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 08/02 - Alpenlandforum 

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[ted.europa.eu]


Anmietung von bestehenden Schlaf- und Liegewagen mit Zulassungen in den Ländern D, A, CH, DK, SE, CZ, BE mit optionaler Instandhaltung durch den Vermieter.

1. Option:
— Zulassungen: Deutschland, Dänemark, Schweden,
— Zeitraum: 2020-2023,
— 4 Liegewagen,
— 4 Schlafwagen,
— Instandhaltung durch Vermieter im Raum Hamburg anzumieten/anzubieten.
2. Option:
— Zulassungen: DACH-Staaten, Tschechien, Belgien,
— 8 Liegewagen ab 2022,
— 2 Schlafwagen ab 2021,
— 6 Schlafwagen ab 2022,
— ggf. Instandhaltung durch Vermieter,
— ggf. RIC Wagen,
— UIC Kupplung (mechanisch und elektrisch),
— Vmax. 160 km/h (opt. 200 km/h),
— Vakuum Toilette,
— Klimatisiert,
— Türsteuerung TB0, TBS (seitenselektive Türsteuerung), LAT,
— NBÜ.
Hab mir gerade überlegt, dass der Beitrag im News-Forum vermutlich besser aufgehoben gewesen wäre. Geht ja offenbar um Verkehre von Hamburg nach Skandinavien bzw. von Köln Richtung Brüssel.

Kann man einen Beitrag noch verschieben?
Die ÖBB haben doch selbst noch arbeitsvorrat im hof stehen (schlafwagen MUn und AB32s). Besseres gibts auf dem europäischen markt auch nicht zu mieten .... die Schweden haben alle lademaßüberschreitung.
Also vielleicht erst mal die eigenen aufarbeiten.

Bei den SNCB-liegewagen hat wohl RegioJet schon zugeschnappt?

(Wagenforum wäre auch eine passende stelle.)


Korrespondenz bitte per e-mail, nicht über "Private Nachrichten" - das wird sonst viel zu schnell voll!

Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.10.19 20:41.
tbk schrieb:
Die ÖBB haben doch selbst noch arbeitsvorrat im hof stehen (schlafwagen MUn und AB32s). Besseres gibts auf dem europäischen markt auch nicht zu mieten .... die Schweden haben alle lademaßüberschreitung.
Also vielleicht erst mal die eigenen aufarbeiten.
Ich vermute darauf wird es auch hinauslaufen, wobei mich generell wundert dass man den Bedarf ab 2021/2022 nicht selbst decken kann. Da sollten doch die neuen Züge für den Italienverkehr einiges an Altmaterial freispielen.
tbk schrieb:
Die ÖBB haben doch selbst noch arbeitsvorrat im hof stehen (schlafwagen MUn und AB32s). Besseres gibts auf dem europäischen markt auch nicht zu mieten [...] Also vielleicht erst mal die eigenen aufarbeiten.
Widerspricht ganz klar dem Ansatz der ÖBB: Darf nichts kosten!

Schon beim bestehenden NJ-Netz kommt trotz "unerwartet hoher Nachfrage" keine schwarze Null raus - trotz geringstmöglicher Bezahlung der Mitarbeiter ohne Ausbildung u.ä. (neudeutsch: Training on the job. -> nichts, was irgendwie im Berufsleben für andere Dienstgeber interessant wäre oder zu höherer Lohngruppeneinstufung führt). Bei neuen Linien ist das Risiko eines unerwarteten wirtschaftlichen Gewinns nochmals kleiner. Mit Miete kann so ein Projekt schnell gestoppt werden. Ich sage nur HellÖ!. Bei Aufarbeitung eigenen Materials hätte man neben Kosten der Aufarbeitung der 40 Jahre alten Wagen selbst auch noch sehr altes, teils unnützes Rollmaterial am Hals. Verkauf an Nachnutzer fast unmöglich; siehe ÖBB & 1014.
Dazu die Auslagerung der Instandhaltung an den Vermieter. In Summe darf die Expansion nichts kosten und sollte bei Misserfolg ohne großen Aufwand bzw. weiterlaufende, eigene Kosten sofort abdrehbar sein.

