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CH: Die neuen Dostos müssen zurück.

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 10.10.19 02:04

Guete Morge,
Bonjour,
Bongiorno.
Allegra;

die Probleme gehen weiter. [www.srf.ch]
Naja, ich möchte weder schwarz malen oder das Blaue vom Himmel preisen. Es ist ein weiteres Problem, das auftritt und sich zeigt. Gut, dass plötzlich Probleme auftreten und dann Züge plötzlich mal abgestellt werden bzw. überprüft werden müssen, gibt es auch bei anderen Baureihen. Aber bei dieser Reihe gibt es doch sehr viele Probleme. Ja, hoffen wir das Beste. Hoffen wir, dass die Dinger dann mit der Zeit dann doch viel zuverlässiger rollen werden. Bei den Lötschis hat es ja auch eine Weile gedauert. Aber irgendwann begannen sie stabieler zu laufen, wenn auch sie auch heute noch immer wieder mal Probleme machen. Aber gut, welcher Zug macht keine Probleme. Die Frage ist aber, wie anfällig sie sind. Das soll es ja bei den Lötschis doch nicht am Besten bestellt sein.
Naja, bei der Berliner S-Bahn ging es auch sehr lang, aber es ging dann Stück für Stück wieder aufwärts, und die Fahrzeuge - vor allem die 481er laufen ziemlich stabil. Leider aber gibt es vermehrt externe Faktoren, die Störungen verursachen. Und die S-Bahn in Berlin fährt zwar auch wieder mehr oder weniger stabil. Aber störungsfrei läuft der Betrieb keineswegs. Aber wo gibt es keine Störungen.

Herzliche Grüsse
Martin



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.19 02:37.

Gedanken und Erfahrungen

geschrieben von: 11652

Datum: 10.10.19 08:59

Hallo zusammen

Nur sind das wirklich "Probleme", die eben bei neuen und auch ab und an älteren Fahrzeugen auftreten können - bisweilen gar nie ganz geklärt werden... Sie werden auch - da glaube ich Bombardier zu 100% - in den üblichen Aktionen behoben, die Reisenden werden davon wohl im Normalfall nichts mitbekommen.

Habe mir auch die "Mühe" gemacht, die Kommentare zum srf Bericht etwas zu überfliegen - "im Westen nichts Neues", die immer gleichen Schuldzuweisungen an Bombardier ("die bösen Kanadier", die SBB, die Kader, den Meier, die Oberen generell, etc.). Das ist bemühend und bringt nicht wirklich etwas.

Am letzten Wochenende konnte ich ein längeres (das aktuell längst-mögliche) Stück mit einem Twindexx fahren; von Basel SBB nach Chur.
Meine/unsere Erfahrungen?

Nun, in der ersten Klasse beim Arbeiten war es wohl etwas gar unruhig (meine Frau arbeitete im Zug) - noch mehr störten jedoch die "Alten", welche einmal mehr "in Gruppe" auftraten und lautstark im Abteil parlierten (was keine Entschuldigung ist, die Züge so belassen zu können).

In der zweiten Klasse, besser im ersten (bis Zürich)/letzten Wagen (ab Zürich) mit dem Familienabteil herrschte Freude - da fuhren unsere Kinder und ich. Die Einrichtung ist toll und funktional, der Wagen hell, freundlich und hat Platz (dies ganz im Gegenteil zum sehr unangenehmen und engen, dafür sehr gut laufenden Doppelstock-TGV der Rückfahrt) - insbesondere die Spieleinrichtung ist schön gemacht!
Ich fühlt mich wohl, sowohl auf den grünen Längsbänken (die sind wirklich lang!) als auch in einem der Abteile. Auch der Rest hat mich überzeugt, inkl. das Laufverhalten des Zuges - es kommt halt auch drauf an, in welcher "Benutzungssituation" man so einen Zug erlebt - es ist ein Unterschied, ob man konzentriert arbeitet oder mit den Kinder spielt bzw. diese hütet. Wiederum beides kein Grund, die Züge so sein zu lassen, wie sie sind.
N.B. Wenn man sich dann für die Rückfahrt auch wieder auf einen Twinndexx mit Familienabteil freut, und "nur" EC Wagen bzw. EW IV vorfindet, dann ist das tolle Laufverhalten ein schwacher Trost...

Ach ja, ich bin sicher, dass auch diese Züge einmal zur Zufriedenheit fahren werden. Wir als Gesellschaft müssen uns aus meiner Sicht jedoch bewusst sein, dass heute ein Reisen mit EW IV und EC Wagen nicht mehr allgemein möglich ist bzw. Freude bereitet - die Anforderungen vor allem an Platz/Platzzahl, Reisezeit, Multifunktionalität und auch "Multimedia" sind heute ganz wo anders - heraus kommen solche "Alleskönner", die eben nun etwas länger brauchen, bis sie wirklich "alles können".

Bilder folgen.

Sollten/könnten die Beiträge zum Twindexx nicht evtl. zusammengelegt werden?

Gruss Christian

Meine Fotos; Eisenbahnen (Schwerpunkt Gotthard-Nord) und Dampfschiffe: [www.flickr.com]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.19 09:05.

