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 08/02 - Alpenlandforum 

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Hallo allerseits,

mal ein Video zur Bahnlinie Luino-Pino Tronzano. Diese fast 15 km liegen auf italienischem Gebiet, werden aber seit jeher von der schweizer SBB betrieben, sind also auch mit 15 kV Wechselstrom elektrifiziert. Das Ganze hat einen Grund, denn die Trasse der internationalen Verbindung Novara-Bellinzona gab ab Luino keinen Platz mehr für einen Grenzbahnhof her. Dieser wurde also in Luino gebaut, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Eine reizvolle schweizer Bahn in Italien!

Quelle: YouTube

Liebe Grüße

Romano und Adriano

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.19 01:07.
Hallo,

das ist so nicht richtig. Slebst bei Wiki steht es korrekter:

[de.wikipedia.org]

Unterhalt und Eigentum wechseln an der Grenze, bei Betriebsstörungen auf dem italienischen Teil ist auch RFI zuständig.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

[m.facebook.com]

aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
Und dies gilt ergänzend auch für die andere "italienische SBB-Strecke": Iselle di Trasquera - Domodossola.

Nun gut, ich nehme an der Anstoß liegt bei "Eine reizvolle schweizer Bahn in Italien!". Das ist natürlich nicht ganz exakt, aber das Empfinden schweizer Loks auf italienischem Boden sieht nun mal so aus...
Nun gut, also zu den Fakten (auch im Video kurz beschrieben). Wikipedia traue ich ebenfalls nicht, gerade zu italienischen Themen steht dort viel falsches.

Die Bahnstrecke Luino-Pino Tronzano-Confine di Stato wurde 1882 eingeweiht, und gehört seitdem und nach wie vor Italien, der Oberbau und die Oberleitung sind also im Besitz von FS/RFI und grundsätzlich in FS-Standard ausgeführt. Da statt 3000 V= die Spannung 15000 V 16,7 Hz beträgt, wurde die Oberleitung zwar FS-Konform ausgeführt (LS-Masten und übliche Querträger), aber die Isolatoren sind eine besondere Konstruktion der Bauart "Isoflon", statt 3 Lamellen haben diese 4 Lamellen, dazu 3 kleinere "Zwischenlamellen", um den nötigen elektrischen Abstand für 15000 V zu gewährleisten.

Die Signale sind ebenfalls mit FS-Material ausgeführt, aber SBB-konform, also fast alle spezifisch aus FS-Material um- und zusammengebaut um den SBB-Signalen zu gleichen.
Es handelt sich also rechtlich um eine FS/RFI-Strecke, welche seit der Einweihung aber nur von SBB-Fahrzeugen befahren wird. Hier fuhren bis 1960 die allerletzten Dampfloks der SBB, und später die üblichen Re 4/4 und 6/6. FS-Loks sind hier nie gefahren.

Deshalb mein Satz "Eine reizvolle schweizer Bahn in Italien!"

Natürlich kann man diesen Satz als "so nicht richtig" auslegen, es ändert aber nichts an einem Unikat in dem auf italienischen Boden nur schweizer Züge fahren und nur schweizer Fahrkarten gelten, welche viel teurer als die von Trenitalia sind. Gerade deshalb ist es bei der lokalen Bevölkerung eben die "teure schweizer Bahn"...

Hoffe hiermit etwas genauer gewesen zu sein!