2143005 schrieb:
Da sollten doch die neuen Züge für den Italienverkehr einiges an Altmaterial freispielen.
Weshalb darauf warten? Die Wagen werden für 2020 gebraucht.
Die Aufarbeitung vorhandenden Materials bzw. Umbau von Sitzwagen für den Nachtzugverkehr hatten die ÖBB schon 2015/16 versprochen. Samt Musterschlaf-/-liegeabteilen in der Konzernzentrale. Das Projekt ist faktisch eingestellt. Zumindest erwarte ich aus der Richtung nichts mehr; sonst würde man keinen Vermieter suchen.

tbk schrieb:
(Wagenforum wäre auch eine passende stelle.)
Wie so oft: Viele Wege sind die richtigen.
kami schrieb:
Widerspricht ganz klar dem Ansatz der ÖBB: Darf nichts kosten!

Ich erinnere mich übrigens, dass die RZD eine ganze reihe görlitzer WLABmee mit preisvorstellung angeboten hat. Die waren auch alle nicht ganz billig. (Link kann ich gerade nicht finden; ich weiß auch nicht, ob jeder wagen mit zwei sätzen drehgestellen verkauft würde, für breitspurdrehgestelle hätten die ÖBB keinen bedarf.)
Das wäre noch eine möglichkeit, allerdings ohne deluxe-abteil, dafür mit personalruheraum. Teilweise wurde ein abteil in eine dusche umgewandelt. Um allerdings eine deluxe-klasse mit eigenem bad im abteil anbieten zu können, müssten vielleicht drei abteile in zwei umgewandelt werden (das mittlere in zwei badezimmer umbauen).

Zitat:
Die Aufarbeitung vorhandenden Materials bzw. Umbau von Sitzwagen für den Nachtzugverkehr hatten die ÖBB schon 2015/16 versprochen. Samt Musterschlaf-/-liegeabteilen in der Konzernzentrale. Das Projekt ist faktisch eingestellt. Zumindest erwarte ich aus der Richtung nichts mehr; sonst würde man keinen Vermieter suchen.

Es gibt allerdings auch eine ausschreibung für den umbau von sitzwagen in liegewagen. Wobei die "Eisenbahn Österreich" schon kritisch angemerkt hat, dass die dafür benötigten wagen eigentlich nicht zur verfügung stehen, nachdem alles, was irgendwie als reserve hergenommen werden könnte, bereits an ČD und RegioJet verkauft wurde.


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Wieviele abgestellte Schlafwagen hat die ÖBB denn?
Ich denke auch, dass es einfach eine Klärung ist ob es überhaupt geeignete Wagen zu mieten gibt und falls ja ob das billiger ist als die eigenen alten Wagen aufzuarbeiten (insbesondere weil es bei den Wagen für Skandinavien ja nur um 4 Jahre geht).

Bemerkenswert finde ich, dass bei der Anzahl scheinbar keinerlei Reserve eingeplant ist.
chnookie schrieb:
Wieviele abgestellte Schlafwagen hat die ÖBB denn?

4 MUn + 14 AB32S (wenn noch alle da sind). Zustand unbekannt, die wagen sind meiner information nach Z-gestellt.


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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.19 12:44.
tbk schrieb:
Es gibt allerdings auch eine ausschreibung für den umbau von sitzwagen in liegewagen.
Der Umbau (als handwerkliche Ausführung) wurde tatsächlich ausgeschrieben? Sowas wurde doch ganz gerne als ABM hausintern erledigt. Wie die Beteiligung am Bau des ersten 4746-Loses, der Dostos und der Taurüssel. Einfach um das eigene Personal zu beschäftigen. Wird die Personaldecke in Simmering/St. Pölten zu gering oder ist es mit dem CJ-Umbau der Dostos ausreichend beschäftigt?

tbk schrieb:
Wobei die "Eisenbahn Österreich" schon kritisch angemerkt hat, dass die dafür benötigten wagen eigentlich nicht zur verfügung stehen, nachdem alles, was irgendwie als reserve hergenommen werden könnte, bereits an ČD und RegioJet verkauft wurde.
Fehlende Mittel- oder gar Langfristplanung sind bei den ÖBB nix unbekanntes. Auch das (ehem.) Premiumprodukt RJ ist davon geprägt: mal zu viele bestellt, mal abgegeben an die CD und jetzt fast zu wenige Garnituren, um auch die "Eilzüge" zwischen Wien und Salzburg damit zu bestücken.
kami schrieb:
tbk schrieb:
Es gibt allerdings auch eine ausschreibung für den umbau von sitzwagen in liegewagen.
Der Umbau (als handwerkliche Ausführung) wurde tatsächlich ausgeschrieben?
[ted.europa.eu]

Das ist die Information über die Auftragsvergabe. Wer gewonnen hat geht aber nicht hervor. Vielleicht hat sich ja auch TS beworben.


