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Auch die SBB hat Probleme

geschrieben von: Lukas d. Lokomotivführer

Datum: 29.10.19 11:02

Nicht nur die DB hat Probleme, auch die oft so gelobten SBB.
Das Schweizer TV hat ein Statement veröffentlicht.

Re: Auch die SBB hat Probleme

geschrieben von: Christof 421

Datum: 29.10.19 13:01

Die SBB hat einen CEO importiert, der beim Mehdorn gelernt hat und bereits die S-Bahn in Berlin ruiniert hat.
Und genau das hat er mit der SBB gemacht, bevor er endlich 2020 das angerichtete Chaos verlässt und abtritt.
Dieser CEO hat mehrfach beim Personal umorganisiert, an Wartung, Wartungspersonal gespart, an Ausbildung von Personal trotz anstehender Pensionierungswelle gespart, an Fahrzeugen gespart, keinerlei Reserven mehr vorhanden.
Kommt noch dazu, dass sie von Bombardier Schrott gekauft haben, der seit 2013 eingesetzt werden sollte und heute noch nicht wegen Unzuverlässigkeit für die ihm angedachten Aufgaben eingesetzt werden kann.

Jetzt suchen sie einen CEO, der näher beim täglichen Geschäft, dem Personal und den zahlenden Kunden angesiedelt ist.
Aber diese Probleme werden die SBB noch eine Zeit lang beschäftigen, die kann man nicht von heute auf morgen abstellen.

Gruss aus Südbaden
Christof 421

Re: Auch die SBB hat Probleme

geschrieben von: bollisee

Datum: 29.10.19 13:16

Christof 421 schrieb:
Die SBB hat einen CEO importiert, der beim Mehdorn gelernt hat und bereits die S-Bahn in Berlin ruiniert hat.
Tja. Waibel hat die Infrastruktur ruiniert, aber die SBB nicht klein gekriegt. Dazu braucht es halt einen waschechten Mehdornjünger. Stilecht als CEO bezeichnet...

Re: Auch die SBB hat Probleme

geschrieben von: schmalspur17

Datum: 30.10.19 07:46

Dieses Thema wurde schon mal eröffnet. Und die üblichen Verdächtigen beginnen beim Thema SBB auch schon wieder mit ihren Polemiken wegen der Firmenleitung...

Re: Auch die SBB hat Probleme

geschrieben von: e32

Datum: 31.10.19 10:27

bollisee schrieb:
Tja. Waibel hat die Infrastruktur ruiniert, aber die SBB nicht klein gekriegt. Dazu braucht es halt einen waschechten Mehdornjünger. Stilecht als CEO bezeichnet...

Genau, Weibel hat überall angefangen zu sparen. Auch der grosse Personalabbau fing bei ihm an!
Er hat die ungerechtfertigten Personalbeurteilungen, oder sollen wir sagen, "Personalverurteilungen" eingeführt!
Hat fähige Chefs in der Gütersparte entlassen und einen Parteispezi (Nordmann) als Güterchef eingesetzt.
Was unter Nordmann geschah, eindach unbeschreiblich!
Weibel konnte sich aber, im Gegensatz zu Meyer, in der Presse, resp. der Bevölkerung viel besser ins Licht setzen. und sich gut verkaufen.
Eigentlich fuhr Meyer nur die (Miss) Ernte von Weibel ein.

Re: Auch die SBB hat Probleme

geschrieben von: Urs Nötzli

Datum: 03.11.19 12:16

e32 schrieb:
bollisee schrieb:
Tja. Waibel hat die Infrastruktur ruiniert, aber die SBB nicht klein gekriegt. Dazu braucht es halt einen waschechten Mehdornjünger. Stilecht als CEO bezeichnet...