Re: Gedanken und Erfahrungen

geschrieben von: pcrail

Datum: 10.10.19 20:51

Endlich jemand, der etwas vernünftiges zu diesem Zug schreibt und nicht die Dauer-Miesemache von SF DRS unterstützt. Man muss auch bedenken, dass Software-Korrekturen wegen unnützem Papierkram nicht mehr so schnee durchgeführt werden können. Der Twindexx ist auch weltweit der einzige Doppelstöcker mit (Mini)-Neigetechnik, der zudem in drei Ländern zugelassen wird. Sowas hat vorher noch niemand gebaut. Trotzdem hat die Anti-Bombardier, aber Pro-Stadler-Lobby ein politisches Klima geschafft, das eine Einlösung der Optionen praktisch verunmöglicht. Leittragende sind die SBB, welche die Vorteile einer Grossflotte nicht nutzen können und wahrscheinlich mit einer neuen Baureihe nochmals durch die Zulassung müssen. Der Steuerzahler kann dann das alles berappen.

Re: Gedanken und Erfahrungen

geschrieben von: bollisee

Datum: 11.10.19 00:02

pcrail schrieb:
Endlich jemand, der etwas vernünftiges zu diesem Zug schreibt und nicht die Dauer-Miesemache von SF DRS unterstützt. Man muss auch bedenken, dass Software-Korrekturen wegen unnützem Papierkram nicht mehr so schnee durchgeführt werden können. Der Twindexx ist auch weltweit der einzige Doppelstöcker mit (Mini)-Neigetechnik, der zudem in drei Ländern zugelassen wird. Sowas hat vorher noch niemand gebaut. Trotzdem hat die Anti-Bombardier, aber Pro-Stadler-Lobby ein politisches Klima geschafft, das eine Einlösung der Optionen praktisch verunmöglicht. Leittragende sind die SBB, welche die Vorteile einer Grossflotte nicht nutzen können und wahrscheinlich mit einer neuen Baureihe nochmals durch die Zulassung müssen. Der Steuerzahler kann dann das alles berappen.
Die Anti-Bomabardier-Lobby hat sich Bormbardier auch hart erarbeitet. Das kriegt man nicht von heute auf morgen hin...

Re: Gedanken und Erfahrungen

geschrieben von: E44 1152

Datum: 11.10.19 08:27

bollisee schrieb:
Die Anti-Bomabardier-Lobby hat sich Bormbardier auch hart erarbeitet. Das kriegt man nicht von heute auf morgen hin...

Ja, da muss ich dir Recht geben.
Und damit es auch richtig nachhaltig wirkt, hat man sich nicht nur auf die Schweiz beschränkt, sondern tut z.B. auch im "gro0en Kanton" ständig was dafür.



;-) ;-) ;-)

Re: Gedanken und Erfahrungen

geschrieben von: leofink

Datum: 11.10.19 09:17

pcrail schrieb:
Endlich jemand, der etwas vernünftiges zu diesem Zug schreibt und nicht die Dauer-Miesemache von SF DRS unterstützt. Man muss auch bedenken, dass Software-Korrekturen wegen unnützem Papierkram nicht mehr so schnee durchgeführt werden können. Der Twindexx ist auch weltweit der einzige Doppelstöcker mit (Mini)-Neigetechnik, der zudem in drei Ländern zugelassen wird. Sowas hat vorher noch niemand gebaut. Trotzdem hat die Anti-Bombardier, aber Pro-Stadler-Lobby ein politisches Klima geschafft, das eine Einlösung der Optionen praktisch verunmöglicht. Leittragende sind die SBB, welche die Vorteile einer Grossflotte nicht nutzen können und wahrscheinlich mit einer neuen Baureihe nochmals durch die Zulassung müssen. Der Steuerzahler kann dann das alles berappen.
Hallo! Es geht nicht um die Zulassung, sondern um den Betrieb, bei dem die Züge nicht zufriedenstellend funktionieren! Wenn mein Auto alle 3'500 Kilometer Probleme macht, dann würde ich es dem Garagisten um den Grind schlagen. Bei Laufleistungen von über 1'000km pro Tag, wäre das alle 3 Tage ein Problem. Bei X Zügen wären das 3 Tage/X ein Problem.
In der neuen SER sind die Probleme aufgegliedert: Zu kurze Kabel bei Bauteilen, die nun ausgetauscht werden müssen, hat nun mal nichts mit der Software, oder der Zulassung zu tun, sondern wahrscheinlich mit Geiz ist Geil oder bestenfalls Nichtwissen, wie sich Bauteile im Einsenbahnbetrieb, punkto Vibrationen verhalten. Es würde mich nicht überraschen, wenn so ein St, Galleschüblig, oder sein nördliches Pendant bis 4 Stellen hinter dem Komma ausgerechnet hat, wieviel man bei 61 Zügen spart, wenn man bei jedem Anschluss 5cm Kabel einspart. Dass das Zeug 35 Jahre halten muss, und sich Wagenkästen verwinden, ist dem wohl unbekannt. Man schaue mal eine aus dem Refit, mit Glanzlack gestrichene Re 460 an, wie der Wagenkasten aussieht. Hier im Licht gut zu sehen:
[flic.kr]
[flic.kr]
Das geht schon in Richtung Orangenhaut!
Genauso arbeiten Wagenkasten und zu kurze Kabel werden mitunter ausgerissen.
Giezi hat schon recht, wenn er sagt, dass nun mal nichts mehr an Bombardier gezahlt werden soll, bis die Dinger zufriedenstellen laufen.