LG

Romano


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Genau, auch zwischen Iselle und Domodossola gilt gleiches, hier war in Iselle ebenfalls kein Platz für einen Grenzbahnhof, deshalb wird die Strecke ab Domodossola seit Ursprung durch die SBB betrieben, hier gab es auch den einzigen Drehstrombetrieb der SBB, denn der Simplontunnel war für Dampfloks extrem ungeeignet. Und bis heute sind hier Signale und Oberleitung modifizierter FS-Standard für SBB-Standard und 15 kV Spannung, genau wie ab Luino. Irgendwann werde ich mal vorbeischauen und filmen, schade nur das die Bahnhöfe zwischen Domodossola und Iselle alle keinen Personenverkehr mehr haben... Und den Autotransport im Tunnel hatte ich bereits 2017 gefilmt:

[www.youtube.com]

LG

Romano

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RomanoMölter schrieb:

Nun gut, ich nehme an der Anstoß liegt bei "Eine reizvolle schweizer Bahn in Italien!". Das ist natürlich nicht ganz exakt, aber das Empfinden schweizer Loks auf italienischem Boden sieht nun mal so aus...
Nun gut, also zu den Fakten (auch im Video kurz beschrieben). Wikipedia traue ich ebenfalls nicht, gerade zu italienischen Themen steht dort viel falsches.

Die Bahnstrecke Luino-Pino Tronzano-Confine di Stato wurde 1882 eingeweiht, und gehört seitdem und nach wie vor Italien, der Oberbau und die Oberleitung sind also im Besitz von FS/RFI und grundsätzlich in FS-Standard ausgeführt. Da statt 3000 V= die Spannung 15000 V 16,7 Hz beträgt, wurde die Oberleitung zwar FS-Konform ausgeführt (LS-Masten und übliche Querträger), aber die Isolatoren sind eine besondere Konstruktion der Bauart "Isoflon", statt 3 Lamellen haben diese 4 Lamellen, dazu 3 kleinere "Zwischenlamellen", um den nötigen elektrischen Abstand für 15000 V zu gewährleisten.

Die Signale sind ebenfalls mit FS-Material ausgeführt, aber SBB-konform, also fast alle spezifisch aus FS-Material um- und zusammengebaut um den SBB-Signalen zu gleichen.
Es handelt sich also rechtlich um eine FS/RFI-Strecke, welche seit der Einweihung aber nur von SBB-Fahrzeugen befahren wird. Hier fuhren bis 1960 die allerletzten Dampfloks der SBB, und später die üblichen Re 4/4 und 6/6. FS-Loks sind hier nie gefahren.

Deshalb mein Satz "Eine reizvolle schweizer Bahn in Italien!"

Natürlich kann man diesen Satz als "so nicht richtig" auslegen, es ändert aber nichts an einem Unikat in dem auf italienischen Boden nur schweizer Züge fahren und nur schweizer Fahrkarten gelten, welche viel teurer als die von Trenitalia sind. Gerade deshalb ist es bei der lokalen Bevölkerung eben die "teure schweizer Bahn"...

Hoffe hiermit etwas genauer gewesen zu sein!

LG

Romano

Hi,

danke für das interessante Video.
Die Netz- und Landesgrenze liegt sogar noch etwas weiter nördlich zwischen den Stationen Pino- Tronzano und Ranzo S. Abbondio bei SBB km 175.8 und FS km 65.5.
Lt. Vorschrift sind die Signale nach schweizerischer Bauart ausgeführt, warum sollte man da FS- Material umbauen? Und mit der Modernisierung wurden auch N- Signale verbaut.

Gruß Marc

https://live.staticflickr.com/65535/48978975778_c5495bddc4.jpg
Hallo Marc,

die Signale sind nach schweizer Vorschrift, richtig! Aber ich habe mir eins an der Strecke genauer angeschaut (war unser Fotostandort), und da waren FS-Lampen und Halterungen hinter einem SBB-gleichen Schild verbaut :-))
Ich nehme an Schild mehr oder weniger in Italien in einer RFI oder noch FS-Werkstatt "handgemacht", und dann hinten FS-Material verbaut. Denn versuch(t)e mal der hiesigen Behörde klarzumachen, dass man unbedingt in der Schweiz teure Signale (in schweizer Franken!!) kaufen muß, wo doch hier genügen Lampen und Blech auf Lager sind... Sonst hätte man ja auch die Oberleitung bei der SBB kaufen können anstatt die hiesige zu adaptieren... Und da die Schweiz nicht zur EG gehört, hätte man ja Oberleitung und Signale auch noch verzollen müssen!! Welch ein Papierkrieg, welch eine Verantwortung für den Vorgesetzten der Unterzeichnen muss!
Früher war es sicher so, inzwischen kann es durchaus sein dass SBB-Material verbaut wird, denn inzwischen gibt es ja immer mehr Zulieferer aus anderen Ländern, und auch die SBB bezieht längst nicht mehr alles von schweizer Herstellern. Es hat sich da vieles vereinfacht, und vieles ist billiger geworden...