Zu den Bedenken von "Eisenbahn Österreich" muss man wohl anmerken, dass da "bis zu 50" steht. 2020 sollen es wohl erstmal 20 werden. Sollten wirklich weitere 30 abgerufen werden sind vermutlich schon die neuen Tagzuggarnituren geliefert.

Was ich mich auch gefragt habe ist, ob die aktuellen Liegewagen nicht auch als Spenderwagen dienen können. Das sind doch formal auch 2. Klasse RIC Wagen.
chnookie schrieb:
Das ist die Information über die Auftragsvergabe.
Danke!

Erst "gradeebenvergeben". Dass 2019 dieses Projekt wieder auftaucht, überrascht mich (nicht). WIMRE war in der Ausschreibung ein Projektbeginn 2017 vorgesehen. Dass ~ 20 Monate nach geplanten Beginn tatsächlich erst ein Vertrag geschlossen wurde, ... Wohl nur fürs Papier, damit die Ausschreibung mit einem erfolgreichen (unbekannten) Bieter abgeschlossen werden kann und nicht unter "gestrichen wg. fehlender Angebote" fällt.
Selbst damit ist 2020 für vier Liegewagen wohl schwer zu halten. Außer Simmering hat mit dem Umbau bereits begonnen. Dagegen spricht die Suche nach Vermietern.

chnookie schrieb:
Vielleicht hat sich ja auch TS beworben.
Sogar sehr wahrscheinlich. Wer wollte/könnte sonst die Umbauten/Modernisierungen in Österreich vornehmen. War eine der Forderungen, womit Billiganbieter aus den Kronländern keine Chance hatten.

chnookie schrieb:
Was ich mich auch gefragt habe ist, ob die aktuellen Liegewagen nicht auch als Spenderwagen dienen können. Das sind doch formal auch 2. Klasse RIC Wagen.
Aus formaler Sicht schon. Nur wäre das kein Ausbau samt Vereinheitlichung der Flotte, wie versprochen; inkl. Ablösung der Bcmz 59-90.0.
Wo ist das Problem, wenn man halt 1, 2 Züge mit klassischen Reisezugwagen bestückt? Würde man die bestehenden Wagen nicht nach Tschechien verkaufen, hätte man viel zu viele Wagen und dann würde man die ÖBB für Ineffizienz kritisieren.

Die EÖ ist halt ein lustiges Medium, das halt sich gerne damit befasst, das Haar in der Suppe zu finden. In der Realität gibt es keinen Mangel an brauchbarem Rollmaterial, um den Fahrplan zu fahren. Das ist das, was zählt.

Und durch die Bestellung der RJ2 kriegt man ja wieder mehr Wagen.

Man kann nicht einen Plan für Jahrzehnte basteln und dann überrascht sein, wenn der über die Jahre erstmal umgekrempelt wird.

Also wie gesagt, ich weiß nicht, was die ÖBB jetzt da falsch gemacht haben sollen und wieso man jetzt nicht die überschüssigen Züge nach Tschechien hätte verkaufen sollen. In Tschechien kann man ohnehin solche Wagen ganz gut gebrauchen, so kann die ČD ihren Wagenpark im Fernverkehr halt auch etwas modernisieren, bis man dann endlich Neubauwagen kriegt.

https://abload.de/img/dwaminic8pum.jpg
kami schrieb:
Selbst damit ist 2020 für vier Liegewagen wohl schwer zu halten. Außer Simmering hat mit dem Umbau bereits begonnen. Dagegen spricht die Suche nach Vermietern.
Laut diesem Dokument vom 6.9.2019 gehen sie aber davon aus. (siehe Seite 7)
[www.umverkehr.ch]

Interessant auch die Kosten:
Umbau pro Wagen 1 Mio.
Neubau pro Wagen rund 2,2 Mio.
Da hätte ich einen größeren Preisunterschied erwartet.


kami schrieb:
Zitat:
chnookie schrieb:
Was ich mich auch gefragt habe ist, ob die aktuellen Liegewagen nicht auch als Spenderwagen dienen können. Das sind doch formal auch 2. Klasse RIC Wagen.
Stand das (Vereinheitlichung) irgendwo? Aber davon unabhängig: Die ÖBB hat ja noch 30 relativ moderne Liegewagen. Die werden sie ja nicht kurzfristig abstellen.
Die Frage ist also was mit den 30 59-91.1 und 59-91.2 mittelfristig passiert.
chnookie schrieb:

