.10.19 23:36

Servus.

Warum in D nur 160 km/h?

Grüße vom Brennersee http://up.picr.de/30448216zl.jpg





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.19 23:38.

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 01.11.19 07:51

Cuneo56 schrieb:
Wie war denn dass moglich ohne D zulassung?
Genau gleich wie deutsche Fahrzeuge nach Salzburg Hbf kommen ohne eine Österreich-Zulassung zu haben. Das Abkommen im Grenzbereich Salzburg-Freilassing gilt in beide Richtungen.

Brennersee schrieb:
Warum in D nur 160 km/h?
In der Nähe von Österreich gibts ja keine 200km/h-Strecke und ausser nach München oder Innsbruck hatte die Westbahn erstmal nicht vor, zu fahren.

Es liegt dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit an der Frontscheibe. Weil es in Deutschland Wagen gibt, bei denen man bei 200 km/h das Fenster aufreissen und potenziell Gegenstände rauswerfen kann, sind in Deutschland die Anforderungen an Frontscheiben höher, was Kollisionen mit Gegenständen anbelangt. Das sind immerhin Begegnungsgeschwindigkeiten von 400 km/h, die in Österreich oder der Schweiz einfach nicht erreicht werden können.

Wenn nun der 200 km/h schnelle Westbahnzug mit einem 160 km/h schnellen Gegenstand aus einem kreuzenden Zug kollidiert, dann beträgt die Begegnungsgeschwindigkeit 360 km/h. Bei einem 200 km/h schnellen Bimz, der einen Westbahnzug kreuzt, bleiben dann für den Westbahnzug bei 360 km/h Begegnungsgeschwindigkeit nur noch vmax 160 km/h übrig.

Und der grösste Brocken nach dem Tausch der Frontscheibe wird dann die ganze Bürokratie mit EBA und DB Netz für die Zulassung in Deutschland mit vmax 200 km/h sein. Da müssen dann ja einige Nachweise neu erbracht und eingereicht werden. Solang stehen die Westbahnzüge im öffentlich zugänglichen Zugbildungsplan der DB (als IC-E) auch weiterhin mit vmax 160 km/h drin.

Mal sehen, ob der Umbau der Scheibe parallel zum Umbau der Inneneinrichtung und der Anpassung des Aussenlacks erfolgt. Ich vermute es mal und es wäre ja auch logisch, das in einem Schritt zu erledigen.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: 2143005

Datum: 01.11.19 09:02

Twindexx schrieb:
Cuneo56 schrieb:
Wie war denn dass moglich ohne D zulassung?
Genau gleich wie deutsche Fahrzeuge nach Salzburg Hbf kommen ohne eine Österreich-Zulassung zu haben. Das Abkommen im Grenzbereich Salzburg-Freilassing gilt in beide Richtungen.
Das stimmt definitiv nicht - Grenzbahnhof ist Salzburg und nicht Freilassing! Aus diesem Grund mussten bei der Verlängerung der Mattigtalzüge nach Freilassing auch DB Fahrzeuge angemietet werden, weil die ÖBB 5047 keine Zulassung in Deutschland haben.

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 01.11.19 09:49

2143005 schrieb:
Das stimmt definitiv nicht - Grenzbahnhof ist Salzburg und nicht Freilassing! Aus diesem Grund mussten bei der Verlängerung der Mattigtalzüge nach Freilassing auch DB Fahrzeuge angemietet werden, weil die ÖBB 5047 keine Zulassung in Deutschland haben.
Quatsch, die DB-Fahrzeuge hat es gebraucht, weil die 5047 keine PZB 90 haben und nicht wegen der Zulassung. In Österreich zugelassene Fahrzeuge brauchen noch immer keine Deutschlandzulassung, um nach Freilassing fahren zu können! Aber eine PZB 90 in den Fahrzeugen ist auf der Strecke Salzburg-Freilassing trotzdem nötig.
Die Westbahn-Kiss der ersten Lieferserie, die nach Freilassing fuhren, hatten entsprechend nie eine Deutschlandzulassung; aber sie haben PZB 90.

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.11.19 09:51.

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: Provodnik

Datum: 01.11.19 11:01

Twindexx schrieb:
Zitat:
Es liegt dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit an der Frontscheibe. Weil es in Deutschland Wagen gibt, bei denen man bei 200 km/h das Fenster aufreissen und potenziell Gegenstände rauswerfen kann, sind in Deutschland die Anforderungen an Frontscheiben höher, was Kollisionen mit Gegenständen anbelangt. Das sind immerhin Begegnungsgeschwindigkeiten von 400 km/h, die in Österreich oder der Schweiz einfach nicht erreicht werden können.

Liegt es tatsächlich an den Wagen mit öffenbaren Fenstern? Das sind nämlich RIC-Wagen, die könnten auch auf 200 km/h-Strecken ausserhalb Deutschlands auftauchen, zB zwischen Wien und Attnang-Puchheim. Planmässig tun sie es nicht, aber rein von ohrer Zulassung könnten sie.