Die Landesgrenze liegt wie du sagst bei Ranzo-S.Abbondio, und da ist nicht einmal für eine Haltestelle mehr Platz! Der Lago Maggiore erinnert dort stark an Ligurien, alles eingeengt und wildromantisch verschachtelt (Zitat von meinem Sohn Adriano)! Es sind übrigens genau 14.856 km ab der Systemtrennstelle in Luino auf Gleis 1, habe mich oben vertippt, also nicht knapp 16 sondern 15, werde sofort berichtigen!

LG

Romano

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 28.10.19 23:12.
Von wo wird denn die Linie gesteuert, von der SBB-Betriebszentrale im Tessin oder von irgendeiner FS/RFI-Stelle, oder ist die Linie sogar noch ortsgesteuert? Bei Iselle-Domo ist es ja auch ziemlich kompliziert. Die Strecke gehört zur RFI, wird aber teils von der RFI gesteuert aber die RFI-Fdl müssen alles mit der BLZ in Spiez abstimmen. Sie können nicht eigenständig handeln. In Domo gab es RFI-Fdl sowie "Representante FFS". Im Verkehr mit CH gilt der CH-Tarif bis Domo. Im Internationalen Verkehr gilt der CH-Tarif bis Iselle, und ab dort der FS-Tarif.

Herzliche Grüsse
Martin
RomanoMölter schrieb:
Irgendwann werde ich mal vorbeischauen und filmen, schade nur das die Bahnhöfe zwischen Domodossola und Iselle alle keinen Personenverkehr mehr haben...
LG

Romano
Moin.

Was habe ich da verpasst? Die Lötschberger der BLS fahren da einmal je Stunde und Richtung zw Brig und Domo hin und her, ferner gibt es diverse Eurocity, welche mit den ETR 610 gefahren werden.

Fragende Grüsse

Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

Schaut doch mal vorbei: [www.mec-loerrach.de]
Christian Snizek schrieb:
RomanoMölter schrieb:
Irgendwann werde ich mal vorbeischauen und filmen, schade nur das die Bahnhöfe zwischen Domodossola und Iselle alle keinen Personenverkehr mehr haben...

Moin.

Was habe ich da verpasst? Die Lötschberger der BLS fahren da einmal je Stunde und Richtung zw Brig und Domo hin und her, ferner gibt es diverse Eurocity, welche mit den ETR 610 gefahren werden.

Fragende Grüsse
Ja, die BLS-Lötschi fahren bis Domo. Auch die IT-IC fahren immer wieder mal. In Iselle halten auch die Lötschi. Lediglich beim Autoverlad ist mit Übernahme durch die BLS kein Personenverkehr mehr möglich. Domo ist auch ein Umsteigepunkt. Da kann man von Stresa her kommend, Richtung Centovalli oder Richtung Novara weiterfahren oder von CH her kommend ins Centovalli, Richtung Mailand oder Novara weiterfahren. Alles kein Problem. Wenn Du allerdings Domo II meinst, da gibt es keinen Personenverkehr. Domo II ist ein Güterbahnhof. Und ja, ausser den Transitzügen fährt da sonst nicht mehr mehr. Gemischte Züge oder Nahgüterzüge gibt es leider auch dort kaum bis gar nicht mehr.

Herzliche Grüsse
Martin
Hallo,

Wenn du das besser weisst, kannst du es ja bei Wiki korrigieren. Du kannst es mir aber auch einfach glauben, denn ich habe Luino im Ausweis stehen (und andere hier mitschreibende Domo oder sogar beides...).

