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 08/02 - Alpenlandforum 

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Tschou Zäme,
Salut tout le monde,
Ciao tutti,
Allegra;

nun steht die Ursache für die Zugentgleisung in Luzern fest. Seht selbst: [www.srf.ch]
- Normalverschleiss des Radprofiles.
- Distanz zwischen der festen und der beweglichen Schiene (beim Engländer, der DKW(Doppelkreuzungsweiche))
- zu trockener Schmierzustand

Die SBB hat bei den Engländern daraufhin etwas gemacht.

Herzliche Grüsse
Martin



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.09.19 06:17.

Toller Thread-Titel...

geschrieben von: Markus_26

Datum: 20.09.19 06:13

... da dachte ich zunächst, die Tagesschau sei die Ursache für die Entgleisung! 🙂

Re: Toller Thread-Titel...

geschrieben von: Weltreisender

Datum: 20.09.19 06:19

Man weiss ja nie. :) Grundsätzlich auszuschliessen wäre auch nicht, dass die Tagesschau der Grund für eine Entgleisung ist. :):):):):):):)

Danke für den Hinweis. Ich habe den Titel etwas angepasst.

Ein schöns WE.
Martin
Weltreisender schrieb:
Tschou Zäme,
Salut tout le monde,
Ciao tutti,
Allegra;

nun steht die Ursache für die Zugentgleisung in Luzern fest. Seht selbst: [www.srf.ch]
- Normalverschleiss des Radprofiles.
- Distanz zwischen der festen und der beweglichen Schiene (beim Engländer, der DKW(Doppelkreuzungsweiche))
- zu trockener Schmierzustand
Hier die Medienmitteilung:
[www.sust.admin.ch]
und
der detaillierte Bericht:
[www.sust.admin.ch]
Zitat
Das Zusammenwirken von verschiedenen Faktoren hat dazu geführt, dass die Spurkranz-kuppe in einem kritischen Bereich auf die Oberkante der Weichenzunge traf:
Die Verschleissform des Spurkranzes führte zu einem näheren Heranrücken der Spurkranz-kuppe gegen die Weichenzungenspitze. Durch das über den bisher bekannten Werten liegende Klaffen der Weichenzunge stand die Weichenzungenspitze zudem nahe am kritischen Bereich der Spurkranzkuppe. Der mangelnde Schmierfilm zwischen Spurkranzflanke und Schienenflanke führte zur Erhöhung des Reibwerts. Zusammen mit einer erhöhten Querkraft infolge des Defekts an der Querfederung des erstentgleisten Drehgestells erfolgte eine erhöhte Radanhebung während der Bogenfahrt. Alle diese Faktoren trugen dazu bei, dass die Spurkranzkuppe so positioniert wurde, dass das Rad auf die Weichenzungenoberkante auf-steigen konnte. Zusätzlich war die Spurkranzkuppe durch eine Aufwalzung etwas flacher, was das Aufsteigen ohne wesentliches Zurückdrücken der Weichenzunge begünstigte.
Rot: Trenitalia, Grün: SBB Infra.
Es steht also 3:1 für Italien!
:-)

Weltreisender schrieb:
Die SBB hat bei den Engländern daraufhin etwas gemacht.

Herzliche Grüsse
Martin
Da wird sich Mr. English aber freuen :-)
Gruss Leo



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.09.19 12:27.
Weltreisender schrieb:
- zu trockener Schmierzustand


Dies war schon der Grund, dass es im Jahre 2008 innert kurzer Zeit zu zwei Entgleisungen in Lavago führte.
Ausländische Triebfahrzeuge sollen, gemäss den damaligen Untersuchungsberichten, eine weniger starke Spurkranzschmieruung haben, was zum "aufklettern" der Spurkränze führte.
Danke für die Links. Der Bericht zeigt wieder, wie akribisch solche Unfälle untersuchtwerden.

Gruß aus Magdeburg

Klaus
Was mir an Schweizer Bahnhöfen,siehe Zürich, Bern und Luzern,aber auch Basel SBB aufgefallen ist,ist der hohe Anteil an DKW,die natürlich pflegeintensiver sind.
Und beim ICE 1 in Basel SBB wars das Gleiche - Sust-Bericht ist auch veröffentlicht!

Wobei klar auch Spurkränze zum Problem gehören, schwergängige Drehgestelle und nicht funktionierende Spurkranzschmierungen!

Die kritisierten Kreuzweichen werden durch solche mit anderer Geometrie ersetzt. Dass Schweizer Bahnen viele Kreuzweichen einsetzen ist dem vorhandenen Platz zu "verdanken" - man vergleiche doch deutsche, französische oder andere ausländische Bahnhöfe mit den engen Verhältnissen in der Schweiz! Von solchen grosszügigen Verhältnissen können wir in der Schweiz nur träumen!

Weshalb müssen in der Schweiz vermehrt Tunnls gebaut werden, z. B. zwischen Aarau und Olten? Kein Platz für eine zweite Doppelspur im Berech Schönenwerd, somit muss der Eppenbergtunnel die durchgehende Vierspur Rupperswil - Olten vervollständigen. Ich denke mir, dass dies so weitergehen wird . . .

Urs
Urs Nötzli schrieb:
Die kritisierten Kreuzweichen werden durch solche mit anderer Geometrie ersetzt.
Lt. [www.luzernerzeitung.ch] gibt es weiterhin 41 dieser DKW.

Zitat
Dass Schweizer Bahnen viele Kreuzweichen einsetzen ist dem vorhandenen Platz zu "verdanken" - man vergleiche doch deutsche, französische oder andere ausländische Bahnhöfe mit den engen Verhältnissen in der Schweiz! Von solchen grosszügigen Verhältnissen können wir in der Schweiz nur träumen!
Wenn man nicht möchte, dass der Einfahrtsbereich ewig lang wird, dann muss man auf DKW zurückgreifen. Sieht man entsprechend häufig auch in Deutschland oder dem österreichischen Flachland. Der Grund warum es in der Schweiz mehr sind, liegt meines Erachtens eher an der höheren betrieblichen Flexibilität der Bahnhöfe.