Provodnik

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: Twindexx

Datum: 01.11.19 13:27

Provodnik schrieb:
Liegt es tatsächlich an den Wagen mit öffenbaren Fenstern? Das sind nämlich RIC-Wagen, die könnten auch auf 200 km/h-Strecken ausserhalb Deutschlands auftauchen, zB zwischen Wien und Attnang-Puchheim. Planmässig tun sie es nicht, aber rein von ohrer Zulassung könnten sie.
Könnten schon, man hat das jedoch offenbar nicht in den Zulassungsrichtlinien abgebildet. In der Risikobewertung ist der Fall auch innerhalb Deutschlands höher zu gewichten, wo solche Zugsbegegnungen alltäglich waren. In Deutschland hat man tatsächlich wegen der öffenbaren Fenster die Anforderungen an die Frontscheiben höher angesetzt als beispielsweise in Österreich (oder auch in der Schweiz).

https://abload.de/img/rabde502006_90prbqk0.jpg

Was muss für 200 km/h getan werden?

geschrieben von: tbk

Datum: 01.11.19 13:53

Twindexx schrieb:

Es liegt dann mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit an der Frontscheibe. Weil es in Deutschland Wagen gibt, bei denen man bei 200 km/h das Fenster aufreissen und potenziell Gegenstände rauswerfen kann, sind in Deutschland die Anforderungen an Frontscheiben höher, was Kollisionen mit Gegenständen anbelangt. Das sind immerhin Begegnungsgeschwindigkeiten von 400 km/h, die in Österreich oder der Schweiz einfach nicht erreicht werden können.

Die frontscheiben aller Westbahnzüge der ersten serie wurden bereits umgebaut und entsprechen jetzt der zweiten serie: Sie sind etwas schmaler und aus stabilerem glas.

Allerdings könnte es sich auch um die türen handeln. Druckdichtigkeit (also gleichbleibender innenraumdruck bei schwankungen des außendrucks) ist zwar nicht gefordert, aber die türen sollten druckstöße zumindest aushalten, ohne sich aus der verankerung zu lösen. Die einteiligen türen der zweiten serie erfüllen die voraussetzungen bereits.

Öffnungsfähige fenster bei relativgeschwindigkeit 400 bzw. 430 km/h gibt es übrigens auch in Österreich, die Bvcmbz (nightjet) haben nach wie vor übersetzfenster und sind für 200 zugelassen.


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.11.19 13:55.

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: Cuneo56

Datum: 01.11.19 15:22

Danke fur die Antwort:

Zitat

Genau gleich wie deutsche Fahrzeuge nach Salzburg Hbf kommen ohne eine Österreich-Zulassung zu haben. Das Abkommen im Grenzbereich Salzburg-Freilassing gilt in beide Richtungen.


Ich wundere mich nur dass dieses abkommen nach alle änderungen in die ( Europische ) regelungen noch immer gilt.

Hier in NL war dass bis etwa der Jahrtausend wende auch so einfach möglich auf die grenzstrecken, seitdem mussen alle neue Fahrzeuge eine zulassung haben , sei es auch nur beschränkt auf die grenzstrecke.
( Die Eurobahn z.b. durfte mit Ihrem Flirts anfangs gar nicht und dan zuerst nur solo mit den vierteiler nach Venlo fahren, zulassung fur doppeltraction und die funfteiler kam dan erst später , oder denke an den fall dass die OBB vergessen hatten die zulassung fur die 1144 zu beantragen um nach Tarvisio zu fahren)

Aber gut zu wissen dass es Zwischen D und A noch mit etwas weniger burocratie geht!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.11.19 16:06.

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: J-C

Datum: 01.11.19 16:19

In Österreich gibt es Strecken, die auf 230 zugelassen sind und diese Geschwindigkeit wird auch gefahren. Auf selben Strecken fahren nicht nur Railjets und KISS, sondern auch öfters klassische Reisezüge mit Klappfenstern zur Notbelüftung. Und sonst halt bei Nachtzügen auch mal Übersetzfenster. Ich sehe nicht wirklich den Unterschied.

Im Übrigen haben wir auch so Tunnels, wo sich Hochgeschwindigkeitszüge und Güterzüge begegnen können. Ich weiß, verrückt.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.11.19 16:21.

Re: [AT] ? Wie kamen die den nach Freilassing?

geschrieben von: kami

Datum: 01.11.19 17:01

Twindexx schrieb:
Weil es in Deutschland Wagen gibt, bei denen man bei 200 km/h das Fenster aufreissen und potenziell Gegenstände rauswerfen kann, sind in Deutschland die Anforderungen an Frontscheiben höher, was Kollisionen mit Gegenständen anbelangt.
Welche Wagen sollten das sein, für die 200 km/h und öffnungsfähige Fenster zutrifft und die nicht nach/in Österreich verkehren dürfen? Hatten die Bimz oder Bomz 236 irgendwelche Einschränkungen im Netz der ÖBB, um die Begegnungsgeschwindigkeit unter 400 km/h zu halten. Oder sind die (Sicherheits)Anforderungen in AT tatsächlich etwas lockerer?

J-C schrieb:
Im Übrigen haben wir auch so Tunnels, wo sich Hochgeschwindigkeitszüge und Güterzüge begegnen können. Ich weiß, verrückt.

Wer ist denn "wir"? Deine deutsche oder deine tschechische Identität?

Die Begegnung eines GZ mit lose verpackter Ladung mit einem Staubsauger aka RJ löst bei Infra immer Begeisterung aus. Entweder bei demjeinigen, der unter schweren Arbeitsschutz (Staub etc.) die Dreckecken händisch reinigen darf oder ob des zu erwartenden Feuerchens, wenn sich das Gemisch aus Hackschnitzel, Kohlestaub, ... mal wieder entzündet. Oder beim "Dispachter", der sich freut, FV und GV (mind. einer außerhalb seiner geplanten Zeit) passende Trassen zu geben, ohne beide weiter zu verspäten. Schwachfug, am Tag mögliche FV-Trassen für 200/230 km/h mit langsamen Zügen zu belegen. Die Trennung in D hat nicht nur Nachteile!