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

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Hallo Matthias,

nein in diesem Fall stimmt es bei Wiki, aber ich habe schon etliche Fehler gefunden, vor allem bei historischen Daten. Wiki genügt die Angabe einer Quelle, und diese ist oft nur eine andere Website, also nicht unbedingt richtig. Und in Büchern gibt es hierzulande auch Ungenauigkeiten, die werden dann in Wiki weiterkopiert und verbreitet, und so werden
dann aus einer Denkmallok irgendwann zwei, was dann sogar die Zeitschriften drucken weil es ja in Wiki steht...
Ich glaube dir ohne das weiteres, habe ja auch geschrieben das es legal eine 100% italienische Bahn ist. Und heutzutage sieht man den Unterschied nicht mehr so stark, da gerade auf dem SBB-Abschnitt fast nur noch Mehrsystemfahrzeuge zum Einsatz kommen. Ein enger Freund von mir fährt übrigens bei TiLo...

Zu Domodossola-Iselle: Ich hatte vor einiger Zeit gelesen das Preglia und Varzo nur noch per Bus angefahren werden und gestern Abend nicht kontrolliert, das war wohl ne falsche Meldung denn ich sehe gerade das BLS dort durchaus noch hält! Also ein Grund mehr ins enge Tal zu fahren!

LG

Romano

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Zitat Von wo wird denn die Linie gesteuert, von der SBB-Betriebszentrale im Tessin oder von irgendeiner FS/RFI-Stelle, oder ist die Linie sogar noch ortsgesteuert?

Da hier genügend Spezialisten mitlesen, bin ich ebenfalls auf eine Antwort gespannt. In Pino Tronzano gab es jedenfalls einen (dem Akzent nach 100% italienischen) Eisenbahner, der sich wie ein Capostazione benahm und es somit wohl auch war, wenn auch ohne rote Mütze. Und die "Leopolder" läuteten ebenfalls (was uns Fotografen ja das Leben leicht macht). Nur meinen tollen Standpunkt mit dem Stativ auf dem Mittelbahnsteig (welcher zugegebenermassen sehr eng) wollte er mir nicht genehmigen, es sei zu gefährlich (Das Stativ passte genau zwischen die zwei gelben Streifen). Ich war ihm deswegen nicht übel und zog auf die frühere Güterrampe, und da gab es sogar noch ein verkrautetes Stumpfgleis (Weiche ist noch vorhanden!). Ein winziger Bahnhof, Pino Tronzano, aber voller Charme!

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.19 10:36.
RomanoMölter schrieb:
Zu Domodossola-Iselle: Ich hatte vor einiger Zeit gelesen das Preglia und Varzo nur noch per Bus angefahren werden und gestern Abend nicht kontrolliert, das war wohl ne falsche Meldung denn ich sehe gerade das BLS dort durchaus noch hält! Also ein Grund mehr ins enge Tal zu fahren!

LG

Romano
Moin.

Es gab in der jüngeren Vergangenheit mehrere Bausperren an den Wochenenden. Da wurde Schienenersatz gefahren. Ich denke mal, da verdrehst damit irgendwas.

Tachöö.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.19 10:45.
Christian Snizek schrieb:
Es gab in der jüngeren Vergangenheit mehrere Bausperren an den Wochenenden. Da wurde Schienenersatz gefahren. Ich denke mal, da verdrehst damit irgendwas.


Die Halte in Preglia wurden mit dem Start der Lötschberger weitestgehend aufgehoben. Seither fährt Comazzi mehr oder weniger Busse im 2h-Takt zwischen Domodossola und Varzo. Früher fuhren die Busse im 90min-Takt mit Anschluss an die Autozüge in Iselle, welche bis dahin auch noch von Reisenden ohne Auto genutzt werden konnten. Heute gibt es ab Iselle "nur noch" die zweistündlichen Lötschberger.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.19 12:32.
Hallo Romano,

Ja, über Luino sind generell nur noch Mehrsystemfahrzeuge zugelassen, Lokwechsel gibt es dort nicht mehr.