Genau, Weibel hat überall angefangen zu sparen. Auch der grosse Personalabbau fing bei ihm an!
Er hat die ungerechtfertigten Personalbeurteilungen, oder sollen wir sagen, "Personalverurteilungen" eingeführt!
Hat fähige Chefs in der Gütersparte entlassen und einen Parteispezi (Nordmann) als Güterchef eingesetzt.
Was unter Nordmann geschah, eindach unbeschreiblich!
Weibel konnte sich aber, im Gegensatz zu Meyer, in der Presse, resp. der Bevölkerung viel besser ins Licht setzen. und sich gut verkaufen.
Eigentlich fuhr Meyer nur die (Miss) Ernte von Weibel ein.
Somit soll Meyer alles richtg gemacht haben? Pardon - sicher musste schon Weibel sparen, aber nur schon den Draht zum Personal motivierte das Personal, im Gegensatz zu Meyer.
In der heutigen Sonntagszeitung des TA-Verlags darf man eine "Abrechnung" mit Meyer lesen. Eine möglichst baldige Ablösung sei notwendig, was selbst in den Kantonen in Sachen Fahrplan so rüberkommt. Das BAV strich alle die von Meyer gewünschten Möglichkeiten resolut, auch die SBB müsse sich an die Vorgaben halten! "Abgesägte Hosen" - nennt sich das!

Habe gestern an einem LF-Anlass eine Folie gesehen, wo der "durchschnittliche" Lokführerbedarf aufgeführt wurde. Es war nicht mal der volle Betrieb gedeckt, ganz vernachlässigt wurde der Event-/Extrazugsverkehr und der Baustellenverkehr. Dies ist aber seit Jahren bekannt, schon 2014 wurde die SBB durch die vier Verbände darauf aufmerksam gemacht - darauf wurde überhaupt nicht eingegangen! Und schon damals war wohl Meyer genug lang im Unternehmen leitend tätig! Das Personal bei dieser systemwichtigen Personalkategorie hat aber schon seit Jahrzeuhten darauf aufmerksam gemacht, dass geburtenstarke Jahrgänge ins Pensionsalter kommen würden und man die möglichst rechtzeitig ausgleichen müsse!

Als Hammer betrachte ich die Aufforderung an das Lokpersonal mehr Streckenkennisse zu erhalten und um im P-Verkehr auch neue Fahrzeugtypen fahren zu können (503/610, ICE 4). Auf Nachfrage hiess es, dass man die IF's in der Freizeit zu absolvieren hätte! Da lehnten viel ab! Der Abbau von Überzeit belastete diese schon genügend!

Auch was den Unterhalt betrifft, liegt es im Argen - gute Handwerker sehen zu wenige oder gar keine Aufsteigchancen und verlassen das Unternehmen frustriert! Auch dies möchte man jetzt angehen. Aber gutes Personal selbstständig und freizügig einsetzen zu können, dauert bis drei Jahre, in dieser Zeit sind Vorgänger bereits weg. Somit kann das Erfahrungs-Wissen nicht mehr weitergegeben werden, was dann vielfach auch zu verlängerten Ausführunglösungen bei Störungen führt. Nicht vergessen sollte man auch, dass die Personaleinsatzorte in der Region arg zusammengestrichen wurden und somit weite und teils zeitraubende Anfahrwege zu beachen sind.

Man täte gut daran, 60 oder mehr Prozente der hochbezahlten Quereinsteiger in die Wüste zu schicken und an deren Stelle dafür minder bezahlte Personen aus unserem dualen Bildungsweg in grösserer Zahl einzustellen. Die Illusion, dass man heute weniger Unterhat benötigen würde, ist in den Teppichetagen weit verbreitet - ich würde ihnen anraten dies doch über das Smarthphonantippen zu beheben!

Eine finanzielle Umschichtung der SBB-Finanzen von Oben nach Unten wäre nach der BAV-Kritik zum überhöhten Werbeaufwand der SBB dringend nötig, dort wird zuviel Leerlauf "produziert" (kann man dies überhaupt "produzieren* nennen?)! Es braucht dringend mehr Fachleute an der Front, an der Strecke, in Werkstätten und Unterhaltsanlagen! Abgeschlossene Eingangstüren fallen in letzter Zeit auf, was auf minderwertigen Unterhalt zurück zu führen ist, die dafür nötigen Zeiten fehlen des unterdotierten Personalbestandes wegen . . .

Interessant an der ganzen Sache ist, dass sich jetzt die Einwände und Kritiken von Personalseite bewahrheiten und von den Medien aufgenommen werden.

Urs