Laut diesem Dokument vom 6.9.2019 gehen sie aber davon aus. (siehe Seite 7)
[www.umverkehr.ch]

Interessantes dokument. 2020 sollen 20 wagen mit "Familienabteilen, Fahrradabstellplätzen und PRM-Abteil" ausgerüstet werden (PRM = Persons of reduced mobility), das wäre also zunächst eine aufstockung des wagenparks für geplante neue zugläufe, auf etwas längere sicht dann die ablösung der Bvcmbz, die in der substanz über 50 jahre alt sind. Nebenbei könnte dann fahrradbeförderung angeboten werden, die in etlichen nightjets noch fehlt.

Die Bcmz73 beider serien könnten irgendwann mit neuen vierbett-familienabteilen, "einzelliegefächern" oder einer kombination davon umgebaut werden. Die abteilgröße gibt das alles her.


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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.19 22:35.
chnookie schrieb:
[ted.europa.eu]

Anmietung von bestehenden Schlaf- und Liegewagen mit Zulassungen in den Ländern D, A, CH, DK, SE, CZ, BE mit optionaler Instandhaltung durch den Vermieter.
Hallo,

für mich hört sich diese Markterkundung so an, als ob man schon weiß, wo man anmieten will und sich handelseinig ist, und nur noch pro forma belegen muss, dass es keinen anderen Anbieter gibt. Speziell die Option 1 ist schon recht präzise abgefasst. Würde man wirklich noch Anbieter suchen, würde man ausschreiben und nicht nur eine Markterkundung machen.

Zum Vergleich kommt mir da eine kürzlich durchgeführte Markterkundung zur kurzfristigen Lieferung von Doppelstock-Triebzügen in den Sinn...

Gruß
X73900



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.10.19 14:02.
Wer oder was käme denn da in Frage? Insbesondere mit Wartung in Hamburg?
chnookie schrieb:
Wer oder was käme denn da in Frage? Insbesondere mit Wartung in Hamburg?
Die DBAG hat im SSM Mukran noch etliches an Schlaf- und Liegewagen herumstehen. In Hamburg waren solche Wagen beheimatet und wurden auch dort gewartet.
Interessanterweise ist EU-Standardkupplung extra als Bedingung erwähnt.
Für den Norden müssen ja auch gewisse Frostschutzstandards erfüllt werden.
Ich könnte mir da was vorstellen.

Zwei Trapeze pro Bahnhof statt zwei einfacher Weichenverbindungen !!!




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.10.19 18:42.
chnookie schrieb:
Wer oder was käme denn da in Frage? Insbesondere mit Wartung in Hamburg?
Passende Wagen hätte doch auch die MSM Gruppe...
Besonders mit Zulassung in Dänemark und Schweden und deren Wagen wurden auch in der Region Hamburg gewartet.

Viele Grüße Stefan
So, wegen dieser ganzen Klimazickerei scheinen die Länder, die mit den Nachtzug-Gedanken vorerst nur spielten, diese Verbindungen verzweifelt und krampfhaft so schnell wie möglich einzuführen. Und dafür betrachten sie die ÖBB als einzige (Er)Lösung... welche nun nicht mer sagen könnte (bzw. dürfte?!): "Bitte wartet ab, bis unsere neue nightjets kommen, was für die Schaffung neuer Zügen unentbehrlich ist." Lieber begehen sie selbe Falle, was bisher nur die eigenartige Ungaren machten: Mietwagen für Markterweiterung zu verwenden.

Das ist zwar eine Erleichterung, wenn die betroffenen Länder irgendwie die Nachtzüge fördern, um Lasten von Betreiber entzunehmen... ändert aber nur wenig an den Fakten, daß die verfügbaren Wagen für so'was ungeeignet sind.


Nehmen wir das erste und logischste Schritt an: 32s und MUn. Die ersteren sind mit den kleinen Abteilen alles als kundenfreundlich, wohl kein Wunder, daß keine der Privatbahnen diese bislang nahm (und auch ÖBB nicht an eine Wiederinbetriebnahme denkt, statt diese Ausschreibung zu machen). Die MUn - wie auch die 33s - wären zwar für Schweden-Verkehr gut geeignet, für mehr jedoch wegen geringer Stückzahl nicht.