MfG

"Damit auch ich was zu meckern habe: Ich finde immer die künstliche Dampfentwicklung durch Abblasen an den Zylindern fürchterlich. Sicher gibt das für den ambitionierten Laien tolle Fotos, den Sound jedoch zerstört es vollkommen. :-("

Facebook-Fundstück...

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aus aktuellem Anlass :-(: [www.youtube.com]
RomanoMölter schrieb:
Zitat Von wo wird denn die Linie gesteuert, von der SBB-Betriebszentrale im Tessin oder von irgendeiner FS/RFI-Stelle, oder ist die Linie sogar noch ortsgesteuert?

Da hier genügend Spezialisten mitlesen, bin ich ebenfalls auf eine Antwort gespannt. In Pino Tronzano gab es jedenfalls einen (dem Akzent nach 100% italienischen) Eisenbahner, der sich wie ein Capostazione benahm und es somit wohl auch war, wenn auch ohne rote Mütze. Und die "Leopolder" läuteten ebenfalls (was uns Fotografen ja das Leben leicht macht). Nur meinen tollen Standpunkt mit dem Stativ auf dem Mittelbahnsteig (welcher zugegebenermassen sehr eng) wollte er mir nicht genehmigen, es sei zu gefährlich (Das Stativ passte genau zwischen die zwei gelben Streifen). Ich war ihm deswegen nicht übel und zog auf die frühere Güterrampe, und da gab es sogar noch ein verkrautetes Stumpfgleis (Weiche ist noch vorhanden!). Ein winziger Bahnhof, Pino Tronzano, aber voller Charme!
Die Strecke ist von ort bei RFI-Fdl betrieben, aber das Verkeher ist von der Bahndisponent in Pollegio geleitet.
Zwischen Pino und Maccagno gibt es noch wie früher das Blocco Elettrico Manuale ( [it.m.wikipedia.org] ) und die Fdl müssen immer noch die Zugschluss beachten um die Strecke wieder frei zurück zu melden. Sollte aber in die nächste Monate verschwinden... Schweiz-Pino und Maccagno-Luino sind mit Achszähler ausgerüstet.
ssb schrieb:

Die Strecke ist von ort bei RFI-Fdl betrieben, aber das Verkeher ist von der Bahndisponent in Pollegio geleitet.
Zwischen Pino und Maccagno gibt es noch wie früher das Blocco Elettrico Manuale ( [it.m.wikipedia.org] ) und die Fdl müssen immer noch die Zugschluss beachten um die Strecke wieder frei zurück zu melden. Sollte aber in die nächste Monate verschwinden... Schweiz-Pino und Maccagno-Luino sind mit Achszähler ausgerüstet.
Richtig, in Pino, Maccagno und Luino sind Fdl von RFI vor Ort. Die Fernsteuerung von Maccagno von Luino aus und damit der Wegfall der örtlichen Besetzung sowie des "Blocco Elettrico Manuale" wird Ende November 2019 erfolgen.

Gruss
Alex
ssb schrieb:
RomanoMölter schrieb:
Zitat Von wo wird denn die Linie gesteuert, von der SBB-Betriebszentrale im Tessin oder von irgendeiner FS/RFI-Stelle, oder ist die Linie sogar noch ortsgesteuert?