Und der Grossmufti von Bombardier hat, angesprochen auf die Laufleistungen gesagt, dass die Züge für hohe Geschwindigkeiten und nicht für kurvige Strecken konzipiert sind.
[www.aargauerzeitung.ch]
Zitat
Die Laufruhe des Zugs ist auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegt
Warum man dann eine Wako braucht, erschliesst mir nicht ganz. Und wenn man noch die Strecke St. Gallen - Genf anschaut, dann fährt man gerade mal 1/8 der Zeit auf einer Schnellfahrstrecke.
Somit gibt Bombardier also zu, den Zug falsch konzipert zu haben.
Gruss Leo

Re: Gedanken und Erfahrungen

geschrieben von: Christian Snizek

Datum: 11.10.19 11:19

leofink schrieb:
Warum man dann eine Wako braucht, erschliesst mir nicht ganz. Und wenn man noch die Strecke St. Gallen - Genf anschaut, dann fährt man gerade mal 1/8 der Zeit auf einer Schnellfahrstrecke. Somit gibt Bombardier also zu, den Zug falsch konzipert zu haben.
Gruss Leo
Moin. Da musst aber auch immer beide Seiten betrachten. Es wurde gebaut/geliefert, was bestellt wurde! Somit trifft deine Aussage nur noch auf 50 % gegen Bombtranz. Dass da teilweise zu kurze Kabelstränge verlegt wurden, ist natürlich Hersteller bedingt. Dafür kann der Auftraggeber erst mal nix. Für alles weitere siehe auch mein Kontext bei [www.drehscheibe-online.de].

Wer verstehen will, warum manche überall ihren Senf dazu geben müssen, muss lernen wie eine Bratwurst zu denken … !

Schaut doch mal vorbei:
[www.mec-loerrach.de]
[www.youtube.com]

Re: Gedanken und Erfahrungen

geschrieben von: leofink

Datum: 11.10.19 12:46

Christian Snizek schrieb:
leofink schrieb:
Warum man dann eine Wako braucht, erschliesst mir nicht ganz. Und wenn man noch die Strecke St. Gallen - Genf anschaut, dann fährt man gerade mal 1/8 der Zeit auf einer Schnellfahrstrecke. Somit gibt Bombardier also zu, den Zug falsch konzipert zu haben.
Gruss Leo
Moin. Da musst aber auch immer beide Seiten betrachten. Es wurde gebaut/geliefert, was bestellt wurde! Somit trifft deine Aussage nur noch auf 50 % gegen Bombtranz. Dass da teilweise zu kurze Kabelstränge verlegt wurden, ist natürlich Hersteller bedingt. Dafür kann der Auftraggeber erst mal nix. Für alles weitere siehe auch mein Kontext bei [www.drehscheibe-online.de].
Aha, dann weisst du mehr als ich.
Würde mich interessieren, wo die SBB denn verlangt hat, dass die Fahrwerke nur für hohe Geschwindigkeiten optimiert sein müssen. Ich denke, wer nicht bergreift, dass eine WAKO für kurvenreiche Strecken ausgelegt ist, den sollte man bei der KESB melden.
Zudem bin ich ziemlich sicher, dass die Anbieter ein genaues Streckenprofil mit Kurvenradien und Neigungen erhalten haben, mit dem dazugehörigen Fahrplan.
Dass zwischen Bern und Lausanne eine Fahrzeit unter einer Stunde gefordert wurde, war schon Thema bei der Bekanntgabe der Ausschreibung. Den Rest konnte man anhand der Streckendaten berechnen.
Mein Einwand bezog sich auf die Aussage vom Grossmufti, und war eher zynisch gemeint. Zu behaupten dass die Züge nur für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt sind, also auf langen und geraden Strecken mit Kurven mit grossen Radien, und vergisst, dass jeder der ein wenig studiert, darauf kommen muss, dass diese Behauptung einer näheren Betrachtung nicht standhält, dem ist nicht zu helfen.
Abgesehen davon, dass heute 200km/h nicht mehr als "hohe Geschwindigkeit" angesprochen werden kann. Das hat bald jeder Nebenbahntriebwagen.
Dass eine Wako zum Zeitpunkt der Ausschreibung nötig war, ist unbestritten und drei Anbieter hatten die auch als technisch möglich eingestuft und entsprechend offeriert. Ob es die allerdings noch braucht, bis die Dinger eingesetzt werden können ist fraglich. :-)
Ev. ist dann der Streckenausbau soweit, dass es die Wako nicht mehr braucht.
Gruss Leo