Dann die Wagen von MSM/EE (ex EETC): gute Frage, wie lange jene veraltete Sonderlingen, wie die Edelstahl-P oder die TUI-Liegewagen noch wirtschaftlich und ästhetisch annehmbar verwenden können, genauso wie die belgischen MU's. Das wäre eher eine Blamage für die Marke "nightjet".

Ex-DB: Wie oben richtig gesagt, es gibt noch wirklich genug Doppelstockler und Liegewagen, die in Mukran herumstehen. Sind aber die Schlafwagen profilmäßig für Öresund und Schweden geeignet? Für die zweite Los kommt Belgien (warum wird jedoch an Niederlände nicht gedacht?!) und Tschechien als Problem vor, soweit ich weiß, sind die DWL mit den entsprechenden Spannungssystemen nicht ausgerüstet.

WLABmee ex RZD: Hier handelt es sich um 25-jährigen, niemals entsprechend modernisierten Wagen. Es ist auch ein Warnzeichen, daß Wagon Service nach fünf Fahrzeuge die weiteren Beschaffungen stoppte. Die Ausfallrate zwischen Budapest und Berlin sowie auch zwischen Prag und Kosice ist auch hier berüchtigt bekannt, das dürfte auch anderswo nicht besser sein.

etwas von SNCF: da können nur Liegewagen in Gespräch kommen... aber SNCF vermietet sie selbst sicher nicht, und einem Verkauf geht die dafür nötige Asbestbeseitigung entgegen.

überzählige Wagen von TI: viele spekulieren, wohin die, in früheren italienischen Nachtzügen verwendeten Wagen verschwanden... aber das verrät viel, daß sie bislang bei keinerlei Privatbahn (oder Staatsbahnen ferner Länder) erschienen... und der heutige Eigentümer, welcher nur noch auf Hochgeschwindigkeitszüge setzt, soll auch keine "Kriegsreserve" davon bilden...


Es muß also um zwei Wege gehen: entweder die Unmöglichkeit der Raschmaßnahmen zu beweisen, oder auf jeden Preis eine Lösung zu finden...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.10.19 13:01.
no-night schrieb:
überzählige Wagen von TI: viele spekulieren, wohin die, in früheren italienischen Nachtzügen verwendeten Wagen verschwanden... aber das verrät viel, daß sie bislang bei keinerlei Privatbahn (oder Staatsbahnen ferner Länder) erschienen... und der heutige Eigentümer, welcher nur noch auf Hochgeschwindigkeitszüge setzt, soll auch keine "Kriegsreserve" davon bilden...

Das rollmaterial-management bei Trenitalia ist mir etwas suspekt, seit die Excelsior-schlafwagen nach wenigen jahren einsatz verschrottet wurden. Damals war von irgendwelchen vandalismusschäden die rede, aber die müssten gewaltig sein, wenn sie sich nicht reparieren lassen. Einige T2S mit Fiat-Dg wurden noch bei RSI Wien hauptuntersucht, aber die sind vermutlich auch nicht mehr in betrieb, oder?

So weit ich weiß, ist das profil der DWL(A)Bmz ex CNL kein problem und die schwedische fahrzeugumgrenzung in allen relevanten dimensionen größer als die mitteleuropäische: Schwedische wagen sind in Deutschland eine lademaßüberschreitung, umgekehrt nicht.
Die elektrische ausrüstung ist unterschiedlich; einige wagen wurden mit 1500 V = und 25000 V ~ für verkehre nach Niederlande und Dänemark nachgerüstet.
Das raumangebot in den kleinen zweibettabteilen ist auch nicht sehr unterschiedlich als jenes in den T2S/AB32S.
Die drehgestelle sind möglicherweise problematisch - die ÖBB werden gute gründe gehabt haben, vor etlichen jahren schon neue SGP400-drehgestelle dafür zu beschaffen und einzubauen. (Ist bekannt, was das damals gekostet hat?)
Die laufruhe ist sicherlich (zumal mit den neuen drehgestellen) besser als jene der alten T2S.

Zusammenfassung der aufstellung (danke dafür) wäre jedenfalls: Ohne aufwand für aufarbeitung wird keine der lösungen auskommen, zumal die anpassung an aktuelle sicherheitsstandards so weit ich weiß bei allen ein thema ist. Und dann ist die frage, ob das nur für einen übergang sein soll oder die wagen auf längere zeit im bestand bleiben, also für längere restlaufzeit ertüchtigt werden.