Da hier genügend Spezialisten mitlesen, bin ich ebenfalls auf eine Antwort gespannt. In Pino Tronzano gab es jedenfalls einen (dem Akzent nach 100% italienischen) Eisenbahner, der sich wie ein Capostazione benahm und es somit wohl auch war, wenn auch ohne rote Mütze. Und die "Leopolder" läuteten ebenfalls (was uns Fotografen ja das Leben leicht macht). Nur meinen tollen Standpunkt mit dem Stativ auf dem Mittelbahnsteig (welcher zugegebenermassen sehr eng) wollte er mir nicht genehmigen, es sei zu gefährlich (Das Stativ passte genau zwischen die zwei gelben Streifen). Ich war ihm deswegen nicht übel und zog auf die frühere Güterrampe, und da gab es sogar noch ein verkrautetes Stumpfgleis (Weiche ist noch vorhanden!). Ein winziger Bahnhof, Pino Tronzano, aber voller Charme!
Die Strecke ist von ort bei RFI-Fdl betrieben, aber das Verkeher ist von der Bahndisponent in Pollegio geleitet.
Zwischen Pino und Maccagno gibt es noch wie früher das Blocco Elettrico Manuale ( [it.m.wikipedia.org] ) und die Fdl müssen immer noch die Zugschluss beachten um die Strecke wieder frei zurück zu melden. Sollte aber in die nächste Monate verschwinden... Schweiz-Pino und Maccagno-Luino sind mit Achszähler ausgerüstet.
Aha, danke für die Aufklärung.
Herzliche Grüsse
Martin
aw1975 schrieb:
ssb schrieb:
Die Strecke ist von ort bei RFI-Fdl betrieben, aber das Verkeher ist von der Bahndisponent in Pollegio geleitet.
Zwischen Pino und Maccagno gibt es noch wie früher das Blocco Elettrico Manuale ( [it.m.wikipedia.org] ) und die Fdl müssen immer noch die Zugschluss beachten um die Strecke wieder frei zurück zu melden. Sollte aber in die nächste Monate verschwinden... Schweiz-Pino und Maccagno-Luino sind mit Achszähler ausgerüstet.
Richtig, in Pino, Maccagno und Luino sind Fdl von RFI vor Ort. Die Fernsteuerung von Maccagno von Luino aus und damit der Wegfall der örtlichen Besetzung sowie des "Blocco Elettrico Manuale" wird Ende November 2019 erfolgen.

Gruss
Alex
Aha. Danke für die Info.

Herzliche Grüsse
Martin
aw1975 schrieb:
ssb schrieb:
Die Strecke ist von ort bei RFI-Fdl betrieben, aber das Verkeher ist von der Bahndisponent in Pollegio geleitet.
Zwischen Pino und Maccagno gibt es noch wie früher das Blocco Elettrico Manuale ( [it.m.wikipedia.org] ) und die Fdl müssen immer noch die Zugschluss beachten um die Strecke wieder frei zurück zu melden. Sollte aber in die nächste Monate verschwinden... Schweiz-Pino und Maccagno-Luino sind mit Achszähler ausgerüstet.
Richtig, in Pino, Maccagno und Luino sind Fdl von RFI vor Ort. Die Fernsteuerung von Maccagno von Luino aus und damit der Wegfall der örtlichen Besetzung sowie des "Blocco Elettrico Manuale" wird Ende November 2019 erfolgen.

Gruss
Alex
Danke, nun ist mir klar warum auf diesem kleinen Teilabschnitt noch ein Capostazione/Fdl war. Und warum er nicht sonderlich froh schien. Tut mir Leid um seinen Arbeitsplatz, dafür werde ich nächstes mal das Motiv auf dem schmalen Bahnsteig umsetzen können...

LG Romano und Adriano (welcher ohnehin einen anderen Standpunkt gewählt hatte und somit die Diskussion mit dem Fdl um den Fotostandpunkt egal war :-))

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Hallo Romano


Der Fdl in Pino bleibt vor Ort, nur Maccagno wird im November umgestellt. In Luino bleibt der Fdl ebenfalls bis auf weiteres vor Ort, eine Fernsteuerung ab der Betriebszentrale in Milano (DCO in Greco Pirelli) ist zur Zeit nicht vorgesehen, um nur einen beschränkten Kreis an Personal in den Schweizer FDV ausbilden zu müssen.

Gruss
Alex