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3-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.10.19 13:30.
no-night schrieb:
Es muß also um zwei Wege gehen: entweder die Unmöglichkeit der Raschmaßnahmen zu beweisen, oder ...
Das hätte gar nicht sein müssen, wenn die 2016/17 gemachten Versprechungen zum Umbau älterer Sitzwagen für den Nachtverkehr mehr als nur ein schauspiel gewesen wäre. Dann hätten die ÖBB durchaus Wagen haben können. Nur leider war das Projekt substanzlos; selbst wenn 2019 tatsächlich noch 20 (Liege-)Wagen für 2020 versprochen werden.

Selbst wenn die Raschmaßnahme zu annehmbaren Kosten funktioniert: Wie langen können die ÖBB bzw. der Steuerzahler die Defizite finanzieren? Mit dem Ende der Direktvergaben 2029 (statt 2034) werden auch die ÖBB keine großen Spaßverkehr rein aus Prestige mehr anbieten können.
kami schrieb:
Das hätte gar nicht sein müssen, wenn die 2016/17 gemachten Versprechungen zum Umbau älterer Sitzwagen für den Nachtverkehr mehr als nur ein schauspiel gewesen wäre. Dann hätten die ÖBB durchaus Wagen haben können. Nur leider war das Projekt substanzlos; selbst wenn 2019 tatsächlich noch 20 (Liege-)Wagen für 2020 versprochen werden.
Dann hätte man eventuell genügend Liegewagen, aber zum einen auch nur dann wenn man keine abgestellt hätte (was man aber vermutlich getan hätte), zum anderen sind die Liegewagen mE das kleiner Problem. Da dürfte es tatsächlich bei der DB noch genügend brauchbare geben, die sich qualitativ nicht wesentlich von den aktuell eingesetzten unterscheiden.
Der RZD hat noch die neue Siemens WLABmz. Sie benutzt die auch in Inner Russische nachtzuge, und auf Internationale Strecken mit nur Breitspur. Schaut mir an die RZD hat zuviele von dieser Wagen. Vielleicht sind sie interessiert in verkauf/vermietung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 21.10.19 19:51.
verst107 schrieb:
Der RZD hat noch die neue Siemens WLABmz. Sie benutzt die auch in Inner Russische nachtzuge, und auf Internationale Strecken mit nur Breitspur. Schaut mir an die RZD hat zuviele von dieser Wagen. Vielleicht sind sie interessiert in verkauf/vermietung.

Vierbettabteile mit optionaler zweibettbelegung sind zwar innerrussisch sehr üblich, in Mitteleuropa aber weniger. Wie verteilen sich die buchungen für ein-, zwei- und dreibettabteil wirklich? Sollte "double" die üblichste buchungsgröße sein, wären nur acht pro wagen davon vorhanden, was eine eher bescheidene kapazität ist.
In doppelstockschlafwagen werden so weit ich weiß die vierbettabteile nur als dreibettabteil verkauft. Der schlafwagen hätte dann maximal 24 verkaufbare plätze anstelle der 36 eines WLABmz 173.


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Bei der fülle des zu verarbeitenden materials sind trotz sorgfältiger bearbeitung vereinzelte tippfehler oder kleinere unstimmigkeiten nicht immer vermeidbar. Eine rechtliche gewähr für die richtigkeit des inhalts dieses beitrages kann daher nicht übernommen werden.
tbk schrieb:
verst107 schrieb:
Der RZD hat noch die neue Siemens WLABmz. Sie benutzt die auch in Inner Russische nachtzuge, und auf Internationale Strecken mit nur Breitspur. Schaut mir an die RZD hat zuviele von dieser Wagen. Vielleicht sind sie interessiert in verkauf/vermietung.
Vierbettabteile mit optionaler zweibettbelegung sind zwar innerrussisch sehr üblich, in Mitteleuropa aber weniger. Wie verteilen sich die buchungen für ein-, zwei- und dreibettabteil wirklich? Sollte "double" die üblichste buchungsgröße sein, wären nur acht pro wagen davon vorhanden, was eine eher bescheidene kapazität ist.
In doppelstockschlafwagen werden so weit ich weiß die vierbettabteile nur als dreibettabteil verkauft. Der schlafwagen hätte dann maximal 24 verkaufbare plätze anstelle der 36 eines WLABmz 173.
Da hast du vollkommen Recht, aber hier sehe ich lieber die Probleme, daß die Russen sich weniger an einem solchen Vergabeverfahren beteiligen würden, und auch die Wartung der Fahrzeuge problematischer wäre.